Bourbon-Freunde können sich auf die Wiederholung eines Fehlers freuen: Wie The Spirits Business heute berichtet, wird der Wild Turkey Forgiven wieder aufgelegt. Der Forgiven war ein unbeabsichtigter Blend aus Bourbon und Rye Whiskey und sollte eigentlich nur einmal verkauft werden – allerdings hat er solchen Anklang gefunden, dass man ihn diesmal mit Absicht herstellte. Er wird so wie sein Vorgänger mit 78% 6jährigem Bourbon und 22% vierjährigem Rye hergestellt und mit 45.5% abgefüllt. Kosten soll er in den USA 49.90 Dollar.
Vom ersten Forgiven haben ganz wenige Flaschen auch den Weg über den großen Teich geschafft, allerdings niemals über offizielle Kanäle. Ob das beim neuen Batch anders sein wird, muss sich erst weisen.
In letzter Zeit haben sich die Anzeichen für eine Rückkehr eines geliebten Klassikers gemehrt. So zum Beispiel gab es auf eine wehmütige Reminiszenz unseres Lesers und Freundes Rainer Edlinger vom Whiskycircle Pinzgau an den Laphroaig 15yo bei einem Twitter Headline-Contest die Antwort „Dann freuen Sie sich auf Januar“
Jetzt aber ist es auch von einer weiteren Quelle unabhängig bestätigt: Der Laphroaig 15yo wird nach 5 Jahren neu aufgelegt, wie Words of Whisky berichtet. Distillery Manager John Campbell hat den 15jährigen als einen von vielen Bestandteilen der Aktivitäten rund um den 200. Geburtstag der Destillerie angekündigt. Seines Wissens nach werden im Januar oder Februar 2015 72.000 Flaschen auf den Markt gebracht – also genug, um einen Run auf die Abfüllung zu verhindern.
Sobald wir mehr darüber wissen, werden wir es natürlich so schnell wie möglich berichten.
PS: das Bild zeigt die ALTE Abfüllung, von der neuen gibt es noch keinen Packshot. Die 43% sind also NICHT zwingend die Stärke des Neuen 🙂
Der heutige Tag markiert den offiziellen Beginn der Glenlivet Winchester Collection – eine Serie von seltenen und hochklassigen fünfzigjährigen Whiskys aus der Glenlivet-Destillerie. Der „Vintage 1964“ ist die erste Ausgabe in dieser Linie – und jede der 100 Flaschen wird an die 20.000 Euro kosten. Ab Oktober soll diese Abfüllung bei Harrods erhältlich sein.
Es wird weitere Abfüllungen dieser Linie geben (die Zahl ist nicht bekannt), die nächste Veröffentlichung wird der „Vinatge 1966“ sein, also frühestens im Jahr 2016. Wie üblich hat man auch größtes Augenmerk auf das Drumherum gelegt – eine mundgeblasene Flasche mit Gold-Inlays und seltenen Steinen. Den Namen hat die Sammlung von Master Distiller Alan Winchester, der für sie verantwortlich zeichnet. Mehr darüber auf The Spirits Business.
Knapp 200 Millionen Euro sollen fünf Unternehmen bis 2017 in die Whiskeyproduktion in der Region Dublin 8 gesteckt haben, berichtet Business & Leadership. Diese Investition wird 100 Jobs schaffen, so schätzt Marie Byrne, Mitbegründerin der Dublin Whiskey Company. Die Dublin Whiskey Company ist eine der drei neu entstehenden Destillerien in der Region, die beiden anderen sind Alltech und Teeling. Dazu kommt noch die Five Lamps Brewery sowie eine neue Guinness-Brauerei, die in der letzten Woche eröffnet wurde.
Es wird auch vier neue Besucherzentren geben, die zusammen 300.000 zusätzliche Touristen pro Jahr anziehen sollen.
So sieht die Baustelle der neuen Teeling Distillery Mitte September 2014 aus…So soll die Teeling-Distillery einmal aussehen…
Wir haben wieder mal etwas Lektüre für Sie gesammelt – mit einem Blick auf verschiedene Blogs und deren Verkostungsnotizen. Wie üblich wird das eine Reise quer durchs Gemüsebeet, also bitte anschnallen, Links klicken und genießen:
WhiskyIsrael hat den Benromach 10yo in der neuen Version angetestet – und bewertet ihn etwas höher als wir es taten, allerdings mit dem gleichen Tenor: Ein sehr guter Whisky für wenig Geld.
Auf Malt and Oak sieht man sich den Glenglassaugh Torfa an, den dreijährigen, getorften Glenglassaugh – und sieht ihn eher als Kuriosität. Nicht übel, aber nicht verlockend.
A Tasty Dram hat sich den Highland Park 10yo eingeschenkt, den jüngsten Spross aus der HP-Familie, den es nur in Holland und Deutschland gibt – man mag ihn, das wars dann aber auch schon mit der Begeisterung.
Somerset Whisky Blog hatte das Privileg, den Old Pulteney 35yo verkosten zu können – was man für über 500 Euro bekommt, begeistert („a bloody fabulous dram“)
The Master Quill trinkt den Springbank CV – dort findet man ihn zu jung, um wirklich gut zu sein, wässrig und flach.
Whisky Gospel hat den neuen Tomatin Cù Bòcan Shery Edition schon verkosten können – ganz sicher ist man sich dort nicht, was man von ihm halten soll. Er scheint jünger als der Standard Cù Bòcan zu sein, aber mit etwas Luft ist er dann doch wohlwollend aufgenommen worden.
Best Shot schreibt über ihre Erfahrung mit dem Glengoyne 15yo – dort wird er ein wenig weniger gemocht als der Glengoyne 10yo, man attestiert ihm aber insgesamt, ein sehr angenehmer Tropfen zu sein.
Unser Gewinner kommt aus Deutschland, aus Porta Westfalica. Sein Name ist Thomas Kohlmeier. Herzlichen Glückwunsch. Er hat uns auch schon geantwortet:
Wow, ich hab noch nie etwas gewonnen, da freu ich mich natürlich riesig!
Und dann auch noch so ein toller Preis von meiner Lieblings-Whiskyseite im Internet 🙂
und ein Bild von sich geschickt:
Aber alles der Reihe nach:
Wir haben einen ganz besonderen Bourbon verlost: einen Elijah Craig 12yo in Fassstärke (67.1%), handsigniert vom Borubon-Professor Bernie Lubbers, der seines Zeichens auch Global Brand Ambassador für die Heaven Hill Distilleries ist. Und wir haben eine Gewinnfrage gestellt, die diesmal einerseits kinderleicht und andererseits offensichtlich nicht so einfach war: Wie viele Newsartikel haben wir seit unserer Gründung vor 19 Monaten gepostet? Es klingt verrückt, aber es waren wirklich mehr als 2500 – und mehr als eine Handvoll Leute wollte der Antwort c) nicht so recht glauben. Doch. Wirklich. Auf der anderen Seite Ihres Bildschirms sitzen Besessene :-).
Und Gerechtigkeitsfanatiker. Denn wir haben die Frage so einfältig gestellt, dass eigentlich alle drei Antwortmöglichkeiten richtig waren: Denn wenn es über 2500 Newsartikel waren, waren es ja auch über 500 und über 100. Also haben wir alle Antworten als richtig gezählt und an der Ziehung teilnehmen lassen, aber dafür natürlich nur eine pro Person (nein, wir sind nicht zu faul, um das zu checken *g*). Und Thomas hat das Los getroffen. Wir freuen uns für ihn und senden die Flasche in den nächsten Tagen ab.
Wer diesmal kein Glück hatte: Egal. Unser Gewinsspielkalender ist bis Jahresende ziemlich voll. Und da sind noch ein paar Schmankerl (das ist österreichisch für Leckerbissen) dabei. Demnächst in diesem Theater.
Im 13. Whiskychat auf Youtube haben wir für Sie den neu erschienenen Highland Park Dark Origins verkostet. Dieser neue Whisky wird ein Teil der Standardabfüllungen der Destillerie werden, ist ohne Altersangabe und mit 48.6% abgefüllt. Die Frage, die sich beim Blick auf das Preisschild stellt: Ist er die 70 bis 90 Euro, die man für ihn auf die Theke legen soll, wert? Kann er als No Age Statement Whisky den hohen Erwartungen, die man an Highland Park stellt, gerecht werden? Bernhard Rems geht diesen Fragen anhand eines Testmusters, das wir von topspirit.at erhalten haben, auf den Grund. Viel Vergnügen beim Video!
Jura und Brooklyn? Auf den ersten Blick mag man nur äußerst wenig Gemeinsamkeiten dieser bevölkerungsarmen schottischen Insel mit dem New Yorker Borough Brooklyn sehen. Doch die Produktbeschreibung des neuen Whiskys „Brooklyn“ aus der Brennerei Isle of Jura zeigt uns diese auf. Neben der Tatsache, dass beide Orte eine Insel sind, seien sie weltweit für ihren rebellische Geist sowie für ihre Liebe zu sorgfältig ausgearbeiteten, handwerklichen Produkten bekannt. Dieser Logik folgend liegt also nichts näher, als mit sechs Fassproben nach Brooklyn/New York zu fliegen und diese dann zwölf der besten Handwerkern und Machern Brooklyns vorzustellen. Aus den Meinungen dieser Käsehändler, Chocolatiers, Brauereien, Weinhändler und anderer innovativen Brooklynites entstand dann Jura Brooklyn.
Ohne verpackende Geschichte (die bei Whiskyintelligence komplett nachzulesen ist) ist der Jura Brooklyn ein Whisky, welcher in amerikanischen White Oak Bourbon, Sherry Amoroso und Pinot Noir Fässern lagerte. Den offiziellen Tastingnotes nach ist er ein fruchtiger Whisky mit Rauch und Noten von Honig, Johannisbeeren und Beeren – und gerösteten Kaffeebohnen. Abgefüllt mit 42 % Vol. und ohne Altersangabe, ist er online auf der Website der Brennerei Isle of Jura bestellbar, geliefert wird allerdings nur ins Vereinigte Königreich.
Von Diageo haben wir eine Pressemitteilung zum neuen Dimple Golden Selection erhalten, der den Dimple 15yo ablösen wird. Wir bringen sie hier in Auszügen:
Dimple Golden Selection – das neue Meisterwerk von Master Blender Chris Clark
Mit Dimple Golden Selection führt Master Blender Chris Clark über 200 Jahre Tradition der Whisky-Destillerie fort. Ab September 2014 ist der Blended Deluxe Scotch Whisky im deutschen und österreichischen LEH erhältlich und löst damit Dimple 15 Jahre ab. Die dreieckige Flaschenform bleibt unverändert, dafür soll die neue Verpackung in Gold den Konsumenten deutlicher ansprechen. Mit seiner prägnanten Unterschrift steht Chris Clark für das Versprechen der Tradition sowie geschmacklichen Einzigartigkeit unter den Blended Scotch Whiskys. Der neue Auftritt soll auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen, die Whisky gerade für sich entdeckt.
Mit Blick auf das Handwerk
Dimple wurde 1890 von der Haig Familie gegründet und ist seit über zwei Jahrhunderten stilbildend für schottischen Blended Whisky. Mit Golden Selection schafft Chris Clark einen State-of-the-Art Whisky abseits von Altersangaben und steht für Individualität und Exklusivität. Bei diesem Produkt schließen sich Innovation und Tradition nicht aus. Gleichzeitig wird das eigentliche Handwerk des Blendens in den Vordergrund gerückt. Dimple gilt als Wahrzeichen unter den arrivierten Whiskyfreunden und ist mit seinem neuen Auftritt auch auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet, die Whisky stärker über Geschmacksnoten definiert.
Das Blenden von Whisky ist ein hochkomplexer Vorgang und erfordert große Erfahrung und Wissen, um einen harmonischen, vollen Whisky zu schaffen. Chris Clark gewinnt Dimple Golden Selection aus über 30 schottischen Malt und Grain Whiskys auf dem Höhepunkt ihres Reifeprozesses. Darunter befinden sich Whiskys aus den unterschiedlichen schottischen Regionen wie Lowlands oder Speyside. Dimple Golden Selection ist ein Meisterwerk mit einzigartigem, intensivem Geschmack, einem Hauch von Frucht, Nüssen und Mokka sowie einem weichen Abgang. Und Dimple Golden Selection ist auf viele Arten ein Genuss – pur, mit Wasser oder auf Eis.
Ab September 2014 wird Golden Selection im deutschen und österreichischen Lebensmitteleinzelhandel für 24,99 € (UVP) erhältlich sein und löst Dimple 15 Jahre ab. Mit der Neueinführung wird auch der UVP von 25,99 € auf 24,99 € gesenkt und bietet zusätzliche Kaufanreize.
Offizielle Tasting Notes:
Der neue Dimple Golden Selection hat einen ausbalancierten Geschmack von Mango, Mocca und gemischten Nüssen. Er schmeckt weich, reichhaltig und hat einen einzigartig weichen Abgang am Gaumen.
Drei Abfüllungen aus dem Jahr 1960 hat sich Serge Valentin heute auf die Liste für seine Verkostung gesetzt, zwei davon sind Whiskys – und was für welche! Ein Macallan und ein Yamazaki haben sich gefunden, beides Tropfen, für die manche Whiskyfreunde ihre Seele zumindest zeitweise verleasen würden. Dementsprechend gute Wertungen gibt es auch dafür. Leider kann das Lesen von Verkostungsnotizen das tatsächliche Verkosten ersetzen, aber ein wenig kann man mit etwas Fantasie schon nachvollziehen, welche Feuerwerke bei manchen Tropfn im Mund oder in der Nase abgehen können…
Nur noch heute läuft unser Gewinnspiel um den handsignierten Elijah Craig 12yo aus der Heaven Hill Distillery. Global Brand Ambassador, Buchautor und „Whiskeyprofessor“ Bernie Lubbers hat die Flasche signiert, die mit heftigen 67.1% abgefüllt wurde. Im untenstehenden Video von unserem Youtube-Channel wird erklärt, wie Sie mitmachen können. Sie finden dort auch andere Videos, die wir in den letzten drei Monaten für Sie produziert haben. Der Gewinner wird dann morgen bekannt gegeben. Viel Glück beim Mitmachen!
Diageo teilt in einer Pressemitteilung mit, dass im Vorfeld des an diesem Wochenende stattfindenden Formel 1 Rennens in Singapur eine neue Partnerschaft von Johnnie Walker mit der Formula One Group bekannt gegeben wurde. Johnnie Walker wird dadurch auch zum offiziellen Whisky der Formel 1. Nick Blazquez, der Präsident des Afrika- und Asiengeschäfts von Diageo, erklärte: „Als offizieller Whisky der Formel 1 wird Johnnie Walker seine Bindung zu Rennsportfans deutlich erhöhen. Durch unsere neue Vereinbarung erhalten wir Jahr für Jahr Zugang zu einem weltweiten TV-Publikum von über 450 Millionen Menschen und zu 1,5 Millionen Zuschauern an der Rennstrecke.“
Die Verbindung der Familie Walker zur Welt des Motorsports und der Grand-Prix-Rennen reicht bis in die 1950er zurück: Damals gründete der verstorbene Rob Walker seinen eigenen privaten Rennstall. Das Rob Walker Racing Team bestand aus Privatfahrern aus der Welt der Grand-Prix-Rennen und war das erste private Team, das 1958 in Argentinien mit dem Fahrer Stirling Moss einen Sieg bei einem Qualifikations-Grand-Prix zur FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft einfahren konnte.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie auf www.onvista.de.
Die Irish Whiskey Society hat uns freundlicherweise die Bilder zum Spatenstich der Walsh Distillery, dem größten unabhängigen Destillerieprojekt in Irland, zur Verfügung gestellt. Das 25 Millionen Euro schwere Projekt (wir berichteten hier) wird alle drei Whiskey-Sorten produzieren: Pot, Grain und Malt. Mit dem Spatenstich ist die Bauphase nun auch offiziell eröffnet. Wie die Destillerie nach dem Bau aussehen wird, sehen Sie auf den beiden 3D-Renderings.
Nach dem Warten auf die Bekanntgabe der diesjährigen Special Releases aus dem Hause Diageo beendet wurde, beginnt jetzt die Zeit der Verkostungen dieser Raritäten. Serge Valentin nimmt sich heute den „obligatorischen“ Port Ellen vor und stellt ihm eine frühere unabhängige Abfüllung aus dem gleichen Produktionsjahr zur Seite. Bei der Punktevergabe hat der Port Ellen Special Release die Nase vorn, er hat hier aber auch relativ leichtes Spiel, da sein Kollege zeigt, dass nicht alles aus der Destillerie hervorragend war. Bei dieser Gelegenheit noch lesenswert: Malt and Oak hat sich diese Woche nochmals mit den Preisen und Brennereiauswahl der diesjährigen Special Releases auseinander gesetzt, der Hauptaugenmerk liegt auf der Preisentwicklung (exakter: Preissteigerungen) der Port Ellen Abfüllungen. Wer (nochmal) lesen möchte, wie hoch die Preisempfehlng für Port Ellen 7th Release war, sollte mal reinschauen.
Port Ellen 1978/2002 (46%, Signatory Vintage, Silent Stills, for World of Whisky St Moritz, cask #5347, 302 bottles) 83 Punkte
Port Ellen 35 yo 1978/2014 (56.5%, OB, 14th Special Release, 2,964 bottles) 91 Punkte