Neu: finch® Single Malt 10/14

Die finch® Whiskydestillerie informiert uns über eine neue Abfüllung aus ihrem Hause. Diese Pressemitteilung zum Single Malt Whisky aus der Black Label Reihe geben wir hier in Auszügen wieder:

finchsinglemalt

Die neue Abfüllung des finch® Schwäbischen Highland Whisky Single Malt ist wieder eine besondere Black Label – Rarität.
Auf Basis von gemälzter Gerste aus eigenem Anbau. Gereift in speziell ausgewählten, erlesenen Fässern: double maturated in Spitzen-Weinfässern sowie anschließend in der Sherry-Pipe.
Ein exquisiter, kräftiger, elegant pfeffriger Whisky – in perfekter Kombination mit edlen Wein- und feinsten Sherryaromen.

Limitierte Abfüllung im Oktober 2014, in nummerierten Flaschen
42% Vol., 0,5 l
unverb. Preisempf. € 45,-

Offizielle Verkostungsnotizen
Nase: Trockenfrüchte, Gebäck, Schokolade
Geschmack: kräftig und elegant pfeffrig, in perfekter Kombination mit edlen Weinaromen und exquisiten Sherrynoten
Nachklang: Langanhaltende Wein- und Kakaonoten, mit dezenter Süße des Sherryfasses

finch® Whiskydestillerie
Aicherstr. 7/9
89191 Nellingen

David Beckham’s Haig Club Werbung

So, da ist er nun, der 90 Sekunden-Spot, den Regisseur Guy Ritchie mit David Beckham für Haig Club, den neuen Single Grain von Diageo gedreht hat. Verpackung kann man nicht trinken, und zu Werbespots keine Verkostungsnotizen schreiben, aber: handwerklich sehr sauber, gute Musik und schöne Bilder. Ansehen 🙂

https://www.youtube.com/watch?v=MaMuQPmzrrU

Whisky im Bild: Impressionen von der Aquavitae 2014

Die Aquavitae 2014 ist vorbei – und trotz des Bahnstreiks fanden viele Besucher ihren Weg in die Stadthalle von Mülheim, um sich dort über Whisky und andere Spirituosen zu informieren. Auch wir waren auf der Messe mit einem Stand vertreten (wir haben uns über die vielen Besuche und die freundlichen Worte für unsere Arbeit sehr gefreut).

Hier einmal ein photographischer Rundgang durch die Messeräume, aufgenommen am späten Sonntag Nachmittag – für all jene, die nicht dabei sein konnten – und jene, die diese beiden schönen Tage Revue passieren lassen wollen. Klicken Sie einfach auf die Bilder unserer Galerie, um sie zu vergrößern:

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Isle of Arran: Neues Aussehen für das Kernsortiment

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arran12

Über das neue Design für den 10-jährigen und den 12-jähirgen der Isle of Arran Distillers hatten wir schon berichtet. The Drinks Report präsentiert heute in ihrem Artikel das neue Design der beiden weiteren Abfüllungen der Core Range und erklärt uns auch, welche Farbe welchen Teil der Landschaft der Isle of Arran repräsentiert:
Beim 10-jährigen dominieren jetzt Grüntöne, welche das moosige Grün der Hügel auf der Insel Arran widerspiegeln. Das Grau des 12-jähirgen nimmt die Farbe der Felsen und Steine auf, das Lila des 14-jährigen findet sich im Heidekraut auf den Hügel der insel wieder. Für den Lochranza Reserve, der Arran-Whisky ohne Altersangabe, wurde Blau gewählt, welches auch bei der oft dramatischen Skyline zu sehen ist.

 

Serge verkostet: Eine kleine Tüte voll Blends

whiskyfun

Sie werden von vielen Whisky-Liebhabern eher geschmäht und links liegen gelassen. Und es gibt natürlich auch diejenigen, welche die Guten suchen und schätzen. Die Rede ist von den Blends. In der heutigen Verkostung auf Whiskyfun finden beide Seiten Gründe, es weiter so zu halten wie bisher. Serge Valentin benötigt bei seinen Bewertungen fast die komplette 100-Punkte-Skala. Wir müssen lange nach einem Whisky suchen, der bei ihm nur 40 Punkte erhalten hat. Aber es finden sich heute auch welche, die mit knapp unter 80 Punkten ein gutes Ergebnis erzielen konnten. Einzige Johnnie Walker ‚Black Label‘, mit einer Abfüllung, die Ende der 50er Jahre erhältlich war, schafft es zu einer sehr guten Bewertung. Die heutige Verkostung im Überblick:

  • Rob Roy (40%, OB, blend, +/-2005) 40 Punkte
  • Usquaebach ‚Reserve‘ (43%, OB, blend, +/-2010) 50 Punkte
  • The Black Grouse ‘Alpha Edition’ (40%, OB, blend, +/-2014) 79 Punkte
  • Ballantine’s 17 yo (40%, OB, blend, +/-2014) 79 Punkte
  • Ballantine’s 17 yo ‘Glentauchers Signature Edition’ (40%, OB, blend, +/-2014) 79 Punkte
  • Johnnie Walker ‚Black Label‘ (43%, OB, blend, +/-1958) 88 Punkte

DerWesten: Bericht zur Aquavitae

Einen Bericht zur Aquavitae in Mülheim/Ruhr gibt es auf DerWesten. Am letzten Samstag und Sonntag gab die Rolf Kaspar GmbH den Besuchern die Gelegenheit, in die weite Welt der unterschiedlichen Spirituosen einzutauchen. Autorin Gianna Schlosser sucht die Antwort auf die Frage, „was […]das Geheimnis, das Besondere, das Großartige an Whisky“ ist. Und uns überrascht es nicht, dass die Antworten so vielfältig ausfallen – wie das Getränk selbst auch.

aqua vitae 2014

RuhrNachrichten: Bericht zur Finest Spirits & Beer Convention

fsbcbo

In der Online-Ausgabe der RuhrNachrichten findet sich ein Bericht zur Premiere der Finest Spirits & Beer Convention in Bochum am vergangenen Wochenende. Zu dieser Veranstaltung hatten einige Aussteller, dem Bericht nach, sich wohl mehr Publikum gewünscht. Sicherlich litt die Convention auch unter dem bundesweiten Streik der Lokführer, der zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Personenverkehr führte. Veranstalter Frank-Michael Böer scheint zufrieden, gegenüber den RuhrNachrichten kündigt er an: „Es wird auf jeden Fall nächstes Jahr eine Folgeveranstaltung geben“.

Wir verkosten: Longrow 11y Fresh Port Pipe, 51,8% vol.

Die Springbank Distillery ist eine Whiskybrennerei auf der Halbinsel Kintyre, Schottland. Sie ist neben Glen Scotia eine der beiden letzten Brennereien der Whiskyregion Campbeltown, in der es früher rund 30 Brennereien gab. Springbank ist seit 1837 im Besitz der Familie Mitchell und hat sich ihre Unabhängigkeit bis heute bewahrt. Gleichzeitig ist sie eine der wenigen Brennereien, die mehr als einen Single Malt herstellen – außer Springbank wird hier auch Longrow und, seit Ende 1997, Hazelburn gebrannt. Der Longrow ist die stark getorfte Marke der Destillerie, und unter diesem Label gibt es nun schon das dritte Jahr eine Reihe, die sich „Longrow Red“ nennt, ganz nach der Farbe, die sie durch diverse Fass-Finishes erhält.

Berichtet haben wir ja schon in aller Ausführlichkeit über den dritten Teil der RED Serie von Longrow. Im Glas hatten wir ihn jetzt auch einmal – in diesem Falle unsere prämierte Nase Reinhard Pohorec. Die kühler werdenden Herbsttage scheinen dabei ein ideales Setting für diesen fast schon winterlich anmutenden Whisky-Bomber zu sein, aber lesen Sie selbst…

longrow_port_fbx

Nase: rote Beeren, na no na, sehr duftig aromatisch, fast blumig in der ersten Nase, dann kommt der Rauch, süßliche Briochenoten, etwas Vanillecustard, Wackelpudding oder rote Grütze, wie die Deutschen Freunde wohl sagen, salzig, Essiggurken, Mixed Pickles eigentlich, Trockenfleisch und etwas Olivenlake, dazu süßer Senf, schwarz, aschige Anmutungen, mit der Süße und Dropsigkeit von Karamellbonbons, Teer

Mit Wasser noch einmal eine Spur lebendiger, dichter, trockenblättrig würzig, der Rotweineindruck hintergründiger, dafür die erdig rauchige Signatur prononcierter.

Gaumen: intensiv, intensivst! Dunkel röstig, der Port sehr präsent, dunkle Bratensauce, ein intensiver Jus, mit Port eingekocht, dann wiederum diese nicht zu bändigende Salzlake, Dörrfleisch wiederum, straff, dicht und super engmaschig ist der Eindruck auf der Zunge, ein Kraftbursche! Kräuterbutter, Liebstöckel und auch Minze, von Vanille umweht, hell geröstete Mandeln, Zitronenverbene und etwas Kümmel, sehr verspielt, vielschichtig.

Auch der Gaumen zeigt eine grandiose Entwicklung mit einem Schuss Wasser…

Finish: sehr lange, bleibt füllig und schwer aromatisch liegen, mit Brioche, Erdbeermarmelade dazu, Clotted Cream, Honig und Madeleine Gebäck, samtig, rote Hustenzuckerln, noch einmal gibt der Teer seine große Abschiedsvorstellung, Kräuter, rauchig verbrannter Rosmarin, Balsamico und spicy curry.

Alles in allem: ein Erlebnis der spektakulären Art, kraftvoll, intensiv! Man sollte sich Zeit nehmen, am besten den ganzen Abend frei und das Handy, Fernsehen, Internet und andere Störfaktoren ausblenden und abschalten. Dieser Whisky braucht vollste Aufmerksamkeit. Und dann kann er auch sein ganzes Potential ausspielen – davon hat er nämlich jede Menge. Ein toller Dram!

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Whisky im Bild: Alex Bruce (Adelphi) beim C2C Spirits Cup

Ohne der offiziellen Verkündung der Gewinner des C2C Spirits Cup, dem ersten Preis für Whisky, der von Konsumenten verliehen wird, vorgreifen zu wollen – aber auch Adelphi war unter den Preisträgern, so zum Beispiel mit dem Fascadeale Batch #7, einem 14jährigen Highland Park. Hier sehen wir Alex Bruce, seines Zeichens Sales Manager von Adelphi, der die Auszeichnung von Initiatorin Julia Nourney entgegennimmt. Die vollständige Auflistung der Preisträger (unter der sich einige Überraschungen finden) bringen wir nach dem Wochenende.

alexbruce

PR: Süße Sünde – welcher Whisky zu welcher Schokolade?

Von der Gruppo Campari, dem deutschen Vertriebspartner für die Whiskys von Grant, haben wir einen Text zum Pairing von deren Whiskys zu Schokolade bekommen. Wir bringen ihn hier in den relevanten Teilen –  nicht nur für die Naschkatzen unter unseren Lesern, sondern für alle, die gerne ein wenig herumprobieren und neue Genüsse entdecken wollen:

Aromenvielfalt dank der Kombination von Schokolade mit Whisky

Egal ob cremig oder knusprig, das Dessert ist der Höhepunkt eines jeden Dinners. Raffinierte Kleinigkeiten laden zum Genießen ein und sind gemeinsam mit einem Digestif der perfekte Abschluss eines Abendessens. Während Single Malt Whiskys nicht mehr nur bei Männern beliebt sind, sondern zunehmend auch von Frauen als Digestif gewählt werden, ist die Kombination von Whisky mit Süßspeisen, wie Schokolade noch wenig bekannt. Doch diese lohnt es sich zu testen, denn es sind die besonders reichhaltigen Aromen, die den gemeinsamen Genuss von Whisky und Schokolade so reizvoll machen.

Campari_Whisky+Schokolade

Welche Schokoladen passen zu welchem Whisky?

Beim Probieren der geschmackvollen Kombination Whisky und Schokolade ist zwar alles erlaubt, doch lohnt sich die Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Produktes: Kakaobohnen als auch Whisky erhalten beide ihren spezifischen Charakter durch ihre Herkunft und das dort vorherrschende Klima. Treffen die passenden Geschmacksprofile aufeinander, ist Genuss mit allen Sinnen garantiert. Egal ob eine Schokolade mit niedrigem oder hohem Kakaogehalt gewählt wird, die Kombination von Whisky und der zartschmelzenden Leckerei ist immer eine Sünde wert. Whisky-Experte und Glenfiddich-Markenbotschafter Markus Heinze rät dazu, Schokoladen mit unterschiedlichen Kakaoanteilen zu verschiedenen Whiskys auszuprobieren, um neue Aroma-Kombinationen kennenzulernen. Aufschluss über die Geschmacksprofile der Whiskys geben die sogenannten Tasting Notes, die sich oftmals auf den Flaschenetiketten befinden.

Markus Heinze
Markus Heinze

Empfehlungen zur Kreation außergewöhnlicher Genussmomente

Der 12-jährige Single Malt von The Balvenie zeichnet sich durch einen weichen, ausgewogenen Geschmack aus, der sich durch die Lagerung in erlesenen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und dem Finishing in ehemaligen Sherry- Fässern ergibt. „Passend zu den Geschmacksnoten dieses Whiskys empfehle ich eine sahnige Vollmilch-Schokolade mit mittlerem Kakaoanteil“, so Markus Heinze. „Auch der frische Glen Grant The Major’s Reserve harmoniert hiermit sehr gut, er ist cremig und fruchtig am Gaumen, dann leicht trocken und nussig im Nachklang.“ Der Glenfiddich Rich Oak dagegen, der durch seine 14-jährige Lagerung in Fässern aus amerikanischer sowie europäischer Eiche ein würziges, fruchtiges Aroma von Eichenholz, Vanille und getrocknete Aprikose erhält, passt hervorragend zu einer kräftigen Orangenschokolade und intensiviert den Orangengeschmack zusätzlich – so kann der Genuss von Whisky und Schokolade zu ganz neuen Geschmackserlebnissen führen. Auch andere Spirituosen eignen sich für das geschmacksintenve Food Pairing mit Schokolade: „Der 12-jährige Appleton Estate Rum entwickelt während seiner Reifung im Eichenfass Orangen- und Vanille-Aromen sowie dezente Kaffee- und Kokosnoten“, erläutert Rum- und Spirituosenexperte Jürgen Deibel. „Er bringt bereits eine gewisse Schokoladigkeit mit, die von der Plantagen-Schokolade Puerto Cabello von Rausch aus Venezuela harmonisch ergänzt wird.“

The Balvenie 12YO_Packshot

Experimentierfreude bei den Aroma-Kombinationen

Generelle Empfehlungen zur Kombination von Schokolade mit Whisky oder Rum können zwar ausgesprochen werden, doch viel wichtiger ist es, Spaß und Genuss am Tasting zu haben und eigene Kombinationen auszutesten, um persönliche Vorlieben herauszufiltern. Hierfür verrät Markus Heinze noch einen Trick: „Der Geschmack des Whiskys und der Schokolade entfaltet sich am besten, wenn man zunächst ein kleines Stück Schokolade vorne auf der Zungenspitze zergehen lässt, sodass sich ihr Fett noch nicht im Mund verteilt und die Geschmackssinneszellen bedeckt. Anschließend die Schokolade zusammen mit einem Schluck Whisky langsam über die Zunge in Richtung Gaumen gleiten lassen. Dabei werden alle Bereiche der Zunge benetzt, was die Geschmackswahrnehmung entscheidend beeinflusst.“ Egal ob Edelbitter- oder Vollmilchschokolade, dazu Whisky oder Rum – nur mit etwas Experimentierfreude sind neue Geschmackserlebnisse möglich. „Tasting-Partys sind ein idealer Rahmen, um selbst verschiedene, mitunter auch ungewöhnliche Kombinationen im geselligen Rahmen zu testen“, so Jürgen Deibel. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!“

Hard To Find Whisky: Jetzt mit einem Ladenlokal in Birmingham

Bisher konnte das Angebot von Hard To Find Whisky nur im Internet begutachtet werden. Der englische Spezialist für „Collectables“ präsentiert auf seiner Website nicht nur schwer zu findende Whiskys – sie sind auch schwer zu bezahlen. Anfang des Monats eröffneten sie ihr Ladengeschäft in Birmingham. Dort können nun die angeboten Abfüllungen in elektronisch gesicherten Glasvitrinen bestaunt werden (anders als im Onlineshop, in dem viele nicht lieferbare Flasche gelistet sind, befinden sich in diesen Regalen das wirklich erhältliche Angebot).

Joe Ellis und sein Whisky Blog „Whisky Wednesday“ stattete den Jungs von Hard To Find Whisky einen Besuch in Birmingham ab. Ausgestattet mit dem elektronischen Schlüssel, führt er uns in seinem Video (entweder auf Youtube oder, wie gewohnt, unter unserem Post) durch das Ladenlokal und verkostet abschließend einen 20-jährigen Port Ellen von 1998. Seine Bewertung fällt mit mit 9,5 von 10 Punkten äußerst hoch aus – und wenn wir ehrlich sind, haben wir bei einem Flaschenpreis von £ 949.95 auch nicht weniger erwartet.

Wir verkosten: Caol Ila 30yo, 57.5%, Wilson & Morgan

Sind die Kätze aus dem Haus, tanzen die Mäuse mit den Gläsern…

Während sich dieser Tage ein Großteil unseres Whiskyexperts-Teams bei der Aquavitae ganz dem Lebenswasser widmet, hält Reinhard Pohorec die Stellung und seine Nase ins Glas. Um dem Gefühl der Einsamkeit ein wenig entgegenzuwirken, darf’s heute einmal ein eher seltener und besonderer Tropfen sein, man gönnt sich ja sonst nichts…

Im Glas der Wilson & Morgan Barrel Selection Caol Ila 30y distilled 1983, bottled 2013

Schottischer Whisky – the italian way… Was durchaus klingt wie ein Unternehmen, das geradewegs der Royal Mile entsprungen sei, geht auf italienische Wurzeln zurück. Der Flascheninhalt ist aber hundertprozentig von der Insel, in diesem Falle aus der Islay Destillerie Caol Ila. Nach dem Brennvorgang gönnt man der Flüssigkeit eine Reifezeit von knackigen dreißig Jahren – das Ergebnis ist ein außergewöhnlicher … nun, lesen und kosten Sie einfach selbst!

Caol_Ila_30yo

Nase: Was für ein Biest, und die Schöne gleich mit dazu, unfassbar dicht voll, erdig rauchig, leicht medizinal, Seetang umspült von etwas Austernwasser, Schmalzgebäck, blumige Vanillecreme, Anis, etwas Kümmel, Speckfeigen, auch Datteln, grüne Banane, eigentlich eher Kochbanane, dann kommt Buttermilch, die Frische trotz des Alters ist markant und wohl balanciert, Mandeln, Buttercreme mit animierender Limettenzeste, englischer Senf, auch bayrischer! Der dichte Torfrauch braucht etwas Entwicklungszeit im Glas, gibt aber noch seinen Glanzauftritt, umhüllt von dichter Mineralität, ein Trio Infernale aus Arztzimmer, Zitronengarten und Kohlewerk, faszinierend.

WOW – Zeit lassen, Zeit nehmen…

Gaumen: Cremig und vollmundig bis zum Exzess, das Holz ist präsent aber sehr rund, weich, gut eingebunden, sämig stoffig und wiederum mit diesem Hauch von Kochbanane, Vanillecreme, Zucker und Zimt, etwas Brioche, grünliche Noten von Speck, schwarzem Pfeffer und Seetang,  grasige Würze, Banane, Erinnerungen an Jamaika Rum oder sehr alten Guyana. Blockmalz, Bienenwachs, etwas Koriandersaat nebst getrockneten Lavendelblüten und einem leise glimmenden Kohlefeuer.

Finish: Der Abtritt ist äußerst ausgeprägt und lang anhaltend, mit Noten von Karamell, Zimt, sehr trockenem Touch von Melasse, Meeresfrüchten, Zitruscreme, lemon curd, Orangenmarmelade und weicher Pfirsich Note, zwar ist insgesamt das Finish etwas abfallend im Vergleich zur restlichen Präsentation, aber das ist immer noch Meckern auf höchstem Niveau.

Alles in Allem: nun, wenn ich mir so einen Whisky degustatorisch vorknöpfen muss, wenn meine lieben Kollegen und Freunde den freudigen Pflichten einer Whisky Fair nachgehen, so darf ich meine herzlichsten Grüße und Spirits von „daheim“ schicken – der Caol Ila ist ein würdiges Trostpflaster. Ein toller Single Malt, ein Zeitfenster in die frühen Achtziger und ein großes Gerät im Glas, das Zeit und Zuneigung verlangt. Ein Paradebeispiel für die großartige Qualität, die Caol Ila abliefern kann und welch grandiose Exemplare es im stattlichen Alter von zwanzig plus bis zu dreißig Lenzen dieses Hauses gibt.

Mit den besten Spirits,
Reinhard Pohorec

Whisky im Bild: Whisky-Dinner im Essener Hof, Essen

Den traditionellen Auftakt der Aquavitae bildet das Whiskydinner im Essener Hof in Essen, zu dem Chris Pepper mit der Küchencrew des Hauses diverse Whiskys mit extra dazu kreierten Speisen begleitete. Wir von Whiskyexperts waren diesmal mit der Redaktion dabei und bringen Ihnen dazu ein paar Bilder:

Der Essener Hof bildete den passenden Rahmen zur Veranstaltung, bei denen Alex Bruce und Charles MacLean  Whiskys von Adelphi präsentierten. Zahlreiche Gäste waren gekommen.
Der Essener Hof bildete den passenden Rahmen zur Veranstaltung, bei denen Veranstalter Thilo Marquass gemeinsam mit Alex Bruce und Charles MacLean Whiskys von Adelphi präsentierten. Zahlreiche Gäste waren gekommen.

 

Die Redaktion von Whiskyexperts, fast komplett, von links nach rechts: Silvia Behrens (unsichtbar, da Fotografin), Bernhard Rems, Dirk Piesczek mit Lebensgefährtin Niki, Simon Rosenkranz und Ernst Scheiner
Die Redaktion von Whiskyexperts, fast komplett, von links nach rechts: Silvia Behrens (unsichtbar, da Fotografin), Bernhard Rems, Dirk Piesczek mit seiner Lebengefährtin Niki, Simon Rosenkranz und Ernst Scheiner. Leider nicht dabei: Reinhard Pohorec.

 

Die Hauptakteure des Abends, ebenfalls von links nach rechts: Fascadale Batch 7, Highland Park, 14yo, 46%, Bunnahabhain 24yo, 1989-2014, Cask 5787, 47.2%, refill Bourbon, Miltondiuff 31yo, 1981-2013, Cask 5077, 53.8%, Refill Bourbon, Benriach 23yo, 190-2014,Cask 10698, 52.9%, refil sherry, Liddlesdale Batch 7, Bunnahabhain, 21yo, Refill Sherry
Die Hauptakteure des Abends, ebenfalls von links nach rechts: Fascadale Batch 7, Highland Park, 14yo, 46%, Bunnahabhain 24yo, 1989-2014, Cask 5787, 47.2%, Refill Bourbon, Miltonduff 31yo, 1981-2013, Cask 5077, 53.8%, Refill Bourbon, Benriach 23yo, 190-2014,Cask 10698, 52.9%, Refill Sherry, Liddesdale Batch 7, Bunnahabhain, 21yo, Refill Sherry

 

Nach einem Duett von Schinen und Honig mit Kräuterhollandaise und Apfelkompott,  und  einer Wolfsbarsch-Kartoffelcreme-Suppe mit Shrimps in Lapsang Butter biidete das Supreme vom Perlhuhn mit aronenknödel, gebratenem Wurzelgemüse und Estragonsauce die passende Unternalung zum Miltonduff von Adelphi. Die Pairings waren so ausgelegt, dass der Whisky vom hervorragend gekochten Gericht unterstrichen und betont wurden - eine faszinierende geschmacliche Erfahrung
Nach einem Duett von Schinken und Honig mit Kräuterhollandaise und Apfelkompott,
und einer Wolfsbarsch-Kartoffelcreme-Suppe mit Shrimps in Lapsang Butter, bildete das Supreme vom Perlhuhn mit Maronenknödel, gebratenem Wurzelgemüse und Estragonsauce die passende Untermalung zum Miltonduff von Adelphi. Die Pairings waren so ausgelegt, dass der Whisky vom hervorragend gekochten Gericht unterstrichen und betont wurde – eine faszinierende geschmackliche Erfahrung

 

In unserem Abschlussbericht von der Aquavitae werden wir Ihnen noch mehr Bilder von diesem Event bringen – jetzt einmal soll das Ihnen ein kleiner Appetithappen sein. Vielleicht sehen wir uns ja heute an unserem Stand?

Vor der C2C Spirits Cup Siegerehrung: Interview mit Julia Nourney

Heute werden auf der Auavitae in Mülheim/Ruhr die Sieger der ersten Ausgabe des C2C Spirits Cup geehrt. Wir haben uns von der Organisatorin dieses Wettbewerbes, Julia Nourney, den C2C Spirits Cup in einem Interview erklären lassen.

c2c

Whiskyexperts: Julia Nourney, der erste C2C-Cup ist geschafft. Hersteller und Importeure konnten ihre Produkte einreichen und von einer Jury bewerten lassen. Wie viele Whiskys wurden eingereicht und welche Arten des Whiskys konnten abgedeckt werden?

Julia Nourney: Ja, die Verkostungen sind alle vorüber. In Frankfurt, in Kressbronn, Hamburg, Essen und in einer kleineren privaten Gruppe bei mir zu Hause wurden insgesamt 55 Produkte bewertet. Die Whisk(e)ys stammten vorwiegend aus Schottland, Irland, USA und den deutschsprachigen Ländern Kontinental-Europas. Darunter waren Standard-Abfüllungen von großen namhaften Destillerien, aber auch Einzelfass-Abfüllungen und Sondereditionen. Insgesamt war die Bandbreite der Einzel-Kategorien sehr groß.

Whiskyexperts: Als Jurymitglied konnte jeder und jede mitmachen. Einzige Bedingung war, dass die Teilnehmer nicht in der Spirituosen-Branche tätig sind. Die Jury beurteilte die Proben dann unter Profi-Bedingungen in einer Blind-Verkostung. Wie müssen wir uns diese Verkostung vorstellen?

Julia Nourney: Jeder Juror bewertete im Laufe der Verkostung zwischen 20 und 24 Whisk(e)ys, die in einzelne Kategorien zusammengefasst wurden. Vor den Verkostern standen also nie mehr als fünf Whisk(e)ys gleichzeitig, die einzeln auf einer Skala von 1 (geht gar nicht) bis 10 (mein persönliches Super-Dram) bewertet werden sollten. Dabei habe ich Informationen, die den Juroren Hinweise auf die Produkte geben und sie beeinflussen könnten, weitestgehend vermieden. Die Gläser waren lediglich mit einer 3-stelligen Nummer und einem ungefähren Hinweis auf den Alkoholgehalt versehen. Genau wie bei Profi-Verkostungen durften die Whiskys nicht getrunken werden, was zunächst für gewisses Unverständnis sorgte, von den Juroren aber spätestens nach der 10. Probe auf vollste Zustimmung stieß. Im Anschluß an die Verkostung konnte sich jeder Juror seine vier Favoriten des Tages einschenken lassen, die dann mit den anderen Gruppenmitgliedern ausgiebig diskutiert wurden.

Whiskyexperts: Auf der Aquavitae werden heute die Gewinner der Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen bekannt gegeben. Nach welchem Schlüssel werden die Medaillen verteilt?

Julia Nourney: Der Medaillen-Schlüssel teilt sich in 15% Gold-, 20% Silber- und 25% Bronze-Medaillen auf. Aufgrund der 55 eingereichten Produkte wird es heute also 8x Gold geben, 11x Silber und 14x Bronze. 22 Produkte gehen leider aus. Ich weiß, das ist eine verhältnismäßig große Menge, aber ich hoffe, die Produzenten und Abfüller verstehen das als Ansporn für nächstes Jahr. Auf die Gewinner darf man auf jeden Fall schon sehr gespannt sein. Die Auswertungen, die ich nach jeder Verkostunngen gemacht haben, waren immer wieder eine Überraschung für mich!

Whiskyexperts: Gibt es schon Pläne für das nächste Jahr? Werden weitere Orte und Termine für die Tastings hinzukommen? Wird es ein reiner Whisky-Wettbewerb bleiben?

Julia Nourney: Ja, manche Ideen für nächstes Jahr sind schon recht konkret, andere müssen noch eingehender geprüft werden. Ich plane auf jeden Fall, den Wettbewerb auf breitere Füße zu stellen, sowohl hinsichtlich der Anzahl der Verkostungen an verschiedenen Orten, als auch der Überlegung, nächstes Jahr eine weitere Spirituose bewerten zu lassen. R(h)um und/oder Gin sind dabei die heißesten Kandidaten.

Whiskyexperts: Vielen Dank für das Interview.