Caol Ila Destillerie, Foto von Rodpollet, CC-Lizenz
Serge meint, wenn es eine Wort gibt, dass Coal Ila besser beschreibt als andere Destillerien, dann ist es „Beständigkeit“. Diese findet er in seiner heutigen Jubiläumsverkostung auch wieder, es gibt nach unten keinen Ausreißer.
Port Askaig 12 yo (45.8%, Specialty Drinks, 2013) 80 Punkte
Caol Ila 22 yo 1991/2013 (46%, Cadenhead, black dumpy, bourbon, 637 bottles) 81 Punkte
Caol Ila 31 yo 1981/2012 (54.2%, Duncan Taylor for Silver Seal) 89 Punkte
Caol Ila 33 yo 1979/2012 (53.2%, Ramseyer’s Whisky Connection, Zurich, Switzerland) 90 Punkte
Caoll Ila 1969/2004 (45%, Gordon & MacPhail, Private Collection, sherry, casks #1755/1760, 374 bottles) 86 Punkte
Unser erster Eindruck eines Whisky ist, neben der Farbe, die Nase. Ob ein Whisky die Farbe von Weißwein hat, oder doch eher ein wenig ins Strohgelbe geht, ist eher ein Nebenaspekt. Man könnte sehr lange darüber diskutieren, ob die Abfüllung aus dem Oloroso Sherry Butt bernsteinfarben ist, oder deutlich kupferfarben ist. Doch diese Diskussionen führen wir nicht.
Bei den Beschreibungen der Nase ist dann ein wenig komplizierter. Es ist nicht immer nachvollziehbar, was jemand in der Nase eines Whiskys alles entdeckt. Anlässlich des Auchentoshan Taste Experiments bekam Tim F vom The Whisky Exchange Blog Team die neue Erkenntnis, dass das Schmecken und Riechen bei jedem Menschen aufgrund kleinster Unterschiede in den olfaktorischen Epithelien subjektiv ist. Und weil es ihm nicht ausreichte, es einfach nur zu wissen, sondern er es auch verstehen wollte, beschäfftigte er sich mit den objektiven physikalischen Grundlagen und präsentiert uns sein neues Wissen.
Man sagt ihm nach, in Blindverkostungen so manchen schottischen Single Malt zu schlagen, aber Ralfy ist in seiner neuesten Videoreview von ihm nicht wirklich restlos überzeugt: Der Kavalan Single Malt aus Taiwan wird von ihm genauer unter die Lupe genommen und erhält 80 von 100 Punkten. Ralfy bemerkt vor allem, dass er nach einiger Zeit im Glas dann doch deutlich anders wird als schottischer Single Malt. Interessant sei aber dennoch. Gute 15 Minuten dauert die Videoverkostung, die Sie hier ansehen können:
Von HeraldScotland.com kommt die Nachricht, dass Morrison Bowmore auch im letzten Jahr einen ansehnlichen und im Vergleich zur Vorperiode gestiegenen Gewinn machte. Genauer gesagt: Mit 5.49 Millionen Pfund um 39% mehr vor Steuer. Besonders ihre Marken Bowmore, Auchentoshan, Glen Garioch, und McClellands trugen zu diesem Ergebnis bei. Auch die aufgenommenen Kredite stiegen von26.1 auf 37.7 Millionen Pfund, was vor allem auf Investitionen in Produktionskapazitäten zurückzuführen ist.
Morrison Bowmore beschäftigte 2012 208 Personen – im Vergleich dazu waren es 2011 199.
Glenglassaugh ist eine Whiskybrennerei bei Portsoy, Banffshire, Schottland.
Die Destillerie wurde 1874 durch James Moir, seine beiden Neffen Alexander und William Morrison und dem Kupferschmied Thomas Wilson auf dem Gelände der Craigmills Farm errichtet. 1875 begann die Produktion. Nach dem Tod von Thomas Wilson 1883 und James Moir 1887 wurde die Brennerei zwischen 1888 und 1892 von Alexander Morrison mit neuen Brennblasen und Gärbottichen ausgestattet. Als 1892 auch William Morrison starb, verkaufte Alexander Morrison die Brennerei an Robertson & Baxter, die ohnehin der größte Abnehmer des Whiskys waren. Diese verkauften die Destillerie noch im selben Jahr an Highland Distilleries Co Ltd..
Nachdem der Absatz Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts stark nachgelassen hatte wurde die Brennerei 1908 stillgelegt und erst 1931 wieder eröffnet. Schon 1936 folgte die nächste Schließung, welche bis 1960 dauern sollte. Ab 1956 wurde die Destillerie grundlegend renoviert und neu ausgestattet. Die neuen Brennblasen waren jetzt etwa doppelt so groß wie die alten. Dadurch wurde die Kapazität der Brennerei verdoppelt. Ab November 1986 war die Brennerei geschlossen. Am 3. März 2008 wurde die Brennerei für 5 Millionen £ an The Scaent Group verkauft und am 24. November 2008 wiedereröffnet. Als erste Abfüllungen nach der Wiedereröffnung wurden Whiskys mit 22, 30 und 40 Jahren angekündigt. Am 22. März 2013 wurde die Destillerie von der BenRiach Distillery Company gekauft.
Das Wasser der zur Region Speyside gehörenden Brennerei stammt aus der Glassaugh Quelle. Als das Malz noch selbst hergestellt wurde, wurde Torf aus dem nahegelegenem Crombie moss zur Herstellung verwendet. Später wurde das Malz unter anderem von den Mälzerei der Tamdhu-Brennerei gekauft. Die Destillerie verfügt über einen Maischbottich (mash tun) (5 t) und sechs Gärbottiche (wash backs)- zwei aus Edelstahl, die jedoch nicht mehr verwendet werden und vier aus Douglasienholz. Destilliert wird in einerwash still (12.729 l) und einer spirit still (17.184 l) die indirekt durch Dampf erhitzt wurden.
Glenglassaugh Destillerie, Foto von Christopher Gillan, CC-Lizenz
Tag sieben unseres Leserwettbewerbs: Schicken Sie uns ein Foto, das mit Whisky zu tun hat und gewinnen Sie von Whiskyexperts.net eine Flasche Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier. Abgestimt wird dann am Ende des Monats.
Unser heutiges Foto stammt von jemandem namens Küchenjunge und beweist, dass man auch über jede Menge Fässer einen Überblick haben kann. Das Bild entstand bei einem Besuch in der Destillerie Glenorangie.
Dass es so schnell ging, hat uns alle überrascht und natütlich auch gefreut: Die pre-release Verkostung, die wir gemeinsam mit der Càrn Mòr Society of Austria und dem Potstill Vienna veranstalten, ist restlos ausgebucht. Leider können wir dafür keine Anmeldungen mehr entgegennehmen.
Weil aber nach wie vor großes Interesse an dieser Veranstaltung besteht, sind wir gerade dabei, gemeinsam mit einem Partner eine zweite Veranstaltung dieser Art auf die Beine zu stellen, in der die Càrn Mòr Abfüllungen des Herbstes bereits vor ihrem offiziellen Erscheinen im Handel verkostet werden können. Genaueres werden wir aller Voraussicht Anfang nächster Woche bekannt geben können.
Nach dem Assistant Distilling Manager/Whisky Creator (wir berichteten) sucht Glenmorangie diesmal zwei neue Mitarbeiter für den us-amerikanischen Markt. Die neuen Brand Ambassadors werden von Kalifornien und Chicago aus die beiden Marken Glenmorangie und Ardbeg den Konsumenten mittels Tasting Events, Seminaren und Master Classes näher bringen als auch den Herausgebern, Journalisten sowie „industry influencers“.
Nähere Informationen finden Sie bei wieder bei Eden Scott.
Zwischendurch wieder einmal ein Whisky im Bild ohne Leserwettbewerb (das Leserbild erscheint heute am Nachmittag): Die Kilchoman Destillerie auf Islay hat ein Foto vom Malt Floor gepostet, wo gerade 2 Tonnen Gerste von Jamie eine ebene höher auf den Kiln Floor transportiert werden, damit sie dort getorft und nachher für die Mühle vorbereitet werden können. Zwei Tonnen in Schubkarren zu bewegen ist, wie der Wiener sagen würde, „kein Lercherlschas“ (für Deutschland frei übersetzt mit „keine Kleinigkeit“) – wie wohl jeder Hausbauer bestätigen wird können.
Eigentlich, so Serge, hat Glen Grant seinen heutigen guten Ruf (den die Destillerie schon in den 60ern und 70ern hatte) vor allem den unabhängigen Abfüllern zu verdanken, die sich der sherrylastigen Fässer angenommen haben. Dennoch ist in seiner heutigen Jubiläumsverkostung keine solche Sherryabfüllung zu finden. Die Resultate seines Tastings reichen von „naja“ bis „wow“:
Glen Grant 15 yo 1997/2013 (55.8%, Chieftain’s, Islay cask matured, cask #70451, 318 bottles): 80 Punkte (hat ein sehr ungewöhnliches Profil für einen Glen Grant)
Glen Grant 25 yo 1984/2009 (55%, Jack Wiebers, Scottish Castles, cask #4008): 70 Punkte (wenig Begeisterung zu spüren)
Glen Grant 39 yo 1972/2011 (51.2%, Jack Wiebers Old Train Line, refill sherry): 89 Punkte (einziger Kritikpunkt von Serge: das Finish)
Glen Grant 34 yo 1969/2003 (51.5%, Duncan Taylor, Peerless, cask #2539, 163 bottles): 82 Punkte (zu viel Eiche)
Glen Grant 1959/2006 (40%, Gordon & MacPhail, licensed bottling): 90 Punkte (trotz seiner geringen Stärke fabulos)
Glen Flagler war eine Whiskybrennerei im Moffat/Inver House-Brennereikomplex, Moffat, Airdrie, North Lanarkshire, Schottland, Großbritannien.
Glen Flagler wurde 1964 durch den amerikanischen Konzern Publicker errichtet, der damals auch Inver House sein Eigen nannte. Unter dem Dach einer früheren Papiermühle befanden sich noch die Garnheath Grain-Destillerie und Killyloch. Ob Glen Flagler und Killyloch als eine Brennerei oder zwei unterschiedliche anzusehen sind ist umstritten.
Glen Flagler selber bestand nur knappe 20 Jahre und ist damit eine der schottischen Destillerien mit der kürzesten Produktionszeit. Obwohl der Großteil der Produktion für die amerikanische Blend-Industrie bestimmt war, gab es in den 1960ern und 1970ern auch Single-Malt-Abfüllungen, welche inzwischen allesamt gesuchte Sammlerstücke sind und teilweise Preise über € 1.000,- erzielen. Als die Nachfrage nach „Blended Whisky“ in Amerika rückläufig war, entschloss sich Inver House dazu, die Destillerie 1985 zu schließen.
Das Wasser der zur Region Lowlands/Western Lowlands gehörenden Brennerei stammte, wie bei allen Destillerien des Brennereikomplexes, aus dem Lilly Loch. Das verwendete Malz stammte aus der eigenen Wanderhaufen-Mälzerei welche 1978 and Associated British Malsters Ltd.verkauft wurde.
Die Reste von Glen Flagler, Foto von Alan Stewart, CC-Lizenz
Penderyn Destillerie in Wales, Foto von Aberdare Blog, CC-Lizenz
Auch die im Jahr 2004 gegründete Penderyn Distillery in Wales springt auf den momentanen Whiskyboom auf: Wie beveragedaily.com heute berichtet, wird die Destillerie drei neue Brennblasen installieren und damit ihre Kapazität mehr als verdreifachen. Sie möchte damit die jährliche Produktion von 150.000 Flaschen auf bis zu 500.000 Flaschen erhöhen. Möglich wird das über einen Bankkredit von 900.000 Pfund, den sich die Welsh Whisky Company sichern konnte.
Penderyn verkauft momentan den Großteil der Produktion in England, will aber den Export vor allem nach Europa und Nordamerika sowie den Boom-Markt Asien erhöhen.
Dies ist der sechste Tag unseres Leserwettbewerbs: Schicken Sie uns ein Foto, das mit Whisky zu tun hat und gewinnen Sie von Whiskyexperts.net eine Flasche Glen Grant Five Decades – freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Glen Grant Destillerie. Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier. Abgestimt wird dann am Ende des Monats.
Klaus Doblmann hat uns dieses Bild gesendet: Es entstand vor einem Monat beim Besuch der Destillerie Bruichladdich und nennt sich „Brennblasenservice“:
Ein halbes Jahrhundert Glenfarclas landet heute bei Serge Valentin von Whiskyfun im Verkostungsglas – ein ziemliches Vergnügen, was jeder bestätigen kann, der schon an einer Verkostung mit Ian McWilliam teilgenommen hat. Auch wenn bei Serge nicht nur Originalabfüllungen verkostet wurden, ist das Ergebnis durchaus ansehnlich:
Glenfarclas 9 yo 2002/2011 (55.1%, OB, Kirchhellener Private Tasting Circle, casks #2655-2658, first fill oloroso, 677 bottles); 86 Punkte
Glenfarclas 1990/2011 ‚Family Casks‘ (57%, OB for TSMC Taiwan, cask #5098, 596 bottles): 90 Punkte
Glenfarclas 1980/2002 (50.7%, OB Christmas Edition, cask #11045, 229 bottles): 84 Punkte
Glenfarclas 28 yo 1970/1999 (55.9%, Cadenhead, Chairman’s Stock, sherry hogshead, 180 bottles): 89 Punkte
Speyside 42 yo 1969/2011 (53.4%, The Whisky Fair, bourbon): 87 Punkte