Serge verkostet: A walk on the wild side

springbank_logoVor seiner Fahrt nach Limburg gönnt sich Serge Valentin eine gemischte Tüte alte und neue Springbanks und bewertet zwischen 84 und 91 Punkten. Ein solches Tasting als Reisevorbereitung ist beeindruckend:

 

 

 

  • Glens Extra 8 yo (40%, Robert Watson, Pure West Highland Malt, golden screw cap, 1960s) 84 Punkte
  • Dunaverty 12 yo (43%, OB, Eaglesome Ltd, 100% Pure Malt, +/-1975) 91 Punkte
  • Springbank 14 yo 1998/2013 ‚Burns Malt‘ (54.3%, The Whisky Barrel, cask #448) 88 Punkte
  • Springbank 17 yo 1995/2012 (46%, The Maltman, sherry, cask #68, 338 bottles) 87 Punkte
  • Springbank 16 yo 1996/2012 (50.5%, The Stillman’s, sherry hogshead, 250 bottles) 87 Punkte
  • Springbank 15 yo (56.6%, Whiskies of Scotland, 2012) 84 Punkte

Erste Tomintoul Single Cask Edition angekündigt

tmt(Update: Nun ist auch das Bild der Flasche veröffentlicht worden  – wir haben die Nachricht entsprechend ergänzt). Von Tomintoul wird es in Kürze im Handel eine erste Einzelfass-Abfüllung der Destillerie geben. Dafür ausgewählt wurde ein Bourbon-Fass das am 30. Oktober 1981 abgefüllt wurde (Fassnummmer 5985). In die Flasche kam es im Februar 2013 mit 53.9%, natürlich nicht kühlfiltriert. Insgesamt gibt es von dieser Einzelfassabfüllung nur 198 Flaschen, die für den europäischen und asiatischen Markt gedacht sind. Billig wird das Vergnügen nicht: Man rechnet mit einem Verkaufspreis von ca. 300 Euro. Bild der Flasche gibt es noch keines, wir reichen es so schnell wie möglich nach.

Hier noch die Tasting Notes, die die Speyside Destillerie der Abfüllung mit auf den Weg gibt:

Farbe: sattes Gold
Nase: Sanft, gereifter Malz, etwas Süße mit Spuren von Pfeffer durch das Eichenfass. Anflüge von dunkler Orangenmarmelade.
Gaumen: Rund, ausgereift, mlzig mit Süße und Orangenmarmelade.
Finish: Land und süß, am Ende wieder pfeffrig.

Whisky im Bild: Glenfarclas Timeline

Sollten Sie jemals die Möglichkeit haben, eine Glenfarclas-Verkostung mit Ian McWilliam besuchen zu können – zögern Sie nicht. Es ist nicht nur geschmacklich ein Erlebnis, sondern auch unterhaltsam und informativ. Aber selbst, wenn es langweilig und verblödend wäre – versäumen Sie NIE eine Glenfarclas-Verkostung.

Denn was Ian McWilliam zur Verkostung nach Wien im vergangenen Winter mitbrachte, kann sich sehen lassen. Die Glenfarclas-Timeline auf unserem Bild haben die Teilnehmer von rechts nach links verkostet. Begonnen hat alles mit dem 105 und satten 60% Alkohol. Danach gab es eine Fassprobe des 2003 Sherry Bud und eine Fassprobe des 2002 Plain Cask. Der Plain Cask ist noch nicht zur Abfüllung gekommen, also sozusagen noch fassfrisch. Danach gings zurück ins Jahr 1992, ebenfalls mit einem Plain Cask, eine Potstill-Edition (einige Restexemplare sind noch verfügbar). Und danach wurde es immer älter und seltener: 1989, 1974, 1968 und 1965. Da gab es keinen einzigen schlechten Whisky dabei!

Also, nochmals unser Tipp: NIEMALS eine Glenfarclas-Verkostung versäumen 🙂

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Versteigerung von seltenem Whisky aus Schiffswrack

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9158217-1Ein sehr interessantes Lot für Sammler von alten Whiskys kommt in der 25. Auktion bei scotchwhiskyauctions.com ab nächsten Samstag bis zum 5. Mai zur Versteigerung: Zwei Flaschen, die aus dem 1941 vor der Küste von Eriskay auf den äußeren Hebriden gesunkenen Schiff SS Politician geborgen wurden – jener Schiffsunfall, der die Inspriation für den Film „Whisky Galore“ war.

Insgesamt konnten von dem Wrack nur acht Flaschen geborgen werden, und zwar 1987 von einem Einheimischen namens Donald MacPhee aus South Uist. Er versteigerte sie damals bei Christies um 4000 Pfund für alle 8 Flaschen. Zwei davon kamen in den Besitz eines Mannes aus Fraserburgh in Aberdeenshire, der nun verstorben ist – und seine Witwe versteigert diese beiden nun, mit dem Auktionshängeraus der damaligen Versteigerung und den Echtheitszertifikaten. Das Auktionshaus erhofft, pro Flasche einen Preis von mindestens 2000 Pfund erzielen zu können.

Bleibt die Frage, warum der Mann diese Flaschen nicht selbst getrunken hat. Nun, wahrscheinlich, so das Auktionshaus, sei der Whisky in den Flaschen ungenießbar geworden, der Wert läge vor allem in der Historie der Flaschen.

Insgesamt 28.000 von ihnen waren auf dem Schiff, das auf der Reise von Liverpool nach Jamaika verunglückte.

Wall Street Journal: Whisky aus Japan

yamazaki1In der Online-Ausgabe des Wall Street Journals findet sich ein sehr interessanter Artikel (natürlich englischprachig) über japanische Whiskys und deren Geschichte. Man erfährt viele interessante Details, die in die Welt und Philosophie des Whiskybrennens und Whiskytrinkens in Japan einführen. So zum Beispiel liest man, dass die japanische Whiskyindustrie eigentlich von zwei Leuten ins Leben gerufen wurden: Masataka Taketsuru, der Nikka gründete, und seinem ehemaligen Angestellten Shinjiro Torii, der im Jahr 1923 die erste japanische Destillerie in Yamazaki gründete und Suntory ins Leben rief.

Wie unterschiedlich und spannend japanische Whiskys sein können, erfahren Sie im Artikel – und sollten Sie durchaus auch selbst einmal ausprobieren, wenn Sie das bislang noch nicht getan haben.

Interview mit Joy Elliott, Macallan Brand Ambassador

Joy-ElliotAuf dem Macallan-Blog wurde heute ein Interview mit Brand Amabssador Joy Elliott online gestellt, in dem wir mehr über sie und Macallan erfahren können. Joy startete ihre Karriere in der Whiskyindustrie vor knapp zehn Jahren – als Tour Guide in der Glenturret-Destillerie. Wir erfahren auch etwas über ihren Lieblinsgwhisky, den Macallan 18yo Sherry Oak. Und man findet ein Video über ihre liebste Art, Macallan zu trinken: (Achtung, jetzt kommt ein Sakrileg!) mit einem Eisball. Etwas ungewöhnlich für einen Brand Ambassador, finden wir.

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=jCqg8tQZuPI

 

Verkostungsnotiz: Highland Park Warrior Svein, Einar & Harald

Highland Park WarriorsMiss Whisky, ein Blog einer weiblichen Whiskyliebhaberin, hat sich der Highland Park Warriors Serie angenommen und die Abfüllungen Svein, Einar und Harald verkostet. Die Warriors Serie ist nur im Dutyfree Shop erhältlich und zeichnet sich dadurch aus, dass ein und derselbe Whisky mt immer mehr Anteilen aus Sherryfässern angereichert wurde (Svein hat wenig Anteile, Harald die meisten).

Alles in allem zeigt sich Miss Whisky von den Abfüllungen angetan, sie würden alle dem Highland Park-Stil entsprechen und jeder für sich eine eigene Note bringen – Wertung gibt es keine, weder für die Einzelwhiskys noch für die Gesamtserie.

Serge verkostet: 5 unabhängige Speysider

Scotch_regions.svgAls kleines „warm-up“ für die am Wochenende anstehende Whiskymesse in Limburg verkostet Serge Valentin von Whiskyfun heute fünf unabhängige Abfüllungen aus der Speyside. Seine Kandidaten sind durch die Bank 13 bis 21 Jahre alt und entweder heuer oder im letzten Jahr abgefüllt worden. Jede der Abfüllungen sollte also mit etwas Suchen noch im Handel erhältlich sein.

Die Abfüllungen werden durchwegs im oberen Mittelfeld bewertet – hier etwas genauere Daten dazu:

 

  • Glen Keith 21 yo 1991/2012 (51.9%, Whisky-Doris, 10th Anniversary, hogshead, Fass #89645, 264 Flaschen): 85 Punkte
  • Benrinnes 13 yo 1998/2012 (53.5%, A.D. Rattray, sherry butt, Fass #6850, 499 Flaschen): 87 Punkte
  • Aberlour 17 yo 1995/2012 (56%, Master of Malt, refill bourbon hogshead, 265 Flaschen): 87 Punkte
  • Glen Grant 20 yo 1992/2013 (50.4%, Whisky-Fässle, bourbon hogshead): 87 Punkte
  • Tormore 1998/2013 (55.4%, Malts of Scotland, sherry butt, Fass #MoS 12041, Flaschen bottles)

Ballantines 40yo im Amsterdamer Duty Free

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ballantinesWhisky-Sammler sollten bei ihren nächsten Flügen Amsterdam als Zwischenstopp einplanen: Im Duty Free des Amsterdamer Flughafens Schiphol hätten sie die Gelegenheit, eine der zwei dort ausgestellten seltenen 40jährigen Ballantines zu erwerben.
Jede der ingesamt 100 Flaschen, die jedes Jahr auf den Markt kommen, hat neben der Unterschrift des Master Blender Sandy Hyslop ein geätztes Ballantines-Wappen. Die Beschläge aus Sterling Silber wurden vom weltbekannten britischen Silberschmied Richard Fox in Handarbeit gefertigt.
Preis: 6.000 €

 

 

 

 

Whisky im Bild: Wie bitte?

Heute mal ein Bild aus der Kategorie „gibts ja gar nicht“ – und zwar von einer Getränkekarte eines (doch sehr guten) Hotels in Istanbul. Um es mit Raumschiff Enterprise zu sagen: Der Whiskyfreund dringt dort an der Bar in entfernte Whiskygebiete vor, die noch nie ein Mensch gesehen hat.

Mir persönlich fehlen dort aber dann doch einige sehr gute Destillerien: Tomaten, Heilenpark, Karl Illa und vor allem Glenfahrrad…

wie bitte

Serge verkostet: Zwei Paar Blends

cutty bottleNach seinem vorgestrigen Ausflug zu den weltweiten Blends verkostet Serge Valentin heute zweimal zwei schottische Blends. Pig’s Nose und Sheep Dip bilden das Pärchen von Spencerfield Spirit mit Anleihen aus der Tierwelt, Cutty Sark 25 yo und Cutty Sark Cask Strenght (über den wir berichteten) das andere Duo.

 

  • Pig’s Nose 5 yo (40%, Spencerfield Spirit Co, blend, +/-2012) 71 Punkte
  • Sheep Dip (40%, Spencerfield Spirit Co, blended malt, +/-2012) 78 Punkte
  • Cutty Sark 25 yo Tam O’Shanter (46.5%, OB, 5000 bottles, 2012) 85 Punkte
  • Cutty Sark ‘Cask Strength’ (52.4%, OB for Caskstrength.net, 500 bottles, 2013) 82 Punkte

 

 

 

Neu: Karuizawa 1960 Cask #5627

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karuizawaNachdem wir gestern den ältesten indischen Whisky in den News präsentieren konnten, gibt es heute den ältesten japanischen Whisky. Japans kleinste Destillerie, Karuizawa, wurde 1955 gegründet. Das Sherry Hogsheads wurde 1960 abgefüllt, jetzt konnten noch 43 Flaschen mit 53,2 Vol. % abgefüllt werden. Die Label sind aus Büttenpapier und vom mehrfach preisgekrönten Kalligraph Soji Noshimoto gestaltet. Jede Flasche ist nach dem individuellen Netsuke (eine kleine geschnitzte Holzfigur) benannt, welche an ihren Hals hängt. Erhältlich u.a. bei The Whisky Exchange.

Preis: 12.500 £

 

 

 

Woher kommt der günstige Whisky?

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Private Single Malt CollectionBei meinem Lebensmitteldiscounter schaue ich gelegentlich auch in der Spirituosen-Ecke vorbei. Nicht, weil mich das Angebot an Whiskys dort anspricht, sondern weil ich es bemerkenswert finde, wie wenig Whisky, hier Blends, kosten kann (vor allem im Vergleich zu meinen Ausgaben).
Der englischsprachige Whisky-Blog Dramming nimmt uns heute mit in die Welt der Bulk-Whiskys, in der Whisky ohne Alters- und Herkunftsangabe ge- und verkauft wird. Die Welt, die diese preisgünstigen Blends entstehen lässt.

 

 

Glendronach Cask Strength Batch #2 wird abgefüllt

glendronach_cask_strengthÜber Twitter ist zu lesen, dass der zweite Batch von Glendronach Cask Strength gerade in Flaschen abgefüllt wird (diese Twitter-Meldung wurde von Glendronach allerdings etwas später relativert, die Abfüllung beginnt erst in den nächsten Tagen). Der erste Batch hat ja bereits durchaus positive Kritiken erhalten, laut Donald MacLellan von Glendronach soll Batch #2 noch eine Spur besser gelungen sein. Wie üblich ist die Destillerie sehr offen über die Zusammensetzung des Whiskys – der älteste Whisky in der Abfüllung ist 19 Jahre, der jüngste 8 Jahre.

Laut Glendronach sollte Batch #2 in ca. 2 Wochen in England erhältlich sein – bald darauf erwarten wir ihn auch in Deutschland und der Schweiz (vielleicht auch in Österreich – obschon Batch #1 hier unseres Wissens nach nicht erhältlich war).