William Grant & Sons erwartet Verkaufsrückgang von 15% für 2020, Gewinn wird um 30% fallen

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019, in dem der Umsatz um 7,5% auf fast 1,5 Milliarden Pfund anwuchs (der Gewinn stieg dabei sogar um über 20% auf 314 Millionen Pfund), sieht der schottische Familienkonzern und Besitzer der Destillerien Glenfiddich und Balvenie, William Grant & Sons, mit Sorgen auf das ablaufende Jahr 2020.

Laut den Angaben aus dem Unternehmen wird der Verkauf um etwa 15% sinken, und der Gewinn nach Steuern sogar um 30%, trotz eines rigorosen Sparprogramms – vor allen bei den Kosten für das Marketing.

Dank des erfolgreichen Jahrs 2019 sieht man sich aber in einer guten Position, die Rückschläge, die man für 2020 erwartet, zu verkraften. Man sieht sich von der Krise auch deshalb besonders betroffen, weil ein wichtiges Standbein im Verkauf, der Global Travel Retail, in diesem laufenden Jahr fast gänzlich weggebrochen ist.

Man weist auch darauf hin, dass man mit den Investitionen in die globale Infrastruktur, den neuen Auftritt der wichtigsten Abfüllungen, Glenfiddich 12 und Glenfiddich 15 und der Einführung des Glenfiddich Grand Cru eine solide Basis geschaffen hat, um die momentanen Probleme des Marktes gut zu überstehen.

Kent Online: Bericht über die englische Copper Rivet Distillery

Vor kurzem hat man in der englischen Copper Rivet Distillery den ersten Single Malt auf den Markt gebracht (Batch #1 des Masthouse Whisky ist allerdings bereits ausverkauft) – ein guter Zeitpunkt für einen etwas ausführlicheren Bericht über die junge Destillerie in Chatham, dachte man sich bei Kent Online, und betrachtet die Brennerei näher. Man sprach mit Head Distiller Abhi Bank und den drei Russells, Bob und seine beiden Söhne Stephen und Matthew, die gemeinsam die Destillerie betreiben, schreibt über ersten Jahre dort, die Besonderheit des Whiskys (die Gerste für ihn stammt aus lokalen Farmen in der Grafschaft Kent), wie man bei der Copper Rivet Distillery während der Pandemie für zusätzliches Einkommen sorgte – und auch über die Kategorie des englischen Whiskys insgesamt.

Den gesamten Artikel können Sie hier nachlesen.

Chatham Docks. Von Nilfanion – Own work, CC BY-SA 4.0,

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (212)

Willkommen zur  212. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

Wir wünschen schon jetzt allen Vloggern und Podcastern eine wunderschönes Weihnachtsfest!

In der Ausgabe 212 finden Sie einen neuen Podcast und fünf neue Videos:

Podcast Patcast Folge 12

WhiskyJason – Bud Spencer The Legend (St. Kilian)

Friendly Mr. Z – Port Ellen 1979 37yo Diageo SR 2017

World Wide Whisky – Glenfarclas Family Casks 1993 20yo

Pat Hock – Benromach 45yo

The Bourbon Diaries – Gold Bar 889 Blend


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 4)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv im Vorabdruck präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Franz‘ heimliche Liebe gilt Schottland und dem Wasser des Lebens. In Whisky Cycle entführt er den Leser auf ca. 280 Seiten nach Schottland, wo er in fünf Wochen 1.500 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegte. Seine Besuche in 17 großen und kleinen Destillerien waren verbunden mit Tastings und der Suche nach dem perfekten Schluck – the perfect dram.

Das Buch ist auch ein Stück Autobiografie. So steht am Anfang eine Jugendsünde, ein Vollrausch im Alter von siebzehn, den ihm der fahrlässige Umgang mit dem legendären VAT 69 einbrachte. Dieser Rausch hatte zur Folge, dass er zwanzig Jahre lang Whisky weder riechen noch schmecken konnte. Erst dann wich die Abscheu einer immer stärker werdenden Neugier. Auf der Radreise durch Schottland fand dann die endgültige Aussöhnung statt. Aus diesem Grund endet das Buch mit einer Verkostung des Jugendwhiskys VAT 69 an einem Ort, wo die schottische Whiskygeschichte ihren Anfang nahm.

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  erscheint am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR. Es kann bis zum 15.01.2021 zum Einführungspreis (Subskriptionspreis) von 16,- Euro hier vorbestellt werden.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

Kommen Sie also mit auf eine Reise durch die Zeit – und zu 17 Brennereien in Schottland:


-hier geht es zur Folge 3-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 4)

Noch nie zuvor war mir ein Laphroaig über die Lippen geronnen und hatte meinen Gaumen berührt. Begegnet war er mir nur in den Büchern. So hatte ich aus dem „Malt Whisky Yearbook“, in dem Jahr für Jahr Fakten und Neuigkeiten über die weltweite Whiskyindustrie publiziert werden, gelernt, dass die Laphroaig Malts zu den rauchigen, medizinisch schmeckenden Torfwhiskys von Islay gehören. Als ich nun als erster Gast an diesem Sonntagmorgen an den Ausschanktresen trat, nahm ich mir vor, das Torfwhisky-Tasting unvorbelastet und ohne Vorurteile anzugehen. Auf keinen Fall wollte ich mein laienhaftes Wissen über diese Spezies von Whisky mit sensorischen Phrasen und Angelesenem kaschieren.

Während sich der Bartender noch dem Ordnen der Verkostungsgläser widmete, sah ich mir die Dekoration auf der Theke an, hinter der er hantierte. Befremdend! Die Brocken, die da lagen und aussahen wie schwarzbraune, zulange gebackene Biosemmeln, waren aus getrocknetem Torf von der Insel unter meinen Füßen. Wie ich eine der Semmeln in die Hand nahm, wunderte ich mich, wie wenig der Torfbrocken wog, geradezu luftig lag er in der Hand, und als ich ihn an die Nase hielt, wunderte ich mich noch mehr, weil dieser Brocken verrotteter, tausend Jahre alter Pflanzenerde nach gar nichts roch, vollkommen nichtsriechend begrüßte er mich.

Torf aus Mooren war in Altschottland das gängigste Brennmaterial, weil Brennholz allerorts fehlte. Nicht nur die Whiskypioniere glichen den Mangel an Brennholz aus, indem sie Torf zum Trocknen der eingeweichten Gerste und zum Heizen der Brennblasen benutzten, sondern auch die Bauern und Landleute nahmen getrockneten Torf zum Kochen und Heizen ihrer Cottages und Crofter Siedlungen.

Als ich den Brocken vor meiner Nase hin und her drehte und beschnüffelte und befingerte, lachte der junge Barmann, als hätte er das Fragezeichen hinter meiner Stirn erspäht: „Ja, der Torfbrocken in Ihrer Hand riecht weder nach Holz noch nach Gras, einfach nach nichts. Das wundert alle Besucher. Erst beim Verbrennen kommt die rauchige Note zur Geltung. Der Rauch der verbrannten Fladen ist allerdings extrem beizend und verleiht der Gerste und später dem Whisky seine rauchige Note.“

Der junge Barmann gefiel sich hinter dem Tresen und auf Anhieb gefiel mir seine Art, wie er auf den Besucher einging und dessen Interesse aufgriff. Seine flinken Augen und das heitere Spiel seiner Gesichtszüge ließen einen klugen Kopf vermuten. Wie er auf Englisch sprach, wirkte er gebildet und kein bißchen überheblich. Ob er wohl Schotte war? Bei dem schwarzen, ungemein dichten Haarschopf, fragte ich mich das. Mit federnden Schritten lief er hinter dem Bartisch hin und her. Gewiss war er sehr sportlich und durchtrainiert, womöglich gar ein Rennradfahrer, sagte ich mir und wollte ihn gleich fragen. Aber erst einmal wollte ich einen Laphroaig probieren. Zumal er mir bereits unaufgefordert ein bauchiges Nosing Glas eingeschenkt hatte.

Von wegen, homöopathische Dosis eines Teelöffelchen! Das Dram, das inzwischen generös eingeschenkt vor mir stand, füllte die birnenförmige Wölbung bis an die ausladendste Stelle der Glaswand. Weiß Gott, ein einschüchterndes Quantum an getorftem Whisky! Schon war die Erinnerung an den Komarausch in der Jugend wieder da, und allein beim Gedanken an die zu erwartende Rauchnote bekam ich feuchte Hände.

Verwundert, womöglich gar erschreckt, musste ich ihn angeschaut haben, denn beruhigend sagte er: „Das Glas ist viel kleiner als ein Tumbler, keine Angst, ich schenkte Ihnen nur einen besseren Schluck ein“. Diese Aussage klang nicht ganz ernst und schon umspielte ein Schmunzeln seine Lippen.

Was sollte ich protestieren, entwaffnend war der Schelm, der aus seinen braunen Augen blitzte. Stumm nickte ich und ergab mich in mein Schicksal. Ein Trost war immerhin, ich hielt nicht meinen Schicksalswhisky VAT 69 in der Hand, sondern einen Laphroaig. Während ich das Glas mit dem Bauch in der Hand wiegte und den ersten Schluck hinauszögerte, fragte er mich, woher ich käme und als ich antwortete: „Aus Deutschland“, erhellte echte Freude sein junges Gesicht. „Auch vom Kontinent, ich stamme aus Litauen. Ich hätte schwören können, dass Sie kein Schotte sind, denn denen kann das Torf-Bukett nicht deftig genug sein. Irgendwie spürte ich, dass Sie mit dem Torf nicht so zurecht kommen, deshalb habe ich Ihnen einen mässig getorften Single Malt eingeschenkt, einen Laphroaig‚ Quarter Cask 4 Oaks, Fassstärke 48 % vol.“

Dankbar nickend, hob ich das Nosing Glas und prostete ihm zu. Noch bevor ich mir den ersten Schluck erlauben konnte, sprach er schon wieder, wofür ich dankbar war: „Wie all unsere Malts ist dieser zwar getorft, aber er überzeugt vor allem durch seine Vanille-Note, die er durch zehn Jahre Reifung im Ex-Bourbonfass und anschließender einjähriger Abrundung in kleinen Ex-Sherryfässern gewonnen hat.“

Laphroaig – Photo von Bjarne Henning Kvaal…, CC BY-SA 3.0, Link

Noch immer stand das prächtig gefüllte Glas Laphroaig Quarter Cask 4 Oaks zwischen einem erwartungsvoll schauenden Litauer und einem zögernden Deutschen auf dem Tresen – und harrte der Dinge.

Aber dann packte ich den Stier bei den Hörnern! Erst einmal schwenkte ich das kleine Glas und beobachtete, was passierte. Als der Quarter Cask zu kreiseln anfing, lief er in öligen legs, in Tropfenbändern, den Glasbauch hinab und kam am Boden schnell wieder zur Ruhe. Sein warmes Strohgelb beruhigte mich, auch milderte es die angestaute Skepsis gegenüber dem beizenden, muffigen Geruch und herben Geschmack eines getorften Whiskys, eines peated malt. Ruhig führte ich das Glas an die Nase, genau genommen zuerst zum rechten und dann zum linken Nasenloch, denn mit jeder Seite riecht man unterschiedlich gut. Bei meinem prominenten Zinken verbirgt sich im linken Flügel der eigentliche Aromadetektiv.

Erstaunlich! Kein niederschmetternder Torfhammer, nur kurz ein Anflug von Räucherschinken und Medizin, der recht schnell von Aromen von Pfirsich, Apfel und Zimt überlagert wurde und die Nasenmuschel mit einem Kitzeln belebte. Die frugalen Aromen kletterten hoch hinauf, bis dicht unter das Nasendach, wo sie sich bestimmend niederließen. Ermutigt durch die Fruchtnote wagte ich nun zu nippen. Nur einem zaghaften Schluck erlaubte ich das Vordringen in den Mundraum. Nur mit Bedacht erlaubte ich einigen hochprozentigen Tropfen den Zutritt zur Zungenspitze und zu den seitlichen Backentaschen. Dort hinten ereignete sich eine kleine Sensation: augenblicklich wurde der Speichelfluss angeregt und ich schmeckte schöne Süße.

Leider ging es nicht so angenehm weiter. Der Umschwung setzte mit dem zweiten Schluck ein, kaum, dass ich den Laphroaig zu kauen begann. Fetter Räucherschinken im Entrée, bedrängt von einer würzig-medizinischen Note, auf die viel Holz und Leder folgten. Die Versöhnung brachte allerdings die Vanille und zwar in großer Portion. Oh weh! Schon kündigte sich der Abgang brennend an, zuerst im Schlund und dann in der Speiseröhre. Gleich darauf stand die Magengrube in Flammen. Der Alkohol, der Träger der Aromen, war einfach nicht gut eingebunden. In seiner Dichte wirkte er wie ein gezückter Dolch, welcher der frugalen Note recht schnell den Garaus machte. Hätte ich kein schottisches Frühstück mit Toast, Lachs und Rührei samt salzigem Porridge im Magen gehabt, wäre es mir übel ergangen.

Der Quarter Cask in Fassstärke war ein guter Malt, aber mehr als drei Stützräder gab ich ihm nicht, auch wenn mir klar war, dass sich Schotten über diese zweitrangige Bewertung ärgern würden. Zugegeben, ein peated malt mit seiner medizinischen Bitterkeit und dem Aroma von geräuchertem Speck ist immerhin ein Malt, der den Urgeschmack aller Whiskys verkörpert und von ihnen bevorzugt getrunken wird. Lobt man die Ungetorften wie die Fruchtig-Süßen von Speyside, dann tönt es lästernd aus gegerbten Kehlen: „Old Maiden Malt“. Trotz dieser Kategorisierung stand für mich fest: nach dem Genuss des Quarter Cask 4 Oaks würde ich wirklich nicht die Kontrolle über mein Bike verlieren, also beließ ich es bei drei Stützrädern für diesen Laphroaig.

Als ich das Glas mit einer Anstandspfütze auf dem Tresen abstellte und mich mit Handschlag von dem jungen Litauer verabschieden wollte, hielt er meine Hand kurz fest und fragte: „Bist du mit dem Rad unterwegs.“ Längst hatte sein geübter Blick aus meinem Aufzug Schlüsse gezogen.

„Ja, warum?“

„Super, ich fahre für mein Leben gerne Fahrrad. Sollten wir uns nicht nochmals treffen, heute Abend hätte ich Zeit, was meinst du?“

Kurz stutzte ich, hatte er seinen Wunsch doch mit gesenkter Stimme vorgebracht. „Ja, gern, ich wohne in Port Ellen, im B&B von Frau Lorry, genau gegenüber vom Hotel Port Ellen.“

„Das trifft sich gut, ich wohne ganz in der Nähe. Lass uns doch heute Abend an der Hotelbar einen trinken. Ich heiße übrigens Kajus.“

„Ok, um 8 Uhr! Uli heiße ich.“

„Alles klar, um 8, Uli!“

Inzwischen tanzte mir der Laphroaig im Blut und lockerte mein Gemüt – der Ernst des Lebens war im Handumdrehen verflogen! Geradezu übermütig hob ich die Hand und wie unter Sportskameraden gaben Kajus und ich uns die Fünf.

Voller Tatendrang schulterte ich die Umhängetasche und ging beschwingt an zwei Rundständern mit schwarzen Laphroaig-Shirts und Logo-Jacken vorbei zur genieteten Eisentür, durch die im selben Moment eine Busladung Chinesen hereindrängte. Seitlich, mit vorgereckter Schulter schob ich mich an der schnatternden Gruppe vorbei und stand kurz darauf im blendenden Tageslicht. Ohne Sonnenbrille taten die Augen weh und wie ein Maulwurf, der sich verlaufen hat, kam ich mir auf den ersten Schritten ins Freie vor. Da half nur ein Blinzeln und bedachtsames Gehen.

Erneut zog es mich ans Wasser, erneut verzauberte mich das gläserne Meer, wie es die Bucht belebte. Nach dem Tasting kam es mir vor, als sei die Landschaft noch schöner. Das Glucksen des nahen Wassers klang wie eine wiederkehrende Melodie, und den fischigen Geruch von Tang und sattgrünen Algen empfand ich als Wohlgeruch, als Ausdünstung der Natur, wie wir ihn von frischem Gemüse kennen.

Wie aus heiterem Himmel bedrängte mich plötzlich die Frage: Warum hast du das Dram nicht im Freien, am Wasser verkostet? Warum nicht in der freien Natur, die alle Sinnen anregt und einen den Ursprung von uisge betha viel eher erahnen lässt, als eine Verkostung in den vier Wänden eines abgezirkelten, ja, beschränkten Raumes. Wenn man heutzutage von Whisky Tasting spricht, denkt man gleich an ein Sesselvergnügen, an ein Verkosten im ledernen Fauteuil. Doch dieses Klischee ist nur der modernen Bequemlichkeit geschuldet. Ursprünglich war der Schluck uisge betha ein Schluck, um das harte Landleben, die Arbeit des Schafhirten und des Ackerbauern oder des Handwerkers erträglicher zu machen. Historisch wurde wärmender Whisky draußen getrunken, gerne bei der Jagd oder auf dem Fuhrwerk oder dem Pferderücken. Einst ging es im herben Klima Schottlands zu wie heute noch auf dem Balkan: die Bauern, Männer wie Frauen, trinken seit altersher den Zwetschgenbrand Slibowitz bevor sie ihr Tagwerk beginnen. Wer ein Stampl zum Frühstück zu sich nimmt, dessen Eingeweide sind gegen Parasiten gefeit, lautet der medizinische Rat. Das heißt aber nicht, dass die Balkanbauern betrunken zur Arbeit gehen. Der Zucker im Stampl Slibowitz befeuert die Muskelarbeit und der berauschende Alkohol wird über der Handarbeit locker ausgeschwitzt.

Auch mir war wohlig warm, als ich vor dem Visitors Center mein Rad loskettete und es über den Hof an dem geparkten Tanklaster von Mundell LTD. vorbeischob. Kurz musste ich anhalten und das Bild auf dem glänzenden Stahltank in Augenschein nehmen. Auf dem rundgebogenen Metall sah ich meine Gestalt, meinen weißen Helm, das weiße Rad und die rote Satteltasche bauchig verzerrt wie in einem verspiegelten Horrorkabinett auf der Kirmes. Wahrlich, eine groteske Erscheinung, dieser beschwipste Satteltänzer!

Mit dem Wegfahren ließ ich mir Zeit und ergatterte am Fabriktor, das ich bei der Herfahrt zügig passiert hatte, eine wichtige Information: bescheiden klein stand da auf einer Metalltafel „Beam Suntory“ zu lesen. Dezent wurde offenbart, dass Laphroaig sich im Besitz des japanischen Spirituosenriesen Suntory befindet. Diese Information war mir neu. So nahm ich mir für den Abend vor, mich bei meinem Litauer nach den genauen Besitzverhältnissen seines Arbeitgebers zu erkundigen.

Die Hände an den Lenkergriffen, schwang ich nun das linke Bein über das Oberrohr, platzierte routiniert den Turnschuh auf dem linken Pedal und trat dieses mit Kraft bodenwärts, während ich mein Hinterteil gleichzeitig in den Sattel hob. Kaum, dass sich das Rad in Bewegung setzte, positionierte ich den rechten Fuß auf dem rechten Pedal und trat dem Rollwiderstand entgegen. Unter schneller werdenden Tritten balancierte ich mich rasch aus, und das leichte Rad gewann geschwind und mühelos an Fahrt. Nicht trotz, sondern wegen des Laphroaig im Blut, funktionierte die Anfahrt wie geschmiert. An Tempo gewinnend, querte ich den inzwischen von Menschenscharen bevölkerten Besucherparkplatz, vorbei an drei Bussen, und steuerte wieder auf das Eichenwäldchen und das braune Bächlein zu. Dort angelangt, bog ich nach Osten ab und fuhr die Südküste weiter zur nächsten, wohl berühmtesten Brennerei auf Islay.

(Fortsetzung folgt am nächsten Sonntag)

PR: Zwei Sansibar Whisky Single Casks exklusiv für deinwhisky.de

Auch über die Weihnachtsfeiertage ist die Whiskyszene nicht eingeschlafen, sondern nur etwas ruhiger. Deinwhisky.de meldet sich zum Beispiel mit der Ankündigung zweier exklusiver Abfüllungen von Sansibar Whisky, die exklusiv für den Onlineshop von deinwhisky.de gebottelt wurden und ab sofort auch dort verfügbar sind. Hier alle Infos zu den beiden Whiskys, einer aus der Speyside, der andere aus den Highlands – und beide in Fassstärke und mit erwähnenswertem Alter: 29 und 24 Jahre.


EXKLUSIV: Sansibar Whisky Single Casks für deinwhisky.de

Zum Jahresabschluss präsentiert deinwhisky.de zwei herausragende Single Cask Abfüllungen, welche exklusiv vom unabhängigen Abfüller Sansibar Whisky für den Onlineshop abgefüllt wurden.

Bei der ersten Abfüllung handelt es sich um einen 29-jährigen Single Malt von 1991 aus einer nicht genannten, jedoch sehr bekannten Speyside-Brennerei aus der Nähe von Dufftown. Der Whisky reifte in einem Ex-Bourbon Cask und wurde in natürlicher Fassstärke mit 49,1% vol. auf ingesamt 242 Flaschen abgefüllt.  Ein toller harmonischer und vielschichtiger Single Malt Whisky mit herrlichen süßen hellen und exotischen Früchten, schon fast wie ein Rum in der Nase, dazu mit viel cremigem Honig, zarten Kräutern und etwas Eichenwürze. 

Die zweite Abfüllung stammt aus der beliebten Highland-Brennerei Ben Nevis und wurde 1996 destilliert. Nach 24 Jahren in einem Ex-Bourbon Cask wurde dieser Whisky ebenfalls in natürlicher Fassstärke mit nur noch 43,9% vol. auf 282 Flaschen abgefüllt. Ein wundervoll komplexer Single Malt mit reifen Früchten, Pfirsichen und Mirabellen, dazu herben Kräutern und trockener Eichenwürze. Ein Whisky mit Ecken und Kanten, bei dem es viel zu entdecken gibt.

Die Whiskys gibt es ab sofort bei deinwhisky.de unter: 
https://www.deinwhisky.de/exklusiv/

Fremde Federn (129): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger


Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der mittlerweile 129. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Allen Bloggerfreunden wünschen wir aus der Redaktion schon jetzt ein wunderbares Weihnachtsfest!

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

TTB Neuheit: Glenmorangie The Cadboll Estate 15yo Batch #2

Im November 2019 berichteten wir über ein neues Etikett in der us-amerikanischen TTB-Datenbank: Ein Glenmorangie The Cadboll Estate 15yo tauchte dort auf, nicht zu verwechseln mit dem alterslosen Cadboll aus dem Travel Retail. Er schien auf den transatlantischen Markt beschränkt gewesen zu sein, denn im europäischen Handel war er danach nicht zu finden, allenfalls am Sekundärmarkt.

Wird es mit dem jetzt angekündigten Glenmorangie The Cadboll Estate 15yo Batch #2 anders sein? Wir wissen es nicht, aber über ihn in Kenntnis setzen möchten wir Sie auf jeden Fall. Wiederum stammt er aus amerikanischen Bourbonfässern und ist mit 43% vol. abgefüllt. Gebrannt wird er ausschließlich mit Getreides des Cadboll Estates.

Hier also die Etiketten zur Neuerscheinung:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whiskyfun: Angus verkostet 14 Lagavulin 12yo White Horse aus verschiedenen Ländern und Epochen

Wertungen zwischen 92 und 95 Punkten für alle hier in Folge verkosteten Lagavulins – es steht wohl außer Zweifel, dass das, was Angus MacRaíld uns heute auf Whiskyfun präsentiert, eine ganz besondere Verkostung war. 14 Abfüllungen von Lagavulin, 13 davon 12 Jahre alt, einer 16 Jahre, die meisten davon aus den 70ern und 80ern – und jeder mit Trinkstärke abgefüllt. Das Besondere daran, abgesehen davon, dass es sich um laut Angus ausnahmslos großartige Whiskys handelt: Sie sind für verschiedene Länder abgefüllt, namentlich UK, Belgien, Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien. Jeder der Lagavulins ist geschmacklich ausführlich beschrieben, und alle, wie schon erwähnt, können Höchstnoten ergattern.

Hier die Liste der Whiskys aus der Verkostung:

Lagavulin ‘Pure Islay Malt’ White Horse (75 proof, OB, UK, 1970s)94
Lagavulin 12 yo White Horse (75 proof, OB, UK, 1970s, SC295)92
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, CINOCO Brussels import, Belgium, 1970s)93
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Para Espana, 1970s)92
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Ausländisches Erzeugnis, German import, 1970s)94
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Carpano Torino, Italy, 1970s)95
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Montenegro Zola, Italy, 1970s)95
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, UK, glass-moulded horse in bottle shoulder, early 1980s)93
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, UK, early 1980s)94
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Montenegro Zola, early 1980s, SD133)94
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, Montenegro Zola, Italy, 1980s, SD170)93
Lagavulin 12 yo White Horse (43%, OB, French import, 1980s, SD522) 93
Megavulin 12yo White Horse (43%, MacRaild’s Private Covid Reserve, vatted 2020)94
Lagavulin 16 yo White Horse (43%, OB, UK, +/-1990)93

Whisky im Bild: Eilean Donan Castle (Wallpaper)

Es könnte sein, dass das Eilean Donan Castle an der Westküste das meistfotografierte Schloss Schottlands ist – und natürlich findet es in der Reihe „Whisky im Bild“ immer wieder mal eine Erwähnung. Beeindruckend ist auch, in wie vielen verschiedenen Arten man dieses Motiv aufnehmen kann (probieren Sie doch einfach mal eine Suche auf unserer Webseite aus).

Diesmal haben wir ein Foto aus der Nacht mit stimmungsvoller Beleuchtung ausgesucht. Das Bild ist wie immer rechtefrei und von Ihnen für alle möglichen Zwecke verwendbar – in der vollen Größe von 5472×3648 Pixel können Sie es hier herunterladen, untenstehend finden Sie eine verkleinerte Version. Viel Vergnügen!

Sandy Grant Gordon, Oberhaupt der Grant Familie, stirbt im Alter von 89 Jahren

Sandy Grant Gordon, der Urgroßenkel des Gründers von Glenfiddich, Willian Grant, und Patriarch der reichsten Familie Schottlands, ist im Alter von 89 Jahren nach einem Sturz im Krankenhaus im Beisein seiner Töchter Maggie und Sally verstorben.

Sandy Grant Gordon gilt als jener Mann, der die Single Malt Kategorie etablierte und durch innovatives Marketing in den Sechzigern weltweit bekannt machte. Auch der Bau des ersten Besucherzentrums in einer schottischen Whiskybrennerei geht auf seine Initiative zurück.

Neben seinen Verdiensten um den Whisky war Sandy Grant Gordon ein Förderer des Dudelsackspielens, obwohl er selbst dieses Instrument nicht beherrschte. Er initiierte Wettbewerbe wie The Glenfiddich Championships, The Silver Chanter, Die Captain John A MacLellan Memorial Medaille und das Glasgow International Festival of Piping.

Seine Frau Linda starb im letzten Oktober. Sie wurde 85 Jahre alt.

TTB-Neuheit: Compass Box Menagerie

Sozusagen ein Weihnachtsgeschenk für Freunde der Blends und Blended Malts von Compass Box ist der Fund eines Labels einer neuen Abfüllung, die im Januar 2021 abgefüllt werden wird. Compass Box Menagerie ist ein Blended Malt aus Whiskys diverser ungenannter Highland Brennereien und zusätzlich von Mortlach, Deanston, Glen Elgin und Laphroaig. Abgefüllt wird er mit 46% vol. Alkoholstärke.

Gemeinsam sollen die Whiskys einen angenehmen und harmonischen Eindruck ergeben, so das Rückseitenetikett. Gewürzter Honig, Toffee und geröstete Birnen sollen die Hauptmerkmale des Geschmacks sein.

Hier die Etiketten dazu:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whisky im Bild: Connemara (Wallpaper)

The Twelve Bens, die zwölf Berge, sind das Herzstück des Connemara National Parks im Westen Irlands. Die Connemara, benannt nach den Conmhaicne, einer frühen Stammesgruppe, die diese Gegend besiedelte, ist landschaftlich zweigeteilt: Neben den Bergen im Norden findet sich im Süden hauptsächlich Heide und Moor. Nach diesem Teil ist auch der irische Connemara-Whisky benannt, einer der wenigen torfigen Whiskys der grünen Insel.

Unser heutiges Wallpaper bietet Ihnen ein beeindruckendes Panorama der Berglandschaft (die höchsten Gipfel sind allerdings gerade einmal 700 Meter hoch). Es ist frei von Rechten, Sie können es also für sich verwenden und nach Belieben verändern, auch für kommerziellen Einsatz. Diesmal ist es wirklich riesig – 21.000×6000 Pixel machen es theoretisch auch für eine Fototapete geeignet.

Untenstehend finden Sie eine verkleinerte Version zur Ansicht, hier können Sie das volle Bild (22MB) unkompromiert herunterlanden.

Whiskyexperts wünscht ein wunderbares Weihnachtsfest!

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Wir aus der Redaktion von Whiskyexperts wünschen allen unseren Lesern und Freunden ein wunderbares Weihnachstfest, besinnliche Stunden natürlich jede Menge schöne Whiskygeschenke. Auch wenn dieses Jahr wohl für niemanden ein einfaches war: Schauen Sie mit Freude auf den Moment und mit Optimismus in die Zukunft!

Wir werden, so wie jedes Jahr, auch über die Feiertage und Silvester mit Berichten und Features für Sie da sein, auch wenn natürlich die News etwas spärlicher eintrudeln werden. Aber wenn es etwas zu berichten gibt, dann erfahren Sie es wie immer hier und wie immer sehr zeitnah.

In diesem Sinne: machen Sie sich schöne Feiertage und schauen Sie bei uns immer wieder einmal vorbei!

PR: Erste afro-amerikanische Brennerei in Kentucky eröffnet (mit Video)

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Das Ereignis, dem unser nächstes Newsbit gewidmet ist, ist etwas für die Geschichtsbücher: In Kentucky hat die erste rein im Besitz von Afro-Amerikanern stehende Brennerei des Bundesstaats offiziell ihrer Pforten geöffnet. Die Brough Brothers Distillery im West End von Louisville wird zwar erst jetzt mit der Destillation und dem Abfüllen der Fässer beginnen, die eigene Marke hat man aber schon ins Leben gerufen und verkauft ab sofort den gesourcten Bourbon.

Finden Sie nachstehend eine Presseaussendung sowie ein kurzes Video dazu:


The First and Only African American-Owned Distillery in Kentucky Has Opened for Business

LOUISVILLE, Ky., Dec. 23, 2020 /PRNewswire/ — Brough Brothers Distillery, the first and only Black-owned distillery in the state of Kentucky, opened its doors for business earlier this month in Louisville.

 Christian, Victor and Bryson Yarbrough

The distillery was founded by Victor, Bryson, and Christian Yarbrough, three brothers born and raised in Louisville, Kentucky. They wanted to produce quality bourbon whiskey in an industry that has thus far remained largely inaccessible to minority entrepreneurs. They are committed to supporting other local businesses in an effort to revitalize the West End neighborhood in which Brough Brothers is based. Their distillery will provide job opportunities and economic growth for the community of Park Hill, a historically underserved area of Louisville’s West End.

„Brough Brothers has an opportunity to not only provide employment opportunities for our local community, but also design an experience for locals and tourists in the heart of one of Kentucky’s cultural hubs,“ Brough Brothers CEO Victor Yarbrough said.

„At a time in history when there is much attention on Louisville, we are excited to represent positive change and hope for and on behalf of our city.“

First approved by the distillery-governing body the Federal Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau in August 2018, Brough Brothers Distillery was recognized by Kentucky’s Senate as the state’s first African American-owned distillery in August 2020. Approved by the Kentucky Alcoholic Beverage Control Board in September, it will continue to make history as it distills and barrels its first barrel of bourbon this winter. Its bourbon shop will be open for business to bourbon enthusiasts by appointment only in spring 2021.

But customers don’t have to wait to enjoy Brough Brothers: its bourbon brand is available on store shelves now and online.

Brough Brothers Bourbon has received glowing customer reviews for being one of the smoothest bourbons on the market. With major and independent retailers selling it in Kentucky, national retailers (Kroger, Total Wine and More, Trader Joes, Walmart) and distributors (RNDC, JB, BBI, SWGS) alike have taken notice of the its explosive popularity. Brough Brothers currently has major distribution partnerships in five states, including KY, FL, TN, IN, and CO. It will expand its distribution to another 20 states in early 2021.

To learn more about Brough Brothers, request bourbon samples, request a virtual visit, or explore partnerships, please email info@broughbrothers.com or visit broughbrothers.com.