Öffnungsschritte auch in England: St George’s Distillery ab 12. April wieder für Besucher zugänglich

Noch ist es mit dem Reisen nicht einfach, was die Quarantänebestimmungen betrifft, aber es häufen sich die Anzeichen, dass der Whiskytourismus zunächst einmal für Einheimische langsam wieder möglich sein wird – und das lässt für die mittelfristige Zukunft auch für uns „Ausländer“ hoffen.

Nachdem nun einige schottische Brennereien wie zum Beispiel die Lagg Distillery auf Arran (ab morgen) oder Glengoyne (hier schon seit letzter Woche) für Besucher wiedereröffnen, ist es ab morgen auch bei der St. George’s Distillery der English Whisky Distilling Company soweit: Shop und Restaurant sind wieder geöffnet, ab 17. Mai soll es dann auch wieder Touren geben:

From Monday 12th April, we are re-opening our doors and can’t wait to welcome you back.

Our shop will re-open, fully stocked with our complete range of English whisky, along with a great range of glassware, clothing and gifts.  Feel free to pop into browse!

The beautiful river walk within the distillery grounds will also be open.

Our friends at OakVilla Restaurant will also be opening their doors for the first time for outdoor service only.  A beautiful stretch tent will keep the rain off, should the weather not be perfectly sunny.

They will be open from 9am -5pm.  Their menus can be found at https://oakvilladistillery.com/

Tours of St George’s Distillery will re-commence from 17th May 2021. For more information or to book your tour see below:

BOOK YOUR TOUR

By Evelyn Simak, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11968573

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (227)

Willkommen zur  227. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 227 finden Sie einen Podcast und zehn neue Videos:

Podcast – Patcast Folge 14 – Deutscher Whisk(e)y

Malts & Metal – Mortlach 16 Jahre

Friendly Mr. Z – Linkwood 30yo Amarone Finish Riegger

Whisky Evening – John Walker Celebratory Blend

The Malthead – Caol Ila „A Dream of Scotland“ cs. 25yo

World Wide Whisky – Macallan 12yo Sherry Oak Cask

Malte talks Malts – GlenAllachie 15 Jahre

Whisky Enjoy – Murray Hill Club Bourbon Blend Whiskey

WhiskyJason – The Balvenie Week of Peat 14yo

Pat Hock – High Coast Dálvve

https://youtu.be/-9zXQrdnv3M

The Whisky Waiter – ADoS Rosenrot Penderyn 7 Jahre


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 19)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist karte-fuer-text.jpg.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

hier geht es zur Folge 18

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 19)

Ein Geräusch von oben lenkte meine Aufmerksamkeit zum Dachgiebel hinauf und schon durchzuckte mich ein Schreck. Auf einer wackeligen Europalette stand ein Arbeiter, über und über mit weißer Farbe bekleckert, und strich ohne Seilsicherung, von einem mobilen Teleskoparm in die Höhe gehoben, die Giebelfront des Hauptgebäudes mit frischem Weiß. Wie ein Artist turnte er gut acht Meter über dem Boden unterhalb des Schriftzugs „Glen Scotia Distillery 1832“. Sein Hantieren mit der Farbrolle, die an einer Holzstange mit schwarzem Klebeband festgetapt war, sah so waghalsig aus, dass ich schon das Schlimmste befürchtete und schnell um die Ecke zurück in die Dalaruan Street lief.

Nach einigem Suchen fand ich den niedrigen Eingang zum Visitors Center, das sich als holzgetäfelte und urgemütliche Probierstube entpuppte. Wie in den Brennereien zuvor hatte man die alte Mälztenne zu Räumlichkeiten für Verkauf und Verkostung umgewidmet. Wieder einmal durfte ich erleben, dass Gäste aus Deutschland gerngesehene Gäste sind. Nun gut, ich war alleine gekommen und außer mir war kein anderer Besucher anwesend. Aber nicht nur bei Glen Scotia, sondern auf der gesamten Radtour sollte ich erleben, dass Deutschlands Image im Ausland viel besser als zuhause ist. So stand ich am Tresen als beliebter deutscher Gast und wurde hofiert. Mister Callum, ein verrenteter Vorarbeiter, der das kleine Center betreute, schenkte mir einen exklusiven Tropfen ein, einen 15jährigen Glen Scotia mit 63,5 % vol. Alkohol, dessen leuchtendes Bernstein viel Sanftmut vermuten ließ.

In der Nase lockten Zitrusfrüchte, die sich wie bei einer Schichttorte cremig über eine vanillige Eichennote legten und einen federleichten Pfirsichduft verströmten. Der Strauß an Aromen hätte nicht harmonischer duften können. Am Gaumen erlebte ich gleich einen Reigen aus Rosinen, Feigen und Karamell. Erstaunlich – fruchtige Aromen und malzige Holznuancen lagen sich harmonisch in den Armen. Leider war diese Umarmung zu flüchtig, ihre Verbindung hielt nur kurz und hatte keinen Bestand. Schlimmer noch, es folgte eine echte Enttäuschung: eine Holzkeule zertrümmerte im Schlund und in der Speiseröhre die anfängliche Begeisterung und hinterließ im Abgang ein unversöhnliches Brennen in der Kehle. Nach einem zweiten Schluck lautete das Resümee: Antritt faszinierend frisch, doch im Abgang viel, viel trockenes Holz und herbes Kratzen. Bei bestem Willen, ich konnte dem exklusiven Glen Scotia nicht mehr als drei Stützräder geben.

Höflich bedankte ich mich bei Mr. Callum, dem Pensionär, der Springbank und Glen Scotia gleichermaßen kannte, und trat durch die niedrige Tür auf den nassen Gehweg hinaus.

Neugierig, ob der Maler noch durch die Lüfte turnte, schaute ich wieder um die Ecke. Zum Glück hatte sich der Artist wider Willen verzogen, die Farbrolle und der Eimer standen allerdings noch verkleckert am Boden herum. Irgendwie lockte mich die Unordnung an und ich entschloss mich, den Innenhof zu erkunden. Das Tor des Lagerhauses stand offen und aus dem düsteren Inneren strömte der Duft der Engel, deren Odeur mich schon wieder beschwipste. Fässer über Fässer, sechs Regale hoch, stapelten sich im fensterlosen Raum bis knapp unter das dunkel verschattete Dach. Vor dem offenen Tor ratschten seelenruhig zwei Arbeiter mit dem Gabelstaplerfahrer, der gerade die Umschichtung einer Fässerreihe beendet hatte. Wieder mal auf Gälisch erklärte der Fahrer mir, dass die untere Lage nach oben rotieren müsste und die obere nach unten, damit der Whisky in unterschiedlichen Klimazonen reifen konnte. Im ersten Moment erschien mir diese Hoch-Tief-Aktion übertrieben, doch als ich den Kopf in den Nacken legte und hinaufsah, eröffnete sich mir der Sinn der Massnahme, denn das Blechdach wurde im Sommer sehr heiß und im Winter kalt, während die Kiesschüttung des Hallenbodens in der heißen Jahreszeit und im Winter kühl blieb.

By Abbieclements – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=99286834

Gerade als ich das Gelände verlassen wollte, pirschte der Gabelstapler an die Pritsche eines eingefahrenen Lasters heran und fing sofort an, Paletten mit graubraunen, nicht mehr neuen Fässern abzuladen. Auf den Fassköpfen der angelieferten Ware stand eingebrannt das Insignium: Beam, USA. Das Brandmal bewies, dass es sich bei der eingetroffenen Ladung um frisch aus den Staaten importierte Ex-Bourbonfässer handelte. Hätte ich mich nicht ausgekannt, ich hätte verächtlich die Nase gerümpft: gebrauchte Fässer, graubraun, dreckig und fleckig und durch die Bank unansehnlich anzuschauen! Doch diese Geringschätzung wäre fehl am Platz gewesen, denn die Karamell-Note der gebrauchten Fässer bildet das geschmackliche Rückgrat eines Single Malt. Seit 1940 ist es gang und gäbe, dass ein new make zur ersten, mehrjährigen Reifung in ein Ex-Bourbonfass gegeben wird, denn das Einmaleins lautet: gebrauchte Bourbonfässer aus nordamerikanischer Weißeiche verpassen ihm jene begehrte Note von Karamell und Vanille, während jungfräuliche Weißeiche eine holzige Note mit Röstaromen liefert. 

Den Tesco-Supermarkt passierend, schlenderte ich die Esplanade entlang wieder in Richtung Zentrum. Das Meer an meiner Seite gehorchte dem Rhythmus von Ebbe und Flut und in den Stunden des Nachmittags warf es weit draußen Wellen. Das befestigte Ufer roch süßlich nach Algen und salzigem Tang. Niedlich anzuschauen, die großen graugrünen Krebse, zwischen den bemoosten Steinen huschten sie aus Angst vor den Möwen von Deckung zu Deckung.

Auch in mir zog sich etwas zurück und schürte Verlassensängste. Es war jenes wehmütige Gefühl, das jeder beim Abschied von einem liebgewordenen Menschen oder einem vertrauten Ort kennt. Schon bald musste ich einem Ort den Rücken kehren, wo ich viel erfahren hatte – viele technische und handwerkliche Kniffe des Vorbereitens, Destillierens und des Fassmanagements. Im verregneten Campbeltown hatte ich ein Plätzlein gefunden und gelernt, dass das Erzeugen einer vergnüglichen und komfortablen Spirituose ein ehrwürdiges Traditionshandwerk war, ein Handwerk, das sich aus harter Hand- und Maschinenarbeit speiste.

Glen Scotia. Bild Uli Franz

Schaukelt ein Whisky, egal ob Single Malt, Blend oder Bourbon, bernsteinfarben und verheißungsvoll im Glas, ist es nur schwerlich vorstellbar, wieviele Schweißtropfen und Handgriffe und dann Geduld, Geduld und nochmals Geduld es kostet, bis das perfekte Dram zum Trinken angerichtet ist. In den beiden Campbeltowner Regentagen dämmerte mir, dass Trinkgewohnheiten eine kulturelle Angelegenheit sind und dass genau deshalb die Geduld eine ehrbare Ingredienz des Whiskys ist. Nicht umsonst kursiert unter Kennern der Spruch „Geduld ist keine Eigenschaft, sondern eine Zutat“.

Zu Beginn meines Whiskyunterrichts hatte ich mich noch in deutscher Manier gefragt, warum sind die Schotten solche Langweiler? Warum sind sie so einfältig und warten eine halbe Ewigkeit, bis sie den richtigen Trinkmoment für gekommen erachten? Warum halten sie es nicht wie wir Deutschen, wie die Polen oder die Russen und zwitschern den Korn oder Wodka gleich nach der Destillation? Langsam, ganz allmählich glaubte ich, das Geheimnis der Schotten, eben die Geduld, gelüftet zu haben. In diesem Sinn war Campbeltown zu einem Sesam-öffne-dich geworden.

Zum Abschluss meines Besuchs in Schottlands südlichster Whiskystadt gönnte ich mir nach einem Fischdinner noch einen Drink in der Hafenkneipe Bilbannam.

Kaum, dass ich durch die Schwingtür in die gerammelt volle Schankstube trat, sprangen mich von der Bar und von den vorderen Tischplätzen her strenge Blicke an, als wäre ich ein stadtbekannter Zechpreller. Augenblicklich schmolz der Schneid des Soloradlers dahin und vor lauter Verlegenheit wusste ich plötzlich nicht mehr, was ich inmitten all der Männer, der abgeheuerten alten Matrosen, der Destilleriearbeiter, der Automechaniker und der Bauarbeiter hier wollte. Gezwungen lächelnd nickte ich der glotzenden Gemeinschaft zu und stellte mich an einen freien Platz am langen Tresen. Der kurz abgeebbte Lärm gab mir ein wenig Zeit, um mich umzusehen. Die meisten Männer im schlecht belüfteten, von Zigarettenrauch geschwängerten Schankraum trugen karierte Flanellhemden über gewaltigen Bäuchen, die in blauen und schwarzen Arbeitshosen steckten. Urig wie man sie von Seebären kennt, sahen alle wettergegerbten, bartlosen oder bärtigen Gesichter aus und mittendrin kam ich mir vor wie ein frischgeschlüpftes Küken. Doch dann entdeckte ich ein zweites Küken im überhitzten Raum, ein ungemein kindlich wirkendes zartes Mädchen mit einem käsig bleichen, runden Gesicht unter rotbraunen Haaren, das als Barfrau die Gäste an der Theke und an den Tischen bediente. Das bleiche Kind wirkte zerbrechlich und irgendwie kränklich, so als käme es nie an die frische Luft. Wie ich bei ihr ein Draft bestellte, fiel mein Blick auf das Flaschenregal in ihrem Rücken.

Oh Wunder, da stand zum Greifen nahe inmitten vieler angebrochener und auch halbleerer Spirituosen mein Schicksalswhisky, die schwarzgrüne Flasche mit der großen weißen Zahl – der VAT 69. Aufgeregt zeigte ich mit ausgestrecktem Arm auf die Flasche und bat das zarte Barmädchen: „Bitte, von dem ein Dram“.

Verwundert sah sie mich an, gar befremdet, als behauptete ich, ihr Vater zu sein. Kurz angebunden sagte sie: „Die ist leer!“

„Was für ein Pech“, antwortete ich, „wo krieg ich davon eine Flasche her?“

„Weiß ich doch nicht!“

Eine solch knappe Antwort sollte ich noch öfters erhalten, sobald ich auf der weiteren Reise nach etwas Ausgefallenem und Nichtalltäglichem verlangte.

Da stand ich nun an der Theke und wusste nicht so recht, sollte ich als nächstes die VAT 69-Fährte aufnehmen oder die Suche ans Ende meiner Radtour vertagen? Schließlich entschied ich mich für das Hier und Jetzt und ließ mir von dem schrecklich bleichen Thekenkind ein blondes Belhaven zapfen. Mit einem großen Schluck wurde ich Teil der urigen Gemeinschaft, weil ich tat, was alle hier taten: Bier aus großen Gläsern trinken. Während um mich herum wieder lärmend auf Gälisch palavert wurde, stellte ich fest, dass alle vor sich Gläser mit Ale oder einem Blond stehen hatten. Keiner gönnte sich einen Kornwhisky oder gar einen teuren Single Malt. Überhaupt war mir inzwischen klar geworden, dass in Schottland im Vergleich zur Massenfertigung herzlich wenig Whisky getrunken wurde.

Wie hatten sich doch die Zeiten seit den achtziger Jahren verändert! Wieviel zahmer und genügsamer waren die Schotten geworden! Noch vor vierzig Jahren wurde zu Silvester und Neujahr zuhause in der Familie und im Pub versöhnlich mit den Nachbarn bis zum Umfallen gepichelt. Und nicht nur zwischen den Jahren, sondern zu jeder Jahreszeit kreiste der Flachmann im Freien, beim Fischen oder Jagen oder unter den Wanderkameraden.

Dass sich kein Einheimischer zu mir gesellte und mich in ein Gespräch einband, gramte mich nicht. Das Alleinsein an der Stehtheke nutzte ich zum Bilanzieren. Obwohl es die beiden letzten Tage nur geregnet hatte, war mein Stimmungsbarometer nie unter Null gefallen, vielmehr hatte mich stets eine leichte Wohlfühlbrise umweht. Bei Springbank und in den Gesprächen mit den Adepten der Whisky Schule hatte ich so viel Grundwissen über das Whiskymachen erhalten, dass ich mich ab jetzt in einer Runde von Connaisseurs nicht mehr zu verstecken brauchte. Nun war der richtige Moment gekommen, am südlichsten Punkt meiner Radreise umzukehren und die Fahrt nach Norden anzutreten. Mit dem Auto wäre das ein Klacks von fünf Stunden Fahrt gewesen – aber mit dem Fahrrad? Wie lange würde die Fahrt nach Inverness wohl dauern? Noch hatte ich nur eine vage Vision, aber keinen Fahrplan.

(Fortsetzung folgt)

Whiskyfun: Angus verkostet Islay Malts, Craigellachie, Glenfiddich und Ben Nevis

Gut gemisch sind die Whiskys, die Angus MacRaild heute auf Whiskyfun verkostet – je ein Paar aus den Destillerien Craigellachie und Glenfiddich, zwei Mystery Malts von Islay und drei Abfüllungen aus der Brennerei Ben Nevis in den Highlands.

Hier alle neun Abfüllungen der Verkostung im tabellarischen Vergleich:

Glenfiddich Snow Phoenix (47.6%, OB, 2010)84
Glenfiddich 1982 (58.7%, OB ‚Private Vintage‘ for Craigellachie Hotel, cask #3672)89
Craigellachie 2011/2018 (67.9%, Whisky Illuminati ‚Solaria Series‘, cask #900328, sherry hogshead, 100 bottles)87
Craigellachie 18 yo 2002/2020 (55.5%, A D Rattray, cask #5, bourbon hogshead, 277 bottles)84
Islay 12 Year Old (40%, Waitrose, 1990s)86
Islay No 4 11 Year Old ‚Batch 1‘ (48.8%, That Boutique-y Whisky Company, 1586 bottles)76
Ben Nevis 7 yo 2013/2021 (50%, Thompson Brothers, sherry butts, 1013 bottles)88
Ben Nevis 23 yo 1996/2020 (48.9%, Elixir Distillers ‚The Single Malts Of Scotland‘, cask #1641, hogshead, 280 bottles)91
Ben Nevis 26 yo 1975/2001 (53.9%, OB, cask #945, 237 bottles)84

Unser Titelbild haben wir der Destillerie Craigellachie gewidmet:

Craigellachie im August 2017. Bild © Alexandra Kreutz
Craigellachie im August 2017. Bild © Alexandra Kreutz

Fremde Federn (144): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 144. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Wir gratulieren „Keine halben Drinks“ zum 5. Geburtstag!

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Glenturret Lalique Restaurant verpflichtet Mark Donald als Küchenchef

Nach dem Kauf von Glenturret (zuvor im Besitz der Edrington Group) durch Art & Terroir, auch im Besitz von Lalique (wir berichteten hier), hat man die Brennerei in Richtung Luxus und Genuss positioniert. Ganz in diesem Sinne ist es auch zu verstehen, dass man in der Destillerie ein Luxusrestaurant eröffnen wird, und zwar bereits in diesem Frühsommer. Dort will man ausschließlich Degustationsmenüs anbieten, die lokale Produkte zelebrieren sollen.

Aus Chefkoch für das Glenturret Lalique Restaurant hat man nun Mark Donald, früher Chefkoch in The Balmoral, verpflichtet. Der in Glasgow geborene Donald, hat bei Noma in Kopenhagen, im Bentley-Restaurant in Sydney und in Claude Bosi’s Hibiscus gekocht und nach seiner Rückkehr nach Schottland 2018 im The Balmoral einen Michelin-Stern erkocht.

Im Lalique Restaurant wird man siebengängige Menüs anbieten, die zeitgenössische schottische Küche mit klassischer französischer Gastronomie verbinden sollen. Natürlich wird auch Whisky in diesen Menüs eine gewichtige Rolle spielen, und Mark Donald und sein Team erhalten eine Einführung in die Kunst der Whiskyproduktion, um aus den Schritten dort Ideen für die Küche zu gewinnen.

Die eigene Webseite des Restaurants wird in Bälde Reservierungen entgegennehmen, zur Zeit kann man Gutscheine für den Afternoon Tea, der im Restaurant angeboten werden wird, erwerben.

Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2021 Whisky veröffentlicht

Aufmerksame Leser unserer Seite werden sich vielleicht daran erinnern, dass wir schon Anfang Februar über den geplanten Whisky zum Campbeltown Malts Festival 2021 (es findet auch in diesem Jahr leider nur virtuell statt) von Glen Scotia berichteten. Nun ist dieser auch offiziell veröffentlicht worden.

Der Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2021 Whisky stammt aus ungetorftem Destillat, das zwischen 2009 und 2011 in der Destillerie erzeugt wurde. Danach reifte er in First Fill Bourbon Fässern, bevor er für fünf Monate in Bordeaux-Fässern gefinisht wurde. Man hat den Whisky danach mit 56,1% vol. abgefüllt, ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltrierung.

In der Nase findet man rote Beeren, florale Noten von Rosen und Veilchen, Heidehonig und maritime Noten. Am Gaumen zeigt der Whisky Erdbeeren und Äpfel, geröstete Vanille und eine Spur Limette.

Zu haben ist der neue Glen Scotia Campbeltown Malts Festival 2021 Whisky um 50 Pfund, der Preis bei uns (und er wird auch nach Deutschland kommen) steht noch nicht fest.

New Riff Distillery in Kentucky baut Produktion aus

0

Die privat geführte New Riff Distillery in Kentucky, die seit 2014, dem Jahr der Gründung, Bourbon, Rye und Gin produziert, hat heute bekanntgegeben, dass sie im Mai mit dem Ausbau der Brennerei beginnen wird, wenn die Baugenehmigungen bis dahin vorliegen. Herzstück des Ausbaus werden drei neue Fermenter sein.

Ziel ist es, die Produktion der New Riff Distillery von 8000 auf 12000 Barrel pro Jahr zu erhöhen und an sechs anstatt an nur vier Tagen in der Woche produzieren zu können. Man will damit aber nicht sofort den Ouptput erhöhen, sondern mit der Mehrproduktion auch später Whiskeys mit längeren Reifungszeiten anbieten. Dazu wird man in absehbarer Zukunft auch neue Lagerhäuser bauen. Fünf neue Angestellte will man durch den Ausbau, der Ende 2021 abgeschlossen sein soll, beschäftigen.

Auch an Projekten wie diesen sieht man deutlich, dass der Boom bei den Destillerien in den USA nicht nachgelassen hat. Besonders der Konsum innerhalb der USA trägt zu diesem Wachstum bei.

Serge verkostet: Vier aus Aultmore

Alt gegen neu – das ist ein beliebtes Setting für Verkostungen, auch bei Serge. Diesmal geht es um die Destillerie Aultmore in der Speyside, und drei relativ neue Abfüllungen werden gegen eine alte Samaroli-Abfüllung verkostet (die Erwähnung des Namens Samaroli sorgt in der Regel für leuchtende Augen bei langjährigen Whiskyfreunden).

Diesmal aber ist diese Abfüllung aus dem Jahr 1988 die mit der niedrigsten Punktezahl . Der „Sieger“ von heute ist ein Aultmore eines unabhängigen Abfüllers aus Österreich aus dem Vorjahr.

Hier die Wertungen der Verkostung:

Aultmore 11 yo ‚Small Batch‚ (46%, OB, Exceptional Cask Series, oloroso, 2472 bottles, +/-2018)85
Aultmore 1974/1988 (50%, Samaroli, 20th anniversary, 540 bottles)80
Aultmore 11 yo 2008/2020 (43%, Signatory Vintage, hogshead, cask #307294, 265 bottles)83
Aultmore 14 yo 2006/2020 (55.2%, Single Cask Collection, 1st fill bourbon, cask #306878, 209 bottles)86
Die Destillerie Aultmore

Whisky im Bild: Stirling Castle (Wallpaper)

0

Wieder einmal, und nach längerer Pause, wollen wir Ihnen in unserer Rubrik „Whisky im Bild“ ein Wallpaper in hoher Auflösung zum Download anbieten, das Sie für alle Zwecke, auch kommerzielle, nutzen können. Warum? Es ist frei von Rechten Dritter und daher in der Public Domain.

Diesmal haben wir ein Foto von Stirling Castle ausgesucht. Stirling Castle thront auf einem Hügel vulkanischen Ursprungs über der schottischen Stadt Stirling (dort gibt es auch die Stirling Distillery, die allerdings noch keinen eigenen Whisky in den Fässern hat, und auch die Wolfcraig Distillery soll dort entstehen) – und es ist nicht umsonst ein absoluter Touristenmagnet. Malerisch und imposant, so könnte man es mit zwei Worten beschreiben. Seit der Gründung um 1100 wurde es mindestens 16x belagert – bei seiner strategisch bedeutsamen Lage am Fluss Forth sollte das nicht wundern. Die meisten Gebäude, die man jetzt sehen kann, stammen aus der Zeit zwischen 1496 und 1583.

Unser Bild ist 5377×3082 Pixel groß und unkomprimiert hat es 4.4MB. Sie können es hier herunterladen – untenstehend finden Sie es komprimiert und verkleinert zum Ansehen. Viel Freude damit!

PR: Old Hunter’s Whisky ab sofort in Deutschland erhältlich

Ab sofort gibt es den tschechischen Whisky Old Hunter’s auch in Deutschland – importiert wird dieser Roggenwhisky von der SSG Trading GmbH in Velbert. Von ihr haben wir auch die nachfolgenden Informationen zu den in Deutschland erhältlichen Abfüllungen übermittelt bekommen – und teilen diese wie immer gerne mit Ihnen:


Old Hunter`s Whisky ab sofort in Deutschland erhältlich

Die älteste Brennerei Europas produziert ab sofort neue Spirituosen. Bereits seit dem Jahre 1518 wird in Tschechien in der Green Tree Distillery Inc. destilliert. Gegründet wurde die Brennerei Palirna U Zeleneho Stromu am 04. Juli 1518, als Wilhelm von Pernstein die Braurechte gewährte. Inzwischen ist die Brennerei eines der bedeutendsten und erfolgreichsten Unternehmen in der Tschechischen Republik. Das jährliche Produktionsvolumen beträgt 120.000 Hektoliter Alkohol. Das Unternehmen ist in 20 Ländern auf fünf Weltkontinenten vertreten. Fachwissen, Professionalität und Kreativität zeichnen die Brennerei aus.

Über Old Hunter`s Whisky

Ab sofort sind in Deutschland der Old Hunter`s Whisky verfügbar. Importeur der Marke ist die SSG Trading GmbH in Velbert. Der Old Hunter`s Whisky ist noch relativ neu auf dem Markt, konnte jedoch bereits außerordentliche Erfolge auf dem chinesischen Markt erzielen. Bei den China Wine & Spirits Awards 2020 übertraf der Old Hunters 4 Jahre alle Mitbewerber seiner Kategorie und gewann die Goldmedaille. Ebenso konnte der Whisky im Jahr 2019 die Gold Medal in Hongkong erzielen. Die Einzelfassabfüllung der Brennerei, der Old Hunters 8 Jahre Limited Edition 500 years gewann 2020 die höchste Auszeichnung in Großbritannien bei den The Spirits Business 2020. Er bekam die Auszeichnung Master 2020. Die letzte Gold Medal erhielt der Old Hunter`s Whisky auf der Catavinum World Wine & Spirits Competition 2021 in Spanien. Verfügbar ist der Whisky als Old Hunter`s Reserve und Old Hunter`s Selection in Deutschland.

Geschmacksprofil Old Hunter`s Reserve 4 Jahre:

Destilliert mit Roggen ist der Whisky besonders aromatisch. Behält jedoch eine leichte typische herbe Note bei. In der Farbe metallisches Kupfer. Der Geruch ist süßlich abgerundet mit einem leichten Holzschleier und Vanille. Im Geschmack reif und voller Leben. Mit weichen Holznoten und einem süß wärmenden Nachgeschmack von Früchten.

Geschmacksprofil Old Hunter`s Selection 4+3 Rye Whisky:

Fünf Meter unter der Erde reifte der Roggenwhisky für sieben Jahre. In der Farbe glänzendes Kupfer. Der Geruch überzeugt mit einem Hauch von frisch geschnittenen Roggen. Im Geschmack komplex, außergewöhnlich zart mit einem verführerischen Vanillegeschmack. Der Abgang ist süßlich mit einem Hauch von Roggen. 

Video: Finishing Fast Forward – Interview mit dem Team der Seven Seals Distillery

Whisky erscheint uns Genießern vor allem als eines: als Tradition, als Handwerk des Brennens, das sich aus alten Zeiten in unsere gerettet hat. Dabei übersehen wir gerne, dass die Whiskyzunft immer wieder durch Neuerungen bestimmt und verändert wurde. In der letzten „Whiskyepoche“ waren dies vor allem zwei Innovationen: Das Aufkommen der Single Malts, die plötzlich im Mittelpunkt des Interesses standen, und die überbordende Experimentierfreudigkeit mit Fassarten und Finishes. Die Whiskywelt von heute hat mit der von vor 60 Jahren kaum mehr etwas zu tun.

Und nicht nur aus Marketingründen muss sich die Whiskywelt immer wieder neu erfinden – auch und vor allem Marktgegebenheiten erzeugen den Druck, neue Konzepte anzugehen. Ein Ansatzpunkt, neben der Suche nach neuen Geschmackssensationen, war immer auch die Zeit, die Whisky zum Reifen braucht. Denn Zeit ist Geld, und Geld ist auch bei der Erzeugung von Whisky der Motor des Handelns.

An diesem Angelpunkt namens Zeit setzt ein Schweizer Unternehmen an, das das Konzept des Finishings von Grund auf verändern will. Das Verfahren der Seven Seals Distillery AG verspricht, auf völlig natürliche Weise mit einem neuen Finishingverfahren den Reifeeindruck eines zuvor ganz normal für mindestens drei Jahre im Fass gelagerten Whisky binnen weniger Wochen auf ein Mehrfaches zu potenzieren – und zwar so, dass der daraus resultierende Whisky auch in Blindverkostungen jenen, die durch reine Lagerung reiften, absolut ebenbürtig ist. Aus einem drei Jahre alten Whisky kann das Team rund um Erfinder Dolf Stockhausen nach eigenen Angaben in kurzer Zeit einen Whisky reifen lassen, der so schmeckt, als hätte er 12 bis 15 Jahre im entsprechenden Fass gelegen. Dazu braucht es laut Stockhausen, der langjähriger Whiskyfan und Mitbesitzer der Schweizer Destillerie Langatun ist, die auch die gereiften Whiskys für Seven Seals erzeugt und vorlagert, keinerlei Chemie, sondern nur eine ausgeklügelte mechanische Methode. Und tatsächlich können die Whiskys von Seven Seals bei renommierten Wettbewerben immer wieder die internationalen Jurys überzeugen.

Wir haben mit den Verantwortlichen rund um die Seven Seals Distillery AG gesprochen, damit sie Ihnen vom Verfahren und den Whiskys erzählen können. Auch über die Destillerie Langatun und ihre Besonderheiten erfahren wir vom Brennmeister Reto Salfinger und Mitbesitzer Chris Lauper Genaueres, bevor uns Oliver Schneider die aktuellen Whiskys vorstellt und uns gemeinsam mit Dolf Stockhausen Ausblicke auf Neuerscheinungen gibt. Danach sprechen wir noch mit Patricia Haas über das Interesse anderer Brennereien an dem Verfahren.

Unser obenstehendes Video dauert 38 Minuten, Sie können es auch auf unserem Kanal auf Youtube sehen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und gute Unterhaltung.

White Peak Distillery startet Crowdfunding-Programm

0

Es ist schon einige Zeit her, seitdem wir über die White Peak Distillery in Ambergate berichtet haben. Damals, im Juli 2017, wurde dem Projekt die Baugenehmigung erteilt.

Seitdem ist dort viel geschehen – man hat erfolgreich einen Gin auf den Markt gebracht und begonnen, Whisky zu reifen, der noch heuer erscheinen wird. Und weil man damit rechnet, dass dann das Wachstum der White Peak Distillery sich noch mehr beschleunigt, will man auch finanziell dafür gerüstet sein, mehr Personal einzustellen und das Marketing zu intensivieren.

Das Kernteam der White Peak Distillery

Also hat man auf Crowdcube ein Programm aufgesetzt, bei dem man Mitinhaber der Brennerei werden kann. Bislang haben 583 Personen bereits fast eine Million Pfund investiert, das Ziel von 500.000 Pfund ist also bereits weit überschritten, obwohl die Kampagne noch für 15 Tage offen ist und Interessierte sich weiterhin an der Brennerei beteilgen können.

Um mehr über die Bedingungen erfahren zu können, müssen Sie sich bei Crowdcube anmelden – ein vierminütiges Video über die Brennerei und ihre Ambitionen haben wir unten beigefügt.

Der Cromford Canal bei Ambergate. Photo credit: Chris Morriss via Visualhunt.com / CC BY

PR: Whiskyauctioneer veranstaltet umfangreiche Brora-Auktion

0

Brora – für viele Whiskyfreunde ist diese Brennerei etwas Besonderes – die alten Brora-Abfüllungen zählen zu den begehrtesten Flaschen am Sekundärmarkt, und die Aussicht auf neue Abfüllungen aus der wiedererrichteten Destillerie befeuert das Interesse zusätzlich.

Bei whiskyauctioneer.com nutzt man die Aufmerksamkeit, die rund um die Neueröffnung von Brora zu erwarten ist, für eine besondere Auktion von über 50 Abfüllungen, die zwischen 15. und 19. April laufen wird. Mehr darüber erfahren Sie untenstehend in der Presseaussendung dazu:


All is Not Lost:  Bidding Begins on Unprecedented Brora Auction

Dormant for decades and sometimes a generation, whisky from ‘lost distilleries’ often has mythical status. This is undoubtedly true for legendary Sutherland distillery Brora (closed in 1983), whose whisky has become increasingly sought-after in recent years. There may be more ubiquitous names in the world of whisky, but to whisky connoisseurs, collectors and investors there is none more revered for its quality of liquid, extreme rarity and unique history than Brora.

The world’s leading whisky auction house, Whisky Auctioneer, is to host the first ever dedicated Brora whisky auction taking place from the 15th – 19th of April on www.whiskyauctioneer.com, showcasing over 50 Brora bottles, as part of the largest collection of Brora ever to be held in one auction.

The auction will include extremely scarce expressions from the Old Clynelish distillery (now known as Brora) distilled prior to its brief closure in the late sixties. Today, these rarities are celebrated for their highly idiosyncratic style and elusive waxy character that cannot be replicated in modern whiskies.

The sale will also feature various expressions from the historic 1972 Brora vintage, a chapter of whisky history all on its own. These include the 1972 Cask Strength 40 Year Old decanter, the oldest Brora ever released at the time and a sibling to some of the most legendary expressions ever produced at the distillery.

Joe Wilson, Head of Auction Content at Whisky Auctioneer, said:

“Few distilleries manifest more allure than Brora, and certainly none so effortlessly. It’s therefore striking to see an auction dedicated to so many rare Brora bottles. Whether you are a whisky collector or lost distillery enthusiast, this is a one of a kind opportunity to get your hands on these special Brora bottles, many of which are rarely seen on the secondary market.

“The Brora auction encapsulates the distillery’s past as it prepares to turn on the stills to its future with the chance to bid on complete collections and rare Single Malts created prior to the distillery’s halt in production in 1983 –  a timely reminder to revisit these legendary malts and that ‘lost distilleries‘ are not always lost forever.”

Emmanuel Dron, founder and co-owner of the Auld Alliance and Author of ‘Collecting Scotch Whisky’:

“Brora is a legendary malt, often talked about in whisky circles. Such a revered spirit and so hard to find, devotees from across the world have made visits especially to the Auld Alliance in Singapore simply to have the chance to try the exceptional spirit distilled at Brora.

“This auction allows whisky lovers and lost distillery enthusiasts to get a hold of some of these rare bottles, including even Scotch Malt Whisky Society’s 61.1, the first ever bottling of Brora single malt. With the Brora auction following the announcement that the distillery is to be re-awakened, it provides an opportunity to honour its venerated past, while building excitement towards its future.“

Located in Sutherland, Brora distillery shares an intertwined history with Clynelish – a victim of its own success, the owners of the Clynelish distillery decided to build a secondary distillery next door due to its growing reputation. This modern distillery was to take the name Clynelish forward, and following a brief period where the distilleries were simply referred to as ‚Clynelish A‘ and ‚Clynelish B‘, the original distillery was renamed Brora in 1969.

Over the next few years, Brora produced a heavily-peated single malt, comparable to the whiskies of Islay. This mini era of production has become a storied part of the distillery’s history, before they started reducing peat once again in 1973.

The auction comes in time with the gentle reawakening of Brora, as the distillery and its operations aim to reopen in 2021 offering a new era of Brora. Brora distillery was one of eleven distilleries that closed in the Spring of 1983 following the ‘whisky loch’ crisis. Despite closing, the distillery’s legend continued to live on, gaining a cult following of whisky lovers over the decades for its unique profile and strong character malts.

Other highlights in the exclusive auction have only appeared for sale on very rare occasions, if ever. A star lot is Bottle #1 of a 1978 Brora bottled at 41 years of age under Diageo’s Casks of Distinction programme. One of only 60 bottles in the world, this is the first time it will have ever appeared for sale.

Primarily composed of bottles from Pat’s Whisk(e)y Collection, the largest private whiskey collection ever to come to market, the auction also features the complete collection of Brora bottled under the sought-after Rare Malts Selection and Special Releases. Pat’s wider collection features the complete collection from both series, an impressive accomplishment totalling over 250 of the highly limited bottles.

To register to take part in the Exclusive Brora auction, visit www.whiskyauctioneer.com