Whiskyfun: Angus verkostet antike Abfüllungen

Das neue Jahr mit Altem beginnen ist bei Whisky gar keine so schlechte Idee. Dementsprechend verkostet Angus MacRaild auf Whiskfun Abfüllungen mit beeindruckendem Alter, was den Abfüllungszeitpunkt anbelangt – und zwar von Glenlivet, Glendronach, Glen Grant und Bunnahabhain: Von den Siebzigern bis zu den Zwanziger des vorigen Jahrhunderts reicht dieser zurück.

Und: Früher war ganz bestimmt nicht alles besser – die verkosteten Abfüllungen von dieser Session könnten diesen Verdacht allerdings doch aufkeimen lassen, betrachtet man die Punktewertungen der Verkostung:

Glendronach NAS (75 proof, OB, 1950s)88
Smith’s Glenlivet Liqueur Scotch Whisky (70 proof, Mayor, Sworder & Co Ltd, 1930s)91
Glenlivet 12 yo (18 under proof, Alexander MacKintyre & Sons of Tomintoul, circa 1920s)93
Glen Grant 10 yo (100 proof, Moray Bonding Co, 1950s)95
Bunnahabhain 27 yo 1947/1975 (90.5 proof, Matthew Gloag & Son)94

TTB-Neuheiten: Glenallachie 11yo Bolgheri Superiore Wine Finish, Glenallachie 13yo Rioja Wine Finish

Neues Jahr, neue Whiskys: Aus der Speyside-Destillerie Glenallachie haben wir zwei neue Abfüllungen in der us-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden, und auch wenn diese Einträge für die USA gemacht werden, steht bei vielen von ihnen dennoch zu vermuten, dass es sich dabei um internationale Releases handeln wird, wenn sie auf den Markt kommen.

Beide Abfüllungen aus der Destillerie von Billy Walker sind solche mit Finish in Weinfässern. Der jüngere von beiden, der Glenallachie 11yo Bolgheri Superiore Wine Finish, lagerte erst neun Jahre in Bourbon barrels, danach fast zwei Jahre in den im Namen genannten italienischen Weinfässern. Der Glenallachie 13yo Rioja Wine Finish hatte die etwa gleich lange Nachreifung in spanischen Rioja-Rotweinfässern. Abgefüllt werden beide Ausgaben mit 48% werden – eine Limitierung ist auf den Etiketten nicht angegeben.

Hier das Artwork für den Glenallachie 11yo Bolgheri Superiore Wine Finish und den Glenallachie 13yo Rioja Wine Finish:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Whisky des Monats Januar 2021: Chivas Regal

Auch im neuen Jahr setzen wir die Reihe unserer monatlichen Empfehlung fort. Und es ändert sich nichts an den Kriterien, die ein von uns ausgewählter Kandidat erfüllen muss: Qualität, Verfügbarkeit und Preis müssen uns überzeugen. Manchmal ist es eine Neuerscheinung, die uns beeindruckt. Und manchmal wünschen wir einer Abfüllung, einer Brennerei oder einer Marke etwas mehr Aufmerksamkeit. So wie in diesem Monat: Unsere Empfehlung kommt aus dem Hause Chivas Regal. Vielmehr sind es gleich zwei. Denn zu unserem Whisky des Monats im Januar 2021 wählen wir Chivas Regal 12 yo und Chivas Regal 18 yo aus.

Right back where we started from

Ja, richtig gelesen: Wir empfehlen zwei Blends. Und an dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen bedanken, dass Sie nach der Überschrift und der Einleitung es schon bis hier hin geschafft haben. Wir vermuten, die Meisten haben es beim Lesen unseres Textes nicht so weit geschafft wie Sie. Denn beim Thema Blended Scotch Whisky sitzen viele Whisky-Enthusiasten nicht mehr mit am Tisch. Was sie suchen, bietet ihnen ein Blend nicht. Er ist für ein breiter angelegtes Geschmacksempfinden konzipiert. Ein Blend ist ein Produkt für den weiten Markt. Und: Für viele war ein Blend der erste Schritt in die Welt des Whiskys. Diesem ersten Schritt folgten viele weitere, und jetzt steht man vermeintlich ganz woanders.

Einen Großteil der Produktion von Strathisla finden wir in chivas Regal.
Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Mehr Kunst denn Arbeit

Colin Scott ist der Master Blender bei Chivas Regal. Und das seit 1989. Seine große Aufgabe ist es, aus einer Vielzahl unterschiedlicher Fässer die Auswahl zu treffen, um einen Chivas Regal zu kreieren. Die Fässer stammen aus unterschiedlichen Malt- sowie Grain-Brennereien, wobei wir bei Chivas Regal eher von einer einzigen (Strathclyde) ausgehen sollten. Ziel ist es, so zu jeder Zeit gleich bleibenden Geschmack bei gleich bleibenden Qualität zu gestelten. Diese Aufgabe, die für ihn mehr Kunst denn Arbeit ist, erklärt er in einem Video so:

Chivas Regal 12 yo

Eine Flasche Chivas Regal 12 yo im Handel zu finden, ist keine unlösbare Aufgabe. Den Einstieg in das Portfolio von Chivas Regal finden wir im Getränkehandel wie auch im Lebensmitteleinzelhandel zu einem Preis um die 25 €. Von Zeit zu Zeit wird er in einer besonderen Verkaufsaktion offeriert und dann mit einem Preis eng an der 20-Euro-Marke ausgezeichnet. Dies ist für eine Flasche Scotch Whisky sehr wenig Geld.

Die Nase zeigt sich äußerst dezent und bietet mehr Andeutungen denn Deutlichkeit. Am Gaumen wird der Chivas Regal 12 yo dann allerdings deutlicher: vordergründige Honigsüße, Karamell und Toffee, Rosinen, verwoben und dem Gaumen schmeichelnd. Mehr Zeit bringt eine leichte holzige Bitterkeit zum Vorschein, welche die bisherige Süße angenehm kontrastiert. Das Finish wie erwartet kurz und ohne Nachhall und Echo, der große Trumpf des Chivas Regal 12 yo ist der Gaumen.

Chivas Regal 18 yo Gold Signature

Beim sechs Jahre älteren Chivas Regal finden wir ein ähnliches Spektrum der Aromen wie bei seinem jüngeren Geschwister. Jedoch alles etwas deutlicher. Schon die Nase des Chivas Regal 18 yo ist prägnanter und zeigt die bekannte Honigsüße. Hinzu kommen noch holzige Noten, und im Hintergrund erscheinen subtile Aromen, die Rauch sein könnten. Prägnanter und deutlicher, dies setzt sich auch am Gaumen fort. Die Honigsüße erscheint weniger vordergründig, Karamell, Toffee und Rosinen ergänzen den Genuss. Dies alles allerdings im Vergleich zum sechs Jahre jünger Chivas Regal mit einer deutlich höheren Qualität und Komplexität, welche das Herausfiltern einzelner Aromen und Geschmacksnoten deutlich erschwert. Das Finish zeigt sich äußerst merkbar. Das Volumen schwillt schnell Mund füllend an, die Süße wird würzig mit einer leichter Schärfe. und leicht nachhallend.

Beide Chivas Regal sind mit 40 % Vol. abgefüllt. Die Kühlfiltrierung ermöglicht einen nebelfreien Whisky auch bei niedriger Trinktemperatur. Der Einsatz von Zuckerkulör garantiert ein auch über Jahre gleichbleibendes Aussehen des Whiskys. Diese Anforderungen muss oder sollte ein Blended Scotch in diesem Markt- und Preissegment erfüllen. Dafür erhalten wir einen äußerst angenehmen Trinkgenuss, der uns schmeicheln möchte. Das Jahr könnte schlechter beginnen.

In eigener Sache: Whiskyexperts – Der Jahresrückblick

Noch vor einem Jahr hätte keiner geglaubt, dass wir jenes 2020 erleben werden, das wir jetzt tatsächlich erlebt haben – ein Jahr, das viele Menschen emotional und wirtschaftlich belastet hat.

Für Whiskyfreunde war es zudem ein Jahr, in dem ab März keine Messen mehr stattgefunden haben, in dem Besucherzentren schließen mussten und in dem Reisen schwer bis gar nicht möglich war. Viel hat sich in den virtuellen Raum verlagert, so zum Beispiel Tastings, aber auch der Umsatz der lokalen Händler (und damit der Whiskyproduzenten), die ihre Ladengeschäfte nur zeitweise und unter Auflagen öffnen konnten.

Auch wir bei Whiskyexperts haben diesen Wandel gespürt. Noch nie war das Interesse an unserer Berichterstattung so groß wie in diesem Jahr (und noch nie haben wir in einem Jahr so viele Artikel publiziert wie 2020 – fast 2000 waren es). 3,3 Millionen Seitenaufrufe hatten unsere Artikel zu verzeichnen, fast 45% mehr als im Vorjahr. Auch unsere Besucherzahlen haben sich 2020 um 45% erhöht, eine größere Steigerung als in jedem Jahr zuvor.

Der meistgelesene Einzelartikel in diesem Jahr war übrigens jener über den „Bud Spencer“ Whisky aus der Destillerie St. Kilian – mit etwa 50.000 Aufrufen. Da ist der Brennerei in Rüdenau ein wirklicher Coup gelungen, der breites Interesse in der Community und vor allem darüber hinaus gefunden hat. Überhaupt sehen wir hier in unseren Statistiken, dass sich das Interesse für spezielle Abfüllungen und für Standards die Waage hält – und das freut uns sehr, wollen wir doch die Interessen von Whiskyeinsteigern und alten Hasen gleichermaßen bedienen. Auch in den sozialen Medien ist unsere Präsenz gewachsen – die Facebook-Gruppe „Whiskyexperts – Whiskyfreunde“ hat über 6700 Mitglieder, unsere Seite dort fast 32.000 Abonnenten.

Es hat uns im abgelaufenen Jahr jedenfalls wie immer viel Freude gemacht, für Sie und Ihre Liebe zum Whisky da zu sein, und das wird sich auch 2021 nicht ändern. Das neue Jahr wird neue Herausforderungen bringen, aber sicher auch viel Schönes. Wir möchten auch im achten Jahr unseres Bestehens Ihr Begleiter sein, wenn es um Whisky und das ganze schöne Rundherum geht. In diesem Sinne danken wir für Ihre Treue und Ihr Interesse und freuen uns auf die nächsten Monate und Jahre mit Ihnen.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Jahr 2021, Gesundheit und viel Freude, und immer einen guten Whisky zum Genießen, wenn der Moment dafür passt!

Herzlichst, Ihr Team von Whiskyexperts

Whiskyfun: Serge Valentin kürt Lieblinge und „Zitronen“ des Jahres

Wenn ein Jahr vorbei ist, zieht man gerne Bilanz und schaut sich an, was gefallen hat und was weniger. Auch Serge Valentin tut es jährlich in Sachen Whisky, und sein Jahresrückblick auf Whiskyfun listet die jeweils Monatsbesten aus folgenden Whiskykategorien auf (in Klammer haben wir die Bandbreite der Punktzewertungen dazu angegeben):

  • Bester neuer Whisky der jeweiligen Monate (diesmal 91-93 Punkte)
  • Bester Whisky aus vergangenen Zeiten (91 bis 96 Punkte)
  • Whisky mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis (86 bis 92 Punkte)
  • „Zitronen“ des Monats (bei Whiskys 25 bis 73 Punkte)

Zu jeder Abfüllung gibt es auf Whiskyfun auch kurze Anmerkungen dazu – ein vergnüglicher Lesestoff – und man kann sich fragen: Wie viele der besprochenen Abfüllungen habe ich selbst schon getrunken?

Viel Spaß mit den Listen!

Upscale Living: Ein kurzer Abriss der Whiskyszene in Israel

Wer sich einen komprimierten Überblick über die Whiskyszene in Israel und die Destillerien dort verschaffen will, findet diesen in einem interessanten Artikel in Upscale Living. Von den Anfängen im Jahr 1971 mit einem ersten Blend aus Israel bis hin zum momentanen Boom an Brennereien findet man dort viel von dem beschrieben, was die Szene dort ausmacht.

Konkret geht es um die Golan Hights Distillery, die Milk and Honey Distillery, die Edrei Distillery, die Legends Distillery sowie die Golden Moon Distillery.

Wirklich in die Tiefe geht der kurze Artikel nicht, aber für die schnelle Information ist er recht gut geeignet.

Wenn Sie Lust auf mehr Infos haben und sich sich zum Beispiel näher über die Milk & Honey Distillery informieren wollen, finden Sie hier bei uns ein Videointerview mit Dana Baran, VP Marketing der Brennerei aus Tel Aviv/Israel.

PR: Der Wu DRAM Clan bringt neuen Bowmore 2002

Einen neuen Bowmore vom unabhängigen Abfüller WU DRAM Clan gibt es ab Mitte Januar bei ausgesuchten Händlern zu kaufen. Hier können Sie schon jetzt alles über den Bowmore aus dem Bourbon Cask nachlesen, inklusive aller Daten und den Tasting Notes – auch ein Link zur Händlerliste ist in der Information, die wir erhalten haben, zu finden:


P.E.A.T again

Der Wu DRAM Clan meldet sich mit einem Schmuckstück aus dem Hause BOWMORE aus dem verrückten Jahr 2020 ab.

Es handelt sich um einen BOWMORE von 2002 aus einem Bourbon BARREL

Die Details:

Bowmore Distillery

15.10.2002 Distilled

14.12.2020 Bottled

18 Jahre Bourbon Barrel 175 Flaschen

53%

Single Cask 700ml

Wu Dram Clan Bottling bottled by The Whisky Kingdom UG, München

Wir konnten das Fass mit mehreren Bowmore aus dem Jahre 2002 vergleichen und sind sehr froh über unsere Wahl, der Bowmore hat Noten für die Puristen und gleichzeitig die frische fruchtige Komponente, die in den Bowmore’s aus den 2000ern so präsent ist. Ein wahrer Glückgriff nach dem wir lange gesucht haben.

70 Flaschen gehen direkt nach Singapore und Japan, also werden 105 Flaschen für den Deutschen und Europäischen Markt verfügbar sein. Die Ware wird Mitte Januar in den Shops unserer Händler erscheinen.

Eine Liste unserer Händler gibt’s auf unserer Facebook Seite

Tasting Notes

Nase

Frischer Rauch, Karamell, Butterscotch, Aprikosen

Mund

Der Rauch kommt sehr balanciert im Gaumen an, die Butterscotch und Gebäcknoten werden malzig und frisch, fast schon fruchtige Anklänge von gelben Früchten wie Aprikosen und Mirabellen – minimale Veilchen Noten innerhalb des Profils welche aber sehr schnell verblassen und durch den nochmals eingreifenden Rauch hinwegschwinden, maritime Salznoten und eine wunderbare ölige Note verfeinern den Abschluss.

Abgang

Der Abgang ist lange und kräftig, was am Ende im Mund bleibt ist frischer, fruchtiger Rauch mit einer minimallen Vanille Note.

Ein wunderbar ausbalancierter, maritimer Bowmore der mit 53 % unglaublich mild und frisch wirkt.

Wir wünschen all unsere Fans, Händlern und Kunden einen guten Rutsch und guten Genuss mit dem Bowmore.

Serge verkostet: Whisky weltweit, Teil 7

Die Etappe Nummer sieben auf der Whiskyweltreise, die Serge Valentin auf Whiskyfun zum Jahresende unternimmt, berührt diesmal vier Kontinente und bringt Whiskys aus fünf Ländern: England, Schweden, Kanada, Australien und Indien.

An der Spitze ist es punktemäßig diesmal recht eng, aber sehen Sie selbst die Tabelle, bevor Sie unserem Link zu den ausführlichen Verkostungsnotizen folgen:

The English 6 yo 2011/2018 (66.6%, Blackadder, Raw Cask, England, sherry hogshead, cask #870, 299 bottles)85
High Coast ‘Solera Batch 1’ (56%, OB, Sweden, 2490 bottles, 2020)85
J.P. Wiser’s 18 yo (40%, OB, Canada, +/-2019)75
Hellyers Road 16 yo 2004/2020 (60.4%, OB for Taiwan, Australia, cask #402205)86
Paul John 6 yo ‘Batch 3’ (52.9%, That Boutique-y Whisky Company, 822 bottles, 2016)85

TTB-Neuheit: Compass Box Artist Blend

Nicht zu verwechseln mit dem King Street Artist’s Blend, den es schon von Compass Box gibt, ist unser neuester Fund in der us-amerikanischen TTB-Datenbank: Der Compass Box Artist Blend. Der Anteil der Single Malts in ihm beträgt 55%, und er stammt aus ex-Bourbon barrels, speziellen Fässern aus französischer Eiche und mit Palo Cortado Sherry präparierten Butts. Abgefüllt wurde oder wird er mit 43% vol. – gedacht ist er unter anderem auch für die Verwendung in einem Highball oder in Whiskycocktails; John Glaser schlägt auf den Etiketten aber natürlich auch vor, den Compass Box Artist Blend pur zu probieren.

Und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Herald Scotland: Erste Einblicke in die Johnnie Walker Princes Street Whisky Experience

Eine Bar am Dach mit Blick über Edinburgh wird das Highlight der neuen Johnnie Walker Princes Street Whisky Experience sein – und sicherlich ein Magnet für viele Besucher der schottischen Hauptstadt, wenn in absehbarer Zeit Reisen wieder möglich sein wird.

Über das Vorhaben von Diageo, diese Besucherattraktion nach deren Fertigstellung zu einem Top-Tourismusziel zu machen, haben wir ja schon mehrmals berichtet, jetzt kann Herald Scotland in einem Artikel erste Einblicke in das Innere (wenngleich noch als computergenerierte Bilder) und ein paar zusätzliche Infos geben.

Im Sommer 2021 wird das Besucherzentrum in Betrieb gehen, und man wird dort nicht nur das Dachcafe und Tasting Rooms finden, sondern auch unter anderem Räumlichkeiten für Live-Aufritte und mietbare Bereiche für Privatveranstaltungen.

In der Explorers’ Bothy Rooftop Bar werden 150 seltene Abfüllungen (darunter auch Einzelfassabfüllungen) erhältlich sein, The Johnnie Walker Label Studio ist die besagte Location für Live-Events und soll ein fixer Bestandteil des kulturellen Lebens in Edinburgh werden.

Um mehr über die Johnnie Walker Princes Street Whisky Experience zu erfahren und die (leider etwas klein geratenen) Bilder zu sehen, folgen Sie unserem Link zum Artikel von Herald Scotland.

Update: Große Bilder gibt es hier bei Scottishfield.co.uk.

Die geplante Johnnie Walker Experience in Edinburgh, Teil eines immensen Ausbauprogramms der Besucherzentren vieler Diageo-Brennereien in Schottland. Bild: Diageo.

Serge verkostet: Whisky weltweit, Teil 6

Eine Weltreise dauert. Diese hier, in der Serge Valentin Whiskys aus aller Herren Länder verkostet, erstreckt sich nun bereits über sechs Etappen – und führt uns diesmal nach Spanien, England, Taiwan, Australien und Irland. Diesmal, unter den heutigen fünf Abfüllungen, hat jene von Hellyers Road aus Australien die Nase vorne.

Hier alle Abfüllungen der Verkostung in der Übersichtstabelle:

Liber 14 yo 2006/2020 (59.9%, OB, Spain, Spanish Whisky Club, 1st fill PX, cask #73, 300 bottles) 75
East London Liquor Co ‘London Rye 2019’ (47%, OB, England, 2019)84
Kavalan ‘Distillery Select No.2’ (40%, OB, Taiwan, 2020)79
Hellyers Road 2002/2020 (60.6%, OB, European exclusive, ex-bourbon, cask #2332.01, 190 bottles)90
Irish Single Malt 17 yo 2002/2019 (47.6%, Whisky-Fässle)87

Ehemaliger Master Distiller von Michter’s, Willie Pratt, verstorben

Wie heute bekannt wurde, ist der ehemals als Master Distiller von Michter’s tätige Willie Pratt dieser Tage verstorben. Pratt kam im Alter von 20 Jahren im Jahr 1962 nach Louisville auf der Suche nach Arbeit und heuerte bei Brown-Forman an. Dort arbeitete er für über 40 Jahre in unterschiedlichsten Positionen, bis er mit 65, statt in den Ruhestand zu gehen, sich bei Michter’s als Master Distiller verpflichtete. 2017 wurde er in die Hall of Fame des us-amerikanischen Whisky Magazines aufgenommen.

Die Whiskywelt trauert mit seiner Frau Patsy, den Kindern, Enkelkindern und Großenkelkindern. Hier die offizielle Aussendung von Michter’s (Update 22:25: Sie liegt uns jetzt in deutscher Sprache vor, wir haben den Text dementsprechend ausgetauscht):


Michter’s trauert um seinen Master Distiller Emeritus Willie Pratt

LOUISVILLE, Kentucky, 29. Dezember 2020 /PRNewswire/ — In tiefer Trauer gibt Michter’s den gestrigen Tod von Master Distiller Emeritus Willie Pratt bekannt.

Bild: Michter’s

Willie wurde 1942 als Sohn einer Lehrerin und eines Bergarbeiters in der Stadt Hazard in Eastern Kentucky geboren. Im Alter von 20 Jahren machte sich Willie auf den Weg nach Louisville, um Arbeit zu finden. Er trat in die große Destillerie Brown-Forman ein und diese bezahlte seine Ausbildung für ihn, so dass er in Abendkursen seinen Abschluss an der University of Louisville machen konnte. Willie arbeitete über vier Jahrzehnte in verschiedenen Positionen bei Brown-Forman, wo er einige Jahre im Komitee des Unternehmens saß, das sich mit Destillation, Böttcherei und Alterungsbedingungen beschäftigte.

Im Alter von 65 Jahren ging Willie bei Brown-Forman in den Ruhestand, aber seine Leidenschaft für die Bourbon-Industrie brachte ihn dazu, weiter zu arbeiten. 2007 kam Willie als Master Distiller zu Michter’s. Zu Beginn seiner Tätigkeit im Unternehmen beaufsichtigte er die Produktion von Michter’s, die in einer anderen Brennerei in Kentucky durchgeführt wurde, bevor sich Michter’s eine eigene Anlage leisten konnte. Schließlich beaufsichtigte Willie das Design und den Bau der hochmodernen Michter’s Shively Distillery. Als Willie beschloss, weniger zu arbeiten, übergab er die Verantwortung als Michter’s Master Distiller an Pam Heilmann, die schließlich von Dan McKee abgelöst wurde. Willie arbeitete weiterhin als emeritierter Master Distiller des Unternehmens und blieb bis zu seinem Tod aktiv an der Produktion bei Michter’s beteiligt.

2017 wurde Willie in die The Whisky Magazine Hall of Fame aufgenommen.

„Ich habe großes Glück gehabt, dass ich mit Willie arbeiten durfte und ihn zum Freund hatte. Wenn die Herausforderungen überwältigend schienen, kamen Willies Führungsqualitäten besonders zum Vorschein. Er war ein Musterbeispiel für Stärke und Mut“,

sagte der President von Michters Joseph J. Magliocco. Willie war sehr auf Qualität bedacht und wurde von den Vertriebsmitarbeitern von Michter’s gutmütig „Dr. No“ genannt, weil er sich weigerte, Whiskey zur Abfüllung freizugeben, bevor er ihn nicht für richtig befand, auch wenn der Whiskey deutlich älter war als die Altersangabe auf dem Etikett.

Willie wurde von dem Michter’s Team, das er mit aufbaute, respektiert und geliebt.

„In Zeiten wie diesen wird mir bewusst, wie viel Glück ich hatte, von einem der ganz Großen der Branche lernen zu dürfen. Ich werde es vermissen, wieder mit Willie in der Brennerei zu stehen, über die Herstellung von Whiskey zu sprechen und seiner Lebensgeschichte zuzuhören“,

sagte der Master Distiller bei Michter’s Dan McKee. Andrea Wilson, Master of Maturation bei Michter, kommentierte:

„Es kommt nicht oft vor, dass man in seiner Karriere die Gelegenheit hat, jemandem mit über 50 Jahren Erfahrung in dieser Branche zuzuhören, der sein Herz und seine Seele in jedes einzelne Detail gesteckt hat. Bourbon zu machen war für Willie kein Job, es war eine reine Freude für ihn.“ Die Master Distiller Emerita von Michters Pam Heilmann sagte: „Es war mir eine Freude und eine einmalige Gelegenheit, mit Willie zu arbeiten. In den Jahren, in denen wir zusammen gearbeitet haben, habe ich dank seiner Weisheit und unter seiner Anleitung viel gelernt und mein Wissen über die Bourbon-Industrie erweitert.“

Zu Willies Hobbys gehörten Angeln in Florida, Motorradfahren und das Fliegen mit seinem Cherokee-Viersitzer. Er hinterlässt seine geliebte Frau Patsy, seine Kinder, seine Enkel, seine Urenkel und seinen Hund Sophie.

PR: Zwei exklusive Omar Single Cask Whiskys aus der taiwanesischen Nantou Distillery bei Anam na h-Alba

Einzelfassabfüllungen aus der taiwanesischen Nantou Distillery sind in unseren Landen extrem selten zu finden (und selbst in Taiwan muss man danach suchen) – in Zusammenarbeit mit Concerto, einem Kreis von Whiskyenthusiasten in Hong Kong Kong, ist es dem unabhängigen Abfüller Anam na h-Alba gelungen, Anteile von zwei Einzelfässern nach Deutschland zu importieren. Die wenige Flaschen daraus sind ab sofort im Webshop von Anam na h-Alba erhältlich – Verlinkungen dazu finden Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung, die auch Details zu den beiden Whiskys erhält.


Zwei exklusive Omar Single Cask Whiskys aus der taiwanesischen Nantou Distillery bei Anam na h-Alba

Ab sofort können Whiskyenthusiasten bei uns zwei absolut exklusive Bottlings aus dem fernen Taiwan vobestellen!

Worum geht es überhaupt?

Seit 2008 wird in der Nantou Distillery in Taiwan Whisky destilliert, bekannt auch als Omar Whisky.
Ab 2013 waren die Abfüllungen meist direkt nach Release ausverkauft und unabhängige oder private Bottlings waren bis auf die von SMWS und That Boutique-Y nicht vorhanden.

Es ist auch nicht leicht ein Fass dort zu kaufen, denn nur nach persönlichem Besuch in der Destille erhält man vielleicht die Chance auf den Erwerb eines Casks.

Concerto, einem Zusammenschluss von Whisky Enthusiasten aus Hong Kong, ist aber genau das gelungen und es wurden zwei Fässer exklusiv für sie abgefüllt.

Und jetzt kommen wir ins Spiel! Uns hat sich die Möglichkeit ergeben von jedem dieser beiden Fässer 48 Flaschen zu sichern, welche wir natürlich genutzt haben.
Dies ist eine absolut einmalige Gelegenheit auf zwei fassstarke Single Cask Abfüllungen der Nantou Distillery!!  Dies ist außerdem das erste Single Cask eines Virgin Oak außerhalb Taiwans.

Jetzt verbindlich vorbestellen, pro Abfüllung sind 48 Flaschen vorhanden.
Lieferung ab Anfang Februar.

Concerto Op.1 : Cattleya Orchids

Omar Single Malt Whisky
57.9%
Bourbon Cask
30.06.2014-03.02.2020

0,7l 229€ (327,14€/1l) zzgl. Versand

Hier geht es zum Whisky im Shop

Notes:

The Bourbon single cask from Nantou is golden amber in colour, full of perfume, ripe stone fruit, mixture of caramel cake with oriental spices and incenses characters.
Soft but complex, delicate but elegant with long finish. Fruity, sweet yet not luscious. Charming and appealing whisky.

Concerto Op.2 : Murraya Paniculata cv.

Omar Single Malt Whisky

55.9%

Virgin Oak Cask

13.11.2015-04.02.2020

0,7l 229€ (327,14€/1l) zzgl. Versand

Hier finden Sie den Whisky im Shop

Notes:

The tawny coloured virgin oak casked whisky has fresh fruit in the top layer with subtle sandalwood and agarwood at the back, opulent stone fruit matches perfectly with sweet spices.
A long-drinkable, energetic whisky that can spend time with, and it is somewhat matured- more mature then its actual age. The masculine style is pretty different from the elegant soft Op. 1.

Serge verkostet: Whisky weltweit, Teil 5

Auch in der letzten Woche des Jahres geht die Weltreise von Serge Valentin auf Whiskyfun weiter – diesmal in fünf Länder, die er anhand ihrer Whiskys besucht: Frankreich, England, Taiwan, Australien und die USA. Diesmal hat die taiwanesische Nantou-Destillerie mit 90 Punkten die Nase vorne, allerdings muss sich kein Land in diesem Quintett für den dort produzierten Whisky verstecken.

Aber sehen Sie selbst, hier die Whiskys der Verkostung und ihre Punktewertungen:

Glann ar Mor 2007/2020 (57.7%, La Maison du Whisky, Version Française, France, 1st fill bourbon barrel, cask #13128, 184 bottles)86
Cotswolds ‘Small Batch 20 rue d’Anjou’ (60.8%, OB for LMDW, 480 bottles, 2020)87
Nantou ‘Omar’ 2014/2018 (56%, OB, Taiwan, Hotmalt, the Keeper Richard’s Choice II, cask #10841117, 210 bottles)90
Sullivan’s Cove 10 yo (67.3%, Artist by La Maison du Whisky, Australian tawny, cask #TD0305, 336 bottles)88
Heaven Hill 10 yo 2010/2020 ‘Corn Whiskey’ (59.3%, Artful Dodger Collective, USA, Port pipe, cask # 152726, 2020)86

Und fürs Stimmungsbild des Artikels haben wir heute die Cotswolds Distillery ausgesucht – in der gleichnamigen, bezaubernd pittoresken englischen Gegend bei Stratford-upon-Avon gelegen…