Am Wochenende wird der Zustrom der Produktneuheiten und Firmennachrichten immer etwas geringer. Da bleibt in der Redaktion auch mal Zeit, sich etwas mehr um grundsätzlichere und weiter gefasste Themen umzusehen. Und so ein Thema haben wir heute in der Badischen Zeitung gefunden: „Schottlands Moore sind gut für den Whisky und das Klima“ beschäftigt sich mit den Mooren in Schottland – sei es nun auf Islay oder auf dem Festland – und beleuchtet, warum Moore nicht nur für die Whiskyproduktion Bedeutung haben. Hier ein Auszug:

Dabei ist der Schutz der wassergetränkten Böden in den Zeiten des Klimawandels umso dringlicher: Denn das Moor ist ein ausgezeichneter Kohlendioxid-Speicher. Werden die Feuchtgebiete entwässert, kommt Sauerstoff an den Torf; dadurch wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Und das über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg, solange wie das Moor entwässert bleibt. Schätzungen besagen, dass derzeit 500 000 Quadratkilometer Moore trockengelegt sind, die jährlich zwei Gigatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben. „Das bedeutet, dass 0,3 Prozent der globalen Landfläche verantwortlich sind für fünf Prozent der weltweiten menschengemachten CO2-Emissionen“, sagt Hans Joosten, Leiter der Arbeitsgruppe Moorkunde und Paläoökologie (das ist die Wissenschaft von den Ökosystemen der Erdgeschichte) der Universität Greifswald.

Im Artikel geht es weiters auch darum, was man in Deutschland für die Erhaltung und Renaturalisierung der Moore tut. Wer also einmal ein wenig über den Rand des Whiskyglases hinausblicken will, der findet hier recht ansprechende Lektüre.

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