Vor einiger Zeit kündigte Diageo an, 105 Stellen in schottischen Abfüllanlagen zu streichen und die Arbeit nach Italien oder die USA zu verlegen (wir haben hier darüber berichtet). Nun hat, als Reaktion darauf, die Gewerkschaft eine Kampagne namens „Save our Scotch“ lanciert, um dieser Entwicklung generell Einhalt zu gebieten. Die Kampagne verlangt, dass aller Scotch auch in Schottland abgefüllt werden muss.

Hintergrund: Single Malt MUSS in Schottland abgefüllt werden, um sich Scotch Single Malt zu nennen (nahezu die gesamte Wertschöpfungskette muss im Land passieren). Bei Blends ist das anders – die können in Mengen ins Ausland transportiert und dort dann abgefüllt werden – der Inhalt bleibt dennoch Scotch.

Das Argument der Gewerkschaft: Mit einem Verbot des Massenexportes würden Jobs in Schottland bleiben, und die Qualitätskontrolle wäre besser gesichert.

Die Scotch Whisky Association kritisiert die Kampagne sehr scharf – mit so einer Regelung, so das Argument der SWA, würde man die Wettbewerbsfähigkeit der schottischen Whiskyindustrie beschädigen und Wachstum unterminieren. Ein Verbot, Whisky auch in Massenbehältnissen zu exportieren, würde zudem gegen EU-Recht verstoßen und den Handel mit langjährigen Partnerländern sabotieren.

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