Die Empörung war groß, als um dass Jahr 2020 die weltweite Whisky-Szenen-Welt thematisierte, dass Whisky aus Japan nicht Japanischer Whisky sein könnte (wir berichteten). Denn, was die Whisky-Szene aus beispielsweise Schottland, Irland und den USA gewohnt war, traf bei Whisky aus Japan nicht zu. Dort gab es nicht die restriktiven Herstellungs-Vorschriften, wie es die Szene aus den zuvor aufgeführten Ländern gewohnt war und noch immer ist. Dass um das Jahr 2020 gerne innerhalb unterschiedlicher Diskursen verwendete Schlagwort „Transparenz“ fand auch hier seine Verwendung.
Die Japan Spirits & Liqueurs Producers Makers Association reagierte augenblicklich. Die Organisation präsentierte schon Anfang 2021 ein Regelwerk, welches die Anforderungen formuliert, die ein japanischer Whisky erfüllen muss, um als japanischer Whisky deklariert werden zu können (wir berichteten). Die Marke „Japanischer Whisky“ soll auch noch als geografische Herkunftsbezeichnung eingetragen und geschützt werden. Letztes Jahr stellte die JSLMA zusätzlich noch ein Logo vor, das auch als Qualitätssiegel für japanischen Whisky dienen sollte und noch soll (auch hier berichteten wir).
Seit dem 1. April 2026 dürfen die Mitglieder der JSLMA das Logo der Organisation für Japanischen Whisky auf ihren Flaschenetiketten verwenden. Und wie Whiskey Richard für seinen Blog Nomunication recherchiert hat, ist bis jetzt die Sakurao Distillery die einzige, die dieses Logo verwendet. Andere Mitglieder werden, wie er schreibt, das Logo „bald“ einführen – Gerüchten zufolge sei Nagahama als Nächstes an der Reihe.
Warum dieses Logo bis jetzt nicht den möglicherweise wie gewünscht Anklang und Verwendung findet: Nicht alle Hersteller von echtem japanischem Whisky sind JSLMA-Mitglieder. Und die Verwendung des Logos ist den Mitgliedern vorbehalten. Demnach gibt es also zusätzlich auf dem Markt momentan auch Abfüllungen mit echtem japanischem Whisky, der als solcher allerdings nicht auswiesen ist. Hilfreich wäre hier eine Gesetzes-Änderung, wie Richard bemerkt. Daran wird gearbeitet. Doch bis hier ein Ergebnis vorgestellt wird, dauert es noch. In seinem Beitrag „Japanese Whisky law: The National Tax Agency is working on it“ stellt Richard die Tücken, Hindernisse und Hürden vor, die solch ein Gesetz meistern muss.
















