Für die zu Bacardi gehörende Highland-Brennerei Royal Brackla gilt, was für recht viele schottische Malt-Brennereien gilt. Das Destillerie eigene Portfolio gestalten die jeweiligen Eigentümer recht schmal. So ergibt sich hier für unabhängige Abfüller die Möglichkeit, Qualitäten und Potentiale dieser Brennereien mit ihren eigenen Bottlings herauszuarbeiten.
Dass solche Indie-Abfüllungen nicht automatisch und zwangsläufig jeden und jede begeistern müssen, zeigte die heutige Verkostung auf Whiskyfun. Kann der 11 Jahre alte Royal Brackla von Watt Whisky noch begeistern, findet Serge Valentin für den ein Jahr jüngeren Malt der Brennerei von Fragrant Drops weniger lobende Worte. Doch hier lohnt sich ein Blick auf das „Kleingedruckte“. Der unter dem Namen Cawdor Springs abgefüllte Whisky reifte in einem „fresh Margaux barrique“. Ob es sich hier um ein mit Rot- oder Weiß-Wein vorbelegten Fass handelt, ist nicht zu erfahren. Und wie wir wissen, werden Serge Valentin und Whiskys aus Wein-Casks keine Freunde mehr. So verwundern uns die heutigen Benotungen nicht:
| Abfüllung | Punkte |
| Royal Brackla 11 yo 2014/2025 (57.2%, Watt Whisky, hogshead, 288 bottles) | 87 |
| Cawdor Springs 10 yo 2015/2025 (56.6%, Fragrant Drops, matured in a fresh Margaux barrique, cask #319, 281 bottles) | 78 |
















