Donnerstag, 01. Dezember 2022, 17:47:20

Betrug mit Investitionsplan in seltene Whiskys und Weine verursacht 13 Milllionen Dollar Schaden in den USA

Bei Anlagebetrug haben die Täter einen mächtigen Verbündeten: Die Hoffnung der Opfer auf den schnellen Gewinn

Wo Geld ist, sind Betrüger nicht weit: Die weltweit starke Nachfrage nach Anlageplänen in Bezug auf rare Whiskys und seltene Weine und die damit verbundenen Hoffnungen auf das schnelle Geld haben dazu geführt, dass sich zwielichtige Firmen mit dubiosen Methoden an das Geld von investitionswilligen und dabei gutgläubigen Menschen rund um den Globus heranmachen.

So geschehen zum Beispiel in den USA, wo sich drei in London gegründete Firmen über Telefon an potentielle Opfer heranmachten und ihnen hohe Renditen für Investitionen in Whisky und Wein versprachen. Dass weder die Opfer noch die Täter viel Ahnung vom Metier hatten, kann man aus der Tatsache ersehen, dass unter den angebotenen Investmentflaschen sich ein Craigellachie 2017 befand – so zumindest der Bericht in Cleveland.com, auf den wir uns hier beziehen.

Das FBI, das auf die Machenschaften aufmerksam wurde, konnte einen der Tatverdächtigen bei seinem Besuch in den USA, um dort Kunden zu treffen, festnehmen lassen, der als „Finanzminister“ der drei Firmen, die in den Betrug verwickelt waren, agierte. Die Firmen hatten sich die Telefonnummern älterer Menschen in den USA besorgt und mit aggressiven Marketingmethoden aus 150 Opfern insgesamt 13 Millionen Dollar entlockt, einem 89-jährigen Mann aus Cleveland sogar 300.000 Dollar.

Die Methode war so alt wie sie immer wieder erfolgreich ist: Man versprach hohe Renditen (manchen Opfern suggerierte man, sie könnten ihr Investment in drei Jahren verdoppeln) oder winkte mit exklusiven Einladungen zu einer Investorenparty in Schottland, wenn man noch mehr Geld investiere. Als die ersten Investoren dann Geld zurückhaben wollten, wurden sie immer wieder vertröstet – bis das ganze System dann aufflog.

Keiner der Investoren hat sein Geld zurückerhalten, und es steht auch zu befürchten, dass das trotz der Festnahme so bleiben wird. Allerdings konnte das FBI noch rechtzeitig einige der Opfer informieren und sie dazu bringen, die Schecks, die kürzlich ausgestellt wurden, zu canceln. Damit konnten über 450.000 Dollar vor dem Zugriff der Betrüger gerettet werden.

Manche Träume sind einfach zu schön, um wahr zu sein – vor allem, wenn es um Geld geht…

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