Am Donnerstag am Abend wurde publik, dass Pernod Ricard (Besitzer von Glenlivet, Jameson und Chivas Regal, um nur einige zu nennen) Überlegungen anstellt, Brown-Forman, die Muttergesellschaft von Jack Daniel’s und Destillerien wie Benriach, Glendronach und Glenglassaugh zu übernehmen oder einen Merger zu versuchen. Laut Bloomberg TV, deren Video sie hier sehen können, sind die Gespräche in einem sehr frühen Stadium und können deshalb natürlich auch scheitern – aber allein der Umstand, dass ein Kauf/Merger angedacht und zumindest im Ansatz in gemeinsamen Gesprächen diskutiert wird, lässt aufhorchen.

Offiziell haben die beiden Unternehmen die Berichte weder bestätigt oder dementiert, aber die Börsen reagierten auf die Nachrichten sehr heftig: Nach Nach Bekanntwerden der Gespräche stiegen die Aktien von Brown-Forman zeitweise um bis zu 21 %, während die Papiere von Pernod Ricard in Paris Verluste von fast 6 % verzeichneten. Der Handel mit Aktien von Brown-Forman musste sogar zeitweilig ausgesetzt werden.

Das Ganze geschieht in einer Situation, in der die Branche mit einem Abschwung und veränderten Konsumgewohnheiten kämpft. Ein Zusammenschluss zwischen Pernod Ricards als der weltweiten Nummer zwei und dem führenden US-Hersteller von Whiskey würde da eine Möglichkeit bieten, gemeinsam effizienter die Märkte zu bearbeiten. Zudem ist Pernod Ricard im amerikanischen Whiskey mit Rabbit Hole und Smooth Ambler eher eine Randbemerkung (auch wenn die Qualität dieser Whiskys ausgezeichnet ist), sodass eine Vereinigung auch im Portfolio Sinn hätte.
Nachtrag 09:15: Mittlerweile hat Brown-Forman die Gespräche mit Pernod Ricard offiziell bestätigt.















