Morgen wird der Reformationstag gefeiert, und die Verbindung von Whisky, dem katholischen und später dem evangelischen Glauben ist (nicht nur) in Schottland enger als man auf den ersten Blick annehmen will. Es waren die Mönche, die die Kunst des Destillierens auf die Insel brachten, und es war ein schottischer Reformator, der – ungewollt – Whisky zu einem Nationalgetränk machte.

Wie und warum, das beleuchtet domradio.de in einer Mitschrift eines kurzen Interviews mit dem Theologen und Whiskykenner Wolfgang F. Rothe. Hier die letzte Frage aus der Mitschrift:

domradio.de: Stoßen Sie am Reformationstag auf John Knox an?

Rothe: John Knox ist jemand, der es durchaus verdient hat. Er hatte den netten Beinamen „Killjoy“, weil er alles verdammt hat, was Freude bereitet: Musik, Tanz, Theater und natürlich auch jede Form von Genuss. Ausgerechnet er hat einer inzwischen weltweiten Genusskultur den Weg bereitet. Das finde ich schon einen Grund, darauf anzustoßen.

Lindores Abbey, die Geburtsstätte des schottischen Whiskys. Bild von Bubobubo2, GNU-Lizenz