Wenn die Nachrichten nicht so Schlag auf Schlag kommen wie in den Herbstmonaten, zu Beginn der Hochsaison für Whisky, kann man auch einmal einen Blick auf die weniger prominenten, aber nicht minder interessanten Berichte rund um das Wasser des Lebens werfen.

So ein Bericht ist vor kurzem in Farmers Weekly erschienen – er erzählt von einem Zusammenschluss lokaler Farmen, die sich auf die Belieferung der Destillerie Aberlour konzentrieren. Man macht das aus guten Gründen: Einerseits hat man einen lokalen Kunden, mit dem man gut interagieren kann, andererseits erhofft man, in jenen Zeiten, in denen die Whiskyindustrie möglicherweise wieder einen Abschwung erfährt, so wie vor 30 Jahren, durch die Verbundenheit mit der örtlichen Brennerei einen Wettbewerbsvorteil zu haben. 40 Farmer liefern ihr Getreide an die Crisp Maltings in Portgordon, und diese beliefert zu 100% die Destillerie Aberlour.

By BraveheartOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Im Artikel geht es um die Familie von Ian Green, der seit 1962 Gerste anbaut und um Frank Thomson und seine Farm. Man gewinnt Einblick in die Struktur der Farmen und erfährt zum Beispiel, dass die in den letzten Jahren bevorzugte Sorte Concerto durch die Neuzüchtung Laureate ersetzt wird, die noch mehr Ertrag bringt. War im Vorjahr noch je die Hälfte des Anbaus Concerto und Laureate, so hat man in diesem Jahr nur mehr Laureate ausgesät.

Der Unterschied im Ertrag ist deutlich: Bei Concerto war die Ernte 6.25t pro Hektar, mit Laureate sind es 6.9 bis 7.5 Tonnen.

Insgesamt ein recht lesenwerter Artikel.

Gerste in Nahmaufnahme. Photo by Cambridge Brewing Co. on Visualhunt / CC BY-ND