Samstag, 13. Juli 2024, 07:55:14

Glenfiddich launcht in München die Archive Collection mit Glenfiddich 1990 Single Cask exklusiv für Deutschland

Ein Bildbericht von der Präsentation des deutschlandexklusiven Glenfiddich 1990 - mit unseren Tasting Notes

Am 26. Juni lud Glenfiddich nach München ins Restaurant des Rosewood Hotels – aus einem ganz besonderen Anlass: Die Speyside-Brennerei stellte dort ihr Single Cask für Deutschland im Rahmen der Archive Collection vor – einen Glenfiddich 1990 33yo in Fassstärke (57,2% vol. Alkoholstärke) und einen recht kleinen Auflage von 146 Flaschen (+2 Flaschen, die bei der Familie Grant, den Besitzern von Glenfiddich verbleiben).

Präsentiert wurde der Whisky von Brand Ambassador Markus Heinze, der zum Whisky auch einiges über das Jahr erzählte, in dem er gebrannt wurde – das Jahr der deutschen Wiedervereinigung und dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM. Zudem gab es auch eine kurze Zusammenfasung des Jahres zum Nachhören – stilgerecht auf einem Walkman von Kassette.

Passend dazu wurde ein Menü serviert, das von der Zeit damals inspiriert wurde, aber durch Elemente der modernen Küche raffiniert ergänzt. Weder die Rinderroulade noch ein Schwarzwälder Kirschdessert durften dabei fehlen.

Zurück aber zum Whisky. Die Bottlings der Archive Collection haben einen besonderen Hintergrund: Man kann sie durchaus als “Familienfässer” der Familie Grant bezeichnen, die jeweils am 2. Weihnachtstag aus alter Tradition dem Brennvorgang beiwohnt, der ja zum ersten Mal überhaupt in den Weihnachtstagen 1887 stattfand. Die an diesem Tag abgefüllten Fässer werden besonders kuratiert, und die besten davon dann als Archive Collection in ausgewählten Märkten veröffentlicht.

Der Glenfiddich 1990 reifte 33 Jahre lang in einem Refill-Bourbonbarrel. Dass man sich für ein bereits benutztes Fass entschieden hat, war ein kluger Schachzug, gab es dem Spirit doch die Möglichkeit, seine eigenen Qualitäten nicht unter zu starkem Holzeinfluss verstecken zu müssen. Diese perfekt hergestellte Balance zwischen Holz und Spirit hat sich mehr als ausgezahlt:

Der Glenfiddich 1990 exclusively for Germany besticht schon auf den ersten Eindruck durch eine dichte, intensive aber niemals spitze Nase, die noch dazu in ihren Nuancen immer wieder leicht changiert und dadurch stets interessant bleibt. Hinter den in den offiziellen Tasting Notes beschriebenen Schichten von Eiche und Kräutern finden wir auch einen nussigen Ton, der der Nase eine weiche Wärme verleiht, in die sich immer wieder die für Glenfiddich so typische Minze einwebt.

Am Gaumen ist der Glenfiddich 1990 dann mit sehr viel Kraft ausgestattet, dabei aber vor allem ölig und buttrig. Die Süße des Malzes vermengt sich mit Eichentönen zu einem breiten Mundgefühl, das alten, gut gereiften Whiskys vorbehalten bleibt. Die Tannine, die man sich bei einem Whisky dieses Alters erwartet, lassen den anderen Aromen ausreichend Zeit und zeigen sich erst später.

Das Finish ist eine elegante Fortsetzung der zuvor in der Nase und am Gaumen gewonnenen Eindrücke, auch hier wird der mit 57,2% doch recht hohe Alkoholgehalt (übrigens der höchste der Glenfiddich Archive Collection) niemals dominant, sondern fungiert als Träger der Aromen, die sich nicht und nicht verflüchtigen wollen.

Ab sofort ist der Glenfiddich 1990 Archive Collection für den deutschen Markt im ausgewählten Fachhandel verfügbar. Sein Preis von 3.599,99 Euro schränkt die potentielle Käufergruppe natürlich ein – leider, muss man sagen, nachdem man ihn verkostet hat, denn er hätte sich ein breites Publikum verdient. Aber so ist das nun einmal mit Raritäten, die noch dazu einen besonderen Hintergrund haben – ihre Seltenheit und ihre Marktpositionierung machen einen Teil ihres Reizes aus. Uns “Normalverdienern” bleiben aus der Speyside-Destillerie Glenfiddich ja noch genügend andere genießenswerte Abfüllungen…

Anbei noch eine Galerie mit offiziellen Fotos vom Event (Bilder: Max Rankl) – alle Bilder oben (c) Whiskyexperts.

Im Sinne des transparenten Journalismus geben wir bekannt, dass Glenfiddich für die Übernachtungskosten in München aufgekommen ist. Das Unternehmen hatte selbstredend keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

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