Die Kentucky Distillers’ Association (KDA) hat gezählt und gerechnet, und präsentiert beeindruckende Zahlen: Zur Zeit lagern mehr als 8,5 Millionen Fässer in Kentucky. Dies entspricht in etwa zwei Fässer pro Einwohner des Bundesstaates. Und man muss lange zurückgehen in der Bourbon-Geschichte des Staates Kentucky, um eine ähnlich hohe Menge zu finden. Im Jahr 1968 lagerten letztmals mehr Fässer Bourbon in den Warehouses Kentuckys.

Mehr als 2,1 Mio. Fässer Bourbon wurden alleine im vergangenen Jahr befüllt. Der steuerlich festgelegte Wert aller lagernder Fässer liegt derzeit bei 3,4 Mrd. USD und ist damit doppelt so hoch wie 2009. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Brennereien verdreifacht. Und laut Kentucky Distillers’ Association ist die Bourbon-Produktion seit der Jahrhundertwende um mehr als 350% gestiegen.

Bei allen zu vermeldenden Rekorden gibt es für die KDA auch Grund zu klagen. Einerseits ist das Brennen in Kentucky das am höchsten besteuerte Gewerbe in Kentucky. Die Brennereien zahlen in diesem Jahr den Rekordbetrag von 25 Millionen US-Dollar an Fasssteuern. Und anderseits setzen den Brennern natürlich der EU-Zoll von 25% für US-Whiskey zu. Seit der Einführung dieser Zölle ging der Umsatz um fast 21% bei den amerikanischen Whiskyexporten zurück. Die EU-Exporte, die ein durchschnittliches Wachstum von 38% verzeichneten, sind bis August gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1% zurückgegangen, stellte der KDA fest.