Exklusiv: Whiskyexperts zu Besuch in der Paul John Distillery (Teil 2 – 20 Bilder, 5 Videos)

Indien ist dank seiner enormen Anzahl an Bewohnern nicht nur einer der wichtigsten Märkte für Whisky (auch wenn sich das Land durch enorme Importzölle weitgehend von der restlichen Whiskywelt abschottet und auf Selbsterzeugtes setzt), mittlerweile haben sich einige indische Brennereien auch einen Namen im Ausland gemacht. Dazu gehört ganz zweifelsohne auch die Paul John Distillery an der Westküste Indiens, die seit 2009 Single Malt erzeugt und mit ihren Produkten zahlreiche Preise gewinnen konnte.

Im Hintergrund das Besucherzentrum der Paul John Distillery, davor eines der beiden oberirdischen Lagerhäuser, in die wir noch gelangen werden. Bild © Whiskyexperts

Wir haben uns daher im April auf die Reise gemacht und die Brennerei besucht. Im ersten Teil unseres Berichtes (sie finden ihn hier), haben wir uns mit Master Distiller Michael D’souza schon einiges in der Brennerei angesehen und das für Sie dokumentiert.

Wir sind bei der Anlieferung des Getreides dabei gewesen und haben uns die Mühle und den  Still Room näher angesehen und von Michael einiges dazu näher erklären lassen.

Im Still Room mit dem Spirit Safe. Bild © Whiskyexperts
Michael D’souza, Master Distiller, vor dem einzigen Monitor, den wir im Produktionsablauf gesehen haben. Bild © Whiskyexperts

Aber unser Wissensdurst in Sachen Destillation war noch nicht ganz gestillt, deshalb haben wir Michael noch einige Fragen gestellt:

Nun verlassen wir das Still House und begeben uns zu einem der beiden oberirdischen Lagerhäuser, in dem jeweils 6200 Fässer lagern können.

Eine Whiskydestillerie und Palmenblätter bekommt man selten gemeinsam aufs Bild. Bild © Whiskyexperts

Insgesamt hat die Brennerei drei Lagerhäuser: Eines im Keller des Besucherzentrums (das Älteste) und zwei mit einer Höhe von 15 Metern vor dem Still House, wovon das zweite der Lagerhäuser erst vor einem halben Jahr fertiggestellt wurde.

Blick vom Besucherzentrum zurück auf die Fronten der Warehouses. Bild © Whiskyexperts

Im Inneren lagern die Fässer, allesamt ex-Bourbonfässer und zumeist, wie Michael D’souza erzählt, aus der Buffalo Trace Distillery. Fast alle davon sind in stählernen Regalen verstaut – von dort werden sie auch bis zur Entleerung nicht mehr bewegt. Nur einige wenige sind vor den Racks am Boden verstaut.

Fässer in der Paul John Disttillery. Bild © Whiskyexperts
Fässer in der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts

Michael erzählt uns über die Besonderheiten der Lagerung hier in Goa:

Noch einmal betont Michael, dass bei der Reifung hier in Indien ein Jahr vier Jahren in Schottland entspricht und sich der Whisky in den Fässern nach der Lagerung je nach Lagerhöhe massiv voneinander unterscheidet. Man brauche für den Whisky, der ja nicht nach Alter, sondern nach Geschmacksprofil komponiert wird, unterschiedliche Ausprägungen. Das sei auch ein Grund, warum man hier die Fässer nicht aufeinander stapelt, sondern eigentlich jedes einzeln zugänglich sein muss.

Die Fässer in den Racks. Bild © Whiskyexperts

Wir gehen in das zweite Warehouse, das noch nicht vollständig, aber doch schon merklich mit Fässern befüllt ist.

15 Meter hoch mit 13 Etagen sind die Lagerhäuser. Hier das erst unlängst fertiggestellte zweite oberirdische Lagerhaus. Bild © Whiskyexperts

Hier erfahren wir von Michael noch eine Besonderheit der Lagerung, die mit dem indischen Klima zu tun hat: Bei einer Luftfeuchtigkeit von 65% trocknet das Holz nicht aus, und daher kann es auch zu keinen undichten Fässern kommen (auch ein Grund dafür, dass man die Fässer nach der Einlagerung nicht bewegen muss). Im Gegenzug ist natürlich die Verdunstung (Angels‘ share) hier ungleich größer und kann bis zu 8-10% pro Jahr betragen.

Auch die Spezialisierung auf Bourbon Casks in den oberirdischen Lagerhäusern (andere Fässer findet man im Kellerlager, das wir danach besuchen) hat ihren Grund:

Nun geht es für uns zurück ins Besucherzentrum, und dort ins Untergeschoss. Hier, im ersten Lagerhaus der Brennerei, finden sich unter den ca. 4000 gelagerten auch die ausgefalleneren Fässer: Sherry, Port und ex-Weinfässer. Der Whiskyduft, der uns hier entgegenschlägt, ist fast wörtlich atemberaubend.

Im Keller unter dem Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts
Weitere Fässer unter dem Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts

Der Master Distiller zeigt uns die ältesten Fässer der Brennerei – die knapp zehn Jahre, die sie hier schon liegen, entsprechen in Schottland knapp 40 Jahren an Reifung.

Einige der ältesten Fässer der Brennerei. Bild © Whiskyexperts

Bevor er zur Verkostung im eigenen Verkostungsraum geht (mehr dazu im Beitrag morgen), gehen wir wieder nach oben ins Besucherzentrum.

Der Eingang zum Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts

Es ist großzügig und luftig angelegt, wie unser kleiner Rundschwenk deutlich zeigt:

 

Trotz der Außentemperaturen herrscht hier ein absolut angenehmes Klima, nicht zuletzt auch wegen des riesigen Deckenventilators mit mehreren Metern Durchmesser, der für einen sanften Luftzug sorgt.

Der Ventilator des Besucherzentrums. Bild © Whiskyexperts

Hier präsentiert man stolz die Produkte und die Auszeichnung für diese – und deren Menge ist für die eigentlich noch recht kurze Geschichte der Brennerei beeindruckend.

Star ist – natürlich – der Whisky, der hier erzeugt wird. Bild © Whiskyexperts
Flaschenpyramide. Bild © Whiskyexperts
Einige der Auszeichnungen, die man in Indien gewonnen hat. Bild © Whiskyexperts
Die internationalen Preise für Paul John Whiskys. Beeindruckend. Bild © Whiskyexperts
Aus der Trophäensammlung bei Paul John. Bild © Whiskyexperts

Zum Abschluss unseres Destilleriebesuches gehen wir mit Michael D’souza noch in den Verkostungsraum des Besucherzentrums. Hier erhalten die Gäste einen Überblick über die verschiedenen Whiskys der Destillerie – für uns aber hat Michael etwas ganz Besonderes vor: Neben zwei der bereits erschienenen Bottlings dürfen wir auch drei brandneue Whiskys verkosten, die noch nicht erhältlich sind und zum Teil erst Ende des Jahres erscheinen werden. Davon dann morgen – aber eines dürfen wir heute schon verraten: Auf diese drei neuen Abfüllungen dürfen Sie sich freuen. Sehr.

Ein Blick in den Tasting Raum des Visitor Centers. Bild © Whiskyexperts

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Goa wurde von der Paul John Distillery teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

Serge verkostet: Lagavulin im Viererpack

Vier verschiedene Abfüllungen aus der Destillerie Lagavulin im Süden Islays sind heute bei Serge Valentin in der Verkostung zu finden – unter anderem der Lagavulin 12yo aus den aktuellen Special Releases, und der Lafavulin 9yo aus der Game of Thrones Serie.

Auch wenn der GoT-Whisky gut und der 12 Jahre alte Lagavulin hervorragend bewertet werden, so sind die Gewinner doch die beiden anderen. Der Lagavulin 1988 von Samaroli und 21yo Select Cask für Europa teilen sich dabei die Krone.

Hier die Wertungen der Verkostung:

  • Lagavulin 9 yo ‘Game Of Thrones House Lannister’ (46%, OB, 2019): 82 Punkte
  • Lagavulin 12 yo 2005/2018 (57.8%, OB Special Releases): 90 Punkte
  • Lagavulin 1988 (56%, Samaroli, 324 bottles, +/-2000): 92 Punkte
  • Lagavulin 21 yo 1997/2018 (56.6%, OB, Select Cask for European Lagavulin Fans, European oak, cask #001, 158 bottles): 92 Punkte
Lagavulin. Bild © Diageo

Jetzt gewinnen: 2x The GlenDronach Original Aged 12 Years + The BenRiach Aged 10 Years

Nur noch diese Woche haben Sie noch die Chance, bei unserem aktuellen Gewinnspiel mitzumachen – und wer würde unsere beiden Preise nicht gewinnen wollen? Diesmal haben wir, dank unseres Partners Brown-Forman Deutschland, je zwei Sets, bestehend aus einem The GlenDronach Original Aged 12 Year aus den Highlands und einem The BenRiach Aged 10 Years aus der Speyside für Sie – zwei Whiskys, die wirklich ausgezeichnete Repräsentanten ihrer Regionen sind. Alles, was Sie wissen müssen, um eines der beiden Sets zu gewinnen, finden Sie nachstehend in den von Brown-Forman übermittelten Beschreibungen unserer Preise:

Glendronach Distillery

Seit dem 1. Januar 2019 erweitern die prämierten Scotch Single Malts The GlenDronach Original Aged 12 Years und The BenRiach Aged 10 Years das Portfolio von Brown-Forman Deutschland, kunstvoll komponiert von Master Blenderin Rachel Barrie.  Beide Single Malts werden in der 0,7-l-Flasche in hochwertigen Geschenkverpackungen angeboten, The GlenDronach Original Aged 12 Years zur unverbindlichen Preisempfehlung von 39,99 Euro, The BenRiach Aged 10 Years zu 35,99 Euro (UVP).

The GlenDronach Original Aged 12 Years

Der in Handarbeit hergestellte The GlenDronach Original Aged 12 Years reift 12 Jahre in feinen Pedro Ximénez- und Oloroso Sherry-Fässern aus dem spanischen Andalusien. Die in den schottischen Highlands gelegene Destillerie ist vor allem für ihre langjährige Expertise der Whisky-Reifung in Sherry-Fässern bekannt und produziert eine Reihe von Single Malts. Noten von sanfter Vanille und weichen Früchten sowie ein unvergesslich nussiger Abgang zeichnen den nicht kalt-gefilterten, in seiner Farbgebung zu 100 Prozent natürlichen Whisky aus der 1826 gegründeten GlenDronach Destillerie aus.

Glendronach im Sommer. Bild: Glendronach Distillery

The BenRiach Aged 10 Years

The BenRiach Aged 10 Years reift 10 Jahre in Bourbon-, Sherry- und neuen Eichenfässern. Dadurch erhält der Whisky seine ungewöhnliche Komplexität und Ausgewogenheit. Er ist nicht kalt-gefiltert sowie in seiner Farbgebung zu 100 Prozent natürlich. Die im Norden von Speyside liegende, über 120 Jahre alte BenRiach Destillerie zeichnet sich seit jeher durch eine kreative und unkonventionelle Whisky-Destillation und vielseitige Fassreifung aus. So werden die Maischbottiche beim Mälzen beispielsweise viermal mit frischem heißen Wasser befüllt, anstatt – wie bei den meisten anderen Destillerien üblich – nur dreimal.

BenRiach Distillery

Auch die Natur trägt zum unkonventionellen Charakter der BenRiach Whiskys bei: das aus der Tiefe der Erde bezogene, besonders mineralreiche Wasser bereichert die Whiskys mit einer erfrischenden Zitrusnote. Das Aroma vereint Obstgartenfrüchte, Ingwer, Vanille und einen Hauch von Zitrus, der Abgang ist langanhaltend mit viel Eiche und Gerstenaroma und angenehm süß.  

BenRiach distillery, Elgin. photographs/Peter sandground©2009

Und so gewinnen Sie die 2 Sets mit dem The Benriach 10 und dem The GlenDronach 12:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie heißt die Master Blenderin von Glendronach und Benriach?

a) Rachel Barrie
b) Halle Berry

Kleine Hilfe: Einfach diesen Text hier aufmerksam lesen 😉

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Whisky“!

3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.

Unter allen richtigen Antworten mit dem richtigen Betreff, die uns bis 12. Mai 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die zwei Gewinnerinnen oder Gewinner der Preise und geben sie am 13. Mai 2019 bekannt. Die Gewinne werden danach durch Brown-Forman Deutschland versendet.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Whisky“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 12. Mai 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinnerinnen/die Gewinner werden am 13. Mai 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Brown-Forman Deutschland und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Pakete erfolgt durch Brown-Forman Deutschland. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Glendronach Distillery

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (126)

Zum mittlerweile 126. Mal können wir Ihnen die Whiskyvideos und Podcasts der Woche vorstellen, in denen wir jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ bringen, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In Folge Nummer 125 haben wir zwei Podcast und neun Videos für Sie vorbereitet:

Barrels & Casks – Mackmyra 2013/2018 Oloroso

Hier geht es zum Podcast

Feuilletöne – Tomatin 11 SC

Hier geht es zum Podcast

Malt Mariners – Amrut Portonova

Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Flora & Fauna Blair Athol 12 

Whisky & Vinyl – Jura 2000/2019 „Malts of Scotland“

Malte & Marc Talks Malts – Glenfarclas „Team“

Pat Hock – Glengoyne Legacy Chapter One

Whisky Club – Highland Park Twisted Tattoo

Whisky Evening – BenRiach 35yo

Whisky Dodo – Glendronach Grandeur Batch 10 

Whisky Babbler – Glen Scotia Campbeltown Festival 2019 Rum Finish

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: Whiskyexperts Classics – Ein Rundgang durch die Brennerei St. Kilian

Für unser heutiges Sonntagsvideo haben wir einen unserer eigenen Filme ausgesucht – weil er einen sehr aktuellen Bezug hat: In einer Woche, am 12. Mai, stellt die Brennerei St. Kilian in Rüdenau nach drei Jahren Wartezeit nach der ersten Produktion ihren ersten Whisky der Öffentlichkeit vor. Wir werden natürlich über diesen ersten Whisky berichten – und zur Einstimmung für Sie haben wir die Videoreportage von unserem Besuch dort vor eineinhalb Jahren vorbereitet.

In diesem knapp halbstündigen Video interviewen wir den Master Distiller Mario Rudolf und begleiten ihn auf einem Rundgang durch die gesamte Brennerei – von den Malzspeichern über die Verarbeitung bis hin zu den Fasslagern.

Begleiten Sie uns auf dieser Reise – und freuen Sie sich mit uns auf das, was uns in Zukunft von St. Kilian erwartet…

Fremde Federn (43): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun mehr als einem halben Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben. Was wir besonders schön finden: Sie widmen sich auch den Standards um kleines Geld – wichtig nicht nur für die, die den Whisky gerade entdecken.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Angus verkostet: Glenfiddich und Balvenie

Bei zwei Flaschen, die heute von Angus auf Whiskyfun als Samstagsvertretung von Serge Valentin verkostet, hat Glenfiddich ein leichtes Übergewicht und schafft es daher als pars pro toto auf unser Titelbild.

Wie das geht? Nun, Bottling 1 ist ein Glenfiddich (der nebenbei wenig Begeisterung hervorrufen kann, Angus bezeichnet ihn als „seelenlos“). Flasche 2 ist ein Burnside von A.D. Rattray, und weil Burnside ja die Bezeichnung für einen mit ganz wenig Glenfiddich versetzten Balvenie ist (teaspooned), ist in der Verkostung eben mehr Glenfiddich zu finden als sonstwas.

So, und nachdem wir jetzt kunstfertig Haare gespalten haben, hier die Wertungen der Verkostung von heute:

  • Glenfiddich Vintage Cask ‘Solera Vat No 3’ (40%, OB, 2018): 70 Punkte
  • Burnside 26 yo 1991/2018 (45.4%, A.D. Rattray, cask #7379, bourbon barrel): 85 Punkte
Die Destillerie Glenfiddich

Exklusiv: Whiskyexperts zu Besuch in der Paul John Distillery (Teil 1 – 24 Bilder, 5 Videos)

Wenn man vom kleinen Ort Orlim nahe des zentralen Strandabschnitts im indischen Goa mit dem Auto ca. 20 Minuten gegen Osten fährt, stößt man im Industriegebiet in Cuncolim auf ein Gebäude, das in seiner schmucken Bauweise so gar nicht zu den umliegenden Zweckbauten zu passen scheint. Was in strahlendem Gelb durch die tropische Vegetation leuchtet, ist das einladende Besucherzentrum der Paul John Distillery.

Paul John Besucherzentrum. Bild © Whiskyexperts
Neu gebaut wartet das Besucherzentrum auf die Gäste, die vor allem aus den Hotels an den Stränden Goas kommen. Bild © Whiskyexperts

Seit vielen Monaten reifte in uns die Idee, die aufstrebende Brennerei an der Westküste Indiens mit eigenen Augen zu sehen und für Sie mehr über sie zu erfahren, denn die Whiskys von Paul John erfreuen sich auch in unseren Ländern stetig steigernder Beliebtheit. Den Kontakt zur Destillerie organisierte der deutsche Vertrieb der Whiskys von Paul John, das Bremer Spirituosen Contor, die Details regelten wir danach mit der kompetenten PR-Lady der Brennerei, Asa Abraham.

Asa Abraham, PR & Corporate Communications bei Paul John, hat für uns alles rund um unseren Besuch in der Destillerie organisiert. Bild © Whiskyexperts

Nun also stehen wir hier bei 35 Grad im Schatten (der April stellt den Mitteleuropäer dort bereits auf eine harte Hitzeprobe, auch wenn das Wetter noch trocken ist) und werden freundlich von Asa und Michael D’souza, dem Master Distiller der Brennerei begrüßt.

Michael D’souza, Master Distiller Paul John. Bild © Whskyexperts

Michael begleitet uns auf den Rundgang durch die Brennerei, die wegen eines technischen Gebrechens im Boilerraum am Tag unseres Besuches für Wartungsarbeiten leider stillgelegt ist, und führt uns zunächst hinter das Besucherzentrum zu dem Platz, wo die wunderbar bunten indischen Trucks die Gerste für die Brennerei anliefern.

Ein etwas ungewohntes Außenareal für eine Brennerei… Bild © Whiskyexperts
Jeder der Trucks ist auf seine Weise ein Kunstwerk. Bild © Whiskyexperts
Das Abladen der Säcke ist Knochenarbeit – besonders bei den herrschenden Temperaturen. Bild © Whiskyexperts

Wir fragen Michael zu der Gerste, die hier angeliefert wird, und wollen über ihre Eigenschaften mehr erfahren:

Das Getreidelager. Bild © Whiskyexperts

Uns fällt auf, dass die Säcke hier eine Besonderheit aufweisen und fragen Michael dazu:

Keine Silolagerung, das Getreide bleibt höchstens eine Woche im Lager und wird durch einen inneren Plastiksack vor der hier doch stets hohen Luftfeuchtigkeit geschützt (die übrigens nicht nur Nachteile bringt, wie wir in Teil 2 unseres Reports sehen werden) – das unterscheidet die Paul John Brennerei bereits deutlich von anderen Destillerien.

Gemeinsam mit Michael D’souza, der die Brennerei hier vor knapp 10 Jahren mit aufgebaut und konzipiert hat (ein Videointerview mit ihm können Sie hier nachsehen), gehen wir nun ins Innere des Gebäudes, in den ersten Stock.

Hier oben, wenn man auf das Vordach tritt, hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Blick über die Dächer des Besucherzentrums über die Hügelkette von Goa. Bild © Whiskyexperts
Auch in Indien gibt es den Whiskypilz, der Gebäude schwarz färbt. Bild © Whiskyexperts

Drinnen lassen wir uns von Michael wieder die Anlagen erklären.

Hier noch einige fotografische Impressionen vom Silo und vom Mashtun.

Von hier wird der Mash Tun befüllt. Bild © Whiskyexperts
Der Mash Tun. Bild © Whiskyexperts
Noch eine Ansicht des Mash Tuns. Bild © Whiskyexperts

Ein paar Schritte weiter können wir schon einen ersten Blick in den Still Room, der auch die Wash Backs enthält, werfen.

Die vier Stills der Paul John Distillery
Details der Stills. Bild © Whiskyexperts
Noch ein Detail. Bild © Whiskyexperts
Ein Blick auf die Wash Backs. Bild © Whiskyexperts

Das Tabernakel jeder Brennerei ist der Spirit Safe. Natürlich konnten wir an ihm nicht vorbeigehen, ohne ihn zu fotografieren…

Der Spirit Safe der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Stills und Spirit Safe. Bild © Whiskyexperts

Miochael D’souza gibt uns einen Überblick über die Destillation bei Paul John, während wir weiter die Anlagen in Augenschein nehmen:

Bevor wir unseren Rundgang im demnächst folgenden zweiten Teil fortsetzen, hier noch einige Eindrücke aus dem Stillroom, der neben allen interessanten technischen Einrichtungen auch noch einen besonderen Ausblick bieten kann:

Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Im Still House der Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts
Brennerei mit Ausblick. Bild © Whiskyexperts

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Goa wurde von der Paul John Distillery teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

PR: Drei Matsui Single Malt Limited Editions mit Kunstmotiven

Vom Onlinehändler Whisky-Europa.de sind wir über drei Sonderausgaben des Matsui Single Malts aus der Kurayoshi Distillery informiert worden, die vor kurzem für Deutschland auf den Markt kamen.

Die Infos zu den japanischen Whiskys, die auch über einige andere Händler in Deutschland zu beziehen sind (dort erfahren Sie auch die Preise), sind in der unten aufgeführten Pressemitteilung angeführt:

Addendum der Redaktion: Nach dem Hinweis eines Lesers zwei Anmerkungen. Rechtlich dürfen sich die Whiskys zwar in Japan Single Malts nennen, produziert wird aber erst seit 2017. Und die Auszeichnung erhielten die Whiskys nicht bei den World Whisky Awards 2019, sondern bei der San Francisco World Spirits Competition. Letzteres haben wir in der PR auch jetzt umgeschrieben.


Drei limitierte Ausgaben des Matsui Single Malts aus der Kurayoshi Distillery in Deutschland erhältlich

Matsui Whisky ist ein japanischer Whisky, der von der Destillerie Kurayoshi hergestellt wird. Diese wurde 1910 gegründet und liegt in der Präfektur Tottori, nordwestlich von Kyoto am Ufer des Japanischen Meers. Tottori ist im südlichen Teil der Insel Honshu gelegen, das für seine Sanddünen, sein weiches Mineralwasser und die Fülle an Natur bekannt.

Über 14% der gesamten Landfläche der Präfektur ist als Naturpark ausgewiesen. Matsui Breweries ist auch dafür bekannt, traditionellen japanischen Sake und Shochu herzustellen. Das Whiskysortiment wurde vor kurzem bei der San Francisco World Spirits Competition ausgezeichnet worden.

Matsui Sakura Limited Edition 2019

Japan – Single Malt – 48% vol. Alk. – 0.7 Liter

Design Auflage limitiert. Der Künstler, Kikukawa Eizans, porträtiert mit „Schönheit im Kirschblütengarten“ japanische Frauen der Stärke und Anmut in seinem Ukiyo-e-Meisterwerk, dies passt hervorragend zu dem Sakura Kirschholz Fass, welches ein süßes Aroma besitzt.

Nase: Eiche, Orangenmarmelade und Walnuss Brot. Gaumen: Malzig und kraftvoll, süß. blumig, dann mit Hefe, Korn und einem Hauch Minze mit  Tabak.

Matsui Mizunara Cask Limited Edition 2019

Japan 48% vol. Alk. 0.7 Liter

Katsushika Hokusais Meisterwerk, „Sechsunddreißig Ansichten des Fuji“. In diesem klassischen Kunstwerk wird der wunderbare Berg Fuji mit in Japan beheimateten Kranichen dargestellt. Dieses ikonische Bild steht für den orientalischen Geschmack, gebildet durch das Legendäre Eichenholz Japans – Mizunara Fässer.

Vom frischen Duft der Vanillestangen mit Gewürzen in der Nase, bis zu komplexen und reichhaltigen Noten am Gaumen mit Holz, orientalischen Gewürzen und Karamell.

Matsui Peated Limited Edition 2019

Japan – Single Malt – 48% vol. Alk. – 0.7 Liter

Katsushika Hokusais Holzschnitt „Die große Welle“. Diese Abfüllung von starkem, torfigem Whisky zeigt herzhaften, rauchigen Geschmack, wie die Kraft einer Welle. Auch frisch geerntetes Getreide und Seetang sind zu erkennen.

Whisky im Bild: Aktuelle Einblicke in die Lagg Distillery auf Arran (27 Bilder)

Das Schöne am Whisky? Es ist nicht nur ein Getränk, es ist das ganze Rundherum: Das Land, die Brennereien, die Geschichte, die Menschen, die für Whisky arbeiten – und nicht zuletzt die Menschen, die sich dem Genuss des Wasser des Lebens in all den oben genannten Facetten verschrieben haben und mit ihrem Enthusiasmus wiederum die Gemeinschaft bereichern.

In diesem Sinne freuen wir uns immer, wenn wir Beiträge unserer Leser präsentieren können. Heute zum Beispiel sind es Bilder, die uns Jochen Wied von seiner Reise nach Schottland zur Verfügung gestellt hat. Es sind exklusive Einblicke in die erst kürzlich fertiggestellte und noch nicht öffentlich zugängliche Lagg Distillery im Süden Arrans. Jochen Wied konnte die Bilder anlässlich einer Einladung der Lagg Cask Society, der er angehört, am 27. April dieses Jahres aufnehmen.

Aber lassen wir Jochen selbst darüber erzählen, bevor wir Ihnen die Bilder präsentieren:

Hier ein seltener Einblick in die wunderschöne Lagg Distillery, daz diese Brennerei zwar bereits produziert, aber der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich ist. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch, das das ein oder andere am Interieur, wie zum Beispiel Teppichböden noch fehlen.

In den Lagerhäusern lagert man übrigens bereits einen Teil der Fässer aus der Lochranza Distillery.

Der New Make der Lagg Distillery schmeckt übrigens sehr vielversprechend und hat Noten von Torfrauch, Malz, frischem Gras und grünen Äpfeln.

Apropos Äpfel: Interessant fand ich, dass direkt neben der Brennerei 200 Apfelbäume gepflanzt werden. Dies bedeutet, dass wir uns bei Lagg in ein paar Jahren nicht nur auf Whisky sondern auch auf einen eigenen Cider freuen dürfen. Das ist auf jeden Fall der Plan der Verantwortlichen.

Zudem gibt es ab sofort 2 Abfüllungen von machrie Moor exklusiv bei der Lagg Distillery zu kaufen. Sie heißt Fingal’s Cut und ist in den Sorten Quarter Cask (46%) und Sherry Cask (Cask Strength) erhältlich. In Kürze kommt eine dritte Version in Form eines Rum Finishs hinzu.

Hier also die Bilder:

Am Weg zur Lagg Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die Lagg Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Parkplatz und die Warehouses. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die Lagerhäuser. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

200 Apfelbäume für die spätere Cider Produktion. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Eingangsbereich. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Ein Blick in die Eingangshalle. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Lochranza Master Distiller James MacTaggart mit Whiskyautor Dave Broom.

Distillery Exclusive Machrie Moor. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Managing Director Euan Mitchell. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Autro Gregor Adamson und Euan Shand. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Fingal’s Cut Tasting im Warehouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Fingal’s Cut Tasting im Warehouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die ersten befüllten Fässer. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Ein Blick auf die Abfüllstation. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash House und Still House in einem. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash House und Still House in einem. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Mash Tun. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Blick in den Mash Tun. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Wash Back. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die beiden Brennblasen. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Die beiden Brennblasen. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Spirit Still. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Wash Still. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Der Spirit Safe. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Master Distiller Graham Omand. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Lagg Newmake. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Serge verkostet: Glenturret (und davon vier)

Glenturret hat ja unlängst den Besitzer gewechselt (von Edrington zu Lalique). Es wird interessant zu sehen sein, wohin sich die Destillerie entwickelt (vor allem, ob man versuchen wird, die Whiskys von dort in ein gehobeneres Preissegment zu hieven). Bis das erkennbar wird, vergnügt man sich als Whiskyfreund mit vorhandenen Bottlings – so wie Serge Valentin es heute tut. Allerdings ist die vierte der verkosteten Abfüllungen heute punktelos, da Serge vermutet, sein Sample sei irgendwie verdorben gewesen. Aber schon aus diesem Grund sind die Tasting Notes interessant zu lesen ;-).

Hier die Whiskys der Verkostung und ihre Punkte oder Nichtpunkte:

  • Glenturret 12 yo 2006/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill sherry hogshead, cask # 12759, 389 bottles): 83 Punkte
  • Glenturret 14 yo 2004/2018 (55.1%, Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice for The Whisky Exchange, refill sherry hogshead, cask #18/083, 296 bottles): 87 Punkte
  • Glenturret 31 yo 1986/2018 (44.5%, Cadenhead, Single Cask, sherry hogshead, 210 bottles): 89 Punkte
  • Glenturret 23 yo (50.7%, Artful Dodger Whisky Collective, cask #618): Kein Punkte

Photo credit: fhwrdh on Foter.com / CC BY

PR: Produkte der Rugen Distillery dreifach ausgezeichnet

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Gleich dreifach kann sich die schweizerische Rugen Distillery nach der Bekanntgabe der Gewinner der Swiss Spirits Awards (SSA) freuen. Welche Abfüllung mit Medaillien ausgezeichnet wurden, erfahren Sie in der Medienmitteilung der Brennerei aus Interlaken, die uns heute erreichte und die wir hier mit Ihnen teilen:


Produkte der Rugen Distillery dreifach ausgezeichnet

Anlässlich der Swiss Spirit Awards am 25. April 2019 wurden gleich drei Produkte der Rugen Distillery mit Edelmetall ausgezeichnet

Interlaken, 2. Mai 2019: «Die Welt der Destillate und Spirituosen ist sehr gross, solche Auszeichnungen geben dem Genuss eine Orientierung», schildert Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu AG. Anlässlich der Swiss Spirit Awards 2019 wurde der Swiss Mountain Single Malt Whisky «Master Distiller» Edition 2018 mit Gold ausgezeichnet. Der Swiss Mountain Single Malt Whisky «Ice Label 2018» und die Fleur de Bière d’Interlaken haben beide die Silbermedaille erhalten «Wenn man als Master Distiller für die Master Distiller Edition mit Gold ausgezeichnet wird, ist das schon ausserordentlich», freut sich Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugen Distillery. «Solche Auszeichnungen sind für uns und nicht selbstverständlich und das ganze Team nimmt diese als Bestätigung und echte Motivation, um weiterhin feinste Produkte zu produzieren», so Althaus weiter.

Bildlegende: Master Distiller Kurt Althaus
Quelle: Swiss Spirit Awards

Swiss Spirits Award (SSA)

Der Swiss Spirits Award (SSA) ist ein in der Schweiz durchgeführter professioneller Wettbewerb für Schweizer Spirituosen. Mit dem SSA soll objektiv der aktuelle Qualitätsstand der Schweizer Spirituosen dokumentiert, ausgezeichnet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Ebenso sollen die Bekanntheit, das Image als auch der Absatz von Schweizer Spirituosen gefördert werden. Eine unabhängige, neutrale und fachgerechte Beurteilung der Spirituosen durch eine internationale Jury garantiert die seriöse und professionelle Durchführung des Wettbewerbs. Dies verschafft den vom SSA verliehenen Medaillen, den prämierten Spirituosen und ihren Herstellern eine hohe Anerkennung.

Der SSA ist ein Wettbewerb des europäischen Weinmagazins VINUM. Die Zeitschrift ist als Inhaber der Urheber- und Markenrechte verantwortlich für die Organisation und Durchführung des gesamten Projektes und stellt die Infrastruktur und das Personal zur Verfügung.

Die Jury besteht aus geschulten Verkostern und wird von einem Experten der Ingenieurschule Changins geleitet. Erzeuger, welche selber Proben eingereicht haben, sind von der Jury ausgeschlossen. Die Prüfer erarbeiten für jedes zum Wettbewerb eingereichte Produkt ein Gruppenresultat nach einem international anerkannten Schema. Die eingereichten Produkte werden nach einem 100-Punkte System bewertet. Die Einsender erhalten für jedes eingereichte Produkt eine begründete Benotung.

Der Wettbewerb wird unter dem Patronat von «Best of Swissness» durchgeführt.

Exklusiv: Interview mit Michael D’souza, Master Distiller Paul John Distillery, Goa/Indien

Mitte des vergangenen Monats haben wir uns von Whiskyexperts auf den Weg nach Goa in Indien gemacht, um dort die Paul John Distillery zu besuchen und unsere Eindrücke von dort mit Ihnen zu teilen.

Die Whiskys aus der Paul John Distillery haben, obwohl sie erst seit knapp 10 Jahren destilliert, international bereits eine Unzahl an Preisen gewonnen, die man im neu erbauten Besucherzentrum auch stolz präsentiert (unser Bild zeigt nur einige davon). Der Mann hinter diesen Auszeichnungen ist Michael D’souza, der Master Distiller, der bereits in der Planungsphase der Brennerei maßgeblich deren Aus- und Einrichtung mitbestimmte.

Ein kleiner Teil der weltweiten Auszeichnungen, die John Paul Whiskys gewinnen konnten. Bild © Whiskyexperts 2019

Bevor wie Ihnen in den nächsten Tagen die Brennerei selbst in Bild und Video zeigen wollen, möchten wir Ihnen Michaelk D’souza in einem knapp unter sieben Minuten langen Videointerview, das wir vor Ort aufgezeichnet haben, vorstellen. Michael spricht im Interview über seinen Werdegang, über seine Sicht auch Whisky und auch seine persönlichen Vorlieben. Viel Vergnügen mit dem obenstehenden Video, das Sie auch auf unserem Youtube-Kanal finden können.

Michael D’souza, Master Distiller Paul John Distillery. Bild © Whiskyexperts 2019

Disclaimer im Sinn unserer Redaktionsrichtlinien: Unser Aufenthalt in Goa wurde von der John Paul Distillery teilweise mitfinanziert. Das Unternehmen hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung des Beitrags.

Johnnie Walker Whisky Experience in Edinburgh nimmt nächste Hürde

Diageo hat mit seinem geplanten Johnnie Walker Whisky Experience einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Im Februar reichte Diageo die Pläne für den Umbau des siebenstöckigen Gebäudes auf der Princes Street in Edinburgh ein (wir berichteten). Entstehen soll hier ein einmaliges Besucherzentrum und -erlebnis rund die Marke Johnnie Walker. Bis zu 180 neue Vollzeitstellen sind geplant. Insgesamt investiert Diageo £ 150 Millionen in den Whisky-Tourismus, die Kosten für das Johnnie Walker Whisky Experience sind allerdings nicht angegeben.

Bild: Diageo

Die Planungsbeamten des Rates prüften nun die Umbau-Pläne des ehemaligen House of Fraser Gebäudes und zeigten sich recht zufrieden. In einem Bericht an die Ratsmitglieder sagten die Beamten, die Vorschläge seien „grundsätzlich akzeptabel“ und werden „die Innenstadt aufrechterhalten und verbessern“. In der nächsten Woche entscheidet dann der Unterausschuss für Entwicklungsmanagement des Stadtrats, ob Diageo das Johnnie Walker Whisky Experience wie geplant realisieren kann. Sollten alle weiteren Hürde ohne Probleme genommen werden, steht einer Eröffnung bis Weihnachten 2020 nichts im Wege.