The Whisky Exchange verlost den Kauf einer Flasche Ardbeg 1976 Manager’s Choice

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Am 23.06.1999 füllte Ardbeg das Fass 2391 als Teil ihrer Serie ‚Manager’s Choice‘ ab. Seit dem 24.11.1976 lagerte dieser Whisky in diesem Sherry Butt. Der 22-jährige Ardbeg 1976 Manager’s Choice Sherry Cask #2391 kostet damals £99. Auf dem Sekundärmarkt müssen heute für diese mehr als rare Abfüllung ca. stolze £7500 bezahlt werden.

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Ebenfalls 1999 wurde der Online-Handel The Whisky Exchange gegründet. Und anlässlich des nun 20-jährigen Bestehens wird der Kauf einer Flasche Ardbeg 1976 Manager’s Choice Sherry Cask #2391 mit der Nummer 327 verlost – und zwar zum Preis von vor 20 Jahren, also £99!

Wer für einen solchen Kauf interessiert, findet alle weiteren Information zu dieser Flasche, zu The Whisky Exchange und natürlich auch zur Verlosung auf: www.thewhiskyexchange.com/20thanniversary/ballot

Wir wünschen viel Erfolg!

Nora Fraser feiert ihren 80. Geburtstag in der Linkwood Distillery – der Ort ihrer Kindheit

Neben vielen schönen Genuss-Momenten verdanken wir dem Whisk(e)y auch mach schöne Geschichte. Wie zum Beispiel diese:

Nora Fraser wurde 1939 in einem der Cottages der Linkwood Distillery geboren. Die Tochter von Henry Arthur Stephen und seiner Frau Elizabeth wuchs mit ihren beiden Brüdern Henry und Jim im Schatten der Whiskybrennerei auf. Ihr Vater war in der Brennerei beschäftigt, unter anderem als Mashman und Brewer, und schließlich wurde er in der Brennerei zum Head Brewer ernannt. Nora selbst lebte bis 1958 in der Brennerei. Sie zog dann nach Aberdeen, um an der dortigen Universität zu studieren, und machte dort ihren Abschluss als Apothekerin. Anlässlich ihres gestrigen, 80sten Geburtstages lud Diageo als Eigentümer der Brennerei und die Linkwood Distillery Nora Fraser und ihre Familie zu einer Besichtigung der Brennerei ein, was normalerweise nicht so einfach möglich ist. Zum ersten Mal seit 55 Jahren konnte sie wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren.

So die kurze Zusammenfassung der englischsprachigen Presseaussendung, die uns von der PR-Agentur Diageos heute zugesandt wurde. Die Pressemitteilung im Original sowie einige Bilder des Besuchs finden Sie folgend:


Distiller’s daughter takes trip down memory lane to mark 80th birthday at Linkwood Distillery

A historic Elgin distillery, normally closed to the public, has opened its doors to a very special guest to mark her 80th birthday.

Nora Fraser, who celebrated her milestone birthday yesterday (on 4 September), was born at Linkwood Distillery in one of the site cottages in 1939. The daughter of Henry Arthur Stephen and his wife Elizabeth, Nora grew up with her two brothers, Jim and Henry, living in the shadow of an operational whisky distillery. Now, Diageo, which owns Linkwood Distillery, has opened its doors to Nora and her family, allowing her to return to the site of her childhood home for the first time in 55 years. Nora was joined by her son Steve and her daughter Susan, along with their partners, for the visit which was an emotional trip back down memory lane. Nora and her family were met by distillery manager Debbie Watt who gave them a guided tour of the Speyside site.

Nora’s childhood was not uncommon during this period but she and her siblings were the only children to live at Linkwood Distillery during the 30s and 40s. Her father, Henry, began working at the distillery after serving in the latter stages of WWI. After working his way up the ranks, holding a variety of roles including Mashman and Brewer, he eventually earned the title of Head Brewer at the distillery. Whilst he was employed at Linkwood, he lived in a tied cottage with his family. Nora herself lived at the distillery until 1958, when she moved to Aberdeen to study at university before graduating as a pharmacist. It was at university she met her late husband Robin who she married in 1962, leaving from Linkwood to the church in Elgin.

Speaking of her visit, Nora said: “A lot has changed at Linkwood since I grew up there. It’s sad that our family cottage no longer exists but the distillery has, of course, been rebuilt and brought up to date.

“What does remain though are the fond memories of growing up in such a unique environment. I’m sure very few people can say they were actually born at a working whisky distillery and this is something I’m very proud of. As a family we loved living here with all the sights, smells and noise. It’s funny how things flood back just by walking around. It really does mean so much to be able to come back to my childhood home, a place which hold such a special place in my family’s hearts.”

Nora’s son Steve Fraser said:

“I vividly recall as a child my Granda talking about his life in the distillery and his affinity with whisky. His passion has influenced me greatly and I am very much a whisky enthusiast to this day. I have visited many distilleries but it was so special to be able to visit one with such a close family connection, especially on my Mum’s birthday.”

Linkwood Distillery Manager, Debbie Watt, said: “It was an absolute pleasure to welcome Nora and her family back to the distillery. I have never met anyone who can say they were actually born at an operational whisky distillery but it was fascinating to hear her story and learn more about her family’s connections to Linkwood.

“Despite the changes in the whisky industry since Nora grew up here, people are still at its core and we are honoured to help celebrate Nora’s 80th birthday.”

During her tour of the distillery, Nora recalled vivid memories of life growing up next to a working distillery, including being told to stay indoors whilst casks were being rolled, and wandering through the distillery as a young child whilst the stills were being worked. She looked through family photos taken at her Linkwood home, including from the day she was a bridesmaid at a friend’s wedding.

PR: SaarWhisky eröffnet Moonshine Distillery

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SaarWhisky ist ein unabhängiger Whiskyabfüller aus dem Saarland. Jim Murray zeichnete in seiner Whisky Bible 2016 ihre Abfüllung ‚Gruwehewwe‘ zur besten Single Malt Einzelfassabfüllung unter zehn Jahren aus (wir berichteten). Und nun startet, wie sie uns heute in einer Presseaussendung mitteilten, SaarWhisky ein neues Projekt. Seit dem letztem Monat wird in ihrer Moonshine Distillery im Limburg Whisky hergestellt. Alles weitere zu dieser Brennerei sowie jede Menge Bilder finden Sie folgend:


Moonshine Distillery – SaarWhisky beginnt in neuer Mikrodestillerie in Limburg mit der Whiskyproduktion

Limburg an der Lahn, Epizentrum hochwertiger Spirituosen. Wallfahrtsort vieler tausender Whiskyfreunde aus der ganzen Welt. Hier steht sie, mitten im Herzen der Stadt: Die Moonshine Distillery. 2019 nahm sich die Familie Rosinski ein Herz und baute das leerstehende Gebäude der alten Kaffeerösterei am Rande der Limburger Altstadt zu einer vollwertigen Whiskydestillerie um.

Die Moonshine Distillery liegt nur fünf Gehminuten von der jährlich stattfindenden Whiskyfair in Limburg entfernt.

Christoph und Matthias Rosinski, die Gründer der Moonshine Distillery, hatten vorher bereits unter dem Label „SaarWhisky“ unabhängige Einzelfassabfüllungen schottischer und irischer Destillate herausgebracht. Für ihre Single Cask Bottlings gewannen sie unter anderem die Auszeichnung für die beste Single Cask Abfüllung der Welt 2016 in Jim Murray’s Whisky Bible, sowie mehere Liquid Gold Awards. Nun wird auch selbst gebrannt.

Whiskyproduktion in eigens konzipierten Alambic Potstills

Seit dem 23.08.19 wird hier Single Malt Whisky produziert. Die Destillation erfolgt mittels Pot Stills im Doppelbrennverfahren über eine 350 Liter Wash und eine 100 Liter Spirit Still. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus den klassischen schottischen Brennblasen und portugiesischen Alambic Brennhelmen. Ähnliche Fabrikate werden in der Strathearn Distillery in Schottland und in der dänischen Stauning Destillerie eingesetzt.

Die Brennanlage wurde von den Gründern der Moonshine Distillery zum größten Teil selbst konzipiert und gebaut. Sie ist so ausgerichtet, dass nach einem Brennvorgang genau ein 30 Liter Fass befüllt werden kann, ein „Single Still Whisky“ in einem Single Cask ist das Ergebnis.

Selber Destillieren

Die Moonshine Distillery bietet Destillierseminare für Einzelpersonen und Gruppen an, in denen die Teilnehmer unter fachkundiger Beratung selbst Whisky destillieren können. Daneben können sich Whiskyfreunde ein 30 Liter Fass mit Moonshine Spirit befüllen und für drei Jahre lagern lassen. Die Fässer können mittels Laser individuell graviert werden.

Der zertifizierte Whisky-Online-Kurs der EWA gestartet

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Bereits im Januar stellten wir Ihnen die Edinburgh Whisky Academy vor. Ihr Ziel ist es, eine wichtige Lücke in der schottischen Whisky-Ausbildung zu schließen. Neben verschiedenen Kursen, die in Schottland offline stattfinden, plante die EWA auch einen Online-Kurs, welcher die erste Stufe einer Whisky-Ausbildung der Akademie bildet.

Nun kann die Edinburgh Whisky Academy diesen Kurs anbieten. Auf der Website finden Sie alle Einzelheiten und sowie die Themenbereichen, die in diesem englischsprachigen Kurs behandelt werden. Die Gebühr dieses ‚Introduction to Whisky Certificate‚ beträgt £120 (etwa 130€), eine Anmeldung ist natürlich online möglich. Und in einem Video, welches Sie sowohl auf Youtube als auch im oberen Bereich unseres Posts finden, erklärt Kirsty McKerrow, Gründerin der Edinburgh Whisky Academy, ihre Idee hinter dieser Akademie dar.

Erneutes Rekordjahr für Douglas Laing

Das familiengeführte Unternehmen Douglas Laing präsentiert mit gewissem Stolz seine Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2018. Seit 2013 verzeichnete der unabhängige Abfüller Douglas Laing, so The Scotsman, einen jährlichen zweistelligen Umsatzzuwachs. Für 2018 kann das in Glasgow beheimate Unternehmen den Rekordumsatz von über £10 Millionen notieren.

Aus dem Hause Douglas Laing, das im letzten Jahr seinen 70-jähriges Jubiläum feierte, kommen neben Einzelfass-Abfüllungen auch die Remarkable Regional Malts, welche die fünf Whisky-Regionen Schottlands repräsentieren. Und in diesem Jahr soll die Produktion ihrer eigenen Clutha Distillery starten.

Eine Darstellung des Destilleriegebäudes von Douglas Laing in Glasgow.

PR: Piekfeine Brände – Open Warehouse am 14. 9., 5-jähriger Whisky erstmals mit Portwein-Finish

Aus Bremen erreicht uns eine Pressemitteilung von Piekfeine Brände, die am 14. September wieder ihren schon traditionellen Open Warehouse-Tag feiern – und zu diesem Anlass einen neuen 5 Jahre alten Whisky vorstellen, der zum ersten mal in einem Portweinfass gefinsht wurde.

Hier alles Wissenswerte dazu:


Open Warehouse am 14. September 2019 – 5-jähriger Whisky erstmals mit
Finishing im Portweinfass

Bremen, den 4. September 2019. Whiskyliebhaber können sich über ein neues
Highlight aus dem Hause Piekfeine Brände freuen: In der Bremer Brennerei finden Fans
der fassgereiften Spirituose jetzt einen weiteren 5-jährigen hanseatischen Whisky. Es ist
der erste Jahrgang mit einem Portwein-Finish. Dies bedeutet, dass die letzte Reifezeit in
frisch entleerten Portweinfässern stattgefunden hat, um noch komplexere Noten zu
erhalten.

Mit diesem Single Malt-Whisky können sich Liebhaber dieses feinen Destillats auf ein
einzigartiges und perfekt ausbalanciertes Geschmackserlebnis freuen. Erstmalig wird der
VAN LOON neben der nummerierten 500 ml Flasche auch in einer 200 ml Flasche zum
Probieren angeboten.

Das Besondere an dieser Abfüllung: 2014 ist der erste Jahrgang, von dem ein Teil des
VAN LOON – The First Hanseatic Single Malt – in den Fässern verbleibt, um noch weitere
Jahre zu reifen. Dies war bei den beiden vorherigen Jahrgängen nicht wirklich möglich,
da die sie kleiner und schnell ausverkauft waren. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die
Regel: Ein kleiner Rest vom Jahrgang 2013 wurde jetzt aus den Tokajer-Fässern geholt.

Dieser ist damit schon sechs Jahre alt und wird als limitierter Distiller´s Cut
ausschließlich in den Shops der Brennerei angeboten. Mit Alc. 47 % Vol. ergibt sich eine
kleine limitierte Menge von 120 nummerierten 500 Milliliter-Flaschen.

Entstanden ist der VAN LOON Single Malt Whisky im Jahre 2012. Hier wurde er als
Kleinserie (small batch) in kleinen Kupferbrennkesseln im Rau- und Feinbrand-Verfahren
entsprechend dem Pot-Still-Verfahren hochwertig destilliert. Seitdem wird in jedem Jahr
eine kleine Menge von dem Gerstenbrand destilliert und fassgelagert.

Nach sieben Jahren kann Birgitta Schulze van Loon nun schon auf 50 Fässer blicken.
Diese lagern auf dem Hof der Union Brauerei.

Auf dem Hof befindet sich, ebenso wie das gesamte Ensemble, die denkmalgeschützte
Remise, in der früher die Brauereipferde und die Bierwagen untergebracht waren. Dieser
Gebäudeteil ist aufwendig saniert und stilgerecht restauriert worden – und die neue
Heimat der Whiskyfässer.

Streik von 3000 Angestellten bei Diageo in Schottland beginnt am 17. September

Jetzt steht das Datum fest: Die Angestellten von Diageo in Schottland werden ab 17. September streiken, um ihrer Forderung nach höheren Gehältern Nachdruck zu verleihen.

Wie wir in unserer früheren Berichterstattung geschrieben haben, entzündet sich der Arbeitskampf um die von den Beschäftigten als zu niedrig eingestufte angebotenen Lohnerhöhung von 2.8%. Man stößt sich vor allem daran, dass der Konzerngewinn im letzten Jahr eine Rekordhöhe erreicht und dass man dem CEO Ivan Menezes eine Gehaltserhöhung von 30% genehmigt habe (auf ungefähr 13 Millionen Euro jährlich). Da sähe man die angebotenen 2.8% als „Krümel“.

Gestreikt wird von ca. 3000 Angestellten in allen Destillerien und Abfüllungsanlagen wie Lagavulin Distillery, Talisker Distillery, Glenkinchie Distillery, Caol Ila und bei den Port Ellen maltings. Streiks finden am 17. und 18. September sowie am 26. und 27. September statt, bei der Shieldhall Abfüllanlage wird der erste Termin am 19. und 20. September sein. Bei Cameronbridge wird am 18. und 19. September zum ersten Mal gestreikt.

Diageo versucht währenddessen, durch Vorausplanung die Auswirkungen der Streiks gering zu halten. Ob derweilen weitere Gespräche mit den Gewerkschaften angesetzt sind, ist nicht zu erfahren.

Auch Lagavulin wird bestreikt. Bild © Diageo

Serge verkostet: Fünf Junge aus Miltonduff – und zwei Alte

Miltonduff, die Destillerie in der Speyside, findet sich immer wieder bei unabhängigen Abfüllern. Der allergrößte Teil der Produktion wandert allerdings in den Ballantines-Blend, wo er ein charakterbestimmender Bestandteil ist. Destillerieabfüllungen gibt es nur ganz wenige.

Serge beschäftigt sich daher heute mit den Unabhängigen von Miltonduff. Neun und zehn Jahre sind sie alt, und zwei zusätzliche haben dann ein Alter von 34 und 36 Jahren. Sind sie mit Abstand besser? Sehen Sie selbst.

Hier die Wertungen der heutigen Verkostung:

  • Miltonduff 10 yo (43%, Gordon & MacPhail, Discovery, 2018): 84 Punkte
  • Miltonduff 9 yo (46%, James Eadie, Small Batch, 1st fill bourbon, 2019): 85 Punkte
  • Miltonduff 10 yo 2008/2019 (55.8%, Claxton’s, 1st fill barrel, 248 bottles) : 84 Punkte
  • Miltonduff 9 yo (58.3%, Chorlton Whisky, 1st fill bourbon barrel, 137 bottles): 84 Punkte
  • Miltonduff 9 yo 2009/2019 (62%, Cadenhead, Rum Cask, 258 bottles): 87 Punkte
  • Miltonduff 34 yo 1981/2016 (40.3%, Scotch Malt Whisky Society, #72.48, refill bourbon hogshead, ‘Summer celebration dram’, 84 bottles): 87 Punkte
  • Miltonduff 36 yo 1981/2018 (53.8%, North Star Spirits, refill hogshead, 176 bottles): 90 Punkte
Miltonduff. Bild © Potstill Vienna, Dr. Mario Prinz

Neu: Jura Two One Two Chinkapin Finish

212 – das ist, über den Daumen gepeilt, die Einwohnerzahl der Insel Jura (Vierbeiner nicht mitgerechnet). Two One Two ist eine neue Serie der auf der Insel beheimateten Brennerei, die damit den Bewohnern der Insel ein Denkmal setzen will. Und Jura Two One Two Chinkapin Finish ist die erste Abfüllung aus dieser Serie, die soeben erschienen ist – und auch bei uns zum Preis von ca. 100 Euro erhältlich sein wird.

Die auf 6000 Flaschen limitierte Ausgabe wurde mit 47,5% Alk./ Vol. abgefüllt. Zuvor reifte sie für insgesamt 13 Jahre in ex-Bourbon Barrels und danach in Fässern aus Chinkapin-Eiche (oder Quercus muehlenbergii), eine Unterart der amerikanischen Weißeiche, die im Nordosten der Vereinigten Staaten wächst. Seit kurzem tauchen immer mehr Whiskys mit einem Finish in diesen Fässern auf.

In der Nase soll der Whisky Zitronenkuche, Zimt und Toffee zeigen, am Gaumen danach gedämpfte Birne, Sorbet und geröstete Pistazien. 

Die Insel Jura

Forschung an Hefestämmen für Whiskyproduktion mit ersten positiven Ergebnissen

Gemeinsam mit der Port of Leith Distillery untersucht die Heriot-Watt University in Edinburgh (sie ist auch jene Universität, die das Gen für die Wärmeresistenz von Gerste entdeckte), über zwanzig Hefestämme auf ihre Eignung für die Whiskyproduktion. Dabei legt man großen Wert darauf herauszufinden, wie die Hefen zum Geschmack des Whiskys beitragen können.

Im ersten Jahr des auf 2 Jahre angelegten Projekts hat man nun bereits einige interessante Ergebnisse erzielt. So scheinen zum Beispiel einige Hefestämme, die eigentlich für die Bierproduktion gezüchtet wurden, auch bei Whisky eine gute Balance zwischen Alkoholausbeute und Geschmack zu erzielen. 

Bis zum Ende der Forschung im Herbst 2020 will man soweit sein, mit verschiedenen Hefen eine breitere Auswahl an Geschmacksrichtungen in die Whiskyproduktion einbringen zu können. Man verspricht, die Forschungsergebnisse mit der gesamten Whiskyindustrie zu teilen.

Mehr zum Forschungsprogramm in der nachfolgenden Pressemitteilung der Heriot-Watt University:


Research aims to innovate Scotch whisky flavour

Impact of yeast on Scotch whisky flavour in lab to bottle research programme

Heriot-Watt University and the Port of Leith Distillery are undertaking a comprehensive examination of the impact of yeast on the flavours found in Scotch whisky.

Funded by Innovate UK, the Knowledge Transfer Partnership (KTP) will test more than 20 strains of yeast, one of just three ingredients authorised in the production of Scotch whisky. As the KTP celebrates its first-year anniversary, its participants say it has already revealed some surprising results.

Victoria Muir-Taylor im Labor

The project has already identified brewing strains of yeast more commonly used for beer that possess promising characteristics for whisky production, with an ability to maintain the balance between alcohol yields and flavour.

Victoria Muir-Taylor is the Knowledge Transfer Partnership Associate Distiller at Port of Leith Distillery. A graduate from Heriot-Watt’s International Centre for Brewing and Distilling, she is leading the research. She said: “The objective of the research is to determine how the choice of yeast contributes to the complexity of flavours found in Scotch whisky.

“A huge amount of attention has been given to the type of cask used for maturation, but we want to focus on the early phases of the production process. We want to see what new characteristics we can bring out in a whisky from changing the yeast alone. We believe this is a key area for innovation.”

Until the mid-20th Century, many whisky distilleries shared yeast with the local brewery or used a combination of a distiller’s yeast for alcohol and a brewer’s yeast for flavour and mouthfeel.

Since the 1950s, the most prevalent strain of yeast used in Scotland has been M strains of S.cerevisiae. A new super-strain, called MX, has recently been introduced due to its quicker and more efficient impact on fermentation. Mauri, originally from a baker’s yeast, is also still used.

Ian Stirling, co-founder of the Port of Leith Distillery, continues: “There are hundreds of commercially available yeasts and, while not all are suitable for whisky distillation, many can create unique and distinctive flavours in the new make spirit.

“Until recently, efficiency has tended to dominate the conversation about yeast. However, we’ve already seen a few companies conducting experiments with some wonderful results reaching the market. However, Scotland still lags behind the US in terms of innovation in this area.

“We have now reached the halfway point in our two-year research and development programme, in which we are experimenting with a wide range of yeasts and fermentations, drawing ideas from different sectors of the drinks industry. We want to find new flavours and styles that we can draw through to our distillate. There are a huge number of variables to consider such as how long you ferment for and at what temperature, but we firmly believe that this research will be beneficial for the industry as a whole.”

Victoria Muir-Taylor concludes: “We will be sharing the results of this project with the industry at large to benefit innovation and the continued growth and development of the Scotch whisky industry. As one of Scotland’s key exports, it is essential that we continue to push boundaries.”

The KTP will be completed in September 2020 with the findings made public.

Kirsch Whisky bringt neue Einzelfassabfüllungen von Berry Bro’s & Rudd nach Deutschland

Nachschub für den Whiskyschrank: Vom deutschen Importeur und Distributor Kirsch Whisky haben wir Infos zu fünf neuen Einzelfassabfüllungen des unabhängigen Abfüllers Berry Bro’s & Rudd aus London erhalten. Vier Single Malts und ein Teaspooned Blended Malt aus Moray (mit einem interessanten Finish) sind in Kürze beim Händler Ihres Vertrauens erhältlich. Dort erfahren Sie dann auch die Preise.

Nachfolgend alle Abfüllungen zum Durchgustieren…

Westport 1996/2019 – Shustov Brandy Finish
Berry Bro’s & Rudd

22 Jahre
Dest. 1996
Abgef. 2019
Shustov Brandy Cask Finish
Fassnr. 2500
52,5 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

 

Craigellachie 2007/2019 – Sauternes Finish
Berry Bro’s & Rudd

11 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 2019
Sauternes Wine Cask Finish
Fassnr. 70900644
63,6 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

 

Longmorn 2011/2019 – Pomerol Finish
Berry Bro’s & Rudd

7 Jahre
Dest. 2011
Abgef. 2019
Pomerol Wine Cask Finish
Fassnr. 261
57,4 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

 

Royal Brackla 2007/2019 – Burgundy Finish
Berry Bro’s & Rudd

11 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 2019
Burgundy Wine Cask Finish
Fassnr. 304078
52,2 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

 

Tormore 1992/2019 – Charred Port Finish
Berry Bro’s & Rudd

26 Jahre
Dest. 1992
Abgef. 2019
Charred Port Cask Finish
Fassnr. 101150
48,2 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Neu: Glenfiddich Grand Cru

Ein neuer Glenfiddich ist heute der Öffentlichkeit vorgestellt worden (Whiskyexperts-Leser wissen von ihm seit Ende März): Der Glenfiddich Grand Cru ist ein 23 jahre alter Single Malt, der in französischen Cuvée-Eichenfässern gefinisht wurde. Zuvor wurde der Whisky in europäischen und amerikanischen Eichenfässern gelagert.

 Der Glenfiddich grand Cru ist der erste Whisky, der in der sogenannten „Grand“-Serie veröffentlicht wird (eine weitere Abfüllung soll dann gegen Ende des Jahres 2020 folgen).

Abgefüllt ist der Whisky mit 40% Alkoholstärke, und in der Nase soll er Noten von Apfelblüten, frisch gebackenem Brot und kandierter Zitrone zeigen. Am Gaumen gibt es bei ihm laut den offiziellen ANgaben Vanille, Eiche, Brioche, Sandelholz, Birnensorbet und weiße Trauben.

Präsentiert wird der Whisky in einer schwarzen Schachtel und einer schwarzen Glasflasche. Kostenpunkt: umgerechnet ca. 250 Euro.

Zur Verfügbarkeit: Die nächsten beiden Wochen findet man den Whisky exklusiv bei Harrods in London sowie direkt auf der Glenfiddich Webseite. Ab 18. September wird er dann auch bei ausgesuchten Händlern zu finden sein.

Zusatz am 5.9.: Wie uns heute mitgeteilt wurde, wird der Glenfiddich Grand Cru vorerst nicht in Deutschland gelauncht.

Serge verkostet: Bruchladdich en masse

Auch mit dem nächsten Verkostungsbericht bleiben wir thematisch auf Islay, der Verkoster sitzt aber nun nicht auf der Isle of Man, sondern im Elsass. Serge Valentin hat heute eine nicht unerhebliche Anzahl von Whiskys aus der Brennerei Bruichladdich in seiner Verkostung – zehn sind es insgesamt.

Dabei ist der Spread der Bewertungen, um einen neudeutschen Ausdruck aus der Statistik zu bemühen, recht groß und beträgt insgesamt 23 Punkte. Von 70 bis 93 Punkten reichen die Noten heute, aber der Großteil der verkosteten Abfüllungen bewegt sich im guten 80er-Bereich…

  • Bruichladdich ‘Classic Laddie Scottish Barley’ (50%, OB, +/-2019): 79 Punkte
  • Bruichladdich 11 yo (57%, Dramfool, bourbon barrel, 2019): 86 Punkte
  • Bruichladdich 8 yo 2010/2019 (55%, Maltbarn, bourbon, cask #118, 155 bottles): 87 Punkte
  • Bruichladdich 14 yo 2004/2019 (63.6%, SCSM, China, red wine, cask #1540, 402 bottles): 70 Punkte
  • Bruichladdich 16 yo 2002/2018 (61.2%, Claxton’s, sherry puncheon, cask # 1853-651, 372 bottles): 89 Punkte
  • Bruichladdich 15 yo 2002/2018 (61.1%, Or Sileis, barrel, cask #618, 161 bottles): 90 Punkte
  • Bruichladdich 13 yo 2005/2018 (60.6%, Whisky Broker, cask #1410): 87 Punkte
  • Bruichladdich 26 yo 1991/2017 (48%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask #12259, 301 bottles): 87 Punkte
  • Bruichladdich 26 yo 1991/2018 (55.2%, Blackadder, Raw Cask, hogshead, cask #3045, 207 bottles): 84 Punkte
  • Bruichladdich 24 yo 1965/1990 (54.2%, Turatello): 93 Punkte
Die Destillerie Bruichladdich

Video: Ralfy verkostet Port Askaig 10yo Anniversary 55.85% Alk./Vol. (Review #791)

Natürlich ist in dieser Woche Ralfy wieder bei uns mit einem seiner interessanten Videos vertreten – diesmal geht es um einen Islay-Whisky, der seine Herkunft verbirgt, aber als Marke dennoch recht bekannt ist: Der Port Askaig 10yo, eine Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Marke, die vom unabhängigen Abfüller Exilir Distillers auf den Markt gebracht wurde.

Dieser kräftige Islay-Whisky (viele tippen bei ihm auf Caol Ila, aber andere meinen, die Herkunftsdestillerie sei beim Port Askaig durchaus wechselnd) wurde mit 55.85% Alkoholstärke abgefüllt – und weil Alkohol ja ein Geschmacksträger ist, kann man sich durchaus Kräftiges von ihm erwarten.

Die Punktewertung, die Ralfy diesmal vergibt, spricht ebenfalls dafür: 90 Punkte kann der Port Askaig für sich verbuchen. Warum? In dem fast 14 Minuten langen Video, das Ralfy auf Youtube gepostet hat, legt er seine Gründe dar – und vermittelt wie immer jede Menge wissenswerte Infos zur Abfüllung und Whisky im Allgemeinen.