Für unser Sonntagsvideo heute haben wir einen weniger professionellen Clip als gewöhnlich gewählt – der aber seine eigenen Meriten hat und den wir für das, was er ist, außergewöhnlich gelungen finden.
Duncan Scobie hat mit seiner Frau und dem Hund einen Urlaub in einem kleinen Cottage in der Nähe von Inveraray verbracht und diesen samt seinen Ausflügen mit einer Drohne dokumentiert. Das Video dauert über 11 Minuten, aber wir können Ihnen versprechen, dass jede davon kurzweilig ist.
Was uns so gefällt: Der Film zeigt die Schönheit Schottlands ohne viel Filterschnickschnack und etwas abseits der ausgetretenen Pfade. Man spürt in ihm, so finden wir, mehr von der Seele des Landes als in so manchen Hochglanzproduktionen (die natürlich auch ihren Reiz haben). Und dabei ist er aber technisch sauber und mit viel handwerklichem Können gemacht.
Wir hoffen, dass Ihnen der Film so gut gefällt wie uns – und falls ja, dann lassen Sie doch Duncan ein Like auf Youtube zurück…
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen wie immer einen schönen Sonntag!
Schon in die vierten Runde geht unsere wöchentliche Rubrik „Fremde Federn“. In ihr stellen wir Ihnen wie jeden Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben sie, nach ihren Vorlieben, Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben. Hier sind die zehn Tasting Notes jener Blogger, die uns ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein kleiner Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Bloggerszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Samstag ist der Tag, an dem Angus MacRaild das Regiment bei Whiskyfun von Serge Valentin übernimmt, und er hat sich diesmal dafür entschieden, irische Whiskeys zu verkosten. Fünf davon sind es, zwei Originalabfüllungen und drei unabhängige Bottlings, und er ist diesmal wirklich angetan von dem, was er im Glas hat: keine Wertung ist niedriger als 86 Punkte.
Und hier die Liste der Flaschen in der Verkostung und deren Bewertungen:
Connemara Distiller’s Edition (43%, OB, -/+ 2016): 86 Punkte
Redbreast 21 yo (46%, OB, -/+ 2016): 89 Punkte
Irish Single Malt 24 yo 1991/2016 (44.7%, Acla Selection, bourbon barrel, cask #1073, 176 bottles): 90 Punkte
Irish Malt 24 yo 1991/2015 (48.2%, Whisky Agency for Formosa Whisky Society 1st Anniversary, bourbon barrel, 143 bottles): 90 Punkte
Irish Malt 24 yo 1991/2016 (48.2%, Whisky Agency for Formosa Whisky Society 2nd Anniversary, bourbon barrel, cask #12019, 180 bottles): 89 Punkte
Und heute haben wir mal einen Vogel – zumindest auf dem Titelbild: aus gegebenem Anlass ein Rotkehlchen (Redbreast). 🙂
An der Westspitze der Insel Skye steht ein Leuchtturm. Er steht dort aber nicht einfach nur so, sondern er steht an einem der schönsten Orte der Insel, oder vielleicht sogar Schottlands: Neist Point.
Er steht dort seit 1909, und seit 1971 steht er auch unter Denkmalschutz. Man kann ihn besonders gut vom Gipfel des 296m hohen Waterstein Head sehen, und viele Touristen machen sich jeden Tag, an dem das Wetter es erlaubt, auf den Weg dorthin.
Mike Smith, der Fotograf unseres Bildes, ist nicht ganz so weit gegangen. Dafür hat er Waterstein Head, die Touristen und den Leuchtturm auf einem Bild. Das können Sie hier in seiner vollen Auflösung herunterladen (5380×3587 Pixel, 2.5 MB) oder untenstehend in einer kleineren Version anklicken und betrachten. Das Bild ist rechtefrei, von Ihnen also ganz nach Gefallen zu verwenden, auch kommerziell…
Zu Beginn des letzten Jahres überraschte Diageo die Freunde des Irish Whiskeys. Der Spirituosen- konzern kündigte an, seine Aktivitäten auf dem Gebiet des Irish Whiskeys zu verstärken. Neu auf dem Markt erschien Roe & Co, ein Blended Irish Whiskey. Und zusätzlich kündigte Diageo auch noch eine neue Brennerei für Dublin an, die St. James’s Gate Distillery. Sie soll im ersten Halbjahr 2019 ihren Betrieb aufnehmen (wir berichteten).
Und weil wir gerade in der Nähe waren, schauten wir mal kurz vorbei. Viel zu sehen ist allerdings nicht …
Wir würden einmal behaupten wollen, dass das einer der schönsten Sixpacks ist, die ein Whiskyfreund besitzen kann: Gordon & MacPhail hat – nach einer Ausgabe über die Speyside – eine neue Rare Vintage Collection veröffentlicht, diesmal auf die Destillerie Strathisla fixiert.
Die Gordon & MacPhail Rare Vintage Collection Strathisla enthält sechs ausgesuchte Jahrgangsabfüllungen der ikonischen Speyside-Destillerie, und zwar:
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1954, 59 yo, 43% Alkohol – Cask 907, first fill sherry butt, destillert am 20. Mai 1954, abgefüllt am 3. Juni 2013. 239 Flaschen
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1957, 55 yo, 43% Alkohol – Cask 1719, first fill sherry butt, destilliert am 1. November 1957, abgefüllt am 3. Juni 2013. 364 Flaschen
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1960, 53 yo, 43% Alkohol – Cask 2539, first fill sherry butt, Cask 2555, first fill sherry hogshead, Cask 2581, refill American hogshead, destilliert am 22. November 1960, abgefpllt am 12. Juni 2014. 498 Flaschen
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1963, 48 yo, 43% Alkohol – Casks 565 & 566, first fill sherry butts, destilliert am 21. Februar 1963, abgefüllt am 1. März 2011. 1231 Flaschen
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1964, 48 yo, 43% Alkohol – Cask 3532, first fill sherry butt, destilliert am5. Dezember 1964, abgefüllt am 23. April 2013. 492 Flaschen
Gordon & MacPhail, Strathisla, 1972, 40 yo, 43% Alkohol – Cask 503270, refill sherry butt, Cask 8518, first fill sherry hogshead, destilliert am 25. Dezember 1972, abgefüllt am 4. Juni 2013. 921 Flaschen
Weltweit wird es davon 75 Sets geben, die Flaschen kommen in einer hölzernen Präsentationsbox, die schon so wie die der Speyside Collection ohne viel Schnickschnack auskommt. Der Verkaufspreis in unseren Landen wird an die 12.000 Euro betragen.
Ein Italiener hat den Zuschlag für einen fünfzig Jahre alten Dalmore bei Whisky-Online Auctions erhalten – und musste dafür 28.000 Pfund auf den Tisch legen. Damit stellte er einen neuen Weltrekord für diese Flasche auf. Der letzte Rekord stand bei 22.100 Pfund im letzten August.
Die Abfüllung mit Whiskys aus den Jahren 1926 und früher (darunter auch solche aus dem 19. Jahrhundert) wurde 1978 von Richard Paterson erschaffen – nur 60 Flaschen oder besser gesagt Decanter gibt es davon. Abgefüllt ist er mit 52% Alkohol – eine hohe Stärke für einen Whisky dieses Alters.
Hier die englischsprachige Pressemitteilung, die wir dazu erhalten haben:
Dalmore 50 Year Old Sells For World Record £28k At Auction
Blackpool, August 1st 2018: A bottle of one of the world’s most sought-after whiskies, Dalmore 50 Year Old, has sold for £28,000 ($36,700) at Whisky-Online Auctions in Blackpool. Originally created by Dalmore’s legendary Master Blender Richard Paterson in 1978, the youngest spirit in the assemblage is believed to have been from 1926 and several older liquids were used including whiskies distilled at Dalmore in the 19th century.
Only 60 hand-numbered bottles of this Dalmore 50 year old were ever produced, packaged in hand-cut crystal decanters in a hardwood presentation case. The whisky was bottled at 52%, an unusually high strength for a spirit of this great age.
Bottle No. 1 of the Dalmore 50yo sold last night after frantic bidding brought the hammer price to £28,000, a new world record for this bottle. Available for around £6000 in 2012, the value of Dalmore 50yo has escalated dramatically in recent months, with previous bottles selling for £14,300 in January 2017, £18,600 in March 2017 and then £22,100 in August 2017, just a few months before the previous record of £26,250 was set in December last year.
Wayne Ormerod, founder of Whisky-Online Auctions, commented:
‘’The Dalmore 50-year-old is a combination of liquid genius and pure beauty. There are very few single malt Scotch whiskies distilled in the 1920s that have been bottled at such an age combined with a high bottling strength. This is a whisky that for many years never really established the reputation it truly deserves.’’
‘’We know this bottle very well having handled multiple examples over the years and although our estimate was conservative at £18,000-£22,000, we were very confident that we would overperform on behalf of our client.“
“We had numerous interested bidders from China, Hong Kong, Taiwan and even strong bidders from here in the UK. But when the hammer finally fell it was nice to see a regular customer from Italy secured themselves a fantastic piece of Scottish liquid history.“
Seit Anfang 2014 begleiten wir die nordirische Echlinville Distillery (sie steht in Kircubbinin, Co Down) mit Berichten. 2013 bekam sie ihre Lizenz, 2016 konnte sie ihre Türen erstmals öffnen – und nun feiert sie ihren fünften Geburtstag, zu dem wir dem Team herzlichst gratulieren. Am 5. August 2013 floss der erste Whisky, aber bislang ist dieser noch nicht veröffentlicht worden (und wird es auch zum Jubiläum nicht – man hat sich entschlossen, ihn länger reifen zu lassen).
Zum Jubiläum hat uns die Echlinville Distillery einen Text über die Brennerei, ihre Geschichte und Zukunft, und zwei Bilder geschickt, und diese wollen wir gerne mit ihnen teilen:
The Echlinville Distillery raises a glass on its fifth birthday
The Echlinville Distillery in (County Down, Northern Ireland) is celebrating as its whiskey turns five years old. The Kircubbin based whiskey and gin producer became the first new distillery in Northern Ireland for more than 125 years when it received its license and casked its first spirit on 5 August 2013.
Echlinville has since established itself at the forefront of Ireland’s burgeoning spirits industry and is home to some of the country’s best-known and respected brands including Dunville’s Irish Whiskey, Jawbox Gin, Echlinville Single Estate Irish Pot Still Gin and Bán Poitín.
Sunday 5 August will be a momentous day for Echlinville as their first casks of whiskey reach their milestone fifth birthday – a birthday they share with distillery owner Shane Braniff.
Reflecting on five years of business, Shane said:
“In the summer of 2013 our vision to create Ireland’s first field-to-glass distillery became a reality when the first spirit trickled from Echlinville’s stills. We filled our first casks on 5 August and five years later the business has grown beyond our expectations.
“We started as a team of three. Now we have more than 20 staff who produce our spirit from the ground up. From growing, harvesting and floor malting our barley, to mashing and fermenting the grains, distilling and maturing the spirit, to hand bottling and labelling our products, everything is done right here at our farm distillery. Our roots are firmly, and quite literally, in the Ards Peninsula. We grow, produce and employ local and that is something we are incredibly proud of.“
Raising a glass to The Echlinville Distillery’s fifth birthday are (L-R) Jarlath Watson, Finance Director, distillery owner Shane Braniff and Head Distiller Graeme Millar. Echlinville became Ireland’s first field-to-glass distillery when they distilled their first spirit on 5 August 2013 and their whiskey turns five this weekend.
The Pot Still and Single Malt whiskeys from Echlinville’s innovative first distillations may have reached the landmark five year mark, but they will continue to mature in the distillery’s cask warehouse.
Shane continues:
“We recently debuted some of our Echlinville Whiskey at a tasting in Dingle, Co. Kerry, with some of our friends at the Irish Whiskey Society. We were delighted with how it was received, but we won’t be releasing it any time soon. Whiskey is all about time, and we are willing to give ours all the time it needs to be among the best in Ireland, if not the world.“
Global recognition
Although primarily a whiskey distillery, Echlinville’s portfolio has expanded to include gin, vodka and poitín, with their products exported across Europe and as far as the USA, New Zealand and the middle east.
Shane Braniff, owner of The Echlinville Distillery, raises a glass to the distillery’s fifth birthday. Echlinville became Ireland’s first field-to-glass distillery when they distilled their first spirit on 5 August 2013 and their whiskey turns five years old this weekend.
Shane continues:
„Irish whiskey is the world’s fastest growing spirits category. From the Ards Peninsula to the Dingle Peninsula, from Midleton to Dublin and from Derry to Waterford, Ireland’s whiskey industry is going from strength to strength, and we are delighted to be a part of it. We are building a strong reputation based on our field-to-glass approach and the quality of our spirits. With 17 international awards under our belt, Echlinville’s products are already held in high esteem within the global spirits industry, and that’s a great foundation upon which to build our export business.“
The Spirit of Belfast
„One of our founding goals in 2013 was to revive the historic Dunville’s Irish Whiskey brand after almost 80 years in the whiskey wilderness. Now with ten major accolades to its name, we are proud to have restored Dunville’s to its rightful place among the premier whiskeys of the world. That is certainly one of the major achievements of our first five years in business.
“We recently released our new Dunville’s PX 12 Year Old Single Malt expression, and with the upcoming launch of our award winning Dunville’s 18 Year Old Port Mourant Rum Finish Whiskey, there is much more to come from The Spirit of Belfast.“
Echlinville’s success isn’t limited to whiskey. Echlinville Single Estate Irish Pot Still Gin was awarded the coveted Three Star rating at last year’s Great Taste Awards. Echlinville is also the home of Jawbox, one of Ireland’s most popular gins. And its Bán Poitín has been crowned Ireland’s Best Poitín at the Irish Whiskey Awards for two years running.
Vision for whiskey tourism
Echlinville has also made a name for itself on the whiskey tourist trail, with its distillery tours attracting visitors from home and abroad.
Shane continues:
„Echlinville’s sense of place and family feel seem to resonate with our many visitors. Our philosophy is to celebrate the sights, smells and tastes of Echlinville and the Ards Peninsula. The heart of whiskey may be grain and oak, but the soul of any spirit is its connection to the place where it is made. We are proud of our roots in the Ards Peninsula. That pride of place is the essence of everything we do. It has been our driving force for the past five years and propels our plans for the future.”
Echlinville plans to extend its tour experience by converting its 17th century courtyard buildings into a state-of-the-art visitors’ centre. The development will incorporate a museum, restaurant and tourist accommodation and is key to Shane’s vision to transform the distillery into one of the east coast’s premier visitor attractions.
He concludes:
“This corner of Ireland has much to offer in terms of tourism and is already home to some fabulous attractions, but overall its potential remains relatively untapped. We want to help change that by working with nearby attractions and tourism bodies to develop the area as a must-see destination.
„The Irish Whiskey Tourism Strategy speaks of a vision for an all-island whiskey tourism product. For a long time now, whiskey tourism in Ulster has focussed on the north coast, and rightly so. But in a short space of time, our distillery has earned its place on an Irish whiskey map that has been transformed in recent years. We look forward to working together with our friends and colleagues across the industry to promote Ireland as a premier whiskey tourism destination.”
Die Renaissance des Irish Whiskeys ist verknüpft mit dem Namen Teeling. Es war John Teeling, der 1987 eine ehemalige staatliche Kartoffelschnaps-Brennerei kaufte, diese dann umbaute und zwei Jahre später als Cooley Distillery eröffnete. Zu diesem Zeitpunkt war Cooley die einzige unabhängige Whiskey-Brennerei Irlands. Die hier hergestellten Whiskeys wurden mehrfach international ausgezeichnet und führten dazu, dass der lange darbende Iris Whiskey wieder mehr Beachtung fand. Diese erfolgreiche Brennerei verkauft er dann 2011 an Jim Beam. 2015 eröffnet dann die Teeling Whiskey Distillery – für Dublin die erste Whiskey-Brennerei seit 125 Jahren. Das Gebäude, am Newmarket in den historischen Liberties gelegen, beherbergt neben der Brennerei ein Cafe, einen großen Shop, eine Bar sowie eine Ausstellung, welche die Geschichte des Irish Whiskeys in Dublin dokumentiert.
Wenn Sie mögen, nehmen wir mit auf eine Tour durch die Teeling Distillery:
Auch eine Idee, wenn es so warm ist wie momentan: Auf Grain Whisky umsatteln, zumindest temporär. Das oder Ähnliches könnte sich Serge gedacht haben – und bringt heute eine Besprechung von zehn verschiedenen Grain Whiskys aus allen möglichen Altersklassen und verschiedener Abfüller.
Wir wissen, dass Serge kein besonders großer Fan von Grains ist, aber die Wertungen spiegeln das nicht unbedingt wieder – er hat unter den zehn auch einige gefunden, die ihm gefallen konnten.
Was war also in der Verkostung, und wie schnitt es ab?
Girvan 2006/2017 (45%, Whisky and Rhum, Golden Barley, barrel, cask # 532406, 350 bottles): 78 Punkte
Girvan 28 yo 1989/2018 (52.7%, Liquid Treasure, bourbon barrel): 76 Punkte
North British 28 yo 1989/2018 (59.5%, Cadenhead, World Whiskies, bourbon hogshead, 168 bottles): 86 Punkte
Cambus 24 yo 1993/2018 (54.9%, James Eadie, sherry cask, cask #48093): 85 Punkte
Invergordon 27 yo 1990/2018 (47.7%, Douglas Laing, Old Particular, refill barrel, cask #12356, 77 bottles): 84 Punkte
Invergordon 45 yo 1972/2018 (49.6%, Hunter Laing, The First Editions, cask #14772, 230 bottles): 88 Punkte
Cameronbridge 40 yo 1978/2018 (52.8%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, refill barrel, cask #12430, 211 bottles): 89 Punkte
Carsebridge 41 yo 1976/2018 (49.1%, Cadenhead, hogshead, 144 bottles): 80 Punkte
Girvan 52 yo 1965/2018 (44.8%, Hunter Laing, The Sovereign, bourbon, cask #13927, 166 bottles): 91 Punkte
Dumbarton 53 yo 1964/2018 (46%, Hunter Laing, The Sovereign, bourbon, cask #14926, 192 bottles): 89 Punkte
Ein weiterer Getränkegigant und Whisk(e)ydestillerie-Besitzer reiht sich in die Riege derer ein, die in letzter Zeit gute Zahlen und vor allem beachtliche Gewinne vorweisen können. Die Gruppo Campari, Besitzer der Marken Wild Turkey und Glen Grant, hat im ersten Halbjahr 2018 die Verkäufe um 5.4% steigern können.
Der Nettoprofit der Gruppe hat sich dabei um satte 35.5% auf 147.2 Millionen Euro gesteigert – das verdankt Campari der überdurchschnittlichen Performance in den USA, Westeuropa und Australien. Russland ist der einzige Markt, in dem die Gruppe signifikant weniger verkaufen konnte (-25.2%).
Von den Whisk(e)ys wird im Bericht bei The Spirits Business Wild Turkey als großer Gewinntreiber des Konzerns genannt, Glen Grant hingegen verlor leicht um 0.8%. Und wenn Sie uns kurz einen Blick über den Tellerrand gestatten: Eigentlich liefen alle Spirituosen prächtig, mit der Ausnahme von Wodka, der generell und über Einzelmarken hinaus zu den Verlierern des Jahres zählt.
CEO Bob Kunze-Concewitz ist für das zweite Halbjahr durchaus optimistisch gestimmt und erwartet sich eine positive Performance der Gruppe.
Nicht nur Pulteney stellt sich mit seinen offiziellen Abfüllungen neu auf (siehe hier), auch die Destillerie Fettercairn in den Highlands (im Besitz von Whyte & Mackay) hat heute international eine neue Range vorgestellt – und dabei einen Relaunch des Designs. Wobei – der Begriff Range ist da vielleicht nicht ganz zutreffend: Nur eine Abfüllung der vier, die heute präsentiert wurden, fällt in die Kategorie „Standards“, nämlich ein neuer zwölfjähriger Fettercairn.
Hier alle Infos in einer kurzen Auflistung der Infos dazu:
Fettercairn 12yo – 40% Alk, ca. 55 Euro: Aus ex-Bourbon Fässern aus amerikanischer Weißeiche. In der Nase Vanille und Birne, Nektarinen, tropische Früchte und Röstkaffee am Gaumen. Das Finish mit dunklem Toffee und Sultaninen.
Fettercairn 28yo – 42% Alkohol, ca. 600 Euro: Aus ex- Bourbonfässern.
Fettercairn 40yo – 48.9% Alkohol, ca. 3600 Euro: Am 23. Dezember 1977 destilliert und in ex-Bourbonfässern gelagert, mit einem Finish in einem Apostoles Sherry Cask No. 6 für extreme Sherrynoten
Fettercairn 50yo – 47.9% Alkohol, ca. 12.000 Euro: Am 11. Juni 1966 destilliert, danach in ex-Bourbonfässern gelagert und in einem Tawny Port Pipe Fass gefinisht.
Irland ist unter unseren Lesern ein beliebtes Reiseziel, und die meisten Reisen auf die grüne Insel beginnen oder enden am Flughafen Dublin. Dort gibt es nun einen neuen irischen Whiskey zu kaufen:
Zur Eröffnung eines neuen Outlets am Terminal 2 hat Teeling Whiskey soeben die erste Abfüllung der Collinstown Collection auf den Markt gebracht – dieser Whiskey wird nur am Fluhafen Dublin und im Onlineshop des dort vertretenen Unternehmens The Loop zu finden sein.
Der zwölfjährige Whiskey wurde von Master Blender Alex Chasko komponiert, und zwar aus Malt und Grain Whiskey, der in ex-Loupiac Fässern aus Frankreich gefinisht wurde – damit ist er der erste irische Whiskey mit diesem Finish. Geschmacklich ist er laut den Angaben von Teeling sehr fruchtbetont.
6000 Flaschen dieses mit 46% abgefüllten Whiskeys wird es geben, der Preis beträgt 80 Euro inklusive Steuern.
Auch im Jahr 2017 konnte der Whiskytourismus in Schottland nach Zahlen der SWA, der Scotch Whisky Association, einen neuen Rekord aufstellen: 1.9 Millionen Besucher zählten die Brennereien, eine Steigerung von 11.4% im Vergleich zum Vorjahr.
Noch besser sieht es bei den Einnahmen der Brennereien durch die Touristen aus: Ganze 15.6% stiegen diese an. Insgesamt haben die Besucher 60.9 Milionen Pfund in den Besucherzentren der Destillerien gelassen, schreibt Drinks Retailing News. Das sind umgerechnet 32 Pfund pro Besucher.
Ein Punkt, der von der SWA angesprochen wird ist die hohe Besteuerung von Whisky in Schottland. Für viele Besucher, so Karen Betts, SWA Chief Executive, ist offensichtlich, dass der Whisky in der Brennerei mehr kostet als im Heimatland – das würde die Käufe deutlich bremsen und solle von Seiten des Gesetzgebers grundsätzlich überdacht werden.