Die Glasgow Distillery Company präsentiert ihre kommenden Abfüllungen. Bis Anfang 2020 erscheinen drei neue Abfüllungen, die zusammen dann die sogenannte Signature Range bilden. Als Erstes erscheint die ‚1770 Glasgow Single Malt Scotch Whisky – 2019 Edition‘. Dieser Whisky reifte zunächst in früheren Bourbon-Fässern und erhielt danach eine Nachreifung in Virgin Oak Casks, also Eichenfässern ohne Vorbelegung. Abgefüllt ist dieser Whisky in 0,5-Liter-Flaschen ohne Kühlfilterung mit 46 % Vol.. Er kann ab sofort auf der Website der Destillerie zu einem Preis von £49 vorbestellt werden. Die offiziellen Tasting Notes versprechen in der Nase dunkle Trocken-Früchte mit einem tropischen Unterton. Am Gaumen findet sich unter anderem süßer Butterscotch, das Finish beschreiben die Notes als lang mit „dick verteilter Orangenmarmelade, Muskatnussnoten untermalt von komplexer Holzigkeit und einer leichten Würze.“
Später in diesem Jahr soll mit 1770 Peated der erste getorfte Whisky dieser Brennerei erscheinen. Und 2020, wie The Whisky Business berichtet, erscheint dann 1770 Triple Distilled, ein dreifach destillierter Whisky der Glasgow Distillery.
Letztes Jahr kam die Barton 1792 Distillery in Bardstown, Kentucky, schon einmal in die negativen Schlagezeilen, als eines ihrer Lagerhäuser einstürzte und 18.000 Fässer Bourbon zum Großteil leck schlugen (siehe unsere Berichte hier).
Jetzt ist nochmals Ähnliches passiert: Wie USA Today in seiner europäischen Ausgabe berichtet, sind Tanks mit insgesamt fast einer halben Million Liter fermentierter Maische ausgeronnen (ein Vorprodukt der Bourbon-Produktion). Ein Bein eines 55.000 Gallonen fassenden sogenannten Beer Wells, knickte am Dienstag ein. Der zusammenbrechende Tank schlug drei weitere Tanks leck, sodass die gewaltige Menge von 120.000 Gallonen sich wie ein Schwall über das Brennereigelände ergoss. Zwei Personen wurden dabei verletzt, gottlob nicht lebensgefährlich.
Das Trinkwasser hält man seitens der Brennerei nicht für gefährdet. Man ist allerdings noch dabei, mit Experten gemeinsam die Situation einzuschätzen.
Falls es neue Entwicklungen in der Sache gibt, werden wir Sie auf dem Laufenden halten.
Wie englische Medien übereinstimmend berichten, ist heute der von uns bereits Anfang Februar in der TTB Datenbank entdeckteTamdhu 15yo offiziell von Ian Macleod Distillers vorgestellt worden. Er wird noch in diesem Monat weltweit ausgerollt und sollte dann in den Fachgeschäften erhältlich sein.
Der mit 46% Alkoholstärke abgefüllte Tamdhu stammt aus europäischen und amerikanischen Eichenfässern, die in Jerez/Spanien mit Oloroso Sherry präpariert wurden. In UK kostet die Abfüllung 85 Britische Pfund (ein Preis bei uns ist uns noch nicht bekannt).
Die jährlich neu abgefüllte limitierte Abfüllung soll Noten von Apfelkuchen, schwarzen Johannisbeeren, Orangenzesten, Ananas und Fenchel in der Nase offenbaren, am Gaumen dann Aprikosen, Himbeeren, Zitronentorte und Mandeln.
Eine interessante Jahreszusammenfassung über die Entwicklung des Whisky-Auktionsmarkts im abgelaufenen Jahr können Sie jetzt auf Whiskystats finden (danke an unseren Leser Jedi für den Hinweis). Er listet detailliert auf, wie sich Preise und Handel unter den verschiedensten Aspekten entwickelt haben und bietet viel Material für rückwirkende Überlegungen und Spekulationen über die Zukunft.
Generell hat 2018 viele Rekorde gebrochen, und – so sagt zumindest Whiskystats – es zeigen sich nach wie vor keine Anzeichen einer Verlangsamung des Wachstums. Allerdings verlagert sich der Handel. wenn auch nur leicht, weg vom Single Malt auf andere Kategorien. Und auch am Sekundärmarkt gewinnt No Age Statement-Whisky immer mehr Gewicht.
Diese und viele andere Daten sind im Report sehr anschaulich auch in Diagrammen dargestellt und textlich erläutert. Wer sich also etwas weitergehend informieren will, der findet dort eine gute Quelle. Und: ein zweiter Teil wird in Kürze folgen, der sich dann vor allem mit Jahrgangsabfüllungen und einzelnen Brennereien beschäftigen wird.
Ein weiteres Duo steht heute auf der Verkostungsliste von Serge Valentin auf seiner Seite Whiskyfun. Diesmal handelt es sich um die Speyside-Brennerei Glenrothes, und die beiden Bottlings kommen aus ganz untzerschiedlichen Perioden, auch wenn das Alter mit 22 und 18 Jahren nicht so unterschiedlich ist.
Der erste Glenrothes stammt vom unabhängigen Abfüller Maltbarn und wurde 2018 in die Flasche gefüllt. Er hat im Punktevergleich die Nase ganz knapp vor dem Glenrothes 1947/1975, der möglicherweise eine sehr, sehr frühe Originalabfüllung sein könnte (ganz sicher ist sich Serge da nicht, weil man eigentlich davon ausgeht, dass die erste Originalabfüllung im Jahr 1979 entstand) und dadurch von hohem whiskyhistorischem Interesse ist.
Hier jedenfalls die beiden Flaschen aus der Verkostung:
Glenrothes 22 yo 1996/2018 (48.7%, Maltbarn, sherry cask, 187 bottles): 87 Punkte
Glenrothes-Glenlivet 28 yo 1947/1975 (75° proof, OB): 86 Punkte
In Thuisbrunn wird unter dem vielfach ausgezeichneten Braumeister und Edelbrandsomelier Georg Kugler der Elch Whisky gebrannt. Dieser rauchige fränkische Single Malt wird mit Malz, das über deutschem Torf geräuchert wurde, erzeugt – ganz nach dem Geschmack des Brennmeisters, der selbst großer Fan von rauchigen Whiskys wie Ardbeg oder Laphroaig ist. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Whisky in Bourbon-, Sherry- und Akazienfässer gelagert wurde und von allen drei Holzarten mal mehr, mal weniger Charakter mitbekommt, je nach Batch.
Wir haben auf der Whiskymesse in Nürnberg mit Brennmeister Georg Kugler über den Elch Whisky gesprochen. Das etwas über vier Minuten lange Interview können Sie obenstehend oder auf unserem Youtube-Kanal sehen. Wir wünschen viel Vergnügen damit.
Heute, am internationalen Frauentag, hat die Brennerei Talisker ein Video veröffentlicht, das das rein weibliche Führungsteam der Destillerie (und wir reden hier von den aktuellen Belangen vor Ort) vorstellt: Diane Farrell, Senior Site Manager, Fiona Macintyre, Brand Home Manager und Jackie Robertson, Site Operations Manager. Zum Video, das wir Ihnen obenstehend zeigen dürfen, gibt es auch einen englischsprachigen Pressetext mit weiterführenden Informationen zu Talisker und den Frauen, die die Destillerie leiten:
Meet the all-female management team running the Talisker distillery
In celebration of International Women’s Day go inside the Talisker distillery to meet the all-female management team leading the production of this iconic Scotch brand, in a new short film released today.
As the world comes together to celebrate International Women’s Day this Friday, we celebrate the inspirational women at the helm of one of the world’s most iconic distilleries.
In a short film released today, viewers are transported to the Isle of Skye to take a tour of its oldest working distillery – the Talisker distillery – to hear from the women responsible for protecting the quality and heritage of this world-renowned whisky.
Talisker is a brand with an extremely rich heritage dating back to 1830 and is produced by the sea on the Isle of Skye.
The film features three women that head up the Talisker distillery team. These include:
• Diane Farrell, Senior Site Manager: Diane oversees the working of both the distillery and the visitors centre, leading a diverse team at this iconic site.
• Fiona Macintyre, Brand Home Manager: Fiona is responsible for the visitor centre, which brings to life the story of Talisker for up to 90,000 visitors from around the world each year.
• Jackie Robertson, Site Operations Manager: Jackie manages the production process of Talisker whisky from grain to glass, which operates 24 hours, 7 days a week.
These women serve as custodians for the Talisker brand and ensure that the distillery is not only producing the highest quality liquid but also playing its part within the wider community of the Isle of Skye.
Commenting on the all-female team, Diane Farrell, Senior Site Manager, Talisker distillery, said:
“It’s very rare to have an all-female team in the malt distillery industry so I’m extremely proud of the fact that I’ve got an all-female management team.”
Fiona Macintyre, Brand Home Manager, said:
“It’s not just men that are running the industry, females are involved and there are now more and more women in the whisky industry.”
Jackie Robertson, Site Operations Manager, said:
“Talisker plays a huge role on the Isle of Skye. We have between 75,000 and 90,000 visitors come to Talisker each year so from an economy perspective it brings a lot of business to the Island.”
At Diageo we view diversity as a key enabler that helps our business to grow. Women have always and continue to play a leading role within our Scotch business, from 1893 when John Walker & Sons bought Cardhu distillery, the home of Johnnie Walker, from its owner Elizabeth Cummin, to the present day where almost half of our 12-strong Johnnie Walker blending team are female.
In January 2019 Diageo was recognised in the Bloomberg Gender Equality Index. In 2018 Diageo was named by Thomson Reuters as the 4th most inclusive and diverse company in the world and ranked by Equileap as the best company in the UK for gender equality.
Einen Caol Ila, der mehr als 30 Jahre im Fass verbracht hat, wird man nicht gerade kistenweise bei sich daheim stehen haben. Eigentlich schade, dass das nicht geht, denn mit einer langen Reifung tendiert Caol Ila dazu, umwerfend komplex zu werden, ohne dabei die ausgeprägte Rauchigkeit zu verlieren. Nicht immer, aber doch oft genug, um große Augen zu bekommen, wenn man solche gereiften Abfüllungen sieht – zum Beispiel auf Messen. Das sind dann Zeitpunkte, wo man auch mal für einen Dram tiefer in die Tasche greifen kann.
Zwei dieser alten Caol Ilas hat Serge Valentin heute verkostet, und es wird nicht verwundern, dass beide sehr hoch bewertet werden:
Caol Ila 1983/2018 ‘Smoky Nectar’ (46%, Wemyss Malts, hogshead, 211 bottles): 90 Punkte
Caol Ila 36 yo 1982/2018 (54.3%, Kingsbury, Or Sileis, Taiwan, hogshead, cask #701, 154 bottles): 93 Punkte
Für Whiskyfreunde haben Whiskyfässer einen besonderen Zauber – sind sie doch eine materielle und angreifbare Verbindung zum Wasser des Lebens – und sie tragen den Atem des Whiskys in sich.
Es sollte also niemanden wundern, wenn ein whiskybegeisterter Tischler früher oder später auf die Idee kommt, mit diesen alten Fässern zu arbeiten. So einer ist Nils Greese von whiskyfässer.com. In der Tischlerei Greese in Laage nahe Rostock haucht er gemeinsam mit seinem Team alten Fässern neues Leben ein – und macht daraus dekorative, aber auch nützliche Objekte.
Wir haben Nils Greese auf der Whiskymesse Nürnberg vor unsere Kamera und unser Mikrofon gebeten und ihn zu seiner Arbeit befragt. Er erzählt uns, wie er die Fässer aussucht, was sich aus ihnen machen lässt – und was wir gemeinsam mit ihm noch in diesem Monat für unsere Leser verlosen werden.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dem fünf Minuten langen Interview, das Sie natürlich wie üblich auch auf unserem Youtube-Kanal finden (dürfen wir Sie dazu einladen, diesen zu abonnieren?)
Ein Blick in die us-amerikanische TTB-Datenbank hat uns auf drei neue und interessante Whiskys aufmerksam gemacht. Wir sind uns nicht sicher, ob alle auch bei uns in Europa erscheinen werden, aber sie sind zu besonders, um sie unerwähnt zu lassen.
Beginnen wir mit einer Originalabfüllung aus der Speyside-Destillerie Glen Keith. Der Glen Keith 21yo stammt natürlich noch aus der Zeit vor der Renovierung der Brennerei durch Chivas Brothers und ist das erste offizielle Lebenszeichen aus der Brennerei seit einiger Zeit. Er wird mit 43% abgefüllt werden und scheint ein Bestandteil einer Bottling-Linie zu werden, da er als Batch geführt wird. Die Flaschenanzahl pro Batch ist aus dem Label nicht ersichtlich.
Dann gibt es da einen Benromach Cask Strength, Batch 1, bottled in 2018. Die Speyside-Brennerei hat ihn mit 58.2% abgefüllt. Mehr erzählt die Flasche nicht, wir dürfen gespannt sein.
Und dann haben wir noch einen elfjährigen Lagavulin gefunden, den Lagavulin Offerman Edition, benannt nach dem amerikanischen Schauspieler und Komiker, der schon seit einiger Zeit für Lagavulin wirbt. Er ist mit 46% abgefüllt, und es ist durchaus denkbar, dass er – seines Bezuges wegen – eine US-exklusive Ausgabe sein wird. Wir haben jedenfalls die Etiketten für Sie:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Die Whisk(e)ymesse Nürnberg ist vorbei – und das in jeder Linie höchst erfolgreich. Einen kurzen Rückblick aus Sicht des Veranstalters gibt der nachfolgende Pressetext, den uns die Messe zugesendet hat – und der auch schon den Termin für nächstes Jahr verrät:
Die Welt des Whisk(e)ys traf sich in Nürnberg
Die Whisk(e)y-Messe Nürnberg THE VILLAGE erlebte in diesem Jahr erneut einen starken Besucherzuwachs: An den zwei Messetagen kamen 18.100 Experten und Neugierige, die sich intensiv für die Angebote interessierten und die Möglichkeiten für Fachgespräche und Beratung in Anspruch nahmen. Das exklusive Pre-Opening am Vorabend der Messe ist mittlerweile ein Szene-Event, das bereits im Vorfeld ausverkauft war.
Zur Whisk(e)y-Messe THE VILLAGE konnten die Besucher aus rund 2.500 Whisk(e)ys im Messezentrum Nürnberg ihren Favoriten auswählen. Unter den rund 90 Importeuren und Destillerien waren sowohl regionale und nationale Brenner als auch Anbieter aus ganz Europa, Nordamerika und Asien. Besucher aus ganz Süddeutschland kommen jedes Jahr im März zur VILLAGE nach Nürnberg.
Internationale Importeure haben THE VILLAGE mittlerweile fest in ihrem Kalender verankert: Lisa Marie de Ridder von Diversa Spezialitäten präsentierte Bruichladdich auf der Whisk(e)y-Messe Nürnberg und zog eine positive Bilanz: „Es war noch mehr los als im Vorjahr, die Besucher waren sehr wissbegierig und gut drauf. THE VILLAGE ist für uns eine der wichtigsten Messen geworden, gerade was die Markenbildung von Bruichladdich angeht. Nürnberg ist unsere „favorite“ Whisk(e)y-Messe!“
Auch regionale Whisk(e)y-Brenner präsentieren sich bei THE VILLAGE, wie zum Beispiel Elch Whisky aus der Fränkischen Schweiz. Marcel Gath spürt, dass sich viele Besucher auch bei der Auswahl des Whisk(e)ys gerne in der Region umsehen: „Dies ist unser zweiter Auftritt auf der Whisk(e)y-Messe und es war letztes Jahr schon klasse und wir konnten dieses Jahr noch einmal eine Steigerung verzeichnen. Super Resonanz und wir merkten, dass das Interesse an deutschen Whiskys sowie regionalen Produkten steigt.“ Aber auch die Angebote internationaler Anbieter kamen bei den Besuchern gut an. John Shutt von der Michter’s Distillery aus Kentucky (USA) war zum ersten Mal auf der Whisk(e)y-Messe in Nürnberg: „This was our first time at the show and I really can’t say anything more than: what a great show! I had great conversations. The people are really becoming interested in American Whiskey. I will definitely be back next year.”
Die Nachfrage nach exklusiven Abfüllungen und Raritäten war groß. Durch die professionelle und individuelle Beratung der Whisk(e)y-Experten, fand jeder Besucher auf THE VILLAGE den richtigen Whisk(e)y. Auch Spezialabfüllungen, Limited Editions und ausgefallene Whisk(e)y-Kombinationen kamen bei den Besuchern gut an.
Die New Spirits-Area präsentierte bereits zum zweiten Mal bei THE VILLAGE verschiedene New Makes, die noch auf dem Weg zum Whisk(e)y sind, denn das Destillat wird erst nach drei Jahren Reifezeit zum Whisk(e)y. Viele junge Whisk(e)y-Destillerien nutzten die Möglichkeit, sich einem interessierten Publikum zu präsentieren: Bogi Karbech Mouritsen eröffnet in diesem Jahr auf den Färöer Inseln eine Destillerie, für die er bei THE VILLAGE Unterstützer und Interessenten fand. Auch wenn der erste Whisk(e)y erst im Jahr 2023 verkostet werden kann. Ebenfalls mit einem New Make im Gepäck reiste Taiko Nakamura aus Japan an: „This is the first time we show our product in Germany. The people welcomed it and we had a very good selling.”
Michael Gradl von Gradls Whiskyfässla unterstützt die Whisk(e)yMesse seit ihrer Geburtsstunde und hatte unter anderem die exklusive THE VILLAGE Fair Edition im Angebot: „Aufgrund der riesigen Kauflaune der Besucher möchten wir uns entschuldigen, dass wir nicht jeden ausführlich bedienen und beraten konnten. Die Stimmung war an allen drei Tagen bombastisch.“
In 45 Master Classes und Basic Seminaren haben sich Neugierige und Experten über Neuheiten und Besonderheiten in der Welt des Whisk(e)ys informiert. Neben dem großen Whisk(e)y-Angebot gibt es bei THE VILLAGE verschiedene Lifestyle-Artikel, wie TweedMode und Dekoration. Eine viertel Tonne Haggis, 1.500 Baked Potatoes, 300 kg Irish Stew, 200 kg Whisky-Backschinken und drei Zentner Lachs sorgten für die richtige Grundlage für die Verkostung der Whisk(e)ys. Uisge Source hat das richtige Wasser für die einzelnen Whisk(e)ys geliefert: Wasser mit unterschiedlichen Chemikalien bringt im selben Whisky unterschiedliche Aromen hervor, deswegen wird empfohlen, das Wasser, aus dem der Whisky hergestellt wurde, oder das aus derselben Quelle stammt, hinzuzufügen.
Im nächsten Jahr findet die Whisk(e)y-Messe Nürnberg THE VILLAGE am 29. Februar und 1. März 2020 statt und wird wieder von der R(h)um-Messe PUEBLO DEL RON begleitet. Das beliebte Pre-Opening erlaubt bereits am Vorabend, dem 28. Februar einen ersten Einblick in THE VILLAGE 2020. Der Zutritt zur Whisk(e)yMesse Nürnberg und R(h)um-Messe Nürnberg ist erst ab 18 Jahren gestattet.
Die Whiskymesse „The Village“ in Nürnberg ist gestern zu Ende gegangen, und von Seiten der Aussteller wie des Publikums hört man nur Lobendes über die Stimmung und die Auswahl an Whisky und Rum, die dort anzutreffen war.
Auch wir haben am Freitag zum Pre-Opening die Messe besucht und einige interessante Interviews von dort mitgebracht – wie zum Beispiel jenes mit Seán Scully von der irischen Clonakilty Distillery, die heute übrigens offiziell ihre Pforten öffnet. Die Brennerei in West Cork hat zwar noch keinen eigenen Whisky im Angebot, aber bereits einige Abfüllungen unter dem eigenen Label – ein Vorgang, der in Irland schon immer üblich war. Und dass man sich auch als Bonder nicht zu verstecken braucht, konnte Scully mit dem eigens mitgebrachten Fass für eine exklusive Messeabfüllung in Fassstärke am Stand von irish-whiskeys.de beweisen.
Sehen Sie obenstehend unser knapp drei Minuten langes Interview mit Seàn Scully zu seiner Person und der Destillerie. Mehr Videos und Interviews finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
Am 17. März wird die Welt für einen Tag grün und irisch – denn da feiert man rund um den Globus traditionell den St. Patrick’s Day – in Gedenken an den Todestag des irischen Bischofs Patrick, der im 5. Jahrhundert lebte.
Fast schon traditionell ist es auch, dass wir Sie dazu einladen, mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland (der die Preise zur Verfügung stellt) und uns den St. Patrick’s Day zu begehen, und das natürlich mit ausgesuchtem irischem Whiskey. Gleich sechs original irische Whiskys können sechs Glückliche diesmal gewinnen – die Gewinnfrage lässt sich durch Lesen dieses Artikels leicht beantworten.
Diese Woche haben Sie noch die Chance – also mitspielen!
Hier sind die Flaschen, die Sie bei uns gewinnen können, in der Beschreibung durch Beam Suntory:
Kilbeggan Single Grain
Bereits seit 1757 wird Kilbeggan Irish Whiskey in der ältesten lizenzierten Whiskey-Destillerie der Welt traditionell hergestellt und gilt jeher als bestgehütetes Whiskey-Geheimnis Irlands. Zweifach destilliert, erhält er die für irische Whiskeys typische Milde und gleichzeitig seinen charaktervollen und harmonischen Geschmack, dessen Geheimnis es zu entdecken gilt.
Der Kilbeggan Single Grain Whiskey ist die Weiterentwicklung des bekannten Kilbeggan 8 Jahre. Kilbeggan Single Grain ist ein deutlich hochwertigerer Premium Blend aus verschiedenen Altersstufen von bis zu 15 Jahren. Durch die Lagerungen in verschiedenen Fässern, unter anderem PX Sherry, Madeira und Bordeauxwein, erhält der Kilbeggan Single Grain einen besonders komplexen Geschmack. Dieser Premium Irish Whiskey hat 43 % Vol.
Tasting Notes
Aroma: Reife Früchte mit Nektar, Pflaume und Zedernholz Geschmack: Markant und würzig und dabei gleichzeitig mild Abgang: Vollmundig und langanhaltend mit Anklängen von Kaffee
Kilbeggan Rye
Eine einzigartige Tradition wird fortgesetzt: Die Herstellung von Rye Whiskey war in den Jahren um 1890 in Irland sehr verbreitet, geriet während der Prohibition und dem irischen Unabhängigkeitskrieg jedoch in Vergessenheit.
Die besondere Zusammensetzung aus Malz, Gerste und Roggen bei der Maische und die für Kilbeggan typische zweifache Destillation ergeben einen besonders fruchtigen und gleichzeitig würzig-charaktervollen irischen Whiskey.
Tasting Notes
Aroma: Grüne Früchte und Zitronen mit würzigen Aromen von weißem Pfeffer und Anklängen von Ingwer Geschmack: Wärmend mit Anklängen von cremiger Vanille und Biscuit mit einer besonderen Würzigkeit und einem Hauch von Nelken Nachklang: Langanhaltend und vollmundig mit Vanille, kandierten Früchten und Gewürzen
Die atemberaubende Region Connemara mit ihrer zerklüfteten Küste, ihren majestätischen Bergen, den klaren Flüssen und den torfhaltigen Moorlandschaften sorgt für alle natürlichen Ressourcen die benötigt werden, um einen reichhaltigen, geschmackvollen Whiskey herzustellen. Es liegt daher nahe auf den hand-gestochenen Torf vor der Haustür zurückzugreifen und die Gerste am Ende des Mälzens über Feuer zu trocknen.
Connemara wird in 2 kleinen Potstills zweifach destilliert, beide gleich groß und mit einem langen, schmalen Hals. Danach reift das Destillat in amerikanischen ehemaligen Bourbonfässern.
Tasting Notes
Aroma: Rauchige Torfigkeit, verfeinert mit leichten Honignoten und einem Anklang von getrockneten Früchten.
Geschmack: Sehr weich, mit Honignoten, Malz- und Fruchtaromen, gefolgt von dem vollmundigen Torfaroma.
Abgang: Lang, mit süßen Honignoten und einem kraftvollen, torfigen Finish.
Connemara 12 Years Old
Connemara ist heute der einzige rauchige Single Malt Whiskey aus Irland und wird nach irischer Tradition zweifach destilliert. Nach der Lagerung in Ex-Bourbon Fässern entsteht ein ganz besonders ausgeglichener Whiskey mit milder Süße und komplexen Torfaromen.
In Connemara Peated Single Malt 12 Years wurden einige der ältesten Connemara Destillate vermählt für einen Whiskey von großartig aromatischer Vielschichtigkeit und Raffinesse.
Tasting Notes
Aroma: Ausdrucksvolles Aroma mit lebhaften Malznoten und torfiger Rauchigkeit. Geschmack: Milder, harmonischer Geschmack, in dem fruchtige und torfige Nuancen eine exzellente Verbindung eingehen. Abgang: Kräftige Würznoten dominieren, ohne die delikate, cremige Torfigkeit zu überdecken.
1876 entstand eine Legende…seine Geschichte beginnt auf der Rennbahn:
Die Wettquote beim National Produce Derby von 1876, dem wichtigsten Pferderennen Irlands, stand 1:100 gegen das Fuchs-Hengstfohlen mit Namen Tyrconnell. Doch die Buchmacher sollten sich irren, denn nach einem eher langsamen Start begann Tyrconnell immer schneller zu galloppieren und entschied das Rennen für sich. Dieser grandiose Sieg veranlasste seine Besitzer, die berühmte Distillerfamilie Watt aus Derry, eine Jubiläumsabfüllung mit ihrem besten Malt nach dem berühmten Rennpferd Tyrconnell zu bennenen. Bis heute ist das Bild des Siegerrennens auf dem Etikett verewigt.
So traditionsreich der Whisky, so neu ist das Design des Tyrconnell 10 Years Old Madeira Cask – es wird in Kürze auch beim 10YO Port Cask Finish und 10YO Sherry Cask Finish zu sehen sein.
Als Teil der Weinfinish-Edition Serie von Tyrconnell erhielt dieser irische Single Malt nach einer Lagerung in Ex-Bourbonfässern zusätzlich eine Nachreifung in äußerst raren Madeiraweinfässern, die dem Whiskey charakteristische Noten von Rosinen und Honig verleihen.
Tasting Notes
Aroma: einzigartige Kombination aus Orangen- und Mangonoten sowie der Süße von Marzipan Geschmack: seidenweicher Geschmack mit Anklängen von Gewürzen und Noten von Rosinen, Frucht und Honig Abgang: langes, warmes Finish
Tyrconnell 15YO Madeira Cask Finish
Der Tyrconnell Single Malt Whiskey ist für 15 Jahre in amerikanischen ExBourbon Weißeichenholzfässern gereift, abgeschlossen mit einer ExtraReifezeit in Madeira Weinfässern von der gleichnamigen Insel in Portugal. Das verleiht diesem irischen Whiskey eine einzigartige Reichhaltigkeit und Komplexität. Die doppelte Destillation führt zu einem reicheren Geschmack des Tyrconnells und kreiert hierdurch einen Single Malt mit einem delikaten Geschmack und einer cremigen Präsenz.
Tasting Notes
Nase: Waffelgebäck und süßes Vanille-Aroma vermischt mit Bananenbrot und dunkelroter Fruchtschale. Sehr weich, zugänglich und untergründig anhaltend mit Haselnuss und dunklem Zucker. Geschmack: Zunächst weich gefolgt von einer Explosion von Würze. Leicht ölig, umkleidet den Mund mit Steinfrüchten und Anklängen von Pfirsich-Melba und frischen Zitrusschalen. Nachklang: Überraschend langanhaltend, zunächst süß mit Steinfrucht im Vordergrund gefolgt von getrockneten Orangenschalen und einem würzigen, langanhaltendem Finish.
Und so gewinnen Sie einen der sechs Whiskys von Beam Suntory zum St. Patrick’s Day:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Von wem hat der irische Tyrconnell-Whiskey seinen Namen?
a) von einem Adeligen
b) von einem Rennpferd
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Irland“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 10. März, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 11. März bekannt. Der Versand der Flaschen erfolgt dann durch Beam Suntory Deutschland.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Irland“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 10. März 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden am 11. März 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Beam Suntory und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch Beam Suntory Deutschland. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Sample: Ardbeg Deutschland Verkoster: Bernhard Rems
Am Wochenende ist bei uns ein Sample des Ardbeg Drum Committee Release im Posteingang gelandet (vielen Dank dafür) – und natürlich haben wir uns bei erster Gelegenheit ein Glas und eine ruhige Ecke gesucht, um unsere Eindrücke über den Whisky, der ab 6. März für Committee-Mitglieder zu erstehen ist, zu Papier zu bringen.
Hier also ein Einblick in das, was uns zum Ardbeg Drum durch den Kopf gegangen ist:
Nase: Typischer Ardbeg-Rauch von Beginn an. Vanillecreme, Crème brûlée, reife Ananas und ein paar Tropfen Limettensaft. Dominant ist in der Nase die Süße, der Rauch breit, aber untergeordnet, und dazu ein Hauch von Fischkutterduft.
Gaumen: Cremig weich im Antritt, Süße wie Honig mit ein paar Krümel Meersalz, der „typische“ Ardbeg badet sich darin und muss sich erst langsam freikämpfen. Kandiszucker, danach Asche und etwas Pfeffer. Der Rauch braucht etwas, bis er aufblüht, dazu bringt er wieder Vanile und Crème brûlée, eine Rumnote kann man in ihm wenn, dann überhaupt erst sehr spät zum Abgang hin erahnen, dazu etwas Schokoraspel, die dem ganzen noch eine interessante Wendung geben. Insgesamt sehr mundfüllend.
Finish: Lang, die Süße und der Rauch vermengen sich, am Gaumen scheint es Fäden zu ziehen. Etwas Bitternoten, erloschenes Lagerfeuer, ein paar Tropfen aus einer abgestandenen Karamalzflasche. Die Süße wird mit jedem Schluck dominanter am Gaumen, der Rauch im Finish.
Alles in allem: Spannend, unterhaltsam, ungewöhnlich – und trotzdem ein eindeutiger Ardbeg. Die Rumfässer sind im Mix dezent genug, um gefallen zu können, und der Ardbeg Rauch deutlich genug, um den Destilleriecharakter mitzunehmen. Kann man mehr von :).
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.