Von irish-whiskeys.de sind wir über eine interessante Neuerscheinung aus Irland informiert worden: Der Dingle Pot Still Whiskey Batch 2 aus der kleinen, an der Westküste im gleichnamigen Fischerdorf gelegenen Brennerei, kommt nach Deutschland. Bitte finden Sie untenstehend alle Infos dazu:
Der Hafen von Dingle. Bild: Whiskyexperts
Neu: Dingle Pot Still Whiskey Batch 2
Im November 2012 eröffnete seit vielen Jahrzehnten wieder eine neue Destillerie im Westen Irlands – am äußersten Zipfel Europas, auf der Halbinsel Dingle.
Produziert werden Whiskey, Gin und Vodka. Es war ein monumentaler Moment, als im November 2012 der erste Tropfen Spirit zu fließen anfing.
Es war der erste Whiskey, der außerhalb der großen drei Destillerien produziert wurde. Dingle ist eine kleine Destillerie, die viel Wert auf hohe Qualität legt.
Jeden Tag werden nur zwei Fässer produziert. An der Atlantikküste sollen Single Pot Still Whiskeys und Single Malts produziert werden. Dingle produziert auf 3 kupfernen Pot Stills.
Das zweite Release des Dingle Pot Still Whiskey kommt nach Deutschland.
Für dieses zweite Release wurden sorgfältig ausgesuchte Fässer ausgewählt. Der Whiskey reifte in Bourbon-, Oloroso Sherry- und Pedro Ximenez Fässern. Eine einzigartige Kombination für einen hervorragenden Dingle Pot Still Whiskey. Der Whiskey ist voll von würzigen Noten und einer schönen Süße in der Nase. Die Pot Still Aromen kommen in dem Whiskey schön hervor.
Hierbei handelt es sich um eine streng limitierte Abfüllung. Der Whiskey wurde mit 46,5 % abgefüllt und ist nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.
Tasting Note:
Aroma: Süße, pfeffrige Noten, Pot Still Würze, dunkle Fruchtnoten
Geschmack: ölig, dunkle Schokolade, getrocknete Früchte, Pot Still Würze, etwas Süße
Wenn ein Edradour rauchig ist, dann nennt er sich Ballechin, so wie sich zum Beispiel ein Bruichladdich mit getorfter Gerste gebrannt Port Charlotte nennt oder Octmore. Einige offizielle (Standard)abfüllungen davon gibt es überall zu kaufen, wo man auch Edradour findet, und hin und wieder sieht man auch unabhängige Ballechins – das aber nicht zu häufig.
Fünf Ballechin-Abfüllungen hat Serge Valentin heute für sein Tasting versammelt, einen davon aus der Standard-Range der Destillerie, die restlichen vier sind Einzelfassabfüllungen für Whiskygeschäfte. Und alles, was es heute an Punkten für diese fünf gibt, hat einen Achter vorne – also durchwegs gute bis ausgezeichnete Tropfen nach Serges‘ Lesart, mit der Originalabfüllung als Sieger.
Hier wie üblich die punktuelle Auflistung der Verkostung von heute, für den tieferen Einblick einfach unserem Link folgen:
Ballechin 2011/2018 (59.9%, La Maison du Whisky, 20 Rue d’Anjou, bourbon barrel, cask #312, 218 bottles): 80 Punkte
Ballechin 12 yo 2005/2018 (61.5%, Signatory Vintage for The Whisky Barrel, sherry hogshead, cask #160, 291 bottles): 83 Punkte
Ballechin 10 yo (46%, OB, +/-2014): 89 Punkte
Ballechin 11 yo 2004/2015 (54.6%, OB, for Vintage Wines, USA, Manzanilla finish, 507 bottles): 87 Punkte
Ballechin 13 yo 2004/2017 (52.5%, Signatory Vintage, Straight From The Cask, for Caveau d’Ostwald, 1st fill Burgundy pinot noir, cask #26): 85 Punkte
Einen Meilenstein in ihrer Geschichte hat die irische Teeling Distillery erreicht: Wie die Brennerei in einer Presseaussendung mitteilte, hat man in Dublin Fass Nr. 10.000 abgefüllt – kurz nach der Veröffentlichung des ersten dreijährigen Whiskeys.
Award Winning Teeling Whiskey Fills 10,000th Cask of Dublin Distilled Whiskey
Landmark coincides with the launch of its new Dublin distilled Teeling Single Pot Still
Teeling Whiskey, Ireland’s leading progressive whiskey producer, is very proud to announce the filling of its 10,000th cask of whiskey distilled in Dublin from its award winning Teeling Whiskey Distillery. The Teeling Whiskey Distillery fired up its stills in 2015 and with that, began to write a new chapter in the illustrious history of Dublin whiskey as the first new city based distillery in over 125 years in Dublin. This landmark coincides with the recent release of the first bottling of Teeling Single Pot Still Irish whiskey distilled at its Dublin based Teeling Whiskey Distillery.
Dublin whiskey and its distilleries were at the forefront of the previous Golden Era for Irish whiskey in the 19th century and it was a very dark day for Irish whiskey when during the 1970s these last remaining distilleries closed their doors. The opening of the Teeling Whiskey Distillery in 2015 marked a new chapter in the history of Dublin whiskey distilling, firmly putting Dublin and Teeling Whiskey at the forefront of a new wave of distilleries, that are driving a new Golden Era for Irish whiskey.
The first commercial release of Teeling Whiskey exclusively distilled in Dublin, was produced from a recipe of 50% un-malted barley and 50% malted barley, a uniquely Irish Single Pot Still mash bill made famous by Dublin distillers. However over the last three years multiple recipes have been used leading to a range of Single Pot Still, Single Malt, Peated Single Malt and some innovative recipes such as a Crystal Malt, Crystal Rye and an old Dublin Porter new make spirit being filled in a wide range, size and styles of casks that make up the 10,000 casks.
Commenting on the 10,000th cask being filled, Jack Teeling, Founder and Managing Director of Teeling Whiskey said:
“We have been delighted with the overall interest and response to our first Dublin distilled whiskey with our Teeling Single Pot Still being officially our fastest selling whiskey release. Filling of our 10,000th casks ties in with our strategy to ensure we have a wide range of styles and inventory to allow us to lead the evolution of the category as well as allow us to scale our business as Irish whiskey continues to segment and premiumise. We look forward to helping drive a new golden era for Dublin and Irish whiskey. ”
The first Batch of the Teeling Single Pot Still was launched in October and is exclusively available in Ireland through the Teeling Whiskey Distillery gift shop, Dublin Airport and select independent off-licenses. The Teeling Single Pot Still Irish whiskey 70cl bottle comes in a gift tube and is bottled at 46% with an RRP of €55.00.
Unser Gastautor und international renommierter Sensorik-Experte Reinhard Pohorec hat sich diesmal nicht in einen Whisky, sondern in ein Buch über Whisky vertieft – in das Malt Whisky Yearbook 2019 von Ingvar Ronde.
Pflichtlektüre oder einfach nur noch ein Buch über Whisky? Finden Sie es mit Reinhard Pohorec heraus:
Rezension: Malt Whisky Yearbook 2019
Oops, he did it again…
It’s that time of the year again… Die Turmbau-zu-Babel Adventkalender Stapel, schweres Artilleriefeuer von Weihnachtsbäckerei Schweinereien oder achso-saisonale Lebkuchen Winterboten sind ebenso beinahe wieder aus den Regalen verschwunden, wie die Tiefkühl-Gen-Bomber von Truthahnmonstrositäten, die sich die-hard America-Great-Again Fans zum europäisierten Thanksgiving in die Back- sowie Speiseröhre schieben.
Kaum sind Halloween Grimassen und Kürbiskuchen verdaut, hat das Weihnachtsgeschäft seine schiere Gewalt über konsumfreudige Alltagsflüchtlinge ergossen. Und ehe man sich’s versieht, sind sie ja eigentlich alle auch schon wieder weg, weil lange vor Heilig Abend der Osterhase seine Schokolöffel feilbieten müsse. Oder so ähnlich.
Fakt ist: Herbst ist’s.
Manche murren es wäre jetzt wieder nur nass, grau, kalt, nebelig, (bitte setzen Sie hier ihr persönliches Lieblings-Grant-Bonmot ein), andere identifizieren die Jahreszeit untrüglich an Weltspartag, Allerheiligen und derlei beinahe vergessenen Feiertagen. Den meisten reicht die allmorgendliche Bettschwere und Snooze-Button-Depression zur vollendeten Herbstidylle.
Für die Whisky Community gilt: mehr kalt heißt mehr wärmendes im Glas, mehr trist heißt mehr vorm Kamin einmummeln und mehr Feiertage heißt mehr Gelegenheiten auszuschlafen. Allesamt triftige Argumente für den ein oder anderen Dram.
Passenderweise häufen sich während dieser Bar- und Whiskyjahreszeit die Veranstaltungen und Publikationen rund um das Lebenswasser.
Während sich manche dabei mit Plaketten, Medaillen, Weltmeister Titeln und ähnlichen – zumindest hoffentlich für die Produzenten – Lobhudeleien beschäftigt halten, steht ein Mann mit seinem zarten Büchlein Jahr ein, Jahr aus für höchst informatives Whisky Divertissement. Hard Facts: Zahlen, Daten, Fakten und globale Industry Insights.
Alle Jahre Wieder
Ingvar Ronde bestreitet mit seinem Malt Whisky Yearbook 2019 die 14. Auflage, eine bewegte und von Erfolg gezeichnete Geschichte. Die Publikation hat sich zur Pflichtlektüre für Whisky Interessierte entwickelt und läutet inoffiziell die spirituelle Herbstsaison ein.
Die Dynamik der Whisky Branche hat ein neues Level erreicht, die Zahl geplanter, in Bauphase befindlicher oder bereits operierender Destillerien ist so hoch wie selten zuvor. Umso aufwendiger scheint die Aufbereitung akkurater Up-to-date Informationen, umso eindrucksvoller die Tour d’Horizont, mit der Ronde durch die Whiskywelt führt.
Neben den erwähnten Neueröffnungen spezifiziert das Malt Whisky Yearbook überarbeitete Zahlen der etablierten Brennerei-Klassiker aus Schottland, Irland, Japan, den Vereinigten Staaten und Kanada sowie interessante Weltwhiskys. Ergänzt wird das Potpourri vom Reigen unabhängiger Abfüller, nennenswerter Whisky Shops sowie viel beachteter Online Plattformen. Egal ob man wissen möchte, wie viele Liter Reinalkohol Glenlivet neuerdings zu produzieren imstande ist, wo man am Besten seine Sammlerflaschen kaufen kann oder was honorige Experten zu einem speziellen Schluck zu berichten wissen, Ronde hat eine Antwort. Selbst hauseigene Verkostungsnotizen von über 200 Qualitäten findet man im Buch.
Mannschaftssport
Nicht jedes Wort, wie auch in den bisherigen Editionen, entstammt der Feder Ronde’s selbst, der „Autor“ hat mit seiner 2019er Ausgabe einmal mehr eine beeindruckende Mannschaftsaufstellung whisky-schreiberischer Spitzensportler aufs Feld geführt. Charles MacLean, Gavin D Smith, Jonny McCormick, Ian Wisniewski klingen die Namen aus der Kontributorenliste.
Den ersten Teil des Yearbooks abdeckend, gewähren sie Einblick in diverse Brennpunktthemen tagesaktueller Relevanz. Die kritische Frage was wirklich dran sei an der allgegenwärtigen Goldgräberstimmung, eine wohlaufbereitete Abhandlung zu Sherryfässern und deren Einfluss auf Reife und Entwicklung. Luftig präsentiert sich Joel Harrison’s Betrachtung des umgebenden Faktors Luft, während nostalgische Sentiments ebenso Berücksichtigung finden wie die wirtschaftlichen Aspekte Whisky Tourismus, Whisky Investment oder globale Start Up Projekte.
Nitty gritty
Ein besonders spannendes Bild zeichnen die Kapitel „The year that was“, in Kombination mit der Tabellen und Statistiken Sektion. Kompakt und verständlich lassen sich hier Schlüsselzahlen und marktrelevante Tendenzen herauslesen, interpretieren, sodass sich der geneigte Leser nicht nur ein exzellentes Bild machen sondern auch eigene Glaskugel Ausblicke wagen kann.
Selbst wenn Ronde’s Werk alljährlich die kalte Jahreszeit einläutet, einer drohenden Herbstdepression vermag die 14. Ausgabe des Malt Whisky Yearbooks mit geballter Kraft entgegenzuwirken.
In Begleitung eines guten Schluckes, als Solist für einsame Kaminstunden oder in illustrer Runde: mit den Zahlen, Daten und Fakten – ergänzt von charmant erzählten Rahmenanekdoten – lassen sich derlei dunkle Stunden erhellen und lange Abende erheitern.
2019 kündigt sich als nicht minder spannendes Whisky Jahr an, Ingvar Ronde wird auch dann mit Sicherheit die passende Lektüre dazu kredenzen. Wenn’s wieder Herbst wird, mit dem 15. Yearbook 2020.
Sehr zufrieden zeigen sich die Veranstalter des BOTTLE MARKET mit ihrer diesjährigen Messe, wie wir ihrer heutigen Pressemitteilung entnehmen können. Und auch der Termin für das nächste Jahr wird darin schon bekannt gegeben: Der BOTTLE MARKET 2019 findet vom 15. bis zum 17. November statt:
BOTTLE MARKET erzielte Besucherplus
Rund 125 Aussteller boten Spirituosen, Wein und Delikatessen
Zum fünften Geburtstag des BOTTLE MARKET in der Messe Bremen freuen sich die Veranstalter über ein Besucherplus für den Spirituosenbereich: Rund 4.500 Besucher wollten das Angebot an Whisk(e)ys, Gins, Rum-Sorten und anderem Hochprozentigen in Bar- Atmosphäre bei gedimmtem Licht kennenlernen, kosten und mit den Experten fachsimpeln. „Das sind rund 600 Menschen mehr als im Vorjahr“, sagt Projektleiterin Anja Rickmeier. Der Zuwachs sei auch an den Zahlen für den Verkauf von Tasting-Gläsern klar zu erkennen gewesen. „Die Menschen hatten viel Spaß – das erkennen wir aus der Besucherbefragung zum Beispiel an der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von rund 3,5 Stunden.“, sagt Anja Rickmeier, Projektleiterin bei der Messe Bremen.
Insgesamt kamen 17.987 Besucher in die Messe Bremen, in der zeitgleich auch die Christmas & more stattfand. Wer sich nicht an den sorgfältig dekorierten Ständen der 125 Aussteller umsah, hörte der Live-Musik zu, rauchte eine Zigarre zum Drink in der Zigarrenlounge oder verfeinerte seine Geschmacksnerven bei einem Tasting. Neben den Bränden aus aller Herren Länder stießen aber auch das große Weinangebot und die Auswahl an Delikatessen auf viel Interesse, wobei deutsche und italienische Weine, Käse, Wurstwaren und Confiserieprodukte sehr gefragt waren.
„Aus der Besucherbefragung wissen wir, dass 90 Prozent der Besucher 2019 wiederkommen wollen“, freut sich Anja Rickmeier. Immerhin rund jeder Neunte habe eine Anreise aus 100 Kilometern und mehr in Kauf genommen. Insgesamt stehe bei den Besuchern schottischer Whisky besonders hoch im Kurs, gefolgt von irischem und deutschem. „Jeder der, ein Freund des feinen Single Malt ist, sollte diese Messe besuchen“, sagte Iris B. aus Bremen, die ihren vollständigen Namen nicht verbreitet sehen möchte. Aber auch die Aussteller waren zufrieden. Peter Granåsen vom Unternehmen High Coast kommentierte: „Wir sind zum zweiten Mal da und wieder war es den weiten Weg von Schweden wert. Die Organisation ist gut, die Besucher sind relaxed. Wir haben gute Kontakte zu Geschäftskunden und Endverbrauchern geknüpft.“
Nach der Messe ist vor der Messe: Der nächste BOTTLE MARKET sowie die Christmas & more finden statt von Freitag bis Sonntag, 15. bis 17. November 2019.
Die Jahre zwischen 1920 bis 1933 gilt in den USA als die Zeit der Prohibition. Durch den 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten war die Herstellung, der Transport und der Verkauf von Alkohol landesweit verboten. Dies hatte natürlich zur Folge, dass die Whiskey-Brennereien in den USA schließen mussten. Die US-amerikanische Whiskey-Industrie brauchte sehr lange, um sich von den Nachwirkungen der Prohibition zu erholen. Erst zum Ende des letzten Jahrhunderts stiegen die Verkaufszahlen wieder annähernd auf die der Zeit vor der Prohibition.
Manche der alten Marken wurden in den letzten Jahren wieder aktiviert. Und oft soll hier auch noch die alte Mash Bill, also die Zusammensetzung der verschiedenen Getreidesorten, zugrunde liegen. Wer wissen möchte, wie denn Whiskey aus der Zeit vor der Prohibition schmeckt, dem bietet das Auktionshaus Christie’s eine wohl einmalige Gelegenheit. In New York kommt am 7. Dezember eine Sammlung solcher alter Abfüllungen zur Versteigerung. Günstig würde dieses Abenteuer allerdings nicht werden. Die Preise, die das Auktionshaus erwartet, bewegen sich fast durchgängig im mittleren vierstelligen Bereich, und zwar pro Flasche.
Mit einer ganz besonderen Eigenabfüllung in der Serie „A Dream of Scotland“ lässt das Brühler Whiskyhaus unter Marco Bonn eine interessante Weihnachtsüberraschung vom Stapel: Mit dem 40 Jahre alten Speyside Blended Malt 1977 Sherry Cask Matured hat man nach eigenen Angaben eine Besonderheit abfüllen können, die nach eigenen Angaben mit den klassischen alten Malts problemlos mithalten kann.
Welches diese Abfüllung ist, wie es zu ihr kam, was man von ihr erwarten kann und wie sie zu bestellen ist, entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Pressemitteilung, die Marco Bonn, der Besitzer und Abfüllungsverantwortliche, sehr persönlich gestaltet hat:
Nun ist es endlich spruchreif. Vor ein paar Monaten hatte ich mir ein ganz besonderes Sample zu einem ganz besonderen Abend aufgehoben.
An dem Abend hatten wir ein Gordon & MacPhail Raritäten Tasting und es wurden alte Schätzchen wie z.B. ein Strathisla Vintage 1969 oder ein Glen Grant 50 Jahre verkostet.
Still und leise habe ich an diesem Abend neben dem offiziellen Line-Up eine Fassprobe eines 40 Jahre alten Speyside Blended Malts verkostet, der aus meinem Geburtsjahr 1977 stammt.
Okay, okay … 1977 … wer mich kennt, weiß dass mir Objektivität nun doch etwas schwer fällt. Also habe ich vorsichtshalber meinen guten Freund Diedrich und meinen Mitarbeiter Hans probieren lassen. Die einhellige Meinung, dieser Blended Malt konnte locker mit den anderen Abfüllungen des Abends mithalten.
40 Jahre reifte der Whisky im Sherry Fass und wurde, was für die meisten alten Blended Malts eher untypisch ist mit Fassstärke von 52,1% Vol. abgefüllt.
Als ich die Fassprobe erhalten habe, wurde mir parallel auch der Fasspreis offenbart und mein erster Gedanke war, dieses Fass passt leider nicht zu meinen Auswahlkriterien. Nicht der Blended Malt hat mich abgeschreckt, aber der doch ordentliche Preis, den mein Lieferanten für den Whisky haben wollte.
Nach der Verkostung waren wir geradezu euphorisch, hat uns der Geschmack doch regelrecht umgehauen.
Was zurück blieb war die unternehmerische Angst vor dem Flaschenpreis. So habe ich noch ein paar Tage oder sagen wir besser Nächte nicht gut schlafen können, bis ich mich dann doch und dann aber mit Haut und Haar für dieses Prachtstück aus den 70igern entschieden habe.
Heute kam dann endlich die Meldung aus Schottland. Der Whisky wurde gebottled und das bedeutet im Normalfall (ha ha ha ha), dass wir wohl noch in diesem Jahr die Flaschen hier in Brühl begrüßen dürfen.
Zur Verfügung stehen: 218 Glanzstücke schottischer Destillierkunst, mit 52,1% Vol. und natürlich ohne Farbstoff und Kühlfiltrierung abgefüllt – und zwar als Großflasche zu 0,7l und als Sample zu 0,1l.
Beide Abfüllungen, also sowohl die Großflasche 0,7l zu 295,00 Euro als auch das Sample mit 0,1l zu 43,50 Euro werden bis zum 24. Dezember 2018 für einen 10% rabattierten Vorbestellerpreis ab heute in unserem Shop gelistet sein.
Der Versand beginnt voraussichtlich in den ersten Januar Wochen des Jahres 2019.
Scotch und Single Malt Puristen, bitte einfach weitergehen. Denn der Schwerpunkt der heutigen Verkostung auf Whiskyfun liegt auf Rye Whiskey. Bei dieser Spielart des fassgelagerten Getreidebrandes besteht der Hauptteil des verwendeten Getreides aus Roggen. Und dies sorgt für recht kräftige Aromen. Sehr verbreitet ist dieser Whisky in den USA, und deshalb finden wir in der heutigen Session fast ausschließlich Abfüllungen von dort. Die Einleitung des Tastings auf Whisyfun obliegt einem ungereiften Spirit aus Finnland – richtig, so etwas kann eigentlich auch Vodka genannt werden.
Acht Einzelfässer für Großbritannien, danach sehr rasch Releases für Europa, Asien und die USA – das ist der Plan der Speyside-Brennerei GlenAllachie für die Veröffentlichung ihrer Einzelfässer.
Nachdem anzunehmen ist, dass die Fässer, die für UK veröffentlicht werden, auch einen Ausblick auf das geben, was man im Rest der Welt erwarten kann, haben wir die englischsprachige Pressemitteilung dafür zur Veröffentlichung vorgesehen – wollen aber anmerken, dass für Deutschland mit einer gesonderten Mitteilung zu rechnen ist, wenn es dann soweit ist – und das sollte schon nächste Woche sein.
Zur Steigerung der Vorfreude hier aber einmal die englischsprachige Presseaussendung:
The GlenAllachie Distillery releases first batch of Single Casks
Whisky fans in the UK and worldwide can now explore the full spectrum of spirit being created at The GlenAllachie Distillery with the release of a series of Single Cask Editions, its first batches of single casks specially selected for different markets and retailers.
Master Distiller Billy Walker has personally chosen a selection of casks that showcase the GlenAllachie spirit in a variety of different ages, flavour profiles and cask types. Eight of the specially selected Single Casks will be available exclusively in the UK, with the remainder being released across key export markets including Europe, Asia and the USA.
The eight UK casks
Ranging in age from 10 to 29 years old, eight Single Casks have been specially selected for the UK by Walker, who bought the distillery near Aberlour in Speyside with his business partners Graham Stevenson and Trisha Savage, in October 2017. Each of the single casks is bottled at natural strength, with no added colouring and unchilfiltered to enhance the flavour.
The oldest releases include a 29-year-old from a Sherry butt, which boasts a rich taste of dark chocolate, toffee and bananas with sweet spices and hints of orange zest and mocha, and a 28-yearold from a bourbon barrel, noted for its taste of heather honey, pears, rosehips, orange peel and hints of dark chocolate.
The collection also features an 11-year-old from a Port pipe, which is rich in colour and delivers festive flavours such as Christmas cake, orange zest and spices, and a 12-year old from a virgin oak barrel, distinguished by its rich bronze colour and notes of butterscotch, damsons and mocha.
Huge range of casks and flavours
In the past, GlenAllachie, which was built in 1968, was primarily producing whisky for blends. But Walker has been meticulously exploring the distillery’s stocks to hand-pick casks reflecting the spectrum of spirit being created.
He said: “When we purchased GlenAllachie, I had the great pleasure of reviewing our stock across the warehouses and I was delighted to discover an array of outstanding casks.
“I’ve been in this business for a long time and there’s no better feeling than sampling from single casks and discovering so many different flavours from so many different wood types,
“The distillery produces a rich full-bodied spirit which works well across a variety of different casks and ages, this is what I wanted to show with the batch of casks I’ve chosen for the UK and our export partners. With over 50,000 casks of GlenAllachie now in stock maturing across a vast range of casks there is so much more to come.”
A busy first year at GlenAllachie
It’s been a busy first year at GlenAllachie for Walker. In February, Walker unveiled his first release, a batch of six limited edition single cask bottlings to mark the 50th anniversary of the distillery’s maiden production run on February 17th 1968. This was followed by a special bottling for the Speyside Whisky Festival in May; and the launch in June of the flagship GlenAllachie single malt range.
In October, The GlenAllachie Distillers Company toasted its first anniversary with the launch of MacNair’s Lum Reek, a range of peated Blended Malt Scotch whiskies that revive a traditional brand with contemporary twist.
GlenAllachie is now distributed to more than 30 markets worldwide and during its first year a total of 611,509 standard litres of alcohol have been produced and 87,944 peated litres of alcohol. The distillery has also added two new warehouses and increased its staff from seven to 17 employees.
„Reimagining the old to create the new“ – also in etwa „Das Alte vor Augen haben um Neues zu erschaffen“, das ist das Motto einer neuen Marketing-Kampagne, die Diageo für seine irische Whiskeymarke „Roe & Co.“ jetzt startet. Man will mit Roe & Co. vor allem in die Barszene gehen, hat man doch gemeinsam mit Bartendern und Master Blenderin Caroline Martin den Blend geschaffen.
Alan Mulvihill, European Roe & Co brand ambassador, sagt dazu:
Roe & Co is a unique blend of true Irishness and versatile modernity, which we want to show to consumers through a series of exciting workshops and events. We look forward to engaging people and breathing life into old trades and crafts – rejuvenating the old with the new. Watch this space.
Auch vor Ort, wo Diageo im Jahr 2019 die Roe & Co-Brennerei in einem Gebäude nahe der alten Destillerie wiedereröffnen will, tut sich einiges. Bei unserem Besuch konnten wir auch das Gebäude ablichten, in dem die neue Destillerie entstehen soll:
Es gibt bereits einige Gerüste, und auch Baucontainer sind hinter den blickdichten Mauern zu sehen.
Wenn man allerdings das Handy durch einen schmalen Spalt der Eingangstüre schiebt, dann kann man mit ihm einen Blick auf eine Fotomontage der Halle mit den Brennblasen erhaschen – hier exklusiv für Sie aufgenommen:
Am vergangenen Wochenende waren wir in Dublin und haben dort unter anderem die Teeling-Brennerei besucht. Die Destillerie in den Liberties ist seit etwas mehr als drei Jahren geöffnet und hat vor kurzem auch den ersten eigenen Whiskey abgefüllt. Natürlich haben wir diesen während unseres Besuches auch verkosten können – mehr dazu in unserer kommentierten Galerie, die Sie untenstehend finden.
Wer sich von der Teeling Distillery den Charme alter schottischer Brennereien erwartet, der wird von ihr enttäuscht werden – sie ist ein Neubau und als solcher bewusst darauf ausgelegt gewesen, die Brennerei in kompakter Weise präsentieren zu können. Die Präsentation des Brennvorganges in einem einzigen Raum ist sehr gelungen, und die drei Stills der Brennerei sind wahre Schönheiten. Dier Tour selbst ist recht informativ und sollte Whiskeyneulingen einen schönen Einblick gewähren.
Wir möchten uns bei der Verwaltung der Brennerei bedanken, die uns einen eigenen Guide stellte – und bei James, den Barkeeper in der Bar im ersten Stock, der uns jene Erstausgabe aus dem Moscatel-Fass, die man nur in einer Auktion ersteigern konnte, aus seiner privaten Flasche verkosten ließ.
Diesmal haben wir in der Galerie auch einige große Panoramaaufnahmen für Sie vorbereitet – zum Beispiel gleich die ersten beiden Bilder. Zum Vergrößern klicken sie die Bilder bitte einfach an, mit einem Mouseover wird auch der Beschreibungstext sichtbar.
Zwei Neuheiten haben wir für Sie in der us-amerikanischen TTB-Datenbank ausfindig gemacht, bei beiden sind wir uns nicht ganz sicher, ob diese für eine weltweite Veröffentlichung gedacht sind oder nur für den amerikanischen Markt – weil man sich bei solchen Einträgen naturgemäß ja niemals wirklich sicher sein kann. Eines ist allerdings klar: bei beiden neuen Abfüllungen wäre es sehr intererssant und wünschendwert, sie auch in unseren Geschäften zu sehen. Nachdem beide beim selben Importeur sind, haben wir mal kurz nachgefragt und werden die Antwort dann auch hier ergänzen.
Neuheit Nummer 1 ist ein Bladnoch 17yo als Destillerieabfüllung, der sich dem Label nach nahtlos in den neuen Auftritt der Lowland-Brennerei einfügen wird. Abgefüllt ist er mit 46.7% vol. Alk., er wurde in kalifornischen Rotweinfässern gefinisht.
Hier das einzelne Etikett, das in der Datenbank veröffentlicht wurde:
Als zweite Neuheit haben wir einen Wolfburn No. 375 ausgemacht, die dritte Veröffentlichung in der Small Batch Serie, mit 46% vol. Alk. abgefüllt, auf 5000 Flaschen begrenzt. Der ungefärbte Whisky wurde in ex-Bourbon Barrels der halben Größe gereift. Die Tasting Notes versprechen in der Nase die von Wolfburn gewohnte Süße, dahinter Kokosnuss und Vanille, am Gaumen Honig und etwas Demerara-Zucker im Abgang.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Der einzige gemeinsame Nenner, der sich für die heutige Verkostung bei Serge Valentin finden lässt, ist jener: Es sind Whisk(e)ys, die der Altmeister der schriftlichen Verkostungsnotizen im Glas hat. Denn ansonsten ist der Haufen an Abfüllungen so bunt und aus so vielen Gegenden, dass man sich mit einer Kategorisierung völlig überfordert fühlt.
Irland, Taiwan, Tasmanien und Indien – da kommen die Abfüllungen von heute her, und fast alle, mit einer einzigen Ausnahme, haben sehr gute Bewertungen. Aber lassen Sie uns gleich mit den Bewertungen der heutigen Session in medias res gehen:
Redbreast 21 yo (46%, OB, Irish, 2017): 88 Punkte
West Cork ‘Peat Charred Cask’ (54%, OB for La Maison du Whisky, The Chronicles, Irish blend, 2018): 76 Punkte
Hellyers Road 14 yo 2004/2018 ‘Peated’ (64.5%, OB, Tasmania, cask #4036.12): 87 Punkte
Paul John 6 yo 2011/2018 (56.3%, Cadenhead, refill barrel, 330 bottles): 87 Punkte
Maurice van Vliet, Managing Director der Vienna Distribution GmbH, hat uns mitgeteilt, dass ab sofort die zweite Ausgabe der Big Peat The Vienna Edition als eine der Ausgaben der Big Peat World Tour bei ihnen als Importeur der Sonderausgabe oder im ausgewählten österreichischen Fachhandel erhältlich ist.
Big Peat The Vienna Edition #2 von Douglas Laing ist mit 48% vol. Alk. abgefüllt, ohne Farbstoffe und ohne Kühlfiltrierung. Mit der Österreich-Flagge, den Alpen im Hintergrund und einem eher ländlichen Motiv ist sie jetzt eher nicht typisch wienerisch, sondern eher klassisch österreichisch gestaltet.
Die Tasting Notes lesen sich übersetzt wie folgt:
Nase: Lagerfeuerasche gemeinsam mit Malz und einem Hauch Seeluft.
Gaumen: Torf-Attacke, dazu getrocknetes Seegras, Speckstreifen und etwas Honig
Finish: Lang, entwickelt sich in Richtung verbrannter Toast, Mokka und Meersalz.
Ein Preis wurde uns vom Importeur der Abfüllung nicht genannt.