Ein guter Tag beginnt mit einer guten Verkostung (einer gelesenen meinen wir, keiner selbst vorgenommenen – das wäre wohl etwas zu früh ;-))- und wenig zu mäkeln gibt es heute bei den Whiskys in der montäglichen Verkostung von Serge Valentin auf seiner Seite. Glengoyne steht auf dem Programm, und die unabhängig geführte Highland-Brennerei ist in der Regel für positive Eindrücke gut.
So sieht das auch heute bei Serge aus. Durchwegs gute Benotungen, ob die Bottlings nun aus der Brennerei oder von Unabhängigen stammen.
Die Würfel sind gefallen! Bei unserem aktuellen Gewinnspiel ging es um hochinteressante und hochdekorierte Single Malts aus einem unserer Nachbarländer. Gleich drei Whiskys von Säntis aus der Schweiz durften wir gemeinsam mit unserem Partner Bremer Spirituosen Contor verlosen – darunter die Gewinner von Gold und Silber beim International Spirits Award IWS 2018.
Hier gibt es einige Infos zu dem Whiskys aus der in Appenzell am Fuße des Alpsteins beheimateten Brauerei Locher und wer sie gewonnen hat:
1. Preis: Limited Edition Alpstein XIV – Dolç de Mendoza Finish
Die 14. Edition der Alpstein-Serie wurde auf den ersten Blick ganz klassisch hergestellt, denn nach einer fünfjährigen Grundreifung des Whiskys in Bierfässern aus Eichenholz folgt eine zweijährige Nachreifung in Weinfässern. Der zweite Blick zeigt dann die Besonderheiten, denn diesmal erfolgte die Nachreifung in Süßwein-Fässern – einem bewährten Instrument der aromatischen Whisky-Entwicklung. Erstmals wurden zur Reifung nicht, wie gewohnt Sherry-, Portwein-, Pinot- oder Merlot-Fässer verwendet. Dieses Mal kamen Dolç de Mendoza Süßwein-Fässer aus Alicante in Spanien zum Einsatz.
Die Brauerei und Brennerei im Herzen Appenzells hatte schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Fässern des prestigeträchtigen Mendoza-Weingutes an der Westküste Spaniens gemacht, denn der in den gleichen Fässern nachgereifte Whisky der Appenzeller Whiskytrek-Serie, der ausschließlich im Besucherzentrum der Brauerei in Appenzell erhältlich ist, entwickelte sich zu einem der Publikumsmagneten der kompletten Reihe.
Wie schon bei den vorangegangenen Abfüllungen der Alpstein-Editionen wurde auch dieser Whisky nach einer ursprünglichen Reifung in traditionellen Bierfässern, die in diesem Fall fünf Jahre dauerte, anschließend für eine zweijährige Zweitreifung in die spanischen Süßweinfässer aus Alicante umgelegt. Nach Deutschland kamen 228 der insgesamt 2.200 abgefüllten Flaschen.
Tastingnotes:
Farbe: Leuchtendes Kupfer mit goldenen Reflexe
Nase: Apfelschale, Birnenschale, Bisquit-Teig, würzig-süßlich und weinig, etwas herbal wie frisch getrocknetes Heu, Rum-Rosinen, Vanille, Orangeat, Cocktail-Kirsche, Dörrzwetschge und Zwetschgenmus, sehr dezente Biernote im Hintergrund.
Gaumen: Röstaromen und Dörrbirne, würzig wie Muskat, Tonkabohne und Kardamom, Vanille und etwas Nelke, dunkle Schokolade gefüllt mit Zwetschgenmarmelade und Marzipan.
Nachklang: Warm und würzig, dabei sehr mundfüllend, insbesondere in der Mitte der Zunge bildet sich ein wärmender Fleck, dabei entwickelt sich ein seidiges Gefühl.
Bemerkung: Dieser Whisky hat eine ganz außergewöhnliche Komplexität, wie sie wohl noch nie in dieser Intensität bei einer Alpstein-Abfüllung beobachtet werden durfte.
Mit dem sechsjährigen Säntis Malt Edition Germany N°3, 48 % Vol., ist die die dritte ausschließlich für Deutschland abgefüllte Germany-Edition erschienen. Diese ganz besondere limitierte Sonderabfüllung von 528 Flaschen wurde den Liebhabern getorften Whiskys gewidmet. Man beschritt einen bislang einzigartigen Weg, sodass sich der Germany N° 3 auch deutlich von der torfigen Dreifaltigkeits-Abfüllung unterscheidet.
Wie alle Säntis-Malt-Whiskys basiert auch der Säntis Malt Germany N°3 zu hundert Prozent auf Gerstenbasis. Klassisch reifte der Whisky 6 Jahre lang in traditionellen Eichenholz-Bierfässern aus Brauerei eigenem Bestand. Während seiner dreivierteljährigen Nachreifung in einem schottischen stark getorften Hogshead-Fass, der Loch Lomond Distillery Co. Ltd., konnte sich der Germany N° 3 aromatisch weiterentwickeln. Behutsam aus dem weichen Quellwasser des Alpsteingebirges und Gerstenmalz hergestellt, beeindruckt der Säntis Germany N° 3 mit Reinheit und hochwertiger Qualität. Das Gesamtergebnis ist als durchaus ungewöhnlich zu bezeichnen, denn einen derart rauchbetonten Säntis Malt hat es bislang noch nicht gegeben und es dürften schon einige Jahre vergehen, bis man wieder mit einer vergleichbaren Abfüllung aus Appenzell rechnen darf.
Tastingnotes:
Farbe: Dunkles Rotgold
Nase: Reife Früchte, Brombeer- und schwarze Johannisbeer-Aromen, Birnenschale und herbale Laubnoten, dezent mineralisch, darunter verbirgt sich eine leichte Raucharomatik, die sich fast fleischig wie bei Bacon mit Ahornsirup darstellt, aber auch etwas verkohltes Holz und Tabak zeigt.
Gaumen: Zunächst hauptsächlich herbal und im ersten Moment sogar etwas harzig, jetzt zeigen sich aber auch deutlich rauchige Qualm-Noten und warme Würzaromen mit etwas Wacholder, außer leicht bitter-süßen Zestennoten sind kaum mehr Fruchtaromen vorhanden.
Nachklang: Der Qualm wird zunehmend öliger, die Rauchnoten intensivieren sich sogar noch, und kleben wie dunkler Kakao am Gaumen.
Bemerkung: Der Widerspruch zwischen Nase und Gaumen ist sehr interessant. Während die Rauchnoten in der Nase nur diffus erkennbar sind, zeigen sie am Gaumen ihre dominante Seite.
Tasting notes: Julia Nourney, April 2018
Gewinner ist:
Axel Vollmer aus 52074 Aachen
3. Preis: Säntis Malt Edition Snow White V – Marillen–Finish
Ganz außergewöhnlich ist auch die Winter-Edition aus der Snow White Serie, der Säntis Malt Snow White V:
Der Säntis Malt Snow White V mit seinen 48 % Vol. reifte zunächst fünf Jahre in einem alten Eichenholz-Bierfass der Brauerei und erlangte mit dem sich anschließenden einjährigen Finish in einem Marillenbrand-Fass seine volle Fruchtigkeit. Der deutsche Markt erhielt 492 der abgefüllten 2.000 Flaschen des exklusiven Winter Whiskys.
Tastingnotes:
Farbe: Warmer Rotgoldton, sonnig
Nase: Zunächst ist der Whisky sehr weich in der Nase, zeigt reife Fruchtnoten und warme Würznoten, dabei ist die Marille bzw. Aprikose gar nicht so deutlich, es ist lediglich der Charakter einer Steinfrucht zu erkennen. Daneben kann man florale, fast pollenartige Noten wahrnehmen, viel Malz und eine leicht buttrig-sahnige Note. Mit etwas Luft und nachdem man das Whiskyglas in der Handinnenfläche etwas angewärmt hat, entwickelt sich langsam der typische Marillenton, zunächst nur die Schale, später aber auch reifes, fast teigiges Fruchtfleisch. Dabei bleibt der Whisky angenehm süss und malzig, dezent würzig und zeigt später sogar Aromen von frisch geriebener Tonkabohne. Nun hat er auch Dessert-Charakter, fast wie ‚Marille-Helene’ mit einer Milchschokoladen-Soße.
Gaumen: Am Gaumen ist der Whisky viel intensiver als in der Nase, aber auch frischfruchtiger und viel würziger. Hier schmeckt man die Marille sofort, obwohl sie gar nicht dominant ist. Ganz im Gegenteil, sie kooperiert sehr gut mit der Malzigkeit des Whiskys und gibt ihm eine sehr schöne Komplexität. Mit Verdünnung wird der Whisky etwas wachsig, deshalb würde ich empfehlen, ihn lieber in Originalstärke zu genießen
Nachklang: Bleibt sehr lange fruchtig und entwickelt dann eine leichte Pfeffrigkeit
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner – die Preise werden von unserem Partner BSC in den nächsten Tagen versendet.
Wir bedanken uns bei allen, die wieder so zahlreich an unserem Gewinnspiel teilgenommen haben und gönnen uns eine kurze Verschnaufpause, bevor wir wieder mit einem neuen Gewinnspiel einstarten. Sie dürfen jetzt schon gespannt sein!
Schon bisher arbeitete Bruichladdich eng mit diversen Landwirten auf Islay zusammen (genau gezählt sind es bisher 17 davon), um lokale Gerste verwenden und auch in ihren Auswirkungen auf das Destillat erforschen zu können. Resultate daraus sind zum Beispiel die Ilsay Barley-Abfüllungen, deren nächstes Label vor einiger Zeit in der TTB-Datenbank aufgetaucht ist:
Nun hat man sich bei der Brennerei entschlossen, diese Forschungen einen Schritt weiter zu entwickeln und 121.000 m2 Grund rund um die Destillerie aufgekauft.
Auf diesen Gründen (Shore House Croft, wie sie von den lokalen Anwohnern genannt werden) wird man Gerste anbauen und die Auswirkungen nachhaltiger Landwirtschaft, was die Whiskyproduktion anbelangt, weiter erforschen. Mehr Infos dazu hat die Islay-Destillerie auf ihrer Webseite veröffentlicht, darunter auch ein ausführliches Statement von Production Director Allan Logan, aus dem wir das folgende Excerpt entnommen haben:
Depending on the results, we hope to establish our own trial plots on the croft, where we’ll test the viability of different barley varieties on Islay soil. One day, we may add to the number of different spirits distilled here, and for us, the most interesting place to look is outside of the ‘recommended list’, to heritage varieties. These ‘lost’ varieties currently lack focus in terms of research in the industry, in part due to a lesser commercial incentive.
Und wieder haben wir für Sie unsere Rubrik „Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche“ vorbereitet. Heute, in der Ausgabe Nr. 93, stellen wir Ihnen wie jeden Sonntag Whiskyvideos und Podcasts aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden.
Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre. Hier aber die Beiträge von heute:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Sonntage beginnen bei uns immer mit einem Video, das die Schönheit einer Whiskyregion zeigt – meist ist das Schottland, und auch diesmal. Wir haben uns ein Video über das Kilchurn Castle von Droneday auf Youtube ausgesucht, das das Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, das am Nordostufer des Loch Awe in den Highlands gelegen ist in schönen Flugaufnahmen zeigt. Besitzer eines 4k-Monitors dürfen sich freuen – das Video ist in dieser hohen Auflösung aufgenommen.
Im Sommer kann man die Ruine übrigens besichtigen – vielleicht hat Sie das Video ja auf den Geschmack gebracht. Jedenfals wünschen wir viel Vergnügen und einen schönen Sonntag!
Letzte Chance! Bei unserem aktuellen Gewinnspiel geht es um hochinteressante und hochdekorierte Single Malts aus einem unserer Nachbarländer. Gleich drei Whiskys von Säntis aus der Schweiz dürfen wir gemeinsam mit unserem Partner Bremer Spirituosen Contor verlosen – darunter die Gewinner von Gold und Silber beim International Spirits Award IWS 2018.
Gewinnen Sie drei außergewöhnliche Malts von Säntis
Hier einmal, welche schönen Preise es diesmal zu gewinnen gibt, danach einige Infos zu dem Whiskys aus der in Appenzell am Fuße des Alpsteins beheimateten Brauerei Locher und dann, wie Sie bei uns gewinnen können:
1. Preis: Limited Edition Alpstein XIV – Dolç de Mendoza Finish
Die 14. Edition der Alpstein-Serie wurde auf den ersten Blick ganz klassisch hergestellt, denn nach einer fünfjährigen Grundreifung des Whiskys in Bierfässern aus Eichenholz folgt eine zweijährige Nachreifung in Weinfässern. Der zweite Blick zeigt dann die Besonderheiten, denn diesmal erfolgte die Nachreifung in Süßwein-Fässern – einem bewährten Instrument der aromatischen Whisky-Entwicklung. Erstmals wurden zur Reifung nicht, wie gewohnt Sherry-, Portwein-, Pinot- oder Merlot-Fässer verwendet. Dieses Mal kamen Dolç de Mendoza Süßwein-Fässer aus Alicante in Spanien zum Einsatz.
Die Brauerei und Brennerei im Herzen Appenzells hatte schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Fässern des prestigeträchtigen Mendoza-Weingutes an der Westküste Spaniens gemacht, denn der in den gleichen Fässern nachgereifte Whisky der Appenzeller Whiskytrek-Serie, der ausschließlich im Besucherzentrum der Brauerei in Appenzell erhältlich ist, entwickelte sich zu einem der Publikumsmagneten der kompletten Reihe.
Wie schon bei den vorangegangenen Abfüllungen der Alpstein-Editionen wurde auch dieser Whisky nach einer ursprünglichen Reifung in traditionellen Bierfässern, die in diesem Fall fünf Jahre dauerte, anschließend für eine zweijährige Zweitreifung in die spanischen Süßweinfässer aus Alicante umgelegt. Nach Deutschland kamen 228 der insgesamt 2.200 abgefüllten Flaschen.
Tastingnotes:
Farbe: Leuchtendes Kupfer mit goldenen Reflexe
Nase: Apfelschale, Birnenschale, Bisquit-Teig, würzig-süßlich und weinig, etwas herbal wie frisch getrocknetes Heu, Rum-Rosinen, Vanille, Orangeat, Cocktail-Kirsche, Dörrzwetschge und Zwetschgenmus, sehr dezente Biernote im Hintergrund.
Gaumen: Röstaromen und Dörrbirne, würzig wie Muskat, Tonkabohne und Kardamom, Vanille und etwas Nelke, dunkle Schokolade gefüllt mit Zwetschgenmarmelade und Marzipan.
Nachklang: Warm und würzig, dabei sehr mundfüllend, insbesondere in der Mitte der Zunge bildet sich ein wärmender Fleck, dabei entwickelt sich ein seidiges Gefühl.
Bemerkung: Dieser Whisky hat eine ganz außergewöhnliche Komplexität, wie sie wohl noch nie in dieser Intensität bei einer Alpstein-Abfüllung beobachtet werden durfte.
Mit dem sechsjährigen Säntis Malt Edition Germany N°3, 48 % Vol., ist die die dritte ausschließlich für Deutschland abgefüllte Germany-Edition erschienen. Diese ganz besondere limitierte Sonderabfüllung von 528 Flaschen wurde den Liebhabern getorften Whiskys gewidmet. Man beschritt einen bislang einzigartigen Weg, sodass sich der Germany N° 3 auch deutlich von der torfigen Dreifaltigkeits-Abfüllung unterscheidet.
Wie alle Säntis-Malt-Whiskys basiert auch der Säntis Malt Germany N°3 zu hundert Prozent auf Gerstenbasis. Klassisch reifte der Whisky 6 Jahre lang in traditionellen Eichenholz-Bierfässern aus Brauerei eigenem Bestand. Während seiner dreivierteljährigen Nachreifung in einem schottischen stark getorften Hogshead-Fass, der Loch Lomond Distillery Co. Ltd., konnte sich der Germany N° 3 aromatisch weiterentwickeln. Behutsam aus dem weichen Quellwasser des Alpsteingebirges und Gerstenmalz hergestellt, beeindruckt der Säntis Germany N° 3 mit Reinheit und hochwertiger Qualität. Das Gesamtergebnis ist als durchaus ungewöhnlich zu bezeichnen, denn einen derart rauchbetonten Säntis Malt hat es bislang noch nicht gegeben und es dürften schon einige Jahre vergehen, bis man wieder mit einer vergleichbaren Abfüllung aus Appenzell rechnen darf.
Tastingnotes:
Farbe: Dunkles Rotgold
Nase: Reife Früchte, Brombeer- und schwarze Johannisbeer-Aromen, Birnenschale und herbale Laubnoten, dezent mineralisch, darunter verbirgt sich eine leichte Raucharomatik, die sich fast fleischig wie bei Bacon mit Ahornsirup darstellt, aber auch etwas verkohltes Holz und Tabak zeigt.
Gaumen: Zunächst hauptsächlich herbal und im ersten Moment sogar etwas harzig, jetzt zeigen sich aber auch deutlich rauchige Qualm-Noten und warme Würzaromen mit etwas Wacholder, außer leicht bitter-süßen Zestennoten sind kaum mehr Fruchtaromen vorhanden.
Nachklang: Der Qualm wird zunehmend öliger, die Rauchnoten intensivieren sich sogar noch, und kleben wie dunkler Kakao am Gaumen.
Bemerkung: Der Widerspruch zwischen Nase und Gaumen ist sehr interessant. Während die Rauchnoten in der Nase nur diffus erkennbar sind, zeigen sie am Gaumen ihre dominante Seite.
Tasting notes: Julia Nourney, April 2018
3. Preis: Säntis Malt Edition Snow White V – Marillen–Finish
Ganz außergewöhnlich ist auch die Winter-Edition aus der Snow White Serie, der Säntis Malt Snow White V:
Der Säntis Malt Snow White V mit seinen 48 % Vol. reifte zunächst fünf Jahre in einem alten Eichenholz-Bierfass der Brauerei und erlangte mit dem sich anschließenden einjährigen Finish in einem Marillenbrand-Fass seine volle Fruchtigkeit. Der deutsche Markt erhielt 492 der abgefüllten 2.000 Flaschen des exklusiven Winter Whiskys.
Tastingnotes:
Farbe: Warmer Rotgoldton, sonnig
Nase: Zunächst ist der Whisky sehr weich in der Nase, zeigt reife Fruchtnoten und warme Würznoten, dabei ist die Marille bzw. Aprikose gar nicht so deutlich, es ist lediglich der Charakter einer Steinfrucht zu erkennen. Daneben kann man florale, fast pollenartige Noten wahrnehmen, viel Malz und eine leicht buttrig-sahnige Note. Mit etwas Luft und nachdem man das Whiskyglas in der Handinnenfläche etwas angewärmt hat, entwickelt sich langsam der typische Marillenton, zunächst nur die Schale, später aber auch reifes, fast teigiges Fruchtfleisch. Dabei bleibt der Whisky angenehm süss und malzig, dezent würzig und zeigt später sogar Aromen von frisch geriebener Tonkabohne. Nun hat er auch Dessert-Charakter, fast wie ‚Marille-Helene’ mit einer Milchschokoladen-Soße.
Gaumen: Am Gaumen ist der Whisky viel intensiver als in der Nase, aber auch frischfruchtiger und viel würziger. Hier schmeckt man die Marille sofort, obwohl sie gar nicht dominant ist. Ganz im Gegenteil, sie kooperiert sehr gut mit der Malzigkeit des Whiskys und gibt ihm eine sehr schöne Komplexität. Mit Verdünnung wird der Whisky etwas wachsig, deshalb würde ich empfehlen, ihn lieber in Originalstärke zu genießen
Nachklang: Bleibt sehr lange fruchtig und entwickelt dann eine leichte Pfeffrigkeit
Und so gewinnen Sie eine der 3 Flaschen von Säntis Malt aus der Schweiz:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: Am Fuße welchen Berges liegt der Ort Appenzell, in dem der Säntis Malt gebrannt wird?
a) Andenstein
b) Karpatenstein
c) Alpstein
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Säntis“!
Unter allen richtigen und vollständigen Einsendungen, die uns bis 16. September 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 17. September 2018 bekannt. Der Versand der Preise erfolgt durch das Bremer Spirituosen Contor.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Säntis“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 16. September 2018, 23:59 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 17. September 2018 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter der Brauerei Locher, des Bremer Spirtituosen Contors und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch das Bremer Spirituosen Contor. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team
Die Meglisalp (Geburtsort des Säntis Malt Whiskytreck) von Kreuzböhl aus Richtung Südwesten aufgenommen, am Fuße des Säntis.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür) – und feiert heute mit Folge 10 ein Mini-Jubiläum. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben sie, nach ihren Vorlieben, Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben. Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Jede Menge Abfüllungen aus der Destillerie Glenfarclas stehen heute bei Angus MacRaild, der am Samstag Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, auf dem Programm. Er verkostet heute mal vertikal in die andere Richtung, vom Ältesten zum Jüngsten – wobei ein Glenfarclas aus dem Jahr 1987 auch nicht gerade ein Jungspund ist.
Hier die zehn Kandidaten der Verkostung (neun Originale und ein Unabhängiger) – und die Wertungen, die wirklich Lust auf eine ähnliche Veranstaltung in Eigenregie machen:
Glenfarclas 42 yo 1973/2015 (40.2%, Cadenhead Authentic Collection, bourbon barrel, 168 bottles): 90 Punkte
Glenfarclas 1977/2017 Family Casks (45.3%, OB, cask #7260, 4th fill hogshead, 182 bottles): 91 Punkte
Glenfarclas 1979/2017 Family Casks (47.9%, OB, cask #8797, 4th fill hogshead, 220 bottles): 91 Punkte
Glenfarclas 1980/2014 Family Casks (48.0%, OB, cask #1411, refill hogshead, 260 bottles): 90 Punkte
Glenfarclas 1980/2017 Family Casks (44.5%, OB, cask #1414, refill hogshead, 262 bottles): 89 Punkte
Glenfarclas 1981/2017 Family Casks (54.6%, OB, cask #1606, 4th fill butt, 523 bottles): 88 Punkte
Glenfarclas 1983/2015 Family Casks (53.0%, OB, cask #49, refill hogshead, 341 bottles): 88 Punkte
Glenfarclas 1986/2016 Family Casks (56.4%, OB, cask #3452, refill sherry butt, 532 bottles): 90 Punkte
Glenfarclas 1986/2017 Family Casks (52.8%, OB, cask #3447, refill sherry butt, 546 bottles): 91 Punkte
Glenfarclas 1987/2017 Family Casks (44.3%, OB, cask #1494, 4th fill butt, 525 bottles): 90 Punkte
Eine Destillerieführung bei Ardbeg ist immer ein Erlebnis. Mit dem Distillery Manager Mickey Heads liefert sie aber Einblicke in die Produktionsabläufe in der Destillerie, die man sonst nicht so aus erster Hand bekommt.
Begleiten Sie Mickey Heads und uns auf den Schritten der Whiskyerzeugung von der Getreidemühle bis hin zum Spirit Receiver. In dem fast 25 Minuten langen Video, das wir von unserer Reise zu Ardbeg Mitte August dieses Jahres mitgebracht haben, erklärt Mickey Heads die Verarbeitung des angelieferten Getreides, was in den Mashtuns und Washbacks passiert, die Besonderheiten der Stills und den Destillationsvorgang. In den letzten Minuten ist der Ton auf Grund eines technischen Gebrechens nicht mehr optimal, wir bitten um Entschuldigung dafür. Den Ausführungen kann man aber immer noch gut folgen.
Viel Vergnügen mit dem Video hier oben oder auf Youtube!
Disclaimer im Sinne unserer redaktionellen Richtlinien:
Die Kosten für die Reise zu Arbeg wurden von der Destillerie getragen.
Ardbeg hatte keinerlei Einfluss auf die Gestaltung dieses Beitrages.
Neues aus der Highland-Destillerie Tomatin: Mit zwei neuen Abfüllungen setzt sie die Serie ihrer leicht rauchigen Whiskys unter der Marke Cù Bòcan fort, mit den 2003 & 1990 Cù Bòcan Vintage Limited Editions.
Der 2003 Cù Bòcan Vintage Limited Edition ist 15 Jahre alt und reifte in getorften ex-Sherry Casks von Islay. Er wird mit 46% abegfüllt.
Der 1990 Cù Bòcan Vintage Limited Edition wurde am 17. Oktober 1990 in ex-Bourbon Fässer gefüllt, in denen zuvor Islay-Whisky reifte (die Destillerie wird nicht angeben). Er ist mit einer Stärke von 53.9% abgefüllt – von ihm gibt es nur 1.400 Flaschen.
Die Preise in UK sind wie folgt: Die Abfüllung aus dem Jahr 2003 kostet 85 Pfund, für die aus dem Oktober 1990 muss man mit 230 Pfund rechnen.
In der untenstehenden Pressemitteilung wird übrigens auch darauf hingewiesen, dass sich die Marke Cù Bòcan im letzten Jahr sehr gut entwickelt hat – mit einem Verkaufsplus von 15%.
2003 AND 1990 VINTAGE LIMITED EDITIONS CÙ BÒCAN RELEASED
Cù Bòcan has added two more limited edition single malts to the range with the launch of 2003 and 1990 vintage releases.
The 2003 vintage limited edition Cù Bòcan (aged 15 years old) has been bottled at a strength of 46% and sits alongside the standard edition. It has been matured in peated Islay ex-Sherry butts and is only available while stocks last. This full bodied single malt has coastal peat smoke notes which are perfectly balanced with winter spices and orchard fruits.
The special 1990 vintage release was distilled on 17 October 1990 and has been matured in peated Islay ex-Bourbon barrels. In their past lives, the casks were home to one of Islay’s peatiest potions and hints of the untamed spirit have been working their smoky magic over the years. The final creation, at 52.9% strength, is smoky, with notes of tropical fruits and warm spices. Only 1,400 bottles of this rare whisky are available worldwide.
The Cù Bòcan brand is named after a mythical Highland hellhound which was rumoured to haunt the village of Tomatin and was launched in 2013 as a lightly peated alternative to the traditional fruity flavours of Tomatin single malt. The distillery has been producing peated malt for the last week of every year since 2005, and in recent years has been experimenting with different levels of peatiness (PPM) in order to diversity their offering in the coming years.
These latest releases follow previous limited editions including the 2006 vintage in 2017, the 1988 and 2005 vintages in 2016, the Virgin Oak, Sherry and Bourbon expressions in 2015 and the 1989 vintage in 2014.
Lorraine Waddell, Brand Manager, commented:
“As the Cù Bòcan brand continues to grow – sales have grown 15% year to date on last year – our followers have been eagerly awaiting news of the next limited editions to complement the standard edition, which is available all year round.”
The 2003 vintage is currently being rolled out worldwide and is expected to retail at £85.00 and the 1990 at £230.00.
Wer die Campbeltown-Destilleríe Glen Scotia über die letzten Jahre beobachtet hat, der wird bemerkt haben, dass sich die Whiskys von dort beachtlich verändert haben – und zwar, wie viele sagen, zum Guten. Dahinter steckt ganz konkrete Arbeit und das Drehen an vielen verschiedenen, auch klein aussehenden Schrauben – und in Summe sind sie dann verantwortlich dafür, dass Änderungen eintreten und sich auch auf längere Zeit hinaus manifestieren.
Wie es zu dieser erfreulichen Entwicklung kam und kommt, erzählt Assistant Manager Hector McMurchy aus der Sicht eines Praktikers in unserem Interview. McMurchy hat sein Geschäft von der Pike auf gelernt, und das merkt man in jedem Satz bei ihm. Sein schottischer Akzent ist manchmal etwas ausgeprägt, aber sollte kein Hindernis sein, seinen interessanten Ausführungen zu folgen.
Freuen Sie sich auf das knapp über sechs Minuten lange Interview, das Sie obenstehend oder auf Youtube finden können.
Wunderschöne Aufnahmen sind es, die uns Arran Distillers im Film über die Ankunft der Copper Stills für ihre Lagg Distillery im Süden der Insel (über sie werden wir in Kürze mehr berichten) zeigen. Der knapp über zwei Minuten dauernde Videoclip wird von Master Distiller James MacTaggart kommentiert. Man sieht im Video auch einiges von der Baustelle der dann ausschließlich getorftes Getreide verarbeitenden Brennerei im Zustand von Anfang September.
Viel Vergnügen mit dem Video, das Sie obenstehend finden (oder auf Youtube) – und einen guten Start in den Tag!
Vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe des Balvenie DoubleWood – ein Whisky, der nach einer Lagerung in ehemaligen Bourbonfässern abschließend in Ex-Sherry-Casks nachreift. Anlässlich dieses Geburtstages erscheint nun der Balvenie DoubleWood 25 Years.
Balvenies Malt Master David Stewart begann schon 1982 mit ersten Fass Finish Experimenten. Aus diesen entstand dann der Balvenie DoubleWood. „Als wir 1993 das erste DoubleWood-Produkt auf den Markt brachten, hätte ich nie gedacht, dass wir irgendwann eine 25 Jahre alte Variante abfüllen würden“ zitiert The Spirit Business den Malt Master David Stewart.
Im Gegensatz zu seinem jüngeren, 12 Jahre alten Bruder, welcher 9 Monate in Sherry-Fässern nachreifen darf, verweilte der Balvenie DoubleWood 25 Years nur eine kurze Zeit in ehemaligen Sherry Casks. Weil er durch die lange Reifung schon eine „höheren Würze und Komplexität“ aufweist, reichten hier 3 Monate zur abschließenden Lagerung.
Abgefüllt mit 43 Vol.% Alkohol, ist der Balvenie DoubleWood 25 Years auch bei unabhängigen Fachhändlern erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung ist mit £400 angeben, was in etwa 450 € entspricht.
In lokalen Nachrichten und Polizeiberichten finden wir oft Berichte über Diebstähle von Spirituosen. Und meistens lässt die Anzahl der gestohlenen Flaschen auf eine Verwendung im Eigenbedarf schließen. Doch bei der Meldung der Polizei Münster sieht es deutlich anders aus.In der letzten Nacht brachen Diebe auf dem Rastplatz Münsterland Ost einen Sattelauflieger auf und entwendeten genau 188 Flaschen Ardbeg Corryvreckan. Bei einem Kaufpreis von 75€ (im Ardbeg Onile-Shop) beträgt der Schaden 14.100€. Die Diebe durchtrennten ein Sicherungsseil und öffneten dann den Kastenaufbau des Aufliegers. Wie die Kartons dann von den Dieben abtransportiert wurden, ist unbekannt.
Wie üblich sucht die Polizei Zeugen und nimmt unter Polizei Münster, Telefon 0251 275-0 Hinweise entgegen.