Irgendwann kommt für Fässer die Zeit, da werden sie nicht mehr in der Whisky-Produktion benötigt. Über Jahrzehnte war es ihre Aufgabe, den Whisky zu beherbergen und ihm zu seinem Aussehen und Geschmack zu verhelfen. Doch mit der Zeit wird ihr Einfluss, nachdem sie zum dritten oder vielleicht sogar vierten Male wieder befüllt wurden, immer geringer. Und beginnt danach ein zweites Leben für sie: als Whiskybar, Schreibgerät, Brille, Gitarre – die Einsatzmöglichkeiten für ausgesondertes Fassholz sind vielfältig.
Glenmorangie findet immer wieder außergewöhnliche Verwendungen für ihre alten Fässer. Im letzten Jahr präsentierten sie gemeinsam mit dem auf Holzrahmen spezialisierten Fahrradbauer Renovo ein Fahrradrahmen aus Fässern, in denen der Glenmorangie Original lagerte (wir berichteten). Das neueste Produkt in ihrer Serie „Beyond The Cask“ ist ein Surfboard. Der Hersteller Grain Surfboards aus Maine, USA, fertigte aus ehemaligen Bourbon-Fässern, in denen der Glenmorangie Original reifte, ein Surfboard.
Jedes Glenmorangie Original Surfboard wurde per Hand hergestellt und besteht aus ca. 12 Fassdauben. Es kann online (hier ist auch ein 3D-Modell des Boards zu sehen) erworben werden, wobei zunächst $2.000 angezahlt werden müssen und bei Lieferung der Rest von $3.500 beglichen wird, also insgesamt $5.500 plus Versand.
Wir waren selbst etwas baff, nachdem wir mit Deborah Stewart, International Sales Executive bei der Highland-Destillerie Glenfarclas, im Rahmen des Whisky-Herbsts in Berlin gesprochen hatten. Eigentlich wollten wir etwas mehr über das Fassmanagement in der Brennerei erfahren, das seit Jahren und auf Jahre hinaus dieses breite Angebot an Abfüllungen mit Altersangaben möglich macht.
Aber dann kam die Sprache auch auf den Glenfarclas 105 und warum er keine Altersangabe mehr trägt. Und dieses Warum hängt tatsächlich mit dem Klimawandel zusammen, denn durch die gestiegenen Temperaturen in Schottland, vor allem im Winter, haben nicht mehr alle Fässer mit einem Alter von 10 Jahren über 60% Alkohol – und damit muss man beim 105 auf jüngere Fässer zurückgreifen, um die Stärke garantieren zu können. So real sind mittlerweile die Auswirkungen, auch beim Whisky.
Bei welcher Abfüllung man momentan noch Schwierigkeiten hat, ausreichend abzufüllen und warum die Core Range immer Priorität haben muss, können Sie dem interessanten, vier Minuten langen Video entnehmen, das sie obenstehend oder auf Youtube finden. Viel Vergnügen damit!
Die Highland-Brennerei Glenturret ist die Heimat des sehr bekannten Blends „Famous Grouse“, die Marke mit dem berühmten Moorhuhn. Die Destillerie gehört, neben den Flaggschiffen Macallan und Highland Park, zu The Edrington Group. Und erst vor kurzem wurde bekannt, dass sich der Eigentümer von dieser Brennerei gerne trennen möchte und deshalb für sie und der Marke Cutty Sark einen Käufer sucht (wir berichteten). In der Einleitung zu seiner heutigen Verkostung stellt Serge Valentin die Frage, ob sie immer noch zum Verkauf stehen würde – uns ist nichts gegenteiliges bekannt.
Die beiden heutigen Kandidaten der Verkostung auf Whiskfun kommen von zwei bekannten unabhängigen Abfüllern. Gordon & MacPhail präsentiert einen 18-jährigen Glenturret, abgefüllt in diesem Jahr. Satte ß1 Punkte erhält dieser Whisky aus einem First Fill Sherry Hogshead. Und auch der aktuelle 30-jährige Glenturret aus dem Hause Douglas Laing weiß mit 88 Punkten zu gefallen.
Glenturret 18 yo 1999/2018 (51.6%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice cask strength, First fill Sherry hogshead, cask #690, 265 bottles) 91 Punkte
Glenturret 30 yo 1987/2018 (45.3%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask # 12378, 229 bottles) 88 Punkte
Es verging eine gewisse Zeit, bis die Scotch Whisky Association zu Beginn des Jahres 2017 ihren Posten des Chief Executive Officer neu besetzen konnte. Die Wahl der SWA fiel auf Karen Betts (wir berichteten).
Am 19. Mai 2017 begann sie ihre neue Aufgabe. Zuvor war sie 16 Jahre lang im diplomatischen Dienst in verschiedenen Stellen in London und Übersee tätig. Und, wie sie in einem Interview mit dem WineMag darlegt, sind diese Erfahrungen in der Diplomatie auch in ihrem neuen Job von großem Vorteil:
“You are posted to a new country, and you have to learn about that country. Picking up something completely new is not an alien concept in my career.”
In ihrer 16-jahriger Laufbahn im diplomatischen Dienst lebte sie unter anderem in Brüssel, Washington und Bagdad und war außerdem Großbritanniens Botschafterin in Marokko. Mit zwei schulpflichtigen Kindern war es nun für das Ehehpaar Betts nun der Wunsch, eine größere Stabilität im Leben zu haben und sie zogen nach Schottland.
Heute haben wir wieder ein schönes Wallpaper für Sie bereit, und es kommt von einem unserer treuen Leser, der es anderen Lesern gerne zur Verwendung als Wallpaper zur Verfügung stellen möchte – wofür wir ganz herzlichen Dank sagen!
Uhle Lehmann hat vor einiger Zeit einen unserer Artikel gelesen, nämlich den über die Verkostung anonymer Speysider auf Whiskyfun. Zur Illustration haben wir ein Bild einer Brücke bei Carrbridge verwendet und dieses in der Speyside verortet.
Was nicht richtig war. Uhle hat uns geschrieben:
Bei unserer Bustour im September 2017 durch die Highlands haben wir diese wunderschöne alte Brücke in Carrbridge besichtigen können. Allerdings liegt dieser Ort in den Highlands und nicht in der Speyside.
Diese sogenannte Packhorse Bridge über den Dulnain ist 2017 dreihundert Jahre alt geworden und damit die älteste SteinBrücke in den Highlands.
Wer möchte kann auch gerne diese Brücke als Wallpaper runterladen.
Ansonsten vielen Dank für die täglichen interessanten Beiträge.
Uhle Lehmann
Danke, Uhle, für die Korrektur und das Bild, diesmal gleich 12 MB schwer und mit einer Bilgröße von 4608 × 3456 Pixel. Das Original können Sie hier herunterladen, untenstehend finden Sie eine kleiner Version zum Anklicken und Ansehen. Viel Vergnügen!
Auch heuer sind sie wieder aus der Vorweihnachtszeit bei Whiskyfreunden nicht wegzudenken – die Whisky Adventskalender. Über eine breite Auswahl davon, vom Einsteigerset bis zum Spezialitäten-Adventskalender, informiert die nachfolgende Pressemitteilung von FrankBauer360:
Whisky Adventskalender mit bis zu 572 Jahren Faßlagerung
Sommer, Sonne, Strand und Meer neigen sich dem Ende entgegen. Der Herbst steht vor der Türe und somit auch die Advents- und Weihnachtszeit. Wie jedes Jahr wird es auch 2018 von FrankBauer360 spannende Whisky Adventskalender in verschiedenen Editionen geben. Einige Editionen, wie z.B. Whisky International und Deluxe – welcher eine Faßreifung des Whiskys von insgesamt 572 Jahren aufweisen kann – wird es nur in limitierter Auflage geben. Ein ideales, spannendes Adventsgeschenk mit vielen Infos, nicht nur für Verwandte, Bekannte oder Geschäftsfreunde…
Alle Adventskalender beinhalten 24 x 20ml Fläschchen sowie eine 56-seitige
Verkostungsbroschüre, inkl. Produktabbildung und Beschreibung zu jeder Destillerie.
Darüber hinaus enthalten die FrankBauer360 Adventskalender 2018 eine Landkarte mit eingezeichneten Destillerien.
Alle Whisky-, Gin- und R(h)um-Adventskalender sind ab sofort lieferbar.
Whiskys aus Schottland – Mehr als 228 Jahre Faßlagerung im gesamten Kalender.
24x20ml, 99,90 Euro
Whisky International 24
Whiskys aus 16 Länder, u.a. Japan, Taiwan, USA, Deutschland, Schweiz…
24x20ml, 129,90 Euro
Whisky Premium LIMITIERT
24 Whiskys aus Schottland – Mehr als 362 Jahre Faßlagerung im gesamten Kalender.
24x20ml, 149,90 Euro
Whisky Deluxe STARK LIMITIERT
24 Whisky Raritäten, u.a. Auchentoshan 25 J., Blair Athol 28 J., Talisker 30 J…
24 Whiskys aus Schottland – Mehr als 572 Jahre Faßlagerung im gesamten Kalender.
24x20ml, 249,90 Euro
Der BenRiach 12yo Sherry Wood war einige Zeit nicht mehr erhältlich, jetzt ist er wieder offiziell zurückgekehrt. Der sherrylastige Einsteigerwhisky wird auch wieder in die Standard-Range der Speyside-Brennerei aufgenommen und diese ergänzen. Im Handel soll er noch im September zu finden sein.
Er wird aus drei verschiedenen Arten der Sherryreifung komponiert: Vollreifung im Sherryfass, danach ein Finish in Oloroso- und PX-Fässern (dieses Finishing ist im Vergleich zur alten Abfüllung neu). Abgefüllt wird er mit 46%, so wie gehabt.
Weitere Details wie die englischsprachigen Tasting Notes und ein Kommentar von Master Blender Rachel Barrie können Sie der untenstehenden englischsprachigen Presseaussendung entnehmen:
BENRIACH REINTRODUCES SHERRY WOOD AGED 12 YEARS TO CORE RANGE
BenRiach, the unconventional Speyside distillery, has reintroduced a gold award winning expression to its core range. BenRiach Sherry Wood Aged 12 Years showcases the distillery’s reputation for creative, multi-faceted maturation. Made using three styles of sherry cask maturation: full sherry cask maturation, combined with Pedro Ximénez and Oloroso sherry cask finishing, the expression offers layers of fruit sweetness and toasted oak spice with a luscious dessert-like finish.
BenRiach Sherry Wood Aged 12 Years was one of five BenRiach expressions to win gold at the San Francisco World Spirits Competition 2018, bottled at 46%, non-chill filtered and of natural colour.
The expression will join the core collection of BenRiach, which distills three malt whisky styles – unpeated, peated and triple distilled – and holds some of the most experimental casks in Speyside. The distillery is also one of only two remaining distilleries in Speyside to distill whisky using malted barley from its own on-site floor maltings, a time-honoured craft celebrated for one month each year.
Master Blender Rachel Barrie said:
“BenRiach Sherry Wood Aged 12 Years uses three-way sherry wood maturation, a creative approach where each facet is combined in harmony to deliver a rich and balanced taste. The result – a multi-layered Single Malt Scotch Whisky with notes of fruit cocktail, lilting spices, honeyed caramel and chocolate sweetness – an enrichment of BenRiach’s signature sweet, fruit-laden style. This luscious Single Malt Scotch Whisky takes pride-of-place in the award-winning range made by our unconventional Speyside distillery.”
BenRiach Sherry Wood Aged 12 Years will be available in specialist retailers worldwide from September.
TASTING NOTES:
Colour: Deep golden-bronze.
Nose: Sherry cask maturation at its most fruity and luscious. Baked fruit salad with fig, pear, apricot and glacé cherry in mandarin syrup. Honey glazed flan with crème-caramel and toasted vanilla pod add to the multi-layered sweetness.
Taste: A rich fruit cocktail of honeyed fig, baked pineapple and sultana fuse with chocolate fondant and muscovado sugar, lifted by mandarin cream, ground nutmeg and vanilla.
Finish: Savour nectarine, candied grape and star anise, lingering into the dessert-like sherried finish.
Auch heute bringen wir Ihnen im Rahmen unserer Berichterstattung vom Whisky-Herbst Berlin wieder ein Doppelinterview – diesmal mit dem Gründer der Isle of Raasay Distillery, Alasdair Day und dem Head of Sales, Kevin Liu.
Seit knapp einem Jahr produziert die Brennerei auf der Insel gleich neben Skye, und wir befragen Alasdair zu den Problemen, die im Verlauf einer Destilleriegründung auftreten sowie zu dem, was wir in Zukunft erwarten können.
Danach sprechen wir mit Kevin Liu, er ist der Head of Sales bei R&D Distillers, dem Mutterunternehmen der Isle of Raasay Distillery. Da Raasay naürlich erst im übernächsten Jahr eigenen Whisky produziert, hat man momentan zwei Abfüllungslinien auf dem Markt: Raasay While You Wait und die Tweetdale-Serie – beides interessante Abfüllungen mit ebenso interessantem Hintergrund. Kevin weiß und erzählt mehr darüber.
Viel Vergnügen mit dem obenstehenden sechsminütigen Video, das Sie natürlich auch auf unserem Youtube-Kanal finden.
Gleich zwei neue Whiskys hat Douglas Laing heute angekündigt, im Rahmen des 70. Geburtstags des Unternehmens, und beide werden auch in Deutschland in den Geschäften stehen:
Bottling Nummer 1 ist der Douglas Laing XOP Platinum Glen Garioch 25yo. 303 Flaschen wurden davon abgefüllt, jeweils mit 58.4%. Der Whisky wurde in einem ex-Sherry Cask gefinisht. Mit ca. 350 Euro ist man hier dabei.Die zweite Abfüllung, die man heute verlautbart hat, ist der Caol Ila 6yo aus der Provenance Coastal Collection. Von diesem im Dezember 2011 destillierten Islay-Malt gibt es 405 Flaschen, die jeweils mit 48% Alkohol abgefüllt wurden. Kostenpunkt: Rund 65 Euro.
Beide Abfüllungen werden auch in Deutschland erhältlich sein – mehr Infos zu ihnen entnehmen Sie bitte der untenstehenden Pressemitteilung in englischer Originalsprache.
Douglas Laing Continues Platinum Anniversary Celebrations by Unveiling Two New Special Edition Single Cask Releases
Family-owned Scotch Whisky specialist, Douglas Laing & Co, continues to celebrate its 70th Anniversary with the release of the latest XOP Platinum and Provenance Coastal Collection Single Casks.
The Company was established by Fred Douglas Laing in 1948 and today is regarded as one of the most innovative independent spirit businesses owned and run by 2nd and 3rd generation family members.
The latest XOP Platinum is a 25 Years Old Glen Garioch Single Cask Single Malt finished in an ex-Sherry Cask. The third in a planned collection of four, this release follows the Ardbeg Vintage 1992 launched in March and Port Dundas Vintage 1974, unveiled in June. Just 303 bottles of this Glen Garioch Vintage 1993 are available, bottled at natural cask strength and offered without colouring or chill-filtration. The premium packaging, crafted to reflect the age and rarity of the spirit, features labels hand-signed and individually numbered by Fred and Cara Laing, who have selected all four of the XOP Platinum Single Casks.
The latest expression within the Provenance Coastal Collection, a Single Cask distilled at Caol Ila Distillery, is aged 6 Years Old and bottled at 48% strength. The range is said to deliver “an extraordinary voyage around Scotland’s Whisky islands”, with this latest Islay bottling’s tasting notes proclaiming “loads of Islay peat” alongside “soot, ash and coal dust”. Provenance Coastal Collection Caol Ila 6 Years Old is charged from an ex-Bourbon cask that yielded just 405 bottles, and is offered to the Whisky connoisseur community without colouring or chill-filtration.
Cara Laing, Director of Whisky, comments:
“2018 continues to be both a busy and exciting year for us at Douglas Laing & Co. Our Platinum Anniversary has been a real landmark highlighting our 70 years in the Whisky industry and these latest bottlings are indicative of our commitment to releasing excellent Single Cask Scotch Whiskies from all across Scotland’s Whisky regions and at a variety of ages.”
The XOP Platinum Glen Garioch 25 Years Old (70cl) will be available from September 2018 with an RRP of €350.
The Provenance Coastal Collection Caol Ila 6 Years Old (70cl) will be available from September 2018 with an RRP of €65.
Während sich die Welt die Frage stellt, ob Klang Whisky verändern kann, stellt sich der Gitarrist Axel Ritt von der Band GRAVE DIGGER die Frage, ob Whisky Musik verändern kann – und versenkte kurzerhand gemeinsam mit der Brennerei Ziegler für den Gitarrenbau verwendete Hölzer in Whiskyfässern, um danach aus ihnen Instrumente fertigen zu lassen.
Entstanden sind daraus drei Einzelfasswhiskys, die zwar durch ihre quasi „inner staves“ nicht dem „schottischen Reinheitsgebot“ entsprechen (die Herstellungsweisse erinnert eher an den us-amerikanischen Maker’s Mark), aber sicherlich sehr ausgefallene Aromen tragen. Und es werden auch die drei Gitarrenrohlinge, die in den Fässern lagerten, zu Instrumenten verbaut (die Klangtests dazu beginnen nächste Woche).
Im nachfolgenden Text stellt Axel Ritt sein ausgefallenes Experiment vor: Whisky mit jeder Menge Musik, den Aureum IRONFINGER Limited – in der Idee, in der Erzeugung und in der Verpackung. Und für die, deren Interesse für diese Aureum-Sonderabfüllung geweckt ist, gibt es auch ein Link, hinter dem man diesen spannenden Tropfen bestellen kann:
Aureum IRONFINGER Limited – der Whisky mit viel Musik
Die Geschichte
Jeder, der es in seinem Leben mit Kreativität zu tun hat, wird diesen Moment kennen. Ohne hier einen speziellen Auslöser nennen zu können, schießt einem eine Idee durch den Kopf, die auf den ersten Blick aberwitzig, auf den zweiten hingegen durchaus spannend erscheint.
In meinem Fall ereilte mich selbiger Geistesblitz an einem Samstagabend, während ich bei einem Glas Aureum Grave Digger Whisky über die Klangeigenschaften der Hölzer sinnierte, welche im Gitarrenbau allgemein hin verwendet werden. Die Kombination des Whiskyglases in meiner Hand mit den Resonanzeigenschaften der Hölzer in meinem Kopf ließ mich zu der Frage gelangen, ob sich das Klangverhalten eines Holzes verändern würde, wenn man es in Whisky einlegt. Zwar wurden in der Vergangenheit schon einige physikalische Holzexperimente wie das Einschwingen mittels Lautsprechern oder das Tiefkühlen der Hölzer unternommen, inwieweit sich aber ein ausgiebiges Whiskybad auf den Sound eines Instrumentes auswirkt, wurde noch nie untersucht. Die Herausforderung war geboren.
Nun galt es zunächst, die geeigneten Partner für die Aktion zu finden. Mit der Brennerei Ziegler war der flüssige Teil des Experiments sehr schnell gefunden, konnte ich doch bereits auf eine sehr erfolgreiche Kooperation durch die beiden Aureum Whiskys ?Grave Digger Edition“ und ?The Bruce“ zurückblicken. Für den Bereich der Holzauswahl gelang es mir, Europas größten Hersteller in Sachen Bass und Gitarre, seines Zeichens die Firma Framus/Warwick, zu gewinnen, welche eine reichhaltige Auswahl an Hölzern wie Mahagoni, Olive, Sumpfesche oder auch Ebenholz zur Verfügung stellte.
Durch kleine Proben, die bereits in Whisky eingelegt waren, wurde eine Vorauswahl getroffen, welche Hölzer am erfolgversprechendsten erschienen, um dann in der finalen Ausführung je einen noch unbehandelten Gitarrenhals und einen Gitarrenkorpus in insgesamt drei verschiedenen Fässern zu versenken, welche eigens dafür mit Edelstahlhalterungen für die Hölzer und Plexiglasdeckeln zur optischen Kontrolle versehen wurden. Dass fast schon als ?Nebenprodukt“ des Unterfangens drei einzigartige Whiskys ihren Weg in die Flasche finden sollten, hatte ich zunächst überhaupt nicht auf dem Schirm, ja, bis die ersten Proben aus dem Fass entnommen wurden.
Die ersten Eindrücke waren bereits atemberaubend. Völlig neue, bis dato unbekannte Geschmacksblüten durchdrangen Hals, Nase und Rachen und begeisterten vom Fleck weg alle Anwesenden. Das herausragende Ergebnis spiegelt sich nun in den drei Kreationen ?The Guitarist“ (AUSVERKAUFT), ?The Bassplayer“ und meiner persönlichen ?Ironfinger“ Edition wieder.
Mit Aureum 1865 – Ironfinger bringen wir die zweite von insgesamt drei streng limitierten Sondereditionen auf den Markt. Der Ironfinger wurde gefinished mit den Hölzern Sumpfesche & Kastanie und hat 47 % vol Trinkstärke; non-chill filtered.
Die Gitarrenrohlinge wurden nunmehr getrocknet und wurden aktuell zu fertigen E-Gitarren weiter verbaut, welche ich kommende Woche einer umfangreichen Prüfung bzgl. der Klangunterschiede zu herkömmlichen Klanghölzern unterziehen werde.
Dieses Trio an Aureum 1865 Sondereditionen ist sicherlich EINZIGARTIG auf der Welt.
Das Wissen um das herausragende Handwerk aller involvierten Betriebe und die einzigartige Geschichte um die Entstehung des Whiskys macht mich in der Tat sehr stolz. Wer darf schon einen personalisierten Whisky von dieser Qualität sein Eigen nennen 🙂
Die Verpackung
Zusätzlich zu einem einzigartigen Whisky gibt es beim Aureum IRONFINGER Limited eine umfangreiche Sammlung an Bonusmaterial. Neben der dreiimensionalen Geschenkverpackung in Form eines gestreiften Gitarrenkoffers enthält die Verpackung einen Custom-Made USB Stick, auf dem sich folgendes Material befindet:
15 Songs der Band GRAVE DIGGER von den Alben „The Clans Will Rise Again“, „Clash Of The Gods“, „Return Of The Reaper“, „Exhumation“ und „Healed By Metal“
18 Songs der Band DOMAIN von den Alben „The Artefact“, „The Sixth Dimension“, „Last Days Of Utopia“, „The Essence Of Glory“, „Stardawn“ und „The Chronicles Of Love, Hate And Sorrow“
3 Songs der Band MONSTERGROOVE
Die gesamte Headliner Show des Wacken Auftritts von GRAVE DIGGER im Jahr 2010
Die GRAVE DIGGER Videos „Highland Farewell“, „Home At Last“, „Heavy Metal Breakdown“, „Hell Funeral“ und „Lawbreaker“
Die gesamte Headliner Show von DOMAIN auf der Busan Festival 2005 in Südkorea
DOMAIN 2005 mit 2 Songs live in Südkoreas größter Samstagabend Show in Jecheon
DOMAIN „Live Aus Dem Schlachthof“ von 1987
DOMAIN 1989 mit „Hearts Of Stone“ in der deutschen TV-Serie FORMEL 1
Das offizielle DOMAIN Video „I Don’t Wanna Die“ von 1989
Das offizielle DOMAIN Video „Endless Rain“ von 2004
Eine Slideshow von der DOMAIN Korea Tour 2005
Wohl bekomm’s!
Axel „Ironfinger“ Ritt
Bestellbar ist der mit 47% Alkohol abgefüllte Whisky um € 99.50 (limitiert auf 280 Flaschen) hier.
Traditionsreich gestaltet sich der Verkostung von Serge Valentin heute – es geht um die immer im Familienbesitz befindliche Highland-Destillerie Glenfarclas (eigentlich ja in der Speyside gelegen, aber da diese ja ein Teil der Highlands ist, hat die Familie Grant natürlich technisch gesehen mit ihrer Selbstverortung recht).
Bei Serge tritt heute der offizielle Glenfarclas 18yo (falls Sie jetzt stutzen – der ist eine Abfüllung für den GTR, den Global Travel Retail) gegen eine sechzehn Jahre alte Abfüllung von Cadenhead an. Fassstark gegen Travel Retail – man muss kein Hellseher sein, um die Rangreihung in der Verkostung durch Serge vorauszusehen:
Glenfarclas 18 yo (43%, OB, +/-2017): 81 Punkte
Glenfarclas 16 yo 2001/2018 (54.1%, Cadenhead, hogshead, 252 bottles): 89 Punkte
Und mit jeweils über 80 Punkten darf man durchaus sagen, dass es zwei Gewinner gibt…
Es ist nun offiziell vorgestellt, das zehnte Bottling in der Reihe der Diageo Special Releases 2018: Ein Blended Malt namens Cladach (zu Deutsch: Küste), der sich in der Tradition des vorjährigen Collectivums bewegt (damals geblendet aus Whiskys aus allen schottischen Destillerien des Konzerns).
Cladach ist etwas selektiver: In ihm vereingen sich Malts aus Küstenbrennereien, nämlich: Inchgower, Clynelish, Talisker, Oban, Caol Ila und Lagavulin. Er wurde von Keith Law aus dem Diageo Blending Team komponiert, so wie schon der Collectivum. Es war sozusagen sein „Meisterstück“, denn es war das letzte Blending, das er vor seiner Pensionierung vornahm.
Hier sind noch die englischsprachigen Verkostungsnotizen, die einen interessanten Tropfen erwarten lassen:
Nose: Pink shrimp sweets and leather to start, with smoke slowly building behind. Fresh sea air and crashing waves sit alongside earthy peat and maritime-tinged smoke. Meaty barbecue notes develop.
Palate: Peat leads but is quickly pushed to the back. The whisky is built around a sweet centre of boiled sweets and apple sauce, surrounded by salt and freshly-ground black pepper. A tingle of sherbet leads to zesty waxed lemons and sweet orange.
Finish: Sweet peat and grass with a touch of char.
Comment: An incredibly well-balanced dram, pulling out the distinctively coastal characteristics of the component whiskies without allowing smoke to swamp the more delicate flavours. However, Talisker and Clynelish are definitely doing the heavy lifting.
Einen Preis für den mit 57.1% Alkohol abgefüllten Whisky können wir noch nicht nennen, werden ihn aber bei Bekanntgabe nachreichen.
Lang ist es nicht mehr hin bis Weihnachten, und in den Marketingabteilungen der Whiskybrennereien ist es schon längst soweit. Für Sie bedeutet das einen Planmungsvorsprung – und wenn Sie ein ausgefallenes Whisky-Weihnachtsgeschenk suchen, dann bietet Ihnen die Destillerie Paul John aus Indien über ihren Deutschlandimporteur, das Bremer Spirituosen Contor, eine recht ungewöhnliche Abfüllung an: den Paul John Indian Single Malt Christmas Edition 2018.
Lesen Sie mehr hier in der offiziellen Pressemitteilung, samt den Tasting Notes:
Paul John Indian Single Malt Christmas Edition 2018
Bremen, den 11.09.2018. Die indische Whiskybrennerei John Distilleries Ltd. aus dem subtropischen Paradies Goa bringt heute die erste limitierte Paul John Christmas Edition 2018 mit 46,0 % Vol. auf den Markt. Der Brennmeister Michael d´Souza schuf mit der Vermählung 7-Jahre gereiften ungetorften und getorften Single Malts ein wahrlich festliches Whisky-Vergnügen. Der extra für das Weihnachtsfest selektierte Whisky reifte dabei in ehemaligen Bourbon-Fässern und wurde anschließend in Oloroso Sherry-Fässern gefinished. Neben der leichten Rauchigkeit entfalten sich wundervolle, üppige Noten von Pflaumen, getrockneten Datteln und Nüssen. Ein Single Malt Whisky der mit seiner Aromenvielfalt perfekt auf das Weihnachtsfest abgestimmt ist.
720 der 3.000 nummerierten weltweit verfügbaren Flaschen der limitierten Edition in weihnachtlicher Geschenkverpackung sind in Kürze im ausgesuchten deutschen Spirituosen-Fachhandel erhältlich.
Paul John Indian Single Malt Whiskys stehen für eine hohe Whisky Qualität aus sechzeiliger gemälzter indischer Gerste, Wasser aus Quellen zu Füßen des Himalaya, Verzicht auf jegliche Zusatzstoffe und Kältefiltrierung sowie die Herstellung streng nach schottischem Vorbild. Es wundert daher nicht, dass die Indian Single Malts in den letzten 5 Jahren über 100 internationale Auszeichnungen gewonnen haben.
Tastingnotes:
Nase: Reiner, luxuriöser, klassischer Paul John mit viel Honig, Zitrusfrüchten und Haselnüssen. Eingebunden in einen fabelhaften Sherry-Hintergrund mit einer gereiften Mischung aus Fruchtkuchen, Edelpflaume und Apfel. Die leichte Rauchigkeit mündet in einer delikaten Würze.
Gaumen: Eine ultra-fruchtige Üppigkeit mit einer Kombination aus zarter Würze, Nussaromen und Süße.
Abgang: Typische Noten eines trockenen spanischen Olorosos mit einem etwas süßeren Ansatz durchzogen von Aromen trockener Datteln, Feigen und Honig.
Gerade vor einigen Wochen wurde die erste Flasche der Lakes Distillery um £7.900 versteigert – und schon purzelte der Weltrekord. Irland holt ihn, mit der ersten Flasche aus der Teeling Distillery, die um 10.000 Pfund gekauft wurde. Und so sieht sie aus:
Insgesamt wurden die 100 Flaschen um insgesamt rund 70.000 Pfund an den Mann gebracht (und diese Summe damit für lokale karitative Organisationen eingesammelt), denn die englischsprachige Presseaussendung spricht davon, dass die restlichen 99 Flasche aus der Versteigerung durchschnittlich 600 Pfund einbrachten.
Hier also die Presseaussendung zum Ergebnis der Versteigerung:
Teeling Whiskey achieves world record with its new whiskey
First bottle of new Dublin distilled Teeling Single Pot Still achieves world record price at auction
Teeling Whiskey, Ireland’s leading progressive whiskey producer, is proud to announce that the very first bottle of Teeling Whiskey Celebratory Single Pot Still, bottle #1, has secured a world record price of £10,000 in an online auction, making it the most expensive bottle of whiskey ever sold at auction for a new distillery. Partnering with www.WhiskyAuctioneer.com, the auction ran from the 31st of August until the 10th of September, with all profits raised being donated to charitable causes based where the Teeling Whiskey Distillery is located in Dublin’s Liberties. Bottle #1 at £10,000 surpassed a previous whisky world record of £7,900 sold in auction from a new English distillery held earlier this year. All 100 bottles sold at auction, achieving an average per bottle price of £600, excluding bottle #1.
The arrival of Teeling Whiskey’s Celebratory Single Pot Still, the first Dublin distilled whiskey from the Teeling Whiskey Distillery, is a landmark occasion for Ireland’s whiskey industry and for Dublin, which was reflected in the overall interest in the auction. Dublin whiskey and its distilleries were at the forefront of the previous “Golden Era” for Irish whiskey in the 19th century and it was a very dark day for Irish whiskey when during the 1970s, these last remaining distilleries closed their doors. The opening of the Teeling Whiskey Distillery in 2015 marked a new chapter in the history of Dublin whiskey distilling, firmly putting Dublin and Teeling Whiskey at the forefront of a new wave of distilleries, that are driving a new ‘Golden Era’ for Irish whiskey.
This Celebratory Single Pot Still was the first release of Teeling Single Pot Still Whiskey, produced from a recipe of 50% un-malted barley and 50% malted barley, a uniquely Irish mash bill made famous by Dublin distillers, distilled in 2015 in the Teeling Whiskey Distillery and aged fully for over 3 years in a high quality and unique ex-Muscat barrel. This one off celebratory bottling will soon be followed by the commercial release of the new Teeling Single Pot Still with Batch 1 consisting of 6,000 bottles set for release in November of this year.
Jack und Steven Teeling mit der Flasche der Erstausgabe
Commenting on the record breaking sale of the Single Pot Still celebratory release, Jack Teeling, Founder and Managing Director of Teeling Whiskey said:
“The release of the first Dublin distilled whiskey for nearly 50 years is truly a landmark occasion for the revival of Dublin as an urban centre for whiskey distillation and I can think of no better way to honour this than the first bottle achieving a world record price. This is another chapter in the revival of the craft of distilling in Dublin and heralds the beginning of our own range of Dublin distilled whiskeys on a wider scale, with the release of our commercially available Teeling Single Pot Still Whiskey later in the year.
The Liberties area of Dublin has been very good to us, so we wanted to use our very first release as an opportunity to give something back. As such, we are delighted with the level of proceeds raised and look forward to using the profits generated to support very worthwhile local charities.”