Wenn auf einer unabhängigen Abfüllung Single Malt nicht der Name der Destillerie steht, dann liegt das daran, dass eine Destillerie ihren Whisky nur unter der Bedingung abgegeben hat, dass sie anonym bleiben muss. Die Gründe dafür sind vielfältig, es kann zum Beispiel Unternehmenspolitik sein, die Kontrolle über den Markennamen alleinig inne zu haben, oder das Fass war Teil eines speziellen Deals.

Heute haben wir es bei Angus MacRaild, der am Samstag Serge Valentin vertritt, mit lauter solchen anonymen Abfüllungen zu tun (bis auf zwei Ausnahmen, eine davon ein Highlander, die andere aus der Speyside Distillery), die der Speyside entsprangen, der nach wie vor aktivsten schottischen Whiskyregion. Und bis auf einen „Ausrutscher“ waren das höchst erfreuliche Begegnungen, die Angus hier in der Verkostung hatte:

  • Highland Single Malt 25 yo (43%, Mr Malt, 2018): 69 Punkte
  • Speyside Region 38 yo 1979/2018 (43.4%, The Whisky Agency 10th Anniversary, barrel): 88 Punkte
  • Elgin Single Malt 40 yo 1977/2017 (49.3%, Mr Malt ‘Portrait No 02’, cask #3142, 288 bottles): 91 Punkte
  • Speyside Region 40 yo 1977/2018 (43%, The Whisky Agency 10th Anniversary, butt): 90 Punkte
  • Vega 41 yo 1976/2018 (46.1%, North Star Spirits, Blended Malt, 400 bottles) : 92 Punkte
  • Speyside Region 44 yo 1973/2017 (48.6%, The Whisky Agency 10th Anniversary, butt): 93 Punkte
  • Speyside 20 yo 1996/2017 (53.6%, Filmnik ‘Trainspotting’. Hogshead): 87 Punkte

Und heute dazu einfach ein schönes Bild aus der Speyside, wenn’s genehm ist?

Brücke bei Carrbrdge in der Speyside. Photo credit: stusmith_uk on Visualhunt.com / CC BY-ND