Der Wirbel war nicht unerheblich, als Glenfiddich das dritte Mitglied der Experimental Series offiziell vorstellte, den Glenfiddich Winter Storm 21yo. Der in Eisweinfässern nachgereifte Speysider konnte schon einmal durch sein etwas anderes Design gefallen – und auch der Serviervorschlag auf der Website von Glenfiddich ist nicht ganz das Übliche (hier im Original):
STEP 1 Use a clean, frozen Glass
STEP 2 Pour the preferred measure of Glenfiddich Winter Storm. STEP 3 Add a frozen grape. STEP 4 Enjoy as the perfect accompaniment to dessert.
Experiment: Leave the frozen grape to thaw gently in the whisky. When you’ve finished, eat the grape to enjoy a satisfying sweet crunch of the crisp fruit, steeped in the flavours of Winter Storm.
Es ist nicht anzunehmen, dass Serge den Winter Storm auf gleiche Weise verkostet hat, aber ein Punkteergebnis gibt es jedenfalls aus dem Tasting, das auch noch einen zweiten Glenfiddich und einen Kininvie (der ja vom selben Destilleriegelände kommt) umfasste. Hier die Punktewertungen:
Nach einigen Originalabfüllungen aus verschiedenen Destillerien steht nun bei Ralfy wieder einmal ein unabhängiges Bottling auf dem Programm. Diesmal ist es eine recht interessante Kombination, ein Glen Garioch aus den Highlands, der von Berry Bros. & Rudd abgefüllt wurde – und das doch recht reife Alter von 24 Jahren vorweisen kann.
Und die Kombination scheint zu stimmen: Satte 91 von 100 Punkten kann der Whisky auf seinem Bewertungskonto verbuchen, und bei Ralfy ist das eine sehr hohe und sehr selten vergebene Wertung.
Was den unabhängigen Glen Garioch auszeichnet und allerlei sonstiges Wissenswertes können Sie obenstehendem Youtube-Video entnehmen, das – typisch für Ralfy – wieder über 20 Minuten lang ist. Viel Vergnügen damit.
Von Philip Reim, Autor des Buchs „Whisky“ und Begründer der Spirituosenplattform eyeforspirits, haben wir eine Pressemitteilung erhalten, in der der Beginn eines Online-Kurses namens „Whisky Inside“ angekündigt wird. Der Kurs richtet sich an Whisky-Fans, Referenten bei Tastings sowie Beschäftigte in der Whiskyindustrie und im Whiskyhandel und kann ab sofort in den nächsten Tagen um € 179 gebucht werden. Lesen Sie hier über die Intention und den Inhalt des zwölfteiligen Kurses:
WHISKY INSIDE: ONLINE-KURS IST JETZT VERFÜGBAR
Regensburg, 30.09.2017 – Diese Ankündigung hat lange gedauert. Aber jetzt freuen wir uns dir mitzuteilen, dass unser erster und brandneuer Online-Kurs, Whisky Inside, verfügbar ist.
Die Registrierung für Whisky Inside läuft vom 30. September 2017 bis zum 07. Oktober 2017 um 00:00 Uhr! Danach ist er auf unbestimmte Zeit geschlossen
Whisky Inside ist ein detaillierter Schritt-für-Schritt-Kurs, den wir kreiert haben, um dir zu helfen, Whisky professioneller zu verkosten und zu beurteilen. Um dir zu helfen, mehr Whisky für dein Geld zu bekommen.
Durch eine Serie von Lektionen wirst du in der Lage sein, mehr Aromen im Whisky wahrzunehmen, Fehler zu entdecken und den Ursprung von Aromen und Textur eines Whiskys besser zu verstehen.
Findest du dich in einer dieser Gruppen wieder?
Leidenschaftlicher Whisky-Fan
Referent von Kursen und Tastings
Mitarbeiter in Whisky-Industrie und -handel
Falls ja, dann ist Whisky Inside für dich gemacht. Kannst du mit Scotch Single Malt und dessen Genuss nichts anfangen, dann ist der Kurs eher nichts für dich.
Vielleicht kommt dir das Konzept von professioneller Whisky-Verkostung, dessen Hintergründe sowie Details der Whisky-Herstellung bekannt vor. Falls ja, liegt dies eventuell daran, dass es einer ähnlichen Thematik folgt wie unser Buch „Whisky von Eye for Spirits“.
Die Themen des Buches haben wir nun jedoch in einen größeren, umfangreicheren OnlineKurs „verwandelt“.
Ein Online-Kurs mit Lektionen, Download-Material (Tasting Mats, Mouthfeelwheel etc.) und Prüfungsaufgaben.
Zusätzlich hast du Zugang zu einer Community von anderen Teilnehmern, die durch dasselbe Kursmaterial gehen wie du. Zudem bekommst du permanente Unterstützung von uns, falls du Fragen zu den Lektionen, deinen eigenen Tastings oder Seminaren hast.
Was erwartet dich bei Whisky Inside?
Wir erarbeiteten daher für dich 12 Lektionen.
Das Bouquet
Lektion #1: Lerne deine Nase richtig einzusetzen
Mundgefühl, Körper & Geschmack
Lektion #2: Wie du deinen Mund trainierst
Viskosität & Farbe
Lektion #3: Wie du das Aussehen eines Whiskys interpretierst
Die richtige Degustation
Lektion #4: Wie du Whisky richtig verkostest
Lektion #5: Wie du professionelle Tasting Notes schreibst
Lektion #6: So erkennst du, ob dein Whisky-Fehler hat
Woher stammen Aromen und Geschmack eines Whiskys?
Lektion #7: Wie beeinflussen Malz und Torf einen Whisky
Lektion #8: Die Bedeutung der Fermentation
Lektion #9: Was du über Pot Still Destillation wissen musst
Lektion #10: Eine detaillierte Analyse der Whisky-Fassreifung
Nachträgliche Veränderung von Whisky
Lektion #11: Wie Kaltfiltration und Farbstoff deine Wahrnehmung beeinflussen
Die Lektionen selbst bestehen dabei aus mehreren Inhalten:
Mehrere Stunden Videomaterial + Skripte
Anleitung zum Aufbau von Tasting Kits zur Sensorik-Schulung
Tasting Mats (druckbare Vorlagen zur professionellen Whisky-Verkostung)
Infografiken und Poster zum Download
Um dein neuerworbenes Wissen gleich auf die Probe zu stellen, findest du im Anschluss an jede Lektion Prüfungsaufgaben.
Zudem steht dir bei jeder Lektion die Möglichkeit offen, dich an andere Kursteilnehmer oder direkt an mich zu wenden. Bei Fragen, Anregungen und Wünschen können wir dir also umgehend helfen.
Außer du machst die Lektion mitten in der Nacht, dann erst am nächsten Tag 😉
Sobald du dich für Whisky Inside angemeldet hast, stehen dir sofort und unbegrenzt alle Lektionen, jegliche Downloads und alle Kursmaterialien zur Verfügung.
Einer der ältesten und rarsten Single Malts der Welt wird heute vom unabhängigen Anbieter Gordon & MacPhail vorgestellt: Ein Glenlivet 1943, der 70 Jahre lang in einem first-fill Sherry hogshead reifte (und dann wohl aus dem Fass genommen wurde, um eine Überlagerung zu verhinden).
Der Whisky, der während der Zeit des zweiten Weltkriegs ins Fass gefüllt wurde (genauer gesagt am 14. Januar 1943), ist die neueste Abfüllung in der „Private Collection“-Serie, und insgesamt werden nur 40 Decanter davon auf den Markt kommen. Diese Abfüllung ist auch die letzte, die der unabhängige Abfüller aus seinen Beständen aus dem Jahrgang 1943 anbieten kann. Das Fass 121 wurde damals von John und George Urquhart, der ersten und zweiten Generation nach dem Firmengründer entstammend, zur Befüllung ausgesucht. Abgefüllt wurde es unter Stephen Rankin, ein Direktor des Unternehmens und Urgroßenkel von John Urquhart.
Einige wenige Decanter kann man direkt im Geschäft von Gordon & MacPhail in Elgin kaufen und wenn man das tut, kann man dort auch etwas vom Whisky zusätzlich zum Kauf verkosten. Der Geschmack wird von Gordon & MacPhail wie folgt beschrieben:
Rich chestnut brown in colour, Private Collection Glenlivet 1943 by Gordon & MacPhail is a whisky of great balance and approachability. A full, fresh flavour of dark chocolate, oranges, and oakiness intermingles with treacle and liquorice and culminates with a subtle, ashy smokiness and an incredibly long finish.
Der mit 49.1% abgefüllte Whisky wird in einer aufwendig gearbeiteten Box präsentiert, die den Fluss Spey symbolisch darstellt. In Elgin wird der Whisky 30.000 Pfund kosten, der Preis in anderen Märkten kann sich auf Grund von Steuern und Zöllen davon unterscheiden.
Whisky wird seit jeher nicht nur getrunken, sondern auch gesammelt – sei es, um besondere Tropfen für später aufzuheben oder rein des Sammelns willen. Immer schon, und verstärkt in den letzten Jahren, war Whisky auch ein Gegenstand der Wertanlage – begünstigt durch den Umstand, dass ältere Jahrgänge immer rarer werden und sich der Markt für Whisky global ausweitet.
Märkte sind dynamisch und ändern sich. Gastautor Marco Jansen von der Whisky Investments GmbH wirft für uns vierteljährlich einen Blick auf den Sammlermarkt und berichtet dabei über relevante Ereignisse und Entwicklungen. Hier ist sein aktueller Beitrag:
Der Whisky-Sammlermarkt – Bericht für Q3 2017
Während sich der Sommer in unseren Gefilden eher regnerisch und launisch präsentierte, herrschte an den Whisky-Sammlermärkten auch im 3. Quartal 2017 weiterhin eitel Sonnenschein. Der RW APEX1000, bekannt als marktbreiter Index für die Preise von Whisky Investments, konnte über den Sommer um mehr als 7% zulegen. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs bereits mehr als 18% und liegt damit wieder deutlich über der Entwicklung der allgemeinen Kapitalmärkte und anderer Sachwerte wie z.B. Gold.
Ebenfalls ihre Fortsetzung finden die bereits in den letzten Quartalen zu beobachtenden Länderpräferenzen der Anleger. Während die Preise japanischer Malts eher stagnieren bzw. leicht rückläufig sind, beobachten wir bei den schottischen Abfüllungen einen robusten Anstieg in kompletter Marktbreite.
„Wiederentdeckt“ wurden in den letzten Monaten die Abfüllungen von Brora. Nach eher mäßigen Entwicklungen in den vorigen Quartalen kann man feststellen, dass sich die Abfüllungen auf zu neuen Höhen machen. Der ebenfalls von der schottischen Rare Whisky 101 Ltd. aufgelegte Rare Whisky Brora OB Index, der die Preisentwicklungen aller Originalabfüllungen der Destillerie bis 2012 abbildet, konnte in den letzten 3 Monaten um fast 10% an Wert gewinnen und notiert in der Nähe der historischen Höchststände.
Die Nachfrage nach neuen Releases ist weiterhin extrem hoch, was oft dazu führt, dass bereits kurze Zeit nach Auflage Preise diverser neuer Abfüllungen extrem in die Höhe springen. Auf eine solche Entwicklung zu setzen hat sich in diesem Jahr durchaus als äußerst spekulativ bewiesen – sehr oft ist zu beobachten, dass nach dem ersten „Hype“ die Preise solcher Abfüllungen sich deutlich von den Niveaus zurückbewegen – der Whiskysammler bzw. Genießer ist nicht bereit jeden Preis zu bezahlen, Spekulanten bleiben auf ihren Beständen sitzen.
Das letzte Quartal 2017 verspricht das bereits jetzt äußerst positive Jahr erfolgreich abzurunden, da auch in den letzten drei Monaten des Jahres keine größeren politischen Auswirkungen durch die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU zu erwarten sind und der Nachfrageüberhang nach Whiskyraritäten ungebremst seine Fortsetzung zu finden scheint.
Marco Jansen von Whisky-Investments.de
Autor Marco Jansen, Gesellschafter der Whisky Investments GmbH, arbeitet seit 16 Jahren in der Finanzbranche und sein Betätigungsfeld 1– neben der Betreuung von vermögenden Privatkunden – sind die internationalen Kapitalmärkte. Vor etwa 10 Jahren entdeckte er bei einer Reise nach Schottland seine Leidenschaft für Single Malt Whisky. Seitdem verfolgt er mit Interesse die Whiskymärkte und eine kleine Sammlung erlesener Tropfen füllt die speziell dafür eingerichtete Vitrine in seiner Heimat am Niederrhein.
Unser Titelbild zeigt die Catedral do Whisky – die größte Whiskysammlung der Welt
Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen hier Videos und Audiobeiträge, die wir von den Vloggern selbst zur Veröffentlichung erhalten haben und mit denen wir Sie einladen wollen, ein wenig auf geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Auch in der Folge 43 unserer Serie haben wir wieder jede Menge interessante Beiträge für Sie:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort untenstehend auch als Playlist komplett ansehen – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Einen zum Herbstbeginn passenden Whisky präsentieren wir Ihnen als unsere monatliche Empfehlung. Und auch hier gelten erneut unsere Kriterien: Er ist sehr gut verfügbar, von hoher Qualität und mit einem recht attraktiven Preis. Unsere Empfehlung für den Oktober 2017 heißt Blair Athol 12 Year Old.
Völlig richtig. Wir sind in diesem einen letzten Monat nicht weit gekommen. Schon im September wählten wir für unseren Whisky des Monats eine Brennerei aus Pitlochry. Und auch im Oktober befinden wir uns erneut in diesem vom Tourismus geprägten Ort. Doch dies ist auch schon die Gemeinsamkeit dieser beiden Destillerien hier, die eigentlich nicht viel unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite haben wir mit Edradour diese kleine pittoreske Brennerei, welche einem unabhängigen Abfüller gehört. Und nun befinden wir uns beim weltweit größten Spirituosenhersteller. Die Destillerie Blair Athol gehört zu Diageo, und ihr Whisky wird fast ausschließlich für den Blend Bell’s genutzt. Doch eben nur fast.
Um den Whisky-Interessierten aus solchen Brennereien auch einen Single Malt als quasi Original-Abfüllung präsentieren zu können, schuf der Diageo-Vorläufer United Distillers Anfang der 1990er die Serie Flora und Fauna. Dieser Name entstand, weil jeder Brennerei ein schottisches Tier oder eine Pflanze zugeordnet ist. Diese allerersten Abfüllungen sind mittlerweile eine gesuchte Rarität. Und für manche Brennerei, die anfangs noch Teil dieser Serie war, gibt es mittlerweile von Konzernseite her eine andere Image-Idee, so dass hier keine aktuelle Flora und Fauna Abfüllung mehr erhältlich ist.
Auch eine Abfüllung von Blair Athol gehörte von Beginn an zu dieser Reihe und sie ist auch aktuell immer noch erhältlich. Dieser sehr volle Whisky reifte 12 Jahre lang, und er scheint diese Zeit sowohl in Ex-Bourbon-Fässern als auch in Fässern aus der Sherry-Produktion genossen zu haben. Denn wir finden neben Noten von Vanille auch deutliche Frucht-Aromen sowie Anflüge von Nüssen. Dazu präsentiert der Blair Athol 12 Year old eine präsente Malzigkeit mit einer sehr leichten Spur von Rauch. Insgesamt mit einer großen Komplexität gefällt am Gaumen auch seine ölige Textur.
Der Blair Athol 12 Year old ist für um die 50 Euro im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Und auch in dieser Preisregion befindet sich manch andere Abfüllung der Flora und Fauna Serie, die eine Entdeckung wert ist. Wer es etwas exquisiter möchte: Bei den Abfüllungen, welche nur beim Start Teil der Serie waren, sind auf dem Sekundär-Markt preislich nach oben keine Grenzen gesetzt.
Pitlochry in den Highlands hat nicht nur was Whisky betrifft eine ausgeprägte Geschichte, sondern war schon immer auch ein Ort, in den man gerne reiste, zeigt er sich doch typisch schottisch.
Typisch schottisch sind auch die jährlich dort stattfindenden Highland-Games, und von jenen in diesem Jahr haben wir ein Video gefunden, das insgesamt 14 Pipe Bands bei ihrem Durchmarsch durch den Ort zeigt. Beeindruckende Bilder und beeindruckende Klangkulisse, die Sie im obenstehenden Youtube-Video sehen und hören können.
Warum wir uns heute mit unseren Sonntagsvideos auf den Ort Pitlochry konzentrieren, wird mit einem Artikel, der etwas später am Tag erscheint, klarer werden. Zunächst einmal möchten wir Ihnen noch zwei weitere Videos zu ihm vorstellen. Das erste zeigt historische Aufnahmen von Pitlochry und ist eine schöne Zeitreise in die Vergangenheit.
Video Nummer drei nimmt Sie mit auf einen Drohnenflug über Pitlochry – und kann Ihnen vielleicht Lust machen, persönlich dort vorbeizusehen. Einen schönen Sonntag wünschen wir!
Der Lagavulin 16yo ist wohl DER Klassiker unter den Islay-Whiskys, und das nicht erst seit gestern. In so mancher langjährigen Whiskysammlung kann man Abfüllungen davon aus unterschiedlichen Jahren finden, und wenn man diese gemeinsam öffnet, auch quer durch die Zeiten verkosten.
Genau das hat Angus MacRaild heute in der Verkostung auf Whiskyfun getan, und er verkostet vier Lagavulin 16 aus der Standardrange zwischen 2017 und den späten Achtzigern, sowie den Lagavulin 16 Special Edition for Feis Ile 2017. Die Wertungen sind interessant, interessanter noch die Beschreibungen:
Lagavulin 16 yo (43%, OB, 2017): 87 Punkte
Lagavulin 16 yo (43%, OB, 2012): 88 Punkte
Lagavulin 16 yo (43%, OB, 2003): 91 Punkte
Lagavulin 16 yo (43%, OB, White Horse Distillers, 75cl, -/+ Late 1980s): 93 Punkte
Lagavulin 16 yo (55.8%, OB, Feis Ile 2017, Moscatel Double Maturation, 6000 bottles): 88 Punkte
Im Rahmen der Chivas Bartenders‘ Chapter haben ausgewählte Bartender aus Österreich eigene Whisky-Cocktails mit Chivas kreiert, die wir vor einigen Tagen im Rahmen einer Bartour verkosten durften (den PR-Beitrag dazu finden Sie hier). Diese Cocktails möchten wir Ihnen in loser Abfolge zum Nachmachen und Genießen vorstellen. Den Beginn machen wir mit einer Kreation von Feng Liu aus The Birdyard, der neu eröffneten Bar in der Lange Gasse im 8. Bezirk in Wien. Farang ist ein Cocktail, der mit ganz unterschiedlichen Aromen spielt und dennoch absolut harmonisch bleibt:
Im März des Jahres haben wir bereits über die Planungen zur Port of Leith Distillery im Ocean Terminal im Port of Leith/Edinburgh berichtet.
Jetzt haben Ian Stirling und Paddy Fletcher die Baugenehmigung eingereicht, und sollte alles glatt gehen, so rechnet man mit dem Baubeginn im Frühjahr 2018. 400.000 Liter Reinalkohol will man dort jährlich erzeugen, und während der Wartezeit auf den Whisky soll es einige andere käuflich erwerbbare Produkte geben.
Produziert wird vertikal, das Gebäude soll eine Höhe von knapp 40 Metern erreichen und oben will man auch noch ein Restaurant und Tasting- sowie Ausstellungsräume bauen, die dann auch unabhängig genutzt werden können.
Wir werden die Fortschritte dort natürlich aufmerksam verfolgen und Sie auf dem Laufenden halten.
Manchmal sind es eher die Unscheinbaren, die viel zu bieten haben: Auf ihrer Reise durch die Speyside hat Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen auch die Destillerie Tomintoul besucht – nicht unbedingt das Schmuckstück der Speyside, aber innen voller interessanter, oft industriell anmutender Motive, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Begleiten Sie Alexandra und uns durch die Destillerie und die Fasslager und genießenen Sie die 54 Bilder, die wir Ihnen auf den kommenden sechs Seiten zeigen:
Der Kyrö Rye Whisky ist vor einiger Zeit für Deutschland angekündigt worden (wir berichteten hier). Allerdings sollte der streng limitierte Whisky der finnischen Kyrö Distillery Company nicht im Handel, sondern ausschließlich in der Gastronomie angeboten werden – bei gerade mal 50 Flaschen, die Deutschland erreichen würden, ein nachvollziehbarer Distributionsweg.
Kyrö Distilling Company
Ende September wollte Max Sabato, der deutsche Brand Ambassador der Kyrö Distillery Company, die Bars bekanntgeben, in denen der Rye Whisky erhätlich sein sollte. Das hat er nun getan, und wir können die Liste der Bars hier veröffentlichen, die uns Importeur Sierra Madre zur Verfügung gestellt hat. Berlin, Köln, Frankfurt und München kommen zum Zug:
Wie in jedem Jahr versuchen sich um diese Zeit die Destillerien mit Neuankündigungen zu übertrumpfen – und zwar in allen möglichen Preissegmenten. In der Oberliga hat nun Glenfiddich einen neuen Whisky ins Rennen geschickt: den Glenfiddich Cask Collection Finest Solera.
Der Glenfiddich Cask Collection Finest Solera ist der erste in einer Serie von alterslosen Whiskys im Luxussegment, den Glenfiddich gemeinsam mit dem Hersteller exklusiver Decanter, Baccarat, anbieten wird. Für ihn hat Malt Master Brian Kinsman an die 20 Whiskys aus ex-Bourbon casks und amerikanischen Eichenfässern ausgesucht. Für mindestens zwei Monate wurden die Whiskys dann in einem 2000-Liter-Bottich vermählt, der Bottich wurde bei der Batchentnahme niemals mehr als halb geleert – ein Solera-Verfahren also.
Die daraus entnommenen Batches umfassen jeweils höchstens 600 Flaschen. Sie kommen in handgeblasenen Flaschen mit aufwendiger Gestaltung (teilweise mit 24 Karat Gold).
Die Serie wird exklusiv im Travel Retail angeboten, für eine Flasche zahlt man umgerechnet 1.950 britische Pfund.
Gleichzeitig mit der Ankündigung der neuen Luxusabfüllung gab Glenfiddich bekannt, dass die Experimental Series nun ebenfalls in den Travel Retail ausgerollt werden. Project XX und IPA Experiment sind ab November auf Flughäfen und in Border Shops erhältlich – Preis: umgerechnet 40 und 45 britische Pfund. Momentan kommen sie in der Normalverpackung, eine spezielle Verpackung für den Travel Retail wird es 2018 geben. Der neue Glenfiddich Winter Storm ist derweilen noch nicht für den Travel Retail vorgesehen.