Tomintoul Five Decades ist ein Whisky, bei dem sich recht schön die Problematik von Altersangaben erklären lässt: Er feiert fünf Jahrzehnte Destillierkunst der Destillerie, und er tut dies mit Bestandteilen aus den Jahren 1965, 1975, 1985, 1995 und 2005. Technisch gesehen müsste er, wären nur Altersangaben auf der Flasche erlaubt, als zehnjähriger Tomintoul verkauft werden. Hier ist es tatsächlich besser, ihn als NAS (No Age Statement) abzufüllen.
Der Tomintoul Five Decades und der Tomintoul 50yo als Samaroli-Abfüllung (vom Silvano Samaroli begonnen, von seiner Witwe vollendet) sind heute die beiden Whiskys, die Serge Valentin – nach einem verkostungsfreien Montag – verkostet. Die Wertungen sind etwas gemischt, vor allem der Five Decades liegt unter dem, was man sich eigentlich für den Preis hätte erwarten können. Aber wie immer: Man muss nicht in allen Belangen Serges Meinung teilen – oder auf englisch: your mileage may vary.
Der Einführung eines Mindestpreises für Alkohol in Schottland sind jahrelange Konsultationen und argumentative Kämpfe mit Interessensvertretungen (darunter auch die Scotch Whisky Association) vorhergegangen – nun aber ist es soweit: Schottland wird ab 1. Mai einen Mindestpreis für Alkohol einführen.
Das Ganze sieht dann folgendermaßen aus: Für eine Einheit Alkohol, das sind 10ml reiner Alkohol, muss in Schottland mindestens 50p verlangt werden. Manche alkoholischen Getränke waren bislang um 16p/unit zu bekommen, also weniger als die Hälfte. Damit will man dem exzessiven Trinken etwas einen Riegel vorschieben – eine in Schottland leider nicht unübliche Gepflogenheit, die für die Gesundheit der Einwohner ein Problem darstellt.
Was bedeutet das für Whisky? Nun, rechnen wir es an drei Beispielen durch:
Der billigste Blend (40%) kostet pro Flasche ab 1. Mai 2018 mindestens 14 Pfund
Der theoretisch billigste Malt mit 46% kostet dann 16.1 Pfund
Ein fassstarker Whisky mit 55% Alkohol müsste theoretisch mindestens 19.25 Pfund kosten
Wie man unschwer erkennen kann, ist das Gesetz vor allem gegen billigen Alkohol gerichtet, also Supermarkt-Blends, die man wahrscheinlich ohnehin selten des Genusses wegen kauft. „Normalen“ Whisky trifft es nicht. Entwarnung also für Freunde der gehobenen Whiskykultur.
Untenstehend finden Sie ein kurzes Video, das die „Einheit Alkohol“ sehr anschaulich anhand einiger Beispiele erklärt. Es stammt von Drinkaware.co.uk.
Heute wurde von Diageo das Erscheinen der Johnnie Walker Black Label The Jane Walker Edition bekanntgegeben – allerdings ist dieser Launch nur für die USA vorgesehen, Interessenten in allen anderen Ländern müssen sich wohl auf dem Sekundärmarkt umsehen, wenn sie die Abfüllung bekommen wollen.
Ab März wird die Sonderedition verkauft, und von jeder verkauften Flasche geht ein Dollar an Organisationen, die sich für Frauen einsetzen. Insgesamt will man bis zu 250.000 Dollar spenden, wovon 150.000 Dollar fix an den Elizabeth Cady Stanton and Susan B. Anthony Statue Fund gehen, der sich für die Errichtung eines Denkmals für die Sufragetten Amerikas im Central Park in New York einsetzt. Aus Wikipedia: Als Suffragetten (von englisch/französisch suffrage ‚Wahlrecht‘) bezeichnete man Anfang des 20. Jahrhunderts (zentral 1903 bis 1928) mehr oder weniger organisierte Frauenrechtlerinnen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten (hier war die selbstgewählte Bezeichnung eigentlich suffragist), die vor allem mit passivem Widerstand, Störungen offizieller Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Frauenwahlrecht eintraten. Die Suffragettenbewegung wurde überwiegend von Frauen aus dem Bürgertum getragen.
Kosten wird der Johnnie Walker Black Label The Jane Walker Edition 34 Dollar, abgefüllt ist er mit 40% Alkohol.
Johnnie Walker launches Johnnie Walker Black Label The Jane Walker Edition, donating $1 for every bottle made to organizations championing women’s causes. (PRNewsfoto/Johnnie Walker)
Etwas Besonderes hat sich die Destillerie Glen Scotia einfallen lassen, um die Campbeltown-Brennerei mehr in das Bewusstsein der Konsumenten zu rücken: Man will mit der Glen Scotia Grand Tour bei pop-up Events rund um den Globus Whiskyfreunden die Region, die Destillerie und die Whiskys aus Glen Scotia näher bringen.
Die Tour beginnt im März in London (falls Sie zwischen dem 15. und 17.3. dort sein sollten, können Sie hier Karten dafür erhalten), wird aber dann auch in anderen Ländern und Regionen Station machen (Definitives für Deutschland haben wir allerdings nicht gehört).
Was bietet die 60-minütige Grand Tour? Sie beginnt mit Whisky-Cocktails und kleinen Snacks, und zwar in einem dem Distillery Manager’s Office nachempfundenen Raum. Danach wird man sozusagen in die traditionellen Dunnage-Lagerhäuser entführt, um dort verschiedene Abfüllungen zu kosten – darunter auch einen Whisky, der exklusiv für diese Tour angeboten wird.
Die Räume sind mit Fenstern auf Szenerien aus der Region Campbeltown gestaltet, die handverlesene Inneneinrichtung soll das Gefühl der viktorianischen Zeit wiedergeben. Im „Lagerhaus“ finden sich echte Fässer der Destillerie, die Wände werden mit Projektionen geschmückt.
Die Aussendung spricht auch davon, dass diese Grand Tour eine große Investition für die Destillerie darstellt, aber man möchte damit die Bekanntheit der Whiskys aus der Destillerie steigern und den Aufschwung, den die Marke seit 2014 nach der Übernahme durch die Loch Lomond Group genommen hat, fortsetzen.
Am 17. März feiert man wie jedes Jahr in Irland und dem Rest der Welt den St. Patrick’s Day – in Gedenken an den Todestag des irischen Bischofs Patrick, der im 5. Jahrhundert lebte. Zu seinen Ehren hält man in ganz Irland, aber auch in anderen Städten der Welt, Paraden ab und veranstaltet Volksfeste.
Auch heuer wollen wir Sie dazu einladen, mit Irland, unserem Partner Beam Suntory Deutschland (der die Preise zur Verfügung stellt) und uns den St. Patrick’s Day zu begehen, und das natürlich mit irischem Whiskey. Aber nicht mit irgendeinem, sondern mit 3×2 ausgesuchten typisch irischen Abfüllungen.
Hier sind die Flaschen, die Sie bei uns gewinnen können, in der Beschreibung durch Beam Suntory:
Connemara 12 Years Old
Die atemberaubende Region Connemara mit ihrer zerklüfteten Küste, ihren majestätischen Bergen, den klaren Flüssen und den torfhaltigen Moorlandschaften sorgt für alle natürlichen Ressourcen die benötigt werden, um einen reichhaltigen, geschmackvollen Whiskey herzustellen, der den höchsten Ansprüchen genügt. Es liegt daher nahe auf den hand-gestochenen Torf vor der Haustür zurückzugreifen und die Gerste am Ende des Mälzens über Feuer zu trocknen.
Connemara ist heute der einzige rauchige Single Malt Whiskey aus Irland und wird nach irischer Tradition zweifach destilliert. Nach der Lagerung in Ex-Bourbon Fässern entsteht ein ganz besonders ausgeglichener Whiskey mit milder Süße und komplexen Torfaromen.
In Connemara Peated Single Malt 12 Years wurden einige der ältesten Connemara Destillate vermählt für einen Whiskey von großartig aromatischer Vielschichtigkeit und Raffinesse.
Tasting Notes
Aroma: Ausdrucksvolles Aroma mit lebhaften Malznoten und torfiger Rauchigkeit. Geschmack: Milder, harmonischer Geschmack, in dem fruchtige und torfige Nuancen eine exzellente Verbindung eingehen. Abgang: Kräftige Würznoten dominieren, ohne die delikate, cremige Torfigkeit zu überdecken.
Kilbeggan Single Grain
Bereits seit 1757 wird Kilbeggan Irish Whiskey in der ältesten lizenzierten Whiskey-Destillerie der Welt traditionell hergestellt und gilt jeher als bestgehütetes Whiskey-Geheimnis Irlands. Die heute weltbekannte Old Kilbeggan Distillery wurde 1757 im gleichnamigen Städtchen Kilbeggan aus den Überresten eines ehemaligen Klosters errichtet.
Noch heute wird Kilbeggan in den jahrhundertealten Gemäuern der Destillerie nach irischer Tradition hergestellt. Zweifach destilliert, erhält er die für irische Whiskeys typische Milde und gleichzeitig seinen charaktervollen und harmonischen Geschmack, dessen Geheimnis es zu entdecken gilt.
Der Kilbeggan Single Grain Whiskey ist die Weiterentwicklung des bekannten Kilbeggan 8 Jahre. Kilbeggan Single Grain ist ein deutlich hochwertigerer Premium Blend aus verschiedenen Altersstufen von bis zu 15 Jahren. Durch die Lagerungen in verschiedenen Fässern, unter anderem PX Sherry, Madeira und Bordeauxwein, erhält der Kilbeggan Single Grain einen besonders komplexen Geschmack. Dieser Premium Irish Whiskey hat 43 % Vol.
Tasting Notes
Aroma: Reife Früchte mit Nektar, Pflaume und Zedernholz Geschmack: Markant und würzig und dabei gleichzeitig mild Abgang: Vollmundig und langanhaltend mit Anklängen von Kaffee
Und so gewinnen Sie eines der drei Whiskey-Sets von Beam Suntory zum St. Patrick’s Day:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: In welchem Jahrhundert lebte der irische Bischof Patrick, von dem der St. Patrick’s Day seinen Namen hat?
a) 5. Jahrhundert
b) 15. Jahrhundert
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „St. Patrick“!
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 11. März 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder die Gewinner der Preise und geben sie am 12. März bekannt. Der Versand der Flaschen erfolgt dann durch Beam Suntory Deutschland.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „St. Patrick“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 11. März 2018, 23:59. Die Gewinner/innen werden am 12. März auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Beam Suntory Deutschland und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flaschen erfolgt durch Beam Suntory Deutschland.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Die Hebriden an der Westküste Schottlands sind nicht nur eine beeindruckende Naturlandschaft, sondern auch Heimat von Brennereien. Und weil die Hebriden als Begriff ja eine Menge Inseln umfasst, so sind es auch eine Menge Destillerien: Tobermory, Talisker, Torabhaig, die Islay-Brennereien oder die Destillerie auf der Isle of Harris – all diese alten oder neuen Brennereien haben ihren eigenen Reiz durch ihre exponierte Lage.
Weniger um die Destillerien als um die Natur geht es allerdings in der vierteiligen Dokumentation: „Auf Entdeckungsreise – durch Europa: Wildes Schottland – Die Hebriden„, die von der BBC im Jahr 2013 produziert wurde und auf die wir jedesmal, wenn sie im TV gebracht wird, gerne wieder hinweisen.
Neue Möglichkeit, die Doku zu sehen, gibt es ab heute auf Servus TV Deutschland. Jeder der vier Teile behandelt eine eigene Jahreszeit, es beginnt heute mit dem Herbst. Aufmerksame Leser werden sich vielleicht daran erinnern, dass wir bereits Ende Januar des Jahres über diese Sendereihe berichtet haben, dies hier ist allerdings die vorläufig letzte Chance, die Serie zu sehen.
In diesen vier Teilen wird gezeigt, wie die Jahreszeiten die Inseln verändern, und wie Natur und Tierwelt darauf reagieren. Aus dem Ankündigungstext des ersten Teils, der den Herbst behandelt:
Herbst an Europas nordwestlicher Grenze. Die Hebriden, die „Inseln am Rande“, bieten eine unwirtliche Umgebung, in der die Tierwelt ständig um ihr Überleben kämpft. Trotzdem haben sich zahlreiche Tiere angesiedelt. Zehntausende Gänse und Schwäne verbringen auf den Hebriden den Winter. Schwalben, Otter und Kegelrobben leben hier ganzjährig. Auf der „Isle of Rum“ kämpfen die stärksten Hirsche um die Vorherrschaft in der Gruppe.
Die einzelnen Sendetermine diesmal:
26.2. 19:15 – Herbst (WH: 27.2. 15:05)
27.2. 19.15 – Winter (WH: 28.2. 15:05)
28.2. 19.15 – Frühling (WH: 1.3. 15:05)
1.3. 19:15 – Sommer (WH: 2.3. 15:05)
Blick von Portnalong auf den Bruach Na Frìthe auf der Insel Skye
Im Vorjahr gab es bereits einen dreizehnjährigen Hazelburn 13yo Oloroso Cask Matured, nun scheint es laut einem Eintrag in der US-amerikanischen TTB-Datenbank wieder soweit zu sein: Die Destillerie Springbank hat dort einen Eintrag für einen weiteren Hazelburn 13yo Oloroso Cask Matured anlegen lassen. Diesmal aber sind die Daten etwas anders:
Gab es im Vorjahr 12.000 Flaschen davon, so ist die Neuausgabe 2018 (so sie denn erscheint, siehe unseren Disclaimer unten) auf 9.000 Flaschen beschränkt. Abgefüllt werden soll sie im April 2018 (also in zwei Monaten), diesmal mit 47.4% Alkohol statt mit 47.1% wie im Vorjahr. Sie stammt aus frischen und aus wiederbefüllten Oloroso Sherry Casks und wurde im Oktober 2004 destilliert.
Hier die Etiketten, so wie sie in der TTB-Datenbank angemeldet wurden. Sie sind zwar natürlich für den amerikanischen Markt bestimmt – auf Grund der Anzahl der Flaschen und aus den Gepflogenheiten von Springbank heraus ist aber anzunehmen, dass der Hazelburn 13yo Oloroso Cask Matured weltweit erscheinen wird:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Unser sonntäglicher Fixpunkt seit nun 64 Wochen: Wir präsentieren Ihnen Videos und Podcasts, die wir von den Erstellern der Beiträge selbst zur Veröffentlichung erhalten haben. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben und keine kommerziellen Links oder Hinweise geben; wir möchten hier die Arbeit der Vlogger/Podcaster vorstellen, nicht Verkaufsförderung betreiben.
Was gibt es in dieser Woche Neues? Hier sind die Videos und Podcasts, die wir Ihnen heute am Sonntag vorstellen möchten, in der Folge 63 unserer Serie – wieder mit einem Neuzugang:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video.
Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wenn wir eines immer wieder in den Blickpunkt stellen hier bei Whiskyexperts, dann ist es die Tatsache, dass Schottland neben dem Whisky auch noch andere Genüsse für die Sinne zu bieten hat. Die Natur zum Beispiel, die sich in vielen Facetten präsentiert und uns immer wieder Momente des Staunens ermöglicht.
Unsere Sonntagsvideos sind ein schönes Vehikel für die Erhabenheit der schottischen Natur, und heute wollen wir uns mit iolaire photography an die Nordostküste des Landes begeben. Man hat dort mit einer Drone Eindrücke von der Küste und dem Hinterland festgehalten, die einfach nur schön sind. Dreieinhalb Minuten purer Genuss mit schöner Musik und Bildern von Dunnoter Castle, Braemar Castle, Glenmuick, Forvie Sands, Stonehaven Cliffs und dem Tyrebagger Forest in 4K – entweder auf Youtube oder direkt hier bei uns. Viel Vergnügen damit und einen schönen Sonntag wünschen wir!
Zwei Abfüllungen aus einer Destillerie treten heute jeweils bei Angus MacRaild, der wie jeden Samstag Serge Valentin vertritt, gegeneinander an. Ob sich die Paare durch Samplestau eben so ergeben haben oder ob sie bewusst in diesen Paarungen ausgewählt wurden, lässt sich nicht ergründen – interessant und für den Whiskygenießer spannend sind sie auf jeden Fall.
Ardmore, Inchgower, Blair Athol und Dufftown sind die Destillerien, um die es dabei geht, und die Wertungen reichen diesmal von 83 bis 92 Punkten. Wie die einzelnen Bottlings dabei in der Verkostung abgeschnitten haben, können Sie unten sehen:
Ardmore 7 yo 2010/2017 (61.2%, Copper Monument, cask #803521, refill barrel): 85 Punkte
Ardmore 7 yo 2010/2017 (61.4%, Copper Monument, cask #803522, refill barrel): 85 Punkte
Inchgower 14 yo 1999/2013 (56.1%, The Whisky Cask, Bourbon): 83 Punkte
Inchgower 19 yo 1959/1978 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 90 Punkte
Blair Athol 30 yo 1973/2004 (43%, MacKillop’s Choice, cask #8569): 89 Punkte
Blair Athol 28 yo 1975/2004 (53.9%, Signatory Vintage, sherry cask #6373, 161 bottles): 90 Punkte
Dufftown-Glenlivet 31 yo 1978/2009 (48.6%, Cadenhead Chairman’s Stock, Bourbon Hogshead, 207 bottles): 87 Punkte
Dufftown-Glenlivet 1966/1989 (52.5%, Cadenhead Dumpy, Gabri import): 92 Punkte
Die Destillerie Blair Athol. Bild: Marcel Freudenstein
Die geplante Destillerie Toulvaddie haben wir bereits vor einiger Zeit mit einer Vielzahl an Berichten – darunter einem Audiointerview mit der Gründerin Heather Nelson – vorgestellt. Seit der Erteilung einer Baugenehmigung im April des Vorjahres war es, abgesehen von einigen Medienberichten, aber recht ruhig um die Brennerei, sodass manche sich schon fragten, ob das Projekt überhaupt noch weiter betrieben würde.
Offensichtlich scheint sich nun aber auch vom Bau her etwas zu tun, wie das nachfolgende Bild beweist. Die Destillerie hat es heute veröffentlicht, und es zeigt nach eigenen Angaben die Arbeiten an der neuen Zufahrt zur geplanten Destillerie. Die Frau im Bagger ist Heather selbst, die damit ihre Vision von der ersten von einer Frau gegründeten Brennerei seit 200 Jahren konsequent umsetzt.
Wir freuen uns jedenfalls, dass nun die ersten praktischen Schritte zur Toulvaddie Distillery getan werden.
Fünfzehn neue Glendronach-Abfüllungen sind soeben als Batch Nummer 16 erschienen, und diesmal sind sie zwischen 11 und 28 Jahre alt sowie zwischen 1989 und 2006 destilliert, allesamt in spanischen Sherryfässern gereift. Ausgesucht hat die Fässer wie üblich Rachel Barrie, die Master Blenderin von Glendronach, und sie sagt zu den Abfüllungen:
“The Batch 16 cask selection showcases facets of The GlenDronach house style; robust, elegant, fruity and full-bodied. Each cask individually demonstrates the finesse, powerful complexity and rich layers of sherry cask maturation found in every GlenDronach expression; from the 28-year-old Sherry butt distilled in November 1989 with the robust, mellow maturity of rich fruitcake and smoked walnut, to the 22 year old PX puncheon distilled in June 1995 with sweet treacle toffee and manuka honey. At the other end of the age spectrum, the 11-year-old PX distilled in January 2006 balances sweet and dry complexity as nutmegspiced bramble toffee bursts on a velvet wave of cocoa.”
“All casks express The GlenDronach’s persistent dedication to the time-honoured methods and traditions since founding in 1826, a time when sherry and port casks were first imported and used to mature single malt. Revered for mastery of Spanish oak sherry cask maturation, The GlenDronach is synonymous with depth of cask colour and richness of taste, whether influenced by the sweet dark fruits of Pedro Ximenez or the dry nuttiness of Oloroso sherry. I am delighted to now be sharing the Batch 16 cask selection with connoisseurs across the world.”
Nicht alle davon sind in Europa erhältlich – wir haben aber natürlich alle acht, die man hierzulande bekommen kann, in Bild und Wort für Sie beschrieben:
1989 CASK #5476 28 Years Old Pedro Ximenez Sherry Puncheon
Appearance: Deep amber mahogany.
Nose: Robust and earthy with chocolate dates, sweet mincepies and earthy vines, mocha walnut and a hint of coal smoke.
Palate: Succulent sultanas open to fruitcake soaked in sherry, leaving lingering mulled wine, plum skin and gently smoked walnut.
ABV: 49.9%
546 Bottles
1990 CASK #1014 27 Years Old Pedro Ximenez Sherry Puncheon
Appearance: Dark demerara sugar brown.
Nose: Intriguing complexity of Sherry and French brandy-soaked plum, raisin and dates, tempered by dunnage earth and leather saddles.
Palate: At first, elegant soft plums disguise a crescendo of spiced mulled wine progressing to a finale of dried fruit, dark chocolate and walnut.
ABV: 50.9%
641 Bottles
1992 CASK #103 25 Years Old Sherry Butt
Appearance: Polished mahogany.
Nose: Dark chocolate, cherry liqueur and sultana give way to polished oak and waxed oilskin with traces of birch tar.
Palate: Orange crepe suzette with dark chocolate, maraschino cherry and bramble cream, progressing to a lingering blackberry finish.
ABV: 56.7%
513 Bottles
1992 CASK #334 25 Years Old Sherry Butt
Appearance: Rich mahogany gold.
Nose: Stone fruit, fine leather and morello cherry cake with a trace of cigar box with piquante Valencia orange oil and rolling tobacco.
Palate: Sip sherry-laced fruit wine gums, and smooth rolling tobacco leaf with traces of coal dust. Savour lingering sherry and warm leather, and a fine cigar.
ABV: 58.5%
592 Bottles
1993 CASK #445 24 Years Old Sherry Butt
Appearance: Brown-tinged mahogany.
Nose: An oak-panelled room with baked gingerbread, old brandy and mulled red wine with chestnuts and game roasted on an open fire.
Palate: Sip sherry oils and dates with angelica root and traces of coal dust from an open fire. Savour red wine, chestnut and pheasant game with lingering traces of liquorice and menthol.
ABV: 52.4%
649 Bottles
1995 CASK #4038 22 Years Old Pedro Ximenez Sherry Puncheon
Appearance: Russet brown.
Nose: Spiced orange and Victoria plum on baked gingerbread with demerara biscuits and mocha coffee.
Palate: Plum and red grape skins become cranberry and orange jus lengthening into a tobacco leaf and Brazil nut finish.
ABV: 55.1%
681 Bottles
2004 CASK #3342 13 Years Old Port Pipe
Appearance: Antique copper with an intense ruby hue.
Nose: The finesse of dark chocolate, sweet maraschino cherries and orange-laced sandalwood on a base of toasted angelica.
Palate: Sip ripe bramble, Seville orange and baked cherry cake carried by the finest dark chocolate. Savour lingering hints of roast chestnut, chocolate orange and sweet cherry liqueur, lifted by cleansing mint chocolate.
ABV: 55.4%
643 Bottles
2006 CASK #1979 11 Years Old Pedro Ximenez Sherry Puncheon
Appearance: Tawny amber.
Nose: Sticky PX sherry with layers of toasted cedarwood and chocolate orange on a base of cinnamon spiced bramble jam and baked plum.
Palate: Nutmeg-spiced bramble toffee and clementine burst on the palate, carried on a velvet wave of cocoa and wood resin. Cranberry, hazelnut and raisin linger into the perfectly balanced sweet and dry finish.
ABV: 57.2%
679 Bottles
Alle 15 Fässer bekommen nur die USA, für den Rest der Welt sind 7 Fässer vorgesehen.
Islay-Freunde dürfen sich auf Nachschub freuen: Der deutsche Importeur für Gordon & MacPhail, Kirsch Whisky, bringt zwei neue Einzelfassabfüllungen des traditionsreichen unabhängigen Abfüllers aus Elgin, die exklusiv für den deutschen Markt bestimmt sind. Es handelt sich um zwei Einzelfassabfüllungen von Bunnahabhain und Caol Ila, die jeweils mit Fassstärke abgefüllt wurden. Hier sind die Einzelheiten dazu, und ebenso die Tasting Notes, die direkt von Gordon & MacPhail stammen:
Caol Ila 2005/2018 – Cask #301630
Nach der 12-jährigen Reifung in einem 1st Fill Bourbon Barrel wurde dieser Caol Ila mit fassstarken 52,6 % vol abgefüllt. Nur 202 Flaschen sind von dieser Einzelfassabfüllung verfügbar. UVP: € 76,90.
Tasting Notes:
Nase: Sanfte Vanillearomen & reife Bananen umschmeicheln die darunterliegende Rauchnote in der Nase.
Gaumen: Am Gaumen pfeffrig und dennoch cremig mit Aromen von reifen tropischen Früchten, gefolgt von Getreide und verkohlter Eiche.
Finish: Anschließend folgt ein langer Abgang mit anhaltendem Torfrauch.
Bunnahabhain 2008/2018 – Cask #836
Dieser Bunnahabhain reifte 9 Jahre in einem Refill American Hogshead, bevor er in Fassstärke mit 58,1 % vol. abgefüllt wurde. Insgesamt ergab das Fass 279 Flaschen. UVP: € 61,90.
Tasting Notes:
Nase: Die Nase ist reich an Honigaromen, die sich mit geröstetem Malz und Zitrus-Noten vermischen.
Gaumen: Im Mund ist dieser Whisky zunächst süß und cremig mit einem Hauch von Ananas und Birne – anschließend entwickeln sich Noten von Chili-Schokolade.
Finish: Der Abgang ist ebenfalls süß-fruchtig mit einer anhaltenden, würzigen Note.
Die Speyside Distillery teilt sich mit mit der Region Speyside ihren Namen, und einen Teil davon mit den Brennereien Glen Spey und Speyburn – was die Sache im Kopf nicht immer einfach macht. Und noch dazu führen sie manche Verzeichnisse auch als Highland-Destillerie, was sie wiederum in eine Gruppe mit Glenfarclas bringt, die zwar auch in der Speyside liegt, sich selbst aber umgekehrt gerne als Highland-Brennerei betrachtet. Was, um dem Ganzen jetzt noch den verwirrenden Finalpunkt hinzuzufügen, völlig richtig ist, aber für jede Speyside-Destillerie gilt, da die Speyside ja ein Teil der Highlands ist.
Aber konzentrieren wir uns aufs Wesentliche – ihre Whiskys. Die hat Serge Valentin heute unter die Lupe genommen. Fünf Stück sind es, eine Destillerieabfüllung und vier Unabhängige. Hier die Wertungen der Verkostung:
Speyside ‚Spey Chairman’s Choice‘ (40%, OB, +/-2017): 78 Punkte
Speyside 21 yo 1996/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #12019, 362 bottles): 85 Punkte
Speyside-Glenlivet 21 yo 1996/2017 (61.7%, Cadenhead, Sherry Cask, 354 bottles): 88 Punkte
Speyside 15 yo 2000/2016 (60.7%, Master of Malt, cask #2381): 82 Punkte
Speyside-Glenlivet 24 yo 1991/2016 (50.5%, Cadenhead, Small Batch, 630 bottles): 77 Punkte