Über zwei neue Abfüllungen der Destillerie Wolfburn haben wir heute erfahren, eine davon ist exklusiv für die Schweiz, die andere für „ausgesuchte Länder“. Wir danken dem Schweizer Importeur ALex Polasek für die Informationen, die wir von ihm erhalten haben:
Wolfburn Conrad Gessner – Swiss Exclusive and Limited Release. Eine Hommage an den berühmten Schweizer Arzt und Naturforscher Conrad Gessner, der den Sea Wolf – das Logo der jetzigen Destillerie – auf Seite 580 seines Werkes „The History of Four Footed Beasts ans Serpents“ beschrieb und zeichnete. Ein Vatting aus 8 Quarter Casks, persönlich selektioniert von Alex Polasek im Juni 2017. ABV 54%. 1440 Flaschen. CHF129
Wolfburn Batch 270 ist das «Schwester-Release» des im Juli 2017 erschienenen Batch 128. Beide Abfüllungen reiften in ungewöhnlich kleinen 100 Liter Fässer, die eine amerikanische Destillerie im Sinne eines Experiments hatte anfertigen lassen. Die Total 60 Fässer wurden nach der Bourbon-Füllung an Wolfburn geliefert. Während die ersten 30 Fässer mit 10ppm getorftem New Make bestückt wurden und als Batch 128 abgefüllt wurden, ist der Batch 270 unpeated. ABV 46%, CHF95
Beide Abfüllungen sind auf dem Whiskyschiff Luzern zu verkosten – über die Verfügbarkeit des Wolfburn 270 in Deutschland haben wir noch keine Infos, in Österreich wird er allerdings erhältlich sein.
Wie uns die St. Kilian Distillers aus Rüdenau informieren, ist der zweite Batch des fassgelagerten Spirits soeben veröffentlicht worden. Nach dem großen Erfolg der Erstausgabe rechnet man in der Destillerie auch diesmal wieder mit starker Nachfrage nach The Spirit of St. Kilian und kündigt vorsorglich schon Nachschub für den April an – mit Batch Nummer 3 aus dem Rumfass.
Hier alle Infos der Pressemitteilung, die St. Kilian heute ausschickte:
The Spirit of St. Kilian – Batch 2 ab sofort erhältlich
Rüdenau. In kürzester Zeit war er ausverkauft – der erste fassgelagerte Spirit von Deutschlands größter Whisky-Destillerie. Nun legen die St. Kilian Distillers nach: Batch 2 des Spirits ist ab dem 2. März in limitierter Auflage verfügbar.
Bis der erste Single Malt Whisky von St. Kilian die Fässer verlässt, ist es mindestens noch ein Jahr. Um die Wartezeit zu versüßen und einen Vorgeschmack auf das zu liefern, was in den Fässern in Rüdenau ruht, haben die St. Kilian Distillers jetzt ein zweites Mal wenige ausgewählte Fässer abgefüllt – den Spirit of St. Kilian. Die 1.100 Flaschen aus Batch 1 waren in kürzester Zeit ausverkauft, für St. Kilian Zeit Nachschub zu liefern: Heute erscheint Batch 2 des Spirits, pünktlich zur Whiskymesse THE VILLAGE in Nürnberg – und gleichzeitig auch im Online-Shop von St. Kilian.
Stark limitiert: Nur drei Fässer werden abgefüllt
Der Spirit of St. Kilian wird ausschließlich aus Gerstenmalz hergestellt – im Fall von Batch 2 ungetorft. Etwas früher als ihr Vorgänger wird die zweite Abfüllung bereits nach 15 Monaten mit 46 % vol. abgefüllt. Batch 2 Two Oak Selection reift in neuen, unbelegten 190-Liter-Barrels aus amerikanischer Weißeiche und europäischer Eiche – für eine intensive, kräftige Süße und würzige Noten. Drei Fässer davon wurden für den Spirit abgefüllt – der Rest reift weiter zum zukünftigen Single Malt Whisky heran. Das Ergebnis ist ein bernsteinfarbener Spirit mit einem milden, süßen Geschmack nach Honig, Kräutern und Früchten.
Einmalige Destillationsanlage: Schottisches Equipment kombiniert mit moderner Technologie
St. Kilian legt nach: Master Distiller Mario Rudolf bedient die original schottischen Brennblasen der Destillerie. Foto: St. Kilian Distillers
Destilliert wird in Rüdenau mit original schottischem Equipment des Brennblasenbauers Forsyths. Kombiniert mit modernster Technologie, ist die Rüdenauer Anlage weltweit einzigartig. Seltenheitswert hat auch der „Reflux-Condenser“. Von Forsyths nur außerordentlich selten gebaut, handelt es sich dabei um eine Kühlschlange im Lyne Arm – dem Rohr an der Spitze der Brennblase. Alle Dämpfe, die vor Erreichen des Condensers am Ende des Lyne Arms kondensieren, fließen zurück in die Brennblase und werden erneut destilliert. Dank des Condensers kann dieser Rückfluss von Master Distiller Mario Rudolf präzise variiert werden. Praktisch, denn der „Reflux“ hat entscheidenden Einfluss auf die Spirits: Ein starker Rückfluss sorgt zum Beispiel für einen weicheren New Make – wie er für den Spirit of St. Kilian verwendet wurde.
Weitere Spirits in Aussicht: Batch 3 aus Ex-Rum-Fässern kommt im April 2018
St. Kilian ist bekannt für seine Experimentierfreude: So waren die Fässer der Erstabfüllung des Spirit of St. Kilian zum Beispiel ungewöhnlich kleine American Quarter Casks aus der bekannten texanischen Garrison Brothers Distillery. Für die dritte Abfüllung scheuen die Distillers aus Rüdenau ebenso keine Mühen: Diese reift aktuell noch in rückgebauten 30-Liter-Rum-Fässern aus Jamaika – den gleichen, die Kunden auch beim Fassverkauf von St. Kilian erwerben können. Die ex-Rum-Fässer mit milder Rezeptur aus dem vergangenen Jahr sind bereits ausverkauft. Weitere Fässer sollen im Sommer 2018 abgefüllt werden.
Was es mit Batch 3 genau auf sich hat, wird sich im April zeigen. Dann kommt der dritte Spirit of St. Kilian voraussichtlich auf den Markt.
The Spirit of St. Kilian Batch 2 – Fassgelagerter Malzbrand, 46 % vol.
– als New Make destilliert im Jahr 2016
– gereift für 15 Monate in neuen, unbelegten American Standard Barrels
– abgefüllt als fassgelagerter Malzbrand mit 46 % vol.
– limitiert auf 2.100 Flaschen
Wir haben wieder einmal die TTB-Datenbank in den USA durchstöbert, um uns über mögliche neue Whiskys auf dem Laufenden zu halten – und sind dabei über ein Label für eine neue Abfüllung aus der Destillerie Glen Scotia gestolpert, die ausgesprochen interessant klingt:
Der Glen Scotia 10yo peated stammt ausschließlich aus First Fill Bourbon Barrels und wurde mit getorftem New Make gefüllt, um dann zumindest 10 Jahre reifen zu können. Abgefüllt wurde oder wird er mit 46% Alkohol.
Die Labels sind für den US-amerikanischen Markt gedacht, aber durch die Natur der Abfüllung steht es anzunehmen, dass dieser neue Whisky aus der Campbeltown-Destillerie weltweit veröffentlicht werden wird. Wann genau, das können wir noch nicht sagen, und natürlich haben wir auch momentan noch keine letzte Gewissheit, dass es so sein wird, aber es sollte nicht überraschen, wenn dieser Glen Scotia in überschaubarer Zeit im Handel auftaucht.
Hier die Labels, so wie sie in der Datenbank veröffentlicht wurden:
Grain Whiskys – eigentlich der Füllstoff für Blended Whisky, aber gut gereift auch ein Vergnügen für sich. Man muss es etwas süßer mögen als sonst, und auch einen (oft sehr schnell vergehenden) Hauch von Klebstoffgeruch, aber wer noch keinen Grain Whisky probiert hat, der hat definitiv die Möglichkeit versäumt, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Unser Tipp: So 25 Jahre sollte er schon gereift sein, damit er sein Potential entfalten kann. Gottseidank ist er dabei doch deutlich günstiger als ein gleichaltriger Single Malt.
Serge Valentin hat heute einige Grain Whiskys verkostet – und die Bandbreite der Bewertungen (72 bis 89 Punkte) zeigt sehr schön, welches Potential in der Kategorie steckt.
Hier die Wertungen der Verkostung in der Listenansicht:
Dumbarton 29 yo 1987/2016 (56.5%, Whiskybroker for HNWS Taiwan, refill bourbon barrel, cask #25233, 185 bottles): 83 Punkte
Cameronbridge 26 yo 1991/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular): 78 Punkte
Girvan 27 yo 1989/2017 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask # #12191, 148 bottles): 72 Punkte
Port Dundas 28 yo 1988/2016 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #11526, 205 bottles): 73 Punkte
Carsebridge 40 yo 1976/2017 (49.9%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, cask #11587, 148 bottle): 89 Punkte
In der Speyside-Destillerie Benromach, im Besitz des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail, freut man sich über eine doppelte Auszeichnung ihrer Standardabfüllungen: Der Benromach 15yo wurde als bester Whisky in der Kategorie „Speyside 13-20 Jahre“ ausgezeichnet, für den Benromach 10yo gab es eine Goldmedaille in der Kategorie „Speyside 12yo und darunter“.
Die Auszeichnungen kommen gerade rechtzeitig für die Feiern rund um den 20. Jahrestag der Wiedereröffnung der Brennerei, und man verspricht uns im Jubiläumsjahr auch einige neue Abfüllungen, ohne dabei näher ins Detail zu gehen.
Keith Cruickshank, Distillery Manager von Benromach, im Originalton:
We’re thrilled with the success of our products in the World Whiskies Awards. We are very proud of our core range of hand crafted single malts providing whisky lovers with the opportunity to discover a lost taste of Speyside.
This is our anniversary year, celebrating 20 years of distilling since Benromach reopened following its purchase and extensive refurbishment in 1998. The year is off to a great start and we have an exciting calendar of activities and product launches over 2018 to look forward to.
Die Hanseatische Weinhandelsgesellschaft mbH & Co. KG, Generalimporteur für Glenfarclas in Deutschland, hat uns über die Markteinführung einer geänderten Verpackung des Glenfarclas 40yo informiert. Der jetzt übrigens mit 43% abgefüllte Single Malt aus der Highland-Destillerie wird nun in einer roten Holzbox ausgeliefert, die an die Türen der Warehouses bei Glenfarclas erinnern soll, mit einer Altersangabe in Metallanmutung und einem grauen Innenteil, der das Innere der Lagerhäuser darstellt.
Laut George Grant hat man mit dem neuen Glenfarclas versucht, den bisherigen 40jährigen im Stil und Geschmack so exakt wie möglich zu reproduzieren – und ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Hier sind die englischsprachigen Tasting Notes:
Colour: Autumn Gold
Nose: The Glenfarclas 40yo, now at 43%, has a fresh sweetness and fruity Turkish delight aroma on the nose. Its freshness and power is similar to the first time you open a bag of freshly ground java coffee beans.
Flavour: Sweet taste, followed by a peppering of caramel and chocolate explosions. Sherry power creeping its way to the back of your mouth releasing dark chocolate, raisins and sultans.
Finish: It ends with a sweet, crisp, dry & lingering finish.
Die Veranstalter der Whisky ’n’ More, die vom 9. bis 10. März in Hattingen im LWL-Industriemuseum Henrichshütte stattfinden wird, haben uns Infos zu einer Veranstaltung zugesendet, die aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Messe und in deren Umfeld stattfinden wird. Auch hat man einige Informationen zu den Tastings der Messe mitgeschickt, die wir ebenso gerne wie die Daten rund um den angekündigten Galaabend mit Ihnen teilen:
Freitag, 9. März, 15-21 Uhr, Samstag 10. März (12-20 Uhr)
10. Whisky ’n’ More – die Whisky-Messe des Ruhrgebiets
Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte ist am 9. und 10. März Anlaufstätte für die Liebhaber von ausgewählten Whiskys aus aller Welt.
Lokale und internationale Aussteller hochwertiger Whiskyabfüllungen stellen die gesamte Bandbreite des ursprünglich irisch-schottischen Getränks vor.
Für den Kenner ist das eine geschmackliche Weltreise. Denn ganz unterschiedlich wird der Begriff »Wasser des Lebens« in Japan, Indien oder Deutschland und natürlich in den Ursprungsländern Schottland und Irland selbst verstanden.
„Gala – 10 Jahre Whisky’n’More“
10 Jahre Whisky’n’More – Aus diesem Anlaß werden wir am Freitag, dem 9. März ab 20 Uhr einenGalaabend im Restaurant „Henrichs“ veranstalten.
Ausgesuchte Speisen werden die „Whiskyleser“ literarisch und musikalisch begleiten.
Zudem wollen wir einer verdienstvollen Person aus der Whiskyzene und einem Newcomer den „Whisky´n´More“ Quaich verleihen.
Für den unterhaltsamen Part wird das Whiskyurgestein Andy McNeill sorgen. Durch den Abend führen „Whiskybotschafter“ Heinfried Tacke und Veranstalter Frank Gauert.
„Tastings“
Zu jeder Whisky-Messe gehören natürlich die sogenannten Tastings namhafter Referenten. Die Teilnehmer haben hier die Gelegenheit, aus den Jahrgangs-Sortimenten von bestimmten Herstellern oder den unter Whisky-Kennern hochangesehenen unabhängigen Abfüllern ihr Getränk herauszuschmecken. Höhepunkt einer solchen Verkostung ist in der Regel ein lange im Fass gelagerter und trotz seines Alkoholgehalts den Gaumen schmeichelnder Whisky.
Hier geht’s zu den Seminaren am Freitag und Samstag – (leider sind am Samstag bereits fast alle Tastings ausgebucht)
Gleich acht unabhängige Abfüllungen der Destillerie Glenrothes hat Serge Valentin heute im Glas, allesamt von unabhängigen Abfüllern. Bei denen herrschte ja selten ein Mangel an Fässern aus dieser sehr charaktervollen Speyside-Destillerie, und gerade in letzter Zeit wurde die Anzahl der unabhängigen Abfüllungen noch einmal höher.
Mangel herrscht also keiner, und nach den Wertungen bei Serges Verkostung scheint man sich auch um die Qualität der Bottlings wenig Sorge machen zu müssen, liegen doch alle Punktezahlen im Bereich zwischen 81 und 89.
Was gab es also zu verkosten? Hier eine Liste der Bottlings und deren Wertungen, die wie immer nicht die detaillierteren Beschreibungen ersetzen können:
Glenrothes 11 yo 2006/2017 (58.9%, Sansibar, sherry, 305 bottles): 81 Punkte
Glenrothes 20 yo 1997/2017 (53.6%, Sansibar, for Sweden, sherry hogshead, 300 bottles): 87 Punkte
Glenrothes 1997/2017 (57%, Antique Lions of Spirits, 288 bottles): 83 Punkte
Glenrothes 20 yo 1997/2017 (47.9%, Whisky-Fässle, sherry butt): 88 Punkte
Glenrothes 2005/2017 (58.1%, Gordon & MacPhail, Cask Strength, first fill sherry butt, cask #4789): 82 Punkte
Glenrothes 27 yo (51.1%, Elixir Distillers, Art of Whisky Ageing, 2017): 89 Punkte
Glenrothes 12 yo 2005/2017 (59.4%, Hunter Laing, The First Editions, for Switzerland, sherry butt, cask #13569, 204 bottles)_ 86 Punkte
Die 10 Brennblasen in Glenrothes. Bild: Karl WolffhardtHölzerne Washbacks in Glenrothes. Bild: Karl WolffhardtGlenrothes Distillery. Photo von Potstill Vienna
Im Februar haben wir einen Whisky der Destillerie Springbank zu unserem Whisky des Monats gemacht. Damit zeichnen wir Whiskys aus, die sich durch folgende Eigenschaften über die Masse hinausheben: Eine sehr gute Verfügbarkeit, kombiniert mit einer hohen Qualität, und das alles zu einem attraktiven Preis.
Für unseren Whisky des Monats März tun wir etwas wahrscheinlich Unerwartetes: Wir bleiben in der Region Campbeltown und verleihen unsere Auszeichnung der zweiten von drei Destillerien dort, und nachdem die anderen beiden zu Springbank gehören, eigentlich der „Anderen“: Glen Scotia – und von ihr pars pro toto dem Glen Scotia 15yo.
Vor fünf Jahren, als wir mit Whiskyexperts online gingen, hätten wir Glen Scotia in dieser Rubrik links liegen gelassen. Die 1832 gegründete Brennerei, die seit 1999 von den Loch Lomond Distillers betrieben wird (im ersten Jahr mit tatkräftiger Mithilfe von Springbank übrigens), hatte eine bewegte Vergangenheit mit einigen Schließzeiten und Konkursen hinter sich – und einen eher unterwältigenden Ruf, was die Qualität der Abfüllungen anbelangte. Neben dem strahlenden Stern Springbank dümpelte sie im Bewusstsein der Whiskyfreunde eher dahin.
Die Ausrichtung und den Kurs einer Destillerie zu verändern, das dauert seine Zeit. Loch Lomond Distillers hatten sich auf die Fahnen geschrieben, Glen Scotia wieder nach vorne zu bringen, und zu diesem Zweck setzte man zwei ganz entscheidende Schritte: Man sah sich die Produktionsabläufe an und drehte dort an verschiedenen Schrauben (zum Beispiel entschloss man sich, wesentlich langsamer zu destillieren), und man widmete sich mit aller Energie dem Fassmanagement und kaufte hochwertige Fässer ein. Zudem, als sichtbares Zeichen der Erneuerung, änderte man auch das Flaschendesign sowie die Verpackungen und setzte auch visuell auf Wertigkeit – ein Schritt, der sich durch die erzeugte Aufmerksamkeit bezahlt machte.
Die Mühe, die man in Glen Scotia steckte, machte sich bezahlt: Wer heute eine der neuen Abfüllungen von Glen Scotia probiert und die alten kennt, der wird aus dem Staunen nicht herauskommen: Aus einem eher muffigen, in seinem Charakter gedämpften ist ein lebendiger, ausdrucksstarker und interessanter Whisky geworden, der sich vor keinen Vergleichen mehr zu scheuen braucht. Vom extrem zugänglichen und einfach trinkbaren Double Cask über den 15jährigen, der den Destilleriecharakter schön zeigt, hin zum spannenden, weil vielschichtigen Victoriana – die neue Generation aus Glen Scotia kann überzeugen und ist eine Entdeckung mehr als wert.
Unter Distillery Manager Iain McAlister erwachte Glen Scotia zu neuem Leben. Die Destillation wird auch heute noch handgesteuert. Copyright Ernst J. Scheiner
Den Glen Scotia 15yo empfehlen wir, weil er um knapp 60 Euro ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung bietet und für den neuen Stil der alten Brennerei steht: fruchtig, eine leichte Meeresbrise und etwas abtrocknend mit einem würzigen Finish. Wir freuen uns über das neue Leben einer traditionsreichen Destillerie in Campbeltown und über das, was sie uns Whiskyfreunden jetzt bietet!
Zum Abschluss können Sie hier noch ein Interview mit Archie MacBrayne von Glen Scotia sehen, das wir im letzten Herbst führen konnten und in dem er auch mehr über den Glen Scotia Victoriana erzählt…
Zwei neue japanische Whiskys dürften in absehbarer Zeit auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein, wenn man den Angaben des europäischen Importeurs folgt – und beide zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die die Abfüllungen besonders machen. Wir haben die Infos zu beiden, und zu beiden haben wir auch kurze Filme, die die Whiskys vorstellen.
Der erste Whisky stammt aus der 1961 in der Region Okinawa gegründeten Helios-Destillerie, die eher für ihre Rum- und Awamoriproduktion bekannt sein dürfte und nennt sich Kura. Man stellt aber dort auch Whisky her. Es handelt sich dabei um einen Blended Whisky, also eine Mischung verschiedener Malt Whiskys, der – und das ist eine Weltneuheit – als erster Whisky in japanischen Rum-Fässern gefinisht wurde. Abgefüllt ist er mit 40%. Untenstehend sehen Sie einen kurzen Imagefilm über den Kura:
Ebenfalls eine Weltneuheit bietet der zweite japanische Whisky, über den wir hier berichten können: Der Kamiki Blended Malt Whisky aus der Stadt Nara wurde aus japanischen Whiskys und Whiskys aus anderen Weltregionen geblendet und mit japanischem Quellwasser auf 48% gebracht. Wem das noch nicht ungewöhnlich genug ist: Der Kamiki wurde danach in Fässern aus yoshino-sugi, dem japanischen Zedernholz, gefinisht. Mehr über den Kamiki können Sie hier erfahren, und untenstehend bringen wir ebenfalls ein Video über die Marke:
Wenn wir Näheres über das Erscheinen der beiden Abfüllungen und den deutschen Importeur wissen, melden wir uns natürlich mit diesen Infos bei Ihnen.
Die Nomenklatur der Scotch Malt Whisky Society richtet sich nach einem ganz einfachen Muster: X.Y. X steht hier für die Nummer der Destillerie, Y für die Nummer der Ausgabe der Abfüllung aus eben jener. 1.1 ist also die 1. Abfüllung der SMWS aus der Destillerie 1 (die Nummern und ihre Zuordnungen können Sie zum Beispiel hier finden).
Zwei Erstausgaben hat Serge Valentin diesmal in den Verkostungsnotizen, und zwar 1.1 (die allererste Abfüllung der Society aus dem Jahr 1975) und 61.1 – also die ersten Bottlings von Glenfarclas und Brora. Legendäre Flaschen, und natürlich heutzutage nur mehr in Ausnahmefällen zu bekommen und zu ersteigern (es handelt sich ja bei allen SMWS-Abfüllungen um Einzelfassabfüllungen). Verkostet hat Serge sie bei der Old & Rare Whisky Show in Glasgow am letzten Wochenende.
Ob der Geschmack der beiden Bottlings ebenfalls legendär ist, können Sie den Verkostungsnotizen bei Serge entnehmen, die Punktewertungen haben wir Ihnen untenstehend aufgelistet:
Glenfarclas1975/1983 (54%, Scotch Malt Whisky Society, #1.1, 75cl): 88 Punkte
Brora1976/1989 (63.6%, Scotch Malt Whisky Society, #61.1, 75cl): 93 Punkte
Standards. Auch wenn sie im Mindset von langjährigen Whiskyfreunden meist nicht mehr in vorderster Front zu finden sind, so haben sie insgesamt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Sie sind die Visitkarte einer Brennerei und die Messlatte für den Stil der Destillerie, und vor allem sind sie wohl fast immer der erste Kontaktpunkt mit ihr für Einsteiger in die wunderbare Welt des Wassers des Lebens.
So ist es kein Wunder und erfreulich, dass sich Ralfy auch immer wieder den Standards der Destillerien widmet, wenn er seine Verkostungsvideos bringt. Diesmal geht es in die Highlands, zu jener Destillerie, die sich nach dem höchsten Berg Schottlands nennt und an seinem Fuße doch auf Meeresniveau liegt: Ben Nevis. Es geht um den zehnjährigen Ben Nevis, dem Standard der Destillerie, der in einem neuen Retro-Design verkauft wird und ganz nebenbei schon bei Serge Valentin vor knapp zwei Monaten in der Verkostung war und mit 89 Punkten excellent bewertet wurde.
Wie sieht es nun bei Ralfy aus? Hier geht es nicht ganz so hoch, es sind 83 Punkte. Warum dem so ist, können Sie dem knapp über 12 Minuten dauernden obenstehenden Youtube-Video entnehmen.
Brown-Forman, der Mutterkonzern von Jack Daniel’s und anderen US-Whiskeys sowie Besitzer der schottischen Brennereien BenRiach, Glendronach und Glenglassaugh, setzt sich auch in Deutschland für die Bekanntheit und Akzeptanz amerikanischen Whiskeys ein. Dazu hat man für Bartender das Programm #MOAW Master of American Whiskey aufgelegt, um diese Multiplikatoren in Sachen amerikanischer Whiskey zu schulen und motivieren. Nun wurde in Hamburg der Teil 2 des Programmes absolviert, in dem aus 16 Bewerbern fünf für das Finale im April in den USA ausgesucht wurden. Hier der Bericht darüber in Form einer Pressemitteilung, die wir gerne für Sie bringen:
Spannende Darbietungen beim #MOAW Master of American Whiskey Programm
16 Bartender absolvieren die zweite Station in Hamburg
Hamburg, 27. Februar 2018 – Das von Brown -Forman Deutschland 2016 lancierte Schulungsprogramm #MOAW Master of American Whiskey ist nach enormer Resonanz innerhalb der Bartenderszene in die zweite Runde gestartet. Drei mehrtägige Stationen bieten Bartendern die Chance, sich in ihrer Profession weiter zu entwickeln, Lücken zu schließen oder ihr Wissen zu perfektionieren. Bei Station eins mit 60 Teilnehmern letzten November hatten sich 16 Bartender aus ganz Deutschland für Hamburg qualifiziert. Nach beeindruckenden Einzelpräsentationen und einem spannenden Bar Circle mit umfangreichen Tests standen die top fünf Finalisten fest, die im April die Reise in die USA zur großen Endrunde antreten.
Die zwei Tage des breit gefächerten Schulungsprogramms forderten von den zwölf männlichen und drei weiblichen Bartendern das zur Show stellen aller Facetten ihrer Profession. Stand bei Station eins noch ein tiefer gehendes Fachwissen rund um das Brauen im Fokus – auch bei Whiskey steht die Gärung an erster Stelle – oder die Fassherstellung – American Whiskey muss in neuen, handgefertigten Fässern aus amerikanischer Weißeiche reifen – kam bei Station zwei verstärkt die eigene Persönlichkeit ins Spiel.
Inspiration für den gelungenen Auftritt, der die Ausstrahlung der einzelnen Bartender noch mehr betonte, holten sie sich vorab bei einem Vortrag der Schauspielerin und Pitchtrainerin Bianca Praetorius. Die Jury bewertete die authentische Präsentation unterschiedlichster Themen aus der American Whiskey Welt, die Kreativität beim Mixen von Barrel Aged Cocktails und den Auftritt bei der Zubereitung der Drinks vor Publikum. In der Jury vertreten waren u.a. Gabriel Daun, Bar Manager Gekkos, Frankfurt, Nils Wrage, Chefredakteur Mixology, Bianca Praetorius und Nick Theurer, Senior Account Manager Super Premium bei Brown-Forman Deutschland.
Nicht nur die Resultate der Cocktailkreationen und die vielfach herausragende Performance beeindruckten die Jury. Besonders begeistert zeigte sich Brown-Forman Deutschland Gastgeber Nick Theurer vom Teamgeist, der unter den Barkollegen herrschte und von Stunde zu Stunde wuchs. So wurde beim Bar Circle, der Module wie „Mashbill Challenges“ oder „Cocktail Timelines“, aber auch praktische Einheiten wie „Aroma Nosing“ oder „Free Pouring“ beinhaltete und in einem mit Kerzen erleuchteten Kellergewölbe stattfand, immer wieder kooperativ zusammengearbeitet und gegenseitig unterstützt. Der Gedanke, dass sich nur fünf der 15 Teilnehmer für das große Finale in den USA qualifizieren können, lag allen fern.
„Es ist wunderbar zu sehen, wie unsere Leidenschaft für American Whiskey auf die Bartender überspringt. Oder vielleicht bringen sie sie auch schon zu uns mit und teilen sie mit uns“, freut sich Nick Theurer über die besondere Atmosphäre und führt weiter aus: „Das Programm #MOAW Master of American Whiskey bietet Bartendern die Chance, ihre Expertise über die Kategorie American Whiskey hinaus zu erweitern und einen persönlichen Mehrwert zu erzielen. Mir ihrem dazu gewonnen Wissen können sie in ihren Bars der großen Begeisterung der Konsumenten für American Whiskey mit noch mehr Substanz und vielen spannenden Geschichten begegnen.“
Seit mehreren Jahren profitiert die Barszene vom American Whiskey Boom. Die Handwerkskraft bei der Herstellung, der Premium Anspruch, die Geschmacksvielfalt und die Mixability überzeugen Bartender und Konsumenten in ganz Deutschland und weltweit.
Die nächste Station, das große Finale, findet im April in den USA an der Geburtsstätte des legendären Tennessee Whiskeys in der JACK DANIEL Distillery in Lynchburg in Tennessee sowie der Woodford Reserve Distillery im malerischen Woodford County in Kentucky statt.
Nachdem heute die News nur langsam hereinträufeln, bleibt uns Zeit für ein schönes Video der BBC, das wir auf Youtube entdeckt haben und das gleich zwei Besonderheiten aufweist: Es ist in 4K aufgenommen und es bietet 360° Rundumsicht, die Sie entweder über ein VR-Headset erleben oder am normalen Bildschirm mit Mausbewegungen steuern können.
Zum Inhalt hat das etwas über drei Minuten dauernde Video die Küstendörfer der Region Fife (dort finden Sie die Brennereien Kingsbarns und Lindores Abbey) und ihre Häfen, die nach wie vor hauptsächlich als Fischereizentren firmieren. Mit Drohnenflügen werden die Orte gezeigt, und zur besseren Erklärung sind auch Informationen über die einzelnen Ortschaften eingeblendet.
Wenn Sie also kurz dem Winterwetter entfliehen wollen, haben Sie mit dem kleinen Video ein schönes Vehikel dazu. Viel Vergnügen!