Aultmore bei Keith in der Speyside, gegründet 1896, war sehr lange Zeit in Besitz von United Distillers (später Diageo), bis die Brennerei 1998 im Zuge eines umfangreichen Deals an Bacardi verkauft wurde. Dort führte sie einige Zeit einen Dornröschenschlaf und wurde erst vor einigen Jahren als Marke wiederbelebt. Der seit damals erhältliche Foggie Moss, ein zwölfjähriger Standard, repräsentiert den Hausstil sehr schön.
Viele Unabhängige haben Abfüllungen von Aultmore im Programm, und drei davon verkostet Serge heute auf seiner Website – plus einer Originalabfüllung, die aber für China gedacht war. Zwar kann keine Abfüllung wirklich herausragend punkten, aber alle befinden sich in einem Bereich, den man mit „schön und gut“ umschreiben könnte:
Aultmore 6 yo 2010/2016 (46%, Càrn Mòr, Strictly Limited, sherry hogshead, 875 bottles): 80 Punkte
Aultmore 10 yo 2006/2016 (46%, The Cooper’s Choice, bourbon, cask #307128, 370 bottles): 84 Punkte
Aultmore-Glenlivet 26 yo 1989/2016 (47.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 120 bottles): 85 Punkte
Aultmore 33 yo 1983/2016 (53.3%, OB, for China Whisky Society, Exceptional Cask Series, 678 bottles): 89 Punkte
Gute Nachrichten für alle Liebhaber von Springbank: Der neue Springbank 14yo Bourbon Wood hat heute die Abfüllanlagen in Campbeltown verlassen und wird an die Geschäfte ausgeliefert – zunächst einmal in Großbritannien, später dann weltweit (später kann durchaus einige Wochen bedeuten!).
Der fassstarke Whisky ist mit 55.8% abgefüllt, wie üblich bei Springbank nicht gefärbt und nicht kältegefiltert. Insgesamt 9000 Flaschen werden weltweit verkauft, eine zwar nicht sonderlich strenge, aber doch merkbare Limitierung.
Im Cadenhead-Shop in Campbeltown kostet er 55 britische Pfund.
Hier die Tasting Notes, so wie sie von Springbank veröffentlicht wurden:
Nose: This unique Campbeltown Malt starts off with cream, vanilla extract and yogurt. Salted popcorn, toffee and marshmallows follow the ever present creaminess. American cream soda, sugar doughnuts, with a heathery influence.
Palate: Yogurt and thick cream continue from the nose with an introduction of honey, syrup and liquorice. Gentle notes and sweet apples, almonds and dried bananas. A light dusting of icing sugar and lemon zest.
Finish: A touch of smoke and dry peat builds with a gentle sea breeze from Campbeltown Loch. Briny and light mineral flavours complete this excellent dram.
Man muss schon einige Zeit in die Geschichte zurückgehen, um in den Lagerhäusern in Kentucky mehr Bourbon vorzufinden als heute. Genau gesagt war das das letzte Mal im Jahr 1972 der Fall, jenem Jahr, in dem der Glamrock mit T-Rex und Marc Bolan seinen Höhepunkt fand.
44 Jahre später, 2016, lagerten in Kentucky laut den Zahlen der Kentucky Distillers’ Association 6.8 Millionen Fässer mit Bourbon, das sind 1.5 Fässer pro Einwohner. Und diese gewaltige Menge stammt nicht aus unverkäuflichen Überschüssen, sondern ist angesichts des Bourbon-Booms vorausschauend angelegt worden. Amerikanischer Whiskey verkauft sich nicht nur in den USA gut, er ist auch im Export stark im Kommen.
Dass sich dieser Boom auch für die lokale Landwirtschaft auswirkt, ist nur ein Nebeneffekt von vielen. So sind zum Beispiel die Ankäufe von Mais von Farmern in Kentucky in den letzten beiden Jahren gleich um 65% gestiegen. Aber auch die Bauindustrie und der Tourismus profitieren von der gestiegenen Nachfrage nach dem Whiskey.
Ob sich dieser Aufstieg der Whiskeyindustrie fortsetzt, bleibt abzuwarten. Die Kentucky Distillers’ Association sieht jedenfalls die besten Jahre für Kentucky noch vor sich liegen.
Seit ihrer Etablierung im Jahr 2015 ist die Isle of Harris Distillery ein fester Wirtschaftsfaktor auf der gleichnamigen Insel geworden. Man beschäftigt mittlerweile 30 Inselbewohner und ist nicht nur dabei, die Whiskyproduktion aufzubauen, sondern erzeugt auch Gin, dessen Verkäufe die Erwartungen übertroffen haben.
Nun wird die Destillerie nach einem Bericht von imbibe.com das Wachstum und die Expansion forcieren und hat dazu einen Kredit über 1.7 Millionen Pfund bei der HSBC Bank (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings PLC) aufgenommen.
Laut Managing Director Simon Erlanger wird das Geld, das aus einem Wirtschaftsförderungsfond der Bank stammt, dazu benutzt, die Whiskyproduktion zu erweitern. Man hofft, dass dadurch auch mehr Besucher auf die Insel kommen und damit indirekt die gesamte Wirtschaft auf Harris ankurbeln.
Den ersten Single Malt Whisky aus der Destillerie, The Hearach, soll es Ende 2020 geben, fünf Jahre nach der ersten Fassfüllung.
Eine neue Geschenkpackung von Tomatin ist über eine Aussendung von der Highland-Destillerie angekündigt worden. Das Tomatin Legacy Gift Pack enthält den bekannten Tomatin Legacy, die alterslose Abfüllung im Einstiegssegment der Range, die in der Nase laut Destillerie nach Vanille, Marshmallow, Ananas und Zitrone duftet und nach Candy, Piniennadeln, Zitronensorbet, Apfel und Biskuitkuchen schmeckt, sowie zwei Gläser mit dem Logo der Destillerie.
Das solide gestaltete Tomatin Legacy Gift Pack wird es ab 18. September bei ausgewählten Händlern in UK und Kontinentaleuropa geben. Der Preis in Großbritannien beträgt £34.99.
Seit 1865 befindet sich die 1836 gegründete Destillerie Glenfarclas im Familienbesitz der Grants und ist damit eine der wenigen noch verbliebenen Brennereien, die nicht im Eigentum eines Konzerns oder Konsortiums stehen. Sie produziert ca. 3.5 Millionen Liter pro Jahr und bewegt sich damit im unteren Mittelfeld der Destillerien, was den Ausstoß anbelangt. Von der Qualität allerdings wird sie von vielen sehr weit oben eingeschätzt.
Kein Wunder also, dass die Destillerie in der Speyside (die sich am Label den Highlands zurechnet, was technisch gesehen korrekt ist, da die Speyside ja in den Highlands liegt), ein Besuchermagnet ist. Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen hat sie Ende August ebenfalls besucht und uns insgesamt 48 exklusive Bilder mitgebracht, die wir Ihnen auf insgesamt vier Seiten zeigen möchten. Wieder geht es vom Areal der Destillerie über das Besucherzentrum und die Produktion zum Fasslager, um dann im Tastingraum zu enden (dort wurde übrigens auch der neue Glenfarclas Port 12yo verkostet, die neue Abfüllung, die es exklusiv in der Brennerei gibt).
Die vorletzte Edition aus der Serie „Consortium of Cards“ von Douglas Laing ist soeben in einer englischsprachigen Pressemitteilung vorgestellt worden, allerdings mit relativ wenig Hintergrundinfos. Diesmal ist es ein Port Dundas 28yo, ein Single Grain aus einer geschlossenen Destillerie in Glasgow. Die Abfüllung nennt sich „The Crackerjack„.
Der Single Grain ist, so wie die anderen Abfüllungen der Serie, mit 50% abgefüllt. Ein Preis wurde in der Pressemitteilung nicht genannt.
Auch weitere Abfüllungen aus der Old Particular-Serie wurden angekündigt:
Zu Beginn seiner heutigen Session stellt sich Serge die Frage, ob die neueren Abfüllungen von Laphroaig eine Tendenz dazu haben, sanfter und „gefälliger“ zu werden. Um diesen Eindruck zu verwerfen oder erhärten, verkostet er zunächst einen neuen Laphroaig aus dem Travel Retail, um sich danach unabhängigen Bottlings zuzuwenden.
Der Laphroaig „The 1815 Legacy Collection“ kann Serge nicht überzeugen, aber das liegt weniger an einem sanften Charakter, sondern daran, dass das Holz seiner Meinung nach den Spirit völlig dominiert. Auch bei den Unabhängigen ist diesmal nicht alles eitel Wonne, aber auch nicht alles mau. Ein richtiges Wow-Erlebnis in der Verkostung bereitet der Laphroaig 10yo für Japan aus den (vermutlich) 1970ern…:
Bei der Whiskyfair Niederrhein, die an diesem Wochenende stattfindet, wird man sie zum ersten Mal verkosten können: Die zweite Abfüllung der Whiskybotschaft aus der Destillerie Glenlivet will mit ihren 66.6% vol. den Erfolg der ersten Abfüllung nicht nur fortsetzen, sondern noch toppen. Was die neue Einzelfassabfüllung besonders mit der Nummer 1 verschwistert und dennoch anders macht, können Sie nachfolgendem Pressetext entnehmen:
Die zweite Abfüllung der Whiskybotschaft – ein höllischer Traum
666 – The Number of the Beast. 66,6% vol. in einem Scotch Single Malt sind sehr selten. Der Grund? Fässer, die nach 10 Jahren Lagerung noch so einen hohen Alkoholgehalt aufweisen sind selten und werden deshalb in der Regel dafür bestimmt, lange zu liegen. Jahrzehnte. Um irgendwann als teurer Spitzenmalt abgefüllt zu werden.
Unsere erste Abfüllung, die Privat Edition No.1 die im Juli 2017 von der Whiskybotschaft auf den Markt gebracht wurde, war innerhalb von ca. 1 Woche ausverkauft. Die Whiskygemeinde war begeistert, das Feedback durch die Bank sehr positiv.
Bei der neuen Abfüllung wurde die selbe Messlatte angelegt: Top Ausgangsprodukt, knapp 11 Jahre Lagerzeit. Die selbst gestellte Vorgabe, aus der gleichen Destillerie einen von den Daten her vergleichbaren Whisky innerhalb von so kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, war nicht einfach. Wir rechneten damit, zur Weihnachtszeit die zweite Abfüllung von der Whiskybotschaft vorzustellen – mit einem konträrem Charakter zur No.1, also eher torfig oder rauchig.
Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Es ging schneller. Als wir die Fassprobe des Glenlivet mit 66,6% im Glas hatten war uns klar – wir hatten diesen gegensätzlichen Charakter gefunden. Die Private Edition No.2 ist ein Biest, nicht nur wegen des hohen Alkoholgehalts. Es ein zwar ein wunderschöner Speysider, das First Fill Sherry Hogshead macht sich durch wunderbare, cremige und schokoladige Aromen bemerkbar, die unglaublich komplex und mundfüllend sind.
Aber da ist noch die andere Seite. Das erste Nosing am Glas ist höllisch. Man sollte den Whisky erst einmal 2 Minuten atmen lassen, denn dann kommen Ingwernoten und und die geballte Komplexität eines Whiskys zu Tage, die man bei so einem – für schottische Verhältnisse – jungen Malt nicht erwarten würde. Interessant. Ein paar Tropfen Wasser im Whisky befeuern das Biest noch eher als es zu besänftigen.
Uns war klar- genau den wollen wir haben. Jetzt. Gerade weil die No.1 und No.2 Geschwister sind. Sie haben viel gemein und sind doch absolut verschieden – das ist das Wesen von Single Cask in Reinkultur.
„Jedem Ende wohnt ein Anfang inne“ – das ist, frei nach Hermann Hesse, ein Zitat, das wir über eine Pressemitteilung von Schlumberger Deutschland stellen könnten. Andrea Caminneci, der mit Ende des Monats sein Unternehmen Caminneci Wine & Spirit Partners liquidiert, hat bei seiner alten Heimat eine neue Aufgabe gefunden – beim Unternehmen Schlumberger, das er vor 12 Jahren in die Selbstständigkeit verlassen hat. Hier die offizielle Pressemitteilung dazu – und wir wünschen Andrea viel Erfolg im neuen Job:
Vertriebsverstärkung bei Schlumberger
Andrea Caminneci wird neuer Verkaufsleiter für den Bereich Whisk(e)y
Meckenheim, 11. September 2017. Zum 1. Oktober 2017 wird Andrea Caminneci als neuer Verkaufsleiter für den Bereich Whisk(e)y das Vertriebsteam der Schlumberger Vertriebsgesellschaft verstärken. Der 51-jährige Dipl.-Betriebswirt für Fremdenverkehrswirtschaft verfügt über langjährige Erfahrung sowohl in der Gastronomie & Hotellerie als auch im Vertrieb. Zudem zählt er als einer von wenigen Deutschen, die in den erlesenen Kreis der „Keepers of the Quaich“ aufgenommen wurde, zu den großen und besten Kennern der deutschen und internationalen Whisk(e)yszene. Nach Karrierestationen bei Rungis Express (1996 – 2000) und bereits auch schon einmal bei Schlumberger (2000 – 2004) war Andrea Caminneci die letzten zwölf Jahre mit seiner eigenen Firma auf den Verkauf internationaler Whisk(e)ys und die Durchführung von Whisk(e)y-Tastings spezialisiert.
„Wir freuen uns, dass wir mit Andrea Caminneci einen ausgewiesenen Whisk(e)y-Experten wiedergewonnen haben, der mit seiner Expertise und Erfahrung die ideale Besetzung für diese Position ist, denn unsere Kunden legen nicht nur Wert auf ein qualitativ gutes Sortiment, sondern auch auf eine fachlich kompetente Beratung“,
so Rudolf Knickenberg, CEO und Geschäftsführer der Schlumberger Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG.
Auch Andrea Caminneci freut sich darauf, nach zwölf Jahren Selbständigkeit wieder für das Meckenheimer Unternehmen aktiv werden zu können:
„Schlumberger hat ein ausgezeichnetes Sortiment und dazu ein tolles Vertriebsteam. Mit meinem Wissen möchte ich die hervorragenden Whisk(e)y-Marken in Deutschland noch weiter voranbringen.“
Über die Schlumberger GmbH & Co KG:
Die Schlumberger Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG mit Hauptsitz in Meckenheim gehört zu den führenden Vertriebsgesellschaften für Wein, Schaumwein, Spirituosen & Spezialitäten der gehobenen Kategorie in Deutschland. Seit 1970 ist Schlumberger kompetenter Partner der Gastronomie, des gehobenen Fachhandels und exklusiver Warenhäuser. Dabei wird ein Sortiment von über 1.200 ausgewählten Produkten angeboten: viele hochwertige Weine aus den weltweit wichtigsten Anbaugebieten sowie eine exklusive Kollektion erstklassiger internationaler Spirituosen. Ein Team aus rund 80 Mitarbeitern – in der Holding und in deren Tochtergesellschaften, der Schlumberger Vertriebsgesellschaft GmbH & Co KG, A. Segnitz & Co. GmbH und Bremer Weinkolleg – und eine Vertriebsorganisation aus erfahrenen Kundenberatern und bundesweit vertretenen Agenturen unterstützt und berät dabei stets professionell und individuell.
Wir haben schon Gitarren aus Fassholz gesehen, Whiskybars, Schreibgeräte und Brillen – ein Fahrrad aber, das gab es bislang noch nie.
Bislang, denn Glenmorangie hat sich mit dem auf Holzrahmen spezialisierten Fahrradbauer renovo.com zusammengetan und ein stylisches Bike aus den Fassdauben des Glenmorangie Original gebaut. Dass dieses Bike so gar nicht retro aussieht, können Sie in diesem Teaservideo selbst sehen:
Wie kam es nun zu diesem Fahrrad? Man hat in der Destillerie Glenmorangie Fässer, in denen der Glenmorangie Original lagerte, zerlegt und nach Oregon gesendet, die Heimat des US-amerikanischen Unternehmens, das die Dauben zum Bau des Rades verwendete.
Wenn Sie, so wie Andy MacDonald, Distillery Manager von Glenmorangie, mit Ihrem Rad aus Fassdauben durch die Gegend fahren wollen, kostet Sie das im Shop von Renovo6.950 Dollar, 1.000 Dollar davon als Anzahlung.
Das Brauhaus am Lohberg zu Wismar kann auf eine über 600jährige Geschichte zurückblicken. Um 1400 erbaut, benennt ein Eintrag im Stadtbuch von Wismar von 1654 das Jahr 1452 als das Gründungsjahr des Brauhauses. Noch immer wird dort Bier nach dem Vorbild der Wismarer Hansezeit gebraut, die Wismarer Mumme. Seit 2010 beherbergt das Brauhaus auch eine Brennerei. Neben Vodka, Aquavit und weiteren Spirituosen wird dort auch ein Whisky produziert, der Baltach.
Der Baltach kommt ohne Altersangabe daher. Ein Blick auf die Website des Brauhauses verrät uns mehr: diese Abfüllung, es ist die sechste, genoss nach einer Zeit in einem Ex-Bourbon Fass noch einige Monate in einem Sherry Oloroso Fass. Die Reifezeit wird insgesamt mit 3 Jahren angegeben.
Baltach
Nase: Klar, rein und fein dezent zart. Rum-Rosinen, Trauben-Nuss-Schokolade und malzige Getreidenoten in einem ausgewogenen Verhältnis.
Gaumen: Weiterhin sehr fein. Zu den fruchtig-nussigen Aromen fügt sich eine leichte Vanille-Note hinzu, durch einen Anflug von Holz wird der Baltach am Gaumen würziger.
Finish: Hier erstmals eine leichte alkoholische Schärfe, deutlich würziger zum Schluss und mit einem kurzen, aber deutlichen Nachhall.
Alles in allem: Der Whisky aus dem Brauhaus am Lohberg zu Wismar ist nur ein Element ihres Spirituosen-Portfolios, und dazu noch ein recht kleines. Vom Baltach in seiner sechsten Ausgabe stehen insgesamt 875 Flaschen zur Verfügung, mehr Whisky scheint es pro Jahr aus dieser Brennerei nicht zu geben. Und dies tut ihm scheinbar sehr gut: mit feinen Noten und einem klaren Charakter, hat der Baltach trotz einer recht kurzen Reifezeit einen ausgewogenen Gesamtauftritt. Auf einen älteren Baltach wären wir sehr gespannt.
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
Wir haben die Isle of Raasay Distillery mit Berichten und Beiträgen seit ihren frühen Phasen verfolgt (siehe zum Beispiel unser Audiointerview mit dem Mitbegründer Alasdair Day). Umso mehr freut es uns nun, dass nach der Bauphase zwei wichtige Meilensteine für die Destillerie erreicht wurden und werden.
Zum einen hat die Brennerei bereits mit den ersten Produktionsläufen begonnen (gerade jetzt wird zum ersten Mal die Wash Still befüllt und befeuert – siehe die folgenden drei Bilder), nachdem gestern die ersten Fässer angeliefert wurden (Bild Nummer 4). Der erste Spirit soll in ca. drei Monaten abgefüllt werden – die Läufe momentan sind Testläufe, so wie es bei neuen Destillerien Usus ist.
Zweitens ist nun das offizielle Eröffnungsdatum bekanntgegeben worden: es ist der 16. September. Für Besucher ist die Destillerie momentan noch nicht zugänglich – am 16. Oktober soll es dann die erste Distillery Tour geben.
150.000 Flaschen jährlich wird die Produktion unter dem Master Distiller Iain Robertson betragen, der erste Whisky wird dann wohl Ende 2020 erhältlich sein.
Im Oktober kommt in den USA eine neue Abfüllung von Jack Daniel’s auf den Markt: Jack Daniel’s Rye Whiskey. Seine Mash Bill besteht aus 70 Prozent Rye, 18 Prozent Mais und 12 Prozent gemälzter Gerste, er wird mit 45% abgefüllt werden.
Gemacht wird der neue Jack Daniel’s Rye Whiskey zu 100% in Lynchburg, Tennessee, ist also keine Abfüllung, die wie einige andere Marken anderswo nach Rezeptvorgaben produziert werden. Master Distiller Jeff Arnett hat ihn mit seinem Team so komponiert, dass er seiner Meinung nach bestens ausbalanciert ist und keine der Geschmackskomponenten dominiert.
Der Jack Daniel’s Rye Whiskey wird in den USA 27 Dollar (750ml) kosten. Ob und wann er den Sprung über den großen Teich schafft, ist uns nicht bekannt.