Single Malt Scotch Whisky genießt, anders als Blends, durch gesetzliche Bestimmungen einen hohen Schutz, was Herkunft aus und Produktion in Schottland betrifft. Faktisch jeder Schritt in der Wertschöpfungskette muss im Land erfolgen von der Erzeugung bis hin zur Verpackung der fertigen Flasche. So ist es heute nicht mehr möglich, ein Fass aus Schottland zu exportieren und zum Beispiel in Deutschland abzufüllen und es dabei noch „schottischen Whisky“ zu nennen.
Sinn dahinter ist es natürlich, das Geld im Land zu verdienen. Auch bleiben dadurch viele Arbeitsplätze in Schottland, und die Kontrolle über die Qualität verbleibt ebenfalls im Ursprungsland.
Nicht ganz so streng sieht das die schottische Whiskyindustrie beim Thema Blend. Der kann nämlich auch in anderen Ländern geblendet, abgefüllt und etikettiert werden – das gilt, weniger bekannt, auch für Single Grain. Das versucht eine Initiative namens „Save our Scotch“ zu ändern, die von einer Gewerkschaft ins Leben gerufen wurde und mittlerweile auch in der Politik Unterstützung findet.
So hat sich nun laut einem Bericht in Herald Scotland der Abgeordnete der SNP (Scottish National Party), Martin Docherty-Hughes, hinter die Initiative gestellt und fordert für sie Unterstützung über alle Parteigrenzen hinaus. Er fordert die Bevölkerunng auf, sich bei ihren Abgeordneten für eine Änderung der Gesetze in der entsprechenden Richtung einzusetzen, und damit Arbeitsplätze in Schottland zu halten.
Wie die schottische Whiskyindustrie oder deren Interessensvertretung, die Scotch Whisky Asssociation, zu dieser Initiative steht, ist dem Artikel nicht zu entnehmen.
Kommen Sie jetzt mit uns und dem Yamazaki 50yo auf eine Zeitreise, die Ihnen die Tränen in die Augen treiben wird – Tränen des Schmerzes als potentielle Käufer, Tränen des Glücks als Verkäufer.
Am 17. August 2014 war uns der Verkauf einer Flasche Yamazaki 50yo um satte 33.000 Dollar einen Bericht wert, den Sie hier nachlesen können. Vielleicht haben Sie damals den Kopf geschüttelt, wie man um alles in der Welt für eine Flasche Whisky diesen Preis bezahlen kann – selbst wenn das damals der älteste erhältliche japanische Whisky war.
Nun ist wieder eine Flasche Yamazaki 50yo versteigert worden. Wieder in Hongkong, aber diesmal nicht bei Bonham’s, sondern bei Sotheby’s. Und diesmal hat der Gewinner der Auktion 298.000 Dollar dafür gezahlt und damit den Weltrekord für den teuersten japanischen Whisky aufgestellt.
Mitte 2014: 33.000 Dollar. Anfang 2018: 298.000 Dollar. Es ist jetzt an uns, den Kopf zu schütteln. Warum haben wir den damals nicht gekauft? 🙂
Eines der Highlights auf der Finest Spirits 2018 in München war der Glenfiddich Winter Storm. Die Glenfiddich Experimental Series ist ja im Vorjahr mit zwei interessanten und gut erhältlichen Abfüllungen angelaufen (IPA und Project XX), mit dem Winter Storm kam danach ein Bottling, das streng limitiert und dementsprechend heiß begehrt war.
Wir hatten auf der Messe in München die Gelegenheit, mit Brand Ambassador Markus Heinze über den Glenfiddich Winter Storm und die Geschichte dahinter zu sprechen. Markus erklärt, wie es zur Abfüllung kam, was Ungarn und Kanada damit zu tun haben und was man sich geschmacklich vom Glenfiddich Winter Storm erwarten kann.
Unser obenstehendes Video dazu dauert vier Minuten und wir wünschen Ihnen wie immer viel Vergnügen damit. Und wenn Sie kein neues Video bei uns versäumen wollen (allein von der Finest Spirits in München haben wir noch einiges in petto), dann abonnieren Sie doch unseren Youtube-Kanal. Uns würde es freuen :-).
Und wieder mal Futter für Träume: Die schottische Insel Linga, ein Teil der Shetlandinseln, steht für wagemutige und abenteuerlustige Neo-Siedler zum Verkauf an – und das zu einem wirklich günstigen Preis: Nur knapp mehr als 283.000 Euro ist das Anfangsgebot bei der Auktion, in der das Eiland nahe der Shetland-Insel Wall zur Versteigerung kommt.
Wie Esquire berichtet, ist die Insel nicht gerade ein Zentrum pulsierenden Lebens: Die 259.000 Quadratmeter große Insel ist seit 1934 unbewohnt. Die beiden auf der Insel vorhandenen Häuser sind daher etwas heruntergekommen, trotz der strikten Bauvorschriften auf den Shetlands darf der neue Besitzer die Gebäude jedoch renovieren. Sogar ein neues Haus zu bauen wäre ihm erlaubt.
Der Anbieter, Vladi Private Islands, hat sogar Pläne für eine Solaranlage und ein kleines Windkraftwerk in der Schublade, sodass man nicht ganz von allen Vorzügen der Zivilisation abgeschnitten sein muss – allerdings darf man damit rechnen, dass man dann doch noch etwas mehr als den reinen Kaufpreis in das eigene Inselparadies investieren muss.
Werfen Sie im obenstehenden Video einen Blick auf die Insel und ihre Umgebung, die vielleicht schon bald Ihre neue Heimat sein könnte…
Von Diageo sind wir über eine personelle Veränderung informiert worden, die auch den Bereich Whisky tangiert. Gerald Gehrke hat mit Jahreswechsel das Unternehmen verlassen und übergibt seine Position am Oliver Weyerstall, zuletzt Commercial Director für die Marke Guinness und als Off-Trade Field Force Director für Deutschland.
Bitte entnehmen Sie alle Details dazu der nachfolgenden Pressemitteilung, die wir ungekürzt für Sie wiedergeben:
Oliver Weyerstall neuer Commercial Transformation Director Diageo Central Europe
Hamburg, 30.01.2018 – Oliver Weyerstall (45) hat mit Wirkung zum 1. Januar 2018 seine neue Position als Commercial Transformation Director Central Europe bei Diageo übernommen. Das Central Europe Cluster von Diageo fasst die europäischen Organisationsstrukturen der Märkte Deutschland, Polen, Österreich und Schweiz zusammen. Weyerstall löst damit seinen Vorgänger Gerald Gehrke (41) ab, der das Unternehmen zum 31. Januar verlässt und auf eine erfolgreiche Karriere bei Diageo zurückblicken kann.
Oliver Weyerstall
Mit Oliver Weyerstall will man an bisherige Erfolge anknüpfen und gemeinsam mit ihm das Unternehmen weiter nach vorne bringen. Seit 2009 ist es ihm erfolgreich gelungen, einen wichtigen Beitrag zum Wachstum von Diageo zu leisten. Sein umfassendes Verständnis des europäischen Spirituosenmarktes und sein Gespür für die Feinheiten des Handels, das er als Commercial Director für die Marke Guinness und als Off-Trade Field Force Director für Deutschland erworben hat, bestätigen seine Qualifikation. Beides konnte Oliver Weyerstall zuletzt in seiner Position als Senior Innovation Commercialisation Manager Central Europe unter Beweis stellen.
„Durch die Einführung neuer Produkte hat er unseren Markterfolg immer wieder entscheidend mitgestaltet,“ betont Dr. Christopher D. Stagg, Country Director Central Europe. Und weiter: „Ich freue mich sehr, dass ich Oliver Weyerstall als Commercial Transformation Director für unseren Cluster Central Europe gewinnen konnte. Er ist eine sehr erfahrene Führungspersönlichkeit und mit seinen langjährigen Kenntnissen unserer Branche und unseres Geschäfts, sowohl im Vertrieb als auch in der Vermarktung, wird er unseren erfolgreichen Weg in diesem wichtigen Bereich fortsetzen können. Ich wünsche ihm alles Gute für seine neuen Aufgaben und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.“
Dr. Stagg würdigt zugleich die Arbeit des bisherigen Commercial Transformation Directors Gerald Gehrke und sagt:
„Ich habe die Zusammenarbeit mit Gerald Gehrke hinsichtlich seines großen Verständnisses für unser Geschäft, unsere Kunden und seiner starken Führung sehr geschätzt. Sein umfassendes Branchenwissen und seine strategischen Leistungen waren stets ein wichtiger Faktor für den Erfolg unseres Unternehmens. Ich möchte ihm für seinen Beitrag und sein Engagement für unser Unternehmen danken. Im Namen des restlichen Teams von Diageo wünsche ich ihm alles Gute für seine weitere Karriere.“
Von Glentauchers gibt es viele unabhängige Abfüllungen. Sehr viele. In letzter Zeit sind da vor allem Jünglinge erschienen, hauptsächlich knackig im Alkohol und dabei durchaus mögenswert.
Auch bei der Verkostung von Serge heute spielen die jungen Glentauchers eine wichtige Rolle, aber nicht nur diese. Man findet auch solche, die mittlerweile schon an die zwanzig Jahre zählen, und auch ein halber Methusalem mit knapp 40 Jahren ist in der Verkostung dabei.
Bei den Wertungen ist Serge heute eher zurückhaltend – die fruchtigen Speysider können im Bestfall 88 Punkte erlangen, und dabei gilt, dass die Reife sich auch in den Punkten positiv auswirken konnte. Hier die Wertungen der Verkostung im Einzelnen:
Glentauchers 1997/2016 (43%, Gordon & MacPhail, licensed bottling): 76 Punkte
Glentauchers 2003/2017 (55.6%, Gordon & MacPhail, Cask Strength, refill sherry, casks # 650-652): 85 Punkte
Glentauchers 14 yo 2002/2016 (45.8%, The Single Cask, Singapore, cask # 15827): 81 Punkte
Glentauchers 7 yo 2009/2016 (62.1%, A.D. Rattray, Cask Collection, bourbon, cask # 900217, 326 bottles): 74 Punkte
Die neunte Private Edition von Glenmorangie ist heute offiziell angekündigt worden (und wird im Februar in den Handel kommen). Dr. Bill Lumsden, Glenmorangies Director of Distilling, Whisky Creation und Whisky Stocks, hat ihn wieder, ganz nach der Tradition der ersten acht Private Editions, aus besonderen Fässern komponiert.
Was das Besondere am neuen Glenmorangie Spìos ist, das schildert die Destillerie, die übrigens kurz davor ist, ein neues Still House zu errichten (siehe unseren Bericht hier), in einer Pressemitteilung, die wir heute erhalten haben.
Glenmorangie Spìos – inspiriert von der goldenen Ära
Die neunte Private Edition reifte ausschließlich in Ex-Rye-Whiskey-Fässern
Schottland / München, 30. Januar 2018. Von der goldenen Ära amerikanischer Roggenwhiskeys ist die neueste Ausgabe der Glenmorangie Private Edition geprägt. Mit Raffinesse und subtiler Würze erinnert Glenmorangie Spìos, gälisch für „Gewürz“, an das große Zeitalter amerikanischer Roggen-Whiskeys. Im frühen 20. Jahrhundert in den renommiertesten Saloons des Landes genossen, inspirierte Rye mit seinem unverwechselbaren, würzigen Stil klassische Cocktailrezepte wie den Old Fashioned oder den Manhattan. Doch im Laufe der Zeit schwand die Nachfrage nach Roggen-Whiskey. Als in den 1990er Jahre Dr. Bill Lumsden, Glenmorangies Director of Distilling, Whisky Creation und Whisky Stocks in den USA diese, damals seltenen Whiskeys mit ihren Zimt- und Gewürznelkennoten begegnete, fesselten sie seine Fantasie. Gepaart mit den feinen Noten Glenmorangies und würzigen Roggennoten sah er großes Potential, der prämierten Private Edition einen Hauch amerikanischer Eleganz vergangener Tage zu verleihen.
Für den Glenmorangie Spìos beschaffte Dr. Bill, lange vor der amerikanischen Whiskey-Renaissance, feinste, nur einmal genutzte Rye-Whiskey-Fässer aus dem Herzen Kentuckys. In die schottischen Highlands verschifft, verliehen sie ihre faszinierenden Aromen dem eleganten Glenmorangie Single Malt, der aus den charakteristischen Kupferbrennblasen, den höchsten in Schottland, hervorgeht.
Dr. Bill Lumsden sagt:
„Am würzigen Charakter des amerikanischen Roggenwhiskeys hatte ich schon immer große Freude und fand, dass sich der elegante, komplexe Stil unseres Glenmorangies perfekt mit den Aromen ehemaliger Rye-Eichenfässer ergänzt. Das Ergebnis ist Glenmorangie Spìos – ein substanzreicher delikater Single Malt, der an die goldenen Zeiten amerikanischer Ryes erinnert. Seine frische, kräuterbetonte Nase bringt mir Kirschen, Nelken und den Duft von frisch geschnittenem Gras in den Sinn. Dann explodiert Roggenwürze am Gaumen mit Aromen von Toffee, Nelken und Zimt – vermischt mit butteriger Vanille, ehe ein süßer, langanhaltender Nachhall beginnt.“
Glenmorangie Spìos ist mit 46,0 Volumenprozent Alkohol nicht kühlgefiltert abgefüllt und limitiert ab Februar 2018 im ausgewählten Fachhandel und unter Glenmorangieshop.de für ca. 85,00 € (UVP) erhältlich.
Verkostungsnotiz
Die Farbe: Strohgold. An der Nase: Frisch, kräuterbetont, mit Noten von Kirschen, Gewürznelken, Minztoffee und den Duft frisch geschnittenen Grases. Mit einem Spritzer Wasser weitere zart-duftende Aromen, frisch und klar mit unzähligen Kräuternoten. Geschmack: Eine würzige Textur vom Roggen mit viel Toffee, Gewürznelken, Zimt, Muskatnuss und süße, butterige Vanille. Im Nachhall: Reichhaltig, süß und anhaltend mit mehr Toffee, Paranuss und einer Spur von Zitrusfrüchten.
Gestern kamen die ersten Nachrichten darüber in verschiedensten regionalen Medien: Die Highland-Destillerie Glenmorangie will ein neues Still House bauen und damit die Kapazitäten erweitern.
Die Pläne dafür sind laut scottishconstructionnow bereits eingereicht, mit dem Baubeginn ist heuer im Sommer zu rechnen, wenn die Genehmigung erteilt wird. Die Fertigstellung ist für 2019 anvisiert.
Das neue Gebäude würde zwei weitere Stills enthalten und zusätzlich zu den bestehenden Stills in Betrieb gehen. Auch ein weiteres Gebäude mit neuen Anlagen für das Einmaischen und Fermentieren wird laut den Plänen gebaut werden, so der Artikel.
Die Stills würde natürlich in der Bauart den bestehenden Brennblasen entsprechen (extrem lange Hälse) und so den Spirit im typischen Glenmorangie-Stil erzeugen.
Sollte jemand von Ihnen in der nächsten Zeit nach Changi Airport in Singapur oder zum Taoyuan Airport in Taiwan reisen, dann könnte er dort eine neue und die bislang älteste Singleton of Glendullan kaufen, einen Vierzigjährigen, den es nur dort geben wird.
Die Auflage des mit 58.6% vol./alk. abgefüllten Whiskys ist relativ klein – gerade einmal 600 Flaschen davon sind abgefüllt worden. „Klein“ wäre allerdings das falsche Wort für den Preis: Umgerechnet 2200 Euro muss man dafür auf den Tisch legen.
Der Singleton of Gendullan 40yo ist die erste Veröffentlichung in einer Abfolge von raren Flaschen, die sich Forgotten Drop Series nennt und vom Singleton Master of Malts und Diageo Blender Maureen Robinson zusammengestellt wird.
Wir zeigen Ihnen untenstehend auch das Werbeplakat dafür, das wir auf Moodie Davitt Report gefunden haben.
Es scheint so, als scharre der Nachfolger des Bunnahabhain Toiteach in den Startlöchern: In der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist das Artwork zu einem Bunnahabhain Toiteach a dhà aufgetaucht – was übersetzt soviel bedeutet wie „smoky two“. Wie auf dem Rückseitenetikett zu lesen, soll er eine Fortsetzung des rauchigen Toiteach sein, und zur rauchigen Gerste gesellt sich auch ein höherer Anteil an Sherryfässern.
Abgefüllt wird der Bunnahabhain Toiteach a dhà mit 46.3% vol./alk., was die Standardstärke für die Core-Range der Islay-Destillerie (und der beiden anderen zur Distell Group gehörigen Brennereien, Deanston und Tobermory) ist.
Kommt er bei uns oder nur in den USA? Darauf weiß man alleine aus dem Erscheinen in der Datenbank keine Antwort. Wir bleiben auf jeden Fall dran und zeigen Ihnen einmal die Labels der Abfüllung, so wie sie in der Datenbank zu sehen sind:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Wenn Martin Markvardsen, Senior Brand Ambassador von Highland Park, auf einer Messe auftaucht, dann hat er meistens eine neue und interessante Abfüllung im Gepäck.
So war es auch in diesem Jahr am vergangenen Wochenende auf der Finest Spirits in München. Dort stellte er den neuen Highland Park The Dark 17yo vor, der ersten Abfüllung eines Duos, das den beiden Sonnenwenden auf Orkney gewidmet ist. The Dark, ein dunkler, äußerst cremiger Whisky aus 100% Oloroso Sherryfässern, symbolisiert die Wintersonnenwende und die sehr kurzen Tage auf den Inseln im Norden Schottlands rund um dieses Datum. The Light, der im Frühsommer erscheinen wird, entspricht dann den langen Tagen rund um die Sommersonnenwende. Er wird das gleiche Alter und die gleiche Alkoholstärke (52.9% vol.) haben, um mit The Dark vergleichbar zu sein.
Abgesehen von der Geschichte rund um die Whisky hat uns natürlich auch interessiert, wie dieser schmeckt. Daher haben wir ihn gemeinsam mit Martin Markvardsen verkostet und dazu auf der Messe ein knapp über fünf Minuten langes Video gemacht. Gleich vorweg: Uns hat er gefallen, seiner Dichte wegen und wegen seines erstaunlich langen Abgangs, der wäremend, aber nicht alkohollastig ist. Überhaupt sind seine fast 53% Alkohol recht schön eingebunden, und der Sherry zeigt sich mit sehr wenig Holz.
Jetzt aber übergeben wir das Wort an Martin Markvardsen – das Video finden Sie obenstehend. Viel Vergnügen!
Man gönnt sich ja sonst nichts – unter diesem Motto könnte man die Verkostung von Ralfy von heute subsummieren, denn das, was er sich ins Glas schenkt, ist kein Whisky, den man sich eben mal schnell irgendwo kauft, um ihn zu verkosten.
Der Brora 30yo aus den Diageo Special Releases stammt aus dem Jahr 2010 und ist im Handel um knapp 1500 Euro erhältlich. Das Problem dabei: Whiskys aus Brora sind nicht nur kostspielig, sondern zumeist auch verdammt gut, sodass man eigentlich auch einen guten Grund hätte, viel Geld auszugeben :-).
Und Ralfy gefällt, was er trinkt (nachdem er seinen Gaumen mit einem Schluck Glenfiddich auf das Kommende vorbereitet hat): Gleich mal 92 Punkte gibt es für den Brora, und danach einen ganz seltenen sogenannten Bottle hug, ein Knuddeln mit der Flasche – was sich Ralfy für sehr, sehr gute Whiskys aufhebt.
Fast 25 Minuten dauert das Video, das Sie obenstehend finden, aber wie immer bei Ralfy ist es sehenswert und voller Infos rund um das Wasser des Lebens.
Übrigens: Ralfy hat den Brora 30yo schon einmal verkostet. Damals (Review #406) gab es 93 Punkte – zu finden hier.
Kaum geht ein Gewinnspiel auf Whiskyexperts zu Ende, beginnt schon das nächste – und diesmal geht es, dank unserer Partner Douglas Laing und Bremer Spirituosen Contor, um drei wundervolle Whiskys aus den Highlands, die wirklich Freude machen.
Wir verlosen ab heute als Hauptpreis den Glengoyne 20yo aus der Old Particular-Serie von Douglas Laing, eine Einzelfassabfüllung aus der südlichsten Highland-Destillerie, und für zwei weitere glückliche Gewinner jeweils einmal den Timorous Beastie 10yo, einen Blended Malt aus der Regional Malts-Serie des unabhängigen Abfüllers.
Warum wir das tun? Nun, weil wir gemeinsam mit dem Importeur und dem Unternehmen ein Jubiläum feiern:
Vor nunmehr 70 Jahren von Fred Douglas Laing gegründet, ist Douglas Laing & Co. einer der führenden unabhängigen Scotch Whisky Blender und Abfüller, spezialisiert auf feinste Single Cask Abfüllungen. Seit 1948 in Familienbesitz, wird das Unternehmen bis heute von der Laing-Familie betrieben. Ganz nach der Unternehmensphilosophie „no colouring – no chillfiltration – no nonsense“ werden die Whiskys mit einer hohen Fassstärke und nicht-kältegefiltert abgefüllt, um den robusten und einzigartigen Charakter des Whisky zu bewahren.
Neben Old Particular umfasst das preisgekrönte Douglas Laing Portfolio Premium-Spezialitäten, wie Big Peat, Directors Cut, Provenance, Regional Malts und Double Barrel.
Schon bald wird Douglas Laing übrigens auch als Whiskyproduzent auftreten: Man hat vor kurzem die Pläne für eine eigene Destillerie vorgestellt (siehe unseren Artikel hier).
Der Hauptgewinn: Old Particular Glengoyne 20yo von Douglas Laing
DOUGLAS LAING‘s Old Particular besteht aus einer Reihe von handverlesenen Single Cask Malts aus ganz Schottland. Das bedeutet jede Flasche stammt jeweils aus nur einem einzelnen Fass, ohne mit anderen vermischt zu werden.
Der Glengoyne 20yo stammt aus einem extra für Deutschland abgefüllten Einzelfass und kam mit 45% Alk./Vol. aus einem im Dezember 1996 befüllten Refill Hogshead im November des Vorjahrs in die Flasche – ohne Färbung und kältefiltriert. Dadurch bleiben die natürlichen enthaltenen Öle, Fette und Enzyme im Whisky und leisten ihren eigenen, besonderen Beitrag zur persönlichen Note des Malts.
In der Nase zeigt der Whisky viel Vanille von der Eiche, dazu Nektarinen und Himbeermarmelade auf Toast. Am Gaumen werden Sie Kokoscreme, hasugemachtes Gebäck und frische Zitrus- und Minznoten finden. Das Finish ist lange und kräuterig, dazu zeigen sich Gerste, gedünstete Sommerfrüchte und angekohlte Eiche.
Gewinn 2 und 3: Douglas Laing’s Timorous Beastie 10yo Highland Malt
Die Idee zu dieser graueneinflößenden Bestie hat ihren Ursprung in dem Gedicht „To a Mouse“ von Robert Burns, dem berühmten schottischen Dichter der Tavernen und Spelunken. Dieses Hochland-Mäuschen ist eine Ode an die Highlands durch seine wundervolle Kombination aus den besten und typischsten schottischen Highland Malt- Whiskys wie Blair Athol, Glen Garioch, The Dalmore und Glengoyne.
Der Timorous Beastie 10yo ist die vierte Abfüllung in der Serie, die eine Altersangabe trägt, nach dem 18yo, dem Vierzigjährigen und dem 21yo. Ohne Kältefiltrierung und ohne Farbstoffe als Small Batch abgefüllt überzeugt er durch seine Highland-Typik.
Die Nase ist sehr süß, wie warmer Sirup, dazu finden sich saftige, reife Nektarinen. Am Gaumen verspürt man cremigen Honig, warmen, mit Butter bestrichenen Toast, zarte Würze und einen unverkennbar getreidigen Charakter. Im Finish schmeckt man Honigwaben, Orangenzesten und sanfte Anklänge von Früchten.
Und so gewinnen Sie den Glengoyne 20yo oder einen von 2 Timorous Beastie 10yo von Douglas Laing:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: In welcher schottischen Stadt baut Douglas Laing die eigene Destillerie (im Artikel oben finden Sie eine Verlinkung, die Ihnen bei der Antwort helfen wird)?
a) Inverness
b) Glasgow
c) Aberdeen
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Douglas Laing“!
3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 11. Februar 2018, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerinnen oder Gewinner der Preise und geben sie am 12. Februar 2018 bekannt.
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Douglas Laing“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab 22. Januar 2018 bis 28. Januar 2018, 23:59. Die Preisträger werden am 12. Februar 2018 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und BSC sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Preise werden durch BSC versendet.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Keine bestimmte Region, sondern eine Whiskyreise rund um die Welt – das ist das Thema der heutigen Verkostung bei Serge Valentin. Sieben verschiedene Abfüllungen sind es, und man kann dies, was man in solchen Zusammenstellungen bei Serge findet, auch immer als seine kleine und subjektive Standortbestimmung für die Qualität von Whisky außerhalb der klassischen Whiskynationen nehmen. Und da schaut es gar nicht so schlecht aus.
Die heute beteiligten Länder sind Wales, Neuseeland, Kanada, England, Dänemark und Schweden, und die Krone geht diesmal knapp an die nördlichen Nachbarn der Deutschen. Zwischen 79 und 85 Punkten (mit einem Ausreißer von 69 Punkten nach unten) finden sich die Wertungen der Verkostung, und hier sind die Abfüllungen zunächst einmal aufgelistet:
Penderyn 5 yo 2012/2017 ‘Tawny Portwood’ (59.6%, OB, for La Maison du Whisky, Wales, Cellar Book, cask #PT260, 366 bottles): 79 Punkte
High Wheeler 21 yo ‘3070’ (43%, OB, blend, New Zealand Whisky Company, 2017): 79 Punkte
Potter 31 yo 1986/2017 (57.1%, Cadenhead, World Whiskies, Indian corn, Canada, bourbon barrel, 108 bottles): 69 Punkte
English Whisky Co. 5 yo (49.5%, That Boutique-y Whisky Company, England, batch 1, 964 bottles, 2017): 80 Punkte
Isle of Fionia ‘Ardor’ (46.8%, OB, Nyborg Distillery, Denmark, 117th batch, 2017): 85 Punkte
Isle of Fionia ‘Ardor’ (59.8%, OB, Nyborg Distillery, Denmark, 116th batch, 2017) : 84 Punkte
Mackmyra ‘Guldrök Small Batch’ (51.7%, OB, Sweden, for La Maison du Whisky, 300 bottles, 2017): 83 Punkte