Freitag, 22. Januar 2021, 05:00:13

Save our Scotch: Bekommen Blends bald selben Schutz wie Single Malts?

Die gewerkschaftliche Initiative findet Unterstützung in der Politik

Single Malt Scotch Whisky genießt, anders als Blends, durch gesetzliche Bestimmungen einen hohen Schutz, was Herkunft aus und Produktion in Schottland betrifft. Faktisch jeder Schritt in der Wertschöpfungskette muss im Land erfolgen von der Erzeugung bis hin zur Verpackung der fertigen Flasche. So ist es heute nicht mehr möglich, ein Fass aus Schottland zu exportieren und zum Beispiel in Deutschland abzufüllen und es dabei noch „schottischen Whisky“ zu nennen.

Sinn dahinter ist es natürlich, das Geld im Land zu verdienen. Auch bleiben dadurch viele Arbeitsplätze in Schottland, und die Kontrolle über die Qualität verbleibt ebenfalls im Ursprungsland.

Nicht ganz so streng sieht das die schottische Whiskyindustrie beim Thema Blend. Der kann nämlich auch in anderen Ländern geblendet, abgefüllt und etikettiert werden – das gilt, weniger bekannt, auch für Single Grain. Das versucht eine Initiative namens „Save our Scotch“ zu ändern, die von einer Gewerkschaft ins Leben gerufen wurde und mittlerweile auch in der Politik Unterstützung findet.

So hat sich nun laut einem Bericht in Herald Scotland der Abgeordnete der SNP (Scottish National Party), Martin Docherty-Hughes, hinter die Initiative gestellt und fordert für sie Unterstützung über alle Parteigrenzen hinaus. Er fordert die Bevölkerunng auf, sich bei ihren Abgeordneten für eine Änderung der Gesetze in der entsprechenden Richtung einzusetzen, und damit Arbeitsplätze in Schottland zu halten.

Wie die schottische Whiskyindustrie oder deren Interessensvertretung, die Scotch Whisky Asssociation, zu dieser Initiative steht, ist dem Artikel nicht zu entnehmen.

Whiskyfässer bei Invergordon. Photo credit: foxypar4 via Visual Hunt / CC BY

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