Die Destillerie Mannochmore ist relativ jung – sie wurde erst 1971 eröffnet, und wie Serge so richtig anmerkt, ist sie eher selten Gesprächsstoff, wenn sich Whiskyfreunde zum Schnacken treffen. Dabei gibt es aus der Speyside-Destillerie, die zu Diageo gehört, immer wieder mal interessante Whiskys, vor allem bei Unabhängigen.
Zwei Abfüllungen von Mannochmore stehen heute auf der Liste der Verkostung von Serge, nämlich das Originalbottling aus der Flora & Fauna Serie, und eine gut gereifte unabhängige Abfüllung von The Whisky Agency. Hier die Wertungen:
Mannochmore 12 yo (43%, OB, Flora and Fauna, +/-2005): 83 Punkte
Mannochmore 28 yo 1988/2016 (46%, The Whisky Agency,, hogshead, 225 bottles): 87 Punkte
Was passiert, während Whisky im Fass reift? Warum gibt es so wenig neue Abfüllungen mit lange gereiftem Whisky im Handel? Und was bedeutet der momentane Status für die Überlegungen, die Destillerien von kaufmännischer Seite her anstellen müssen? Ein Artikel in Forbes beleuchtet diese Fragen und holt sich Kommentare von verschiedenen Destillerien in den USA und in Schottland ein. Gefragt wurden unter anderem Brian Downing, George Dickel Distillery Ambassador, oder Malcolm Waring von Old Pulteney. Hier dessen Statement:
„Mainly due to more and more people coming into the category and the increase in popularity, understanding [of], and collectability of high-aged single malts and rare (limited) releases…there’s very limited stock of the really high-aged [whisky of approximately] 25 years and above.” … “companies are naturally very careful of how and when they release their high aged stocks.”
Auch wenn der Artikel das Thema nicht erschöpfend behandelt, ist er doch wegen der Statements der Menschen aus den Destillerien recht lesenswert.
Im Fasslager bei Bruichladdich. Bild: Marcel Freudenstein
Vatertag ist irgendwo irgendwann. Die Österreicher feiern ihn früher als die Deutschen, und die Amerikaner nochmals an einem anderen Tag. Darum sollte es nicht verwundern, wenn Diageo gemeinsam mit Nick Offerman in der Serie „My Tales of Whisky“ das Vatertags-Video erst gestern vorstellte – für den US-Vatertag am 18. Juni.
Diesmal geht es um ein ganz spezielles Geschenk, das Nick seinem Vater machen will – und nein, auch wenn Lagavulin im kurzen Video vorkommt, es geht dabei diesmal nicht um Whisky. Nice!
Sollten Sie in nächster Zeit einmal bei Glenturret vorbeikommen, können Sie jetzt ein neues Fass, das in der Destillerie ausgesucht wurde, für Ihren Handfilled Whisky anzapfen: The Towser Cask ist ein first fill American Oak Sherry Puncheon, das am 6. November 2003 befüllt und jetzt, nach 13 Jahren, von Master Whisky Maker Gordon Motion ausgesucht wurde.
85 Pfund kostet die Flasche des Whiskys (60.2%), 5 Pfund davon gehen an den Snow Leopard Trust. Natürlich bekommt man diese Flasche nur im Destillerie-Shop in der Famous Grouse Experience.
Towser The Mouser ist wohl eine der berühmtesten Destilleriekatzen Schottlands. Sie lebte von 1963 bis 1987 in der Destillerie Glenturret (sie erreichte damit das biblische Alter von 24 Jahren), und fing in dieser Zeit sage und schreibe 28889 Mäuse. Kein Wunder, dass sie eine Statue vor der Destillerie bekam – und einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde.
Eine der altehrwürdigen Destillerien auf Islay steht heute im Mittelpunkt unserer Serie „Whisky im Bild“. Bowmore, in der gleichnamigen Stadt gelegen, wurde 1779 gegründet und ist damit nicht nur die älteste legale Brennerei auf der Insel, sondern eine der ältesten in Schottland überhaupt. Bowmore besitzt noch eine eigene Mälzerei – etwas, das mittlerweile gesonderter Erwähnung bedarf.
Wieder einmal hat Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen ein Dutzend Bilder von seinem Besuch dort mitgebracht und uns zur Verfügung gestellt. Hier sind sie:
Bowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Bowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenBowmore (c) Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Für viele unserer Leser ist ja heute ein Feiertag (und hoffentlich auch der Beginn eines verlängerten Wochenendes). Die haben dann vielleicht auch mehr Zeit für einen etwas längeren Videobeitrag, den wir Ihnen allen nicht vorenthalten wollen.
Vorgestern stellte die Destillerie Bruichladdich ihr Video über ihren Festival Day im Rahmen des diesjährigen Islay-Festivals online. Er zeigt die Highlights des Tages und dauert etwas über 11 Minuten. Für alle, die dabei waren, eine schöne Erinnerung – für alle, die nicht vor Ort sein konnten eine gute Gelegenheit, in die Atmosphäre eines solchen Festival Days hineinzuschnuppern. Viel Vergnügen mit dem Video hier oder auf Youtube.
Eine Presseaussendung von Bushmills macht auf ein interessantes Projekt aufmerksam: Gemeinsam mit dem Gitarrenbauer Lowden hat man akustische Gitarren aus Fassholz erzeugt. Es sind leider Raritäten, denn gerade acht Stück davon wurden produziert. Ja, und kaufen kann man sie auch, wenn man gerade 8500 Pfund locker hat (mit Link im Artikel). Hier alle Infos dazu:
Bushmills Irish Whiskey und Lowden Guitars bringen begrenzte Auflage von Gitarren aus Whiskeyfässern und Moorkieneichenholz auf den Markt
Bushmills, Nordirland (ots/PRNewswire) – Zwei weltberühmte Marken -Bushmills® Irish Whiskey (die älteste lizenzierte Destille in Irland) und Lowden Guitars (einer der besten Akustikgitarrenhersteller der Welt) – stellen gemeinsam eine neue Gitarre in begrenzter Auflage vor, die aus Bushmills® Irish Whiskey-Fässern und Moorkieneichen gefertigt wird.
Die zwei für ihren unerschütterlichen Charakter und ihre hochwertige Handwerkstechnik bekannten Markenikonen Nordirlands schufen gemeinsam die „Bushmills x Lowden“-Gitarre, um die Handwerker zu ehren, die ihre Fertigkeiten und Traditionen an die nächste Generation weiterreichen.
Die Familie Kane fertigt in der Old Bushmills Distillery schon seit vier Generationen Fässer und überliefert ihr Fachwissen immer wieder an die nächste Generation, damit Bushmills weiterhin genau den gleichen erstklassigen Whiskey liefern kann wie vor 400 Jahren, als die Destille gegründet wurde. Ebenso leistet George Lowden, der Gründer von Lowden Guitars, schon seit 1974 Pionierarbeit in Herstellungstechniken für Akustikgitarren und wählt dabei nur das beste Holz für seine berühmten Gitarren aus. Auch er gibt seine Fertigkeiten im Gitarrenbau an seine Söhne weiter, damit die Lowden-Tradition über viele Generationen hinweg Bestand hat.
Die „Bushmills x Lowden“ F-50-Gitarre, die in einer beschränkten Auflage von nur acht Stück verkauft wird, kombiniert jahrhundertealte Handwerkstechniken im Fass- und Geigenbau mit drei traditions- und charakterreichen Holzarten. George Lowden wählte das Holz persönlich aus: Bushmills® Irish Whiskey-Fässer für die Intarsien am 12. Bund und auf dem Resonanzboden, die Randeinlagen, Rosetten- und Kopfintarsien; Moorkieneiche für die Rückseite und Seiten des Klangkörpers; und Redwood-Senkholz für die Resonanzdecke.
George und seine Söhne brauchten mehr als 40 Stunden für den Entwurf und Bau der ersten Gitarre in dieser begrenzten Auflage. Ein weiteres Merkmal der besonderen Gitarre ist ein aus einem Küferhammer und einem Geigenbauermeißel geformtes Kreuz, das die Kooperation dieser zwei Handwerke symbolisiert. Auf der Rückseite repräsentieren zwei Linien die Fassdauben der Bushmills® Irish Whiskey-Fässer sowie die Weitergabe von Fertigkeiten von einer Generation zur nächsten.
George Lowden, dessen Akustikgitarren von einigen der berühmtesten Künstler der Welt verwendet wurden (darunter Gary Lightbody, Ed Sheeran und Eric Clapton), sagte:
„Wir suchen auf der ganzen Welt nach den besten Tonhölzern. Sie sind die eigentlichen ,Stars‘ unserer Gitarren, denn sie bestimmen, wie die Instrumente klingen, sich anfühlen und sich spielen lassen. Meine Söhne und ich haben die Gelegenheit sehr genossen, das beste Holz von Bushmills® Irish Whiskey-Fässern für die Gitarre aussuchen zu dürfen. Es war ausgesprochen interessant, die Bautechnik der Fässer aus der Nähe zu sehen und zu verstehen, wie sie dem Whiskey seine Farbe und Geschmacksnoten verleihen.
Die in der Bushmills x Lowden-Gitarre verwendeten drei Hölzer sind es, was diese Gitarre so besonders macht. Das Holz der Bushmills® Irish Whiskey-Fässer repräsentiert die mehr als 400-jährige Tradition der Whiskey-Herstellung und wird überall in der Gitarre als perfekte Ergänzung zu den anderen Tonhölzern verwendet. Der Resonanzboden und die Seiten werden aus Moorkieneiche gefertigt. Dies erzeugt sanfte, warme Töne, und verleiht (zusammen mit dem Redwook-Senkholz) jeder einzelnen Note, die dieses Instrument erzeugt, Klarheit und Energie.“
Colum Egan, Brennmeister bei Bushmills® Irish Whiskey, fügt hinzu:
„Lowden-Gitarren sind bekannt für ihre ausgezeichnete Verarbeitung und hohe Qualität, und wir sind stolz auf unsere Zusammenarbeit mit George und seinen Söhnen. Hier feiern wir hochspezialisierte Handwerkskunst, die nicht käuflich ist, sondern im Laufe vieler Jahre perfektioniert und von Generation zu Generation weitergereicht wird.
Bei Bushmills sind die Handwerkstechniken und Fertigkeiten unserer Küfer grundlegend für die Herstellung des irischen Whiskeys. Nur so können wir nach wie vor die gleiche hohe Qualität garantieren wie schon vor 400 Jahren. Es war uns eine Ehre, mit Lowden Guitars zusammenzuarbeiten, denn sie verstehen (genau wie wir), welche wichtige Rolle das Holz für die Einzigartigkeit ihrer Gitarren spielt.“
Acht dieser ‚Bushmills x Lowden‘-Gitarren sind zum Kauf erhältlich für je £8.500. Unter http://www.lowdenguitars.com/bushmillsxlowden können Sie sich als Interessent registrieren oder mehr Details erfahren.
Heute legt Serge Valentin wieder eine Session ein, in der er Abfüllungen quer durch den (gemalzten) Gemüsegarten verkostet. Wir finden darin Blended Malts, Single Malts, eine alterslose Abfüllung, solche, die keinen Destillerienamen tragen – eine breite Palette an Bottlings, die alle unter den Begriff Whisky fallen.
Serge selbst meint, solche Abfüllungen würden immer häufiger – aber wie steht es um deren Qualität? Nicht so schlecht, schenkt man den Benotungen der Verkostung von heute Glauben, denn da sind einige Gustostückchen darunter:
Wir haben ja schon im März auf Whiskyexperts über das Buch „The Scottish Bothy Bible“ berichtet (unseren damaligen Beitrag finden Sie hier), nehmen aber einen neuen Artikel in Spiegel Online nochmals zum Anlass, auf dieses exzellente Werk des Autors Geoff Allan hinzuweisen: In ihm (und im SPON-Artikel geht es über die mehr als 80 Hütten, die in den schottischen Highlands restauriert wurden, als (Not)unterkünfte dienen und die für Wanderer gratis zur Verfügung stehen.
Ein ungeschriebenes Gesetz hält aber fest, dass man, sozusagen als Dank für die Übernachtungsmöglichkeit, eine frische Notration für den nachfolgenden Wanderer hinterlässt (und die vorhandene selbst konsumiert oder entsorgt). Ansonsten fallen aber für die Benutzung der einfachen Unterkünfte keine Gebühren an.
Ein interessanter Artikel auf Spiegel Online, und ein schönes Buch, das wir jedem Schottlandfreund ans Herz legen. Besorgen Sie es sich beim lokalen Buchhändler – small is beautiful!
Eine nicht ganz so bekannte Destillerie ist Glendullan in der Speyside. Es gibt, abgesehen vom Singleton of Glendullan, der in Europa aber wenig Bedeutung hat, nur spärlich Originalabfüllungen. Die Destillerie, im Besitz von Diageo, liefert hauptsächlich Whisky für Blends – und ist mit 4 Millionen Litern jährlich viel größer, als ihre mangelnde Bekanntheit es vermuten ließe.
Wir möchten Ihnen heute sechs Bilder der Destillerie zeigen, aufgenommen von Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen aus Vorarlberg, die dieser Brennerei für Interessierte etwas mehr Gesicht geben. Da die Destillerie nicht für Besucher geöffnet ist, sehen wir uns am Gelände um. Kommen Sie mit auf unseren Rundgang!
Glendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenGlendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenGlendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenGlendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenGlendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am GaumenGlendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Eine neue Abfüllung von The Balvenie ist ab sofort im Travel Retail erhältlich: The Balvenie Peated Triple Cask 14yo. Um 65 Pfund erhält man dabei einen rauchigen Balvenie, der mit Spirit aus getorfter Gerste erzeugt wird, der im Rahmen der jährlichen Peat Week bei Balvenie gebrannt wurde. Abgefüllt ist er mit 48.3%.
Der Zusatz „Triple Cask“ resultiert aus der Reifung in drei verschiedenen Fasstypen: First Fill Bourbon, Refill Bourbon und Sherry Casks. Bieten soll der Whisky klassische Honignoten, süßen, feinen Torfrauch sowie Noten von Zimt und Ingwer – also keine Rauchbombe, sondern ein ausgewogener Whisky, der die Herkunft aus der Destillerie Balvenie nicht verleugnen will.
Das ist übrigens NICHT die Abfüllung, auf deren Label wir bereits im Januar hingewiesen haben (siehe hier), diese dort gezeigte Vintage-Abfüllung ist für den Fachhandel vorgesehen (dem Vernehmen nach wird er auch in Deutschland erhältlich sein) und wird wohl etwas später erscheinen.
Von Douglas Laing haben wir die Information erhalten, dass die zweite Abfüllung in der „Consortium of Cards“-Serie soeben erschienen ist. Nach dem 18jährigen Laphroaig, der als „Queen of The Hebrides“ erschienen ist, handelt es sich jetzt um den „King of The Hills„, einen zwanzigjährigen Ben Nevis.
Die Einzelfassabfüllung soll laut den Angaben von Douglas Laing einen fruchtigen, zestigen und an den Duft selbstgemachter Kekse erinnernden Charakter haben. Abgefüllt ist er mit 50% – und natürlich, so wie alle Old Particular-Abfüllungen, ohne Farbstoff und nicht kältefiltriert.
Preise und weitere Informationen wird dann wohl die deutschsprachige Presseaussendung liefern, die wir dann natürlich sofort nachreichen werden.
Heute unternimmt Serge Valentin einen Ausflug ins Land der aufgehenden Sonne – zumindest mit den Sinnen, denn er verkostet japanische Whiskys. Serge selbst nennt es eine Reise von der Hölle in den Himmel, und dieses Bild bezieht sich auf seine geschmacklichen Erfahrungen mit den Abfüllungen, die er verkostet. Tatsächlich reichen die Wertungen von 62 bis 90 Punkte.
Hier nun die Bewertungen in unserer gewohnten Übersicht:
Suntory ‘Kakushiro White Label’ (40%, OB, Japanese blended whisky, +/-2016): 62 Punkte
Togouchi ‘Kiwami’ (40%, OB, Japanese blend, +/-2016): 70 Punkte
Akashi ‘Meïsei’ (40%, OB, Japanese blend, White Oak, +/-2016): 65 Punkte
Mars Maltage ‘Cosmo’ (43%, OB, Japanese blended malt, +/-2016): 79 Punkte
Hibiki 17 yo (43%, OB, Suntory, Japanese blend, +/-2016): 89 Punkte
Mars Shinshu ‘Komagate’ 2012/2016 (58.8%, OB, 60th Anniversary of La Maison du Whisky, American white oak puncheon, cask #1555): 87 Punkte
Chichibu 6 yo 2010/2016 (59.7%, Blackadder, PX finish, cask #2630, 311 bottles): 85 Punkte
Chichibu 2011/2016 (61.3%, OB for La Maison du Whisky, Hanyu hogshead, cask #1401, 264 bottles): 90 Punkte
Unsere herzlichen Glückwünsche an die Teeling Distillery in Dublin, die dieser Tage ihren zweiten Geburtstag feiert und zu diesem Anlass ein Video produziert hat, das wir Ihnen hier gerne vorstellen wollen.
Zwei Jahre, das bedeutet auch, dass es nur mehr ein Jahr bis zum ersten offiziellen Whiskey aus der Destillerie dauert – falls sich Teeling dazu entschließt, einen Dreijährigen auf den Markt zu bringen.
Jetzt aber viel Vergnügen mit dem Video (auch auf Vimeo zu finden), das die Entwicklungen der letzten 24 Monate in 150 Sekunden zeigt.