Wir verkosten: Bruichladdich Islay Barley 2010

Bruichladdich Islay Barley 2010
Single Malt Scotch Whisky
50,0 % Vol.
ungefärbt, ungefiltert
Verkoster: Dirk Piesczek
Sample: Diversa Spezialitäten GmbH


We believe terroir matters – unter diesem Slogan präsentiert die Islay-Brennerei Bruichladdich, den „progressiv hebridean distillers“, seit einiger Zeit ihre unterschiedlichen Abfüllungen. Der Begriff „Terroir“ ist aus der Weinwelt bekannt und beschreibt dort naturgegebene (harte) Standortfaktoren, hauptsächlich Boden und Klima. In seinem Artikel „Terroir – oder die Frage nach dem Warum“ befasst sich Thomas Zilm näher und intensiv mit dem Thema und spannt den Bogen bis zum Whisky. Denn auch hier finden wir Gegebenheiten, die unmittelbar an den Standort gebunden sind. Es sind mindestens zwei: Das für die Maische verwendete Wasser und die klimatischen Bedingungen, welche die Reifung des Whiskys in den Fässern direkt beeinflusst.

Bruichladdich führt uns mit den Islay Barleys noch weitere Standortfaktoren vor. Die Gerste, welche bei diesen Bottlings Verwendung findet, stammt ausschließlich von Vertrags-Farmen dieser Hebriden-Insel. Sie sind auf der Umverpackung namentlich aufgeführt (und auch in der Pressemitteilung, welche Sie bei uns finden). Ebenso kein Geheimnis sind die verwendeten Gerstensorten, welche dort 2009 geerntet und im folgenden Jahr für die Maische dieser Jahrgangsabfüllung genutzt wurden.

Natürlich fallen bei Bruichladdich auch die Begriffe Authentizität plus Transparenz plus Nachhaltigkeit – Buzzwords, die bei einem Marketing-Bingo schon die halbe Miete ausmachen. Doch zum größten Arbeitgeber auf Islay, der auch das Alter der verwendeten Whiskys seiner Standard-Abfüllung offenlegt, passen sie sehr gut.

Nase: Tropische Früchte von Anfang an, Noten von Citrus und von Ananas sorgen für eine gewisse Frische, Anflüge von Pfirsich für Substanz. Dazu kommt feines ungesüßtes Gebäck im Hintergrund, leicht getreidig und ein Hauch Vanille und eine Spur Honig. Insgesamt sehr präsent, rund und wohl dosiert.

Gaumen: Süß an der Zungenspitze. Weiterhin, jedoch deutlicher, finden sich tropische Früchte, mit der Zeit ein wenig trocken werdend mit leichtem Holzeinfluss. Immer noch voll, kräftig und deutlich in den Aromen.

Finish: Mit großem Volumen, leicht limonig-herb, das Eichenfass zeigt sich, dazu ein Anflug von Salz.

Alles in allem: Das Reduzieren des Alkohols auf exakt 50 Vol. % scheint bei den aktuellen Abfüllungen der Brennerei Bruichladdich vielleicht zufällig gewählt. Doch dieses Weniger an Wasser sorgt für ein Mehr an Präsenz in Nase und Gaumen, so auch beim Bruichladdich Islay Barley 2010. Eine vermeintliche Jugendlichkeit zeigt sich an keiner Stelle, vielmehr finden wir einen reifen, ausbalancierten, sehr guten Whisky mit einem Alter von 6 Jahren. Für ein wenig mehr als 50 € ist er im Fachhandel erhältlich.

PR: The Scotch Malt Whisky Society mit drei exklusiven Islay Whiskies im Rahmen des Féis Ìle Festivals

Die Scotch Malt Whisky Society hat uns über drei neue Abfüllungen informiert, die man dort anläßlich des Féis Ìle Festivals abgefüllt hat. Alle Infos dazu entnehmen Sie bitte dem untenstehenden Text, den wir dazu erhalten haben:

The Scotch Malt Whisky Society veröffentlicht drei exklusive Islay Whiskies im Rahmen des Féis Ìle Festivals

Exklusiver Launch drei ausgezeichneter torfiger Single Cask Whiskies

Das Féis Ìle Festivals findet in diesem Jahr vom 26. Mai bis 3. Juni statt und die Scotch Malt Whisky Society wird vor Ort sein. Gefeiert wird dies mit dem Launch von drei neuen, einzigartigen Single Cask Whiskies. All diejenigen, die am Islay Festival of Music & Malt teilnehmen, können in den Genuss der außergewöhnlichen Geschmacksnoten kommen. Alle Festivalbesucher erhalten schon vorab auf der Islay Insel die Chance, sich eine Flasche zu sichern. Diese sind außerdem, solange der Vorrat reicht, online ab dem 1. Juni 2017 erhältlich unter https://de.smws.com/. Das einmalige Trio besteht aus den Single Cask Islay Whiskies „The Crowd Pleaser“, „Sweet Smoke on the Water“ und dem “Jazzy Jousting Hastlitude”.

„The Crowd Pleaser“ ist ein 10 Jahre alter Whisky aus einem Ex-Bourbon Fass der Zweitabfüllung. Er wird dem Heavily Peated Geschmacksprofil der Scotch Malt Whisky Society zugeordnet wird, charakterisiert durch die Noten benannt nach „sweet hot smoked salmon and old first aid kits“. Nur 186 Flaschen werden zur Verfügung stehen.

„Sweet Smoke on the Water“ ist mit 20 Jahren ein älterer Whisky der in einem französischen Hogshead-Fass in Zweitabfüllung gereift ist. Er ist dem Geschmacksprofil Peated der Scotch Malt Whisky Society zugeordnet und beinhaltet Noten beschrieben als „smoked duck and ribs with sticky glaze“. 252 Flaschen werden erhältlich sein.

Der älteste des Islay Trios ist der 21-jährige „Jazzy Jousting Hastlitude“, eine Erstabfüllung, gereift in einem amerikanischen Pedro Ximenez Eichenfass. Ebenfalls dem Peated-Profile zugehörig, werden diesem Whisky Noten von „Tarte Tatin“, „cream syrup“ und „herbal smoke“ zugeschrieben. Hergestellt in einer der bedeutendsten Destillerien der Welt, wurden 228 Flaschen abgefüllt.

„Flavour of Islay“ Events

Zu Beginn des Festivals, am 26. Juni 2017, gibt es die Möglichkeit, an drei „Flavour of Islay“Events teilzunehmen. Diese finden im „Islay House Bridgend“ statt, präsentiert von der Scotch Malt Whisky Society. Die Tastings werden in Kombination mit verschiedenen lokalen Produkten zelebriert, um die erlesenen Geschmacksnoten hervorzuheben.
Das erste Event beginnt am Nachmittag mit einer Paarung eines torfigen SMWS Whiskys und 100% ecuadorianischer Pacari Schokolade. Darauf folgt die alte schottische Tradition des „Hauf an‘ a Hauf“, bei der drei Whiskys mit Islay Ales zusammengebracht werden. Den gebührenden Abschluss bildet die Verköstigung frischer Austern aus der Region.
Weitere Informationen über die „Flavour of Islay“-Events und Tickets finden Sie hier: https://de.smws.com/events/islay-house-2017

Whisky-Liebhaber aus Deutschland, die das Islay Festival nicht besuchen können, haben ebenfalls die Gelegenheit in den Genuss des Féis Ìle Whisky-Trios zu kommen. In den Partner Bars der Scotch Malt Whisky Society stehen die limitierten Single Cask Islay Whiskies bereit: Berlin – Union Jack, Hamburg – The Rabbithole, Frankfurt – Roomers, München – Bar Gabanyi und Pacific Times, Köln – Ona Mor und Nürnberg – Bäckerhof. Informationen zu Events und Tastings unter https://de.smws.com/events.

„Weltweite Whisky-Experten und Liebhaber werden auf dem Féis Ìle Festival auf Islay erwartet. Zu Ehren dieses besonderen Festivals wollten wir umwerfende Single Casks präsentieren. Das exquisite Trio zeigt die Vielfalt unserer Geschmacksprofile ‚Peated‘ sowie ‚Heavily Peated‘ und wird sicher die Fans von Peaty Islay Whiskies begeistern“ so Helen Stewart, Senior Brand Manager, „The Scotch Malt Whisky Society“.

In ausgewählten SMWS Partner Bars können Mitglieder der Society sowie Interessierte die begehrten Single Cask Whiskies bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart erwerben und während der Tastings in die außergewöhnliche Welt der Einzelfassabfüllungen eintauchen. Geleitet werden diese von qualifizierten Spirituosen-Experten.

Tomatin bittet um Hilfe für Krebstherapie – eine Erfolgsmeldung

Vor einer Woche haben wir einen Aufruf der Destillerie Tomatin geteilt, die Tochter des ehemaligen Distillery Managers Douglas Campbell bei der Finanzierung einer aufwendigen Krebstherapie zu unterstützen – durch eine Spendenkampagne, die Angehörige auf GoFundMe.com gestartet haben.

Gestern, sieben Tage später, hat die Kampagne ihr Ziel von £20,000 überschritten – auch, wie wir wissen, durch einige Spenden unserer Leser, für die wir uns im Namen von Linda Halliday und deren Familie herzlichst bedanken.

Gestern postete die Initiatorin der Kampagne, Grace Ewing, folgendes Update auf der Seite der Kampagne:

We are thrilled and so grateful that Linda’s target has been reached in so little time. Thank you so much to all who have given sacrificially to support Linda and the family in this way. They will continue to need support for many months so donations can still be received & I know they appreciate everyone’s financial contributions. Thanks again Grace

Nochmals herzlichen Dank an die Community für die Unterstützung! 

Ralfy verkostet: Caol Ila 12yo, Craigellachie 17yo (Reviews #649, #650)

Von zwei neuen Video-Reviews von Ralfy Mitchell können wir Ihnen heute berichten: Zunächst einmal widmet sich Ralfy einem bewährten Standard, dem Caol Ila 12yo. Mit 86 von 100 Punkten wird er ganz gut bewertet. Ralfy erklärt im Video auch, dass Standard nicht unbedingt immer gleichen Geschmack bedeuten muss – warum das so ist, erfahren Sie im obenstehenden Video.

Unten finden Sie dann das neueste Video von Ralfy. Es behandelt den Craigellachie 17yo aus der Speyside. Ralfy mag an ihm seine Komplexität, die seiner Meinung nach dem Alter geschuldet ist. Entsprechend ist auch die Wertung recht hoch: 87 von 100 Punkten. Nebenthema in dieser Verkostung: Fassbindereien und warum man eine solche in Schottland unbedingt besuchen sollte. Das und mehr untenstehend:

Irish Tech News: Interview mit Bernard und Rosemary Walsh (Walsh Whiskey Distillery)

Bleiben wir mit unserem nächsten Beitrag in Irland. Die Walsh Whiskey Distillery gibt es nun seit August des Vorjahres, und sie ist in der Reihe der Destillerieneubauten in Irland eine der ersten gewesen. Initiiert wurde ihr Bau unter anderem von Bernard und Rosemary Walsh (auf unserem Titelbild mit Augusto Reina, Chief Executive von Mitbesitzer Illva Saronno Spa), die ihre Marken Writers‘ Tears und The Irishman zuvor in anderen Destillerien erzeugen ließen.

Irish Tech News hat nun mit den beiden ein sehr ausführliches und interessantes Interview geführt, das neben ihrem Werdegang einige weitere Themen behandelt, wie zum Beispiel Whisky-Tourismus oder wie man die Fallen im irischen Whiskey-Boom vermeiden kann. Auch ein Video von der Eröffnung ist im Artikel und Interview eingebettet, sie können dies aber nachfolgend auch bei uns sehen:

Neu: Slane Triple Casked Irish Whiskey, mehr Infos zur Slane Distillery

Slane Irish Whiskey, im Besitz von Brown-Forman, hat die Marke nun mit einer ersten Abfüllung gelauncht, die von Alex Conyngham gemeinsam mit den Master Blendern von Brown-Forman, Chris Morris und Steve Hughes, komponiert wurde.

Der irische Blend wurde in Virgin Oak Fässern, Sherryfässern und nicht näher spezifizierten „seasoned casks“ gereift. Natürlich stammt er nicht aus der Slane Distillery, die ja erst gebaut werden muss, sondern ist aus Fässern anderer Destillerien in Irland komponiert.

Anlässlich der Markteinführung des Blends wurden auch die Pläne für die Slane Destillerie am Gelände des Slane Castle im Boyne Valley, Co. Meath, präzisiert und Zeichnungen der Gebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bau ist weit fortgeschritten: Noch in diesem Sommer soll mit dem Brennen begonnen werden. Zu dieser Zeit soll auch bereits ein Besucherzentrum eröffnet werden. Den Einbau der Stills können Sie nochmals im nachfolgenden Video sehen.

Serge verkostet: US-Whiskeys in memoriam Sku

Am Wochenende hat Sku von Sku’s Recent Eats, einem langlaufenden Blog aus den USA, seinen Rückzug aus der schreibenden Zunft bekanntgegeben. Sku war vor allem durch seine fachlich fundierten Artikel, aber auch seine Recherchetätigkeiten, was neue Labels auf der TTB-Datenbank betraf, bekannt – und wir werden sein fundiertes Blog vermissen.

Serge widmet Sku heute seine Tasting Notes, als Zeichen seines Respekts für Sku’s Arbeit (wir schließen uns diesem Respekt an; nicht selten haben wir uns auf ihn als unsere Quelle berufen können). Folgerichtig geht es heute also um amerikanische Whiskeys, mit einem ganz besonderen (und ziemlich verrückten) Aperitif. Die Punkte in der Verkostung reichen von „vorsätzliche Körperverletzung“ bis „sehr gut“:

  • Ol‘ Major Bacon Infused Bourbon (35%, OB, USA, Tennessee, +/-2017): 20 Punkte
  • Old Virginia 6 yo (40%, OB, Kentucky Straight Bourbon, +/-2017): 55 Punkte
  • Wild Turkey 17 yo Batch No.1 (43.4%, OB, Kentucky Straight Bourbon, +/-2015): 71 Punkte
  • Tullahoma 5 yo 2011/2016 (48.8%, Valinch & Mallet, American Sour Mash Bourbon, 244 bottles): 85 Punkte
  • Jack Daniel’s ‘Master Distiller Series No.4’ (43%, OB, Tennessee whiskey, +/-2016): 80 Punkte

Whisky im Bild: Ein Besuch bei Laphroaig

Unser nächster fotografischer Destilleriebesuch führt uns auf die Insel Islay. Im Süden der Insel findet man drei Destillerien, die de facto auf der Besuchsliste jedes Whiskybegeisterten stehen: Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg.

Wir widmen uns im heutigen Whisky im Bild der Destillerie Laphroaig, die mit ihren medizinisch-torfigen Abfüllungen zu begeistern weiß. Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen in Götzis hat uns vom letzten Besuch dort 15 Bilder mitgebracht, die Ihnen eine visuelle Entdeckungsreise erlauben. Viel Vergnügen!

Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Laphroaig. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Cocktail: Maker’s Mark Mint Julep

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Heute wollen wir Ihnen wieder einmal einen Cocktail präsentieren, den Sie ohne viel Aufwand auch ganz einfach daheim „nachbauen“ können. Diesmal kommt ein Klassiker aus den Südstaaten ins Rampenlicht, der nicht nur an lauen Abenden Freude macht. Der Mint Julep. Rezept und Bilder hat uns Beam Suntory zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür!

Maker’s Mark Mint Julep

Dieser Cocktail ist genauso Teil der Südstaatenkultur wie die weltbekannte Gastfreundschaft. Mit seiner Zucker- und Minznote passt der Mint Julep perfekt zu langen Sommernächten, Pferden, schönen Hüten und guter Gesellschaft.

Zutaten

  • 1- 1 1/2 Teile Maker’s Mark® Bourbon
  • Frische Minze
  • 2 Löffel Zuckersirup* mit zerstoßener Minze
  • 1 Schluck Sodawasser
  • Puderzucker
  • 1 Minzzweig zur Garnitur

Zubereitung

*Für den Zuckersirup 1 Tasse Kristallzucker und 1 Tasse Wasser in eine Pfanne geben. Unter ständigem Rühren erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Den Zuckersirup mit der Minze, dem Maker’s Mark® Bourbon und dem Sodawasser mixen. Die Mischung in ein mit Crushed Eis gefülltes Glas geben und mit Puderzucker bestreuen. Mit dem Minzzweig garnieren.

BreakingBourbon: Die Zukunft der Whiskylabels

Whiskyfachgeschäfte haben hunderte, manchmal sogar über tausend verschiedene Abfüllungen in den Regalen stehen. Wohin man greift, wenn man keine konkreten Vorstellungen hat, ist dabei auch sehr vom Verpackungsdesign abhängig (wie in jeder anderen Produktgattung auch). Unternehmen investieren viel Geld in Forschung und Design, um die Blicke der Betrachter auf die Produkte zu ziehen.

Designer wie Jim Lyngvild arbeiten mit Destillerien zusammen, um neue Labels zu kreieren

Wenn man die Whiskyregale von heute mit jenen vor ein paar Jahren vergleicht, so wird man feststellen, dass auch hier mehr und mehr auffälliges Design Einzug hält. Knallige Farben (Springbank), aufwendige Gestaltung (Compass Box) oder Übergrößen (diese sehr zum Leidwesen der Shopbesitzer, deren Regale nicht dafür ausgelegt sind) – der Kampf um die Aufmerksamkeit hat auch hier bereits begonnen.

Auch Douglas Laing versucht sich über das Design zusätzlich abzuheben

Breakingbourbon.com hat dazu einen ausführlichen und interessanten Artikel geschrieben, der einen guten Blick auf diese Entwicklung gewährt. Man widmet sich darin den Einflüssen der Craftbeer-Szene auf den Whisky, den Überlegungen der Designstudios und den Bemühungen um die Gunst des Kunden. Ob aufwendiges Retrodesign oder modernes Styling, auch das Warum der Adaptionen von Klassikern wie Jim Beam Bourbon findet darin Beachtung. Empfehlenswert!

Compass Box ist ein Vorreiter extravaganten Packungsdesigns

Dornoch Distillery beginnt Produktion

Geplant war es ja noch für Dezember des Vorjahres (siehe den Bericht hier), aber es hat dann offensichtlich doch etwas länger gedauert: Die Dornoch Distillery, in unmittelbarer Nähe des Dornoch Castle Hotels, hat mit der Produktion begonnen, wie Press & Journal berichtet.

Die beiden Brüder Phil und Simon Thompson werden nun, während der Whisky reifen kann, Gin, Wodka und Rum produzieren, so der Bericht, und heimische sowie internationale Märkte dafür etablieren. Die Besitzer der Bar im Dornoch Castle Hotel werden zunächst zehn Sorten Gin anbieten – bis zum ersten Whisky wird es natürlich noch dauern, mindestens drei Jahre.

Mehr über den Start der Destillerie im Artikel bei Press & Journal.

Die Brüder vor dem ehemaligen Feuerwehrgebäude, das nun eine Destillerie ist

Serge verkostet: Cragganmore x5

Cragganmore kennt man vor allem für seine Standardabfüllung, die Teil der Classic Malts Serie von Diageo ist. Aber auch bei Unabhängigen ist die Speyside-Destillerie keine Seltenheit. Fast 500 Bottlings zählt die neu renovierte Whiskybase auf.

Serge Valentin hat heute vier dieser unabhängigen Abfüllungen verkostet, allesamt aus der jüngsten Vergangenheit. Dazu gibt es Verkostungsnotizen der Distillers Edition aus dem Jahr 2015 – sie tut sich gegen die Unabhängigen punktemäßig eher schwer:

  • Cragganmore 2003/2015 ‘Distillers Edition’ (40%, OB, Port finish, CggD 6567): 78 Punkte
  • Cragganmore 27 yo 1989/2016 (48.7%, The Mash Tun Tokyo & Club Qing, sherry cask, 160 bottles): 88 Punkte
  • Cragganmore 27 yo 1989/2016 (47.8%, Archives, sherry hogshead, cask #1465, 70 bottles): 88 Punkte
  • Cragganmore 27 yo 1989/2016 (47.8%, Whisky-Fässle, sherry butt, cask #1465): 88 Punkte
  • Cragganmore 27 yo 1989/2017 (52.1%, The Whisky Agency and La Maison du Whisky, hogshead): 90 Punkte
Cragganmore. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: “Made by the Sea” – Talisker kündigt 360-Grad-Kampagne an und schürt die Abenteuerlust

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Eine Pressemitteilung über eine neue Kampagne für Talisker erreichte uns heute von Diageo. Auch ein neues Gesicht wird ab sofort für die Marke Talisker stehen: Sam Branson, der Sohn des Gründers von Virgin, Richard Branson. Hier alle Infos, die wir erhalten haben:

“Made by the Sea”: Talisker kündigt 360-Grad-Kampagne an und schürt die Abenteuerlust.

Sam Branson ist das Gesicht der neuen globalen Kommunikationskampagne von Talisker. Sam ist nicht nur Sohn von Virgin Gründer Richard Branson, sondern vor allem leidenschaftlicher Segler, Entdecker und Filmemacher.

Hamburg, 15. Mai 2017: 200 Jahre nach der Gründung ihrer weltbekannten Destillerie auf der schottischen Insel Skye präsentiert Talisker eine neue, globale Kommunikationskampagne: „Made by the Sea“ zelebriert die traditionell innige Verbindung der Marke zum Meer, dem Wassersport und der tiefen Sehnsucht nach fortwährendem Abenteuer. Die 360-Grad-Kampagne zeichnet sich vor allem durch die enge Partnerschaft mit Sam Branson, Sohn von Virgin-Gründer Richard Branson, aus. Als zuverlässige Stimme aus der Szene aller Entdecker und Abenteurer, ebenso wie als Filmemacher, ist Sam Branson besonders daran interessiert, die Kampagne nicht nur inhaltlich, sondern auch durch die Perspektive des Entdeckers zu unterstützen.

Das letzte große Abenteuer von Branson? Gemeinsam mit dem Talisker Brand Ambassador Ervin Trykowski stellte er sich auf einer intensiven Reise nach der Insel Skye der Frage, was es wahrhaftig heißt „Made by the Sea“ zu sein – nur um anschließend auf La Gomera die Teams der Talisker Whiskey Atlantic Challenge zu treffen. Zusammen mit dem Gewinner und Rekordbrecher der Challenge von 2016/17, Angus Collins, ruderte er daraufhin auf den Ozean hinaus. Eine wahre tour de force.

Während seiner Reise konnte Branson auf Skye und auch in La Gomera viele emotionale Eindrücke in Kurzfilmen verewigen. Der Leidenschaft des Reisens, des Erkundens, dem Weg und dem unbedingten Willen immer noch weiter zu kommen, wird so eine angemessene Plattform geboten. Sein Abenteuer ist jetzt auf Talisker Social Media Kanälen verfügbar: https://www.facebook.com/Talisker und https://www.instagram.com/talisker/.

Immer noch sichtlich angetan, äußerte sich Sam Branson über seine Reise so, dass:

„Die felsige Schönheit der Insel Skye, dem Zuhause des Talisker, zur See und wandernd zu Land entdecken zu können, ein erstaunliches Erlebnis gewesen“ sei. „Ihre fantastische Schönheit und Abgelegenheit machen Skye zur perfekten Insel, um vollkommen in die Natur einzutauchen. Ich konnte nicht nur die unglaubliche Küstenlinie erkunden, sondern mich selbst im Kampf gegen die Elemente behaupten. Wir haben immer versucht Geschichten zu erzählen, die den Abenteurer in jedem von uns wecken: So ermutigen wir unsere Follower immer wieder zu spüren, aus welchen Elementen sie wirklich gemacht sind“, erzählte er weiter.

In den nächsten 12 Monaten werden Influencer und Bartender aus Großbritannien, Italien, den nordischen Ländern und Frankreich dazu inspiriert, herauszufinden „what they are really made of“. Die Heldenreise startet in dem eigenen Land und führt sie schließlich zur letzten Prüfung auf die Insel Skye – die Heimat von Talisker. Für Deutschland arbeitet Diageo mit Max Fischer und Max Münch von „German Roamers“ zusammen – einem Kollektiv von 14 deutschen Fotografen, die OutdoorBilder aus der ganzen Welt auf Instagram posten und eine breit aufgestellte Community von über 2 Millionen Menschen erreichen.

Als Erster hat der Fotograf Max Fischer Skye entdeckt und in einer Serie von Bildern die mystischen Landschaften der naturbelassenen Insel eingefangen. Im zweiten Schritt wird Max Münch in Begleitung eines Barkeepers nach Schottland reisen, um Syke und die traditionsreiche Destille vonTalisker zu besichtigen. Die besondere Stimmung der Insel wird in emotionsreichen Bildern wiedergegeben, die im Nachhinein für Pressearbeit und OoO-Plakatierungen eingesetzt und deutschlandweit zu sehen sein werden. Zur selben Zeit werden die Follower von German Roamers dazu aufgerufen, eigene Bilder mit dem Hashtag #madebythesea und #whatyouaremadeby einzureichen. Anschließend werden die stimmungsvollen Fotos von den Roamers in einer Pop-Up Galerie in Hamburg zusammen mit fünf ausgewählten Fotos der Community ausgestellt und bei dem Pressevent zur Galerieeröffnung offiziell präsentiert.

In Talisker verbindet sich die milde Sehnsucht des rauschenden Meeres mit den zerklüfteten Felsen von Skye. Hier steht die Wiege der gleichnamigen Destille – die Älteste der Insel. Talisker 10 Years Old ist der absolute Klassiker der Talisker Familie und wird in der ganzen Welt für seinen maritimen Geschmack – mit einer Prise Meersalz und dem mild-rauchigen Abgang – geliebt.

Für weitere Informationen über die MADE BY THE SEA Kampagne und um Sams Geschichte, besuchen Sie @TALISKER auf Instagram und Facebook: https://www.facebook.com/Talisker und https://www.instagram.com/talisker/

TSB: Die 10 Länder, in denen 2016 am meisten Scotch verkauft wurde

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2016 war insgesamt ein erfreuliches Jahr für die schottische Whiskyindustrie. Zum ersten Mal seit 2013 stieg der Absatz wieder (zum ersten Mal seit 2011 gleichzeitig bei Wert und Menge), und man kann sich Hoffnung machen, dass dies eine Trendumkehr bedeutet. 

Wohin gehen aber die Exporte? Was sind die 10 wichtigsten Länder für den Absatz von Scotch, sei es Blend oder Single Malt? The Spirit Business hat diese 10 Länder aufsteigend nach Wert gelistet. Der mehrseitige Artikel beginnt bei Nummer 10, bei Indien, das ein formidables Wachstum hinlegte, und geht über ein im Mittelfeld platziertes Deutschland hin zu der nicht überraschenden Nummer 1. Dazwischen aber gibt es einige Einträge, die man so wohl nicht auf das erste Nachdenken erwartet hätte. Interessant!

Photo credit: ohsarahrose via VisualHunt / CC BY-ND