Serge verkostet: Zwei unabhängige Ardbeg -Abfüllungen

Sie werden immer seltener, aber es gibt sie auch jetzt noch hin und wieder: Abfüllungen von Unabhängigen aus der Destillerie Ardbeg. Keine Frage, dass die Seltenheit und der exklusive Nimbus, der sie umgibt, sie auch nicht gerade zu Schnäppchen machen, und deshalb ist es gerade bei ihnen immer wieder gut, Verkostungsnotizen zu lesen. Schließlich will man ja wissen, ob sich ein Kauf auch lohnt.

Für zwei unabhängige Abfüllungen aus Ardbeg, die in der letzten Zeit erschienen sind, kann Serge nun eine Antwort geben, denn er hat sie verkostet und benotet. Und nachdem sie beide 90 Punkte bekommen, ists wohl eher eine Frage des Geldes, ob man hier zuschlägt – besonders bei der zweiten Abfüllung:

  • Ardbeg 20 yo 1996/2016 (46%, Chieftain’s, bourbon barrels, casks #808+811, 601 bottles): 90 Punkte
  • Ardbeg 25 yo 1991/2016 (49.8%, The Duchess, Shieldmaidens Malin, bourbon, 168 bottles): 90 Punkte

Glenrothes ab sofort wieder bei Edrington Group

Glenrothes – die Speyside-Destillerie firmierte in der letzten Zeit vor allem unter den Fittichen des unabhängigen Abfüllers und Londoner Händlers Berry Bros. & Rudd. Sieben Jahre lang war das so; heute hat es sich geändert.

Wie unter anderem Mark Gillespie auf Whiskycast berichtet, kehrt die Marke Glenrothes wieder unter das Dach der Edrington Group zurück und steht nun dort Seite an Seite im Portfolio mit Highland Park, The Macallan, The Famous Grouse und Cutty Sark.

Die Edrington Group und ihre Vorläufer besaßen Glenrothes seit 1887, tauschten aber dann beim Erwerb von Cutty Sark von Berry Bros. & Rudd die Markenrechte aus (die beiden Unternehmen sind seit 1978 verbunden). Nun also gibt Berry Bros. & Rudd die Kontrolle über die Destillerie wieder ab. Die Edrington Group möchte „das Wachstum der Brennerei beschleunigen“.

Unter welchen Konditionen die Übernahme stattfand, wurde nicht bekannt gegeben.

Die offizielle englischsprachige Pressemitteilung dazu können Sie hier lesen.

Die 10 Brennblasen in Glenrothes. Bild: Karl Wolffhardt

Neu: Slyrs 12yo – dritte Auflage, ab 22. Juli 2017

Auf der Webseite von Slyrs ist vor wenigen Stunden die neue Ausgabe des Slyrs 12yo angekündigt worden. Und wie schon zuvor, wird es ihn nur vor Ort geben. Die Destillerie in Bayern schreibt dazu:

Unser „dritter“ SLYRS Single Malt 12 Year Old Whisky ist ab 22. Juli 2017 in der neuen Slyrs Erlebnisdestillerie verfügbar.

Es ist eine einzigartige Gelegenheit für alle Whisky-Liebhaber und Freunde der Marke SLYRS: Unser 12-Jähriger kommt zum dritten Mal in den Verkauf, in einer streng limitierten Auflage mit zwei hochwertigen Premiumverpackungen.

Wie im letzten Jahr sind wir wieder für eine faire Vergabe. Daher gilt wie jedes Jahr das Motto: „first come, first serve!“
Neben dem Verkaufsstart des 12-jährigen Slyrs sorgen wir mit einem kulinarischen und abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit regionalen für einen erlebnisreichen Tag.

VERKAUFSTART 22.07.2017, AB 10 UHR

Vor Ort bedeutet hier die SLYRS Erlebnisdestillerie in der Bayerischzeller Str. 13.

Es wird zwei Ausgaben vom Slyrs 12yo geben: In der Holzkiste um 199,99 Euro (2.000 Flaschen) und in der „erstmals verwendeten exklusiven Premiumverpackung“ um 139,99 Euro (4.000 Flaschen). Weitere Details hier.

Unten sehe Sie die Abfüllung aus dem letzten Jahr.

Neu: Compass Box The Double Single

Ein Single Malt und ein Single Grain, das sind die Komponenten des neuen Batches von Compass Box The Double Single, einem von John Glaser komponierten Blend, der mit dem gestrigen Datum in Europa und ab 1. Juni auch in den USA erhältlich ist.

Der mit 46% abgefüllte Blend besteht aus einem Single Malt aus Glen Elgin und einem Single Grain aus Girvan. Das Mischungsverhältnis ist 72% Single Malt aus re-charred ex-bourbon hogsheads und 28% Single Grain, aus re-charred ex-bourbon barrels. 5838 Flaschen wird es weltweit geben. Preis wird offiziell keiner angegeben, gesehen haben wir ihn bereits um € 173,-. 

Hier noch die originalen Tasting Notes:

The blending of the two component whiskies in The Double Single allows the sweet caramel flavours of the grain whisky to complement the fruity and herbal flavours of the malt, giving the final blend a creamy vanilla character overlaying a delicate ethereal malt whisky character.

PR: Brown-Forman Deutschland kürt erstmals den „Master of American Whiskey“

Brown-Forman Deutschland veranstaltete zum ersten Mal den „Master of American Whiskey“ – und dessen Finale ist nun in den USA über die Bühne gegangen. Das Unternehmen schickte uns eine Pressemitteilung dazu – und stellt darin den Sieger aus den 150 Teilnehmern, sowie zwei interessante Cocktails aus seiner Hand vor:

Brown-Forman Deutschland kürt erstmals den „Master of American Whiskey“

Großes Finale in der JACK DANIEL Destillerie in Tennessee und WOODFORD RESERVE Destillerie in Kentucky

Hamburg, 2. Mai 2017 – Nach einem fordernden Wettbewerb mit insgesamt 150 Konkurrenten und drei mehrtägigen Stationen steht der erste „Master of American Whiskey (MOAW)“ fest. Florian DrucksJacobsen, Headbartender der Liquid Bar Tübingen, darf den von Brown-Forman Deutschland, Treiber der Kategorie American Whiskey, erstmalig verliehenen Titel tragen.

Das in 2016 von Brown-Forman Deutschland gestartete Programm „Master of American Whiskey“ bietet Bartendern die Chance, der großen Begeisterung der Konsumenten für American Whiskey ein außergewöhnliches Fachwissen entgegenzusetzen. Über Whiskeykunde hinaus können sie ihre Expertise bei Programmpunkten wie Bier brauen, Food Pairing und Coaching zur Präsentation hinter der Bar erweitern. Fünf von insgesamt 150 gestarteten Teilnehmern konnten sich bei Station zwei im Februar 2017 in Hamburg für die letzte Station qualifizieren und Ende April 2017 die Reise in die USA antreten.

Die Finalisten tauchten vor Ort in die Welt des American Whiskey-Making ein: In der Cooperage legten sie Hand bei der Whiskeyfassherstellung an – jedes Fass ein Zeichen bester Handwerkskunst. Auf den Besuch des Brown-Forman Campus inklusive Cocktail Event folgte das absolute Highlight: der Empfang durch die Master Distiller von JACK DANIEL’S und WOODFORD RESERVE. Jeff Arnett und Chris Morris führten durch ihre Destillerien, luden zu Tastings der JACK DANIEL’S und WOODFORD RESERVE Markenfamilien ein und forderten die Teilnehmer heraus, ihre Expertise unter Beweis zu stellen.

„Den größten Eindruck hat bei mir das Zusammentreffen mit den beiden Master Distillern hinterlassen. Ich bin fasziniert von ihrer Leidenschaft und Philosophie und begeistert gelernt zu haben, warum und wie Jeff und Chris beim Produktionsprozess bestimmte Entscheidungen treffen und dadurch die hohe Qualität von JACK DANIEL’S und WOODFORD RESERVE Whiskey sicherstellen“,

schwärmt Titelgewinner Florian Drucks-Jacobsen nach seiner Rückkehr vom Finale.

Nach fünf ereignisreichen Tagen konnte nur einer den Titel gewinnen; mit einem beeindruckenden Fachwissen, souveränem Auftreten hinter der Bar und hoher Kompetenz beim American Whiskey Cocktail Mixen zeichneten sich aber auch die vier weiteren Finalisten, Paul Thompson (Ona Mor, Köln), Maximilian Martini (Gekkos Bar, Frankfurt), Christian Schroff (Orientierbar, Hofheim) und Tobias Lindner (The Old Jacob, Bonn) aus. Sie durften ebenfalls die Gratulationen der Jury (u.a. Gabriel Daun, Gekkos, Frankfurt, Nils Wrage, Chefredakteur Mixology, Nick Theurer, Brown-Forman Deutschland) entgegennehmen.


Nick Theurer, der als „MOAW“-Gastgeber alle Stationen begleitete, zeigt sich am Ende der Premiere des innovativen Programms hochzufrieden:

„Die Resonanz der Teilnehmer hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Die Bartender erleben bei unserem Programm die Kompetenz, mit der wir seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1870 die Handwerkskunst im WhiskeyMaking gepaart mit Innovationskraft verkörpern. Sie spüren unsere große Leidenschaft und genau diese möchten wir bei unserem „Master of American Whiskey“ Programm mit vielen Bartendern teilen. Ein besonderes Anliegen ist es uns darüber hinaus, ihnen einen echten Mehrwert mitzugeben, sie sollen für sich und ihren Job langfristig aus unserem Programm einen Nutzen ziehen können.“

Die Barszene profitiert seit längerem von dem beispiellosen American Whiskey Boom; die Geschmacksvielfalt, die Herkunft, der Premium Anspruch und nicht zuletzt die Mixability überzeugen Bartender und Konsumenten in Deutschland und weltweit.

Verkostung mit Master Distiller Jeff Arnett

Brown-Forman Deutschland will das „Master of American Whiskey“ Programm als feste Institution in der Gastronomie etablieren und startet im November 2017 mit der zweiten Runde.


Zwei Cocktailkreationen von Florian Drucks-Jacobsen, Liquid Bar Tübingen:

Italian Transit

  • Ceylon infused WOODFORD RESERVE Kentucky Straight Rye
  • Rosmarin-Porter-Honig Sirup
  • Aromatic & Orange Bitters
  • Orange Peel
  • Antipasti Sides

 

Mary Bobos Autumn Julep

  • JACK DANIEL’S Old No. 7
  • Piment-Thymian-Zitrone Cream Sherry
  • Frischer Apfelsaft
  • Frischer Thymian

Exklusiv: Der neue Highland Park Valkyrie – die Präsentation in Dänemark

Neben der Vorstellung des neuen Designs der Core Range von Highland Park am letzten Donnerstag im Wikingerschiffmuseum Roskilde in Dänemark (unser Bericht hier), gab es an diesem Tag noch eine zweite Novität, die aber gut 150 Kilometer entfernt in Hagerupvej enthüllt wurde. Dort nämlich präsentierte die Destillerie den neuen Highland Park Valkyrie, den ersten Whisky einer dreiteiligen Serie, die man in Zusammenarbeit mit dem dänischen Designer Jim Lyngvild gestaltete. Er soll ab Mai erhältlich sein.

Die Vorstellung des Valkyrie fand in der, von diesem über Dänemarks Grenzen hinaus bekannten Designer gebauten Wikingerburg Raunsborg statt, die sich der auf eine direkte Abstammung von Wikingern berufende Künstler bei Faaborg gebaut hatte.

Die letzten Meter zur Burg wurden die Gäste stilgerecht mit Kutschen gebracht:

Bild © Whiskyexperts

Am Anwesen begrüßten authentisch gekleidete Wikinger die Gäste aus mehr als 15 Ländern – keine Schauspieler, sondern Dänen, die mehrere Monate im Jahr tatsächlich an den Wochenenden als Wikinger leben, um deren und ihre Geschichte lebendig werden zu lassen. Gemeinsam mit dem Anwesen ergab dies eine beeindruckende Szenerie:

Bild © Whiskyexperts
Bild © Whiskyexperts
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Im Gebäude selbst stellte Martin Markvardsen, Global Brand Ambassador von Highland Park, den neuen Valkyrie vor und verkostete ihn mit den Gästen.

Bild © Whiskyexperts

Bevor wir über den Eindruck, den der Highland Park Valkyrie am Gaumen hinterließ, sprechen wollen, hier ein paar Fakten zur neuen Abfüllung:

  • Er ist der erste in einer Serie von drei Whiskys, die sich mit der Mythologie der Wikinger beschäftigen (übrigens ein sehr langfristiger Gedanke, der schon in unserem Interview mit Martin Markvardsen im April 2015 anklang: „…ich weiß nicht, ob das Thema  Wikinger oder Walküren schon als Nächstes kommen wird, aber wir werden es aufgreifen.“)
  • Die Verpackung aller drei Whiskys wird von Jim Lyngvild gestaltet
  • Nummer zwei wird Valknut heißen, Nummer drei Valhalla
  • Highland Park Valkyrie ist von Master Whisky Maker Gordon Motion komponiert
  • Der Whisky ist mit 45.9% abgefüllt
  • Er kostet in Deutschland 69 Euro (UVP)
  • Die Nachfolger Valknut und Valhalla werden in der gleichen Preisklasse angesiedelt sein
  • Highland Park Valkyrie ist der Nachfolger von Dark Origins, der nicht mehr produziert wird

Nun aber zum Geschmacksprofil von Highland Park Valkyrie: Er reifte in First Fill American Oak Sherry Casks, American Oak Bourbon Casks und Sherryfässern aus spanischer Eiche. Dazu kamen einige Refill Casks.

Interessant an ihm ist, dass für ihn auch einige Destillationsgänge genutzt wurden, die – unüblich für Highland Park – mit 100% getorfter Gerste durchgeführt wurden (normalerweise wird die getorfte Gerste mit ungetorfter gemischt). Damit ist er etwas rauchiger als der zwölfjährige Highland Park, ohne aber den Torf sehr in den Vordergrund zu stellen.

Nebenbei: Einige dieser stark getorften Fässer werden unter Umständen einmal eine Special Release bei Highland Park werden, meinte Gordon Motion in unserem Interview.

Am Gaumen bietet der Highland Park Valkyrie Vanille, etwas Ingwerwürze, Honigsüße und, wohl durch die Sherryfässer, dunkle Schokolade. Auch grüne Äpfel finden sich im recht schön ausbalancierten Geschmacksbild. Das Finish ist weich und mittellang. Insgesamt könnte man ihn guten Gewissens geschmacklich zwischen dem 12jährigen und dem Dark Origin einordnen. 

Bild © Whiskyexperts
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Das nachfolgende Fest auf dem Anwesen von Jim Lyngvild war eine interessante Mischung aus alter Wikingerfolklore und deren Neuinterpretation. Traditionelles Wikingeressen paarte sich mit Cocktails, die mit Highland Park gemixt wurden, alte Trachten mischten sich mit opulenten Kostümen.

Bild © Whiskyexperts
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Auch musikalisch trafen Welten aufeinander: „Coin Viens Mallika“, eine Arie aus der Oper Lakmé von Léo Delibes und nordische Klagelieder bei der abschließenden Verbrennung eines originalgroßen Wikingerschiffes. Hier ein kurzes Video:

Hier noch punktuell einige Fakten, die wir in Dänemark von Highland Park erfahren konnten:

  • Highland Park 10yo und 12yo wurden als erste Abfüllungen bereits auf das neue Design umgestellt, Highand Park 18yo folgt im Juli
  • Auch die älteren Originalabfüllungen werden sukzessive auf das neue Design umgestellt
  • Ende des Jahres wird es einen Highland Park 50yo geben
  • Die Sonderausgaben werden nicht immer zwingend im neuen Design gestaltet werden
  • Bestes Beispiel dafür ist der Highland Park FULL VOLUME, der im Spätsommer 2017 erscheint, den Highland Park 15yo ablösen wird und ca. 75 Pfund pro Flasche kostet
  • Auch 2018 wird eine neue Abfüllung zu einem ähnlichen Preis erscheinen, aber hier steht noch nicht fest, ob sie thematisch zum Full Volume gehören wird oder eigenständig sein soll
  • Ende des Jahres wird eine neue Serie erscheinen, die der Nachfolger von Highland Park Fire und Highland Park Ice ist
  • Für die USA wird es eine eigene Abfüllung namens Highland Park Magnus geben. Sie ist mit 40 Dollar eher im unteren Preissegment angesiedelt
V.l.n.r.: Wendy Harris Jones, Jason R. Craig, Gordon Motion, Jim Lyngvild, Keith Moar, Martin Markvardsen. Bild © Whiskyexperts

Unser herzlicher Dank geht an die Gastgeber, die diese Veranstaltung ermöglicht haben und unsere vielen Fragen beantworteten. Eine deutschsprachige Pressemitteilung zum Highland Park Valkyrie sollte demnächst erscheinen, wir werden sie dann natürlich noch veröffentlichen.

Abschließend können Sie hier noch einmal die drei Videointerviews finden, die wir an diesem Tag geführt haben.

Im Sinne unserer Redaktionsrichtlinien geben wir bekannt, dass unsere Reise auf Einladung und Kosten von Highland Park geschah. Highland Park hat keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und den Inhalt dieses Artikels.

PR: Bulleit Distilling Co. feiert Eröffnung der neuen Destillerie

Mitte März wurde ja die neue Bulleit-Distillery in Shelbyville, Kentucky, offiziell eröffnet (wir berichteten hier darüber) – nun hat uns Diageo einen Pressetext und Bilder von der Eröffnung zur Verfügung gestellt. Wir bringen beides gerne für Sie und entführen Sie für ein paar Momente nach Kentucky…:

BULLEIT DISTILLING CO. FEIERT DIE ERÖFFNUNG DER NEUEN DESTILLERIE IN SHELBYVILLE, KY

Die Eröffnung der Bulleit Distilling Co. setzt die Investitionen in Bulleit fort

Hamburg/Shelbyville, Ky., 02.05.2017 – Im Jahre 1987 folgte Tom Bulleit seiner wahren Leidenschaft, indem er seinen Job als Anwalt kündigte und die Bulleit Distilling Co. gründete, um hochwertigen Bourbon herzustellen. Millionen von Whiskeyfässern später feiert die Marke Bulleit ihr 30-jähriges Jubiläum mit der Eröffnung der neuen Destillerie in Shelbyville, Ky. Diageos erste Investition in den Bau der Destillerie sind 115 Mio. $. In Kombination mit den 18 Mio. $ für die Eröffnung der Bulleit Frontier Whiskey Experience im Stitzel-Weller hat Diageo seit 2014 insgesamt mehr als 130 Mio. $ in Bulleit investiert.

Die Brennerei eröffnet mit einer jährlichen Kapazität von 1,8 Millionen Proof Gallons1. Als modulare Brennerei erbaut, bestehen weitere Expansionsmöglichkeiten. Unter der Aufsicht des Vice President of Distilling Pauline Rooney arbeiten durchschnittlich 30 Angestellte an der Whiskey Destillation und den Reifeprozessen. „Wir sind stolz darauf, hier in Shelbyville die Bulleit Distilling Co. zu eröffnen“, sagt Tom Bulleit. „Zu sehen, wie diese Destillerie zum Leben erwacht ist eine wirklich surreale Erfahrung. Ohne die unermüdliche Arbeit von so vielen Männern und Frauen wäre das nicht möglich gewesen.“

Die Destillerie, in der bereits die Bulleit Bourbon Produktion läuft, ist mit den modernsten Technologien in Sachen Lagerung und Destillation ausgestattet. Die Anlage erstreckt sich über 1,2km² und beinhaltet vier Fasslagerhäuser (jedes mit einer Kapazität von 55.000 Fässern), einen 15m langen Destillierapparat, welcher von Vendome Copper und Brass Works in Louisville hergestellt wurde, sowie die erste industrielle Solaranlage in Shelby County, die ausreichend Strom für die gesamte Anlage erzeugen kann.

„Der heutige Tag stellt einen Meilenstein für Tom Bulleit und Diageo dar. Mit der Eröffnung dieser herausragenden Einrichtung wird das Erbe von Bulleit hier in Kentucky weiter verankert“, sagt Deidre Mahlan, President of Diageo North America. „Wir freuen uns darauf, die Marke weiter wachsen zu sehen und wie sie ein Teil von der Shelbyville Gemeinde wird.“

In der Zwischenzeit, in der die Bulleit Distilling Co. noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, sind alle Gäste herzlich dazu eingeladen, mehr über Bulleit und dessen Whiskey-Familie in der Bulleit Frontier Whiskey Experience im Stitzel-Weller (3860 Fitzgerald Road, Louisville, KY 40216) auf der Kentucky Bourbon-Straße zu erfahren oder auf der Website unter www.bulleit.com.

Serge verkostet: Miltonduff in der Vertikalen

Quer durch die Jahre bei einer Destillerie – das ist das, was man eine „vertikale“ Verkostung nennt, bei der man sich sozusagen immer tiefer in die Geschichte der Brennerei gräbt und – eine entsprechende Auswahl der Abfüllungen vorausgesetzt – auch sehen kann, ob und wie sich der Stil der Destillerie verändert hat.

Eine solche vertikale Verkostung steht heute auf dem Programm von Serge Valentin, und dabei widmet er sich einer nicht ganz so geläufigen, aber immer wieder interessanten Speyside-Destillerie: Miltonduff, die Heimat von Ballantine’s. Serge beginnt mit einem Aperitif aus den 50ern, bevor er sich von jung nach alt vorarbeitet, was das Jahr der Destillation betrifft. Und er stößt dabei auf einen echten Schatz, für den es satt Punkte gibt:

  • Milton-duff 13 yo (85° proof, OB, George Ballantine & Son, 1950s): 94 Punkte
  • Miltonduff 17 yo 1999/2016 (54.8%, The Single Malts of Scotland, hogshead, cask #5012, 243 bottles): 84 Punkte
  • Miltonduff 21 yo 1995/2016 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, refill bourbon, cask # DL 11537, 244 bottles): 84 Punkte
  • Miltonduff-Glenlivet 21 yo 1994/2016 (51.5%, Cadenhead, Wine Cask, château Lafitte, 228 bottles) 80 Punkte
  • Miltonduff 33 yo 1982/2016 (48.9%, Berry Bros & Rudd, for for Japan, cask #3734, hogshead): 82 Punkte
  • Miltonhaugh 28 yo 1966 (63.5%, The Whisky Connoisseur, cask #3154, +/-1994): 96 Punkte
  • Miltonduff 36 yo 1966/2002 (42.7%, Duncan Taylor, Peerless, cask #1014, 182 bottles): 89 Punkte
Miltonduff Destillerie, Foto von Ann Harrison, CC-Lizenz

Highland Park Valkyrie: Designer Jim Lyngvild im exklusiven Videointerview

Am letzten Donnerstag wurden in Dänemark nicht nur das neue Design und die neue Markenwelt von Highland Park vorgestellt (unser Bericht dazu hier), es wurde auch eine neue Abfüllung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert: Highland Park Valkyrie.

Bevor wir morgen ausführlich über den neuen Whisky berichten werden (er ist der erste einer Dreierserie und löst zunächst einmal den Highland Park Dark Origins ab), wollen wir heute unser Augenmerk auf das Design für den Valkyrie legen. Gestaltet wurde er nämlich von einem der profiliertesten dänischen Designer, Jim Lyngvild. Er hat für die Marke das nordische Konzept der Walküre neu interpretiert und die Flasche sowie die Verpackung damit gestaltet.

Wir trafen Jim Lyngvild in Roskilde und konnten mit ihm über seine Inspiriationsquellen und die Art und Weise, wie er das klassische Bild der Walküre für den weltweiten Launch in eine kulturübergreifende Symbolik transferierte, sprechen. 

Mehr zum Valkyrie und der Präsentation (die durch Global Brand Ambassador Martin Markvardsen in einer Wikingerburg stattfand, die Jim Lyngvild als Wohnsitz für sich und seinen Ehemann gebaut hat, und die so opulent wie ausgefallen war) dann in unserem Artikel morgen. Jetzt aber wünschen wir Ihnen fünf interessante Minuten mit unserem obenstehenden Video, das Sie auch wie gewohnt auf unserem Kanal auf Youtube abrufen können.

Independent: Die zehn besten Flachmänner

Always carry a flagon of whiskey in case of snakebite and furthermore always carry a small snake. (W.C. Fields)

Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch des amerikanischen Komikers W. C. Fields – und um seinem Vorschlag nachzukommen, bedarf es, neben einer kleinen Schlange, natürlich auch eines Gefäßes, das den Whisky praktisch und unauffällig auf Spaziergänge, Reisen und Expeditionen mitnehmen lässt.

Die Rede ist hier vom Flachmann, den es in fast ebenso vielen Variationen gibt wie Whisky. The Independent aus England hat in einem Artikel nun die, seiner Meinung nach, zehn besten Flachmänner vorgestellt, mit Links zu den Shops, bei denen man sie beziehen kann. Und auch wenn man nicht gerade an einen Kauf denkt, ist der Artikel doch eine recht gute Orientierungshilfe.

Und wem die Vorschläge zu gewöhnlich sind, der findet hier einen Flachmann um 600 Pfund, und hier einen Flachmann um satte 2500 Pfund. In diesem Sinne: Slàinte mhath!

Photo credit: QuinnDombrowski via VisualHunt / CC BY-SA

PR: Alba-Collection mit neuer Karte und diversen Neuauflagen

Wenn es um detaillierte und exakte Karten der Whiskyregionen geht, führt kein Weg an den Produkten der Alba-Collection vorbei. Für fast alle Regionen gibt es bereits Karten in den verschiedensten Formaten, nun ist auch noch eine neue Karte mit 92 Destillerien in Frankreich und den Benelux-Staaten hinzugekommen, gemeinsam mit aktualisierten Neuauflagen von anderen Regionen. Hier die Pressemitteilung, die wir gerne mit Ihnen teilen:

Neuerscheinung: „Whisky Distilleries in France & Benelux“

Das in Frankreich sehr gern Scotch Whisky getrunken wird ist hinlänglich. Auch ist Frankreich für seine Cognac weltbekannt, aber sas es in Frankreich & Benelux mittlerweile 92 Whisky Destillerien beheimatet sind dürfte doch so Einige überraschen. Grund genug diese Whisky Destillerien auf einer gemeinsamen Karte darzustellen.

Die 92 Destillerieeinträge nach Ländern:

  • 51 in Frankreich
  • 26 in Niederande
  • 10 in Belgien
  • 05 in Luxembourg

Die Tasting Map „Whisky Distilleries in France & Benelux“ ist ab sofort wie immer im gutsortierten Whiskyfachhandel oder Buchhandel erhältlich. ISBN: 9783944148212

Neu: 2. aktualisierte Auflage Tasting Map „Nordic Whisky Distilleries“

Auch in den Nordeuropäischen Staaten wird nicht nur Whisky getrunken sondern auch produziert.

Die 54 Destillerieeinträge nach Ländern:

  • 22 in Schweden
  • 15 in Dänemark (1 davon auf den Faroer Inseln)
  • 08 in Finnland
  • 07 in Norwegen
  • 02 in Island

Die Tasting Map „Nordic Whisky Distilleries“ ist ab sofort wie immer im gutsortierten Whiskyfachhandel oder Buchhandel erhältlich. ISBN: 9783944148144

Neu: 5. aktualisierte Auflage Tasting Map „Whisky Distilleries in Germany“

Auch in Deutschland wächst die Zahl der Whisky Produzenten weiter. Derzeit sind uns 192 deutsche Whiskybrenner bekannt und auf der neuen Tasting dargestellt.

Die Tasting Map „Whisky Distilleries in Germany“ ist ab sofort wie immer im gutsortierten Whiskyfachhandel oder Buchhandel erhältlich. ISBN: 9783944148090

Neu: 6. aktualisierte Auflage Tasting Map „Whisky Distilleries in Germany – Austria – Switzerland & Liechtenstein“

Im deutschsprachigen Raum reden wir mittlerweile von 281 Whiskybrennern, welche wir auf unserer Karte allesamt darstellen.

Die 281 Destillerieeinträge nach Ländern:

  • 192 in Deutschland
  • 054 in Österreich
  • 034 in Schweiz
  • 001 in Liechtenstein

Die Tasting Map „Whisky Distilleries in Germany-Austria-Switzerland“ ist ab sofort wie immer im gutsortierten Whiskyfachhandel oder Buchhandel erhältlich. ISBN: 9783944148083

Video: Weltrekord – Fass in drei Minuten gebaut

Über einen Weltrekord der etwas anderen Art berichtet heute Press & Journal: In der Speyside Cooperage traten die weltbesten Fassbauer gegeneinander an, um zu sehen, wer von ihnen am schnellsten ein Fass bauen kann. Dabei reichte es nicht, dass das Fass stabil war – es musste danach auch im Drucklufttest beweisen, dass es keinen Tropfen des flüssigen Inhalts verlor.

Alle am Wettbewerb teilnehmenden Cooper schafften das ursprüngliche Limit von 7 Minuten nicht nur – es blieben alle von Anfang an unter vier Minuten. Sieger wurde Davey McKenzie – der das Fass in 3 Minuten und 3 Sekunden zusammenbaute.

Und damit Sie sehen können, wie das geht, finden Sie im Artikel von Press & Journal auch ein Video, das die drei Minuten im Zeitraffer auf weniger als eine Minute komprimiert. Beeindruckend!

Die Speyside Cooperage. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Die Speyside Cooperage. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Reminder: Gewinnen Sie mit Whiskyexperts den Springbank Local Barley 11yo

Noch eine Woche lang können Sie bei uns einen besonderen Whisky gewinnen, den wir aus Redaktionsbeständen für Sie zur Verfügung stellen:

Diesmal haben wir für Sie einen Whisky ausgesucht, der nicht mehr so leicht zu bekommen ist und das Herz von Whiskyfreunden höher schlagen lassen sollte: Gewinnen Sie mit Whiskyexperts einen Springbank Local Barley 11yo.

Springbank Local Barley 11yo

Der Springbank Local Barley 11yo wurde mit Gerste von der Aros Farm nahe dem Machrihanish Airport gebrannt. Dabei handelt es sich um Bere Barley. Abgefüllt wurde er mit 53.1%  – 13 Tonnen Gerste wurden verarbeitet und der so gewonnene Spirit in 26 Bourbon Casks gelagert. Die Ausbeute waren dabei ca. 9000 Flaschen, die weltweit verkauft wurden. In den Geschäften taucht er nur mehr selten auf, und am Sekundärmarkt zahlt man bereits einen beachtlichen Aufschlag auf den Ausgabepreis.

Hier die Tasting Notes im Originaltext:

NOSE: FRESHLY BAKED BREAD WITH SWEET NOTES OF SUN DRIED BANANAS TO CONTRAST WITH THE SALTED CARAMEL TOPPING
TASTE: THE PROMISE GIVEN IN THE NOSE DELIVERS, A LOVELY CREAMINESS AND SWEETNESS OF GRAPES, CUSTARD, HONEYCOMB AND MARSHMALLOW.
FINISH: THERE’S A NUTTY QUALITY ABOUT THIS, ALMONDS, HAZELNUTS AND WALNUTS AS WELLNESS AN AIR OF INDULGENCE, RICH AND BUTTERY WITH AN ELEGANT FINISH THAT KEEPS ON GIVING.

Bei uns gibt es den Springbank Local Barley 11yo für lau – falls Sie bei unserem Gewinnspiel das nötige Quentchen Glück haben – und unsere auch diesmal nicht allzu schwere Gewinnfrage beantworten können.

Und so gewinnen Sie den Springbank Local Barley 11yo:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Welche der unten angeführten Namen ist keine AKTIVE Destillerie in der Region Campbeltown?

a) Springbank
b) Longrow
c) Glengyle
d) Glen Scotia

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Local Barley“!

3. Wenn Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken teilen, würden wir uns sehr darüber freuen. Danke. Es ist aber natürlich keine Bedingung für die Teilnahme.

Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 7. Mai 2017, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 8. Mai bekannt.

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet, seine Lösung mit dem Betreff „Local Barley“ einsendet und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 7. Mai 2017, 23:59. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird am 8. Mai auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Flasche erfolgt durch Whiskyexperts.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Serge verkostet: Glencadam 19yo und 25yo

Zwar ist heute in Deutschland und Österreich ein Feiertag, nicht aber in vielen anderen Ländern der Welt, und daher hat auch Serge heute wieder einen neuen Beitrag auf seiner Website gepostet – diesmal über zwei Abfüllungen aus der Highland-Destillerie Glencadam (über die wir gestern übrigens ein  ausführliches Foto-Feature gebracht haben).

Beide Abfüllungen, die Serge heute vorstellt, sind Originalabfüllungen. Der Neunzehnjährige stammt aus Oloroso-Fässern und ist auf 6000 Flaschen beschränkt – noch seltener ist der Glencadam 25yo mit nur 1600 Flaschen. Beide erhalten in der Verkostung recht gute Bewertungen, wobei der 19yo im Finish etwas zurückfällt:

  • Glencadam 19 yo (46%, OB, oloroso finish, 6000 bottles, +/-2016): 85 Punkte
  • Glencadam 25 yo ‘The Remarkable’ (46%, OB, bourbon, 1600 bottles, +/-2016): 87 Punkte
Glencadam. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen