Und wieder eine neue Destillerie, die in Schottland gebaut werden soll: Laut einem Bericht in Press & Journal sind die Pläne für die Ardross Distillery, die nahe von Alness in den Highlands gebaut werden soll, von der Ardross Investments Ltd zur Genehmigung eingereicht worden.
Die Destillerie, die einige Meilen nördlich von Dalmore liegen wird, soll nach der Fertigstellung im Jahr 2018 eine Kapazität von 1 Million Liter Alkohol pro Jahr haben. Bis zu 15 Arbeiter sollen in ihr Beschäftigung finden, auch in einem Besucherzentrum, das Blicke auf den nahen Loch Dubh bieten soll. Auch Lagerhäuser und Bürogebäude sollen bei der Destillerie entstehen.
Anfänglich gab es einige Einwände gegen die Destillerie aus der Öffentlichkeit, die sich hauptsächlich auf die Zufahrtswege bezogen, diese konnten jedoch durch eine Planänderung berücksichtigt werden, sodass man guter Hoffnung ist, die Baugenehmigung zu erhalten. Wenn es dann soweit ist, werden Sie natürlich hier wieder darüber lesen.
Und mangels eines verwertbaren Bildes schmücken wir den Artikel mit einem typisch schottischen Nutztier 🙂
PS: Auf dieser Karte von Google Maps können Sie den Ort des geplanten Destilleriebaus sehen:
Von Bowmore gibt es legendäre Abfüllungen. Legendär in ihrer Seltenheit und legendär in ihrer Qualität. Es sind heilige Grale der Whiskyfreunde, die die wenigsten zu Gesicht bekommen haben, und noch weniger konnten sie probieren.
Serge ist wohl einer von denen, der ihnen immer wieder begegnet. Und so hat er auch heute einen Bowmore in der Verkostung, von dem man sagt, es wäre einer der besten mit seinen 30 Jahren – und einen, von dem es gleichzeitig gerade einmal drei Flaschen gibt. 94 Punkte bekommt er heute bei Serge, und wir können die Tasting Notes nur sehnsuchtsvoll lesen – aber für uns Normalsterbliche gibt es andere excellente Tropfen aus der traditionsreichen Islay-Destillerie. Auch davon finden sich heute einige im Line-up:
Bowmore 15 yo 2001/2016 (52.5%, The Whisky Barrel, Burns Malt, bourbon barrel, cask #31931): 88 Punkte
Bowmore 15 yo 1998/2013 (50%, Hunter Laing, Old Malt Cask, refill hogshead, cask # #10228, 325 bottles): 88 Punkte
Bowmore 30 yo (51.4%, OB, 30th Anniversary of Scottish Licensed Trade News, 3 bottles, 1994): 94 Punkte
Und hier noch ein paar schöne Aufnahmen der Destillerie:
Bowmore – Foto Copyright Ernie Ernst J. Scheiner. Alle Rechte vorbehalten.Bowmore. Bildrechte bei Lars Pechmann.Die Destillerie Bowmore. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.Bowmore Destillerie, Foto von Mick Garatt, CC-Lizenz
Bei der schottischen Woche in Wien war es uns auch möglich, den Verkaufsleiter der The BenRiach Distillery Co. Ltd., Alasdair Stevenson, für ein kurzes Videointerview zu gewinnen, in dem er uns über die Destillerie, das Verhältnis zu den neuen Eigentümern, die nach wie vor gut mit alten Whiskys bestückten Fasslager und eine geplante neue Fassstärkenabfüllung erzählt.
Unsere anderen Interviews, die wir im Rahmen dieser Veranstaltungsserie des Potstill Wien machen konnten, finden Sie auf unserem Youtube-Kanal, den Sie dort auch abonnieren können.
Interessantes findet man in der Datenbank des Alcohol and Tobacco Tax & Trade Bureau (TTB) in den USA – nämlich die Ankündigung einer neuen Abfüllung von Highland Park, die laut dem dort veröffentlichten Rückseitenlabel Teil 1 einer dreiteiligen Serie von Whiskys zum Thema Wikinger-Legenden sein wird. Der Highland Park Valkyrie wird in Zusammenarbeit mit dem dänischen Designer Jim Wegener Lyngvild gestaltet sein (hier dessen Facebook-Seite).
Über den Whisky selbst ist noch wenig bekannt – abgefüllt ist er mit 45.9%. Wenn wir mehr wissen, wissen Sie es dann auch.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Auf ihrer Website geben die Isle of Arran Destillers ihre Sonderabfüllung zu ihrem 21. Geburtstag bekannt. Der Whisky stammt aus den ersten drei Jahren der Produktion und lagerte in Ex-Sherry Hogsheads. Abgefüllt in natürlicher Fassstärke, werden innerhalb der nächsten Wochen insgesamt 5.988 Flaschen auf dem weltweiten Markt eintreffen. Der Verkauf, und darauf wird extra hingewiesen, erfolgt ausschließlich durch Whisky-Einzelhändler, diese Limited Edition wird nicht im Online-Shop erhältlich sein. Die UVP beträgt £ 150, was im Moment ca. 175 € entspricht.
Hier die offiziellen Verkostungsnotizen in unserer Übersetzung:
Nase: Tropische Noten einer Mangomischung mit Wachspolitur und roter Apfelsüße. Geschmack: Birnen, Honig und Eichencharakter. Ein Hauch von Basilikum, schwarzem Pfeffer
und dunkler Schokolade. Mit Wasser erscheinen Zitrusfrüchte. Finish: Lang und wärmend, mit Ingwer, Zitronengras und einem Hauch Marzipan.
Vom Bremer Spirituosen Contor, dem Generalimporteur für Produkte von Douglas Laing, haben wir eine Presseinfo zum Erscheinen des Timorous Beastie 21yo in Deutschland erhalten. Alles Wissenswerte über die Sherry Edition des beliebten Highland Malts können Sie hier lesen:
Vom Hochland Monster zur Sherry Schönheit
AB SOFORT IN DEUTSCHLAND ERHÄLTLICH: TIMOROUS BEASTIE 21 YEARS OLD
Bremen, 22.11.16. Das schottische Familienunternehmen Douglas Laing, Erfinder der „Remarkable Regional Malts“, enthüllt mit dem auf nur 2.718 Flaschen weltweit limitierten Timorous Beastie 21 Years Old, einen kleinen violett-goldenen Schatz aus den Highlands.
Dieser 21jährige Highland Blended Malt Scotch Whisky zeigt eine intensive reife Eleganz, unterstrichen durch den Einfluss handverlesener Sherryfässer und das luxuriöse Verpackungsdesign in dunklem Lila und Gold. Der gereifte Whisky zeigt die typischen Charakterzüge eines echten “Timorous Beastie”: süßes Gerstenmalz, Honig und Gewürze. Nach 21 Jahren Reife im Sherryfass kommen jedoch neue, intensive Geschmacksdimensionen hinzu: die Explosion der Aromen erinnert an süße Rosinen, knusprigen Rohrzucker sowie dunkle, eingelegte Früchte.
Douglas Laing verfolgt konsequent die Philosophie möglichst unverfälschten Whisky abzufüllen. So wurde auch der Timorous Beastie 21 Years Old mit einem relativ hohen Alkoholgehalt von 46,8% vol. abgefüllt und man verzichtete gänzlich auf Farbstoffe und den Einsatz von Kältefiltration.
Chris Leggat, Commercial Director von Douglas Laing & Co, meint zur neuesten Kreation des Hauses:
„Nach der erfolgreichen Markteinführung des Timorous Beastie 40 Years Old sind wir sehr stolz darauf, in so kurzer Zeit mit dieser ganz besonderen Timorous Beastie Sherry Edition nachlegen zu können. Was für ein Kraftpaket an fruchtigen Aromen, voller Reife und Komplexität! Die 21 Jahre haben ihn zum ultimativen Ausdruck eines perfekt gereiften Sherried Malt werden lassen!”
Ab sofort ist der Timorous Beastie 21 Years Old Sherry Edition im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Deutschlandweit sind 450 Flaschen von dem limitierten Whisky verfügbar.
TIMOROUS BEASTIE 21 YEARS OLD
Limited Sherry Edition Highland Malt Scotch Whisky
46,8 % Vol. UVP: 99,90 Euro
Wie verschiedene englischsprachige Medien, darunter auch BBC, berichten, könnte dem Getränke-Giganten Diageo in allen Standorten in England, Schottland und Nordirland ein Arbeitskampf bis hin zum Streik drohen. Grund dafür sind stockende Gespräche mit den Arbeitnehmern über mögliche Änderungen in den firmeneigenen Pensionsregelungen.
In einer Urabstimmung hat sich der Großteil der teilnehmenden Arbeiterschaft für Streikmaßnahmen ausgesprochen. In der Zeit vor Weihnachten könnte dies laut übereinstimmenden Berichten durchaus zu einem Engpass bei manchen Produkten, darunter auch Johnnie Walker, führen.
Während sich die Gewerkschaft kämpferisch gibt, zeigt sich das Unternehmen enttäuscht und nennt die angedrohten Maßnahmen „verfrüht“, da man sich noch mitten in den Verhandlungen befinde und ein Alternativvorschlag noch gar nicht diskutiert sei.
Am Freitag geht es los, und natürlich sind wir von Whiskyexperts dabei und werden darüber berichten: Die Finest Spirits Vienna 2016 öffnet zum ersten Mal ihre Pforten. Der eigenständige Ableger der Finest Spirits aus München hat nicht nur Whisky, sondern auch andere Spirituosen im Programm und lädt so zu einer Entdeckungsreise ein. Hier die wichtigsten Passagen des Pressetexts zur Messe, den wir von den Veranstaltern jetzt bekommen haben – inklusive einer Ausstellerliste und allen wichtigen Daten zur Anreise und zum Eintritt:
Finest Spirits Vienna 2016: Österreich-Premiere des internationalen Spirits-Festivals
Eines der größten Spirituosenfestivals Europas gastiert in Kooperation mit Falstaff und Del Fabro erstmals in der Wiener Marx Halle
Die Premium-Spirituose boomt in Österreich – und mit ihr die moderne Cocktail-Kultur. Daher hat sich auch in Wien in den letzten Jahren eine ebenso vielfältige wie kreative Bar-Szene von internationalem Rang entwickelt. Anknüpfend an die Bar & Spirits Gala, die in den vergangenen 3 Jahren von Falstaff erfolgreich veranstaltet wurde, wird die Finest Spirits Vienna 2016 in Österreichs Hauptstadt ein Spirituosen-Festival von höchstem Rang präsentieren, das in anderen europäischen Städten seit Jahren mit Begeisterung aufgenommen wird und sich größter Beliebtheit erfreut.
Spirits-Fans sollten sich daher das letzte November-Wochenende rot im Kalender markieren, denn dann wird die Wiener Marx Halle zum Hotspot für Freunde erlesener Spirituosen und kreativer Drinks: Falstaff lädt in Kooperation mit Del Fabro und Finest Spirits von 25. bis 26. November 2016 zur Premiere der »Finest Spirits Vienna 2016«, die eine einmalige Plattform für Genuss wie Austausch unter Genießern, Interessierten und Fachleuten sowie Vertretern der Bar- und Gastro-Szene bietet. Geboten werden u. a. ausgewählte Spirituosen, kreative Cocktails, Experten-Masterclasses, köstliche Food Trucks und eine exklusive Falstaff Lounge. In einmaliger Atmosphäre der Marx Halle haben österreichische Spirits-Fans erstmals die Gelegenheit, vor Ort spannende Einblicke in die Welt der besten Spirituosen zu bekommen. Gäste dürfen sich auf kreative Cocktails, von den besten Barkeepern Österreichs gemixt, und ein kulinarisches Rahmenprogramm freuen.
Die BesucherInnen des zweitägigen Spirits-Gipfels erwartet ein abwechslungsreiches Programm. Das Who-is-Who der internationalen Spirituosenproduzenten lädt vor Ort zum Verkosten und Fachsimpeln ein. Die Bandbreite reicht von Whisk(e)y bis Rum über Gin und Wodka bis hin zu Edelbrand & Co. Vor Ort haben alle BesucherInnen erstmalig die Gelegenheit die erste mobile Destillerie aus dem Hause Keckeis zu erleben. Im Rahmen von 45-minütigen Masterclasses können BesucherInnen ihr Wissen zu spezifischen Schwerpunkten unter Anleitung von internationalen ExpertInnen vertiefen. Detaillierte Informationen zu den Masterclasses unter http://www.finest-spirits.com/vienna/programm/masterclasses.html
Der Premiumpartner – Diageo
Diageo – der weltweit führende Anbieter internationaler Premium-Spirituosen – unterstützt das Finest Spirits Festival in München von Beginn an, und tritt in Wien als exklusiver Premium Partner auf. Unter der Dachmarke World Class stehen vor allem die Marken Talisker, Johnnie Walker, Bulleit und Ron Zacapa im Fokus. Außerdem feiern wir mit Lagavulin das 200-jährige Jubiläum der Brennerei. Zu diesem Ereignis gibt es in diesem Jahr zwei Sonderabfüllung Lagavulin 8y und 25y. Neben dem neuen Johnnie Walker Red Rye Finish werden verschiedene Raritäten offen im Ausschank sein. Die zwei Top-Bartender Philipp M. Ernst und Falco Torini, Gewinner des Titels „World Class Bartender Austria 2015 bzw. 2016“ kreieren für die Messe außergewöhnliche Cocktails. Thomas Plaue, Master of Whisky und Spirituosenexperte, freut sich mit seinem Team auf den Austausch am Stand.
Masterclasses DIAGEO mit Thomas Plaue: Schottlands Whisky Regionen (Dalwhinnie Winters Gold, Singleton Tailfire, Talisker Storm, Lagavulin 8 Jahre) und Ron Zacapa-Rum aus Guatemala (Zacapa 23 y, Zacapa Edicion Negra, Zacapa Reserva Limitada, Zacapa Royal)
Die Informationen zur Finest Spirits Vienna 2016 im Detail
Finest Spirits Vienna 2016
25. bis 26. November 2016
Marx Halle Karl-Farkas-Gasse 19,
1030 Wien
Öffnungszeiten: Freitag, 25.11.: 16 bis 22 Uhr
Samstag, 26.11.: 14 bis 22 Uhr
Eintritt & Preise: 20,00 € Vorverkaufsticket (inkl. VVK-Gebühr)
25,00 € Abendkassa inkl. drei Gutscheine à 1cl
bei gekennzeichneten Ausstellern zusätzliche Verkostungsjetons vor Ort ab 2,00 € erhältlich
10,00 € Pfand pro hochwertiges Verkostungsglas
Ein neues Batch des Tamdhu Batch Strength ist von der Speyside-Destillerie angekündigt worden. Diese zweite Ausgabe des ausschließlich in Sherryfässern gereiften alterslosen Whiskys ist etwas schwächer als Batch #1 (58.5% statt 58.8%). Wir erwarten ihn Ende des Monats in den Läden in Schottland und gleichzeitig oder etwas später auch bei uns. Ein Preis ist noch nicht bekannt. Batch #1 kostet(e) um die 65 Euro.
Geschmacklich wird der Tamdhu Batch Strength #2 so beschrieben: „notes of golden syrup, brown bread, peanut butter, cinnamon, white pepper and cocktail cherries on the nose, followed by notes of sherry oak, berries, vanilla, cookie dough, gentle spice and fresh fruit on the palate“ – also Noten von goldenem Sirup, braunem Brot, Erdnussbutter, Zimt, weißem Pfeffer und Cocktailkirschen in der Nase, gefolgt von Noten von Sherryeiche, Beeren, Vanille, Keksteig, sanften Gewürzen und frischen Früchten am Gaumen.
Zugegeben, der Titel unseres Beitrages über die Verkostung von Serge Valentin von heute ist etwas kryptisch, aber er ist den Whiskys angepasst, die in ihr bewertet wurden. Erstens stammen sie alle aus einer Destillerie des Unternehmens, ohne diese zu nennen – und der Teelöffel bezieht sich auf den Wardhead – das ist der Name für einen offiziell mit einem Teelöffel Fremdwhisky vermischten Glenfiddich, der dann ebenso offiziell ein Blended Malt ist.
Wie auch immer, die drei Whiskys heute erhalten sehr schöne Bewertungen:
Wardhead 1997/2015 (60.5%, A Few Barrels, cask #191, 205 bottles): 85 Punkte
Rare Cask Reserves 25 yo 1990/2016 ‘Paradise 2’ (52.9%, OB, William Grant, sherry wood, cask #3515, 558 bottles): 91 Punkte
Rare Cask Reserves 37 yo 1978/2015 ‘Paradise 1’ (55.4%, OB, William Grant, sherry wood, cask #5756, 276 bottles): 93 Punkte
Und ganz zufällig stellen wir hier noch ein Bild der Destillerie Glenfiddich dazu:
In der Nähe von Kingussie liegt die Speyside Distillery, eine Brennerei, die in unseren Landen noch weit weniger bekannt ist als zum Beispiel in Asien, wo sie ihren Hauptabsatzmarkt findet. Gegründet 1976, erzeugte sie erst 1993 mit Drumguish ihren ersten Single Malt. 2012 bekam sie ihren derzeitigen Besitzer und stellte sich mit ihm neu auf.
Paul Dempsey, mit dem wir im Rahmen der Whisky Week Vienna in der letzten Woche unser Videointerview führten, ist Commercial Director der Speyside Distillers Company, und erzählt uns über die Destillerie, ihre Besonderheiten, die neuen Abfüllungen Trutina und Fumare, sowie über die Ausbaupläne, die im nächsten Jahr umgesetzt werden.
Mehr Interviews finden Sie übrigens auf unserem Youtube-Kanal.
Von Glenfiddich erreichte uns heute eine Presseaussendung zum Glenfiddich Gran Reserva 21yo – den man uns Whiskyfreunden wohl als Weihnachtsgeschenk an unsere Liebsten, Freunde oder uns selbst ans Herz legen will. Hier die Infos über den Whisky, samt den offiziellen Tasting Notes:
Karibisches Temperament in Schottland gereift
Schottische Whisky-Tradition trifft auf exotisches Karibik-Flair
Mit Pioniergeist, Mut und echtem Maverick-Spirit geht Glenfiddich seit Beginn an ganz eigene, neue Wege – ob Gründervater William Grant, der seinen sicheren Job aufgab, um sich seinen Traum vom besten Whisky im Tal zu erfüllen oder seine Nachfahren, die neue Reifungsprozesse wie das Solera Vat-Verfahren kreierten. Jenes Verfahren ist von der Sherry-Herstellung inspiriert und wird beim Glenfiddich 15 Year Old angewendet. Durch eben diesen Innovationsgeist entstehen Whisky-Kreationen, die die Grenzen der Whisky-Produktion brechen. So auch die Entstehung des Glenfiddich Gran Reserva 21 Year Old. Die Veredelung dieses Single Malts durch das Rum-Fass Finish, bei dem sich Whisky- und Rum-Noten optimal gegenseitig ergänzen, bedarf großer Fähigkeiten und Expertise – Eigenschaften, die Glenfiddich Malt Master Brian Kinsman in Fülle besitzt und die er in seinen 7 Jahren in der Destillerie perfektioniert hat. Sein Beruf ist für ihn mehr als nur Arbeit: Jeden Tag geht er seiner Aufgabe mit Leidenschaft nach und schenkt jedem noch so kleinen Detail seine ganze Aufmerksamkeit. Dadurch hat er sich zu einem beispiellosen Whisky-Experten entwickelt und schon viele neue bahnbrechende Qualitäten für Glenfiddich kreiert: Er ist wahrlich ein Meister seines Fachs.
Das Finishing Die Verbindung außergewöhnlicher Aromen
Für das Finishing des Glenfiddich Gran Reserva 21 Year Old wählt Brian Kinsman nur die besten karibischen Gran Reserva-RumFässer aus. Diese wurden mit dem speziell dafür gereiften und importierten Premium-Rum aus der Karibik gefüllt und hatten mindestens sechs Monate Zeit, diesen aufzunehmen. Nach diesen sechs Monaten werden die Fässer geleert und mit dem Glenfiddich 21 Year Old gefüllt. Der Whisky reift dann für mindestens vier weitere Monate darin: So werden die Aromen des Single Malts mit den im Fass enthaltenen Rum-Noten angereichert.
Das Ergebnis Ein wahrer Exot
Dieser einzigartige bernsteinfarbene Single Malt betört Whisky-Liebhaber mit einer Vielzahl neuer intensiver Aromen – von süßer Vanille mit einem Hauch von Banane, Feige und Toffee über neues Leder bis hin zu würzigem Ingwer und frischen Limonen. Die edle Rum-Note im Nachklang hebt den Glenfiddich 21 Year Old deutlich von den anderen Glenfiddich Single Malts ab – ein wahrer Exot. Die Herkunft lässt sich auch an der besonders detailreichen Verpackung erkennen: das neue Flaschendesign ist reduziert und hell und greift somit den Charakter der Karibik auf. Die Box weist verspielte Prägungen auf, eine Hommage an die aromatische Vielfalt dieses Whiskys. Neben Feigen und Zitrusfrüchten sind Vanilleblüten, Feigen und kupferne Brennblasen zu finden. Der Glenfiddich Gran Reserva 21 Year Old eignet sich neben dem außergewöhnlichen Geschmack auch durch die edle Verpackung ideal als Geschenk. Hierzulande wird der Scotch Single Malt Glenfiddich von der Campari Deutschland GmbH vertrieben.
Offizielle Tasting Notes:
Farbe: Bernsteinfarben Duft: Intensiv und vanillesüß, blumig, mit einem exotischen Hauch von Banane, Feigen, Toffee, neuem Leder und Eichenholz Geschmack: Anfangs sanft, dann anregend, lebhaft und trocken, pfeffrig, mit Noten von Rauch, Eichenholz, Zitrusaromen, Ingwer und Gewürzen. Nachklang: Langanhaltend, warm, trocken und würzig.
Preis: 70cl, 155 € UVP
Wie uns Adelphi in einer englischsprachigen Pressemitteilung wissen ließ, ist der Ardnamurchan Spirit 2016 AD schon zum Verkaufsstart eine gesuchte Rarität: Die Händlerbestellungen, die die Destillerie erhalten hat, sind das Dreifache von dem, was produziert wurde.
Ganze 2500 Flaschen des einjährigen Spirits (peated und ungetorft), der zunächst in 29 Octave Casks (ex-Oloroso und Pedro Ximenez) lagerte und dann die letzten drei Monate in ex-Pedro Ximenez Sherry Butts reifte, gibt es zum Verkaufsstart (einige davon natürlich auch in Deutschland). Sie sind mit 53% abgefüllt und kosten in England 47.50 Pfund. Alleine am doch relativ kleinen Markt Dänemark, so der Importeur dort, hätte man 800 Flaschen verkaufen können.
Einige Whiskyfreunde konnten den Ardnamurchan Spirit 2016 AD übrigens bereits auf der Aquavitae in Mülheim verkosten – bei der Masterclass mit Alex Bruce.
Hier noch ein Blick auf die Destillerie Ardnamurchan, sowie ein Blick aus dem Stillhaus hinaus:
In der Vorwoche gaben sich die Repräsentanten schottischer Destillerien in Wien ein Stelldichein, um bei der schottischen Woche des Potstill Neues und Seltenes aus ihren Brennereien verkosten zu lassen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um mit ihnen Videointerviews zu führen, die wir Ihnen hier noch bis Mittwoch präsentieren werden.
Melanie Stanger von Springbank hatte nicht nur eine (übrigens wirklich köstliche und mit endlosem Abgang versehene) Probe des 2017 erscheinenden neuen Local Barley bei sich, sondern auch Infos über den Verbleib des Longrow Red, der schon überfällig ist – und im Interview kündigt sie auch eine neue Abfüllung aus der Destillerie Glengyle, die mit dem Kilkerran 12yo für Furore sorgte, an. Und auch wer wissen will, wie sich die Produktionsmenge der Destillerie auf die drei Submarken aufteilt, wird im Interview fündig.
Melanie Stanger bei der Verkostung. Auf dem Tisch vor ihr auch die Probe des neuen Local Barley. Bild: Dr. Mario Prinz