The Drinks Report: Grain Whisky und Reifung

Nachdem wir gestern Grain Whisky als Kategorie für unseren Whisky des Monats vorgestellt haben, möchten wir heute nochmals auf einen (bereits von uns erwähnten) weiterführenden Artikel hinweisen, der letzte Woche auf The Drinks Report erschienen ist – und der gut zum Thema von gestern passt:

Grain Whisky and Maturation“ beschäftigt sich mit der Erzeugung und der Reifung des Whiskys in den verbliebenen sieben Grain Distilleries in Schottland: Strathclyde, Loch Lomond, Girvan, Invergordon, North British, Cameronbridge und Starlaw. Dabei geht es um den Einfluss einer Destillerie auf den Charakter des Spirits und die verschiedenen Zeitabschnitte der Fassreifung.

Eine Coffey Stil, wie sie in Cameronbridge verwendet wird, im Modell. Bild: Whiskyexperts
Eine Coffey Still, wie sie in Cameronbridge verwendet wird, im Modell. Bild: Whiskyexperts

Einige Experten kommen zu Wort, so zum Beispiel Kirsteen Campbell, Master Blender bei The Famous Grouse, oder John Glaser von Compass Box.

Die Destillerie Cameronbridge in den Lowlands, Foto von James Allan, CC-Lizenz
Die Destillerie Cameronbridge in den Lowlands, Foto von James Allan, CC-Lizenz

Neu ab 12. August: Kilkerran 12yo

Heute hat die Destillerie Glengyle auf ihrer Website das Erscheinen des Kilkerran 12yo für den 12. August des Jahres angekündigt – er sollte dann auch im Laufe des Monats beim Händler Ihres Vertrauens auftauchen. Abgefüllt wird er mit 46%, komponiert ist er aus 70% Bourbon Casks und 30% Sherry Casks. Preis ist uns noch keiner bekannt.

kilkerran 12yo

Der Kilkerran 12yo ist der Nachfolger der WIP-Serie (Work in Progress), anhand derer man die Reifung der Whiskys aus der Campbeltown Destillerie über die Jahre verfolgen konnte. Die WIP-Serie hat vor allem in den letzten beiden Jahren sehr hohe Wertungen, unter anderem bei Serge Valentin, einheimsen können.

Die offiziellen Tasting Notes in unserer Übersetzung:

Nase: dominante Eiche, gefolgt von getoasteten Marshmallows und Pudding mit getrockneten Früchten, dazu Kirschen, Marzipan und etwas Torf.

Gaumen: anfänglich fruchtig mit Zitrusnoten und Orangenschalen, danach Vanille, Butterscotch, Honigwaben und Vollkornkekse.

Finish: samtig mit Limonen-Meringue, danach ölig und salzig, wie man es von einem Campbeltown-Dram gewohnt ist.

Interessierte können sich hier von uns das Produktdatenblatt als PDF herunterladen.

Whisky im Bild: Strathisla

Eine Ikone unter den schottischen Destillerien mit ihren beiden Pagodendächern ist Strathisla in der Speyside, fast ein Prototyp für das, was man sich unter einer Whiskydestillerie vorstellt. Die seit 1995 zu Pernod Ricard gehörende Brennerei  leitet ihren Namen übrigens vom Fluss Isla ab, der nahe der Destillerie fließt.

In unserem heutigen Whisky im Bild präsentieren wir Ihnen eine – so finden wir – besonders gelungene Aufnahme der 1786 gegründeten Destillerie von Marcel Freudenstein.

Ein Klick auf das Bild bringt Ihnen die größere Version…

Strathisla. Bildrechte bei Marcel Freudenstein
Strathisla. Bildrechte bei Marcel Freudenstein

Neu: Tomatin Cù Bòcan 2005 Vintage Limited Edition

Von Tomatin haben wir eine Information über ein weiteres Mitglied der Cù Bòcan-Familie erhalten, das ab sofort auf die internationalen Märkte gebracht wird: Der Tomatin Cù Bòcan 2005 Vintage Limited Edition wird mit 50% abgefüllt, ist also stärker als seine normalen Kollegen (abgesehen von den Fassstärken aus den Jahren 1989 und 1988). Er stammt aus ex-Bourbon und Sherry casks, insgesamt wurden davon 11400 Flaschen abgefüllt.

Geschmacklich soll er Aromen von Butterscotch und Toffee-Äpfeln sowie Zuckerwatte und etwas Rauch bieten, der sich aber weich ins Gesamtbild einfügen soll.

In England kostet der Tomatin Cù Bòcan 2005 Vintage Limited Edition 50 Pfund, bei uns würde das einen Ladenpreis zwischen 50 und 60 Euro bedeuten.

cubocan2005

Whisky des Monats August 2016: Single Grains von The Grainman

Monat für Monat stellen wir Ihnen auf Whiskyexperts einen Whisky vor, den wir beachtenswert finden. Die Kriterien sind einfach: Der Whisky muss uns nicht nur schmecken, sondern auch landläufig erhältlich sein – und zusätzlich in einem leistbaren Preisrahmen liegen. Diesmal haben wir uns dazu entschieden, eine ganze Gattung und stellvertretend für sie eine Abfüllungsserie in den Fokus zu stellen: Grain Whiskys – und hier speziell als Pars pro Toto die Serie „The Grainman„.

grainman

Grain Whisky führt ein wenig ein Mauerblümchendasein und wird vom Single Malt überstrahlt. Eigentlich ist Grain Whisky als „Füllstoff“ für Blends gedacht und wird industriell in großen Mengen produziert. Durch seine Herstellungsweise in kontinuierlicher Destillation kann eine Graindestillerie zig Millionen Liter im Jahr erzeugen – weit mehr, als es selbst die größten Single Malt Destillerien können. Aber: Grain Whisky kann durchaus auch sehr interessant sein, und zwar als Single Grain.

Dass es überhaupt Single Grains gibt, hat keine wirklich wirtschaftlichen Gründe. Fast könnte man es als Liebhaberei der Destillerien bezeichnen, dass man tatsächlich einige Fässer mit Spirit befüllt und längere Zeit liegen lässt – alte Single Grains, und unserer Meinung nach wird diese Kategorie tatsächlich erst ab einem erheblichen Alter interessant, gibt es eigentlich nur als Einzelfassabfüllungen. Die aber können dann durchaus mit alten Single Malts mithalten.

Ein Single Grain ist vom Geschmacksprofil meist deutlich süßer als ein Single Malt. Noch mehr als jener ist er „wood-driven“, also vom Holz des Fasses bestimmt. Wenn Single Grain in einem guten Fass an die 20 Jahre und länger reifen durfte, dann kann er ein unglaublich runder, harmonischer und fast dessertartiger Genuss werden. Unter den Single Grains mit 40+ Jahren gibt es umwerfend gute Tropfen – aber auch hier gilt, wie beim Single Malt, dass ein Grain mit zu langer Lagerung „überholzt“ und damit an Qualität verliert.

Fast alle Graindestillerien standen und stehen in den Lowlands. Und wie bei den „regulären“ Destillerien gibt es hier Lost Distilleries, die nicht mehr produzieren und schon ein Stück Whiskygeschichte sind (Garnheath zum Beispiel, oder Carsebridge). Aber egal ob produzierend oder nicht, Single Grains sind günstiger zu haben als gleichaltrige Single Malts – besonders in den höheren Altersstufen. Und Lost Grain Distilleries sind zur Zeit fast genauso erschwinglich wie bestehende Brennereien.

„The Grainman“ ist eine Abfüllungsserie von Donald und Andrew Hart (Meadowside Blending), die sich ausschließlich den Grain Whiskys widmet. Sie gibt es seit Anfang 2016 in Deutschland, und mittlerweile sind schon einige verschiedene Abfüllungen davon auf dem Markt. Wir haben so ziemlich alle davon schon einmal kosten können – und finden alle ausnahmslos überdurchschnittlich gut. Im Vergleich zu Grains anderer Abfüller (Cooper’s Choice, A.D. Rattray, Douglas Laing, Wilson & Morgan) sind sie zwar etwas teurer, aber dafür konstant von ausgezeichneter Qualität.

grainman

Wir finden es schön, dass sich eine eigene Abfüllungsserie mit Grain Whiskys beschäftigt und machen daher The Grainman zu unserem Whisky des Monats August 2016. Und falls Sie sich fragen, welchen aus der Serie Sie zuerst probieren sollten, dann hier unser Tipp: Gönnen Sie sich den Carsebridge 33yo – eine Lost Grain Distillery, die man nicht oft auf dem Markt findet und eine Abfüllung, die großartig zeigt, was für ein Geschmackserlebnis in einem Grain Whisky stecken kann…

Serge verkostet: Ben Nevis

Die Destillerie, die nach dem höchsten Berg Schottlands benannt ist, liegt knapp auf Meeresniveau: Ben Nevis überzeugt durch ein sehr eigenständiges Geschmacksprofil, das unter Umständen auch recht überbordend sein kann. Wie auch immer: Ein Langweiler ist Ben Nevis fast nie.

Serge Valentin hat heute zwei Abfüllungen von Ben Nevis verkostet, eine unabhängige und eine offizielle, mit unterschiedlichem Alter. Diesmal „gewinnt“ der Jüngere:

  • Ben Nevis 19 yo 1996/2016 (50.5%, The Whisky Agency, refill sherry, 360 bottles): 90 Punkte
  • Ben Nevis 26 yo 1973/1999 (50.8%, OB, casks #355-356, 400 bottles): 81 Punkte

Auf der Seite finden Sie heute auch Serges Favoriten des letzten Monats.

Die Stills von Ben Nevis. Foto von Frank Gauert, alle Recht vorbehalten.
Die Stills von Ben Nevis. Foto von Frank Gauert, alle Rechte vorbehalten.

PR: Kavalan glänzt bei International Wine and Spirits Competition

Auch die taiwanesische Destillerie Kavalan hat bei der diesjährigen IWSC eine Menge Auszeichnungen erringen können. Eine Presseaussendung der Destillerie gibt dazu nähere Details, und wir wollen Ihnen diese nicht vorenthalten:

Kavalan glänzt bei International Wine and Spirits Competition

Whiskyproduzent aus Taiwan kann jetzt auf über 190 Goldmedaillen verweisen

Kavalan, der führende Whiskyproduzent Taiwans, gewann gestern bei der International Wine and Spirits Competition (IWSC) einmal „Outstanding Gold“ und viermal Gold, was bedeutet, dass seine Whiskys „den Maßstab setzen“ und zur „weltbesten“ Qualität zählen.

kavalan medals

Beim 9. alljährlichen „Spirits Tasting“ der IWSC am 27. Juli in London wurde Kavalan in der Kategorie „Worldwide Whisky Single Malt“ wie folgt ausgezeichnet:

Kavalan-Inhaber YT Lee sagte: „Die Auszeichnung des Kavalan Solist Port mit Gold Outstanding bescheinigt uns eine allerhöchste Qualität. Damit ist er für das prestigeträchtige Annual Awards Banquet der IWSC am 16. November qualifiziert, wo die höchste Ehre einer Trophäe vergeben wird.“

So beschrieb die Jury den Solist Port:

„Nase freut sich über reiches Malzaroma mit Portweintönen und starkem blumigem Charakter. Früchtebrot, Tabak und reiches Malzaroma erzeugen tolle Komplexität. Gleitet einfach durch den Mund und über den Gaumen. Einige feine reife Töne münden in einen langen, komplexen Abgang.“

Bei den diesjährigen renommierten World Whiskies Awards (WWA) gewann der Kavalan Solist Amontillado Sherry Single Cask Strength in der Kategorie „World’s Best Single Cask Single Malt Whisky“ und der Kavalan Solist Vinho Barrique siegte 2015 in der Kategorie „World’s Best Single Malt Whisky„.

Informationen zu Kavalan

Die Kavalan Distillery in Taiwan widmet sich seit dem Jahr 2006 der Kunst des Brennens von Single Malt Whisky. Als erste Destillerie im subtropischen Raum ist das Unternehmen ein Vorreiter für die Whiskyherstellung in einem heißen Klima und konnte über 190 Gold-Awards gewinnen.

Der in amerikanischen Eichenfässern bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze gelagerte Kavalan profitiert ebenfalls von den Bergwinden und Meeresbrisen sowie vom Quellwasser des Snow Mountain, die in ihrer Kombination alle zum cremigen Charakter, dem Markenzeichen von Kavalan Whisky beitragen. Kavalans Name geht auf den alten Namen der Yilan-Region zurück und das Unternehmen kann sich dank der Muttergesellschaft King Car Group auf 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Getränkeherstellung stützen. Kavalan Whisky ist in 40 Ländern erhältlich. Besuchen Sie www.kavalanwhisky.com/en/

MeinWhisky.com: Besuch bei der Lakes Distillery

Nach ihrem interessanten Bericht von einem Besuch bei der englischen Cotswolds Distillery hat Petra Milde von MeinWhisky.com nun auch die Lakes Distillery in Cumbria besucht und von dort einen Artikel mit vielen Eindrücken und Bildern mitgebracht.  Sie spricht dort mit Besitzer Paul Currie und erfährt viele interessante Details über die Destillerie, ihre Geschichte und den Herstellungsprozess:

Schauen wir einmal mit ein paar Bildern hinein in die Destillerie, in der das Produktionsvolumen laut Paul von derzeit 150.000 Liter demnächst auf fast 300.000 Liter erhöht werden soll. Die semi-lauter Mashtun von Musk Engineering und vier 6.000 Liter – Edelstahl-Washbacks  (ebenfalls von Musk) leisten den beiden Brennblasen Susan und Rachel (jede mit einer Kapazität von 5.500 Litern) in einem Raum Gesellschaft. Die beiden Hübschen sind benannt nach den Frauen von Chairman Nigel Mills und MD Paul Currie und wurden von McMillan produziert, einem Betrieb bei Edinburgh – schottische Produkte also 😉 . Das Mashing dauert rund 6 Stunden, die Fermentationsdauer beträgt etwa 90 Stunden – man legt hier Wert auf eine betont lange Gärung.

Den Rest des Artikels und viele Bilder gibt es hier. (Titelbild: Bildrechte Lakes Distillery)

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R.I.P. Oliver Hughes (Mitbegründer der Dingle Distillery)

1996 gründete Oliver Hughes die Porterhouse microbrewery and pub chain, eine Kette mit mehr als 500 Mitarbeitern, und gemeinsam dann mit John MacDougall die Dingle Whiskey Distillery im gleichnamigen Ort an der Westküste Irlands. Sie war die erste Whiskeydestillerie in Irland, die nach über 200 Jahren neu gebaut wurde. 2012 wurde dort der erste Whiskey produziert, erst vor 8 Monaten die erste Abfüllung auf den Markt gebracht.

Oliver Hughes ist am Samstagabend mit 55 Jahren an den Folgen eines vermuteten Herzinfarkts gestorben, berichtet die Irish Times. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Unser Beileid gilt den Angehörigen.

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Video: Ralfy verkostet Springbank 10yo (Review #594)

2011, in Review Nummer 187, hat Ralfy den Springbank 10yo schon einmal verkostet – und er macht kein Hehl daraus, dass dieser Springbank schon damals zu seinen Lieblingen zählte. Nun hat er also wieder den zehnjährigen Springbank im Glas, ein junger Standard, der sich neben den älteren Abfüllungen nicht zu verstecken braucht.

Wie schneidet der 10jährige also im Jahr 2016 ab? Schwer zu sagen, denn Ralfy vergisst diesmal, eine Wertung zu geben (wird das wohl nächste Woche nachholen). Von dem, was er im knapp 14 Minuten dauernden Video über ihn sagt, wird es wahrscheinlich eine hohe Benotung geben, 90 Punkte oder mehr. Vielleicht einmal eine gute Möglichkeit, sich nicht auf die numerische, sondern auf die verbale Bewertung zu konzentrieren – hier über dem Artikel oder auf Youtube

Whiskyfanblog.de: Besuch bei der Chichibu-Destillerie in Japan

Japan-Reisen des Whiskys wegen sind unter Whiskyfans noch immer die große Ausnahme. Kein Wunder: auch wenn es bereits sehr preiswerte Flüge dorthin gibt, sind die Aufenthaltskosten immer noch der große Hemmschuh für viele. Und Kurztrips nach Japan sind nur etwas für konditionell starke Whiskyfreunde – das Verhältnis von Reisedauer zu Aufenthaltsdauer ist dabei eklatant schlecht.

Umso interessanter ist es, wenn jemand aus unseren Landen eine solche Reise zu diversen Destillerien unternimmt und davon auch noch berichtet. Jörg Bechtold von Whiskyfanblog.de hat dies gemeinsam mit Freunden von seinem Whiskyclub über 14 Tage getan, und der erste Teil seines Reiseberichts widmet sich der Chichibu-Destillerie, die erst seit 2004 in Betrieb ist. Ein sehr interessanter Bericht, wie vielleicht schon dieser Auszug zeigt:

Nach der Begrüßung durch Yumi ging die Tour los mit einem Rundgang durch die Produktionshalle. Das Malz bezieht die Destillerie momentan noch in Säcken aus Schottland, geschrotet wird es in der eigenen Mühle. Die Produktion findet komplett in einer Halle statt, vom Einmaischen in einem Stahlbottich über die Gärung in Wash Backs aus japanischer Eiche (Mizunara) bis hin zum Brand in zwei relativ kleinen Brennblasen, die ebenfalls aus Schottland stammen. Das runde Ei auf den Fotos ist der Vatting Tank, in dem das Destillat bis zur Abfüllung ruht. Auch diese findet in der gleichen Halle statt, bei unserem Besuch wurden gerade kleine Flaschen vom „Double Distilleries“, einem Blended Malt aus Chichibu und Hanyu, abgefüllt.

Mehr über den Besuch, inklusive schöner Bilder, finden Sie hinter unserem Link.

In der Chichibu-Destillerie. Bild: Mikael Leppä, CC-Lizenz
In der Chichibu-Destillerie. Bild: Mikael Leppä, CC-Lizenz

Whisky im Bild: Der Hafen von Oban

Aus der diesjährigen „Whisky-Wallfahrt“ unter der Leitung des Whisky Vikars Dr. Wolfgang F. Rothe aus München, entstand das nachfolgende stimmungsvolle Bild, das Bernhard Czerny aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt den Hafen von Oban: Der Blick geht von dort, wo sich die Oban Distillery befindet, über die Oban vorgelagerte Insel Kerrera bis hinüber zur Insel Mull. Wie immer lässt sich das Foto durch Anklicken vergrößern.

Der Hafen von Oban. Bildrechte: Bernhard Czerny
Der Hafen von Oban. Bildrechte: Bernhard Czerny

Forbes: Welche Whiskys man auf Flughäfen noch kaufen kann

Ein schöner Artikel ist heute auf Forbes online gegangen, der sich mit dem Angebot in den Travel Retail Outlets auf Flughäfen in Bezug auf Whiskys beschäftigt. Generell wird in ihm angemerkt, dass sich die Qualität des Angebotenen in den letzten fünf Jahren verschlechtert hätte, weil man seitens der Produzenten festgestellt habe, dass dort mehr Impulskäufer als Kenner unterwegs seien. Dennoch aber gäbe es genügend gute Angebote, die zu kaufen es sich lohnen würde.

Der Artikel listet sieben Whiskys auf, die der Autor am Flughafen Edinburgh verkostet und die er dort mit Mini-Wertungen versehen hat. Und er ist dabei nicht zimperlich, bezeichnet den einen oder anderen Kandidaten als „überteuert“ oder „langweilig“ – aber es gibt auch gute und hervorragende Whiskys, die der Autor verkostet hat – und nicht immer ist der Preis ein Maßstab für das subjektive Gefallen. Zusätzlich gibt es zu jedem verkosteten Whisky Vorschläge für Alternativen, sodass man, folgt man dem Geschmack des Rezensenten, durchaus eine gute Orientierungsmöglichkeit vorfindet.

Sehr lesenswert!

Von Kim Traynor - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20522480
Von Kim TraynorEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20522480

Video: Flüssiges Gold – Schnapsbrenner entdecken den Whisky

In unserem Sonntagsvideo von heute geht es in ein kleines österreichisches Bundesland, das am westlichsten Ende der Alpenrepublik auch Grenzen mit der Schweiz und Deutschland (sowie Italien und Liechtenstein) hat: Vorarlberg. Wie fast überall im deutschsprachigen Raum hat sich auch dort eine aktive und wachsende Whiskyszene entwickelt – nicht nur unter den Konsumenten, sondern auch unter den Produzenten.

Die Produktion „Flüssiges Gold – Schnapsbrenner entdecken den Whisky„, die erst kürzlich im Fernsehen zu sehen war, zeigt, wie sich Schnapsbrenner des Whiskys annehmen, welche Gedanken sie dabei leiten und mit welchen Schwierigkeiten sie dabei umgehen müssen. Hier der originale Begleittext:

Lange Zeit wurde Whisky fast ausschließlich in Schottland und Irland hergestellt. Doch inzwischen ist Whisky das erfolgreichste Destillat der Welt – „flüssiges Gold“

Es wird in Amerika, Japan, Indien und zahlreichen mitteleuropäischen Ländern produziert. In Österreich ist das Bundesland Vorarlberg ein Brennpunkt der Whisky-Produktion. Die Nachfrage nach Obst-Bränden sank, während die nach Whisky weltweit anstieg.

Dies brachte Schnapsbrenner auf die Idee, selbst Whisky zu brennen – sei es als Hobby oder um den selbst erzeugten Whisky als Marke zu etablieren und gewinnbringend zu verkaufen. Mittlerweile wird der eine oder andere Vorarlberger Whisky mit beachtlicher Professionalität hergestellt und erreicht höchstes Qualitätsniveau. Die Geschmackspalette ist vielfältig und reicht vom regional-typischen Riebelmais-Whisky bis hin zum Buchenholz-rauchigen Single-Malt nach irischer Art.

24 Minuten in HD, zu sehen wie immer auf Youtube und hier bei uns. Viel Vergnügen und einen schönen Sonntag wünschen wir!