Auch aus Nordirland gibt es eine neue Destillerie zu vermelden: Die Echlinville Distillery hat dieser Tage ihre Türen für Besucher geöffnet, berichtet The Irish News. Die erste neu lizenzierte Destillerie in Nordirland seit 125 Jahren erhielt die Lizenz bereits 2013, nun sind das Stillhouse und das Besucherzentrum öffentlich zugänglich.
Man wird dort Single Malts und Single Pot Still Whiskeys produzieren, und auch ein Wodka soll, um rasch Einnahmen erzielen zu können, erzeugt werden.
Die nahe Kircubbin gelegene Destillerie hat die Kapazität, jede Woche 15.000 Flaschen zu produzieren. Die Lage der Destillerie können Sie auf unserer Karte sehen.
In der Regel berichten wir nicht über Releases, die nicht gesichert auch in Deutschland stattfinden. Ausnahmen bestätigen immer die Regel – und so eine machen wir jetzt, denn der Bulleit Barrel Strength, der am Montag zunächst einmal nur in Kentucky erscheinen wird, klingt uns zu interessant, als dass wir ihn ignorieren wollten.
Nach den Berichten soll diese fassstarke Version von Diageo’s Bourbon nach Butterscotch, Früchten und Birnen schmecken. Der erste Batch (18.000 Flaschen) ist mit 59.7% abgefüllt. Er wird in zwei Größen verkauft: 750ml um 50 Dollar, 375ml um 30 Dollar (diese kleinere Version wird es allerdings nur im Stitzel-Weller Giftshop geben). Dort, am Gelände der Stitzel-Weller Distillery, werden die 5-8 Jahre alten Fässer gelagert und auch abgefüllt, die für den Bulleit Barrel Strength verwendet werden. Durch den hohen Alkoholgehalt muss der Whiskey auch nicht kältefiltriert werden berichtet Kentucky.com.
Ob wir den Bulleit Barrel Strength auch in Deutschland sehen werden, bleibt abzuwarten – und zu hoffen, denn fassstarke Bourbons sind meistens mit einem hohen Genussfaktor versehen…
Der erste Tag der Whisky Fair Rhein Ruhr 2016 ist vorbei – und bevor wir wieder in die Remise aufbrechen, um dort auch am zweiten Tag für unsere Leser da zu sein, hier noch ein paar erste Impressionen, die wir mit der Kamera eingefangen haben. Die Laune war bestens, der Besucherrekord des Vorjahres wurde für den Samstag gebrochen, es gab interessante Abfüllungen an den diversen Ständen – und wie schon im Jahr zuvor waren die Würstchen eine Klasse für sich :-).
Auch bei uns am Stand hatten wir jede Menge Spaß. Von unseren Flaschen wird fleißig gekostet, und zum Còmlhan 2.0 haben wir nun noch eine Flasche Còmlhan 1.3 bekommen, die wir – zur Unterstützung der guten Sache – gegen eine Spende ausschenken. Unbedingt beide probieren – sie sind ganz unterschiedlich und jede auf ihre Weise besonders gut!
Wer Lust hat, heute noch die Messe zu besuchen: Die Messe hat zwischen 12 und 19 Uhr geöffnet – Karten sind noch an der Tageskasse erhältlich.
Unser heutiges Sonntagsvideo zeigt Ihnen einen knapp halbstündigen Spielfilm über Whisky und Schwarzbrenner am Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein Steuerbeamter kommt in die Highlands, um dort den illegalen Vertrieb von schwarz gebranntem Whisky (damals noch ungereift) zu unterbinden. Er stößt dort auf eine verschworene Gemeinschaft, die ihn klarerweise nicht mit offenen Armen begrüßt.
Regie führte Mike Dziennik, in den Hauptrollen sehen wir Aaron Urquhart Stewart, Allan Thornton & Dave Gillies. Der Film wurde im Jahr 2014 auch auf den Filmfestivals von Loch Ness und Inverness gezeigt. Viel Vergnügen hier bei uns oder auf Youtube.
Bis Sonntag am Abend befinden wir uns von Whiskyexperts auf der Whisky Fair Rhein Ruhr, um dort mit unseren Lesern persönlich Kontakt aufnehmen zu können. Wenn Sie Zeit haben, schauen Sie doch vorbei – wir haben einige ausgezeichnete Abfüllungen im Gepäck und Zeit für interessante Gespräche.
Unser Nachrichtenbetrieb ist in dieser Zeit natürlich nur eingeschränkt möglich, aber wir wären nicht wir, wäre hier bis Sonntag am Abend Funkstille. Egal, wo Sie bei uns vorbeischauen – auf der Messe oder hier: Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Auf Herald Scotland (ev. hinter einer Paywall, wenn schon zu oft aufgerufen) finden Sie heute einen Artikel mit dem Titel „Australian yoghurt mogul aims to return Bladnoch distillery to former glories„. Darin geht es um die Ereignisse seit dem Kauf der Destillerie durch den australischen Multimillionär und seine Pläne für die Destillerie, die für die Region ein wichtiger Arbeitgeber sein soll.
Es gibt auch einige neue Infos: Zum Beispiel erfahren wir darin, dass ein NAS Single Malt aus Bladnoch zunächst in diesem Jahr in Australien auf den Markt kommen soll, dann aber, 2017 auch in den USA und in UK – mit einem angedachten Verkaufspreis von ca. 130 Euro. Mehr darüber und zu anderen Themen im Artikel.
Wenn Sie heute schon die Website von The Glenlivet besucht haben, dann wird Ihnen vielleicht schon der neue Webauftritt von The Glenlivet ins Auge gesprungen sein. Laut einem Bericht von The Drum geschah der Umbau durch die Agentur Zone, um das Kundenbindungsprogramm Guardians of The Glenlivet noch mehr in den Fokus zu rücken. Zusätzlich wurde der Auftritt in den sozialen Medien neu gestaltet und ein eigener Instagram-Channel eingerichtet.
The Glenlivet hat ja vor kurzem Glenfiddich als größte Single Malt-Marke abgelöst und will das Momentum nutzen, um seine Position zu festigen und auszubauen.
Zwei interessante Kennzahlen vielleicht noch dazu: The Glenlivet hat 440.000 Fans auf Facebook und Guardians of The Glenlivet zählt an die 350.000 Mitglieder.
Als dritte und letzte Abfüllung aus der Legends-Serie hat die Highland-Destillerie Glenmorangie heute den Glenmorangie Tarlogan für den Travel Retail veröffentlicht. Er folgt damit dem Glenmorangie Duthac und dem Glenmorangie Tayne.
Der Glenmorangie Tarlogan reifte in Virgin Oak und ex-Bourbon-Fässern. Laut Destillerie soll er erdige und süße Noten vereinen, Butterscotch, Vanille, malzige Kekse und frische Eichennoten, original englische Banoffee-Torte sowie Birnen, Ananas und weiche Früchte.
Benannt ist der Tarlogan nach einem piktischen König. Ab April kann man ihn im Travel Retail erhalten, abgefüllt wurde er mit den üblichen 43%, schreibt The Spirits Business.
Ein größeres Bild reichen wir so bald wie möglich nach.
Wir lassen Serges Ausführungen über die britische Presse und deren Betrachtungen über Frankreichs Whisky-Konsum und -Produktion links und damit unbeachtet liegen und betrachten nur seine heutige Verkostung. Bei seiner kleinen Tour de France widmet er sich ausschließlich dem französischen Whisky. Nach diesen vier Etappen sticht bei Serges Bewertung der Kornog deutlich heraus. Die heutige Verkostung in der Übersicht:
Hepp (42%, OB, single malt, France, Alsace, +/-2016) 65 Punkte
Rouget de Lisle (42%, OB, pur malt, France, Jura, Macvin cask, cask #C008, 600 bottles, +/-2016) 70 Punkte
Bercloux (43.6%, OB, spirit drink, France, Charentes, batch #ACF1, 1144 bottles, 2015) 70 Punkte
Kornog ‚Taouarc’h Eilvet 15 BC‘ (46%, OB, France, Bretagne, bourbon, 2015) 88 Punkte
Benromach Sassicaia Vintage 2007, 45% Originalabfüllung nicht gefärbt, nicht kühlfiltriert Sample: Benromach Verkoster: Bernhard Rems
Nase: Intensiv fruchtige Noten, rote Beeren, Melone, etwas Pfeffer, etwas Zimt. Fruchtgummigeschmack, Banane, ein Spritzer Zitrone, insgesamt ein sehr intensiver Eindruck. Die rauchige Note ist sehr subtil im Hintergrund, vermengt sich mit der Fruchtigkeit und integriert sich schön.
Gaumen: Zunächst pfeffrig, dann dichte Fruchtnoten: Birne, Papaya. Er erscheint anfangs alkoholischer, als es die 45% vermuten lassen. Die Rauchigkeit kommt erst hinten nach, ist wiederum schön integriert und unaufdringlich. Zitrone, Teebaumöl, grünes Holz, florale Noten – zusammen nicht ganz ausgewogen, aber interessant.
Finish: Mittellang, frisch, fruchtig, leichter Rauch, dann abtrocknend.
Alles in allem: Sehr deutliches Weinfinish, meist schöne Balance zwischen Frucht und Rauch, am Gaumen etwas klobig. Ein Whisky, der etwas aus der Art schlägt und nicht typisch „whisky-ig“ ist, und vielleicht auch nicht ganz typisch für den Benromach Hausstil, aber interessant und gut trinkbar – eine schöne Abwechslung. Ein Gut.
Durch den momentanen Bourbon-Boom angeregt, entscheiden sich mehr und mehr Unternehmen, die ihren Bourbon bislang in Fremdproduktion herstellen haben lassen (und das ist weiter verbreitet als man annehmen möchte), für den Bau einer eigenen Destillerie. Auch (Luxco), Besitzer der Marke Rebell Yell Whiskey, geht nun diesen Weg.
Der Gedanke an eine eigene Destillerie war laut eigenen Angaben schon seit einiger Zeit im Gespräch, und die Bereitschaft zum Bau wurde bereits Ende 2015 öffentlicht gemacht, aber nun haben sich die Pläne konkretisiert. Im Herzen von Bardstown, Kentucky, soll die Destillerie entstehen, und ein Besucherzentrum soll ebenfalls gebaut werden.
34 Leute sollen im 18.000 Quadratfuß großen Gebäude beschäftigt sein, auch sechs Lagerhäuser werden errichtet. Baubeginn ist diesen Sommer, der Vollbetrieb soll Ende 2017 aufgenommen werden.
Von Beam Suntory Austria haben wir eine Pressemitteilung über die Beam Suntory Rare Collection erhalten, unter deren Dach in Hinkunft ihre Premium-Spirituosen zusammengefasst werden. Bis auf den Courvoisier Cognac handelt es sich dabei ausschließlich um Whisk(e)y. In Österreich wurde mit Marcel Schuster auch ein eigener Rare Collection Manager installiert, der sich in Hinkunft um diese exklusiven Marken kümmern wird. Hier die Pressemitteilung:
Eine Kollektion erstklassiger Premiumspirituosen aus aller Welt.
Wien, 7. April 2016. Mit der Beam Suntory Rare Collection werden erstmals alle exklusiven Premium- und Super Premium-Produkte aus dem Hause Beam Suntory unter einem Dach zusammengefasst. Darunter Whisk(e)ys aus den USA, Kanada, Schottland, Irland und Japan, aber auch der französische Luxus-Cognac Courvoisier. Das Sortiment bietet starke internationale Marken, präsentiert in ausführlichen Master Classes und Events.
Mit der exklusiven Selektion der Beam Suntory Rare Collection bietet das weltweit drittgrößte Premium-Spirituosen-Unternehmen ein einzigartiges Angebot für die steigende Nachfrage von Premium-Produkten am österreichischen Markt.
Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Austria
„Mit der Beam Suntory Rare Collection unterstreichen wir unser breites Portfolio an exzellenten Super Premium- und Premium-Marken und fassen sie zum ersten Mal unter einem Dach zusammen. Besonderer Fokus liegt dabei auf unserer Kernkompetenz, den Whisk(e)y-Spezialitäten aus aller Welt. Mit diesem Angebot wollen wir den Premium-Spirituosenmarkt langfristig prägen und Konsumenten für exklusiven Genuss begeistern.
Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir in der Gastronomie. Wir sehen bei Gästen den Wunsch nach exklusiven und hochwertigen Spirituosen, der sich auch im Wachstum der Premium-Spirituosenkategorie widerspiegelt. Diesem wollen wir mit unserem Angebot aus internationalen Produkten sowie exklusiven Events und Master Classes gerecht werden“,
erklärt Karl Wurm, Commercial Director von Beam Suntory Österreich.
Mit Marcel Schuster gibt es in Österreich einen eigenen Rare Collection Manager bei Beam Suntory, der sich für alle Super Premium- und Premium-Marken verantwortlich zeichnet. Er fungiert als Ansprechpartner für die Gastronomie und hält Master Classes zu den Produkten sowie deren Limited Editions.
Die Wurzeln von Beam Suntory liegen im Whisk(e)y. Daher findet sich in der Beam Suntory Rare Collection eine erlesene Auswahl traditionsreicher Whisk(e)ys aus den USA, Kanada, Schottland, Irland und Japan. Von Kentucky Straight Bourbons bis hin zur „Small Batch Bourbon Collection“ – die Bourbon Legends bilden mit Marken wie Knob Creek, Maker’s Mark oder dem neu lancierten Jim Beam Double Oak das Herzstück der amerikanischen Whiskey-Kategorie. In der Single Malt-Kategorie trifft man auf die „Malts of Distinction“, ein hochwertiges Whisky-Repertoire mit Produkten wie Auchentoshan oder Glen Garioch. Im Segment der getorften Single Malt Whiskys stehen bei Beam Suntory die „Peated Malts of Distinction“ im Fokus. Diese einzigartige Kollektion torfig-rauchiger Geschmacksprofile umfasst u.a. neben Connemara, dem einzig getorften Irischen Single Malt, Laphroaig, die Nr. 1** in der torfigen Single Malts-Kategorie in Österreich. Als Pionier japanischer Whiskys bietet Beam Suntory mit Hibiki, The Yamazaki oder The Hakushu eine spannende Auswahl an japanischen Blended Whiskys bzw. Single Malts. Der Luxus-Cognac Courvoisier, mit dem bereits 1889 zur Eröffnung des Eiffelturms angestoßen wurde, nimmt ebenfalls einen hochkarätigen Platz in der Beam Suntory Rare Collection ein. Exklusive Limited Editions und Sonderabfüllungen ergänzen die Beam Suntory Rare Collection laufend, wie beispielweise der streng limitierte The Yamazaki Sherry Cask 2016.
In seinem aktuellen Video auf Youtube, oder hier bei uns, widmet sich Ralfy einem kürzlich relaunchten Malt, dem Aultmore 12yo. Bacardi hat ja die Serie „The Last Great Malts“ als ihre Signature-Linie bei Single Malts im letzten und vorletzten Jahr neu aufgelegt (durchgängig mit Altersangaben, was von Whiskyfreunden sehr honoriert wurde), und der Aultmore 12yo gehört zu den jüngeren Vertretern der Range. Ralfy findet ihn sehr gelungen, und bewertet ihn mit 89/100 Punkten.
20 Minuten voller Information und Unterhaltung vom unbestrittenen Altmeister der Videotastings.
Was wir am 1. April als Aprilscherz gebracht haben (NDS-Whiskys, No Distillery Statement Whiskys, deren Unterscheidungsmerkmale allein durch die Marketinggeschichten generiert werden) das basiert natürlich wie so manche Lüge auf einem Körnchen Wahrheit. Whiskys ohne Destillerieangabe sind in der Realität keine Seltenheit – nur sind die Gründe dafür relativ einfach: Manche Destillerien erlauben die Verwendung ihres Namens durch Unabhängige generell nicht (z.B. Lagavulin), oder die unabhängigen Abfüller wollen eine Marke generieren, unter der sie nicht an eine einzelne Destillerie gebunden sind (z.B. Islay Storm). Grund Nummer drei wäre zum Beispiel die Intention, einen Blended Malt (früher: Vatted Malt) zu kreieren, und der trägt natürlich keinen einzelnen Destillerienamen (z.B. Scallywag).
Serge Valentin hat nun einige dieser destillerielosen Malts verkostet – und durchwegs gute Qualitäten erlebt. Und natürlich ist auch Serge nicht gegen das Ratespiel immun, das da lautet: „Was zur Hölle könnte das sein?“
The Corriemohr ‚Cigar Reserve‘ (46%, OB, +/-2015): 82 Punkte
Speyside Malt Whisky (46.1%, Sansibar for S Spirit Shop, 579 bottles, 2015): 90 Punkte
The Trojan 25 yo 1990/2016 (57.1%, Exile Casks, refill hogshead, 50cl, 306 bottles): 88 Punkte
Speyside Region 38 yo1977/2015 (46.8%, The Whisky Agency, refill sherry, 586 bottles): 90 Punkte
Speyside 38 yo 1977/2015 (46.2%, The Auld Alliance, Singapore, sherry, 252 bottles): 90 Punkte
Finlaggan 1980/1993 (43%, Vintage Malt Whisky Co.): 88 Punkte