Von der Destillerie Haider haben wir eine Pressemitteilung erhalten, die den Übergang der Geschäftsführung von Johann Haider auf Jasmin Haider und ihre Mutter ankündigt.
Wir von Whiskyexperts gratulieren Jasmin ganz herzlich!
Destillerie Haider startet unter neuer Führung ins Jahr 2016
Mag. Jasmin Haider hat mit dem neuen Jahr die Geschäftsführung von ihrem Vater Johann Haider, dem Gründer der 1. Whiskydestillerie Österreichs, übernommen. Gemeinsam mit ihrer Mutter leitet sie künftig die Geschicke des erfolgreichen Betriebes, der Ende 2015 als Krönung seiner touristischen Pionierarbeit im Waldviertel den NÖ Tourismuspreis erhalten hat. Für 2016 setzt sich die ehrgeizige, designierte Geschäftsführerin ambitionierte Ziele.
„2015 war ein großartiges Jahr für unseren Betrieb“, resümiert Johann Haider. „Wir haben unser Jubiläumsjahr gebührend gefeiert, konnten unseren hohen Standard in der Whisky-Erlebniswelt halten und mit tollen Neuerungen im Produktbereich aufwarten. Krönender Abschluss – nicht nur des Jahres, sondern auch für mich in meiner Funktion als Geschäftsführer – war der Niederösterreichische Tourismuspreis, der uns Ende November verliehen wurde.“
Dass sich die Whisky-Erlebniswelt wirtschaftlich wieder bewiesen hat, zeigt nicht nur der Tourismuspreis, sondern auch die Beständigkeit der Zahlen des Unternehmens. Die Millionenmarke konnte wieder geknackt werden. Bei den Besuchern musste der Betrieb zwar einen leichten Rückgang verzeichnen, konnte dies aber mit den gesteigerten Zahlen beim Wiederverkauf ausgleichen.
Neue Ziele für 2016
Im kommenden Jahr wird der Bereich Wiederverkauf, sprich Spitzengastronomie und Fachhandel, daher auch weiterhin ein Schwerpunktthema für den Familienbetrieb bleiben. In Hinblick auf die bevorstehende Landesausstellung 2017, die in Schloss Pöggstall unweit der Destillerie stattfinden wird, sollen außerdem neue Akzente im Bereich der geführten Touren gesetzt werden. Damit will man auf die zu erwartenden gesteigerten Besucherzahlen reagieren und den Bustourismus fördern.
Doch nicht nur auf Niederösterreich beschränkt, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus forciert man den heimischen Whisky weiter. Ein Onlineshop für Deutschland wurde bereits im vergangenen Jahr eingerichtet und das Thema Export wird betriebsintern weiterhin konsequent aber bedacht vorangetrieben.
Neuer Wind durch Wechsel in der Geschäftsführung
Im kommenden Jahr 2016 setzt die Destillerie Haider die Segel neu. Mag. Jasmin Haider übernimmt von ihrem Vater das Ruder in der Geschäftsleitung und will neue Akzente setzen. Die ambitionierte Jungunternehmerin war bislang für Marketing und Kommunikation zuständig. Außerdem hat die ausgebildete Destillateurin sich intensiv mit Fasspolitik beschäftigt und Kooperationen mit regionalen Winzern, wie Schloss Gobelsburg oder Fred Loimer aus Langenlois, aufgebaut und intensiviert. Diesen Bereichen bleibt sie treu, will aber weiter das Image des Betriebes und das des österreichischen Whiskys schärfen. Ihre Kompetenzen im Bereich Whisky stellt sie nicht zuletzt auch durch ihre Funktion als Präsidentin der Austrian Whisky Association AWA) unter Beweis.
„Die Zielgruppe für Whisky hat sich gewandelt und ändert sich nach wie vor. Sie wird aber nicht nur weiblicher und jünger“, formuliert Jasmin Haider ihre Vision, „sondern auch das Image von Whisky definiert sich neu. Und da beißt sich die Katze, im positiven Sinn, in den eigenen Schwanz. Frauen destillieren, halten Whiskytastings ab und junge Männer diskutieren nicht mehr bei Chips und Bier über Sport, sondern bei einem Whisky und einer Zigarre. Die Whiskyszene öffnet sich und Klischees brechen auf. Das ist genau die richtige Zeit um österreichischen Whisky neu zu positionieren und den hohen Stellwert der heimischen Qualität herauszustreichen.“
Die wichtigsten Highlights des letzten Jahres im Überblick:
01/2015
Start ins Jubiläumsjahr „200 Jahre Tradition“ & Präsentation Kundenumfrage
04/2015
Jubiläumsfest „200 Jahre Tradition“ mit 200 geladenen Gästen
05/2015
Tage der offenen Tür auch 2016 findet am 1. Mai wieder ein Tag der offenen Tür statt)
05/2015
Präsentation Jubiläumsabfüllung; entstanden in Kooperation mit der Galerie Gugging streng limitiert, Restbestände noch verfügbar)
08/2015
Neuvorstellung Roggenwhiskykreation; eine Rarität aus dem Eisweinfass Single Cask
Abfüllung)
11/2015
Verleihung NÖ Tourismuspreis in der Kategorie Wirtschaft
Während wir alle noch auf Fortschritte beim Bau der Destillerie Gartbreck warten, hat Hunter Laing, die Firma von Scott, Andrew und Stuart Laing, heute in Glasgow Pläne bekannt gegeben, auf Islay eine neue Destillerie zu bauen – die Ardnahoe Distillery.
Die Destillerie soll laut Herald Scotland in Ardnahoe, nahe Port Askaig, um 8 Millionen Pfund errichtet werden. Schon Ende 2017 soll der erste New Spirit aus den Brennblasen fließen, hofft man bei Hunter Laing. Zunächst soll sie 200.000 Liter Alkohol pro Jahr produzieren, nach dem ersten Jahr dann 500.000 Liter jährlich.
Zunächst muss man die Planung bei der Argyll & Bute Council einreichen, aber schon in diesem Jahr soll die Bauphase beginnen.
Die erste Ausbauphase umfasst die Destillerie, Lagerhäuser, ein Besucherzentrum, Verwaltungsgebäude und einen Shop. In Phase 2 sollen dann der Ausbau der Destillerie begonnen und neue Lagerhäuser errichtet werden.
Die neue Destillerie wäre dann die elfte Brennerei auf Islay, und die erste neue nach Klichoman, die vor 10 Jahren eröffnete.
Glen Ord – eine bei uns nicht besonders bekannte Destillerie, die aber für Diageo eine besondere Bedeutung hat: Sie ist mit ihrem Singleton of Glen Ord ein Bestandteil der Strategie, den Singleton zur weltgrößten Whiskymarke zu machen (wir berichteten hier darüber). Dementsprechend viel wird in Glen Ord investiert (siehe hier und hier).
Abseits des Singletons ist Glen Ord durch knapp zwei Dutzend Destillerieabfüllungen und an die 100 unabhängige Bottlings ein Begriff. Serge Valentin hat heute einige Abfüllungen verkostet, und sein Urteil ist so unterschiedlich wie seine Proben:
The Singleton of Glen Ord 12 yo (40%, OB, +/-2015): 81 Punkte
Glen Ord 1999/2011 (54.4%, Malts of Scotland, bourbon hogshead, cask # MoS 110013, 292 bottles): 86 Punkte
Ord 19 yo 1983/2003 (57%, Cadenhead’s Authentic Collection, bourbon hogshead, 282 bottles): 90 Punkte
Ord 12 yo (76° proof, OB, UK, +/-1970): 91 Punkte
Glen Ord 1969/1993 ‚Celebratory Whisky‘ (60%, OB, 25th anniversary of Glen Ord Maltings, 75cl): 87 Punkte
Bild: Glen Ord Distillerie, Foto von Urs, CC-Lizenz
Wir haben es ja schon in verschiedenen Artikeln zu Irland angerissen, aber nun gibt es die erfreulichen Zahlen zu Irland geballt in einem Artikel auf The Spirits Business: Irischer Whiskey erlebt gerade eine Boomphase, die zu einem treibenden Faktor der gesamten irischen Lebensmittelbranche geworden ist. Wir stellen Ihnen hier punktuell die Eckdaten vor:
Der Lebensmittelexport aus Irland stieg 2015 um 3%
Das ist das sechste Wachstumsjahr in Folge
Der Getränkeexport stieg dabei um 10%
Der Export von irischem Whiskey steigt sogar um (geschätzte) 18%
In Geld gerechnet stiegen die Exporte um 335 Millionen Euro, trotz dem weltweiten Verfall der Lebensmittelpreise
Auch für 2016 ist man in Irland optimistisch, auch wenn man durchaus mit Sorge auf die gesamte globale Wirtschaftssituation blickt.
Von Glenmorangie haben wir gerade die Pressemitteilung zur neuesten Private Edition bekommen: Glenmorangie Milsean. Hier alle Infos:
Glenmorangie Milsean – die siebte Private Edition aus stark getoasteten Rotweinfässern
Erstmals stehen stark getoastete Weinfässer im Mittelpunkt der Glenmorangie Private Edition: Glenmorangie Milsean, die inzwischen siebte Abfüllung dieser besonderen Reihe, ist von süßem, würzigen Charakter und erinnert an Süßigkeiten, wie sie einst in Bonbonnieren die Regale traditioneller Süßwarengeschäfte schmückten.
Seit dem Jahr 2010 überrascht Glenmorangie jährlich Whiskykenner mit vollkommen neuen Interpretationen seiner Whiskys in einer äußerst limitierten Reihe. Glenmorangie Milsean (ausgesprochen ‚Miel-schen“) ist nun die siebte Abfüllung der prämierten Private Edition. Zuerst gereift in Ex-Bourbon-Fässern, wurde Glenmorangie Milsean – gälisch für Süßigkeit, Dessert – in portugiesischen Rotweinfässern vollendet, um eine weitere Geschmacksdimension zu öffnen. Das Besondere: Erstmals in der langen Geschichte der Destillerie mit den höchsten Brennblasen Schottlands ließ Dr. Bill Lumsden, Glenmorangie Director of Distilling and Whisky Creation, diese Fässer vor dem Einsatz besonders stark rösten, um die süßen Noten des Glenmorangie stärker zu betonen.
Dr. Bill Lumsden sagt:
„Ein Glas Glenmorangie Milsean versetzt mich in Erinnerungen an einen traditionellen Süßwarenladen mit seinem süßem und würzigen Bukett, mit Noten von Zuckerrohr, reifen Früchten und Buttertoffee. Die Extrareifung, die erstmals in stark gerösteten Rotweinfässern erfolgte, erlaubte uns, einen Whisky wie aus einer vergangenen Epoche zu erschaffen. Ich hoffe, dass sein tiefer Geschmack von Kirschen, Engelwurz, Orangeat und die ungewöhnliche Intensität karamellisierter Früchten alle Whisky-Connaisseurs und Single-MaltLiebhaber überrascht und erfreut.“
Glenmorangie Milsean wird mit 46 Volumenprozent Alkohol nicht kühlgefiltert abgefüllt und ist limitiert ab dem 28. Januar 2016 im ausgewählten Fachhandel und unter Glenmorangie.com für ca. 83,00 € (UVP) erhältlich.
Die Glenmorangie Private Edition
Die prämierte Glenmorangie Private Edition besteht aus seltenen und besonders interessanten Whiskys in limitierter Auflage, die einmal jährlich mit einer neuen Abfüllung aufgelegt wird. Diese Whiskys werden erfahrungsgemäß zu begehrten Sammlerstücken. Glenmorangie Milsean knüpft als Neuzugang an Glenmorangie Tusáil (ISC Gold Medal 2015), Glenmorangie Companta (San Francisco Spirit Awards Gold Medal 2014), Glenmorangie Ealanta (IWSC 2013 und World Whisky of the Year in Jim Murray’s Whisky Bible 2014), Glenmorangie Artein (IWSC Gold Medal 2013), Glenmorangie Finealta (IWSC Gold Medal 2012) und Glenmorangie Sonnalta PX (IWSC Gold Medal 2010) an.
Die heutige Tasting-Session bei Serge Valentin widmet sich dem irischen Whiskey – und dabei gibt es die ganze Bandbreite zu entdecken. Der Bogen spannt sich vom (unbewerteten) New Make aus der neuen Waterford Distillery von Mark Reynier (ex-Bruichladdich) bis hin zu zwei irischen Whiskeylikören aus den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Lesenswert!
Waterford 2015 (+/-70%, OB, Irish single malt new make, very first run): keine Punkte
The Irishman ‚Founder’s Reserve‘ (40%, OB, Irish blend, +/-2015): 78 Punkte
The Irishman ‘Single Malt’ (40%, OB, Irish, +/-2015): 79 Punkte
Bushmills 10 yo (40%, OB, Irish single malt, bourbon and oloroso, +/-2013): 79 Punkte
Liqueur Whiskey 36 yo (75° proof, Charles Deighton Ltd, Irish, bottled 1940s): 88 Punkte
Dunville’s Special Liqueur Whisky (70° proof, OB, rotation 1948): 75 Punkte
Lassen Sie uns den Tag doch einmal mit einer exotischen Meldung aus einem fernen Land beginnen: Wie die Himalayan Times heute berichtet, bringt Pernod Ricard ihren Aberlour Whisky nun erstmals auch nach Nepal. Konkret wird die Standard-Range, also der 12yo, der 16yo und der 18yo, in den „führenden Alkohol-Geschäften“ des Landes erhältlich sein.
Die Kosten: 46 Euro für den 15jährigen, 135 Euro für den 18yo – immer eingedenk, dass das durchschnittliche Einkommensniveau in Nepal wohl eher unter dem unseren liegen wird.
Titelbild: Jean-Pierre Dalbéra from Paris, France (Le Dorje Lakpa (Himalaya, Népal)) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
Aus der Destillerie Glendronach hat uns gerade die Information erreicht, dass Batch #7 des Glendronach Grandeur 25yo auf den Markt kommt.
Abgefüllt ist der Grandeur diesmal mit 50.6%, nachdem er 25 Jahre in Oloroso-Fässern gereift ist. 1180 Flaschen wird es davon geben, und hier sind die Tasting Notes in unserer Übersetzung:
Aussehen: Sattes Rotholz mit Gold.
Nase: Klassische Sherryfrüchte, Datteln, Damaszenerpflaumen, süßer Pflaumensaft mit frischem Ingwer und gestoßenem schwarzem Pfeffer. Sanftere Noten von Orangenschokolade und dem Häutchen der Walnuss schaffen ein ausgewogenes Bild.
Gaumen: Eleganter Stil von Jahrgangs-Sherry mit mediterranen Früchten, dunkle, sonnengetrocknete Rosinen, Datteln und Feigensirup. Dazu Schokoladenfondant, gerösteter Kaffee, gemahlene Mandeln darübergestreut. Warme Eichenwürze, Ingwer und karamelisierte Orange kontrastieren mit dem traditionellen Higland Sherry-Stil.
Ein Preis wird nicht genannt – zu haben ist der Glendronach Grandeur 25yo beim ausgewählten Fachhandel.
Eine Meldung, die Internas bei Pernod Ricard (unter anderem Besitzer von Marken wie The Glenlivet oder Chivas) betrifft, haben wir heute von der Presseabteilung des Konzerns erhalten:
Bei Pernod Ricard Deutschland kommt es zum Personalwechsel im Geschäftsführungsbereich. Manuel Oehmke ist seit dem 01. Januar 2016 als „Geschäftsführer Human Resources“ für das Personalmanagement verantwortlich und in dieser Position ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung. Der 38-Jährige verantwortet neben dem deutschen Markt auch das Personalmanagement der Western Europe Management Entity von Pernod Ricard. Dazu zählen Österreich, Schweiz, Belgien und Holland.
Manuel Oehmke besitzt langjährige Erfahrung im Personalbereich. Er begann seine Karriere 2004 bei Breuninger GmbH & Co. Von 2005 bis 2011 war er als HR Manager bei Hugo Boss tätig. Anschließend wechselte der studierte Diplom Betriebswirt zur Strellson AG in die Schweiz, wo er zuletzt als Head of Human Resources arbeitete.
Pernod Ricard Deutschland zitiert Oehmke so:
„Die Leitung des HR-Bereichs Westeuropas für ein Unternehmen wie Pernod Ricard zu verantworten, ist eine sehr reizvolle Aufgabe. Ich werde die Arbeit mit viel Enthusiasmus und Engagement beginnen. Ein modernes und hochprofessionelles HR-Management ist ein integraler Bestandteil unseres Unternehmens sowie eine zentrale Säule für das Wachstum und den Erfolg, um die Marktführerschaft von Pernod Ricard Deutschland auch in Zukunft weiter auszubauen“
Frisch aus der Presseabteilung von Beam Suntory hier ein Text über den von uns bereits vorgestellten Yamazaki Sherry Cask 2016, der offensichtlich wohl auch in Deutschland erhältlich sein wird:
Beam Suntory präsentiert den exklusiven Nachfolger des „besten Whiskys der Welt“: Yamazaki Sherry Cask 2016
In seiner Whisky Bible 2015 kürte der anerkannte Whiskyexperte Jim Murray den Yamazaki Sherry Cask 2013 als ersten japanischen Whisky überhaupt zum „besten Whisky der Welt“. Inspiriert von diesem einzigartigen Single Malt hat Yamazakis Chief Blender Shinji Fukuyo einen Teil dieser Whiskys als Basis verwendet, um eine neue unvergleichliche Premiumedition zu kreieren – den streng limitierten Yamazaki Sherry Cask 2016. Im Vergleich zum Sherry Cask 2013 reifte dieser Yamazaki zwei weitere Jahre in Sherry-Fässern. Durch die teilweise bis zu 25 Jahre gereiften Whiskys ergeben sich intensive Aromen von Rosinen und Haselnussschokolade.
Wie für Yamazaki Malts von Fukuyo typisch, wurde auch der Sherry Cask 2016 aus über 100 sorgfältig ausgewählten Malt Whiskys zusammengestellt. Mit diesem einzigartigen Single Malt möchte Shinji Fukuyo Genießer auf eine exklusive Geschmacksreise schicken: „Im Sherry Cask treffen spanische auf japanische Eichenfässer und erzeugen so eine exklusive Abfüllung, komplex und edel im Geschmack. Für das absolute Genusserlebnis empfehle ich, diesen Premium Single Malt Whisky pur zu verkosten.“
Ein Single Malt, der sich durch Reife und Erlesenheit auszeichnet
Durch die im Vergleich zum Yamazaki Sherry Cask 2013 zwei Jahre längere Reifezeit in spanischen Sherry-Fässern erhält der Yamazaki Sherry Cask 2016 eine intensive und warme Note: Aromen von süßen Rosinen und Kakao gefolgt von Noten würziger, getrockneter Tomaten sorgen für ein ausbalanciertes und komplexes Geschmackserlebnis. Schon der erste Tropfen offenbart die Vielschichtigkeit des Single Malts und zeugt von Reife und Erlesenheit. Pur eröffnet der Yamazaki Sherry Cask 2016 eine langanhaltende Süße mit leichten Bitternoten. Durch Zugabe von wenigen Tropfen Wasser offenbaren sich süße Noten frischer Äpfel.
Der Ursprung des Suntory Sherry Casks
Bereits seit 1923 ist Sherry Cask Whisky ein fester Bestandteil des Suntory Whisky Portfolios. Shinjiro Torri, Gründer der ersten japanischen Whisky Destillerie Yamazaki, importierte bereits für die ersten Abfüllungen Sherry-Fässer, um seinen berühmten Akama Sweet Wine zu kreieren. Das Sherry-Fass spielt demnach von Beginn an eine bedeutende Rolle in der Geschichte japanischer Whiskys.
In den folgenden 92 Jahren hat Suntory Whisky Erfahrung mit zahlreichen Sherry Casks und Sherry Malts gesammelt. Um sicherzustellen, dass diese erlesenen Whiskys tatsächlich in Fässern von höchster Qualität reifen, reist Suntorys Chief Blender Shinji Fukuyo regelmäßig nach Nordspanien, um sich persönlich vom gesamten Prozess – von der Auswahl und
Anfertigung der Fässer bis zur Reifung des Sherrys – zu überzeugen. Nach dreijährigem Einsatz für die Reifung von Sherry werden die Fässer nach Japan zu Suntory Whisky geschickt und für die Lagerung der Yamazaki Single Malt Whiskys eingesetzt.
Die Herausforderung
Sherry-Fässer sind gleichermaßen geschätzt und aufgrund ihres starken Charakters gefürchtet: Sie können leicht den typischen Whiskygeschmack übertönen. Damit die Malts von Yamazaki nicht von dem Geschmack nach Sherry oder spanischer Eiche beherrscht werden, wählt Shinji Fukuyo ausschließlich Fässer aus, in denen eine perfekte Balance von Yamazaki Single Malt und Sherry-Fässern entsteht. In diesen Fässern wird der für Yamazaki typische, reiche und vielfältige Geschmack verstärkt.
Aus der sorgfältigen Auswahl der spanischen Eichen, der Organisation der Sherry-Fässer und dem gesamten Reifeprozess entsteht der Nachfolger des „besten Whiskys der Welt“: Yamazaki Sherry Cask 2016. Die auf weltweit 5.000 Flaschen streng limitierte Abfüllung ist ab dem 01. Februar 2016 ausschließlich im ausgewählten Fachhandel erhältlich.
Tasting Notes Yamazaki Sherry Cask 2016
Farbe: Dunkelbraun Aroma: Rosinen und Kakao mit Anklängen von getrockneten Tomaten Geschmack: Vollmundig und süßlich mit einer feinen Balance aus Schokolade und Haselnuss. Nachklang: Langanhaltend und süß mit leichten Bitternoten.
Deutschland und der deutsche Sprachraum haben eine aktive, vielfältige und interessante Whiskyszene. Persönlichkeiten in der Industrie, im Handel und unter den Whiskyfreunden haben sie geprägt und ihren Weg bestimmt.
Auf Whiskyexperts wollen wir in lockerer Abfolge diese Personen zu Wort kommen lassen, um so ein umfassendes Bild dieser Szene zu entwerfen. Heute sprechen wir mit Tim Tünnermann. Tim Tünnermann ist The Glenlivet Brand Ambassador, Gründer von Die Whiskybotschaft GmbH, einem Online-Shop mit über 1000 Whiskys, Veranstalter von Seminaren und Verkostungen – und der Whiskyfair NRW. Zudem führt er gemeinsam mit Marco Jansen die Firma Whisky Investments GmbH, die sich auf Whisky als Anlageobjekt spezialisiert hat.
Vornehmlich zum Thema „Investieren in Whisky“, aber auch zu seinem Werdegang und seinen Vorlieben bei Whisky haben wir mit ihm ein Interview geführt, das wir hier veröffentlichen:
Lieber Herr Tünnermann, zunächst einmal Danke, dass Sie sich für dieses Interview zur Verfügung stellen. Vielleicht einmal ein paar Worte zu Ihnen. Wie entstand Ihre Leidenschaft zu Whisky, wo und wie sind Sie ihm zum ersten Mal begegnet?
Ganz klassisch. Auf einer Motorradtour 2003 durch Schottland haben meine Frau Michaela und ich unseren ersten Single Malt – Laphroaig 10yo – probiert und eine Destillerie besucht. Da war es um uns geschehen. Wir sind also über Schottland zum Whisky gekommen, nicht umgekehrt.
Dann hat sich irgendwann einmal der Whiskyhandel daraus entwickelt?
Nach mehreren Schottlandbesuchen und vielen Whiskykäufen war unsere Lagerfähigkeit zuhause 2005 erschöpft. Micha meinte, ich solle ein paar Flaschen verkaufen. Um meine Frau zufrieden zu stellen, habe ich einen Onlineshop gebastelt und ein Gewerbe angemeldet – mit der Annahme da kauft sowieso niemand – und meine Whiskysammlung eingestellt. Weit gefehlt – es lief direkt gut an. Da war mein Ehrgeiz geweckt. Im gleichen Jahr lernten wir Richard Paterson kennen, das war unsere Initialzündung. Richard ist unser Mentor und väterlicher Freund. Neben wichtigen News aus der Whiskywelt hat er mir ermöglicht, in 4 verschiedenen Destillerien in Schottland zu arbeiten. Das war nicht nur ein großer Vertrauensbeweis, sondern hat mir Einblicke ermöglicht, die es mir gestatten, unsere Kunden bestmöglich zu beraten.
Richard Paterson und Tim Tünnermann
Und wie kam es dann dazu, dass Sie angefangen haben, Whisky als Investment zu betrachten und daraus ein Geschäft zu machen?
Jeder Sammler, der einmal eine Flasche Whisky gekauft und später mit Gewinn wieder verkauft, ist im Prinzip auch Investor und Anleger. Er kauft und verkauft – hoffentlich – mit Gewinn. Marco Jansen, mein Geschäftspartner, ist Vermögensberater und Whiskyliebhaber, er und ich haben nur umgesetzt, was uns logisch erschien. Viele Menschen verfügen über mehr finanzielle Mittel als sie benötigen. Warum nicht in ein so schönes Produkt wie Whisky investieren und dabei noch bessere Ergebnisse erwirtschaften als bei vielen Aktien? Wir haben also Investoren gesucht und gefunden, die von der Idee genauso überzeugt sind wie wir.
Das Thema Whisky und Wertanlage ist ja sehr emotional besetzt, und viele, die sich dafür interessieren, tun es lieber diskret. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Es ist natürlich, dass die meisten Anleger nicht möchten, dass ihr Umfeld erfährt, über wieviel Geld sie verfügen. Schnell wird dann aus Freundschaft Neid. Die Erfahrung machen wir gerade bei Whiskyfreunden, die sehr emotional an Whisky gebunden sind. Für sie ist Whisky als Geldanlage geradezu Frevel. Schaut man sich aber im Internet um, stellt man sehr schnell fest, dass oft gerade diejenigen, die am vehementesten dagegen sind, die Ersten sind, die limitierte Abfüllungen kaufen und in Versteigerungsportalen mit Gewinn wieder verkaufen. Ich weiß, dass diese Aussage provokant ist, spiegelt aber nur unsere Erfahrung wieder.
Am Spiritsafe von Jura
Wenn wir sagen würden, dass das Investieren in Whisky ein sehr spekulatives Geschäft ist, wie würden Sie darauf antworten?
Keine Wertanlage oder Investition ist ohne Risiko. Whisky hat nur den Vorteil, dass man seine Anlage im Zweifelsfall genießen kann. Man bekommt im worst case nicht nur eine Mitteilung, dass das Portfolio leider nichts mehr wert ist. Man hat einen physischen Gegenwert, der einem im besten Fall auch noch schmeckt!
Wert ist ja immer eine Übereinkunft am Markt. Dass sich diese Übereinkunft rasch ändern kann, hat man ja zum Beispiel bei Bordeaux gesehen. Kann es passieren, dass Whisky, so wie dieser, einmal aus der Mode kommt und damit seinen Wert verliert?
Das Risiko besteht auf jeden Fall, vor allem bei „Hype“ Whiskys, also z.B. bei Abfüllungen, die gerade sehr gefragt sind, aber im Grunde nur Marketingkreationen sind. Bei klassischen Jahrgangswhiskys sehe ich die Gefahr weniger, ich glaube hierfür wird man immer Abnehmer finden. Aber man sollte den Markt auf jeden Fall im Auge behalten. Gerade jetzt, wo viele Destillerien neu gebaut werden, besteht die Gefahr, dass es in vielleicht 10 Jahren zu einem Überangebot an Whisky kommt. Auch wirtschaftliche Faktoren sind wichtig. Geht es in Asien und Russland wirtschaftlich bergab, kann das natürlich auf die Whiskypreise Einfluss haben.
Was zeichnet nach Ihrer Ansicht einen Whisky aus, in den man investieren kann?
Das ist relativ einfach. Limitierung, wenn möglich Originalabfüllungen oder bekannte unabhängige Abfüllungen, Jahrgangswhisky. Natürlich ist auch der Zustand extrem wichtig. Auch gute Punktzahlen bei Jim Murray oder Serge können ein Indikator sein.
Gibt es für den Anleger so etwas wie Faustregeln, nach denen man einkaufen sollte? Soll ich zum Beispiel überhaupt in Neuerscheinungen investieren oder eher in alte Abfüllungen?
Im Prinzip zählen die gleichen Punkte wie bei der vorherigen Frage. Gute Informationsquellen können Whiskyforen oder Whiskyblogs sein. Hier erfährt man oft Trends und Meinungen von Whiskyfreunden. Das ist nicht zu unterschätzen! Eine Anlage ist nur so gut wie sein Käufer. Es gibt Whiskys mit theoretischem Wert – nur wenn sie keiner kauft, bringt einem die Wertanlage nichts.
Und wie langfristig muss ich als Investor denken?
Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Whiskys, die entwickeln sich vom Wert unheimlich schnell – innerhalb von Monaten. Diese Whiskys erreichen aber meist auch schnell ein Plateau, nachdem nicht mehr viel passiert. Bei Klassikern bekannter Marken geht das oft langsamer, dafür auch beständiger. Ich würde sagen, ein guter Anlagehorizont sind 5-10 Jahre.
Im Warehouse von Fettercairn
Eine gängige Meinung, die man immer wieder in Gesprächen hört ist, dass es eigentlich schon zu spät sei, um in Whisky zu investieren, weil wir uns nahe den Höchstpreisen befänden. Sehen Sie das auch so?
Ich bin der Meinung, das Gegenteil ist der Fall. Gerade jetzt kommen noch viele gute, bezahlbare Qualitäten auf den Markt. Ob das in Zukunft auch noch so sein wird, steht zur Diskussion. Gute Fässer sind knapp, die Destillerien gehören meist großen Konzernen, bei denen es um Profit geht. Ob sich da die Qualität halten kann werden wir sehen.
Wie ist die Situation bei den Lost Distilleries? Da gibt es ja welche, von denen kaum mehr Fässer vorhanden sind – und seltsamerweise sind es nicht diese, wie zum Beispiel Coleburn oder Millburn, die die besten Preise erzielen, sondern solche, bei denen man getrost davon ausgehen kann, dass man noch längere Zeit mit Abfüllungen rechnen kann, wie zum Beispiel Port Ellen. Wie sehen Sie das?
Also prinzipiell glaube ich, dass fast jede Abfüllung einer Lost Distillery eine gute Anlage ist. Gerade auch die genannten Coleburn und Millburn sind gefragt. Port Ellen ist meiner Meinung nach „der Vater“ der Lost Distilleries. Ein zu seiner Zeit verkannter Whisky, viele Emotionen und außergewöhnlicher Geschmack. Port Ellen hat einfach alles, was ein Whisky mit Wertsteigerungspotential braucht.
Und wie sieht das mit extra für Sammler aufgelegten Sonderausgaben aus? Würden Sie selbst in solche investieren?
Aber natürlich! Nur – das sind typische Whiskys für die kurz- bis mittelfristige Anlage. Oder man muss sehr lange warten. Die Wertentwicklung dieser Whiskys ist meist auch nicht linear, sondern verläuft in einer Wellenbewegung.
Welche Summe müsste man in die Hand nehmen, um sich einmal vernünftig auszustatten?
Die Frage ist: Ausstattung zum Genießen oder als Geldanlage. Mein Lieblingswhisky kostet keine 30€. Als Geldanlage gibt es vieles zu beachten – vom steuerlichen Aspekt über Lager- und Versicherungskosten – da gibt es einige Fallstricke, denen sich viele nicht bewusst sind. Prinzipiell kann man auch mit wenig Geld viel erreichen. Wir haben Kunden, die monatlich einen kleinen dreistelligen Betrag investieren in etwa wie bei einem Bausparvertrag oder Lebensversicherung. Wir haben aber auch Kunden, die einen 6 stelligen Betrag investiert haben.
Als Investor möchte man ja irgendwann seine Anlageobjekte wieder verkaufen – welche Tipps haben Sie da? Eher über Auktionshäuser? Als ganze Sammlung? Einzeln an Private?
Das kommt auf die Menge und Wert der Whiskys an. Wer Einzelflaschen hin und wieder aus seiner Sammlung verkauft, ist sicher auf einer Versteigerungsplattform gut aufgehoben. Wobei man hier auf die Gebühren achten muss – die können leicht den Gewinn auffressen. Bei Sammlungen ist es wie bei Autos – mit Einzelteilen verdient man in der Regel mehr als mit der ganzen Sammlung, allerdings ist das auch mühsamer.
Wo sehen Sie momentan die größten Potentiale, wo die größten Gefahren für Leute, die in Whisky investieren?
Die größten Potentiale sind mit Sicherheit die noch recht gute – und in Relation günstige – Verfügbarkeit von Top Whiskys. Eine große Gefahr stellen Fälschungen dar, oft aus Süd- und Osteuropa. Wir haben immer wieder Anrufe von Leuten, die unser Leergut (von der Whiskybotschaft, hier schenken wir aus) kaufen wollen. Mit Verpackung noch besser. Wer kauft Leergut und dann noch massenweise??
Kommen wir noch einmal zurück auf Whisky als Genuss- und Verbrauchsmittel. Was ist ihre Lieblingsrichtung bei Whisky? Was sollte man unbedingt einmal probiert haben?
Ich glaube, beim Whisky ist es ähnlich wie beim Wein. Beim Wein fängt man meist süß an und hört trocken auf. Beim Whisky ist es ähnlich, nur das man hier meist in der Torfschiene landet. Das Schöne beim Whisky ist ja, dass es so unglaublich viele Geschmacksnuancen gibt. Für jede Gelegenheit gibt es den richtigen Malt. Wenn man sich mit Whisky beschäftigt, sollte man versuchen, aus jeder der größeren Regionen Schottlands einen Whisky zu probieren. Darüber hinaus ein paar Exoten aus Indien und Japan etwa. Und natürlich aus Deutschland! Wir haben in der Zwischenzeit ausgezeichneten Whisky aus unserem Land!
Und unsere Standardfrage zum Abschluss: Wären Sie ein Whisky, dann welcher – und warum?
Es kann nur einen geben… Laphroaig. Der Whisky, mit dem für meine Frau und mich die Whiskyleidenschaft begann!
30 bis 45 Jahre alt sind die Whiskys aus Glenglassaugh, die Serge Valentin heute zu Wochenbeginn verkostet. Und wer schon einmal das Vergnügen hatte, alte Abfüllungen aus dieser Highland-Destillerie zu probieren, der weiß, welche Wunder in ihnen stecken können: Einerseits fein ziseliert, andererseits mundfüllend und schwer beeindruckend.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es Serge auch bei seinen drei Samples nicht anders gegangen ist. Nur der älteste der drei Whiskys hat in seinen Augen schon etwas Präsenz verloren, aber auch das auf hohem Niveau…
Glenglassaugh 30 yo (44.8%, OB, +/-2015): 90 Punkte
Glenglassaugh 41 yo 1972/2014 ‚Rare Cask release‘ (50.6%, OB, refill sherry butt, cask #2114, 582 bottles): 93 Punkte
Glenglassaugh 45 yo 1968/2014 ‚Rare Cask release‘ (44.3%, OB, sherry hogshead, cask #1601, 349 bottles): 87 Punkte
Titelbild: Destillerie Glenglassaugh. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Die Hanse Spirit öffnet im Februar wieder ihre Pforten, und wir werden – gemeinsam mit dem Veranstalter – in der nächsten Woche wieder 3×2 Eintrittskarten für die Messe verlosen. Der Pressetext unten informiert über das Programm und die Neuheiten wie zum Beispiel etwas andere Öffnungszeiten:
HANSE SPIRIT 2016 Werden Sie zum Entdecker auf der 6. HANSE SPIRIT!
Vom 05. bis 07. Februar 2016 ist es wieder soweit: Hamburgs genussvollste Messe öffnet zum sechsten Mal ihre Türen.
Viele langjährige und auch einige neue Aussteller offerieren an drei Tagen Whisk(e)y, R(h)um, Cognac, Edelobstbrände, Gin, Liköre und vieles mehr. Die Öffnungszeiten wurden angepasst: Freitag (16-23 Uhr), Samstag (13-21 Uhr) und Sonntag (12-18 Uhr).
Dieses Mal ist die HANSE SPIRIT noch besser zu erreichen und lädt direkt gegenüber dem Fernsehturm in der Halle B1 auf über 6.300 qm ein, sich dem hochprozentig-leckeren & informativen Genuss hinzugeben.
Für einen deutlich schnelleren Einlass, wird es 4 statt nur 2 Kassenreihen für die Gäste geben (2x Vorkasse/VIP und 2x Barkasse/EC). Durch den Erwerb von vergünstigten Vorverkaufskarten im Online-Shop können die Gäste sowohl Wartezeit als auch Kosten sparen. Interessierte, Genießer, Fachhändler und Barmitarbeiter haben 2016 wieder die Möglichkeit Seminare zu besuchen, Erfahrungen auszutauschen und von dem umfangreichen Angebot zu kosten.
Die Besucher erkunden die hochprozentigen Genüsse aus aller Welt dieses Mal auf zwei Ebenen mit über 6.300 barrierefreien Quadratmetern. Es können zahlreiche Spirituosen für „kleines Geld“ direkt an den Ständen probiert und erworben werden, um sie dann auf rund 200 gut verteilten Sitzmöglichkeiten zu genießen.
Auf der Messe kann man sich von Stand zu Stand leiten lassen, besondere Tropfen zu je 2 cl und die kompetente Beratung genießen. Auch für eine gute und bezahlbare Grundlage ist durch den Partner Stockheim Catering gesorgt, deren Gerichte meist nur ca. € 6,- kosten. Ein Blick auf die tagesaktuelle Ausstellerliste mit den vielen Neuzugängen und Wiederkehrern beweist: man sollte schon ein paar Stunden einplanen, um sich einen guten Überblick verschaffen zu können.
Wer sich eingehender mit den verschiedenen Spirituosenthemen befassen möchte, dem seien die zahlreichen Seminare in Gruppen mit maximal 32 Teilnehmern empfohlen. Dort trifft man auf personifiziertes Wissen & Leidenschaft in Form von anerkannten Referenten wie zum Beispiel Jürgen Deibel (Independent Spirit Consultant für Pernot Ricard), Julia Nourney(Independent Spirit Consultant für HANSE SPIRIT), Detlev Sommer (Brand Ambassador Säntis Malt), Ewald Stromer (Brand Ambassador Bruichladdich & Botanist), Thomas Zilm (Brand Ambassador Ardbeg & Glenmorangie) und viele mehr.
Auch für Stammbesucher gibt es zahlreiche Neuzugänge zu entdecken. Wir werden Dank der Märkischen Spezialitätenbrennerei KG sogar eine Live-Brennanlage auf der Messe in Betrieb haben, so dass die Gäste vor Ort erleben können, wie ein Destillat entsteht.
Neben den vielen puren Spirituosen können auch Cocktails an mehreren Ständen und der HANSE SPIRIT Aroma Bar genossen werden. Am Freitag wird es ab 18 Uhr einen Cocktailwettbewerb geben, bei dem immer zwei Barkeeper gegeneinander antreten und binnen 20 Minuten einen Cocktail mit einer Überraschungs-Spirituose entwickeln. Das Publikum verkostet, stimmt ab und nach der Messe wird es ein Cocktail-Buch mit den besten Cocktails und viel Wissenswertem zu den Spirituosen, Zutaten, Barkeepern etc. geben.
Die HANSE SPIRIT ist DIE Endverbrauchermesse für Genießer in Hamburg. Die Eintrittskarten können vor Ort oder online unter www.hanse-spirit.de erworben werden, ebenso die Teilnahme an den Tastings. Gerade hier empfiehlt sich, die Tastingkarten im Voraus zu sichern, da diese meist recht schnell ausverkauft sind.
Weitere Informationen und Details zu Ausstellern, Programm und Tickets finden Sie unter www.hanse-spirit.de
Auf Zeit Online ist ein sehr interessantes Portrait über Keiichi Nakagawa, den Präsidenten der Nikka Whisky Distilling Co Ltd, und sein Unternehmen erschienen. Es beschäftigt sich mit dem Mann, der seine Leidenschaft tatsächlich zum Beruf gemacht hat und schon als Jugendlicher ein Faible für Whisky entwickelte. Er soll nach eigenem Bekunden auch seine Frau mit einer Whiskyverkostung für sich gewonnen haben.
Der Artikel geht auch auf die Entwicklung der Marke Nikka ein und zeichnet ein schönes Bild des Verhältnisses der Japaner zum Wasser des Lebens. Hier ein kleiner Ausschnitt als Appetitanreger:
In Japan will der Nikka-Chef mehr junge Leute und Frauen ansprechen. „Bisher gilt Whisky ja eher als Drink für reife Männer“, sagt er. Brauereien vermarkten erfolgreich Biercocktails, Sake-Hersteller preisen süßere Varianten an. Nikka kontert mit Sorten, die sich zum Mischen mit Cola oder Soda eignen. Nakagawa kann das geschmacklich zwar nicht ausstehen, hält es ökonomisch aber für nötig. „Wir hoffen schon, dass all diese Abwandlungen auch Appetit auf unsere Qualitätswhiskys machen“, sagt er und verrät sein langfristiges Ziel: „Wenn es etwas zu feiern gibt, sollen die Menschen zu einer Flasche Nikka greifen.“
Unser Bild (Copyright: Nikka) zeigt die Yiochi Distillery, die Heimat von Nikka-Whisky.