Whisky, Haggis und andere urschottische Dinge, die nicht von den Schotten sind

Dass Whisky ursprünglich nicht aus Schottland, sondern aus Irland stammt, wissen die meisten Whiskyfreunde. Dass aber auch Haggis und vier weitere Dinge, die wir als typisch schottisch kennen, keineswegs schottische Erfindungen sind, beleuchtet ein recht interessanter Artikel in The Scotsman.

Hier die Liste der nichtschottischen schottischen Objekte:

  • Whisky
  • Haggis
  • Golf
  • Schottenkaros
  • Dudelsäcke und
  • Rod Stewart

Woher diese sechs Dinge wirklich stammen, können Sie hinter unserem Link nachlesen.

Foto von Jonathunder, CC-Lizenz

Serge verkostet: Port Ellen

Im Port Ellen-Fach möchte Serge heute mit seiner Verkostung etwas aufräumen – wir verbuchen das unter Luxusproblem und freuen uns über eine, wie Serge selbst zugibt, völlig sinnlose Verkostungssession, weil keine der Abfüllungen mehr öffentlich käuflich ist. Freude unsererseits deshalb, weil jede Abfüllung mit 90+ Punkten bewertet wird und daher allein das Lesen der Beschreibungen ein Genuss ist…

  • Port Ellen 17 yo (59.5%, Douglas Murdoch, +/-2000?): 92 Punkte
  • Port Ellen 22 yo 1976/1999 (55.1%, Signatory Vintage, cask #4795, 282 bottles):90 Punkte
  • Port Ellen 21 yo 1976/1998 (57.3%, Wilson & Morgan, Barrel Selection, cask #4750, 234 bottles): 93 Punkte
  • Port Ellen 26 yo 1982/2005 (55.7%, Old Bothwell, cask #2473): 91 Punkte
  • Port Ellen 27 yo 1983/2010 (55.6%, The Whisky Agency, Private Stock, refill sherry, 96 bottles): 91 Punkte

Ach ja, und zum Thema Port Ellen hier noch ein Bild unseres Lesers Vladimir L., einfach so. Vladimir, we will pay a visit to you 🙂

vladimir port ellen

Titelbild: Port Ellen Maltings, Foto von Jan Kuchenbecker, GNU-Lizenz

Video: Raw Craft with Anthony Bourdain – Episode Six: Dufftown

Da die aktuellen News in dieser Woche nach wie vor nur spärlich eintröpfeln, möchten wir Sie heute zu Tagesbeginn wieder mit etwas Hintergrund und Atmosphäre versorgen, bevor die ersten Nachrichten in der Redaktion einlangen.

Das tun wir in Form eines schönen und sehr informativen Videos von knapp 15 Minuten Länge. „Raw Craft with Anthony Bourdain – Episode Six: Dufftown“ besucht die Destillerie Balvenie und den dortigen Malt Master David Stewart, um einen Blick auf die handwerkliche Kunst der Whiskyerzeugung in Schottland zu werfen. Anthony Bourdain begleitet im Video den Herstellungsprozess des Whiskys, und man sieht zum Beispiel auch Tun 1509 im Warehouse.

Tun 1509 im Warehouse der Destillerie Balvenie
Tun 1509 im Warehouse der Destillerie Balvenie

Das Video können Sie entweder hier bei uns auf der Site oder auf Youtube sehen. Wir wünschen jedenfalls zunächst einmal viel Vergnügen.

US Gesundheitsrichtlinien: Ein Dram am Tag ist „Teil eines gesunden Lebensstils“

Haben wir vor kurzem noch berichtet, dass die englischen Gesundheitsbehörden ihre Richtlinien für Alkoholkonsum verschärft haben, keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen mehr machen und generell festhalten, dass auch kleinste Mengen an Alkohol krebserregend sind, kommen jetzt andere Töne aus den USA.

Dort nämlich, so berichtet The Spirits Business heute, meinen die Gesundheitsbehörden in ihren neuesten Richtlinien, dass moderater Alkoholkonsum ein Teil eines gesunden Lebensstils sein kann. Täglich unbedenklich seien dabei:

  • für Frauen 45ml eines Drinks mit 40% Alkohol
  • für Männer sogar die doppelte Menge, also zwei Drams zu ca. 40ml

An der Geografie werden diese Unterschiede zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA wohl nicht liegen – und am unterschiedlichen Whisky wohl auch nicht. Wer ist da also im Recht? Und: Gibt es da überhaupt so etwas wie eine allgemein gültige Wahrheit?

Serge verkostet: Craigellachie (z.B. 13yo)

Als Serge Valentin das letzte Mal den Craigellachie 13yo verkostete, gab er ihm 79 Punkte. Darauf hin haben sich einige Leute beschwert, weil ihnen die Wertung zu niedrig erschien (nicht, dass Serge nicht immer wieder solche Beschwerden bekommt, wegen zu niedriger oder zu hoher Bewertungen). Aber sei es drum, Serge hat den Craigellachie 13yo also noch einmal verkostet, und andere Craigellachies dazu.

Die Wertung für den 13yo in der Originalabfüllung ist bei 79 Punkten geblieben. Was wieder einmal das Sprichwort von den Geschmäckern und den Ohrfeigen belegt…

  • Craigellachie 13 yo (46%, OB, batch #83-LH88 +/-2015): 79 Punkte
  • Craigellachie 8 yo 2006/2015 (46%, Càrn Mor, Strictly Limited, hogsheads, 725 bottles): 75 Punkte
  • Craigellachie-Glenlivet 21 yo 1994/2015 (53.1%, Cadenhead, Wine Cask, Sauternes, 246 bottles): 89 Punkte
  • Craigellachie 24 yo 1972/1996 (52.4%, The Bottlers, cask #6571): 89 Punkte
  • Craigellachie-Glenlivet 37 yo 1962/2000 (48.2%, Cadenhead, Millenium bottling, 144 bottles): 93 Punkte

Exklusivinterview: Master Distiller Fred Noe (Jim Beam)

reichertJuliane Reichert lebt als freie Autorin in Berlin und promoviert in Philosophie. Ihre Texte drehen sich vor allem um den Planeten des Hochprozentigen, um Geist im Kopf, im Glas und in kombinierter Form auf Reisen.

Für Whiskyexperts hat sie als Gastautorin im Rahmen der Interwhisky 2015 in Frankfurt/Main  ein exklusives Interview mit Fred Noe, dem Master Distiller von Jim Beam, geführt. Sie spricht mit ihm über seinen Werdegang, die Unterschiede zwischen Scotch und Bourbon und die Vorurteile, die dem Bourbon in Europa zum Teil noch entgegen gebracht werden:


Das Gerücht, dass es einen Qualitätsunterschied zwischen Scotch und Bourbon gibt, hält sich in Deutschland hartnäckig. Ich denke, dass es daran liegt, dass viele schon im Alter von 18 Jahren ihren ersten „Jim Beam Coke“ getrunken haben, aber erst mit 25 Jahren den ersten Laphroaig zu sich nehmen. Was halten Sie davon?

Meiner Meinung nach gibt es keinen Qualitätsunterschied zwischen Scotch und Bourbon Whiskey. Während Konsumenten früher zum Beispiel mit einem Jim Beam White eingestiegen sind, fangen viele junge Leute heute direkt mit einem Premium Whiskey an. Manche kaufen schon zum Einstieg Bourbons wie den Maker’s Mark oder einen Knob Creek. Auch Frauen fangen an, Bourbon zu schätzen. Sie wählen meist einen leichten Bourbon, wie zum Beispiel den Premium-Whiskey Basil Hayden’s. Sicher ist, dass nicht jeder Konsument mit einem Jim Beam White einsteigt. Durch das große Whiskey-Portfolio ist der Genuss von Whiskey sehr individuell und lässt sich nicht verallgemeinern.

Welchen Whiskey haben Sie eigentlich als erstes probiert?

Mein erster Whiskey war ein Jim Beam Produkt – der Old Tub. Das war der Whiskey, den mein Vater am liebsten getrunken hat. Er war vier Jahre alt – ein richtiger Bourbon eben. Ich muss zugeben, dass ich ihn nicht sofort zu schätzen wusste, denn er war sehr geschmacksintensiv. Zum Einstieg habe ich ihn dann erst mal gemischt.

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Trinken Sie gerne Scotch? Wenn ja, wie sieht es mit den rauchigen Whiskys aus? Ist es ein Widerspruch, beides zu mögen?

Ich trinke gerne einen guten Scotch. Vor allem die Single Malts. Mein Freund John Campbell von Laphroaig gibt mir gerne seine Whiskys zum Probieren. Ich muss zugeben, dass ich mich erst an den anderen Geschmack gewöhnen musste. Aber dann hat John mir erklärt, warum sein Scotch so schmeckt, wie er schmeckt und so begann ich auch Scotch zu schätzen. John und ich sitzen gerne gemeinsam in Bars auf der ganzen Welt. Wir essen und trinken gerne zusammen. Ich schätze seinen Scotch und er meinen Bourbon. Ich denke, dass es immer gut ist, zu sehen, was andere Leute produzieren. Daher trinken wir in Kentucky traditionell nicht nur unseren eigenen Bourbon sondern jeden Bourbon, den es in Kentucky gibt. Das machen wir alle so. Wir mögen einfach guten Whiskey und darum geht es schließlich.

Manche Menschen behaupten, dass man Scotch zum Beispiel nicht mit Wasser mischen sollte. Es gibt viele solcher Vorurteile. Gibt es irgendeine Art, Whiskey zu trinken, die Sie nicht empfehlenswert finden?

Ich bin der Meinung, dass jeder seinen Whiskey so trinken sollte, wie er ihm am besten schmeckt. Meine Mutter trinkt ihren Jim Beam White beispielsweise immer mit Ginger Ale und Ice. Gegen Wasser oder Eis habe ich ebenfalls nichts. Das sollte jeder selbst entscheiden.

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Ein weiteres Vorurteil besagt, dass Frauen keinen Whisky mögen. Ich persönlich liebe Whisky und besonders die getorften Sorten. Was haben Sie für geschlechtsspezifische Unterschiede beobachtet? Gibt es heute mehr Frauen, die Whisky trinken?

In Bardstown Kentucky, wo ich herkomme, haben Frauen schon immer Bourbon getrunken. Allerdings leben wir auch in einer Bourbon-Hochburg. Meine Großtante, die Tochter von Jim Beam, trank ihren beispielsweise immer auf Eis. Aber auch außerhalb Kentuckys beobachte ich, dass immer mehr Frauen Bourbon trinken. Sie trinken ihn sowohl als Cocktails als auch als puren Whiskey. Sie scheuen sich nicht davor, ein angeblich „männliches Getränk“ zu trinken. Es kann sogar sehr cool sein, wenn eine Frau in eine Bar geht und sich einen Bourbon bestellt. Die meisten Männer würden sich umdrehen, weil es eben doch noch ungewöhnlich ist. Man sollte übrigens nie den Fehler machen, einer Frau zu sagen, dass sie einen leichteren oder gar keinen Bourbon trinken sollte. Das kommt nicht gut an. Jeder Erwachsene kann Bourbon trinken und das so, wie er ihm am besten schmeckt.

„Distiller’s Masterpiece“ – der ja eine Hommage an ihre Familientradition ist – ist das neueste Produkt, das ich kenne. Können Sie uns sagen, was in Zukunft auf den Markt kommt?

Distiller´s Masterpiece ist ein Produkt, das auf einen Whiskey meines Vaters zurückgeht. Ausgangsbasis hierfür ist unser Bourbon, den wir noch einmal in einem anderen Fass reifen lassen. Wir haben das zum Beispiel mit Cognac- Fässern, Portwein-Fässern und in Sherry-Fässern ausprobiert. Die Idee, mit unterschiedlichen Fässern zu experimentieren, kommt von meinem Vater. Wer weiß, was sich noch entwickelt – wir haben jetzt beispielsweise Partner bei Suntory, der japanischen Destillerie. Vielleicht können wir von ihnen ein paar Fässer bekommen und den feinen japanischen Whiskey mit unserem Bourbon mischen. Aktuell ist das nicht geplant, aber es ist vorstellbar. Die Konsumenten wünschen sich eine Vielfalt an Bourbon. Also suchen wir immer wieder nach neuen Möglichkeiten, hochwertigen Whiskey herzustellen.

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Jim Beam steht für traditionelle Kompositionen auf der einen Seite und ganz persönliche Kreationen auf der anderen Seite. Können Sie beschreiben, wie Sie das Unternehmen geprägt haben – auf der geschmacklichen und der strukturellen Ebene?

Ich persönlich schätze das Aroma und den Duft eines Bourbons – die Wärme im Hals und das Finish am Gaumen. Produkte wie der Jim Beam Black, der Devil’s Cut, Knob Creek oder Booker’s – diese Whiskeys haben für mich das perfekte Geschmacksprofil. Mein Sohn und ich entwickeln Produkte, die geschmacksintensiv, angenehm im Abgang und für jeden geeignet sind. So hinterlassen wir unsere ganz persönliche Handschrift.

Auf der schottischen Insel Islay parfümieren sich einige Einwohner sogar mit Whisky. Ich koche gerne mit Whisky. Gibt es etwas, was Sie – abgesehen vom Trinken – mit dem Whiskey machen?

Wenn Besucher zu uns nach Kentucky kommen, möchten wir sie natürlich gut unterhalten. Daher organisieren wir kleine Grill-Shows. Wir grillen Schweinekoteletts, auf die wir am Ende etwas Booker’s Bourbon geben. Dann flambieren wir das Fleisch. Dadurch wird der Geschmack noch einmal intensiviert. Mein Vater hat damit angefangen und ich habe diese Tradition fortgeführt. Das macht immer sehr viel Spaß und das Fleisch schmeckt wirklich sehr gut.

Wenn man keinen Urgroßvater bei Jim Beam hat und Master Distiller werden möchte – wie schafft man das? Mussten Sie viel lernen?

Ja, es gibt eine Menge zu lernen. Um das Destillieren zu lernen, muss man schlichtweg sehr lange in einer Destillerie arbeiten. Es gibt viele Kleinigkeiten zu beachten: warum man dies tut oder eben gerade nicht. Oder wie man bei Problemen korrekt reagiert zum Beispiel. Die Arbeit in einer Destillerie ist das beste Training, um Master Distiller zu werden.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, irgendetwas anderes zu machen? Wollten Sie vielleicht mal Philosophie studieren, aber konnten den familiären Whiskey-Kreislauf nicht durchbrechen?

Bevor ich richtig bei Jim Beam eingestiegen bin, hatte ich sogar ein anderes Jobangebot als Tour Manager einer Country Band. Mein Vater hat mich dann aber schnell in die Distillerie geholt, um bei Jim Beam zu arbeiten. (lacht) Er hatte offensichtlich andere Pläne für mich. Wahrscheinlich wäre ich heute gar nicht mehr am Leben, wenn ich den anderen Job angenommen hätte. Mit einer Band auf Tour feiert man viel und lebt einen ganz anderen Lifestyle.

Haben Sie Ihre Entscheidung je bereut?

Ich habe die beste Entscheidung getroffen, das steht für mich außer Zweifel.

Whisky im Bild: Cotswolds Port Wood

Ein Spirit, der noch 30 Monate brauchen wird, um sich Whisky nennen zu dürfen, ist heute von der Cotswolds Distillery auf Twitter in einem Bild vorgestellt worden, und der Kleine sieht schon so gut aus, dass wir ihn Ihnen nicht vorenthalten wollen. Sechs Monate ist der Cotswolds New Make im Portwein-Fass gereift, und er zeigt schon eine beeindruckende Farbe. In 2 1/2 Jahren können wir ihn dann frühestens selbst verkosten.

Auf den ersten Whisky aus der Cotswolds Distillery müssen wir allerdings nicht mehr so lange warten – im Juni des nächsten Jahres wird es dann soweit sein.

Viel früher, nämlich in gut zwei Wochen, ist der erste Spirit aus der Wolfburn Distillery reif genug, um als Whisky abgefüllt zu werden.

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Neu: John Walker & Sons Private Collection 2016 Edition

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Die dritte Ausgabe der John Walker & Sons Private Collection ist erschienen. Sie widmet sich laut dem Hersteller dem Thema „Honignoten“ und wurde von Master Blender Jim Beveridge aus mehr als 100 Fässern komponiert. Die John Walker & Sons Private Collection 2016 Edition sei somit der komplexeste Blend, den das Unternehmen jemals hergestellt hat.

Von der John Walker & Sons Private Collection 2016 werden nur 8888 Flaschen auf den Markt gebracht werden. Ein Verkaufspreis ist noch nicht bekannt, auch die Website über den Blend ist momentan noch ein Kuddelmuddel aus Informationen über den Jahrgang 2016 und den aus dem Jahr 2014, aber das wird sich wohl mit dem Beginn der kommenden Woche ändern.

Wenn wir von Diageo eine offizielle Presseinformation bekommen, werden wir Sie natürlich mit den weiteren Informationen updaten.

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Video: Die Geschichte des Clan Grant (Glenfiddich)

Heute machen wir mit unserem Sonntagsvideo einmal einen Ausflug in die schottische Geschichte – genauer gesagt in die Geschichte eines schottischen Clans, dessen Name untrennbar mit der Geschichte Schottlands wie auch des schottischen Whiskys verbunden ist: Der Clan Grant, dem unter anderem die Destillerie Glenfiddich gehört.

Scotland Now bringt heute in seiner Serie über schottische Clans einen Bericht über die Grants und ihre bewegte Historie, die bis hin zur Versklavung der Familienmitglieder nach Barbados reicht, als Rache für ihre Teilnahme am jakobitischen Aufstand.

Der Artikel beleuchtet die bewegte Geschichte des Clans und macht in einem Video dessen Geschichte lebendig. Das Video (es dauert zweieinhalb Minuten und ist mit Informationen vollgepackt) können Sie im Artikel auf Scotland Now sehen. Allerdings sind da gute Englischkenntnisse durchaus hilfreich.

Ebenso dort zu sehen sind Verlinkungen zu weiteren Beiträgen über andere Clans, sodass einem spannenden Sonntag mit jeder Menge schottischer Familiengeschichte und Familiengeschichten nichts mehr im Wege steht…

Video: So wurde 1965 irischer Whiskey beworben

Fast auf den Tag genau 50 Jahre ist es her (genauer gesagt am 27. Dezember 1965), als im Rahmen der Serie „Discovery“ auf Raidió Teilifís Éireann, dem irischen Fernsehsender, eine Episode ausgestrahlt wurde, in der es auch um die Qualität und Besonderheit des irischen Whiskeys ging.

Fast schon absurd antik mutet uns heute der Erzählstil an, in dem die Information für den Zuseher vermittelt wird: frontal und fast gnadenlos trocken. Trotzdem: Der Fund, den uns unser Leser Michael Vielhaber zugesendet hat (Danke dafür!) ist ein knapp dreiminütiges Stück Whiskeygeschichte und absolut sehenswert.

Aus rechtlichen Gründen können wir das Video nicht direkt hier zeigen, bitte folgen Sie einfach unserem Link ins Archiv von Raidió Teilifís Éireann.

Whisky im Bild: Der neue Longmorn The Distiller’s Choice

Gestern haben wir über den zeitweiligen Abtausch des Longmorn 16yo durch einen neuen NAS Whisky berichtet, den Chivas für das Frühjahr geplant hat (um den Longmorn 16yo später in anderer Aufmachung wieder auf den Markt zu bringen). In der Zwischenzeit hat uns unser Leser Jörg Gratzki darauf aufmerksam gemacht, dass bei The Whisky Exchange der Longmorn „The Distiller’s Choice“ bereits im Programm ist und laut Website auch bereits lieferbar.

Die Daten dazu lassen wir, wie üblich, unkommentiert und zur Beurteilung durch unsere Leser: Der Whisky ist wie gesagt alterslos, mit 40% abgefüllt und kostet umgerechnet etwas über 60 Euro. Er kommt aus Hogsheads, Bourbon und Sherry Casks und sein Geschmack wird als süß und würzig mit Noten von Toffee und Ingwer beschrieben.

Und so sieht er aus:

longmorn the distiller's choice

The Whisky Lady: 3 alternative Reiseziele für Whiskyfreunde

Es muss nicht immer Schottland sein, will man seinen Urlaub rund um Whisky planen. Ann Sophie Bigot aka The Whisky Lady hat auf ihrem Blog einen Artikel veröffentlicht, in dem sie drei alternative Reiseziele für Whiskyfreunde vorstellt. Eines davon, Frankreich, liegt sozusagen vor der Haustüre, ein weiteres, Neuseeland, am anderen Ende der Welt. Auf eine andere Art und Weise entfernt ist Reiseziel Nummer drei, Island – aber auch dort sind interessante Destinationen in Bezug auf Whisky zu finden, so zum Beispiel die beiden Destillerien Eimverk und Thoran (ein Interview mit dem Gründer Birgir Már Sigurðsson können Sie hier bei uns lesen).

Unser Titelbild zeigt übrigens mit Gras gedeckte Häuser auf Island – auch abseits vom Whisky ist diese Insel sichtlich ein lohnendes Reiseziel…

Das sind die neuen britischen Empfehlungen für Alkoholkonsum

Wir haben ja schon vor kurzem darüber berichtet: Nach 20 Jahren sollen die Empfehlungen für sicheren Alkoholkonsum im Vereinigten Königreich neu ausgegeben werden. Nun ist es soweit, wie The Spirits Business berichtet, und die neuen Richtlinien sind wesentlich strenger als zuvor:

  • Die empfohlene wöchentliche Obergrenze für Alkoholkonsum wurde von 21 auf 14 Einheiten gesenkt (das entspricht ca. 7 kleinen Whiskys)
  • Diese Menge gilt für Männer wie für Frauen
  • Zwei bis drei alkoholfreie Tage werden empfohlen
  • Seinen Alkoholkonsum sollte man gleichmäßig über die Resttage verteilen und nicht an einem oder zwei Tage bündeln
  • Grundsätzlich gilt, dass es keine sichere Menge Alkokol oder sicheres Trinkverhalten gibt und jede Menge bereits ein erhöhtes Krebsrisiko bedeutet
  • In der Schwangerschaft ist jede geringe Menge Alkohol ein Risiko

Damit ist das Vereinigte Königreich jetzt unter den Ländern in Europa, die die schärfsten Richtlinien für den Alkoholkonsum ausgegeben haben. Und wahrscheinlich ist das auch sehr notwendig: Jeder fünfte Erwachsene dort liegt mit seinem Trinkverhalten über den empfohlenen Werten.

Auch Jameson Distillery von Flut in Mitleidenschaft gezogen (mit Video)

Auch in Irland hat das katastrophale Wetter der letzten Tage seine Spuren hinterlassen: Wie The Examiner berichtet, ist der Dungourney River bei Midleton über die Ufer getreten und hat auch das Gelände der Jameson Destillerie teilweise unter Wasser gesetzt. Die Überflutung sieht zwar aus der Luft sehr bedrohlich aus, aber anscheinend konnte dank des beherzten Einsatzes der Destillerie Schlimmeres verhindert werden – auch für die angrenzenden Gebiete. Mittels Pumpen konnte man, so der Examiner, Wasser von der Destillerie, den angrenzenden Wohngebieten und dem Gelände eines Rugbyclubs schnell entfernen.

Bilder und Videos zu den Überflutungen gibt es bei The Examiner.

(Die Jameson Distillery in Midleton. Bild: Whiskyexperts)