Der Umbau unserer Site ist gut über die Bühne gegangen und – abgesehen von einigen notwendigen Änderungen an älteren Beiträgen – auch abgeschlossen. Willkommen auf der frisch renovierten Whiskyexperts-Website.
Warum wir, nach einem halben Jahr, unser Layout wieder modernisiert haben, ist schnell erklärt. Den Grund dafür haben Sie wahrscheinlich in Ihrer Hosen- oder Jackentasche stecken: Über die letzten Monate ist die Nutzung unserer Site über Smartphones rapide angestiegen. Mittlerweile erfolgt mehr als ein Drittel der Zugriffe mobil. Und der Trend setzt sich fort – kein Wunder, als Nachrichtensite, die mehrmals täglich Updates bringt und zeitnah über Interessantes berichtet, sind wir natürlich prädestiniert für den mobilen Abruf.
Während unser bisheriges Layout über Tablets und Smartphones schon recht gut nutzbar war, gab es aber dennoch Schwächen, die wir mit den bisherigen Funktionalitäten nur teilweise beheben konnten. Jetzt, mit dem neuen Layout, bescheinigt uns Google 99% Optimierung auf Mobilgeräte – das restliche Prozent werden wir auch noch hinkriegen :-).
Aber wir denken, dass wir auch für Desktop-Nutzer noch besser und schöner geworden sind – so haben wir unter anderem unsere Kategorienseiten neu gestaltet (sehen Sie sich zum Beispiel einmal unsere Seite mit Nachrichten aus und über Islay an – kompakter kann man sich über eine Region nicht informieren).
Wichtig war es uns, uns von unserer bisherigen Struktur nicht zu weit zu entfernen – die Wiedererkennbarkeit auch nach unserem Update sollte unbedingt erhalten bleiben. Leser und Redakteure sind ja, bei aller Lust am Neuen, auch Gewohnheitstiere ;-).
Jedenfalls wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude mit Whiskyexperts – und ja, ein paar Überraschungen haben wir noch in petto…
Gerade einmal 218 Flaschen gibt es vom jetzt erschienenen Glen Grant 1950, den der größte unabhängige Abfüller Schottlands, Gordon & MacPhail, für Wealth Solutions, einen institutionellen Sammler und Anleger im Bereich Whisky, in die Flasche gebracht hat. Der Whisky, der am 14. Oktober 1950 destilliert wurde und dann 65 Jahre reifen konnte, ist in Fassstärke abgefüllt und hat noch erstaunliche 59.3%. Er hat damit über mehr als ein halbes Jahrhundert nur 4.2% Alkoholgehalt verloren – viel dichter kann ein Holzfass kaum sein.
Ausgeliefert wird der Whisky, der als „ungewöhnlich lebendig für sein Alter“ beschrieben wird, natürlich in einer aufwendigen Holzbox und einem entsprechenden Kristalldekanter, der durchaus gefällig und dezent gestaltet ist.
Einen Preis hat unsere Quelle nicht angegeben, man kann aber davon ausgehen, dass dieser eher im fünfstelligen Eurobereich liegen könnte. Dafür haben wir im Netz eine englischsprachige Verkostungsnotiz für den neuen Glen Grant 1950 entdeckt – der Rezensent ist nachlesbar begeistert von ihm.
Hohe Ehrung für ein Urgestein der schottischen Whiskyszene: David Stewart, seit fast 54 Jahren in der Whiskyindustrie tätig (und knapp davor, bei Balvenie in Pension zu gehen) wird von der Queen den Titel „Member of the British Empire“ (MBE) erhalten – natürlich als Auszeichnung für seine langjährige erfolgreiche Arbeit. Er ist einer von nur 12 Malt Masters, die in Schottland tätig sind, und vor allem für seine Arbeit rund um cask finishes berühmt.
Wann genau der stets bescheidene David Stewart diese Ehrung empfangen wird, ist nicht bekannt – es wird aber auf jeden Fall in diesem Jahr sein.
Die Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, wie sie momentan in Großbritannien ausgesprochen werden, sind seit 20 Jahren unverändert. Diese Richtlinien finden sich zum Beispiel auch auf importierten Whiskyflaschen. Frauen werden 2-3 Einheiten, Männern 3-4 Einheiten pro Tag als Richtschnur gegeben, das sind in etwa jeweils ein kleiner (25ml) Whisky pro Einheit (auf 40% Alkohol gerechnet).
Diese Empfehlungen sollen jetzt geändert werden – mit der Zusatzinformation, dass es ab einem mittleren Lebensalter keine „sicheren“ Grenzen beim Alkoholkonsum mehr gäbe. Zudem soll empfohlen werden, dass man zumindest an zwei Tagen pro Woche überhaupt keinen Alkohol mehr konsumiert.
Einheitliche Empfehlungen gibt es übrigens quer durch Europa nicht. Was bei den Briten noch als akzeptabler Alkoholkonsum gilt oder galt, wird in anderen Ländern bereits als deutlich suchtgefährdend eingestuft.
Mehr zum Thema unter dem Link zur Quelle (unterhalb des Artikels)
Ein Museum ist Dallas Dhu zur Zeit, auch wenn es vage Pläne gibt, die Destillerie wieder in Betrieb zu nehmen (diese Pläne stammen aus dem Jahr 2013 und wurden im letzten Jahr noch einmal kurz befeuert). Trotzdem wird Dallas Dhu natürlich momentan als Lost Distillery geführt, und die Abfüllungen, die man von ihr am Markt finden kann, sind nicht gerade günstig.
Das hält Serge Valentin natürlich nicht davon ab, Dallas Dhu hin und wieder zu verkosten – so auch heute. Drei Abfüllungen sind es diesmal:
Dallas Dhu 1975/2010 (40%, Gordon & MacPhail, licensed bottling, refill barrel): 84 Punkte
Dallas Dhu 29 yo 1975/2005 (45.5%, Signatory Vintage, bourbon barrel, cask #2353, 201 bottles): 86 Punkte
Dallas Dhu 35 yo 1979/2014 (53.7%, Cadenhead, Small Batch): 89 Punkte
Wegen des Umbaus auf ein neues Layout und neue Funktionalitäten kann es heute immer wieder zu kurzfristigen Störungen der Site kommen. Wir arbeiten daran, diese Effekte so gering wie möglich zu halten und denken, dass das Resultat die Unannehmlichkeiten mehr als wettmachen wird. Nachrichten werden wir aber natürlich trotzdem sammeln und veröffentlichen. In diesem Sinne: Bis bald auf der neuen Whiskyexperts-Site!
Unser heutiges Sonntagsvideo ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Erstens zeigt es die Destillerie Bladnoch, als sie noch von der Familie Armstrong geführt wurde (Martin Armstrong, der auch als unabhängiger Abfüller tätig ist, führt als Gastgeber durch die Destillerie). Und zweitens macht man mit ihm einen Rundgang durch die Destillerie, der den gesamten Produktionsvorgang bis hin zur Abfüllung in Flaschen zeigt und dem ziemlich nahe kommt, was man bei einer persönlichen Tour durch die nun unter australischer Führung stehenden Destillerie erleben würde. Knapp eine Viertelstunde können Sie so also Bladnoch genießen – entweder gleich hier oder auf Youtube. Das japanische Video ist mit englischsprachigen Untertiteln versehen.
Auch 2016 wollen wir von Zeit zu Zeit eine Rundschau durch englischsprachige Blogs machen, um über interessante Verkostungsnotizen für Sie zu berichten. Heute stellen wir diese Rundschau unter den Titel „Besonderes und Seltenes“, denn es geht vor allem um Abfüllungen, die man schwer bekommt oder für die man jede Menge Geld auf den Tisch legen muss:
Malt and Oak gönnt sich den 1981 Karuizawa, Le Maison De Whisky, Cask 136 – der Rezensent ist begeistert von der Kombination aus Eiche und Sherry, die am Gaumen anflutet.
Whisky for Everyone hat den Kininvie Special Release #1 ‚The First Drops‘ im Glas – dort empfiehlt man übrigens, ihn auf jeden Fall mit Wasser zu zähmen.
Bei Master Quill gibt es einen Springbank 15yo, der ungefähr 2003 abgefüllt wurde – hier gefällt vor allem der etwas höhere Sherryfassanteil im Vergleich zum damaligen Springbank 10.
Whisky Gospel verkostet einen – leider für Normalverdiener absolut unleistbaren – Glengoyne 35yo, den Sie auch auf unserem Titelbild sehen. Fast 4500 Euro muss man dafür ausgeben, und bekommt laut dem Verkoster einen fabelhaften Ausnahmewhisky.
Smokybeast schenkt sich einen Port Ellen 1982 von Douglas Laing aus der Old Malt Cask Serie ein – und sagt ganz einfach, dass das der beste Single Malt gewesen sei, den man dort jemals getrunken habe.
Bei Words of Whisky wird ein Old Pulteney 1997/2015 (53,4%, OB ‘Ambassador’s Cask for Sweden’, C#1085) verkostet – hier gibt man über 90 Punkte und ist spürbar begeistert.
Und so wie wir begonnen haben, hören wir mit Malt and Oak wieder auf, diesmal mit einem Rare Ladyburn 1975, 37yo von Signatory Vintage – man findet ihn dort interessant, aber nicht besonders komplex. Auch ein Ailsa Bay wurde dort verkostet, als eine junge Sherrybombe wird der Malt aus der Destillerie, von der es nur diese eine einzige Abfüllung von Malts of Scotland gibt, beschrieben.
Das neue Jahr bei Serge beginnt mit einer Springbank-Verkostung – und was für einer. Schöne, alte Abfüllungen, zum Teil aus den 1960ern bis 80ern, durchsetzt mit einigen aktuellen Bottlings, machen die Verkostung zu einem wahren Vergnügen. Das zeigen auch die Punktewertungen (91 Punkte für einen aktuellen Zehnjährigen, aber hallo!):
Springbank 1950-1978/1996 solera (+/-45%, solera firkin, demijohns): 92 Punkte
Springbank 12 yo (80° proof, Cadenhead’s, 1960s): 94 Punkte
Springbank 12 yo (43%, OB, +/-1985): 92 Punkte
Springbank 10 yo (46%, OB, +/-2015): 91 Punkte
Springbank 21 yo 1993/2015 ‚Brothers Reserve‘ (49.4%, Lockett Bros, bourbon hogshead, cask #470, 235 bottles): 89 Punkte
Springbank 14 yo 2000/2015 (49%, Cadenhead, Authentic Collection, New Zealand whisky cask, 234 bottles): 88 Punkte
2015 war ja für die schottische Whiskyindustrie ein eher durchwachsenes Jahr – in den ersten sechs Monaten ein Verkaufsrückgang um 3%, für das zweite Halbjahr liegen noch keine Zahlen vor. Nach einer Dekade starken Wachstums musste die Industrie Gegenwind und Rückgänge verkraften – gar nicht so einfach, wenn man über lange Zeit ein Liebkind von Fortuna war.
In Herald Scotland ist heute ein längerer Artikel darüber erschienen, wie die Industrie die Aussichten für das begonnene Jahr einschätzt. Tenor: auch wenn man keinen Jubel hört, so ist man quer durch die Destillerien und Konzerne doch verhalten optimistisch. Auch wenn zum Beispiel Repräsentanten der Edrington Group, die unter anderem in dem Artikel zu Wort kommen, die Schwierigkeiten des letzten Jahres auch im Jahr 2016 nicht aufgelöst sehen, so ist man zumindest mittelfristig durchaus sehr optimistisch.
Auch zu Wort kommen David Frost von der SWA, Billy Walker von der Benriach-Gruppe, oder eben Ian Curle von der Edrington Group. Insgesamt gibt der Artikel so einen schönen Überblick über die (öffentliche) Stimmungslage in der Branche…
Noch vor dem Jahreswechsel hat die Isle of Harris Distillery (hier haben wir unsere bisherigen Berichte darüber zusammengefasst) ihre ersten vollen Fässer in ihre Lagerhäuser gebracht. Laut einem Bericht des Island News & Advertiser, der im Jahr 2012 für die Inseln Schottlands gegründeten Zeitung, sind die Fässer 1, 2 und 3 nun mit dem Destillat aus dem ersten Run befüllt worden. Er fand kurz vor Weihnachten statt und hat insgesamt 561 Liter New Make ergeben.
Der erste Batch von The Hearach, so wird sich der Whisky nennen, schlummert nun für mindestens drei Jahren in den Fässern aus der Buffalo Trace Distillery, damit der Spirit reifen und die Aromen aus dem Eichenholz ziehen kann. Durchaus möglich, dass sich die Destillerie aber für eine längere Reifezeit entscheidet – das Klima verlangsamt diese eher als dass sie sie fördert.
Wie der New Make schmeckt? Anderson ‘Burr’ Bakewell, der Gründer und Chairman der Destillerie, beschreibt ihn so: Fruchtig und gleichzeitig floral, Birnendrops und sanfter Torfrauch, gleichzeitig süß und ein wenig ölig.
In unserer regelmäßigen Rubrik “Whisky des Monats” stellen wir Ihnen, sehr subjektiv gesehen natürlich, Whiskys vor, die wir besonders mögen und denen wir eine breitere Öffentlichkeit wünschen. In diesem ersten Monat 2016 sind es die Whiskys von Michel Couvreur, womit wir das neue Jahr direkt mit einem Regelverstoß beginnen.
Es gibt sie einfach nicht mehr: Diese beeindruckenden Whiskys, in Fässern gereift, welche vorher lange Zeit in der Sherry-Herstellung zum Einsatz kamen. Jene Ex-Sherry-Fässer, die durch die Jahre langer Befüllung mit den unterschiedlichen Spielarten des Sherrys sich mit diesen Aromen vollgesogen haben. Und denen dann auch genügend Zeit nach ihrer Zeit in Spanien gegeben wird, in den ware houses diese Aromen zu übertragen und so für Old School Whiskys sorgen. So empfand es auch Michel Couvreur, dies allerdings schon vor über 30 Jahren. Und so scheint es sich mit den Klagen über eine schwindende Qualität des Whiskys ähnlich zu verhalten wie mit den Klagen über die heutige Jugend. Denn die Klagen über ihre schlechten Manieren und ihre Verachtung von Autorität begleiten die Menschheit spätestens seit Sokrates – ohne dass die Jugend dadurch sich änderte oder diese Klagen verstummten.
Michel Couvreur Foto: Marco Bonn
Michel Couvreur, 1928 in Belgien geboren, führte seine Tätigkeit im Weinhandel in den 50er Jahren auf die britische Insel und auch nach Schottland. Dort lernte er den Scotch Whisky kennen, lieben und erlernte auch die Geheimnisse der Herstellung – von der Auswahl der Gerste bis zur Lagerung in früheren Sherry-Fässern. Und er musste dort dann auch erleben, dass der Anteil dieser Fässer immer geringer wurde. In den 70er Jahren zog es ihn wieder auf den Kontinent, in Bouze lès Beaune/Burgund in Frankreich war er nun Besitzer eines alten, in Fels geschlagenen Weinkellers. Auf halbem Wege zwischen Schottland und Spanien begann er nun, seine eigenen Whiskys zu kreieren. Seine jahrelange Tätigkeit im Weingeschäft ermöglichte ihm, seinen Keller mit ausgedienten Sherry-Fässern zu füllen, und aus Schottland bezog er das Destillat, und dieses fand dann in seinen eigenen Fässern die notwendige Umgebung und Zeit, um zu Whisky nach seinen Vorstellungen zu reifen.
Michel Couvreur verstarb am 17. August 2013. Doch seine Idee von sherrylastigem Whiskys wird von seinem Schwiegersohn Cyril weitergeführt.
Ein Blick in den Felsenkeller Foto: Marco Bonn
Zur Zeit lagern etwa 600 Fässer im Fels-Keller und einem kleinen Zwischenlager. Die Grunddestillate bezieht Couvreur Whisky aus 20 schottischen Brennereien. Pro Jahr werden ca. 50.000 Flaschen abgefüllt, den größten Teil machen die Bottlings Clearach, Unique und Intravaganza aus. Wir stellen heute allerdings zwei andere Couvreur Whiskys vor.
Michel Couvreurs Candid und Overaged Malt Whisky
Die Malts des Candid kommen, so liest man im Internet, von der Insel Islay und lagerten in Pedro Ximenez Fässern. Seine Nase führt uns auf eine Kirmes. Zum Duft und der Süße von Zuckerwatte und Paradiesäpfeln paart sich kalter Rauch und maritime Noten in Form von ein klein wenig salziger Meeresluft. Am Gaumen, leicht trocken, leicht bitter und würzig mit einer dezenten alkoholischen Note, entwickelt der Candid eine zarte Süße, je mehr Zeit ihm gegeben wird, bevor er sich voll und lang anhaltend im Finish mit einem Anflug von Rauch verabschiedet.
Der Overaged Malt Whisky besteht aus einem Vatting unterschiedlich alter Whiskys. Der Jüngste ist 12 Jahre alt, die Ältesten durften bis zu 27 Jahre im Fass reifen. Mit 43 % Vol. abgefüllt, lassen sich der verhaltenen und weichen Nase zarte Lakritz-Noten mit Toffee und Vanille entlocken. Am Gaumen zeigt er dann allerdings einen starken Antritt, sehr ölig mit fruchtigen Aromen von Birne und Citrus ist der Overaged hier ein sehr komplexer Malt Whisky. Sein sehr wärmendes, würdevolles und elegantes Finish ergänzen die Eindrücke des Gaumens.
Das Wohnhaus der Couvreur, der Keller befindet sich unter und hinter dem Haus Foto: Marco Bonn
Couvreur Whiskys sind keine Massenware. Nach ihrer Zeit in den Eichenholzfässern verweilen sie noch in großen Glasbehältern, bevor sie dann nach Bedarf in die viereckigen Flaschen abgefüllt und mit einem über eine Ecke geklebten Label versehen werden. Verschlossen sind diese Flaschen mit einem Weinkorken, diese werden zudem noch mit Wachs versiegelt. Vor dem Öffnen eines Couvreur Whiskys empfiehlt es sich, die Flasche kopfüber in sehr heißes Wasser zu tauchen, so dieses Wachs zu erwärmen und dann mit einem scharfen Messer zu lösen. Ohne diese Prozedur lässt sich das Wachs nur in sehr kleinen Stücken von der Flasche lösen, die sich dann überall in der nächsten Umgebung verteilen.
In diesem Monat halten wir uns erstmals nicht an unsere Regeln für einen Whisky des Monats. Denn neben einer uns überzeugenden Qualität war es uns auch immer wichtig, dass eine Abfüllung oder die Whiskys einer bestimmten Destillerie auch verfügbar sind. Und dies ist bei den Michel Couvreur Whiskys nicht unbedingt gegeben. Zwar generieren die gängigen Suchmaschinen für den Online-Einkauf einige Treffer, doch oft befinden sich die Couvreur-Abfüllungen „Out of Stock“ und ihre Aufnahme ins Verkaufsportfolio dient anscheinend manchmal nur der Optimierung von Suchmaschinenergebnissen.
Diese nur bedingte Verfügbarkeit führte dazu, dass wir von den Couvreur Whiskys mehrmals als möglichen Whisky des Monats wieder Abstand nahmen. Dass wir es jetzt doch tun, liegt daran, dass man ihre Qualität nicht ignorieren kann. Die Entscheidung dazu ist gefallen, bevor einer der deutschen Importeure unser Werbepartner wurde. Das sei, im Sinne der Transparenz, ausdrücklich festgehalten.
Die Redaktion von Whiskyexperts möchte sich bei allen Lesern und Partnern für die Treue und das große Interesse im abgelaufenen Jahr bedanken. Dass wir mit unserer Mischung aus Neuigkeiten und Berichten den Geschmack unseres Publikums getroffen haben, sehen wir an den stetig wachsenden Zugriffszahlen, sei es nun durch unsere vielen Stammleser oder durch die neuen Whiskyfreunde, die über Suchmaschinen zu uns finden. Monat für Monat sehen wir fast 30% Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und das nicht nur auf der Website, sondern quer durch alle unsere Kommunikationskanäle wie Facebook oder Twitter. Dafür herzlichen Dank!
Wir werden auch im Jahr 2016 mit viel Energie an der Erweiterung und Verbesserung unserer Site arbeiten. Einige Resultate der Bemühungen, die wir im Hintergrund laufen haben, werden Sie schon in den nächsten Wochen sehen können. Wir freuen uns jedenfalls darauf, das nächste Jahr mit Ihnen und für Sie zu verbringen.
Einen guten Rutsch wünschen wir, und Ihnen allen ein erfolgreiches, glückliches und gesundes 2016, dem so mancher gute Whisky jeweils ein ganz besonderes Glanzlicht verleihen soll.
Serge Valentin macht ein Interview mit sich selbst – und was anderswo in Eitelkeiten verenden könnte, führt hier zu einer höchst interessanten Betrachtung des Whiskymarkts, der No Age Statement Whiskys und der generellen Zukunft unseres liebsten Genussmittels. Hat Whisky den Gipfel der Popularität überschritten? Entwickelt sich der Markt so, wie er es bei Bordeaux tat? Und ist das Mittelmaß bereits das Maß aller Dinge?
Ein ausführlicher (englischsprachiger) Beitrag, bei dem sich jede Zeile zu lesen lohnt.