Whisky als Investition und satte Gewinne

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Der Artikel „Whisky statt Wein: 1300% Gewinn“, den wir heute morgen auf www.foonds.com fanden, präsentiert inhaltlich nicht viel Neues. Es werden die üblichen Verdächtigen aufgezählt, sei es Abfüllungen, Auktionshäuser oder Whisky-Fonds. Und auch die Schlusszitate von Mark Gillespie und Mahesh Patel haben wir an anderen Stellen von anderen Personen schon mehrmals gelesen.

Warum wir diesen Artikel trotzdem erwähnen: Auf Sku’s Recent Eats fanden wir den Hinweis, dass auf der Federal TTB Database diese Woche das Label eines Highland Park, destilliert im Jahre 1968, erschienen ist. Das Besondere ist, dass dieser Whisky schon 2009 abgefüllt wurde und erst 5 Jahre später auf dem US-amerikanischen Markt erscheint.

Label, Banderole und Alkoholgehalt gleichen dem Highland Park 1968 aus der Orcadian Vintage Serie, welche ebenfalls 2009 abgefüllt wurde. Einzig das Volumen der Flasche ist unterschiedlich und beinhaltet die US-typische 0,75-Liter. Die 0,7-Liter-Flasche ist, trotz einer geringen Auflage (nur 1550 Flaschen wurden abgefüllt) immer noch im Online-Handel erhältlich. Überraschend, denn eigentlich hat diese Abfüllung alles, was eine Rarität braucht: geringe Verfügbarkeit, aus einer geschätzten Destillerie kommend und ein hohes Alter.

Es drängt sich ein wenig der Verdacht auf, dass der Highland Park 1968 sich zum Ladenhüter entwickelte und nun die Reste, umgefüllt in 0,75-Liter-Flaschen, auf dem US-amerikanischen Markt präsentiert werden. Und, um auf den Anfang dieses Posts zurück zu kommen: Es scheint doch nicht so einfach zu sein, hochpreisigen Whisky verkaufen. Und warum nicht, ist auch nicht immer nachvollziehbar. Und warum dann immer noch solch hohen Gewinnerwartungen mit Whisky-Abfüllungen verbunden werden, allerdings auch nicht.

 

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Video: The Isle of Mull

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Zum Wochenende möchte wir Ihnen wieder einmal ein Video auf Youtube vorstellen, das uns sehr gefallen hat. Diesmal sehen wir die Insel Mull, die Heimat der Destillerie Tobermory. In gut sieben Minuten werden die Eigenart der Landschaft und das Typische einiger Plätze auf Mull hervorragend eingefangen. Viel Vergnügen!

Der Boom bei Craft Distilleries in den USA

Ein interessanter Artikel über Craft Distilleries in den USA und die King’s County Distillery in New York im Speziellen findet sich heute in smartblogs.com. Der Artikel beleuchtet die Hintergründe für den Boom, den Alltag einer Craft Distillery und was sie den Großen des Business entgegenzusetzen haben. Ebenfalls erwähnt im Artikel: Die Chicagoer Craft Distillery Koval des Österreichers Robert Birnecker.

Die King's County Distillery in New York.
Die King’s County Distillery in New York.

Laphroaig Live 2014 kommt nach Stockholm

Laphroaig-Live-2014

Laphroaig geht mit ihrer Live Show in diesem Jahr nach Schweden, genauer gesagt auf die Insel Fjäderholmarna, welche in direkter Nähe von Stockholm liegt. Erneut wird Destillery Manger John Campbell durch Laphroaig Live führen. Zu Gast sind in diesem Jahr die schwedische Moderatorin und Komikerin Nour El-Refai, Peter Borg, stellvertretender Vorsitzender der Swedish Whisky Association sowie Vorsitzender des Whisky Club HABOST, und Håkan Dahlberg, Gründer des Blogs „I Love Whisky“.

Live verkostet werden in Schweden die neue Abfüllung Laphroaig Select, das diejährige Cairdeas Bottling sowie ein 12-jähriger Laphroaig, der exklusiv in den nordischen Ländern erhältlich ist. Über die vierte zu verkostende Abfüllung kann online entschieden werden. Zur Auswahl stehen der 10-jährige und der 18-jährige Laphroaig.

Für die Begleitung zu den Whiskys ist das Restaurant Rökeriet zuständig. Aus ihren Räumen wird Laphroaig Live übertragen, an diesem Abend werden sie geräucherten Elch, Rentier und Lachs in der Ostsee servieren, welche über mit Laphroaig getränkten Holt geräuchert wurden.

Wie immer können Fragen, die an diesem Abend dann live beantwortet werden, vorab an Laphroaig auf der Laphroaig Live Website,  per Mail, Facebook oder Twitter gesendet werden. Fehlt eigentlich nur noch der Termin:

Laphroaig Live 2014 findet am 24. September um 20:00 Uhr CET statt.

PR: Kilbeggan Geschenksets

Von Kilbeggan, dem irischen Whiskey, erreichte uns heute diese Pressemitteilung über neue Geschenksets, die wir für Sie in Auszügen wiedergeben:

Kilbeggan Irish Whiskey läutet Whiskey-Saison ein

Ein guter, irischer Whiskey ist ein ganz besonderes Geschenk. Vor allem, wenn es sich dabei um einen wahren Geheimtipp wie den Kilbeggan Irish Whiskey handelt. Passend zur Whiskey-Saison präsentiert sich der Blended Whiskey aus der ältesten lizenzierten Destillerie Irlands ab 1. Oktober in einer limitierten Geschenkverpackung mit hochwertigem Tumbler. Ob zum Geburtstag, zum bevorstehenden Weihnachtsfest oder für die eigene Hausbar, Kilbeggan Irish Whiskey ist das perfekte Geschenk für alle Whiskey- Liebhaber, die auf der Suche nach einer echten Besonderheit sind.

Mild und zugleich charaktervoll gilt der Kilbeggan Irish Whiskey aus dem Herzen Irlands hierzulande immer noch als Geheimtipp. Seine Aromen von Pfirsich, warmen Vanillenuancen und leichte Malztöne machen ihn zu einem facettenreichen Genusserlebnis und seine leichte, karamellartige Süße wird durch feine Malzaromen sowie lang anhaltende Eichennoten im Abgang ausbalanciert. Der Blended Irish Whiskey wird nach irischer Tradition zweifach destilliert, wodurch mehr Geschmack erhalten bleibt als bei der dreifachen Destillation.

Passend zur Whiskey-Saison präsentiert sich der Kilbeggan Irish Whiskey ab Oktober nun als attraktive Präsentbox. Ausgestattet mit einer hochwertigen Soft-Touch-Oberfläche und exklusivem Tumbler ist er für 13,99 Euro (UVP) ab 1. Oktober im Handel erhältlich.

Geschenkverpackung Kilbeggan Irish Whiskey

Serge verkostet: Inchgower

Inchgower ist nicht gerade die Destillerie, die einem zuerst einfällt, wenn man an schottischen Whisky denkt. Ihr Blend, Bells, ist da schon eher bekannt. Wie steht es aber um die Single Malts, die in dieser Destillerie abgefüllt werden? Serge hat jetzt einige davon verkostet, und sieht man sich die Wertungen an, könnte schon ein gewisses Vermissungsgefühl auftreten – die sind nämlich oftmals beachtlich:

  • Inchgower 12 yo (40%, OB, 75cl, +/-1985): 89 Punkte
  • Inchgower 14 yo (43%, Flora and Fauna, +/-2012?): 86 Punkte
  • Inchgower 28 yo 1982/2010 (50.4%, Bladnoch Forum, hogshead, cask #6965, 242 bottles): 78 Punkte
  • Inchgower 1982/2011 (52.9%, Berry Bros & Rudd for La Maison du Whisky, cask #6984): 90 Punkte
  • Inchgower 29 yo 1982/2011 (54.5%, Berry Bros & Rudd, cask #6967): 91 Punkte
  • Inchgower 33 yo 1980/2013 (52.6%, Malts of Scotland for W-D info, sherry hogshead, cask #MoS 13069, 189 bottles): 87 Punkte
  • Inchgower 35 yo 1966/2001 (67.5%, Scotch Malt Whisky Society, #18.15, ‚curry powder and dark rum‘): 89 Punkte
Destillerie Inchgower.  Bildrechte bei Lars Pechmann.
Destillerie Inchgower. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Neu: Mackie’s Whisky & Haggis Chips

Jetzt muss man auch bei den Chips nicht mehr auf den Geschmack von Whisky verzichten, zumindest nicht in Schottland: Mackie’s bringt laut einem Bericht von Scotland of Food and Drink zwei neue Sorten auf den Markt, und zwar Venison & Cranberry (ebenfalls ziemlich schottisch) und Whisky & Haggis. Es gibt sie seit vorgestern in schottischen Co-Op Geschäften, ab Oktober dann in Tesco und Asda – aber ebenfalls nur in Schottland. Und wer deswegen die Reise nicht unternehmen will, der braucht dann wohl einen schottischen Freund, der ihm diese Leckereien schickt…

mackies-scotland-chips

PR: Uisce Beatha im Exklusivvertrieb bei www.irish-whiskeys.de

Wir haben ja vor kurzen von einem neuen irischen Whiskey namens Uisce Beatha berichtet (siehe hier), der ab Anfang September auf den Markt kommen wird. Nun hat uns dazu folgende Pressemitteilung erreicht, die wir, gemeinsam mit mehr Infos über den Whiskey, hier auszugsweise bringen:

Das Logo von Uisce Beatha Irish Whiskey
Das Logo von Uisce Beatha Irish Whiskey

ROK Stars, das Unternehmen für die Entwicklung von Konsumgütern und Umweltprodukten, gab bekannt, dass seine Sparte ROK Drinks zusammen mit www.irish-whiskeys.de eine Vereinbarung zum exklusiven Vertrieb von Uisce Beatha Real Irish Whiskey in Deutschland unterzeichnet hat.

Die Vereinbarung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

www.irish-whiskeys.de ist ein schnell wachsender Importeur und Händler von Irish Whiskey in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main, der von Mareike Spitzer gegründet wurde.

Jonathan Kendrick, Vorsitzender von ROK Stars erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit Mareike und ihrem Team Uisce Beatha Real Irish Whiskey in Deutschland zu vermarkten und zu vertreiben. Der europäische Markt ist der Schlüssel zur globalen Entwicklung unserer Produktpalette von ROK Drinks, bei der Uisce Beatha eine bedeutende Stellung einnimmt. Wir freuen uns auf dasselbe schnelle Wachstum beim Verkauf von Whiskey in Deutschland, wie wir es bereits in den USA, dem Vereinigten Königreich und Schweden feststellen dürfen.“

ROK Drinks wurde gemeinsam von John Paul DeJoria, bekannt als „Amerikas beliebtester Unternehmer“, und dem britischen Unternehmer Jonathan Kendrick gegründet. John Paul DeJoria ist als Mitbegründer von Paul Mitchell bekannt, dem größten Haarpflegeunternehmen in privater Hand in ganz Nordamerika, sowie als Mitbegründer von Patron Tequila, der weltweit führenden Premium-Tequilamarke. Zum Produktportfolio von ROK Drinks gehört neben Uisce Beatha Real Irish Whiskey auch ABK Bavarian Beer, OVAL Vodka und Bogart’s Real English Gin.

Mareike Spitzer, die Gründerin von www.irish-whiskeys.de fügt hinzu: „Wir sind sehr erfreut Uisce Beatha zu unserer Produktpalette hinzuzufügen, da es ein ausgezeichneter Whiskey ist, der perfekt zu unserem Auftrag passt, deutschen Kunden nur die Besten der Irish Whiskeys anzubieten. Wir möchten unsere erste exklusive Vertriebsphase dazu nutzen, die Marke bei unseren Kunden in ganz Deutschland zu etablieren.

„Uisce Beatha“ („ish-ka ba-ha“ ausgesprochen) ist die altgälische Bezeichnung für „Wasser des Lebens“. Whiskey wurde das erste Mal von irischen Mönchen vor mehr als 1.000 Jahren destilliert und so wurde aus „uisce“ die englische Bezeichnung „Whiskey“.

Informationen zum Uisce Beatha:

Der Uisce Beatha ist ein blended Irish Whiskey mich einem, warmen, weichen und runden Charakter beeinflusst durch die Holzfässer.Der Whiskey hat eine Süße und eine nussige Komplexität. Hier sind alle typische Merkmale des irischen Whiskeys vereint. Er hat keine harten Kanten. Er ist weich, aber intensiv und voller Charakter.

Trotz seines ausgiebigen Charakters, ist es ein Easy-Drinking Whiskey. Es ist ein Blend aus Single Malt und Single Grain Whiskey.

Vol.: 40%

Farbstoff: Ja

Hersteller: ROK Spirits

Aroma: Vanille, Toffee, Malz und weiße Schokolade

Geschmack: geröstetes Holz, Holznoten, Vanille

Nachklang: mittelland mit Vanille

Preis: 32,90 EUR

Erhältlich ab 3.9. 2014 bei www.irish-whiskeys.de

uiscebeatha

Pernod Ricard streicht 900 Stellen

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900 Stellen, das sind 5% aller weltweit Beschäftigten bei Pernod Ricard, werden auf Grund von Sparmaßnahmen abgebaut, berichtet Pressandjournal.co.uk. Einzusparen sind 120 Millionen Pfund. Im Juni war noch die Rede von 60 Stellen in Frankreich (wir berichteten hier), nun sind es 100 dort und 800 in anderen Ländern – man kann oder will aber noch nicht sagen, wo.

13 Distillerien gehören in Schottland zum Konzern, darunter Aberlour, Miltonduff und Glenlivet.

pernod

 

Ardbeg Returns – und Supernova gibt sein Comeback (mit Tasting Notes)

Hier kommt die offizielle Pressemitteilung von Ardbeg:

Das erste Whisky-Destillat im All kehrt am 12. September 2014 nach drei Jahren auf die Erde zurück

Supernova ist wieder da! Ardbeg veröffentlicht eine Neuauflage seines torfigsten Single Malt Whiskys und bietet ihn exklusiv den Mitgliedern des Ardbeg Committees als limitierte Edition an. Ardbeg Supernova – benannt nach einer extrem hellen Sternenexplosion – ist eine Hommage an den Abschluss eines bislang einzigartigen Forschungsexperiments: Eine Ampulle mit einem Destillat der schottischen Destillerie kreiste an Bord der International Space Station (ISS) drei Jahre lang im Orbit. Die Probe wird am 12. September 2014 auf der Erde zurückerwartet.
Im Jahr 2011 startete die schottische Whisky-Destillerie Ardbeg die Erforschung der Whiskyreifung in der Schwerelosigkeit mit der erstmaligen Entsendung eines schottischen Destillats in die Erdumlaufbahn. Eine speziell für die Weltraummission geschaffene Probe, mit Eichenholzpartikeln versetzt, umkreiste mit einer Geschwindigkeit von 27.724 km/h die Erde rund 15-mal täglich – für 1.045 Tage. Gleichzeitig ging eine weitere Ampulle auf eine wesentlich unkompliziertere Reise – in das „Warehouse Nummer 3“ der Ardbeg-Destillerie auf der schottischen Insel Islay, wo sie als Kontrollprobe unter irdischen Bedingungen reifte.

Mit Rückkehr zur Erde werden beide Proben zur Untersuchung in ein Labor nach Houston, Texas gebracht. Dort wollen Wissenschaftler herausfinden, welche Auswirkungen die Schwerelosigkeit auf den Reifeprozess des Whiskys hat. Insbesondere die Interaktion des Destillats mit den Partikeln getoasteter Eiche steht im Interesse der Wissenschaft sowie der Unterschied zwischen der Reifung auf der Erde und im Weltraum. Geleitet wird das Projekt von Dr. Bill Lumsden, Head of Distilling and Whisky Creation bei Ardbeg, in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Partner der Destillerie, dem US-Forschungsunternehmen NanoRacks LLC. Nach Abschluss der Forschung wird 2015 ein Bericht mit umfassenden Untersuchungsergebnissen erscheinen.

Dr. Bill Lumsden, Chemiker und einer der innovativsten Experten der Whiskyindustrie, sagt: „Ardbeg ist bekannt dafür, bei der Entwicklung seiner Whiskys keine Risiken zu scheuen. Folgerichtig ist Ardbeg auch der erste Whisky im All. Wir stehen kurz vor Abschluss der Mission und werden bald einige höchst interessante Fragen zur Whiskyreifung in der Schwerelosigkeit beantworten können. Dies ist zwar ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für die Whiskyforschung. Unser Team hofft, herauszufinden, wie sich die Geschmacksnuancen unter unterschiedlichen Gravitationsbedingungen entwickeln. Die Ergebnisse können den Reifungsprozess für Whisky von Grund auf revolutionieren.“

Die komplette Chronik des Experiments, die Committee Edition Supernova und noch viel mehr ist ab heute auf http://ArdbegSpace.de zu erkunden.

Ardbeg Supernova 2014
Ardbeg Supernova 2014
Verkostungsnotizen

Die Neuauflage des Ardbeg Supernova knüpft an seine vorausgegangenen, hervorragenden Editionen nahtlos an. Frühere Ausgaben wurden oftmals als „nicht von dieser Welt“ beschrieben. Schon beim ersten Nosing fällt der Single Malt mit seiner unvergleichlich intensiven, von geräucherten Zitronen und Birnen getragenen Würze auf. Kraftvolle minzige und medizinische Noten kreisen beim Verkosten um einen mächtigen, rauchig getorften Kern. Der Abgang von astronomischer Länge verschwindet schlichtweg in der Unendlichkeit des Universums.
Farbe: Helles, kräftiges Goldbraun

Nase: Schon der erste Eindruck einer tiefgründigen, harzigen und wächsernen Trägernote mit der intensiven Würze von geräucherten Zitronen und Birnen, Zitronengras und Kiefernnadeln lässt Sie buchstäblich abheben. Der anfängliche scharfe Einfluss verklingt und macht einer Brise von salzigen Noten Platz. Anschließend erscheinen auch mineralische Töne von Feuerstein und Granit, rußiger Rauch und ein frischer Minz-Menthol-Hauch. Ein paar Tropfen Wasser hinzugesetzt bringen einen Rauchvulkan zur Eruption – mit dichten Lagen von torfiger Erde und pflanzlicher Schärfe von Heidekrautwurzeln.

Geschmack: Mit dem ersten Schluck entsteht eine sanfte Wärme und schwillt an zu einem deutlich pfeffrigen, würzigen und elektrisierenden Brausen. Mit Warp-Geschwindigkeit jagen Geschmackskometen heran, die kraftvolle Pfefferminznoten sowie weitere vertraute medizinische Töne mit sich führen und um den riesigen torfigen Kern des Supernova kreisen. Noten von sehr dunklem Birkenpech, ein schwarzes teerartiges Destillat, gewonnen aus der Rinde der Birke, vermengen sich mit würzig-süßer, von Chili abgetönter Schokolade. Mund und Gaumen werden währenddessen von einer üppigen Leinsamenöl-Nuance erobert.

Abgang: Die Geschwindigkeit steigert sich ins Astronomische – intensive Anklänge an Teer, Teeröl, Bruyèreholz, würzigen Tabak und Lakritz treten hervor. Schließlich verklingt der Nachhall, unendlich lang, im Nichts…

Ardbeg Supernova wird mit einem Alkoholgehalt von 55 % Vol. nicht kühlfiltriert abgefüllt und ist ab 12. September 2014 exklusiv für Ardbeg Committee Mitglieder unter www.ArdbegSpace.de und in Embassies zu einem UVP von 120,00 € erhältlich, solange der Vorrat reicht.

 

Eröffnung von „The Lübbehusen Malt Distillery“ mit Whisky-Erlebnis-Welt in Emstek

Wir haben folgende Pressemitteilung zur Eröffnung einer neuen Destillerie in Emstek erhlaten, die wir Ihnen hier gerne in Auszügen übermitteln:

Mit der Eröffnung von The Lübbehusen Malt Distillery wird jetzt auch Cloppenburg zur Whisky-Region. Zum Start dieses norddeutschen Originals aus Emstek und zur Abfüllung des ersten Whisky-Fasses lädt Inhaber und Whisky-Brenner Jens Lübbehusen zur Eröffnungsfeier seiner neuen Destillerie ein:

Sonntag, 14. September 2014, ab 11:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
Süd-Allee 1, 49685 Emstek (ecopark)

Die Besucher erwarten eine Whisky-Erlebnis-Welt, Whisky-Tastings, geführte Destillerie-Touren, ein Programm für Kinder und die Chance, eine der ersten Whisky-Flaschen der neuen Destillerie zu gewinnen. Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Ab 17 Uhr spielt die Band „Cobblestones“ live Irish & Scottish Folk Music.

Der Eintritt zur gesamten Eröffnungsfeier ist frei.

Jens Lübbehusen eröffnet in Emstek eine neue Whisky-Destillerie. Foto: Thomas Vorwerk
Jens Lübbehusen eröffnet in Emstek eine neue Whisky-Destillerie. Foto: Thomas Vorwerk

Zwei neue Special Editions von Säntis: Snow White II + Alpstein VIII

Frisch aus der Schweiz gibt es zwei neue Sonderabfüllungen von Säntis, beide jeweils limitiert auf 2000 Flaschen. Sie werden ab Mitte September im Handel verfügbar sein:

Säntis Edition Alpstein VIII – 2 Jahre Bierfass + 5 Jahre Pinot Noir Fass, 0,5l

alpstein säntis

Nase: weinig, zart holzig, leicht rumartig, exotische Früchte, mehlige Birne, warme Milchschokolade wie bei einem Schokobrunnen, herbal und kräutrig, angenehme Würzigkeit, ganz zarter Rauch eines Holzfeuers mit Karamell-Noten

Gaumen: sehr weinig, fast rumartig, pfeffrig, karamellisierte Beeren, kandierte Zesten, sehr würzig, zarter Rauch, Birnenkompott mit Nelke

Nachklang: die rumartige Süße bleibt lang bestehen und wird von leichten Holznoten unterstützt, der Nachklang ist insgesamt sehr lang und würzig

 

Säntis Snow White II – 5 Jahre Bierfass + 1 Jahr Glühbier- /Kirschenfass, 0,5l

snowwhitesäntis

Nase: fast likörartig mit klebrig-wirkender Süße, Würz- bzw. Glühwein, Trockenfrüchte, Rumtopf, Mandel-Aromen, fruchtige Töne wie von Pfirsich und Maraschino-Kirsche, nelken-gespickte Orange, reife Banane, weihnachtliche Würznoten, leichter Holz-Rauch, absolut ungewöhnlich für einen Whisky

Gaumen: Würzwein und Likör-Süße, rumgetränkte Rosinen, karamellisierte Beeren und reife Banane, ölig und schwer, süß-holzig, gut eingebundene Würzaromen wie Nelke und Kardamom, wiederum leichte Holz-Rauch-Noten, zarte Bieraromenetwas Heu und jetzt auch zarte Tabaknoten. Der Whisky wirkt am Gaumen viel trockener als erwartet.

Nachklang: warm und würzig, die Süße und die Fruchtaromen klingen langsam aus und geben mehr Raum für komplexe Holzaromen und etwas Bier.

Wir verkosten: Hazelburn 2002, 12yo, 54.1%

Hazelburn, Longrow, Springbank – alle diese Whiskys stammen aus der Campbeltown-Destillerie Springbank. Während Longrow stärker getorft ist und Springbank sozusagen den Mainstream aus der Destillerie darstellt (nur sehr dezent torfig), ist Hazelburn, so wie irische Whiskeys, dreifach destilliert, ungetorft und damit vom Charakter her weicher.

Der unabhängige Abfüller Cadenhead und die Destillerie Springbank sind eng miteinander verbunden. So findet man bei Cadenhead, der übrigens auch der älteste unabhängige Abfüller Schottlands ist, meist ganz ausgezeichnete Abfüllungen aus dieser Destillerie. Wie das bei dem erst unlängst veröffentlichten zwölfjährigen Hazelburn (Einzelfassabfüllung) ist, wollen wir in unserer Verkostung herausfinden. Wieder haben sich für Whiskyexperts Silvia Behrens und Bernhard Rems zusammengesetzt, um gemeinsam den Whisky zu probieren. Das Sample dazu stammt von Cadenhead Salzburg.

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Hazelburn 2002, 12yo, 54.1%
Einzelfass, ungefärbt, nicht kältefitriert
ca. 70-80 Euro

Nase: Der erste Eindruck ist, dass das, was in die Nase anbrandet, unheimlich dicht und intensiv ist, so als hätte der Whisky in den 12 Jahren das Fass in sich aufgelöst. Ganz im Hintergrund ist dezenter Rauch erahnbar, und davor mischen sich Fruchtnoten (Boysenbeeren und Pfirsichmark) mit dem Duft von Balsaholz und Vollmilchschokolade. Vanille ist in der Nase und Lakritze, Vanillepudding mit Erdbeersauce, ein dichtes, intensives Gemenge, das Dich und die Nase beschäftigt und unterhält, aber immer weich, mit wenig Schärfe, sehr rund. Schön! Spannend!

Gaumen: Auch hier viel und das in einer herausfordernden Dichte. Nussnoten, Schokolade, Karamell, etwas Zitronenzeste, dann Aprikose, kandierter Ingwer. Milchkaffee ist da und Honig. Wunderschön die Intensität und das Changierende. Der Alkohol tritt jetzt etwas deutlicher zutage.

Finish: Wärmend, lang, zwar etwas trockener werdend, aber nie ins Holzige gehend. Es bleibt auf der süßen, fruchtigen Seite – und der Rauch, der in der Nase nur zu erahnen war, ist hier um Nuancen spürbarer.

Alles in allem: Der reifste Jugendliche, dem wir seit langem begegnet sind. Er ist spannend, vielschichtig, es macht richtig Spaß, ihn zu genießen, und er will nicht nur einmal verkostet sein. Weil er für einen Hazelburn wirklich überraschend ist, und weil er auf seine Art begeistern kann, erhält er von uns das Prädikat „Spitzenklasse“. Kaufempfehlung von uns, und vor allem: Trinkempfehlung!

Serge verkostet: Tomatin

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Die Highland-Destillerie Tomatin steht heute auf dem Verkostungsplan bei Serge Valentin. Drei Abfüllungen davon hat er sich vorgenommen, eine Standardabfüllung und zwei Unabhängige (wobei die letzte davon wohl nicht mehr erhältlich sein wird). Hier die Resultate der Verkostung:

  • Tomatin 12 yo (40%, OB, +/-2014): 80 Punkte
  • Tomatin 17 yo 1997/2014 (48.3%, Whisky-Fässle, hogshead): 85 Punkte
  • Tomatin 1966/2002 (48%, Scotch Single Malt Circle, cask #14364): 88 Punkte
Tomatin Destillerie, Foto von Bill Henderson, CC-Lizenz
Tomatin Destillerie, Foto von Bill Henderson, CC-Lizenz