Ralfy’s Videotasting #412: Ardmore Traditional Cask

Für sein neuestes Video-Tasting hat sich Ralfy einen Partner gesucht und eine Outdoor-Location auf der Isle of Man gefunden. Heute geht es um einen unserer Meinung manchmal übersehenen Single Malt, der durchaus seine Meriten verdient hat: der Ardmore Traditional Cask. Für wenig Geld, findet auch Ralfy, ein guter Whisky, einer der wenigen Highlander, die mit einem rauchigen Hausstil daher kommen. Er bewertet ihn mit 87 von 100 Punkten. Wie üblich hier der Link auf Youtube – oder das Video in seiner gesamten Pracht:

 

Serge verkostet: Fünf Ben Nevis

Ben Nevis Destillerie, unbekannter Autor, nutzbar unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0
Ben Nevis Destillerie, unbekannter Autor, nutzbar unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

Fünf Ben Nevis, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Das sind die Abfüllungen, die heute auf dem Programm der Verkostung von Serge Valentin. In seiner Einleitung merkt er etwas an, dass Sie vielleicht, wenn Sie eine gewisse Anzahl an Whiskyfreunden im Umfeld haben, ebenfalls beobachten können (dem Autor ist es jedenfalls bestens bekannt): An Ben Nevis scheiden sich die Geister. Manche geraten ins Schwärmen, andere setzen ein Ekelgesicht auf. Egal, hier einmal die Abfüllungen und Wertungen von Serge:

  • Ben Nevis 10 yo (46%, OB, +/-2013): 85 Punkte (hat im Vergleich zu von vor 10 Jahren 3 Punkte verloren)
  • Ben Nevis 1995/2012 (46%, Jean Boyer, One Shot, first fill sherry): 84 Punkte
  • Ben Nevis 21 yo 1990/2012 (46%, The Maltman, bourbon cask): 87 Punkte
  • Ben Nevis 15 yo 1996/2012 (55.4%, The Companions of the Quaich, Canada, hogshead, cask #911: 87 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1990/2012 (60.4%, Silver Seal, cask #536, 597 bottles) : 82 Punkte

Wir verkosten: Glentauchers 6yo, A. D. Rattray, Sherry Butt, 65%

Aus dem neuesten Batch von Abfüllungen, die der unabhängige Abfüller A. D. Rattray auf den Markt gebracht hat, stechen zwei ganz besonders heraus: ein Old Pulteney mit 5 Jahren und ein Glentauchers mit 6 Jahren. Ein Fass dermaßen jung abzufüllen bedeutet beim Abfüller des Vertrauens (und für Rezensent Bernhard Rems ist A. D. Rattray ein solcher), dass es trotz oder wegen seiner Jugend etwas Besonderes bieten muss. Für diese Verkostungsnotiz haben wir uns den Glentauchers 6yo (Teilabfüllung aus dem Sherry Butt 900281) ins Glas gefüllt, von dem es 480 Flaschen zu einem Preis von knapp unter 50 Euro gibt.

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Nase: Sherry. Und was man sonst noch sagen kann: Sherry. Dann eine Packung Rumfrüchte, satte dunkle Schokolade und Crème brûlée. Was auffällt: Die 65% Alkohol sind in der Nase nicht wirklich präsent – es gibt Whiskys mit 40%, die schärfer riechen. Differenziert ist der Kerl nicht, sondern laut und deutlich Sherry.

Gaumen: Und hier ist ebenfalls der Sherry im Vordergrund, aber dann findet man auch noch andere Noten wie wiederum Schokolade, Fudge, fetter Kakao und Abwaschhandschuh (jedoch nicht unangenehm, so seltsam das klingen mag). Dann etwas schwarze Kirsche, aber immer eingebaut im Sherry. Der Alkohol nimmt sich die Zungenseiten vor, aber das gibt sich nach dem ersten Schluck – die 65% verhalten sich umso unauffälliger, je länger man sich für den Whisky Zeit lässt.

Finish: Der bleibt. Der bleibt vor allem in der Nase, süß und warm.

Alles in allem: Für das Alter komplett unmetallisch und ein Sherry-Wonneproppen. Gut, einen Destilleriecharakter sucht man in ihm vergebens, da ist wirklich der Sherry dominant und bestimmend. Bekommt er einige Zeit Luft, ist der Alkohol sehr erträglich für seine 65%. Für mich sehr gut, ganz besonders, wenn man das Alter in Betracht zieht. Wäre ein Tipp für einen Whisky zur Adventszeit, gemeinsam mit Lebkuchen am Abend im Lehnstuhl – auch Datteln nebenher kann ich mir wunderbar vorstellen. Wer Sherry mag und sich an der satten Fassstärke nicht stößt, der wird sich ein wenig verlieben…

 

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Neues Ardbeg-Video mit „Indiana Jones“

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Anfänglich glaubt man, es wäre bereits ein Hinweis auf einen neuen Ardbeg: Auf Vimeo findet sich seit heute ein neues Video von Ardbeg über einen „geheimen und verschollenen Ardbeg-Batch“. Ganz im Stil von Indiana Jones gehalten, zeigt es die Suche nach eeinem Whiskyschatz, den man dann auf Islay findet. Die Auflösung ist dann wenig mysteriös: Es geht um den Ardbeg Uigeadail. Dennoch: ganz nett gemacht und durchaus kurzweilige zwei Minuten. Was sicher nicht billig war: die Rechte für die Originalmelodie zu erwerben…

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 Ergänzung am 21.11.2013: Das Video wurde leider wegen nicht vorhandender Rechte für die öffentliche Verbreitung von Vimeo wieder offline gestellt. Da war wohl die Produktion zu stolz auf die getane Arbeit 😉

Wall Street Daily: Das Ende der Whiskyblase

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„Wenn Sie in Whisky investiert haben, dann hoffe ich, dass Sie Whisky gerne trinken, denn sie werden Ihre Verluste trinken müssen“ – mit dieser ziemlich unverblümten Warnung schließt Wall Street Daily den ersten Teil einer Artikelserie über „Blasen, die bald platzen werden“ ab. Und Whisky ist die erste Blase, die sie erwähnen (neben landwirtschaftlichen Nutzflächen im Kernland der USA). Warum? Nun, in aller Kürze: Die Preissteigerungen der letzten Jahre, besonders in den Sammlersegmenten, spotten jeglicher Rationalität und übertreffen den S&P 500 Index um 16%. Zwischen 2008 und 2013 war die Steigerung sogar 163%.

Gut, Wall Street Daily hat nichts mit dem Wall Street Journal zu tun, und der Grundtenor der Website ist durchaus eher alarmistisch – aber so ganz ist deren Analyse nicht von der Hand zu weisen, dass der Whiskymarkt in gewissen Bereichen ziemlich überhitzt. So hört man zum Beispiel von verschiedenen Seiten, dass das Geschäft mit den teuren Decantern mittlerweile auf sehr tönernen Füßen steht (was auch dem geänderten Konsumverhalten in Asien geschuldet ist, aber nicht nur). Bleibt zu hoffen, dass, falls die Blase wirklich platzen sollte, nicht die Destillerien dran glauben müssen, sondern nur jene Menschen, die diesen Wahnsinn kurzsichtig befeuert haben…

Diageo bringt „Malt Matcher“ als Geschenkratgeber

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Welchen Whisky soll man schenken? Die Frage ist bei Menschen, die man gar nicht so gut kennt, nicht so einfach zu beantworten. Diageo hat nun für seine Classic Malts einen Geschenkratgeber aufs Internet gebracht, der zumindest sehr lustig gemacht ist. Anhand von vier Fragen oder alternativ durch Vergleich von Whiskyvorlieben in einem Koordinatensystem schlägt das Programm dann einen von den Classic Malts vor (so altruistisch, auch andere Whiskys zu empfehlen, ist der Malt Matcher natürlich nicht). Dennoch: Eine lustige Idee, die man hier ausprobieren kann.

Neu: White Horse Gold Edition 1890

Diageo-3335Passend zum chinesischen Jahr des Pferdes, welches im Januar 2014 beginnen wird, veröffentlicht Diageo Global Travel and Middle East die „White Horse Gold Edition 1890“. Diese limitierte Abfüllung des Blended Scotch Whiskys Aus Malt und Grain Whiskys von Islay (vermutlich Lagavulin) und den Highlands wird zunächst im asiatisch-pazifischen Raum erhältlich sein, danach dann ebenfalls im Mittleren Osten und in Europa.

DFI online zitiert die offizielle Verkostungsnotiz mit „frische, lebendige Früchte und vollmundiges Eichenholz ergänzen tiefe Malz und volle Toffee-Apfel Töne. Diese gehen über in ein delikates, warmes und zart rauchiges Finish – am besten auf Eis genossen“.

Die UVP für die Ein-Liter-Flasche beträgt 23$.

De Kuyper erweitert sein Portfolio

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Der niederländischer Likörhersteller De Kuyper, so berichtet The Spirit Business, hat zwei neue Pot Stills mit einer Kapazität von je 1.000 Litern sowie ein Paar Column Stills in seiner Brennerei in Schiedam aufbauen lassen. Neben dem Destillieren von Pflanzen für den Likör-Bereich werden die beiden größeren Stills verwendet, um eine Reihe von neuen Spirituosen zu kreieren, mit den das Portfolio von De Kuyper breiter aufgestellt werden soll. Bei der Auftaktveranstaltung in der letzten Woche sagte Albert de Heer, Marketing Director von De Kuyper, dass dem Unternehmen damit die Möglichkeit gegeben wird, Whisky, Gin und Rum zu produzieren. Seiner Meinung nach gehört De Kuyper, neben den Likören, auch in diese Sparte.

Whisky im Bild: Erster Schnee in den Highlands

Man versucht es ja zu verdrängen, aber die Zeit ist danach: Die Tomatin-Distillery hat auf ihrer Facebook-Page gerade ein Bild gepostet, das etwas Frösteln aufkommen lässt. Der erste Schnee ist in den Highlands gefallen, und verwandelt die Landschaft in einen malerischen Wintertraum. Zeit für Kaminfeuer und einen guten Whisky…

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Serge verkostet: Highland Park

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Eingang zur Highland Park Distillery. Foto von David Wyatt unter CC-Lizenz

Vier Abfüllungen von Highland Park, alle dieses oder voriges Jahr erschienen, stehen heute auf der Verkostungsliste von Serge Valentin. Zwei deutsche Abfüllungen sind darunter, eine von Whisky-Doris und eine von Malts of Scotland. Und die Ergebnisse sind durch die Bank sehr positiv:

  • Highland Park 24 yo 1988/2012 (40.9%, Whisky-Doris, hogshead, cask #882, 29 bottles): 85 Punkte (in der Tat nur 29 Flaschen)
  • Highland Park 21 yo 1992/2013 (45%, Samaroli, cask #1245): 86 Punkte
  • Highland Park 17 yo 1995/2013 (53.9%, The First Edition, refill hogshead, 286 bottles): 88 Punkte
  • Highland Park 1998/2012 (57.4%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS 12058, 189 bottles): 91 Punkte

Handsignierter KOVAL-Bourbon: Der Gewinner

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Master Distiller Robert Birnecker hat jene Flasche KOVAL Bourbon selbst signiert, die wir, nach der Beantwortung einer Gewinnfrage, unter unseren Lesern verlosten. Wie versprochen haben wir unter den Teilnehmern mit der richtigen Antwort per Zufall (gereiht nach dem Eingang der richtigen Antwort und dann ausgewählt durch diesen Zufallszahlengenerator) den Gewinner gekürt und geben ihn hier bekannt. Es ist (Trommelwirbel):

Andre Schulz aus Magdeburg

2013-11-19 10.37.49

Lieber Andre, herzlichen Glückwunsch. Wir werden die Flasche versenden, sobald wir Ihre Postadresse erfahren haben.

Die richtige Antwort war natürlich: Koval bedeutet Schmied/Schwarzes Schaf/jemand, der etwas vorantreibt.

 

Sie glauben, das war es auch schon? Mitnichten. Die nächste exklusive und handsignierte Flasche steht schon bereit, um einen unserer Leser glücklich zu machen. Diesmal kommt sie aus Schottland, stammt aus einer der ältesten Destillerien der Speyside und ist 23 Jahre im Sherry-Hogshead gereift. Und signiert ist sie von… – ok, mehr dazu in den nächsten Tagen 🙂

Serge verkostet: 4x Kilchoman

Kilchoman Distillery, Foto von Apollon440, Public Domain
Kilchoman Distillery, Foto von Apollon440, Public Domain

Vier Kilchoman von Islay hat Serge Valentin heute in seinen Whiskygläsern – seinem Bekunden nach gibt es die Destillerie nun lang genug, um auch mal eine Vertikale (also ein Tasting mit Abfüllungen aus einer Destillerie zu wagen). Und Serge gefällt, was er in der Verkostung schmeckt, besonders die Sherry-Abfüllung, die heuer für die Schweiz produziert wurde:

  • Kilchoman ‚Machir Bay 2013‘ (46, OB): 81 Punkte
  • Kilchoman 3 yo ‚Inaugural 100% Islay‘ (50%, OB, 2011): 86 Punkte
  • Kilchoman 2007/2010 (62.2%, OB for Feis Ile 2010, bourbon, cask #11307, 258 bottles): 83 Punkte
  • Kilchoman 2006/2013 (59.2%, OB for World of Whisky, sherry, cask #372/2006): 89 Punkte

Ralfy’s Video Tasting #411: Loch Lomond Single Malt

Ralfy widmet sich in seinem über 15 Minuten dauernden Video diesmal dem Single Malt aus der Destillerie Loch Lomond. Die Wertung ist eher durchschnittlich mit 80 aus 100 Punkten. Und auch wenn der Whisky diesmal laut Ralfy’s Meinung kein Highlight ist, zahlt sich sein Video wie üblich aus, ist unterhaltsam und kurzweilig:

 

Serge verkostet: Drei Bourbons

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Serge Valentin von Whiskyfun hat heute seine sonntägliche Verkostung drei Bourbons gewidmet. Alle drei Abfüllungen sind, wie man so schön sagt, rezent (also erst unlängst erschienen) und daher theoretisch auch zu kaufen (die praktische Einschränkung der Theorie resultoert daraus, dass die dritte Abfüllung sehr limitiert und faktisch nur für einen Club erhältlich ist). Hier sind jedenfalls Serge’s Wertungen, und folgt man unserem Link, dann kann man auch die ausführlicheren Tasting-Notes lesen:

  • Wild Turkey ’81‘ (40.5%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2013): 79 Punkte
  • Wild Turkey ‚101‘ (50.5%, OB, Kentucky straight bourbon, +/-2013): 81 Punkte
  • Heaven Hill 15 yo ‚Whisky Jewbilee‘ (61.3%, Jewish Whisky Company, 87 bottles, 2013): 86 Punkte