Serge verkostet: Zehn aus Tormore

Tormore ist bei den unabhängigen Abfüllern in Schüben recht oft zu finden. Und abgesehen davon, dass die noch keine hundert Jahre alte Speyside-Brennerei auch im Baustil sehr eigenständig ist, sind ihre Abfüllungen ebenfalls oft nicht das, was man als typisch Speyside bezeichnen würde. Die meisten Whiskys, die dort produziert werden, landen in den Blends von Pernod Ricard (Chivas), aber die Single Malts, die man erhält, sind durchaus einen Blick wert.

Neun davon und eine Originalabfüllung verkostet Serge Valentin heute (gleich der erste davon ist eine Abfüllung für Deutschland), und die Bewertungen dabei bleiben alle in der oberen Hälfte der 80 Punkte – aber sehen Sie selbst:

AbfüllungPunkte

Tormore 27 yo 1992/2020 (43.7%, Berry Bros. & Rudd for Kirsch Import, Odessa Black Wine cask, cask #101153)87
Tormore 22 yo 1995/2018 (46%, The Whisky Lodge, Orcines, hogshead, cask #20035)88
Tormore 31 yo 1990/2021 (50.2%, Chapter 7, bourbon barrel, 239 bottles)88
Tormore 31 yo 1990/2021 (53%, Whisky Spunge, 1st fill barrels, 422 bottles)88
Tormore 16 yo (48%, OB, +/-2020)87
Tormore 28 yo 1992 (47.3%, Thompson Brothers, refill hogshead, 252 bottles, +/-2020)90
Tormore 32 yo 1988/2020 (47.1%, The Whisky Agency, Keep Going, hogshead, 187 bottles)88
Tormore 33 yo 1984/2017 (51.7%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon, 132 bottles)87
Tormore 27 yo 1988/2015 (50%, Golden Cask, cask #CM225, 226 bottles)85
Tormore 26 yo 1988/2015 (53.3%, Golden Cask, cask #CM226, 278 bottles)87
Die Destillerie Tormore. Foto von Frank Gauert, alle Rechte vorbehalten.

Tausende illegale Brennereien aus der Vergangenheit noch nicht gefunden, sagt The National Trust for Scotland

Illicit Stills, also Brennereien, die an der Steuer und an den Behörden vorbei arbeiteten, sind für die Vergangenheit des schottischen Whiskys prägend. Wenn man scherzhaft meint, dass jeder Bauernhof in Schottland einst eine illegale Brennerei war, so liegt in dieser Übertreibung tatsächlich ein Körnchen Wahrheit.

Photo credit: Internet Archive Book Images via Visual hunt / No known copyright restrictions

Archäologen des National Trust for Scotland meinen, dass noch tausende illegale Brennereien (oder besser gesagt, deren Überreste) in Schottland verborgen liegen – und man bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe, um diese Stätten katalogisieren zu können.

130 dieser „Geheimbrennereien“ kenne man im Rahmen der Datenbank des NTS bereits, und Derek Alexander, der Leiter der archäologischen Abteilung, sieht es als gesichert an, dass noch tausende davon irgendwo auffindbar sein sollten oder bereits bekannt seien, aber noch nicht in der Datenbank vermerkt.

Als das private Brennen von Whisky verboten wurde, nachdem es lange Zeit als zusätzliche Einnahmequelle und für den Eigenkonsum betrieben wurde, wich man aus den eigenen Gehöften in abgelegenere Plätze aus, um vor den Augen der Gesetzeshüter verborgen bleiben zu können. Diese Brennplätze sind für Archäologen auch leichter zu identifizieren als solche in auch für andere Zwecke benutzen Schuppen und Ställen.

Finden ließen sich diese illegalen Brennplätze wohl am ehesten in der Nähe von Wasser, dort, wo es zusätzlich möglichst rauchfrei verbrennendes Holz wie Wachholder gab – und dennoch nicht zu weit weg von Siedlungen und Wegen, damit man den Whisky auch transportieren konnte.

Weil es relativ wenige schriftliche Aufzeichnungen über solche Illicit Stills gab, und weil die Archäologie diese lange Zeit vernachlässigt hatte, ist eine Bestandsaufnahme jetzt schon schwer geworden. Der NTS hat bislang 30 davon auf eigenen Grundstücken ausgegraben, und gräbt momentan auch dort, wo die erste Glenlivet Destillerie von George Smith stand. Für die restlichen, noch nicht katalogisierten illegalen Brennereien, bittet man jetzt um die Mithilfe der Bevölkerung, die Geschichten rund um solche Plätze an den National Trust for Scotland melden soll.

Site of the old Glenlivet distillery This cairn marks the site of the original Glenlivet Distillery. It was founded by George Smith and first licensed in 1824, though had probably been operating as an illicit still before this. The distillery moved to its current site, further down the hill, in 1859. © Copyright Craig Wallace and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Einmelden kann man diese Informationen über Canmore, dem Online Katalog für historische Plätze mit Einträgen zu mehr als 300.000 historischen Plätzen in Schottland.

Wer sich unter unseren Lesern für die Geschichte des schottischen Whiskys interessiert, wird übrigens in der öffentlichen Facebook-Gruppe Forgotten Whisky History fündig werden, die von einem Spezialist.innen-Team rund um Jens Fahr geleitet wird. Hier geht es, neben anderen Themen, natürlich auch um Illicit Stills, und das mit viel Akribie und Liebe zum Thema.

Addendum: Unsere Leserin Annette Gatz hat uns Bilder aus dem Mai 2019 gesendet, von einem Besuch der illegalen Brennerei Mulchaich auf der Black Isle. Wir bringen Sie hier mit ihrer freundlichen Erlaubnis. Mehr Infos zur Mulchaich Distillery finden Sie in diesem Artikel: https://www.nosas.co.uk/visitmulchaichdistillery.asp

Die Überreste der Mulchaich Distillery auf der Black Isle. Bild: Annette Gatz, mit freundlicher Genehmigung
Die Mulchaich Distillery auf der Black Isle. Bild: Annette Gatz, mit freundlicher Genehmigung

Serge verkostet: Bunnahabhain im Zehnerpack

Bunnahabhain an der Ostküste der Insel Islay ist eine sehr wandelbare Destillerie, was ihren Output anbelangt: So wie Tobermory auf der Insel Mull produziert sie torfigen und nicht torfigen Whisky – und beide Ausprägungen haben viele Fans. Dazu mag auch beitragen, dass man dort nicht nur immer wieder neue Originalabfüllungen auf den Markt bringt, sondern auch gut bei unabhängigen Abfüllern vertreten ist und daher ein breites Publikum ansprechen kann.

Zehn der Abfüllungen aus Bunnahabhain (die Destillerie gehört nach wie vor dem Teil der südafrikanischen Distell Group, der nicht an Heineken verkauft wurde) hat Serge Valentin heute auf Whiskyfun unter die Lupe genommen, getorft und ungetorft, alle zwischen 2019 und 2021 erschienen, und dabei keine einzige „Zitrone“ gefunden; die Wertungen reichen von 80 bis 90 Punkte.

Hier unsere Tabelle der Verkostung:

AbfüllungPunkte

Bunnahabhain 14 yo 2004/2019 (46%, The Whisky Lodge, Orcines, refill sherry butt, cask #3599)86
Bunnahabhain Moine 8 yo 2012/2021 (57.6%, The Whisky Blues, cask #0001349, 315 bottles)84
Bunnahabhain 11 yo 2009/2020 (50.2%, Earlskine, 1st fill sherry, 132 bottles)86
Bunnahabhain Staoisha 7 yo 2013 (58.9%, The Collaboration, Whisky Shop Neumarkt, Port Charlotte wine barrique finish, 284 bottles)85
Bunnahabhain Staoisha 7 yo 2013/2021 (64.1%, La Maison du Whisky, Artist Collective 5.0)87
Bunnahabhain 12 yo 2009/2021 (67.1%, Quaich Bar Singapore, sherry butt, 520 bottles)80
Bunnahabhain 19 yo 2001/2021 ‚Ester Elektion‘ (54.3%, The Whisky Show London 2021, Superheroes of Flavour, sherry butt)86
Bunnahabhain 31 yo 1989/2021 (41.5%, The Whisky Blues, hogshead, casks #5759+5770, 265 bottles)90
Bunnahabhain 33 yo 1987/2021 (53.4%, Michiel Wigman, Prometheus, 94 bottles)90
Bunnahabhain Staoisha 6 yo 2013/2019 (59.1%, Whisky Facile, bourbon hogshead, cask #10536, ‚I’m the Fury of the Storm‘)88
Bunnahabhain. By ErikRombaut – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73627488

Exklusiv bei uns! Gewinnen Sie mit Whiskyexperts die kostbare GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage!

Die schönsten Geschenke sind die, mit denen man nicht rechnet – und mit diesem hier haben Sie garantiert nicht gerechnet: Wir verlosen eine besondere und kostbare Rarität, den GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage, der mittlerweile am Sekundärmarkt zu Preisen von über 1000 Euro gehandelt wird.

Wie Sie zu diesem Ausnahmewhisky aus dem Oloroso-Sherry-Fass kommen? Sie müssen nur eine einfache Gewinnfrage beantworten und uns bis 16. Januar die richtige Antwort senden. Aber zuvor sollten Sie alles über diesen exklusiven Whisky erfahren – dann fällt die Antwort auf unsere Gewinnfrage auch leichter.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei dieser exklusiven Verlosung – und das tut auch jene Frau, die die Fässer für den GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage ausgewählt hat.

„Ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück bei der Verlosung“

Dr. Rachel Barrie, Master Blender

GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage Highland Single Malt Scotch Whisky

Der GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage wurde von der Master Blenderin Dr. Rachel Barrie in Zusammenarbeit mit Matthew Vaughn, Produzent, Autor und Regisseur der KINGSMAN-Filmreihe, anlässlich der weltweiten Veröffentlichung von „The King’s Man“ im Jahr 2021 entwickelt.

Gereift in Oloroso-Sherry-Fässern mit einer abschließenden Reifung in Pedro Ximénez-Fässern aus Spanien, ist dieser neunundzwanzig Jahre alte Jahrgang reich an Sherry, charaktervoll und komplex, mit einem anhaltenden Abgang. Nur sechs der besten Fässer aus dem Jahr 1989, einem unserer exklusivsten Jahrgänge, wurden sorgfältig ausgewählt und miteinander verbunden, um einen außergewöhnlichen Charakter zu erhalten. Jede Flasche dieses Jahrgangs ist sorgfältig von Hand nummeriert, um seine Seltenheit widerzuspiegeln. Weltweit sind nur 3.052 Flaschen verfügbar.

Dieser außergewöhnliche Jahrgang ist genauso alt wie der Whisky in der ältesten Flasche von GlenDronach, die in der Brennerei aufbewahrt wird – ein 29 Jahre alter Whisky, der 1913, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, abgefüllt wurde. Diese seltene Flasche, die inzwischen über ein Jahrhundert alt ist, wurde der Brennerei geschenkt und bleibt als Zeichen des Respekts für die gefallenen Freunde ungeöffnet.

Die 1826 gegründete GlenDronach Distillery wird von Whisky-Kennern für ihre Hingabe an außergewöhnliches Handwerk und edle Sherryfässer verehrt – eine Verpflichtung, die seit fast zweihundert Jahren besteht.

TASTING NOTES

Nose:

Dunkle Feldbeeren und Pflaumenhaut auf einer Basis von aromatischen Bitterstoffen, in Sherry getränkter Walnuss und altem Leder. Moschus und

Zedernholz schwelen auf einem Schiefer- und Lehmboden.

Palate:

Dichte Herbstfrüchte verschmelzen mit Datteln, Feigen und Sirup und gehen über in schwarzen Wintertrüffel, Rosinen und Kakao.

Finish:

Brombeere, Tabakblätter und Dattelöl verweilen bis zum reichen, tiefen Abgang.

Farbe:

Mattes Kupfer

Alkoholvolumen:

50.1%

Nicht kühlgefiltert.

Natürliche, fassgelagerte Farbe.

Und so gewinnen Sie den GlenDronach Kingsman Edition 1989 Vintage:

Beantworten Sie einfach folgende Gewinnfrage: In welchem Jahr wurde die Destillerie Glendronach gegründet?

a. 1962
b. 1826

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net und zwar mit dem Betreff „Glendronach“!

Unter allen Einsendungen mit der Antwort auf die Gewinnfrage und dem richtigen Betreff, die uns bis 16. Januar 2022, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir den Gewinner/die Gewinnerin des Preises und geben sie/ihn am 17. Januar 2022 bekannt. Der Gewinn wird durch Whiskyexperts versendet. Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Glendronach“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 16. Januar 2022, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in wird am 17. Januar 2022 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Whiskyexperts aus Österreich versendet.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Herzlichst,
Ihr Whiskyexperts-Team

Bitte genieße verantwortungsbewusst.
Glendronach ist eine eingetragene Marke. ©2021 Benriach. Alle Rechte vorbehalten.

Glendronach im Sommer. Bild: Glendronach Distillery

Whiskyfun: Angus verkostet Glen Garioch

„Glen Giri“, so spricht man den Namen der Brennerei Glen Garioch ungefähr richtig aus, liegt in Oldmeldrum, östlich der Speyside in den Highlands. Die 1797 gegründete Brennerei gehört Beam Suntory und hat neben einigen Originalabfüllungen auch eine anshenliche Präsenz bei unabhängigen Abfüllern.

Vier unabhängige Whiskys aus Glen Garioch und eine Originalabfüllung aus älteren Zeiten hat Angus MacRaild heute auf Whiskyfun verkostet – drei davon werden in höchsten Tönen gelobt. Eine unabhängige Abfüllung von Samaroli aus Italien wird eher als mau empfunden, und der McClelland’s Highland Single Malt 16 Year Old für die USA aus den Neunzigern weiß so gar nicht zu gefallen. 58 bis 94 Punkte, da ist heute wirklich alles dabei,

Hier unsere tabellarische Aufstellung der Verkostung:

AbfüllungPunkte

McClelland’s Highland Single Malt 16 Year Old (40%, OB, US import, 1990s, 75cl)58
Glen Garioch 8 yo (55%, Dram Mor, bourbon, 241 bottles, 2020)88
Glen Garioch 18 yo 1979/1997 (50%, Scotch Malt Whisky Society, #19.14 ‚Germoline, peat and strawberry jam‘)89
Glen Garioch 1972 (43%, OB for Oddbins, mid 1990s)94
Glen Garioch 1966/1997 (43%, Samaroli, casks #1309-1299, 696 bottles)75

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (265)

Willkommen zur 265. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

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Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 265 finden Sie die folgenden neun neuen Videos:

Whisky Haexler – Dalwhinnie 15 Jahre 43,0% vol.

World Wide Whisky – Royal Brackla 12 Jahre

Speakeasy Whisky Club – The Great Sherry Cask Xperience The Caskhound

Whisky Enjoy – Doc Swinson’s Alter Ego Finish in Rum Casks Straight Rye

Malt Mariners – Best of Malt Mariners 2021 – 2. Akt

Barrel Beast – Lagavulin 12-year-old – Diageo Special Releases 2021

Falls Video nicht richtig geladen wird, bitte hier klicken

Pat Hock – Bushmills 30yo New American Oak Finish

https://www.youtube.com/watch?v=u-vlQ79aQqE

WhiskyJason – Glenallachie Cask Strength 10 Jahre Batch 6 gegen Batch 5

Friendly Mr. Z. – Kilkerran 16 Jahre aus 2021


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Brennerei ZIEGLER stellt sich neu auf – der Relaunch mit eigenem Vertriebsteam und neuem Whisky

Die Brennerei Ziegler geht neue Wege und löst sich aus der Hawesko Gruppe, um mit einem eigenen Vertriebsteam einen Relaunch der Marken des Portfolios zu wagen.

Damit ist auch der AUREUM von Ziegler Vergangenheit – er wird durch den neuen FREUD Whisky abgelost, der schon Ende 2021 in Outlets zu finden war.

In der nachfolgenden Pressemitteilung präzisiert die Brennerei Ziegler die Veränderungen, die ab sofort Gültigkeit haben:

Externer TextInhalt verantwortet das Unternehmen

Brennerei ZIEGLER stellt sich neu auf – der Relaunch mit eigenem Vertriebsteam

Freudenberg, 22. Dezember 2021: Deutschlands Traditionsdestillerie Ziegler brennt seit 1865 für die besonderen Genussmomente des Lebens. Das Gute bewahren, das Neue ermöglichen: Mit dieser Konzentration auf das Echte und Wesentliche geht Ziegler 2022 in eine neue Ära. Die Neuausrichtung der Marke ist eine Hommage an das Kulturerbe Edelbrand.

  • Nach 30 Jahren Hawesko Gruppe wieder selbständig im Vertrieb
  • Der Ziegler-Moment und das ikonische „Z“ für edle Geschmäcker
  • Freud: Die Poesie der Alten Zwetschge revolutioniert die Whisky-Welt
  • Im Einklang mit der Natur: Das ökologische Gleichgewicht bei Ziegler

Gustav Joseph Ziegler legte im Jahr 1865 den Grundstein der heutigen Institution Ziegler, als er auf dem elterlichen Hof neben dem Brauen auch das Brennen begann. Seither hat sich Ziegler zu einer Heritage- Marke deutscher Brennereikunst und einem Inbegriff unverfälschter Qualität entwickelt. In den mehr als eineinhalb Jahrhunderten des Bestehens hat die Edeldestillerie vieles erlebt und alles überstanden.

„Zum Wohl“, „Gesundheit“, „Prost“, „Auf unsere Zukunft“: Mit Edelbränden aus Freudenberg wurden Feste gefeiert, Staatsverträge geschlossen und Freundschaften besiegelt. Ziegler brennt – immer schon, immer noch, immer mehr – für die besonderen Momente im Leben, in denen Menschen einander nahe sind und das Verbindende über das Trennende stellen. Das kostbare Kulturgut, veredelt Augenblicke, die im Gedächtnis bleiben.

Unsere Geschichte ist zu gut, um nicht erzählt zu werden

CEO Andreas Rock

Eigenvertrieb und eine starke Markenidentität

Seit 157 Jahren schreibt Ziegler mit herausragenden Destillaten Geschichte. Jetzt steht die Transformation in eine neue Ära an. Nach drei Jahrzenten Teil der Wein Wolf / Hawesko-Gruppe, bei der Ziegler der einzige Produktionsbetrieb im Wein-Vertriebs-Portfolio war, startet der neue CEO Andreas Rock zum Jahresbeginn 2022 mit eigenem Vertriebsteam. Um noch näher an den Partnern und Kunden zu sein und die Marke damit noch nahbarer zu machen – wie zu ihren Glanzzeiten.

„Je dynamischer die Zeiten, desto mehr verhilft das Schnelllebige auch dem Altbewährten als Gegenkraft zu Konjunkturaufschwüngen.“ Hier setzt Andreas Rock an, um die Erfolgsgeschichte der Marke weiterzuentwickeln. Als Österreicher ist er in einem Kulturland des Schnapsbrennens aufgewachsen; das

Markenhandwerk hat er bei Red Bull gelernt. Ein Brand-Experte im doppelten Wortsinn also, der Ziegler wieder ins Gedächtnis der Genießer rufen und dort fest verankern möchte.

Die neue Marken-Maxime von Ziegler: Wir brennen!

Wir brennen für Gastgeber und Freigeister, für Kultur und Weltoffenheit, für Qualität und Nachhaltigkeit und die kostbarsten Lebensmomente, in denen die Zeit für einen Augenblick stillsteht.

Der Ziegler-Moment ist ein Augenblick menschlicher Verbundenheit und Verbindlichkeit. Momente, in denen wir das Leben und seine Herausforderungen nicht nur meistern, sondern auch auf eine Art huldigen möchten. Warum nicht in der unverfälschten Art, wie es Generationen vor uns getan haben – mit einem Edelbrand, der den Moment krönt? Mit viel Fingerspitzengefühl und kreativem Input wurde an allen Stellschrauben des Markenauftritts gedreht, denn „Tradition allein verkauft nicht“, sagt Andreas Rock.

Künftig sind im Kernsortiment eine Auswahl von acht Bränden, zwei Geisten und zwei Likören zu finden. Dem allgemeinen Kundenwunsch folgend und als weitere optisch erkennbare Zäsur, sind die Edeldestillate ab sofort in 50cl Flaschen erhältlich und tragen ein neues, markantes Design. „Wir haben das Logo und unseren Sandsteinbogen zeitgemäß interpretiert. Wir übersetzen, wenn man so will, die individuelle Persönlichkeit jedes Ziegler über ein eigenes ikonisches „Z“. Und machen damit Qualität begreifbar: jeder Brand trägt den Anteil Frucht pro Flasche und die individuelle Lagerdauer am Etikett“, so Rock.

Begleitend dazu erwartet die Partner in Gastronomie und Handel ein breitgefächertes Angebot an Aktivierungsmaßnahmen, das sich in Präsentation und Storytelling nahtlos an das überarbeitete Portfolio anschließt.

Der neue Deutsche Whisky: Das Ziegler-Novum mit dem gewissen Alles

Das Sortiment zu schärfen heißt für Ziegler aber nicht, dass es keinen Raum für Neues gibt. Im Gegenteil: Mit Freud bringt Ziegler einen neuen, deutschen Whisky auf den Markt und hat diesen bereits zum Bar Convent Berlin 2021 den wichtigsten Akteuren der Szene vorgestellt. Ein idealer Moment, in Zeiten in denen sich „New World Whiskys“ steigender Beliebtheit erfreuen. Mit Platzierungen im hochkarätigen Einzelhandel, dem KaDeWe in Berlin und dem Alsterhaus in Hamburg, konnten auch erste Endkonsumenten Freud Whisky bereits verkosten. „Die Rückmeldungen, sowohl aus der Bar- und Gastronomieszene als auch von den Konsumenten waren sehr vielversprechend“, resümiert CEO Andreas Rock.

Der Malt Whisky, der in frischen Eichen- und Kastanienfässern sowie Ex-Bourbon Fässern gelagert hat, um dann in den charakteristischen Fässern der Ziegler Alten Zwetschge sein Finish zu erfahren, erzielt pur und als Zutat in Cocktails bei Kennern Höchstnoten. Mit 41,5 % Alkoholgehalt und den sowohl nussigen als auch süß-fruchtigen Akzentuierungen spricht Freud Whisky ein breites Publikum an.

Der Name ist eine Hommage an die Heimat; die Poesie der Alten Zwetschge von Ziegler, das alchemistische Detail, das ihn für die Whisky-Welt so wertvoll macht.

Nachhaltigkeit als Leitsatz: Immer mehr vom weniger

Ein enges Zusammenspiel mit der Natur ist für die Brennerei existentiell. So steht das erzielbare Produktionsvolumen in direkter Abhängigkeit mit der verfügbaren Menge der Obstsorten, die geerntet und entsprechend bei Ziegler gebrannt und veredelt werden können. Zudem ließ der neue CEO die gesamte Wertschöpfungskette analysieren, um herauszufinden, wo in Zukunft noch ressourcenschonender gearbeitet werden kann. „Mehr vom Weniger geht immer“, sagt Rock: „Dass wir etwa in Zukunft kein Zuckerrohr mehr aus der Karibik importieren, nur um unseren eigenen Rum herzustellen, gebietet der ökologische Hausverstand.“ Ab 2022 wird die Traditionsdestillerie 20 Tonnen Verpackungsmaterial pro Jahr einsparen und ausschließlich recycelte Materialien verwenden. Das gilt auch für Korken und Flaschen. Überhaupt wird die Manufaktur in Sachen Kreislaufwirtschaft zu einem Leuchtturm-Projekt: ökologische Stromversorgung, Upcycling alter Fässer, der Brennabfall wird an Bauern als Dünger rückgeführt und selbst der Obstabfall, wie Wildkirschkerne, wird in der Aufforstung wiederverwendet.

„Wir brennen für die besonderen, kostbarsten Momente – auch in der Zukunft“, sagt Andreas Rock. Das Echte fällt niemals aus der Zeit, weil es zeitlos ist.

Das Team von Ziegler

Über Ziegler

1865 in Freudenberg am Main gegründet, war die Brennerei Ziegler ursprünglich eine Brauerei und Gastwirtschaft und seit jeher in Familienhand. In den 1980er Jahren wurde die Brennerei aufgrund des Ehrgeizes und der Brennkünste des jüngsten Familiensprosses Thomas Ziegler zu einer Institution der deutschen Spitzen-Gastronomie. Er war es, der die Tradition etablierte, das Obst für die Wildobstbrände ausschließlich in Handarbeit zu ernten und diese auch an den entscheidenden Produktionsschritten der Destillate immer beibehielt. Anfang der Neunziger Jahre ging die Brennerei aus dem Familienbesitz in die Hände der heutigen Vertriebsgesellschaft Hawesko über, in der sie 30 Jahre der einzige produzierende Betrieb war. Seit 2021 ist Ziegler wieder ein selbstständiges Unternehmen. Neben CEO Andreas Rock (ehemals Red Bull), haben sich Ex-Diageo Mann Christian Neumeyer Sales Director und CFO Christian Bauer, zuvor beim Digitalunternehmen Flyeralarm, das Ziel gesetzt auch zukünftig Deutschlands legendärste Brennerei zu sein und dabei modern und nachhaltig zu wirtschaften. Maßgebliche Unterstützung erfahren sie dabei von Brennmeister Paul Maier, der im Alter von 32 Jahren bereits 16 Jahre Erfahrung bei Ziegler mitbringt. Das aktuelle Sortiment umfasst die Brände: No.1 Wildkirsch, Williams, Alte Zwetschge, Alter Apfel, Mirabelle, Sauerkirsche, Marille und den neuen Freudenberger Obstbrand; die Geiste Waldhimbeer und Haselnuss sowie die Liköre No.1 Wildkirsch, Weinbergpfirsich. Mit Freud Whisky bringt die Brennerei Ziegler den neuen deutschen Whisky: der Name ist eine Hommage an die Heimat, die Abrundung erfolgt in den Fässern der Alten Zwetschge – das alchemistische Detail, das ihn für die Whisky- Welt so wertvoll macht.

Whiskyfun: Die drei Top-Whiskys des Jahres 2021 aus den Verkostungen

Auf Whiskyfun hat Serge Valentin für den Jahresbeginn seine besten Whiskys in diversen Kategorien zusammengestellt – ausgesucht aus den Abfüllungen, die er im abgelaufenen Jahr verkostet hat. Er bezeichnet dies ausdrücklich nicht als Preisverleihung, sondern will es als Ausdruck seines persönlichen Geschmacks wissen.

Und da wir wissen, dass viele unsere Leser diesen als einen ihrer Orientierungspunkte auf ihrer Reise durch die Whiskywelt verwenden, wollen wir Ihnen daher die Favoriten hier kurz vorstellen – genaueres können Sie hier auf Whiskyfun nachlesen, so auch die ausgewählten Whiskys für Dezember:

Serge’s beste aktuelle Abfüllung 2021:

Brora 1972/2021 ‚Triptych – Elusive Legacy‘ (42.8%, OB, 300 bottles) – 96 Punkte

Serge’s beste ältere Abfüllung 2021:

Springbank 12 yo (100 proof / 57.1%, OB for Samaroli, early 1980s, 2400 bottles) – 98 Punkte

Serge’s Preis/Leistungs-Sieger 2021:

Springbank 12 yo (100 proof / 57.1%, OB forLagavulin 12 yo ‚The Lion’s Fire‘ (56.5%, OB, Special Release 2021, Untold Legends) – 92 Punkte

Der Preis für die Zitrone des Jahres geht an einen Rum, der Preis für die beste Spirituose, die nicht Whisky ist, an einen Cognac.

Fremde Federn (182): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 182. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle für die vielen lieben Wünsche fürs Neue Jahr!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whisky des Monats Januar 2022: Black Bottle 10 yo

Unsere Nachricht aus der Abteilung „Whisky des Monats“ zum neuen Jahr lautet: Hier ändert sich nichts! Weiterhin werden wir zum jeweiligen Ersten eines Monats Ihnen eine Abfüllung präsentieren, die uns mit ihrer Qualität und ebenfalls mit ihrem Preis überzeugt, und zusätzlich eine hohe Verfügbarkeit vorweisen kann. Oft bewegen wir uns da abseits der Trends, und manches mal fällt unsere Wahl auf ein Bottling, welchem wir uns einfach ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit wünschen. Wie beispielsweise in diesem Monat. Denn wir schauen uns die Blends aus dem Hause Black Bottle an und empfehlen Black Bottle 10 yo.

Alles Gute zum Neuen Jahr

Jahreswechsel! Dies ist normalerweise spätestens der richtige und passende Zeitpunkt, um eine kurze wie auch etwas unbestimmte – weil so dann auch ein klein wenig richtig – Aussicht auf das kommende Jahr zu publizieren. Artikel mit Überschriften wie „Auf diese zehn Destillerien sollten Sie achten“ versprechen ähnliche Klickraten wie Artikel mit Überschriften wie „Die zehn Besten“, „Die zehn Größen“ und „Die zehn Teuersten“. Und auch wir müssen zugeben: Ab und zu greifen wir auch hier zu, verzichten hier allerdings auf Klicks genierenden Zusätze wie „Nummer sieben wird Sie überraschen“.

Viel Potential bei den Blended Whiskys

Normalerweise geben wir auf Whiskyexperts keine Prognosen ab, und werden dies auch zukünftig nicht tun. Und doch vermuten wir, dass vielleicht bei den Blended Scotch Whisky viel Entwicklungspotential vorhanden ist. Oder dies sich bereits schon entfalltet hat, und wir das mit einer kleinen Verspätung auch jetzt bereits schon bemerken.

Denn auf der einen Seite bemerken wir schon seit längerem eine ständige Über-Premiumisierung. Sie führt weiterhin dazu, dass neue Abfüllungen auf dem Markt häufig nur noch mit dem Label „Limitiert“ erscheinen. Und dieses Label dann zeitgleich zu unlimitierten Preissteigerungen führt – wenn nicht im Fachhandel, dann doch irgendwann auf dem sogenannten Sekundär-Markt, auf dem sich Sammler, Trader und Liebhaber tummeln. Und auf der anderen Seite kann und möchte nicht jede und jeder diesem Trend folgen. Wer auf der Suche nach Geschmackserlebnissen ist, kann diese auch in anderen Preisklassen finden. So zum Beispiel bei Blended Whiskys.

Das Familienrezept in schwarzen Flaschen

Dies dachten sich auch die Gebrüder Charles, David und Gordon Graham. Sie waren eigentlich Teeblender, doch bevorzugten sie privat ebenfalls Whisky und mischten für den Eigenbedarf eine eigene Kreation. Diese fand auch im engeren Freundeskreis großen Anklang. So wurde dann 1879 aus dem Familienrezept eine neue Marke. Passend zum Namen des neuen Blends wurde eine markante und ganz in schwarz gehaltenen Flasche gewählt, die an die Form einer Brennblase erinnert. Black Bottle war geboren.

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Zurück zu den Wurzeln

Wie so oft in den Historien schottischer Brennereien und Marken, durchlief auch die Marke Black Bottle unterschiedliche Besitzer-Wechsel. 2003 erwarb Burn Stewart Distillers den Blended Scotch Whisky, zusammen mit der Brennerei Bunnahabhain, von The Edrington Group. Zu dieser Zeit bezog Black Bottle, so lesen wir, seine Malts ausschließlich von der Insel Islay. Doch dies entsprach nicht, so fand Burn Stewarts Master Blender Ian MacMillan, dem eigentlichen Familienrezept. Black Bottle „verlor sich in Islay“. Der Blend musste „zu seinen nordöstlichen Wurzeln zurückkehren“. Zurück kehrte auch die schwarze Flasche. Sie wurde 1914 durch eine dunkelgrüne ersetzt (oberes Bild). Die zuvor verwendete Schwarze bezog Black Bottle aus Deutschland, der Erste Weltkrieg zwang damals zu einem Ersatz. Seine neue Interpretation des ursprünglichen Black Bottle präsentierte Ian MacMillan im September 2013, uns gefiel diese Abfüllung und wir beurteilten den Blend als „handwerklich einfach sehr gut gelungen“.

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Back in Black, und mit einem gewissen Alter

Zu Beginn des Jahres 2020 erschien dann Black Bottle 10 yo, zunächst in Großbritannien, einige Monate später dann auch bei uns. Und auch wenn die Rezeptur auf das Original zurückgreift, die Präsentation dieser neuen Abfüllung ist der jetzigen Zeit angepasst. Mit einem hohen Maß an Transparenz und Offenheit, so weit wie möglich, benennt die Pressemitteilung die Zutaten dieses Blended Scotch wie auch ein klein wenig die Herstellung. 95% der verwendeten Single Malts stammen von Islay, ein weiter Single Malt kommt der Brennerei Tobermory als getorfter Ledaig. Der ungetorfte Malt stammt aus der Destillerie Bunnahabhain, die auch mit ihrem getorftem Malt zum Black Bottle 10 yo beiträgt.

Die sanfte Nase zeigt merklichen Rauch, dazu erscheinen Honig-Noten sowie ein leichter Anflug von Früchten. Rund, harmonisch und ausgewogen geht es auch am Gaumen weiter, ein wenig süßer, ein wenig würziger und mit dem weiterhin deutlichem, jedoch nicht überfordernden Rauch. Das überraschend kräftige Finish hält zudem auch noch recht lange an und verdichtet hier noch einmal die zuvor gezeigten Aromen. Insgesamt zeigt sich der zehnjährige Black Bottle als ein leicht zugänglicher Blended Whisky mit wohl akzentuierten und abgestimmten Aromen wie Rauch, Honig, Frucht und Würzigkeit. Und dies alles für um die 30 €.

The Alchemy Series

Im vergangenen August veröffentlichte Black Bottle eine neue Abfüllungsserie. Zur The Alchemy Series gehören Black Bottle Double Cask, eine Komposition aus in Sherryfässern gereiftem Malt Whisky und 12 Jahre alten Grain aus Weinfässern, so wie Black Bottle Islay Smoke. Dieser besteht, wie der Name es vermuten lässt, aus getorften Malt Whisky sowie ungetorften Grain Whisky. Beide erscheinen mit einem Distell typischen Alkoholgehalt von 46,3% Vol., kommen ohne Filtration aus und bewegen sich preislich ebenfalls um die 30 €. Auf den Flaschen sind die Abfüllungen als Experiment #1 respektive #2 gekennzeichnet. Wir schließen daraus (und hoffen), dass hier noch weitere folgen werden.

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

The Taste Experiment

Im letzten November lud Black Bottle zur Online-Veranstaltung „The Taste Experiment“ (an dieser Stelle danken wir Brand Ambassador Chantalle Seidler für die Einladung). Im Verkostungs-Paket befanden sich unter anderem vier schwarze, undurchsichtige Mini-Bottles, nummeriert von 1 bis 4. Durch das Tasting führte Brendan Mccarron, seit letztem Jahr Master Distiller der Distell Group. Das geladene Publikum bestand aus den üblichen Verdächtigen aus der europäischen Blogger, Vlogger und Verkoster-Szene. Und Brendan Mccarron musste erst einmal um Geduld bitten. Denn die unruhigen Teile des Publikum dieser digitalen Whisky-Halbwelt begannen augenblicklich und unverzüglich, die Flasche Nr.1 zu öffnen und bereits während der Einführung in die Veranstaltung ihren Inhalt zu nosen. Doch es galt, bei dieser Verkostung die eigene Tasting-Welt zu verlassen und sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Denn die einzelnen Proben begleitet eine audiovisuelle Umsetzung der Whiskys, die die einzelnen Aromen und Geschmacks-Noten in Bilder, Töne und Geräusche übersetzen (Sie finden Näheres zu diesem Experient auch online). Zur Probe 3 las Brendan Mccarron lediglich nur seine eigenen Tasting Notes vor. So schnupperte und schmeckte sich diese Online-Community durch das Tasting-Paket, geleitet und geführt von den dazu gehörenden Videos. Und konnte natürlich die feinen, jedoch merklichen Unterschiede zwischen Probe 1 und 2 sowie zwischen Probe 3 und 4 deutlich wahrnehmen. Um so länger waren dann allerdings die Gesichter und um so größer die Augen, als Brendan Mccarron dann dieser Feinschmecker-Gruppe offenbarte, dass es sich bei Probe 1 und 2 jeweils um Black bottle double cask und bei den Proben 3 und 4 um Black bottle island smoke handelte. Also um zwei Whisky, die, abgefüllt in vier Proben und mit jeweils einer anderen Begleitung und Präsentation, dann auch zu vermeintlich vier unterschiedlichen Whisky werden. Den so auf das Glatteis Geführten zeigte sich, dass wir einen Whisky nicht nur über unsere Nase und Geschmacksknospen wahrnehmen. Diese Erkenntnis ist vielleicht nicht neu, und genau deshalb sehr viel wert bei einer Beurteilung.
Wir danken Black Bottle, dass wir diese Erfahrung nochmal machen mussten, denn sie ist wichtig. In diesem Sinne: slàinte mhath!

The Courier: Das Leben nach dem Brexit – aus Sicht der Whiskyindustrie

Zumindest, was die Belange der schottischen Whiskyindustrie anbelangt (und dazu zählen nicht nur große Konzerne, sondern natürlich auch kleine unabhängige Abfüller und Dienstleister), war der Brexit, der nun seit einem Jahr vollzogen ist, – sagen wir es sehr vornehm – keine ausgesprochen brillante Idee. Viele Schwierigkeiten, die auf die Branche zugekommen sind, waren absehbar und dennoch nicht zu verhindern, folgt man einem sehr interessanten Artikel in The Courier, der sich mit den Folgen der Herauslösung aus der EU beschäftigt.

Im Artikel werden unter den folgenden (frei übersetzen) Überschriften verschiedene Aspekte der Krise beleuchtet, die sich mit dem Brexit manifestiert haben:

  • Es geht schneller, Whisky nach Japan zu liefern als nach Frankreich
  • Alles ist generell schwieriger geworden
  • Man muss noch mehr unterschiedliche Etiketten für verschiedene Märkte produzieren
  • Der Whiskytourismus leidet nicht nur unter der Pandemie, sondern auch unter dem Brexit
  • Lieferkettenprobleme besonders bei Dingen, die aus der EU kommen, wie Karton und Flaschen
  • Wäre es einfacher gegangen? Ja, mit mehr Zeit
  • Der Brexit könnte aber auch neue Möglichkeiten bieten, sagt die Regierung

Im Artikel kommen Destilleriemanager, Repräsentanten der Scotch Whisky Association (SWA), Brand Ambassadore und Sprecher der Regierung zu Wort – interessanter Lesestoff also, und einer, der nicht versprechen kann, dass die angesprochenen Probleme schon im nächsten Jahr gelöst sein werden…

In eigener Sache: Whiskyexperts – der Jahresrückblick

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Es hat schon Tradition, dass wir bei Whiskyexperts auf das abgelaufene Jahr zurückschauen und es mit Ihnen gemeinsam Revue passieren lassen – und das wollen wir natürlich auch in diesem Jahr tun.

Langweilig war 2021 ja nicht, weder im ganz normalen Leben noch in der Whiskywelt. Man wurde als Mensch und als Whiskyfreund von der Pandemie wieder heftig gebeutelt, die Hoffnungen auf ein halbwegs normales Leben keimten zwar im Sommer kurz auf, verflüchtigten sich aber im Herbst wieder. Messen, Reisen – zumeist Fehlanzeige, und was die Verfügbarkeit neuer Abfüllungen betraf, durften wir gleich doppeltes Chaos ausbaden: Einerseits jenes, das der Brexit für schottische Whiskys nach sich zog und dann noch das, das durch die Probleme mit den Lieferketten im Rahmen der Pandemie generell entstand.

Zu berichten gab es trotzdem und deswegen genug, und so hat sich die Gesamtsumme unserer Artikel auf Whiskyexperts auf über 15.000 erhöht. Auch 2021 verging kein einziger Tag, an dem wir Ihnen nichts über Whisky berichten konnten, und damit setzen wir diese Serie seit dem ersten Tag unseres Erscheinens im Jahr 2013 lückenlos fort.

Mittlerweile verzeichnen wir laut Google Analytics von Januar bis Dezember über 3,6 Millionen Seitenaufrufe von über 850.000 jährlichen Besuchern in 2,2 Millionen Sitzungen, eine weitere deutliche Steigerung unserer Reichweite.

Mit unserem Mix an Artikeln erreichen wir nicht nur eingefleischte Whiskyfans, sondern auch Menschen, die erst am Anfang ihrer Leidenschaft für das Wasser des Lebens stehen und Whisky in anderen Lebenssituationen begegnen als es die „alten Hasen“ taten. Und das ist uns wichtig. Dementsprechend tragen wir diesem Umstand schon länger Rechnung, in dem wir unsere Berichterstattung auch auf Themen wie Whiskycocktails und Longdrinks ausgeweitet haben – seit einigen Wochen bringen wir auch hin und wieder News über Spirit Drinks und Whiskyliköre. Wir orientieren uns dabei an einer alten Kommunikationsweisheit: Hole die Leute dort ab, wo sie sind und mache sie neugierig auf das, wo sie hinkönnen.

Unser meistgelesener Artikel 2021 ist so ein Ziel der Sehnsucht gewesen: Ausnahme-Whisky aus der Kult-Brennerei mit 91 Punkten – Signatory Vintage Ardbeg 1979 für Kirsch Import kündigte einen Traumwhisky an, der mit seinem Preis von knapp 12.000 Euro einer war, den man sich nicht so einfach im Vorübergehen leisten konnte, der aber dennoch natürlich begehrlich und von höchstem Interesse war. Aber auch ganz normale Abfüllungen, sei es von großen Destillerien oder von unabhängigen Bottlern, fanden und finden auf Whiskyexperts großes Interesse. Damit sind wir, wie könnte es anders sein, ein Spiegelbild der gesamten Kategorie: Man hat seine Träume – und gut informiert kann man auch unter den „normalen“ Abfüllungen seine eigenen Schätze finden.

Diese ausführlichen Informationen wollen wir Ihnen auch 2022 bieten, wie üblich mit unseren eigenen Ansprüchen an unsere Arbeit und mit dem Vorsatz, noch besser zu werden. Wir haben auch an einigen kleinen Stellschrauben gedreht und zum Beispiel das Layout in einigen Dingen konstanter gemacht, die Kategorien etwas umorganisiert und die dazugehörigen Seiten zugänglicher gemacht (probieren Sie es doch einfach im Menü oben aus).

Bleibt uns noch, uns bei unseren Lesern und Partnern für die Treue und die vielen freundlichen Worte, die wir in den letzten Tagen erhalten haben, zu bedanken. Wir freuen uns auf ein gemeinsames, glückliches und gesundes Jahr 2022. Vielen lieben Dank!

Ihr Team von Whiskyexperts

The War of the Peat X von Whic ist da: Infernale Sherrybombe

Zum Jahresausklang gibt es noch eine Neuheit zu vermelden: whic.de veröffentlicht die 10. Ausgabe ihrer Abfüllungsserie „The War of the Peat“ – diesmal ein rauchiger, achtjähriger Whisky von den Orkneys mit einem Sherryfinish und natürlich in Fassstärke.

Hier alle Infos zur neuen Abfüllung, die wie immer exklusiv bei whic erhältlich sind:

Externer TextInhalt verantwortet das Unternehmen

The War of the Peat X von Whic ist da: Infernale Sherrybombe

Bremen, Deutschland, 31.12.2021 – Mit der zehnten Episode ihrer Whiskyserie The War of the Peat geht die torfrauchige Saga von whic weiter. Diesmal verschlägt es die Invasoren auf die Orkney Inseln – dort kommt nicht eine der schweren Rauchbomben, sondern eine dunkle Geheimwaffe zum Einsatz. Über 8 Jahre wurde der Überraschungs-Aromen-Angriff auf Ihre Sinne vorbereitet. Ein Sherry Butt aus dem spanischen Jerez sorgte für die Vollendung. Bei diesem Single Malt sollten Sie mit einem Nosingglas und Wasserreserven gewappnet sein. Mit einer enormen Stärke von 59,5% Vol. prasseln süße Amarenakirsch-Aromen, Serrano Schinken, Chilimarmelade und Noten verbrannter Heide auf Sie ein. Auf die Geschütze des guten Geschmacks können Sie sich trotz dieser toughen Eckdaten selbstverständlich verlassen: Bei diesem Whisky gibt es keine Kühlfilterung, natürliche Farbe und Fassstärke. Sichern Sie sich schnell eine der 692 Flaschen.

„Sirupsüße Fruchtaromen verbinden sich herrlich mit einer ausgefeilten Würze. Auch wenn es sich hier eher um ein Sherry-Geschütz handelt, bleiben „War of the Peat“-würdige Asche- und Tabaknoten nicht aus. Wirklich eine überraschende Geheimwaffe des Genusses.“

Arne Wesche, Gründer der whic GmbH

Die Serie The War of the Peat

Dieser Whitlaw wurde von Signatory für whics The War of the Peat Serie abgefüllt. Er ist der zehnte Teil einer 13-teiligen Saga von Torf und Rauch. Dafür kommen die Whiskys nummeriert in schwarzen Tuben und sind von außen genauso kunstvoll wie die Handwerkskunst, die für die Herstellung des Inhalts nötig war. Auf Kältefiltration und Farbstoffe wird natürlich verzichtet. Für die Labels wählte whic Darstellungen von den Invasoren aus dem H.G. Wells Roman „Der Krieg der Welten“. So wird aus The War of the Worlds nun The War of the Peat. Ein markantes Design für markante Tropfen.

Die Flaschen sind exklusiv bei whic.de erhältlich und können unter folgender URL gefunden werden: https://whic.de/war-of-the-peat

Serge verkostet: Ein wenig Highland Park zum Jahreswechsel

Die letzte Verkostung auf Whiskyfun im Jahr 2021 ist der Destillerie Highland Park gewidmet – vier unabhängige Abfüllungen und eine aus der Destillerie selbst sind die Kandidaten für sie. Allesamt erhalten Sie Punkte mit einer Acht vorne, also im Bereich von gut bis sehr gut.

Hier die Wertungen der Verkostung in der tabellarischen Übersicht:

AbfüllungPunkte

Highland Park ‚Dragon Legend‘ (43.1%, OB, +/-2017)83
Highland Park 12 yo 2008/2021 (61.3%, Scotch Malt Whisky Society, #4.270, ‚From Heather Moore to Seashore‘, bourbon hogshead, 244 bottles)88
Highland Park 22 yo 1998/2021 (56.8%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, for LMDW, first fill bourbon barrel, cask #5300, 183 bottles)89
An Orkney Distillery 8 yo 2012/2021 (57.1%, Watt Whisky, hogshead, 392 bottles)87
Secret Orkney 2017/2021 (59.8%, Swell de Spirits, palo cortado finish octave, cask #717/6C)80