Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 36)

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Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 35-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 36)

Elgin wirkte wie eine alte Dame, die gebeugt und altersschwach dem Gestern nachweinte und leider mit dem Jetzt nichts mehr anfangen konnte. Hätte ich kein Ziel vor Augen gehabt, ich wäre ratlos und betreten durch die Straßen gegondelt, nur auf der Suche nach einer Unterkunft für eine Nacht und einem Restaurant für den Abend. So kopflos war ich aber nicht unterwegs, mich trieb ein Plan durch die Gassen der Kleinstadt. Auf der Route nach Speyside wollte ich in Elgin ein bestimmtes Geschäft besuchen, das einiges mit dem Feinkostladen meines Vaters gemein hatte. So streunte ich nicht lange durch die menschenleeren Straßen um den Marktplatz, sondern suchte gleich die South Street auf.

Unter der Hausnummer 58-60 stand ein prachtvolles Eckgebäude, schon von weitem an tannengrünen Markisen mit den Initialen G & M zu erkennen – das Geschäft der Traditionsfirma Gordon & MacPhail. Im Erdgeschoss des viktorianischen Baus erwartete ein Feinkostladen betuchte Kunden. Im Verkostungsraum standen auf ausgedienten Fassdauben Whiskygläser für ein Tasting bereit. Um Himmels Willen, in diesem Laden Inventur machen! Es muss wohl Tage dauern, diese weit über tausend Flaschen Blends, Single Malts und Single Casks aufzulisten. Natürlich habe ich sie nicht gezählt, aber ein Verkäufer nannte mir diese gewaltige Zahl und ich glaubte ihm auf Anhieb. Ja, das Sortiment im G & M Schlemmerland brauchte den Vergleich mit Harrods in London und Lafeyette Gourmet in Paris nicht zu scheuen, was sein exquisites Angebot auf den Regalen anging. Außer Whisky fand der Kunde auf hölzernen Anrichten und in Vitrinen bunte Teedosen, Kaffee, lokale Käsesorten, französische und italienische Weine, handgeschöpfte Schokolade und Short Bread, jenes süß-sandige Mürbeteiggebäck in vielen Variationen, aber stets in Tartan Verpackung. In Vielzweckgläsern war für 6 Pfund die beliebte bittersüße Orangenmarmelade schottischer Rezeptur zu erwerben. Wie ich durch das Geschäft schlenderte und mir schon allein vom Umschauen das Wasser im Mund zusammenlief, musste ich immer wieder an den Feinkostladen meines Vaters denken.

Gordon & MacPhail in Elgin

Hätte er solch ein delikates Sortiment verkauft, ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre. Vermutlich wäre mein Leibesumfang über die Jahre von Größe M auf Größe XXL angewachsen, und meine Trinkfestigkeit wäre inzwischen nicht mehr zu überbieten. Oder eine Leberzirrhose hätte mich längst dahingerafft. Zu meinem Glück ist es ganz anders gekommen. Ich lebe noch und erlaube mir einen Blick in die Vergangenheit.

Die Firma Gordon & MacPhail entstand aus einem örtlichen Einzelhandelsgeschäft, das 1895 begann, Sherry und Portwein aus Spanien und Portugal fassweise zu importieren, um die weitgereisten Tropfen dann vor Ort in Flaschen abzufüllen. Eines Tages, so erzählte man mir, fragte James Gordon seinen Kompagnon John MacPhail: „Was sollen wir mit den leergetrunkenen Fässern tun?“ Die beiden Kaufleute berieten sich und kamen auf eine verblüffend einfache Geschäftsidee: das frische Destillat, den new make, aller möglichen schottischen Brennereien aufzukaufen und die gehorteten leeren Fässer mit eben diesen, recht unterschiedlichen Malts zu befüllen. Sie dann entweder gleich im Geschäft zu verkaufen oder über Jahre zu lagern – so lautete die geniale Geschäftsidee. Und aus einer Idee entstand das Geschäftsmodell des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail. Mit den Jahren wuchs der Fässervorrat eingekaufter Whiskys derart an, dass die Firma heute das weltweit größte und ausgefallenste Lager an Single Malts besitzt und seit 1993 auch die kleine, nahegelegene Brennerei Benromach[1]

Im Whisky Room staunte ich nicht schlecht, als ich Flaschen mit ehrwürdigen Tropfen entdeckte, gar ein Schauer lief mir über den Rücken, als ich einen 43 % vol. Single Malt aus der Brennerei Strathisla[2] von 1953 für umgerechnet 1998 Euro die Flasche, weggeschlossen hinter Glas, erblickte. Nach Betrachtung der teuren Schätze fragte ich mich: hast du ein Geschäft oder ein Museum betreten? Allen Ernstes stellte ich mir diese Frage wie ich so in Radkluft neben Kunden im Tweed vor den raren Schätzen stand und die Etiketten wie Gemälde alter Meister studierte. Oh, wäre ich doch nur mit einem Lastenfahrrad und einer prall gefüllten Geldtasche nach Elgin gekommen! Aber einer wie ich, der so weit mit so wenig Gepäck geradelt ist, zeichnet sich nicht gerade durch kopfloses Einkaufen aus, zumal ich den Laden von Gordon & MacPhail wegen der frühen Ladenschlusszeiten schon bald wieder verlassen musste. 

Schimpfende Möwen in Scharen und bellende Hunde hinter Gartenzäunen begleiteten mich am nächsten Morgen beim Verlassen von Elgin. Noch erfüllt vom Besuch bei Elgins erster Adresse wandte ich mich nach Süden, nach Rothes, meiner ersten Station in Speyside.

Noch bevor ich die Herzkammer von Schottlands populärster Whiskyregion erreichte, stieß ich hinter einer Kurve auf eine Überraschung, die wie beiläufig am Straßenrand stand. Obwohl auf der A 941 die Neuzeit mit aller Gewalt herrschte, ruhte keine dreißig Meter neben der Hektik wie in einem Kokon der Zeitlosigkeit die Brennerei BenRiach[3].

Das burgartige Gebäude mit seinen schiefergrauen Spitzdächern war mit Patina überzogen, und jede der eingeschwärzten Fugen im Mauerwerk erinnerte an die Anfänge, als ein gewisser John Duff hier im Jahr 1897 mit dem Whiskymachen begann.

Der Kamin von BenRiach war nicht einfach ein rundgemauerter Schornstein, sondern ein eckiger Turm, den in luftiger Höhe ein spitzer Hut schmückte – das Pagodendach, Wahrzeichen aller schottischen Destillerien. Dieser Kupferhut, der mit seinen geschwungenen Graten einem fernöstlichen Tempeldach glich, saß auf vier Schlitzen und ließ den Rauch des Darrfeuers je nach Windrichtung entweichen. Zusätzlich verhinderte eine ausladende, vierseitige Dachtraufe, dass es bei Orkanböen zu Verwirbelungen im Inneren des Kamins kam.

Der geschwungene Dachhut namens Pagodendach wurde 1902 vom schottischen Architekten Charles Chree Doig entworfen und schmückt bis heute den Rauchabzug aller schottischen Brennereien. Als Landvermesser, der er ursprünglich war, hätte Doig das Pagodendach nicht entwerfen können, dafür musste er noch zusätzlich Architektur studieren. Zugute kam Doig bei der fernöstlich anmutenden Erfindung auch sein Drang, ständig Neuerungen baulicher, aber auch technischer Art zu entwickeln.

Ursprünglich saß anstelle des Pagodendachs auf dem Schornstein von Mälzereien eine blecherne Kegelhaube, die sich wie ein Segel in den Wind drehte. Diese „Bischofsmütze“, wie er die Kaminkappe spöttisch nannte, befand Doig für hässlich und mechanisch anfällig. So setzte er sich ans Zeichenbrett und entwarf das allseitig offene Pagodendach. Obwohl er nie den fernen Osten bereiste, war er ein später Bewunderer der Chinoiserie und entdeckte in ihrer Genremalerei die chinesische Pagode, an deren Dach mit den geschwungenen Graten er besonderen Gefallen fand. Als inzwischen diplomierter Architekt erlaubte er sich kühn, den antiken chinesischen Stil zu zitieren – und schon war das berühmte Pagodendach geboren.

Nun wird über der Begeisterung für das anmutige, eben fernöstlich anmutende Pagodendach gerne das Credo seines Schöpfers vergessen: nicht Fassadenprunk, sondern Funktionalität entscheidet letztendlich über die Form jeder Ästhetik. Ja, beim luftig anmutenden Dachhut ging es Doig nicht um eine exotische Optik, sondern um das Funktionale, wie überhaupt in seinem gesamten Lebenswerk. Bei ihm musste sich die Form immer der Funktion unterordnen, das beweisen seine schnörkellosen, blockischen Gebäude. Immerhin entwarf er nicht nur Elemente eines Ensembles, sondern eine Destillerie in ihrer Gesamtheit, das heißt: die Mälzhalle, das Fasslager, das Brennhaus, den Darrboden – wirklich, das ganze Ensemble von insgesamt 56 schottischen Brennereien entwarf dieser unermüdliche Geist. Bei all den vielen Entwürfen plante er immer auch als Techniker und konzipierte die Arbeitsprozesse in den Brennereien entsprechend den Gesetzen der Schwerkraft von oben nach unten. Selbst Feuerlöschsysteme gegen die stets drohende Explosions- und Brandgefahr vergaß er nicht. Niemand wundert es, dass Charles Chree Doig als der schottische Industriearchitekt in die Annalen einging. 

An der starkbefahrenen Autostraße in Richtung Speyside standen vor einem wolkenlosen Himmel die Gebäude von BenRiach gleich einer mittelalterlichen Theaterkulisse, einer Kulisse, vor der eine verwunderliche Darbietung aufgeführt wurde: Zwischen BenRiach-Werbefahnen tanzte als quirliger Hauptakteur groß und breit die Fahne stars & stripes. Beim Betrachten des Flaggentanzes fragte ich mich: was hat die Flagge der USA hier zu suchen? Machten sie hier mittlerweile Bourbon? Bei der Betrachtung des windigen Schauspiels konnte ich nur rätseln. So nahm ich mir vor, dem Fahnenspektakel auf den Grund zu gehen.

Als sich eine Lücke im fließenden Verkehr auftat, überquerte ich beide Fahrspuren der Autostraße und radelte die Auffahrt bis zum Bürogebäude hoch, wo auf dem geräumigen Vorplatz nur ein Audi SUV parkte. Damit das deutsche Prestige-Vehikel nicht so alleine dastand, parkte ich mein deutsches Fahrrad daneben.

Versunken im Fässermeer

Obwohl in allen Brennereien die Arbeit um 10.00 ante meridiem beginnt, herrschte bei BenRiach noch tote Hose. Danach sah es zumindest auf dem verwaisten Werksparkplatz mit einem abgestellten Audi und einem Fahrrad daneben aus. Nicht abgeschlossen – die Tür zum Büro. Trotzdem keine Menschenseele im Raum und auf dem Vorplatz nichts als Pflasterstein und englischer Rasen. Suchend schlenderte ich über den Hof, einen weißgetünchten Schornstein vor Augen.

Mein lieber Scholli, was lag denn da? Kaum war ich um die Ecke des Hauptgebäudes gebogen, lag unerwartet vor meinen Füßen etwas, das in den bisher besuchten Brennereien nur aus der Distanz zu betrachten war – Eichenfässer, jede Menge Eichenfässer! Zu meinen Füßen reihten sich dicht an dicht gut 200 Fässer wie ein regloser Gliederwurm auf dem Hofpflaster auf. Als ich gegen den Kopf des Gliederwurms trat, klang es hohl und dumpf wie beim Schlag auf eine Pauke – aha, die Fässer waren nichtssagend leer! Dafür war die Aufschrift auf ihren Köpfen vielversprechend. In schwarzen Lettern stand da „Kentucky BF, 2016“ auf weißem Grund. Sie stammten demnach aus dem US-Bundesstaat Kentucky, wo auch der Landkreis Bourbon liegt, von dem der Bourbon seinen Namen hat.

Es handelte sich hier offenkundig um frisch geküferte Fässer aus Weißeiche, die noch nie befüllt worden waren, das sah man an den hellen, sauberen Dauben und den glänzenden, rostfreien Fassbändern. Übrigens ist amerikanische Weißeiche grobporiger als europäische und vom Holz her heller, auch gehört es zu ihrer Eigenart, dass sie reichlich Vanille und Karamell Aromen an den Frischalkohol abgibt. In der Regel verwendet man Weißeiche, neu oder gebraucht, als Grundstock für die Fassreifung eines Single Malts oder Blends. Die gängige Fassreifung in frischer oder bereits befüllter Weißeiche ist sozusagen die Pflicht der ersten Jahre, auf die der Master Blender seine erhabene Aroma Kür, sein individuelles Finish, aufsetzt.

Benriach _ angelieferte Fässer. Bild: Uli Franz

Als ich die Fassschlange entlanglief, vernahm ich plötzlich Stimmen aus einem aufgeklappten Garagentor – aha, also war doch schon jemand bei der Arbeit. Im Schummerlicht eines fensterlosen Raums hantierten zwei Arbeiter in braungrünen Hemden und gleichfarbigen Hosen hinter einem Gabelstapler an einem bauchigen Fass. Der eine war ein älterer Schotte mit rasierter Glatze und Stoppeln am Kinn. Des Jüngeren kerniges Gesicht umrahmte hingegen eine Löwenmähne. Bei ihm spannte das braungrüne Hemd über beachtlichen Muskelpaketen, während es beim Blankschädel nur um den Bauch stramm saß. Ein rosa Schimmer lag auf dessen nacktem Scheitel, wie er erhöht auf dem roten Gabelstapler saß, während der mit der lockigen Mähne eine Tankpistole bediente, die am Ende eines giftgrünen 110er Schlauchs hing. Kurz sah es aus, als betankte er das Gefährt, auf dem sein Kollege saß, aber dann sah ich beim Nähertreten das bauchige Fass, in dessen Spundloch kristallklarer new make floss. Die beiden Arbeiter achteten sehr darauf, dass ja kein Tropfen daneben lief und den Spund versaute, obwohl das hochprozentige Destillat alles andere als ein kostbarer Single Malt war. Plötzlich machte es „klack“ und der Sensor an der Pistole schnappte zu, der Zufluss war verriegelt, das Hogshead vollgetankt. Erst jetzt trat ich nahe heran und begrüsste die beiden. Als sei ich ein Kumpel, vielleicht wegen der ähnlichen Frisur, rief mir der Glatzkopf auf dem Gabelstapler zu: „Frisch aus Kentucky angeliefert, wo unser neuer Boss seinen Geschäftssitz hat.“

Gemächlich drehte sich die Löwenmähne zu mir um und sagte: „Hey, guten Morgen! Ich bin Calm Purcell und das ist mein Kollege, Craftsman Phillip Thomson. Und wer sind Sie?“

„I’m Uli, cyclist from Germany.“

„You cycled all the way to here…“

„No, no, only from Edinburgh.“

Ohne zu unterbrechen, nur nickend, machte sich Calm an das Verschließen des Spunds. Dafür legte er ein viereckiges Läppchen Sisalgewebe über das Loch an der Oberseite des Fasses. Konzentriert griff er zu einem Holzhammer, mit dem er einen Holzstopfen mit drei Schlägen in das Spundloch trieb. Nun war das Fass auf den Hubgabeln des Staplers transportbereit. Gewiss würde es gleich zur Lagerung abgefahren.

Es war mein Glück, dass ich alleine so früh am Morgen gekommen war und das Duo auf dem richtigen Fuß erwischt hatte. Für uns drei war es ein guter Tag – kein Stirnrunzeln über das plötzliche Auftauchen und keine versteckte Kritik, dass der Fremdling so ohne Genehmigung auf das Betriebsgelände vorgedrungen war. Ja, mir begegnete an diesem sonnigen Morgen mal wieder die schottische Zuvorkommenheit und ließ mich hier gerne auf dem Rad und zwischendurch in Brennereien unterwegs sein.


[1] ben-ro-mack

[2]  strath-eye-la

[3] ben-ree-ack

Whiskyfun: Angus verkostet fünf Whiskys aus Miltonduff

Heute, am Samstag, begibt sich Angus MacRaild mit seiner Verkostung in die Speyside zur Destillerie Miltonduff. Fünf Abfüllungen von dort hat er sich ausgesucht, zwei von Cadnehead und einer von The Whisky Exchange, alle drei aus der Gegenwart, sowie zwei ältere Abfüllungen, die aus den 60ern und 80ern stammen.

Miltonduff. Bild © Potstill Vienna, Dr. Mario Prinz

Die Bandbreite der Bewertungen in dieser Verkostung ist diesmal ziemlich groß:

AbfüllungPunkte

Miltonduff-Glenlivet 10 yo (54.2%, Cadenhead’s for Edinburgh Shop, bourbon hogsheads / sherry firkin finish, bottled 2020)76
Miltonduff-Glenlivet 12 yo 2008/2020 (54.5%, Cadenhead for Whisky & More Biden, oloroso sherry hogshead finish, 318 bottles)84
Miltonduff 20 yo 1999/2019 (50.7%, The Whisky Exchange, hogshead, cask #5015, 222 bottles)87
Milton-Duff 13 yo (85 proof?, OB for Italy, 1960s)92
Miltonduff-Glenlivet 25 yo 1964/1989 (51.9%, RW Duthie & Co for Europvin)92

Fremde Federn (161): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Durch ein technisches Problem ist diese Woche ein Teil der Einsendungen nicht mehr auffindbar. Wir bitten unsere Leser und die Blogger dies zu entschuldigen.

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 161. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Hier die sommerliche Sammlung der Verkostungsnotizen dieser Woche:


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Torabhaig „The Legacy Series – Allt Gleann“ ab 13. August in der Schweiz erhältlich

Nicht nur in Deutschland und in Österreich, sondern auch in der Schweiz wird der neue Torabhaig „The Legacy Series – Allt Gleann“ ab 13. August erhältlich sein. Der Schweizer Importeur, die Kindschi Söhne AG, hat uns dazu folgende kurze Pressemitteilung übermittelt:


Torabhaig „The Legacy Series – Allt Gleann“ ab 13. August in der Schweiz erhältlich

Nach dem offiziellen Launch der “The Distillery at Torabhaig” im Frühjahr 2021 wird die zweite Abfüllung der neuen Destillerie mit grosser Spannung im Sommer erwartet. Torabhaig steht für eine moderne Generation zeitgenössischer Whiskys der Isle of Skye und ist für den anspruchsvollen Whisky Liebhaber, der die Vielfalt von “Peated Whisky” zu schätzen weiss.

Jeder neue Release ist von dem Wunsch angetrieben, tiefer in die Komplexität des Torfaromas einzutauchen, um einen wahrlich einmaligen und ausgewogenen Charakter hervorzubringen. So vereint “The Legacy Series – Allt Gleann” traditionelle und moderne Ansätze mit der langsamen Destillation in eindrucksvollen Kupfer-Brennblasen und der traditionellen und überdurchschnittlich langen Fermentation in hölzernen Washbacks. Das verleiht ihm Komplexität und einen aussergewöhnlichen Geschmack. Darum sprechen wir hier von “Well Tempered Peat”, der das Fundament jedes neuen Releases ist, welches sich bereits in den ersten vier Abfüllungen, der Legacy Series, weiterentwickelt. Diese Serie demonstriert dabei eindrucksvoll die Vereinbarkeit von komplexem Torfgeschmack und ausgewogenem Charakter, der durch stetiges Optimieren und Verkosten geschaffen wird.

Torabhaig „The Legacy Series – Allt Gleann“ wird in kleinen Chargen aus jeweils nicht mehr  als 30 Fässern abgefüllt und ist ab dem 13. August 2021 im Schweizer Whisky-Fachhandel erhältlich zu einem UVP von CHF 65.50.

Über Kindschi Söhne AG

Heute ist Kindschi die grösste Brennerei in Graubünden. Nebst den selbstgebrannten Bündner Spezialitäten ist Kindschi als Traditionshaus für internationale Spirituosen und Weine aus der Schweiz, Italien, Deutschland, Georgien, Japan, Russland, Schottland und der ganzen Welt bekannt. Unser Familienunternehmen wurde 1860 gegründet wurde im Juni 2019 eine Tochtergesellschaft der Marussia Beverages Group, zu der auch Mossburn Distillers gehört.

PR: Destillerie Haider präsentiert anlässlich des Tags des österreichischen Whisky neue Abfüllungen

Am 14. August ist der Tag des österreichischen Whiskys – und anlässlich dieses Tages stellt die Destillerie Haider neue Abfüllungen vor. Darunter befindet sich der No1, ein 15 Jahre alter Whisky aus dem ersten Whiskyfass Österreichs.

Aber nicht nur der wird in der Presseaussendung der Destillerie vorgestellt: Alle Neuheiten finden Sie untenstehend beschrieben:


Destillerie Haider präsentiert anlässlich des Tags des österreichischen Whisky neue Abfüllungen

Am 14. August ist es wieder soweit: Der von der AWA (Austrian Whisky Association) ins Leben gerufene TAG DES ÖSTERREICHISCHEN WHISKYS geht in die zweite Runde. Mag. Jasmin Haider-Stadler ist die Vorsitzende der Vereinigung der österreichischen Whiskymanufakturen, die die Qualität und vor allem Vielfalt der heimischen Produzenten und Produkte in der Auslage platzieren will. Rund um diesen Tag, stellt die Destillerie Haider ihre neuen Abfüllungen vor.

Jasmin Haider-Stadler, GF Destillerie Haider

Im Mittelpunkt steht dabei der Whisky No1 aus dem ersten Whiskyfass das in der 1. Whiskydestillerie Österreichs gefüllt wurde, außerdem ein neuer RARE Blended Malt und 15-jährige Abfüllungen.

No1 – Abfüllung aus dem ersten Whiskyfass Österreichs

Das Highlight der Neuvorstellungen ist die streng limitierte Abfüllung aus dem ersten Fass, das je in der mehr als 25-jährigen Geschichte des Betriebes – und in Österreich – befüllt wurde.

„Das erste Fass wurde 1995 mit Whisky aus unsere Destillerie gefüllt und hat eine lange Reise hinter sich. Im Laufe der Jahre wurde das Fass – ein Single Cask mit nur 56 Litern – bereits drei Mal mit destilliertem Getreidebrand befüllt. Die letzte dieser Abfüllungen ist nun in die Flasche gekommen: ein Whisky aus 100% Gerstenmalz, hell geröstet und für 15 Jahre im Fass gereift. Abgefüllt mit 46% Vol.“, erzählt Mag. Jasmin Haider-Stadler, CEO und Destillateurin.

Der No1 Single Malt J.H. 15 war 15 Jahre im Fass und wurde mit  46% Vol. abgefüllt.Er zeigtim Glas ein kräftiges Gold. Mit der Zeit entwickelt der Whisky eine unglaubliche Süße, in der Nase zeigen sich die malzigen Aromen der Gerste. Dieser Ausnahmewhisky ist sehr vollmundig und hinterlässt ein sehr samtiges Mundgefühl. Die Vanille und auch das Karamell dominieren hier. Im Abgang finden sich dann Milchdrops, Toffeenoten und ein Anflug von getrockneten Kräutern. Ein stimmiges Gesamtkonzept!

Die Abfüllung ist mit 45 Flaschen 0,5 Liter streng limitiert, persönlich handsigniert von Johann Haider und mit Nummern versehen. Bestellungen nur auf Anfrage möglich unter haider@roggenhof.at oder direkt vor Ort.

In die Jahre gekommen – 15 Jahre gereift

In die Jahre gekommen sind auch die Abfüllungen des Original Rye Whisky J.H. 15 (aus Roggen und Gerstenmalz) und des Rye Malt J.H. 15 (aus 100% hell geröstetes Roggenmalz), die 15 Jahre im Fass aus heimischer Eiche gereift sind. Auf Roggen- und Roggenmalz Whiskys hat man sich in der Destillerie von Anfang an spezialisiert und sich mit der Zeit als Roggenkompetenzzentrum etabliert. Bei diesen Abfüllungen zeigt sich das jahrelange Know How der ersten Whiskydestillerie Österreichs.

Tasting Notes Original Rye Whisky J.H.

Der Whisky mit dem Mitte der 1990er Jahre unsere Erfolgsgeschichte begonnen hat strahlt goldgelb im Glas. Er wird aus einer Maische aus 60% ungemälztem Roggen und 40% Gerstenmalz hergestellt und destilliert und lagert für 15 Jahre in einem Eichenfass aus heimischer Eiche.

In der Nase begrüßt er uns mit feinen Note nach Vanille, kräftigen Roggennoten, einer würzigen Süße und Aromen nach Orange und Kräuter.

Im Mund umspielt er erst samtig die Zunge und sorgt für ein molliges Mundgefühl, bevor er am Gaumen seine ganze Würze entfaltet. Ein reifer, sehr ausgewogener Whisky mit enormem Charakter. Im Abgang zeigt sich dann noch eine angenehme Schärfe. Noten nach Kaffee, Karamell und Haselnuss gepaart mit einem Anflug von roten Beeren und einem wuchtigen Finale von frischen Kräutern.

Tasting Notes Rye Malt J.H.

Unser Rye Malt J.H. besteht aus 100% Roggenmalz, dass hell geröstet würde. Kein klassischer Rye, da ausschließlich gemälzter Roggen verwendet wird. Dadurch zeigt dieser Whisky die sanfte Seite des kräftigen Getreides, was durch die lange Lagerzeit von 15 Jahren noch mal unterstrichen wird.

Im Glas zeigt sich dieser Whisky in einem hellen strahlenden Goldgelb.

In der Nase merkt man erst den Alkoholgehalt von 46% Vol., aber sobald sich der gelegt hat schlägt einem die ein frischer fruchtiger Duft entgegen, (gedünsteter) Apfel, Haselnuss und Honig, Honig, Honig. Eine schöne runde Süße.

Am Gaumen zeigt sich die lange Lagerung – eine Intensive Holznote, Zitrusaromen aber auch Tabak, wieder der fruchtige Apfel und natürlich ganz klar Honig.

Im Abgang ist er kräftig herb mit viel Würze. Er hält lange an und rollt wärmend den Hals hinunter. Zum Schluss kommt noch mal die ganze Süße zum Tragen und die dominierenden Honignoten paaren sich mit Stachelbeere und der kraftvollen Würze des Roggen.

Besonderer Masterblend aus ausgewählten Maltwhiskys

Seit letztem Herbst hat die Destillerie auch einen Blended Malt Whisky im Programm. Jetzt hat sich der Betrieb an eine Mischung aus ausgewählten Abfüllungen der Produktlinie RARE Selectionen versucht – und das mit Erfolg.

RARE Selectionen zeichnen sich durch eine besondere Lagerung in gebrauchten Süßweinfässern aus. Beim RARE Blended Malt J.H. werden diese besonderen Abfüllungen in einer einmaligen Komposition vereint.

Tasting Notes RARE Blended Malt J.H.

Im Glas entwickelt der Whisky eine helle Strahlkraft mit einem schönen Strohgelb. Fast schon
verhalten und sehr mild kommt er in der Nase daher. Nach einer gewissen Zeit im Glas entfalten sich
intensive Noten nach Kräutern wie Liebstöckel und Thymian, abgerundet von schmeichelndem
Karamell.

Dezente Holznoten zeigen sich am Gaumen. Er ziert sich etwas, bevor er seine volle Wirkung im
Mund entfaltet und dort die ganze Bandbreite von frischen Zitrusaromen bis zu karamellisierten
Birnen und einer wuchtigen Süße offenbart.

Im großen Finale bleibt diese breite Süße und rollt mit einer molligen Wärme den Hals hinunter bis er
sich mit nachklingenden fruchtigen Noten und Karamellaromen verabschiedet.

Über 25 Jahre Geschichte

 Seit über einem Vierteljahrhundert wird im Waldviertel „das flüssige Gold aus dem Eichenfass“ hergestellt. Familie Haider aus Roggenreith gilt damit als Vorreiter der edelsten Form des Kornbrandes und destilliert Whisky nun schon in der zweiten Generation. Was 1995 als „Schnapsidee“ seinen Anfang nahm, hat sich in den letzten 25 Jahren als Vorzeigebetrieb und Kompetenzzentrum im Bereich heimischer Spitzenqualität bei Destillaten entwickelt. Die Brennerei setzt heute fast ausschließlich auf die Produktion von Whisky und ist damit das Aushängeschild für österreichischen Whisky.

Johann und Monika Haider haben nach ihrem fulminanten Start Mitte der 90er Jahre den stetig wachsenden Betrieb bereits in die Hände der nächsten Generation gelegt. Mit Jasmin Haider-Stadler wurden in den letzten Jahren neue Vertriebswege erschlossen, der Marketingauftritt weiter professionalisiert und laufend Akzente in puncto Qualität und Vielfalt der Produkte gesetzt.

Alle Abfüllungen (mit Ausnahme des No1) sind im Onlineshop direkt erhältlich. Details zu neuen Projekten gibt es immer aktuell auf der  Homepage.

Preise:
No1: 111 Euro (0,5l)
Original Rye Whisky J.H. 15 / Rye Malt J.H. 15: 75 Euro (0,7l)
RARE Blended Malt J.H._ 59 Euro (0,7l)

PR: Neu – Laphroaig 10 Year Old Cask Strength Batch 13 2021, Laphroaig 25 Year Old Cask Strength 2021

Kurz angekündigt haben wir die beiden Whiskys ja schon vor einigen Tagen – jetzt aber sind auch die offiziellen Infos von Laphroaig Deutschland über die neuen Laphroaig 10 Year Old Cask Strength Batch 13 – 2021 und den Laphroaig 25 Year Old Cask Strength 2021 bei uns eingetroffen, und natürlich wollen wir diese Informationen Ihnen nicht vorenthalten.

Worauf sich Freunde der Destillerie Laphroaig jetzt freuen können und wann Batch 14 des Laphroaig 10 Year Old Cask Strength erscheinen wird, lesen Sie untenstehend:


Laphroaig 10 Year Old Cask Strength Batch 13 – 2021 Laphroaig 25 Year Old Cask Strength 2021

Abgefüllt in Fassstärke. Für puren, unverfälschten Laphroaig-Genuss.

Frankfurt, im August 2021 – Fantastische Neuigkeiten für alle Liebhaber des unverwechselbaren, torfig-rauchigen Laphroaig Islay Single Malts: Die Destillerie präsentiert zwei mit Spannung erwartete limitierte Sonderabfüllungen in Fass- stärke: Batch 13 des beliebten Klassikers Laphroaig 10 Year Old Cask Strength  und Laphroaig 25 Year Old Cask Strength 2021. Sorgfältig gelagert in den Warehouses der Laphroaig-Destillerie auf der schottischen Insel Islay. In ehemali- gen Bourbonfässern gereift und ohne Kältefiltrierung abgefüllt, um Aroma, Geschmack und Textur in der ganzen Fülle zu bewahren. Kompromisslose Quali- tät und der pure, unverfälschte Geschmack einer Abfüllung in Fassstärke. Die beiden streng limitierten Editionen des beliebten Single Malts sind ab sofort im deutschen Fachhandel erhältlich.

10 Year Old Cask Strength Batch 13 – 2021

Authentisch und kompromisslos – typisch für den rauen Charakter des Laphroaig Single Malts – baut die fassstarke Version auf dem Erfolg des Klassikers 10 Year Old auf. Laphroaig 10 Year Old Cask Strength ist eine einzigartige Kombination  aus besonders gehaltvollem Geschmack und dem intensiven Charakter von Laphroaig. Er reifte über zehn Jahre in ehemaligen Bourbonfässern, ist nicht kältefiltriert und wurde in Fassstärke abgefüllt. Diese Stärke von 57,9% Vol. verleiht dem Laphroaig 10YO CS eine zusätzliche überwältigende Kraft und macht dieses Single-Malt-Erlebnis noch intensiver.

Beim Nosing fasziniert der Laphroaig 10 Year Old mit süßen Noten von Manu- ka-Honig, sorgfältig ausbalanciert durch die Aromen von Torf und Zedernrauch. Diese sich im Aroma ankündigende Verbindung aus Süße und Würze setzt sich auf dem Gaumen mit Noten von über offenem Feuer gerösteten Marshmallows, Kara- mell mit einem Hauch von weißem Pfeffer und gemahlenem Zimt fort. Im Finale schwingen Noten von würzigen Eichentanninen und Meersalz mit.

25 Year Old Cask Strength 2021

Der 25 Year Old ist ein facettenreicher, subtiler und eleganter Single Malt – das Ergebnis einer Vermählung sorgfältig durch den Master Distiller ausgewählter Ex-Bourbonfässer. In Ruhe gereift, nicht kältefiltriert und in Fassstärke (51,9% Vol.) abgefüllt – für unverfälschten Islay-Single-Malt-Genuss.

Sein tiefes Gold lässt bereits den außergewöhnlichen Charakter dieses Whiskys erkennen. Eine Verbindung aus süßer Vanille und Eiche, gemischt mit medizini- schen Noten, Jod und dem typischen Torfrauch von Islay. Süß und pfeffrig in der Nase, mit Anklängen von Kaugummi. Auf dem Gaumen mit Noten von Heidehonig und Gewürzen sowie einem blumigen Finale mit einem Hauch von Meersalz.

TASTING NOTES:

Cask Strength 10 Year Old Batch 13 – 2021:

FARBE: Gelbbraun.

AROMA: Süße Getreide- und Gebäcknoten, frische Eiche, Zedernrauch und Manu- ka-Honig. Kräftiger Pfeifentabak und altes Leder kombiniert mit einem Touch Kerzenwachs, Vanillecreme und Muskatnuss.

GESCHMACK: Süß und würzig, nach angebrannten Fass- dauben, über offenem Feuer gerösteten Marshmallows, Toffee, Meersalz, Vanille und Karamellwaffeln. Röstkaffee mit einem Hauch von weißem Pfeffer und gemahlenem Zimt.

NACHKLANG: Blumig mit würzigen Tanninen, Jod und Meersalz.

Alkoholgehalt: 57,9% Vol. (Cask Strength)

Servierempfehlung: Pur oder mit ein paar Tropfen Wasser

Cask Strength 25 Year Old 2021:

FARBE: Tiefes Gold.

AROMA: Süß und blumig durch Honig und Birnendrops. Kaugummi und starker Thymian-Duft, Potpourri und Geranie mit leichter Nelke und weißem Pfeffer sowie frischem Torf. Islay-Algen mit einem Hauch von Zitrone vervollständigen dieses komplexe Aroma.

GESCHMACK: Süß, kräutrig, mit Noten von Heidehonig und leichtem Holzrauch, Limette, Salz, Jod und schwarzer Pfeffer, Marinade, Gewürze. Nelke, Clementinenschalen und medizinische Noten.

NACHKLANG: Trocken mit Noten von Frühlingsblumen und einem Hauch von Meersalz.

Servierempfehlung: Pur oder mit ein paar Tropfen Wasser.

Alkoholgehalt: 51,9% Vol. (Cask Strength)

Gebinde: 0,7 l, erhältlich im deutschen Fachhandel.

Die Kunst der Vorfreude wird neu belebt…

Batch 13 des 10 Year Old Cask Strength und 25 Year Old Cask Strength 2021 sind ein Muss für alle Connaisseure, Enthusiasten und Liebhaber außergewöhnlicher, speziell getorfter Single Malt Scotch Whiskys.

Und es geht weiter! Für November 2021 kündigt die Laphroaig-Destillerie die Präsentation von Batch 14 des 10 Year Old Cask Strength an!

TSB: Glenfarclas erhält Baugenehmigung für zwei neue Warehouses

Die Destillerie Glenfarclas baut ihre Lagerkapazitäten aus: Laut einem Bericht in The Spirits Business ist der Bauantrag für zwei neue Lagerhäuser von der Behörde in Moray genehmigt worden, nach einer seit März andauernden Prüfungphase.

Knapp 2000 Quadratmeter sind die beiden geplanten Warehouses gemeinsam groß, und sie sollen auf dem Gelände der Destillerie gebaut werden, um dort nach Fertigstellung jeweils 2500 Fässer in höchstens drei Etagen reifen lassen zu können. Die Fassgrößen, die dafür vorgesehen sind, liegen zwischen 190 und 500 Liter.

Ein Termin für die Fertigstellung der beiden Lagerhäuser wurde nicht genannt.

Glenfarclas. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Serge verkostet: Octomore x3

Die Japan-Festspiele sind beendet – zumindest bei Serge Valentin, und mit seiner heutigen Verkostung wendet er sich wieder schottischen Whiskys zu. Es geht auf die Insel Islay, und dort in die Destillerie Bruichladdich. Drei Octomores gibt es zu verkosten, einen aus der Destillerie selbst und zwei aus den Beständen des ehemaligen Distillery Managers Jim McEwan, herausgebracht von The Cask Whisperer.

Hier die Wertungen aus der Verkostung von heute:

AbfüllungPunkte

Octomore 10 yo 2009/2020 (54.3%, OB, 12000 bottles)86
Octomore 8 yo 2011/2020 (59.9%, The Cask Whisperer, first fill bourbon barrel, cask #4555, 246 bottles)90
Octomore 11 yo 2008/2020 (58.8%, The Cask Whisperer, Whisky Shop Neumarkt, Rivesaltes cask, 322 bottles)88
Die Destillerie Bruichladdich

PR: Wild Turkey Bourbon launcht eine neue globale Kampagne – „Trust Your Spirits“

Wild Turkey, die Bourbon-Marke aus Kentucky, will mit einer neuen globalen Werbekampagne Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Unter dem Motto „Trust Your Spirit“ ist der Creative Director der Marke, Matthew McConaughey, auch Star der Kampage.

Nachfolgend mehr Infos in englischer Sprache:


Wild Turkey Announces Inspired „Trust Your Spirit“ Global Campaign Starring Creative Director Matthew McConaughey

State-of-the-art Projection Mapping Juxtaposed Against Distillery Images Inaugurate a New Era for the Iconic Bourbon Brand

LAWRENCEBURG, Ky., Aug. 5, 2021  — Wild Turkey announces the launch of its new, global creative campaign and platform, „Trust Your Spirit,“ featuring the brand’s Creative Director Matthew McConaughey. Encouraging others to be bold, unapologetically themselves, and stay true to who they are, the campaign features a series of digital vignettes that serve as a tribute to the legendary Master Distillers at the helm of Wild Turkey – Jimmy and Eddie Russell.  It also arrives as the brand rolls out a sleek, newly-redesigned Wild Turkey 101 pack to better showcase the premium quality of the Bourbon inside.

„Trust Your Spirit“ channels the spirit and birthplace of Wild Turkey in Lawrenceburg, Kentucky through archived footage and state-of-the-art projection mapping, evoking the brand’s past, present and future. In the hero (:30) ad, the shot opens on a rounded projection stage with McConaughey in front of an oversized screen surrounded by bourbon barrels. In all of the digital ads, the Wild Turkey Rickhouse is projected around him as he invites viewers to do things like „trust your gut, trust your eyes, trust your ears, trust your friends….and the stories they allow you to tell,“ and reminds us „You are exactly where you should be. Where you go from here, is completely up to you and your spirit. Trust it.“

The campaign’s tagline is a call to action channeling the uncompromising spirit of Wild Turkey’s Jimmy Russell, the longest-tenured, active Master Distiller in the global spirits industry and father to Eddie, a second generation Master Distiller and legend in his own right. „In all its forms, and just like Wild Turkey, Trust Your Spirit is bold, inspired, and unapologetically confident,“ notes McConaughey. „This spirit of trust, and trusting your own, dates back for generations of the Russell family who toast those who share and forge ahead with their values. It’s about celebrating both the primary and divine voice we all have inside. It’s life – undiluted.“

The Russells have been faithful and allegiant to their recipe and production methods – despite trends and pressure to conform to changing tastes over the years. „Trust Your Spirit“ echoes a bold and confident rally cry in step with the brand and family ethos to follow one’s instincts. The track „Black Moon Rising“ by up-and-coming Austin musicians The Black Pumas & the Hypnotic Brass Ensemble plays in the background, providing an Americana soundtrack that evokes Southern Kentucky vibes across McConaughey’s modern-day-cowboy Texas persona.

Another (:15) spot, „The Stars,“ finds McConaughey on the picturesque grounds of the Wild Turkey distillery, gazing upon the sky and reflecting on one’s relationship with a celestial universe. It concludes with an observation from McConaughey drawing parallels across humans and stars – each has their own unique sparkle and spirit. The creative director remarks that the world can be a beautiful place „if we all trust our spirit,“ as he watches the sun break the horizon.

Trust Your Spirit delivers a sequence of short films in various formats that will air in markets across the globe. We’re very proud of it. Along with our visionary creative team, we explored territories to passionately convey the brand’s championing character, the liquid spirit itself, and the human spirit. Viewers will also get a peek at our new, reimagined Wild Turkey 101 bottle in these spots. The campaign illustrates the brand’s bold personality and point of view, while continuing to pay homage to its rich history and craft.“

Julka Villa, Campari Group’s Managing Director of Global Strategic Marketing, Spirits.

Developed by Creative Director Josh Combs and Wild Turkey’s „Chief Storyteller“ Matthew McConaughey, the „Trust Your Spirit“ platform embodies the passion that goes into the Russell family business and marks a turning point for Wild Turkey.  Launching today, the campaign will run on digital and social media channels in the United States, Australia and in select global markets.

Campaign Credits

Creative and production:

  • Executive Creative Director: Josh Combs 
  • Creatives: August Östberg, David Svedenström, Graham Davis
  • Executive Producer: Karen McKibben 
  • Senior Producer: Thomas Martin
  • Production Company: Furlined
  • Director: Ben Tricklebank
  • Director of Photography: Max Goldman
  • Post-Production: Therapy Studios
  • Editor: Doobie White
  • Executive Producer: Margaret Ward
  • Photographer: Fernando Decillis
  • Music: Black Pumas „Black Moon Rising“

Wild Turkey:

  • Global Managing Director: Julka Villa
  • Global Senior Director: Mattia Carlozzo
  • Global Whiskey Director: Joseph Baide
  • Global Senior Brand Manager: Stacey Beerman
  • Global Senior PR Manager: Erin Smolinski

PR: BORCO übernimmt die Distribution von TAMDHU Speyside Single Malt Scotch Whisky zum 1. 9. 2021

BORCO-MARKEN-IMPORT hat soeben verlautbart, dass man seitens des Hamburger Unternehmens den Vertrieb der Produkte der Speyside-Brennerei Tamdhu ab 1. September 2021 für Deutschland übernimmt. Betreffen wird dies drei Abfüllungen – mehr Details dazu in der nachfolgenden Presseaussendung:


BORCO übernimmt die Distribution von TAMDHU Speyside Single Malt Scotch Whisky  zum 01.  September 2021

Hamburg, August 2021. Zuwachs im Whisky-Portfolio: Das Hamburger Spirituosenhaus BORCO-MARKEN-IMPORT setzt mit der Distributionsübernahme von Tamdhu zum 01. September 2021 auf einen weiteren schottischen Single Malt Scotch Whisky, der  das  Premium-Portfolio der   Hamburger   abrunden und Synergien schaffen soll. Übernommen werden die Qualitäten Tamdhu 12 Year Old, Tamdhu Batch Strength, Tamdhu 15 Year Old.

Markus Kohrs-Lichte, BORCO CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung, freut sich über den Neuzugang: „Nach der Distributionsübernahme von Rosebank freue ich mich, dass wir mit Tamdhu einen weiteren Whisky von Ian MacLeod in unser Portfolio aufnehmen dürfen – ein Zeugnis der starken Partnerschaft zwischen den beiden Familienunternehmen. Die Neuheit ermöglicht uns, das  BORCO  Premium-Portfolio nachhaltig auszubauen und unsere Whiskykompetenz zu unterstreichen.“

„From Spain to Speyside”: Tamdhu reift ausschließlich in Oloroso-Sherryfässern aus dem spanischen Jerez

Gegründet wurde die Destillerie 1897 von einer Gruppe gleichgesinnter Entrepreneure, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihrer Leidenschaft nachzugehen und den besten Whisky der Welt zu produzieren. Dabei war sich die Gruppe bei einer Sache immer einig: nur das Beste ist gut genug! Es wurde schließlich der renommierte Architekt und Ingenieur Charles C Doig für den Bau der Destillerie am Fluss Spey engagiert, die besten Produktionsanlagen installiert und die exzellentesten Sherryfässer aus Spanien ausgewählt.

Im Jahr 2010 musste die Destillerie schließen und wurde 2012  von dem Familienunternehmen Ian MacLeod mit einem passionierten Team wieder zum Leben erweckt, das heute das Tamdhu-Handwerk in Ehren hält. Diese Sherryfässer machen Tamdhu auch heute nach über 100 Jahren zu einem einzigartigen schottischen Whisky und werden ausschließlich als Ganzes von Spanien nach Schottland transportiert, damit alle Fassaromen erhalten bleiben. Das zur Herstellung verwendete Wasser stammt aus der Tamdhu-Quelle, die auch schon zu den Gründerzeiten genutzt wurde. Für die Premium-Qualität von Tamdhu sorgt zusätzlich der Verzicht auf Farbstoffe.

TAMDHU 12 YEAR OLD

Jeder Dram dieses Whiskys enthüllt den Facettenreichtum, den die Reifung in den besten Sherryfässern hervorbringt. In einer hochwertigen Schachtel glänzt Tamdhu 12 Year Old mit natürlichen, bernsteinfarbenen Reflexen.

Nase:

Reichhaltig und verlockend, eisgekühlte Zimtschnecken, Orangenbonbons, frische süße Eiche mit Rosinen und einem leichten Hauch von Minze.

Gaumen:

Seidige Textur, die den Gaumen mit Bananen, Beerenmarmelade, Malzkeksen (britische Keksspezialität) und einer tiefgründigen Sherry-Eichen-Note umspielt.

Nachgang:

Angenehm lang und ausgewogen mit gemahlenen Gewürzen, getrockneten Früchten und Scottish Tablet (schottische Süßware), die einen Hauch von Torfrauch enthüllen.

Alkoholgehalt:

43% Vol.

UVP:

49,99 Euro (0,7l)

Awards:

Goldmedaille – San Francisco World Spirits Competition 2020

TAMDHU BATCH STRENGTH 006

Der Tamdhu Batch Strength 006 wird in der natürlichen Stärke des Batches abgefüllt und überzeugt damit durch einen ganz eigenen Charakter. Der tiefe Kupferton dieser Abfüllung wird durch das Fass entwickelt und jeder Tropfen verdankt seinen reichen, komplexen Geschmack der Reifung in Oloroso- Sherryfässern.

Nase:

Frische Würze der Eiche, geröstete Nüsse und wärmende Vanille.

Gaumen:

Sommerlicher Beerenpudding mit Crème Anglaise, Orangen- und Zitronennoten sowie Eichengewürz.

Nachgang:

Zimtwürze und ein langanhaltendes Finish von Zitrusschalen  und reifen Feigen.

Alkoholgehalt:

56,8% Vol.

UVP:

69,99 Euro (0,7l)

TAMDHU 15 YEAR OLD

Lebendige Noten von Sommerfrüchten und ein reichhaltiger, langer Abgang verleihen Tamdhu 15 Year Old zu einem erstklassigen Whisky, der in einer natürlichen Farbe schimmert und nicht kältefiltriert wird.

Nase:

Eine aromatische Mischung aus Apfelgebäck, gewürzten Johannisbeeren und Orangenschalen mit exotischen Noten von Ananas und Fenchel.

Gaumen:

Saftige Aprikose und lebhafte Himbeere, Zitronenkuchen und cremige Mandeln.

Nachgang:

langanhaltend, geprägt von wärmendem Malzgebäck (britische Keksspezialität), cremigem Sherry und Vanille.

Alkoholgehalt:

46% Vol.

UVP:

89,00 Euro (0,7l)

Awards:

Doppelte Goldmedaille –  San Francisco World Spirits Competition 2020

Über Ian MacLeod Distillers Ltd.

Ian MacLeod gehört mit der Herstellung von über 15 Millionen Flaschen Spirituosen im Jahr zu den zehntgrößten Scotch- Whisky-Unternehmen der Welt und ist seit Gründung 1933 familiengeführt und unabhängig. Mehr als 80 Jahre blickt Ian MacLeod auf ein bemerkenswertes Portfolio an hochwertigen Spirituosen, darunter renommierte Marken wie Glengoyne, Tamdhu, Isle of Skye, Smokehead Scotch Whiskys  und  Edinburgh Gin. Dabei setzt sich Ian MacLeod stets für  langfristige Werte ein und unterstützt den Umweltschutz. Mehr Informationen finden Sie auf https://www.ianmacleod.com/.

BORCO-MARKEN-IMPORT Matthiesen GmbH & Co. KG, Hamburg

Tamdhu wird in Deutschland exklusiv von BORCO-MARKEN- IMPORT distribuiert. BORCO, mit Sitz in Hamburg, ist einer der größten deutschen und europäischen Produzenten und Vermarkter internationaler Top Spirituosen Marken. Das Portfolio des unabhängigen Familienunternehmens, darunter u.

a. SIERRA Tequila, FINSBURY London Dry Gin,  HELBING  Kümmel, RUSSIAN STANDARD Vodka und DISARONNO, deckt fast alle wichtigen internationalen Segmente ab und ist in seiner Stärke und Geschlossenheit sicher einmalig. BORCO unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, über den Sie sich auf https://www.massvoll-geniessen.de/ informieren können. Weitere Informationen zum Unternehmen und Portfolio finden Sie auf www.borco.com.

Wir verkosten: Glenglassaugh 50yo

Glenglassaugh 50yo
Cask 128
Pedro Ximenez Cask
40,1% vol

Sample: Kammer-Kirsch
Verkoster: Bernhard Rems

Alte Whiskys üben unter Whiskyfreunden einen besonderen Reiz aus. Dabei – und das muss man immer wieder sagen: Alter allein ist kein Garant für Qualität. Manchmal hat das Fass das Regiment in einer Weise übernommen, die dem Whisky keinesfalls zum Vorteil gereicht.

Andererseits: Wenn ein alter Whisky eine gute Symbiose mit dem Fass eingegangen ist, dann ist es schwer, den Genuss, der daraus resultiert, zu toppen. Gerade Glenglassaugh hat das immer wieder mit Abfüllungen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren bewiesen – für den Verkoster zählen diese Whiskys zu den besten, die er bislang getrunken hat. Groß war also die Freude, als vor einiger Zeit ein Sample des Glenglaussaugh 50yo in der Post war. Und schwierig war die Zeit bis vor einigen Tagen, in der eine Verkostung wegen einer hartnäckigen Gaumenverletzung dem Whisky nicht gerecht hätte werden können. Diese Wartezeit war aber nun vorbei.

Vielleicht eines noch, bevor wir zu den Tasting Notes kommen: Der Whisky ist mit 40,1% in die Flasche gekommen (die einen Verkaufspreis von über 6.000 Euro hat) – da keimt in misstrauischen Geistern leicht der Verdacht einer Notabfüllung auf, die gemacht wurde, um den Inhalt des Fasses noch als Whisky verkaufen zu können. Aber eines darf man hier schon vorausschicken: Dieser Glenglassaugh 50yo ist das ganz bestimmt nicht. Nicht im Geringsten.

Tasting Notes zum Glenglassaugh 50yo

Nase: Der Whisky mit einer Farbe, die zwischen Kupfer und Gold liegt, bietet eine dichte Nase voller Gartenfrüchte, saftiger Rosinen, dazu etwas tropische Früchte und eine Melange warmer Gewürze wie Kurkuma, Zimt und einen Hauch Menthol. Dazu findet man Milchschokolade, einen zarten Unterton warmen, weichen Leders und etwas Aprikose. Das Ganze vermengt sich zu einem weichen, schmeichelnden Eindruck, der ausgewogen und gleichzeitig voller einzelner Eindrücke ist.

Gaumen: Hier treffen sich zunächst weiche Süße einer Fruchtschokolade, dann die Eiche mit einem Korb von Früchten, perfekt ausbalanciert und harmonisch, wiederum samtig weich im Antritt, dazu ein paar Kaffeenoten, Karamell, kandierte Orangenzesten, Tropenfrüchte wie getrocknete Mangos sind zu finden, dazu Datteln, Rosinen, Sandelholz und ein Hauch Zimtrinde. Süßer Nougat ist dezent zu finden, und immer wieder neue Eindrücke wie eingelegte Kirschen, dann etwas schottischer Weihnachtskuchen und nussige Komponenten. Faszinierend, wie gleichwertig diese Eindrücke nebeneinander stehen oder hintereinander folgen – ein Vergnügen, das, wie auch hier, in der Regel altem Whisky höchster Qualität vorbehalten ist.

Finish: Auch hier drängt sich die Eiche nicht in den Vordergrund – und dazu hätte sie Ewigkeiten Zeit, denn der Abgang ist lang und intensiv. Es ist alles da, was man am Gaumen entdecken konnte, die Früchte, die Nüsse, die Rosinen – im Ende sind da die Gewürze und das Holz, aber die decken nichts zu und wirken auch in keiner Weise adstringierend. Wunderbar!

Alles in allem: Ein wirklich bemerkenswerter Glenglassaugh, ein Prunkstück aus dem Warehouse – das Holz ist hier Diener des Geschmacks, nicht Dominator. Vor 50 Jahren hatten auch die PX-Fässer generell eine andere Qualität als die, die heute mit Sherry präpariert werden – und das merkt man in jeder Stufe des Genießens, ebenso wie die Sorgfalt, mit der dieses Fass kuratiert worden sein muss. Ein herausragender Whisky!

PR: Benriach bringt erste Edition des Benriach Malting Season (mit 2 Videos)

Es wird die erste Abfüllung seit einem Jahrhundert aus der Destillerie Benriach, die ausschließlich mit Malz vom eigenen Malzboden der Brennerei produziert wird: Die erste Ausgabe des Benriach Malting Season wurde soeben von der Destillerie und dem Mutterkonzern Brown-Forman vorgestellt.

Der Benriach Malting Season wurde in zwei Fassarten gereift: Ex-Bourbonfässer und Virgin Oka Casks. Diesmal wurde der Whisky mit Gerste der Sorte Concerto gebrannt und mit 47,8% vol. abgefüllt – diese beiden Parameter können sich bei jeder weiteren Ausgabe ändern.

Das Erscheinungdatum wird von Land zu Land unterschiedlich sein (in den USA erscheint der Whisky zum Beispiel im Oktober für 99 Dollar – auch der Preis wird sich je nach Land unterscheiden).

Hier die offizielle Pressemitteilung aus der Destillerie – gemeinsam mit Bildern und zwei Filmen, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben:


BENRIACH KEEPS TRADITION ALIVE WITH FIRST EDITION OF MALTING SEASON

Celebrating traditional methods dating back to the earliest days of Benriach Distillery, Benriach Malting Season will be the first expression in a century to be produced entirely using barley malted from the Speyside distillery’s historic floor maltings.

The floor malting method is a highly skilled process requiring the delicate and skilled hand of Benriach’s team of dedicated craftspeople. After being steeped in water, the barley is spread across the malting room floor and turned by hand over several days to allow for optimum germination of the barley. Using their keen eye, the malting team decides when the barley is ready to move to the kiln and the iconic pagoda shaped chimney comes alive.

Benriach Malting Season – Process Film – 2min

The first edition of Benriach Malting Season is two-cask matured in bourbon and virgin oak barrels to bring out the wholesome, creamy flavour we find in the distillery’s floor malted spirit, giving a beautiful barley gold colour to the liquid. The expression boasts a rich aroma of barley sugar, almond fudge and poached orchard apple with smooth, rounded flavours of vanilla and honeyed pear, with a lasting nuttiness of slowly kilned malt.

For each new edition of Malting Season, Master Blender Rachel Barrie, will carefully select the type of barley and bottling strength, making each annual edition a truly unique expression in its own right. This inaugural release is made from concerto barley and has a bottling strength of 48.7% ABV.

Benriach Malting Season First Edition – Product Film – 30 sec

Stewart Buchanan, Global Brand Ambassador at Benriach, commented:

“Passed from distiller to distiller throughout the generations, the floor malting process keeps a traditional part of the whisky making process alive with Benriach being one of only seven distilleries in Scotland to continue the practice of floor malting. Distilling spirit from barley malted here on site is a true labour of love and something we are passionate about keeping alive here at Benriach as an ode to our creative whisky making heritage.”

Rachel Barrie, Master Blender at Benriach Distillery, said:

“At Benriach, we never stop exploring how fruit, oak and barley flavours intertwine and mature in our broad range of eclectic casks. The unique process behind Malting Season allows the cereal flavour from the concerto barley to pull through and when married with the creamy, wholesome flavour from being two-cask matured in bourbon and virgin oak barrels, creates a truly unique expression.”

The first edition of the small batch release is comprised of 23 barrels, all distilled on 2nd November 2012, yielding 6672 bottles in total. Timing of product availability will vary by country.

PR: Seltene Tierarten aus Taiwan zieren Kavalans neue Geschenksets

Eine sehr hübsche Idee kommt aus der Kavalan Distillery in Taiwan: Geschenkboxen mit Motiven seltener Tierarten. Drei verschiedene Boxen mit dem Mikado Fasan, dem Sika Hirsch und einem Leoparden sind ab September im Fachhandel erhältlich – mehr Infos dazu finden Sie untenstehend:


Seltene Tierarten aus Taiwan zieren Kavalans neue Geschenksets

Mikado Fasan, Sika Hirsch und Leopard als Coverbilder auf Kavalans ‘Taiwan Native Species Exclusive Gift Sets’

Kavalan hat eine Serie von Geschenkboxen herausgebracht, deren Cover exotischen, in Taiwan heimischen Tierarten gewidmet ist, die symbolisch für Hoffnung und Wohlstand stehen.

Für die Geschenksets wurden KAVALAN Single Malt Classic, KAVALAN Concertmaster Port Cask Finish und KAVALAN Solist Vinho Barrique abgefüllt, als Tierarten wurden Mikado Fasan, Sika Hirsch und Leopard ausgewählt.

Diese exklusiven Geschenksets sind nur in einigen ausgewählten Ländern erhältlich, darunter die Philippinen, Guam, Neuseeland, Australien, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Tschechien und China. Den deutschsprachigen Raum werden sie voraussichtlich ab Spätsommer erreichen und sind nur in sehr geringer Stückzahl verfügbar.

CEO Yu-Ting Lee sagte, die Geschenksets, die von der Taiwanesischen Künstlerin Sandy Liu gestaltet wurden, rühmen die natürliche Schönheit und Artenvielfalt Taiwans. Mikado Fasan, Sika Hirsch und Leopard sind Taiwanesische Symbole, weil sie sehr selten und schön sind. Wie auch unsere KAVALAN Whiskys verkörpern diese Tierarten unseren Slogan “Pure Taiwan”.

Die Geschenkboxen Classic und Concertmaster Port Cask Finish können optisch zu einer “kompletten Insel” kombiniert werden oder aber für sich allein stehen. Die Geschenkbox Solist Vinho Barrique wird als Edition mit einem Special Label verkauft.

TAIWANESE NATIVE SPECIES EXCLUSIVE EDITION GIFT SETS

Jedes Set dieser exklusiven Serie präsentiert eine seltene, endemische Tierart Taiwans:

Mikado Fasan / Kavalan Classic

Der Mikado Fasan oder “Kaiser-Fasan,” hat ein herrliches, königsblaues Gefieder und gilt als nationales Symbol. Neben dem Fasan werden der fünffarbige Bartvogel sowie die Baumpfingstrose abgebildet, die Wohlstand verkörpern.

Im Set sind folgende Abfüllungen enthalten:

  • Kavalan Classic 40% vol. 700ml
  • Kavalan Classic 40% vol. 50ml
  • Kavalan Distillery Select No.1 40% vol. 50ml

Sika Hirsch / Kavalan Concertmaster Port Cask Finish

Der Taiwanesische Sika Hirsch trägt die typischen weißen Punkte, die im Sommer am deutlichsten sichtbar sind. Die männlichen Tiere haben ein Geweih, das jährlich wächst und sich erneuert. Der Sika Hirsch wird zusammen mit drei Schmetterlingen und einer Schmetterlingsorchidee abgebildet, welche für Glück und Erfolg stehen.

Im Set sind folgende Abfüllungen enthalten:

  • Kavalan Concertmaster Port Cask Finish 40% vol. 700ml
  • Kavalan Classic Single Malt 40% vol. 50ml
  • Kavalan Distillery Select No.1 40% vol. 50ml

Leopard – SPECIAL LABEL / Kavalan Solist Vinho Barrique

Der Taiwanesische Leopard hat wolkenähnliche Flecken auf seinem Fell und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Schwanz. Dieser ist kürzer als der, anderer Leopardenarten. Er wird zusammen mit dem Taiwanesischen Bartvogel, einem Schmetterling, der Schmetterlingsorchidee und der Baumpfingstrose abgebildet, welche Glück und Wohlstand symbolisieren.

Im Set sind folgende Abfüllungen enthalten:

  • Kavalan Solist Vinho Barrique 50-59.9% vol. 700ml
  • Kavalan Wine Oak 54% vol. 50ml

Mysteriös: US-Außenminister Mike Pompeo und der verschwundene 5800-Dollar-Whisky

Wenn man als Politiker auf Staatsbesuch ist oder Staatsbesuche empfängt, dann gibt es auch schon mal Geschenke vom Gastgeber oder Gast. Wie auch sonst in Demokratien gilt: Kleinigkeiten unter einem bestimmten Wert darf man behalten, größere Geschenke gehen – natürlich – in Staatsbesitz über, und man kann es dem Staat dann abkaufen, sollte das Herz daran hängen.

Mike Pompeo: By Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten – _DSC9480, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93467359

In den USA liegt diese „Bagatellgrenze“ bei 390 Dollar. Und unter diese Bagatellgrenze fällt ein Whisky, den der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo in der Regierung Trump aus Japan erhalten hat, bestimmt nicht: Die Flasche japanischen Whiskys hatte eine Wert von 5800 Dollar.

Und sie ist jetzt verschwunden. Aber nachdem wertvolle Geschenke nicht einfach verschwinden dürfen, gibt es dazu nun eine offizielle Untersuchung. Der Anwalt von Pompeo gab im Zuge der Ermittlungen bekannt, dass sich der ehemalige Außenminister gar nicht an diese Flasche erinnern kann und dementsprechend keinerlei Wissen über deren Verbleib hat. Er sei auch diesbezüglich noch nicht kontaktiert worden.

Andere Geschenke an Pompeo sind ordnungsgemäß verbucht worden, in der Untersuchung ginge es nur um die besagte Flasche, die 2019 in Saudi Arabien an Pompeo übergeben worden sei und nun nicht mehr auffindbar ist.

Sollte der Fall gelöst werden und wir es erfahren, werden wir Sie es natürlich wissen lassen. Bis dahin sind der Fantasie über die Ursachen des mysteriösen Verschwindens des teuren japanischen Whiskys keine Grenzen gesetzt…