Nur noch diese Woche: Gewinnen Sie jetzt 6x den Starward Left-Field – Whisky aus Australiens Genusshauptstadt!

Bei unserem neuesten Whisky Gewinnspiel entführen wir Sie ans andere Ende der Whiskywelt – nach Australien. Dort, in Melbourne, steht die Starward Distillery – und erfreut Whiskygenießer rund um die Welt mit außergewöhnlichen Abfüllungen. Den Starward Left-Field, den neuesten Whisky von Starward, der bei uns in Deutschland von Kirsch Import vertrieben werden wird, können Sie hier bei uns jetzt vorab schon gewinnen – und zwar gleich sechs Mal! Machen Sie also mit und nutzen Sie Ihre Chance – es geht nur noch bis Sonntag!

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Bevor wir Ihnen die Gewinnfrage stellen, möchten wir Ihnen wie immer noch einmal den Mund mit ausführlichen Informationen zu Ihrem Gewinn wässrig machen:

Starward: Whisky aus Australiens Genuss-Hauptstadt

Zwischen Craft Beer und Weinbars, einer hoch gelobten Croissanterie und duftendem Kaffee liegt Starward. Die appetitanregende Atmosphäre, in die die urbane Whiskybrennerei gebettet ist, ist ganz typisch für ihre Heimatstadt. Melbourne – die Genuss-Metropole Australiens. Eine junge und innovative Food- und Bar-Szene belebt die Stadt an der Südostküste des Kontinents. Von ihr inspiriert produziert die Starward Distillery einen für Australien völlig neuen Whisky, der das Genusserlebnis in den Mittelpunkt stellt, Konventionen den Rücken kehrt – und schlicht all jenes erlaubt, was gefällt und schmeckt.

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Australische Premium-Whiskys: am besten zum Essen

Starward lebt und macht Whisky anders. Unkonventionell, casual und kulinarisch ist die Destillerie ganz Kind Melbournes und plädiert für den Genuss von Single Malt und Co. zum BBQ mit Freunden, mit Krimi auf der Couch, zu Pizza oder Bananenbrot. Hauptsache es schmeckt. Befreit von Traditionen schaut die Destillerie mit den Augen von Brauern und Winzern auf Whisky. Der entsteht ausschließlich aus Zutaten der Region. Neben Gerste vor allem aus nur leicht ausgekohlten oder gedämpften Rotweinfässern australischer Weingüter. Nur drei bis vier Jahre benötigt Starward Whisky in ihnen für seine fruchtige Reife. Dafür verantwortlich: das Melbourne-Klima. Ständige Wetterwechsel bei durchschnittlich bis zu 22,5°C, die „four seasons in a day“, lassen Destillate elementar reifen – und einen Whisky entstehen, den es so sonst nirgendwo gibt.

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Weich, weinselig, weltoffen: Starward Left-Field

Der ideale Whisky, wenn man Starward fragt? Unkompliziert, vielseitig und vor allem lecker. Kurz: Left-Field. Der Single Malt reift zu 100 Prozent in ehemaligen Rotweinfässern aus französischer Eiche – für ein intensives und würziges Mundgefühl mit zarten Weinaromen. Die Fässer stammen aus den führenden australischen Weinregionen, dem Barossa Valley und dem Yarra Valley. Das Ausbrennen einiger dieser „barrels“ verleiht Left-Field zusätzliche Dimensionen. Geschmacksintensiv, aber weich und zugänglich, schmeckt der australische Single Malt Einsteigern wie Kennern pur ebenso gut wie in Neuinterpretationen klassischer Drinks.

Starward Left-Field ist demnächst im deutschen Fachhandel erhältlich. Gewinnen Sie jetzt exklusiv vorab eine von sechs Flaschen des neuen australischen Single Malts!

Left-Field, Starward Australian Single Malt Whisky (0,7 Liter, 40% vol.):

  • 100% Australien: Gerste aus der Region, Rotweinfässer australischer Weingüter des Barossa und Yarra Valley aus französischer Eiche
  • vollmundige, helle und dunkle Frucht- sowie würzige Eichennoten
  • zugänglich und vielseitig für Kenner- und Kennenlerner
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Und so gewinnen Sie eine der sechs Flaschen Starward Left-Field:

Sagen Sie uns einfach, mit wem Sie diesen außergewöhnlichen Whisky gerne trinken würden

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Starward“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 14. März 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 15. März 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

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Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Starward“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 14. März 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 15. März 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

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PR: „Here’s Tae Ye!“ – The Makar’s Malt ehrt die schottische Poetin Jackie Kay

Zum Weltfrauentag erscheint eine ganz besondere Abfüllung. „Here’s Tae Ye!“ – The Makar’s Malt ehrt die schottische Poetin Jackie Kay. Sie wurde 2016 von der schottischen Regierung zur dritten „The Scots Makar / National Poet of Scotland“ ernannt. Anlässlich des Endes ihrer fünfjährigen Amtszeit in diesem Monat erscheint mit The Makar’s Malt eine spezielle Abfüllung, für die die Isle of Raasay Distillery ausgewählt wurde.

„Here’s Tae Ye!“ – The Makar’s Malt erscheint in einer limitierte Auflage von 327 Flaschen, in natürlicher Farbe ohne Kühlfiltrierung und mit 53,2 % Vol.. Auf dem Flaschenlabel ist das Jackie Kays Gedicht „Here’s Tae Ye!“ abgedruckt, das sie speziell für dieses Bottling schrieb. Über die Website der Isle of Raasay Distillery kann diese Abfüllung bezogen werden.

Alles weitere zu „Here’s Tae Ye!“ – The Makar’s Malt finden Sie in der englischsprachigen Presseaussendung, die wir erhielten:


‘HERE’S TAE YE!’ – SCOTS MAKAR RAISES A DRAM WITH SINGLE CASK BOTTLING MARKING FIVE-YEAR TENURE

A collaboration between two of Scotland’s oldest arts – poetry and whisky making – has resulted in the launch of a commemorative Scotch Whisky charity bottling for International Women’s Day, complete with a specially-written poem.

The Makar’s Malt is a limited edition single cask single malt Scotch Whisky marking the end of celebrated Scottish poet Jackie Kay’s tenure as The Scots Makar/National Poet of Scotland.

Following a tender process arranged by the Scotch Whisky Association, Isle of Raasay Distillery in the Inner Hebrides was selected by the Makar to create and bottle the commemorative single malt. The distillery worked closely with the Makar to choose a special single cask bottling, and a poem written by Jackie Kay ‘Here’s Tae Ye!’ will feature on the bottle’s label. For every bottle sold, 10% will be donated to Glasgow Women’s Library, a charity chosen by Jackie Kay, which as well as being a lending library, is an archive about women’s lives dating back to the 1930s.

The Makar’s Malt has been released in what is hoped will be the start of a new tradition for future Scots Makars. Jackie Kay is the third Makar to have been appointed by the Scottish Government in 2016, her tenure ending in March 2021.

Jackie Kay, Scots Makar, said:

“I am so delighted to raise a glass of my very own malt to all the women that have made my life possible on March the 8th, International Women’s Day. It is a dream dram come true for me, making some kind of alchemy. Poetry and whisky.”

Karen Betts, Chief Executive of the SWA said:

“We’ve been delighted to work with Jackie on the Makar’s Malt, which is a fabulous celebration of poetry and whisky – both of which are central to Scotland’s identity, and to its past, present and future.

“In what has been a difficult twelve months for so many people, as well as for distillers, this is good news to enjoy.  I hope it will inspire people to visit our Hebridean distilleries, of which the Isle of Raasay distillery is one, when they are able to once the pandemic has eased.  They will not be disappointed – by the whisky, poetry nor the views!

“It’s also a pleasure to see this first Makar’s Malt released on International Women’s Day – a day on which we are celebrating the progress our industry is making to promote equality, diversity and inclusion, and to remind people everywhere that whisky is for everyone, whether you want to come and work with us or to simply enjoy a dram.”

Alasdair Day, co-founder of Isle of Raasay Distillery said:

“It is particularly poignant that we are celebrating Jackie Kay’s outstanding tenure as Scots Makar on International Women’s Day with a single cask bottling from the Isle of Raasay, birthplace of the late Gaelic poet, Sorley MacLean.

“The Isle of Raasay Distillery are very proud to be the first distillery chosen to work with The Scots Makar on this historic single cask release – a fruity, lightly peated dram that has been matured in one of our signature first fill Bordeaux red wine casks.”

About the Makar’s Malt

  • The Makar’s Malt, natural colour, non-chill filtered, 53.2% ABV is available at: https://raasaydistillery.com/product/makars-malt/
  • It is a limited edition of 327 bottles
  • The bottle was created by Isle of Raasay Distillery in collaboration with The Scots Makar Jackie Kay, with legal guidance from the Scotch Whisky Association (SWA)
  • The label includes the poem ‘Here’s Tae Ye!’ written by Jackie Kay, reproduced in full below.

Makar’s Malt Poem

Here’s Tae Ye

I raise my glass, my dear,
Wherever you now are,
North, south, east or west
Under the nearest or furthest star
Slàinte!

There’s love in this wee dram,
In the purest form
To greet you my fiere, my jo,
Nippy, heathery, warm.
Slàinte!

Jackie Kay, 2021

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (222)

Willkommen zur  222. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 222 finden Sie ein Podcast und zehn neue Videos:

Podcast We talk Malts – Folge 36: Auf dem Holzweg

WhiskyJason – Talisker (Old Malt Cask) 9 Jahre 2011/2020 Sherry Butt

Whisky Enjoy – 1792 Small Batch Kentucky Straight Bourbon

Friendly Mr. Z – Kilkerran 8 Jahre 2021 Cask Strength Oloroso

Pat Hock – Kavalan Concertmaster Sherry Cask Finish

Whisky In Drag – Michel Couvreur Candid

Malt Mariners – Top 10 Beginner Single Malt Scotch Whiskys

World Wide Whisky – Kavalan Solist Sherry Cask

Whisky_Buzz – Michter´s US1 Small Batch Kentucky Straight Bourbon Whiskey

Malte talks Malts – Mortlach 2012/2020 (Signatory Small Batch)

Malts & Metal – 5 Top Standard Whiskys unter 40 EUR // Verkostung Deanston 12 Jahre


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisk(e)y machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnements ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Lesenden!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 14)

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Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 13-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 14)

Springbank hat aus der Krise von 1979 gelernt und verzettelt sich nicht mehr mit einem breit gefächerten Sortiment an Blends, sondern produziert heute nur noch Single Malts. Außerdem verwendet die Brennerei nur noch schottische Gerste aus Kintyre oder Aberdeenshire. Damit unterscheidet sie sich von den Großdestillerien, die Gerste nach den günstigsten Weltmarktpreisen von überall her beziehen, vor allem aus Australien.

Ja, Gerste ist nicht gleich Gerste, sowohl was die Qualität als auch die Unterschiede angeht. Die Landwirtschaft kennt über dreißig Sorten – von der Mittelgerste Adlerhorst über die äthiopische Schwarzgerste bis zur russischen Nackten. Im Jahr 1819 wurde in der englischen Grafschaft Suffolk eine besonders eiweißhaltige Wildgerste entdeckt, die nach ihrem englischen Entdecker Chevallier benannt ist. Chevallier erlebt gerade eine Renaissance in der Braukunst von organic craft, weil diese urwüchsige Gerste eine große Palette von Aromen bietet. 

Leider herrscht bei den großen Whiskyerzeugern noch immer der Glaube vor, dass Hybride außer einem höheren Ertrag auch eine größere Robustheit aufweisen. Ihr Liebling heißt Golden Promise und ist eine Sommergerste mit zweizeiligen Ähren, die auch im Winter wächst und den Farmern zwei Ernten ermöglicht. Golden Promise und die jüngeren Hybride Triumph und Chariot entstanden durch die Kreuzung von Inzuchtlinien, was den Vorteil brachte, dass sie sich gegenüber den alten Liniensorten durch einen höheren Ertrag und eine höhere Standfestigkeit bei rauhem Klima auszeichnen. Doch diese Züchtungen sind eben nicht frei von schweren Nachteilen. Da Hybride in flächenfressender Monokultur angebaut werden, schränken sie die Artenvielfalt und die freie Entfaltung von Fauna und Flora immer stärker ein. Weiterhin muss ihr Saatgut immer wieder erneuert werden, denn es wird von Ernte zu Ernte anfälliger und schwächer. Schließlich ist ein permanenter Pestizid-Einsatz bei diesen hochgezüchteten Spezialgersten zwingend. Golden Promise, Chariot und Triumph sind, wie alle künstlich gekreuzten oder genveränderten Getreidesorten, zwar immun gegen alte Blattkrankheiten wie Zwergrost und den schwarzen, schlauchartigen Mutterkornpilz Ergot, aber die Anfälligkeit für neue, durch Mutation entstandene Krankheiten nimmt zu und fordert den Einsatz von immer neuen härteren und krebserregenden Pestiziden.

Tour bei Springbank. Bild Uli Franz

Gewappnet mit diesen Vorkenntnissen schloss ich mich einer zehnköpfigen Besuchergruppe zum Rundgang durch Springbank an. Der Tourstart war am Fuß einer rostigen Eisentreppe, die in den zweiten Stock eines altertümlichen Ziegelbaus hinaufführte. Das ältere Ehepaar aus England hatte große Mühe beim Treppensteigen und stand schließlich schweratmend auf dem oberen Mälzboden, dem malting floor,wo wir uns geduldig um unseren Guide versammelten und schweigend der Dinge harrten, die nun auf uns zukämen. 

Unser Guide, eine blond gelockte Schottin mit blitzenden blauen Augen, die in ihrer Jugendlichkeit hübsch anzuschauen war, wirkte sehr routiniert und bestens informiert. Das Oxford Englisch, das perlend über ihre Zunge floß, schmeichelte den Briten in der Gruppe. Zu unserem Glück sprach sie sehr laut, zumal ihre Erklärungen vom Schlagen der entriegelten Fensterläden gestört wurden. Mit einem gewinnenden Lächeln begann sie die Tour: „Willkommen bei Springbank, ich bin Ihr Guide für die nächste Stunde, mein Name ist Aileen. Bei unserem Rundgang durch die Destillerie will ich Ihnen eine Einführung in die Herstellung von schottischem Whisky geben, damit sie das Tasting nach unserer Tour auch wirklich genießen können, denn bei uns gilt der Spruch ‚Nur was der Kopf verstanden hat, versteht auch der Gaumen’. Zögern Sie nicht mit Fragen und auch für kritische Anmerkungen bin ich Ihnen dankbar. So, dann wollen wir mal beginnen.“ Ihre Lippen öffneten sich zu einem breiten Lächeln und sofort sprang ihre Freundlichkeit wie ein Funke auf uns über und wir lächelten zurück, als sei sie eine gute Freundin. Durch die Bank waren alle von ihrem freundlichen Wesen angetan und alle lauschten ergeben. Die folgende Einführung, die sie mit lebhaften Handbewegungen untermalte, war von grundlegender Natur: „Für die Herstellung von schottischem Whisky verwendet man ausschließlich Gerste. Das Verarbeiten von Getreidesorten wie Roggen, Weizen und Mais zu Whisky ist in Schottland nicht erlaubt, deshalb sprechen wir auch von Single Malt. Aber erst einmal möchte ich etwas Grundlegendes zu unserem Ausgangsprodukt Gerste erläutern. Gut getrocknet kann sie im Silo bis zu zehn Jahren lagern. Unabhängig davon muss das Korn bestimmten Normen wie Dichte, Feuchtigkeit, Stärkegehalt, Keimfähigkeit und Stickstoffgehalt entsprechen. Nur dann erlaubt unser Kontrolleur die Annahme der Farmergerste aus der Gegend hier und aus dem schottischen Osten. Die Stichproben-Kontrolle der angelieferten Gerste ist überaus wichtig, denn Gerste kann bei zu hoher Feuchtigkeit leicht schimmeln und vom Kornkäfer Grain Weevil befallen sein. Soweit das Grundlegende, nun zum Arbeitsprozess vor uns. Hier sehen sie gleich eine Seltenheit.“ Aileen hielt kurz inne und schaute von einem zum anderen, um die Wirkung ihrer Worte in unseren Gesichtern zu überprüfen. Sie sprach so engagiert, akzentuiert und mit untermalenden Gesten, dass ich an ein Coaching in Achtsamkeit denken musste.

Unsere Mienen schienen Aileen zu ermutigen und mit Feuereifer sprach sie weiter: „Hier im gewaltigen Eisenzuber vor uns wird die Gerste mit Wasser aufgegossen und fünf Tage lang eingeweicht. Das nennt man steeping. Dem trockenen Gerstenkorn wird so vorgetäuscht, es hätte geregnet und nun sei der richtige Zeitpunkt zum Keimen gekommen. Also bricht das Korn auf und ein Sproß schiebt sich aus der Spitze des winzigen Schiffchens. Sie kennen doch die abgepackten Sojasprossen im Kühlregal des Supermarkts, ja, so ähnlich sieht das aufgeplatzte Gerstenkorn mit dem glasigen Spitzlein jetzt aus. Sobald der zarte Keimling zwei Drittel der Länge seiner Mutter erreicht hat, ist aus seiner eingelagerten Stärke Zucker geworden. Eigentlich möchte nun die ‚Mini-Fabrik‘ Gerstenkorn den Zucker in Cellulose umwandeln, damit ein Keimling mit Wurzeln und Blättern wiedergeboren wird, so zumindest hat es die Natur vorgesehen, aber das erlauben wir nicht! Nach fünf Tagen wird das aufgebrochene Gerstenkorn, das man nun Grünmalz nennt, erneut getäuscht, indem man das Keimen stoppt. Übrigens, bevor ich es vergesse, um modrige Stockfeuchte, Schimmel und das Verhaken der Keimlinge zu vermeiden, muss der Gersteteppich auf dem Mälzboden vor uns immer wieder gewendet werden. Wie Sie sehen, stehen die Fenster bei klarem Wetter Tag und Nacht offen, damit der Raum gut durchlüftet wird. Ist eine Restfeuchte von vier Prozent erreicht, wird die Trocknung des Teppichs in der Regel nach sechs Tagen gestoppt.“

Routiniert erzählte sie weiter von der Größe und dem hohen Alter der Malzscheune, während ich an einer der Gusseisensäulen ein Klemmbrett mit einem bedruckten Blatt Papier entdeckte, worauf folgendes stand:

Arbeitsplan für die Sonntagsschicht:

8 – 10.30 Bearbeitung und Wenden

Nässen der aufgehäuften Reihen

16 – 20.00 die Hälfte des vorderen Teils des unteren Mälzbodens zum Ofen schaffen und den oberen Boden wenden

21-22 Uhr Mälzboden umschichten

signiert: Findlay Ross, Generalmanager & Head of Production,

Springbank ist eine Destillerie von Weltruf, 8. November 2016

Aileen, die bei Springbank wohl nur saisonal angestellt war, nahm es sehr genau mit den Fakten und erklärte im einzelnen wie der zehn Zentimeter hohe Gersteteppich in zeitlich festgelegten Abständen von Hand, mit dem Mälzrechen oder der Mälzschaufel gewendet werden müsse. Eine verdammt harte Arbeit, die früher bei den Arbeitern häufig zu einer einseitigen Belastung mit Verformungen von Muskulatur und Skelett geführt habe. Übrigens finde man diese Berufskrankheit in den Medizinbüchern unter der Bezeichnung monkey shoulder, erklärte sie mit anteilsvoller Miene. Erstaunlich, was die junge Frau mit der angenehmen Ausstrahlung und dem hübschen Mundwerk so alles wusste! Vermutlich studierte sie in Glasgow oder Edinburgh, ich hätte sie eigentlich fragen müssen. 

Unsere Gruppe war bereits weitergeeilt, ein Stockwerk tiefer versammelte sie sich auf dem zweiten, 300 Quadratmeter großen Mälzboden, der über einen Wurfschacht mit dem oberen verbunden war. Hier konnten wir den Gersteteppich auf dem Betonboden genauer in Augenschein nehmen. Die Frische, die der ausgebrachten Gerste entströmte, verlockte mich, die Knie zu beugen und die akuraten Reihen gehäufelter Körner aus nächster Nähe zu betrachten und ihre Würze zu riechen. Wie das viele Korn in parallelen, säuberlich gerechten Reihen dicht vor mir ausgebreitet lag, glich der Teppich dem gerechten weißen Kies eines japanischen Zen-Gartens.

Nachdem ich mir die Erklärungen zum Mälzen notiert hatte und der Gruppe hinterher geeilt war, wurde immer offensichtlicher, dass es bei Springbank noch so urig und handarbeitsmässig zuging wie vor hundert Jahren. Und als ich wenig später an der Schrotmühle eine Metallplakete mit der Aufschrift „Royal Patent Portens Patent, Malt Mill“ und am Trafo vom Heizluftgebläse die Jahreszahl 1920 entdeckte, fragte ich mich: Ist Springbank ein Museum?

Nun ja, zumindest eine museale Fabrik, in der auch in digitalen Zeiten die Handarbeit im Vordergrund stand. Zwölf Tage später sollte ich bei Glenlivet das krasse Gegenteil erleben. Auf einem Rundgang durch eine vollautomatisierte Destillieranlage sollte ich mit eigenen Augen sehen, wie nur noch wenige Hände ganz unsinnlich und technizistisch kalt ein trinkbares Produkt herstellten.

Dass bei Springbank der Produktionsablauf funktionierte, war der Improvisation zu verdanken. Die unzähligen Rohre, durch die die einzelnen Sektoren und Fertigungen miteinander verbunden waren und in denen alle möglichen Flüssigkeiten flossen, hätten nach deutscher DIN-Norm und deutschen Lebensmittelbestimmungen alle ausgetauscht und erneuert werden müssen. An vielen Stellen waren die Rohre mit blauen Ummantelungen, die wie riesige Wundverbände wirkten, geflickt und alte Leckagen notdürftig repariert. In ihrer verschlungenen Streckenführung, ihrem schon artistisch anmutenden Durcheinander, erinnerte mich die ganze Installation an die amorphe Außenhaut des Centre Pompidou in Paris. Ganz zu schweigen von den Wänden und Decken der Fabrikationshallen, die über Jahrzehnte vom Russ des Torffeuers eingeschwärzt waren. Sie alle hätten längst mit Hochdruckreinigung von ihrer Patina befreit und gemalert werden müssen.

Wie unsere Gruppe über den Hof ins nächste Gebäude spazierte, wurde uns vor Augen geführt, dass die Verarbeitung der Gerste in vielen Arbeitsschritten ein anspruchvolles Hand-Werk erforderte, bei dem mit viel Aufwand sonntags wie werktags hingelangt werden musste.

Als nächstes versammelten wir uns vor dem Ofen des Darrfeuers, dessen Gusseisentür der Feuertür eines Krematoriums ähnlich war. Wegen des Feuerlärms standen wir nun dicht an dicht und Aileen erläuterte mit lauter Stimme den Prozess, der vor uns ablief: „Das noch feuchte Malz wird auf einem Trocknungsboden oberhalb dieses Feuers ausgebracht. Die Decke ist durchlässig und besteht aus einem Flechtwerk von Drähten, das zwar die Hitze an die feuchten Körner ranlässt, aber so engmaschig geflochten ist, dass diese nicht durchfallen können. Die heiße Abluft des Darrfeuers wird durch den Malzteppich geleitet und entzieht dem gemälzten Gersteteppich die Feuchtigkeit, die über die Kamine mit den Pagodendächern ins Freie entweicht. Ein Darrboden ist fast nicht zu betreten, wenn darunter das Feuer brennt. Große Hitze und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit verschlagen einem sofort den Atem. Der Ofen vor uns wird durchschnittlich mit 45-65 Grad Celsius gefahren und zwar für den Hazelburn mit 30 Stunden heißer Luft, also neutral, für den Springbank mit sechs Stunden Torfrauch und 30 Stunden heißer Luft und für den Longrow mit 48 Stunden Torfrauch. Die unterschiedliche Rauchigkeit eines Malt hängt also davon ab, wie lange das Malz über dem Torf- oder normalen Feuer darren durfte.“

Torfhaufen bei Springbank. Bild Uli Franz

Der fette, schwarzbraune Torf, der in großen Haufen vor dem Ofen und auf dem Hof lagerte, stammte aus örtlichen Mooren, wo er über die Jahrtausende durch die Verrottung von alten, stark verfilzten Pflanzen und ihrem Wurzelwerk entstanden ist. Diese verlandeten Moore sind nach dem Verschwinden der Gletscher die einzigen Überbleibsel der fünf schottischen Eiszeiten und liegen in den Senken und Mulden der Hügellandschaft, die über Jahrmillionen durch den Thermokarst geformt wurden. Die Moore können noch lange abgebaut werden, so gewaltig sind die Vorkommen. Aber Torfstechen ist ein mühsames Geschäft und die Lufttrocknung dauert sehr lange, bis aus dem naßen Schwarztorf brennbarer Trockentorf geworden ist, der im übrigen nicht sonderlich gut, geschweige denn ergiebig brennt. Er qualmt so beizend, dass selbst ein Kettenraucher husten muss. Wie er auf dem verregneten Hof als großer hingeworfener Haufen lag, hätte man ihn für einen Misthaufen halten können. Aber im Gegensatz zu vergorenen Fäkalien riecht Torf angenehm erdig, ja, schon beinahe wie ein vertrockneter Blumenstrauß. In der Geschichte Schottlands wurde Torf über Jahrhunderte, aus Mangel an Holz und Kohle, zum Heizen und Kochen verwendet und fand schließlich auch seinen Nutzen im Befeuern des Darrbodens und der Brennblasen. 

(zu Folge 15)

Fremde Federn (139): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Woche für Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Whiskyblogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann, was gefällt und was weniger.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 139. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Macduff, Longmorn und Edradour

Macduff und Longmorn von den unabhängigen Abfüllern That Boutique-y Whisky Co, Elixir Distillers und Cadenhead sowie Destillerie-Abfüllungen der Brennerei Edradour, eine mit dem Brennerei-Namen und eine unter dem Namen Ballechin: Das heutige Tasting auf Whiskyfun bietet ein großes Misch-Masch. Doch, wie Angus MacRaild der am heutigen Samstga das Ruder übernimmt, in seiner Einleitung schreibt, sind es doch genau das, was wir an Whiskyfun schätzen. Alle sechs Kandidaten der heutigen Verkostung in der tabellarischen Übersicht:

Macduff 11 yo ‚Batch 6‘ (48%, That Boutique-y Whisky Co, 1237 bottles)78
Macduff 10 yo ‚Batch 10‘ (52%, That Boutique-y Whisky Co, 1160 bottles)77
Longmorn 22 yo 1997/2020 (58.7%, Elixir Distillers ‚Single Malts Of Scotland‘, cask #163301, hogshead, 240 bottles)86
Longmorn-Glenlivet 15 yo (46%, Cadenhead, Dumpy, -/+ 1980)92
Edradour 11 yo 2008/2020 (58.3%, OB for The Whisky Exchange, cask #372, 1st fill oloroso sherry butt, 709 bottles)88
Ballechin 14 yo 2005/2020 (58.8%, OB for The Whisky Exchange, cask #158, 2nd fill sherry hogshead, 296 bottles)87

Europäische Union und USA setzen gegenseitige Strafzölle aus

Am Donnerstag einigten sich Großbritannien und die USA auf die Aussetzung der Strafzölle für vier Monate, um in dieser Zeit dann eine langfristige Beilegung des Streits beizulegen (wir berichteten). Und gestern reichte anscheinend ein Telefonat von US-Präsident Joe Biden und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus, um auch die gegenseitigen Strafzölle der EU und USA auszusetzen. Auch hier gibt es jetzt für »[…] beiden Seiten Zeit und Raum gibt, diesen langwierigen Konflikt zu lösen«, wie EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis sich auf Twitter äußerte.

Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU belegte die EU im Sommer 2018 bestimmte US-amerikanische Erzeugnisse mit einem Strafzoll von 25 % (wir berichteten), unter anderem auch amerikanischer Bourbon und Tennessee-Whiskey. Die amerikanischen Whiskeyexporte in die EU – dem größten Exportmarkt der US-Spirituosenindustrie – gingen zwischen August 2019 und Juli 2020 von 757 Mio. USD auf 449 Mio. USD zurück. Das entspricht einem Minus von etwa 40 % (auch hier berichteten wir).

Offshore-Wind-to-Whisky-Projekt in Schottland geplant

Ein hochmodernes Wasserstoffzentrum soll im Cromarty Firth an der Ostküste der Highlands entstehen. Dieses Offshore-Wind-to-Whisky-Projekt planen Glenmorangie, Whyte & Mackay und Diageo zusammen mit dem Energieversorger ScottishPower und dem Hafen von Cromarty Firth. Eine Machbarkeitsstudie, die nach drei Monaten abgeschlossen sein wird, soll aufzeigen, ob und wie dieses Projekt realisiert werden kann. Die Studie wird vom Energiespezialisten Pale Blue Dot durchgeführt.

Ein Teil der dort erzeugten Energie würde dann für die Stromversorgung von Whiskybrennereien in den Highlands verwendet werden. Neben neuen Arbeitsplätze, die entstünden, würde dieses Projekt auch das Herzstück im Bestreben des Landes bilden, den Netto-CO2-Ausstoß bis 2045 von Null zu senken, wie Pale Blue Dot in einem Statement schreibt.

Sam Gomersall, Wasserstoffführer von Pale Blue Dot, sagte:

„Die Region könnte weltweit führend in dieser Technologie sein und der Wirtschaft enorme Vorteile bringen. Mit den geplanten neuen Offshore-Windanlagen, die in den kommenden Jahren vor der Haustür des Cromarty Firth entwickelt werden sollen, gibt es kaum einen besseren Ort, um die Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln.“

Bis zu 15 neue Offshore-Windanlagen sollen in den kommenden Jahren entwickelt werden. Eine erhebliche Anzahl der Projekte vor der Haustür des Cromarty Firth liegen, so der Hafen von Cromarty Firth gegenüber der Website offshorewind. In ihrem Artikel „Offshore Wind-to-Whisky Project Launches in Scotland“ finden Sie auch eine Grafik der geplanten Anlage inklusive der daran angeschlossen Energieabnehmer.

PR: Weltfrauentag | Frauen-Power bei der Destillerie Haider

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Nachdem Beam Suntory gestern anlässlich des Weltfrauentag am 8. März Margie Samuels undBessie Williamson für ihre Verdienste in der Whisk(e)y-Welt in der Vergangenheit dankte, zeigt uns heute die Destillerie Haider, wie sich aktuell ihre CEO Jasmin Haider-Stadler in der Männerdomäne „Whisky“ behauptet:


Weltfrauentag | Frauen-Power bei der Destillerie Haider

Am 8. März wird jährlich der Weltfrauentag gefeiert. An diesem Tag geht es vor allem um Debatten zum immer noch bestehenden Gender Gap, Rechte der Frauen, Emanzipation und auch um Frauen, die sich in Männerdomänen durchsetzen. Jasmin Haider-Stadler konnte sich in einer solchen behaupten. 

Jasmin Haider-Stadler hat den Betrieb 2016 ihrer Eltern Monika und Johann Haider übernommen und wurde mit 33 Jahren CEO der ersten Whiskydestillerie Österreichs.  „Am Beginn meiner Laufbahn wurde ich oft von den männlichen Kollegen unterschätzt. Das habe ich Gott sei Dank nicht allzu ernst genommen, sondern eher zu meinem Vorteil genutzt und den Überraschungsmoment genutzt. Wenn man dann erst mal den Fuß in der Tür hat, heißt es hartnäckig bleiben.“, so Haider-Stadler. Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien, machte sie eine Ausbildung als Destillateurin und bildet sich ständig im Bereich der Sensorik weiter. Im Jahr 2012 steigt sie ins Unternehmen ein, bis sie es 2016 übernimmt. Mittlerweile hat Jasmin Haider-Stadler eine kleine Tochter und führt den Familienbetrieb in zweiter Generation fort.

Jasmin Haider-Stadler kann sich in der Männerdomäne „Whisky“ behaupten und ist mittlerweile Obfrau der Austrian Whisky Association. Im 25-jährigen Jubiläumsjahr 2020 führt Jasmin Haider-Stadler das Unternehmen sicher durch die Coronakrise und setzt immer wieder neue Impulse und neue Projekte um.

Vinepair: Wie aus Mizunara-Eichenfässern eine Marke wurde

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Das Holz der Mizunara-Eiche aus Japan scheint das schlechteste Material für die Herstellung von Fässern zu sein. Es dauert mindestens 200 Jahre, bis die Eiche so weit gewachsen ist, dass sie auch gefällt und verarbeitet werden kann. Des weiteren ist die Holzstruktur porös, und es fehlen wasserfeste Ölenzyme. Die Dauben müssen entlang der Maserung geschnitten werden, um Leckagen zu minimieren. Die Mizunara-Eiche hat außerdem, wie es Vinepair freundlich formuliert, eine „hartnäckigen Zurückhaltung“ beim Grade-Wachsen. Und hier haben wir noch nicht alle Nachteile des Holzes der Mizunara-Eiche beim Fassbau aufgeführt. So ist es kein Wunder, dass die Mizunara-Eiche bis Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich in der japanischen Luxusmöbelindustrie Verwendung fand.

Und trotzdem sind Fässer aus dem Holz der Mizunara-Eiche äußerst beliebt. Sie sind jedoch auch, aus den oben aufgeführten gründen, auch äußerst selten und so dann natürlich auch äußerst teuer. Vinepair stellt im Artikel „Bigger Than Whiskey: How Mizunara Oak Barrels Became a Brand“ den Baum, das Holz und die Fässer daraus näher vor. Äußerst lesenswertes und voll mit Hintergrundwissen.

Bild: St. Kilian Distillers, mit freundlicher Genehmigung
Die St. Kilian Distillers befüllten im August 2019 vier Fässer aus Mizunara-Eiche (wir berichteten)

Serge verkostet: Weltreise Nummer 17

Im nächsten Teil seiner Weltreise hält Serge Valentin in Japan, Frankreich, Schweden und Spanien. Welche Abfüllungen im siebzehnten Teil der Whisky-Verkostungs-Weltreise auf Whiskyfun verkostet wurden, dies finden Sie in unserer tabellarischen Übersicht, ebenso wie die jeweils dazu gehörenden Bewertungen.

Miyagikyo Distillery ‚Limited Blended Whisky‘ (40%, OB, Japan, +/-2019)79
Kornog 13 yo (57%, OB, for Triskel Spirits Singapore, France, Sauternes, cask #937, 2020)88
Kornog 12 yo (58.8%, OB, for Triskel Spirits Singapore, France, Sauternes, cask #938, 2020)87
Smögen 8 yo 2012/2020 (59.3%, The WhiskySponge, Sweden, 1st fill bourbon barrel, 261 bottles)90
Liber 12 yo 2008/2020 (60%, OB, Spain, Spanish Whisky Club, 1st fill PX, cask #047, 300 bottles79

Die Glencadam Distillery bekommt ein Besucherzentrum

Die Glencadam Distillery in Brechin erhält ein Besucherzentrum. Es wird einen Bereich zur Verkostung von Whisky beinhalten sowie einen Shop und ein Restaurant. Eine weitere Neuerung wird die Möglichkeit von Destillerie-Touren sein. dies war bisher nur mit einer vorherigen Vereinbarung möglich – und momentan aus bekannten Gründen gar nicht. Die Glencadam Distillery erwartet, dass sie ihr neues Besucherzentrum in den nächsten Jahren in Betrieb nehmen können. Die derzeitige Investition in diesen Standort beträgt „einen erheblichen siebenstelligen Betrag“, ohne die Brennerei diesen konkretisiert.

Glencadam. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Die 1825 gegründete Brennerei in den Highlands wurde Anfang des 21. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer Allied Domecq eingemottet. Sie wechselte dann im Mai 2003 den Besitzer und ging an die Angus Dundee Distillers. Diese fuhren die Brennerei wieder hoch und frischten in den folgenden Jahren das Portfolio der Marke auf. Glencadam produziert jährlich rund 1,4 Millionen Liter Spiritus.. Der Glencadam Single Malt wird mit 45 % Vol. ohne Kühlfiltrierung und ungefärbt abgefüllt.

Glencadam. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

TTB-Neuheiten: Laphroaig 33yo Ian Hunter Story Book 3: Source Protector, Tomintoul 30yo Robert Fleming 2nd Ed.

Zwei Neuerscheinungen gibt es wieder einmal aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank zu vermelden, und beide sind 30 Jahre alt und älter.

Zunächst ist die nächste Ausgabe der Ian Hunter Story von Laphroaig zu finden, die dritte in der Serie. Dabei geht es um einen 33 Jahre alten Laphroaig – den Laphroaig 33yo Ian Hunter Story Book 3: Source Protector. Abgefüllt wird er mit 49,9% vol. aus refill ex-Bourbon Fässern, und wenn er in der Tradition der beiden ersten Abfüllungen bleibt, dann kann man sagen, dass er nicht gerade billig, aber sehr gut werden wird.

Hier die beiden Etiketten:

Als zweite potentielle Neuerscheinung gibt es einen 30 Jahre alten Tomintoul mit einem Finish in ex-Pedro Ximenez Fässern, als zweite Jubiläumsausgabe zum 30. Jahrestag von Robert Fleming bei der Brennerei. Dieser Whisky ist mit 51,1% vol. abgefüllt und auf 700 Flaschen limitiert. Im Geschmack soll der Tomintoul Robert Fleming 30yo Second Edition Vanillesüße, Eichenwürze, getrocknete Früchte und süße Gewürze bieten.

Und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Die USA setzen die Zölle für Single Malt Scotch Whisky aus

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Die USA setzen die Strafzölle auf britische Waren, einschließlich Single Malt Whisky, auszu. Diese wurden als Vergeltung für Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus verhängt (wir berichteten). Die Aussetzung gilt erst einmal für einen Zeitraum von vier Monaten.

Es liegt quasi in der Natur der Sache, dass die Scotch Whiskey Association die Aussetzung „fabelhafte Neuigkeiten“ nannte. Karen Betts, CEO der SWA, wird von der BBC wie folgt zitiert:

„Der Zoll für Single Malt Scotch Whisky-Exporte in die USA hat dem Scotch Whisky in den 16 Monaten, in denen er eingeführt wurde, echten Schaden zugefügt. Die Exporte in die USA gingen um 35% zurück und kosteten Unternehmen mehr als eine Halbe Milliarden Pfund.“

„Heute atmen alle in unserer Branche – von kleinen bis zu großen Unternehmen – erleichtert auf.“

Sie sagte jedoch auch, dass Großbritannien und die USA noch eine langfristige Beilegung des Luft- und Raumfahrtstreits aushandeln müssten. In einer gemeinsamen Erklärung sagten Großbritannien und die USA unter anderem, dass diese Aussetzung „Zeit geben würde, sich auf die Aushandlung einer ausgewogenen Beilegung der Streitigkeiten zu konzentrieren […]“.

Großbritannien hatte bereits am 1. Januar seine eigenen Zölle für einige US-Waren gesenkt, die wegen des Streits über US-Subventionen für Boeing eingeführt wurden.