PR: Exklusive Abfüllung – The Temple Bar Distillery Cask bei irish-whiskeys.de

Ein ganz spezieller Ire ist ab sofort bei irish-whiskeys.de zu erhalten: Der The Temple Bar Distillery Cask ist ein 15 Jahre alter Whiskey aus drei Fässern, die in den Kellern unter der Temple Bar lagerten. von ihm gibt es nur 1.000 Flaschen – einige davon nun auch in Deutschland (Link zum Shop im Artikel).

Hier alles Wissenswerte zu diesem besonderen Iren:


Exklusive Abfüllung: The Temple Bar Distillery Cask

Wenn wir The Temple Bar hören, dann denken wir sofort an Dublin’s bekanntestes Stadtviertel.

Die Temple Bar ist der Mittelpunkt für eine tolle Zeit in diesem Künstlerviertel. The Temple Bar wurde 1840 als ein Wine and Spirit Merchant Shop gegründet um dann, der irischen Tradition der Gastfreundlichkeit folgend, zu Irlands bekanntestem Pub und einer der bekanntesten Bars der Welt zu werden. Der Besuch der Bar ist ein Muss, wenn man schon mal vor Ort ist. The Temple Bar zählt zu den berühmtesten Pubs der Welt und ist bei jung und alt beliebt. Jährlich strömen tausende Menschen in die Bar.

1.000 Flaschen
Vol.%: 46%
Füllmenge: 0,7 Liter

Dieser Whiskey durfte 15 Jahre in Bourbonfässern in den Kellern unter der Temple Bar in Dublin lagern. Am 23 Februar 2021 wählte Tom persönlich drei besondere Fässer aus seinen Beständen aus um diesen 15 Jährigen Single Malt zu kreieren.

Durch die Reifung in Bourbonfässern hat dieser Whiskey Noten von warmen Karamel mit etwas Orangenzeste in der Nase. Im Gaumen entfalten sich dann würzige Noten, mit süßer Vanille und Holznoten. Im Nachklang ist er lange mit einer schönen Süße.

Jede Flasche ist von Tom signiert und nummeriert. Insgesamt wurden 1.000 Flaschen abgefüllt.

UVP: 124,90 €erhältlich hier im Webshop

Whiskyfun: Serge und Angus verkosten Bruichladdich (Fèis Ìle 2021 Session 3)

Am Bruichladdich Day des Fèis Ìle ist natürlich auch bei Serge Valentin und Angus MacRaild der Whisky aus dieser Brennerei an der Reihe, verkostet zu werden – sei es als Bruichladdich oder als die getorfte Varietät namens Port Charlotte, wobei der rauchige Whisky heute einen mehr als deutlichen Überhang hat.

14 Abfüllungen sind es heute in der Verkostung, und die einzige, die keine 80 Punkte schafft, ist eine aus der privaten Fasssammlung von Jim McEwan. Hier alle Wertungen im Überblick:

Port Charlotte 2010 ‚OLC:01‘ (55.1%, OB, 2020)82
Port Charlotte 16 yo 2002/2018 (60.5%, Dramfool, 1st fill bourbon barrel, 221 bottles)87
Pl5 2009/2018 (63.1%, Elixir Distillers, Elements of Islay, bourbon hogshead and barrel, 582 bottles)86
Pl6 2011/2019 (55.3%, Elixir Distillers, Elements of Islay, bourbon barrels, 1163 bottles)88
Port Charlotte 10 yo 2008/2019 (56.5%, The Cask Whisperer, Jim McEwan’s Private Stock, Château Margaux wine cask, cask #3562, 329 bottles)82
Port Charlotte 17 yo 2001/2019 (52.8%, The Cask Whisperer, Jim McEwan’s Private Stock, Sherry cask, cask #834, 340 bottles)79
Port Charlotte 13 yo 2001/2015 (63.5%, The Bottlers, refill bourbon hogshead, cask #1031)91
Port Charlotte 6 yo 2011/2018 ‚Islay Barley‘ (50%, OB)90
Port Charlotte 13 yo 2004/2017 (54.1%, Caora, 1st fill bourbon barrel, cask #969, 314 bottles)89
Port Charlotte 15 yo 2003/2019 (55.5%, Maltbarn, sherry cask, 171 bottles)89
Port Charlotte 2009/2018 ‚MC:01‘ (56.3%, OB)84
Bruichladdich Origins (57.5%, OB for Feis Ile 2021, 3000 bottles)87
Port Charlotte 8 yo 2011/2021 PAC:01 (56.1%, OB, bourbon & ex-red wine)87
Port Charlotte 18 yo 2001 (60.4%, OB Private Cask ‚HJW No2‘, #R09/216-8)91

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (234)

Willkommen zur  234. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 234 finden Sie zehn neue Videos:

Whisky Evening – Kilchoman PX

Pat Hock – Three Ships 12 Jahre

https://youtu.be/dDi4soElKUA

WhiskyJason – Ardnamurchan AD/01.21:01 Second Release

Malts and Metal – Schatzsuche im Whiskyregal

https://youtu.be/ljoosdbaVGU

The Whisky Waiter – Ardbeg Scorch General Release

Friendly Mr. Z. – White Heather 21

Whisky Helden – Springbank 1998 Fresh Port Cask, TMM

World Wide Whisky – Laphroaig 1991 Vintage 23 Jahre

Whisky Enjoy – 2x Knob Creek

Whisky Plausch – Bunnahabhain 25


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 26)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist karte-fuer-text.jpg.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

hier geht es zur Folge 25

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 26)

Zusammen mit einem Pulk probiersüchtiger Touristen betrat ich den Shop gleich hinter dem Eingang. Obwohl auch hier Logo-Klamotten von M bis XXL die Regale und Ständer füllten, nahm ich sie nur flüchtig wahr: wieder waren sie schwarz und made in China – anders als in den besuchten Brennereien, eben nur das Logo. Dafür war der hohe Verkaufsraum ein sehenswertes Unikat. Die ursprünglichen Backsteinwände waren vom alten Putz befreit und der Stein war neu verfugt, aber alt und im ursprünglichen Ziegelrot belassen. Über eine Eichendielentreppe stieg ich in den ersten Stock hinauf, wo sich früher ein großer Mälzboden befunden hatte. Entlang der roten Wände hingen historische Schwarzweißaufnahmen, und in einer Ecke stand die Schankbar, hinter deren Tresen ein Senior als Bartender die Besucher zum Probieren animierte. Bei ihm bestellte ich ein Dram Destiller’s Edition, 43 % vol. Der pensionierte Arbeiter, der sich für acht Pfund die Stunde einen Zugewinn verdiente, wie er mir später verriet, servierte das Dram und gab noch eine Erklärung als Nachschlag: „14 Jahre reifte diese Edition und zwar ausschließlich in Ex-Bourbonfässern. Das Besondere an dieser Abfüllung ist die fünftägige Gärung der Maische und eine sehr langsame Destillation des Feinbrands. Diese beiden Merkmale sind seit altersher die Besonderheit unseres Hauses. Übrigens ist diese Edition unser beliebtester Single Malt, wir exportieren ihn vor allem nach Frankreich und in die USA.“

Oban. CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=356364

Mein Blick ging vom Verkostungsglas, an dessen Grund ein goldener Oban schimmerte, zu seinen blauen Augen, deren Strahlkraft die des Malts übertraf. Seine vertrauensvolle Art gefiel mir so sehr, dass ich mir viel Mühe mit dem Verkosten geben wollte. Anerkennend nickte ich ihm zu und noch bevor ich das gereichte Glas zur Nase führte, hielt ich es schräg gegen den Deckenstrahler. Golden schaukelte der 14jährige vor meinen Augen und wies ordentlich Schlieren auf, ölige Bänder, die träge abwärtsflossen, als ich das Glas kreiselnd in Bewegung setzte. Gegen das künstliche Licht mutete sein Gold so dunkel an, dass ich mich fragte, war dieses blinkende Goldbraun wirklich echt, war es wirklich das Ergebnis eines 14jährigen Daseins in der Eiche? Oder hatte man farblich nachgeholfen? Da ich mir nicht sicher war, fragte ich den liebenswürdigen älteren Herrn hinter der Theke und nach kurzem Zögern gab er die Wahrheit preis: „Wir verwenden für diesen Oban als Zusatz caramel, dadurch wird seine Farbe goldener und auch dunkler. Das kommt beim Kunden, vor allem bei den Amerikanern, besser an als eine wässrige Blässe.“

Aha, also war meine Vermutung doch richtig, dass man den Teint des Malts künstlich eingefärbt hatte. Ich sagte nichts, registrierte diesen Eingriff aber als Minuspunkt. Ohne mich mit der Optik weiter aufzuhalten, ließ ich die Nase ihres Amtes walten: das linke Nasenloch erlebte eine ganze Kette süßer Karamell Aromen, die so stark daher kamen, dass sie eine erdige und trockene Torfnote in Schach halten konnten. Anschließend roch ich mit rechts und erschnupperte eine stark ausgeprägte Rauchnote, auch geräucherten Speck und eine Prise Seetang. Der erste Schluck lud süße Exotik auf die Zungenplatte und die Backentaschen füllten sich erneut mit einer Vanille Note. Leider erlebte der Mundraum beim Kauen diese nur flüchtig, zu schnell füllte er sich zum Speichel mit der Bitterkeit von Torf und kaltem Rauch. Schwach, zu schwach für meinen Geschmack, kitzelten würzige Südfrüchte – Feige, Zitrus und Rosine – den weichen Gaumengrund, bevor sie im Abgang verschwanden. Gerade im Abgang, der sich kurz und gradlinig darbot, überwog das Hölzerne der Eichennote und ließ jegliche Spur von Fruchtigkeit vermissen. All diese Eigenschaften addiert, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Nach dem Urteil von Augen, Nase und Mund bewertete ich den populärsten Oban guten Gewissens mit zwei Stützrädern. Fein säuberlich notierte ich dieses Resultat, vergaß aber nicht, hinter das Wörtchen „caramel“ ein Ausrufezeichen zu setzen. Unbedingt musste ich mehr über diesen Zusatz erfahren.

Caramel klingt nach Schleckerei, nach Bonbonsüße, für den Kenner auch nach vielen leeren Kalorien. Ja, man könnte den harmlosen Begriff auch so verstehen, dem Whisky sei lediglich eine Prise von erhitztem Kristallzucker zugesetzt worden. Doch so harmlos ist die Sache bei weitem nicht.

Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz muss der Zusatz, den die Engländer, Schotten und Iren verharmlosend „caramel“ nennen, deklariert werden und kleingedruckt muss auf dem Flaschenetikett stehen: „Enthält Farbstoff: Zuckerkulör“. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um eine Lebensmittelfarbe, die streng genommen dem schottischen Reinheitsgebot widerspricht, wonach nur Gerste, Wasser und Hefe als Ingredienzien zugelassen sind. Damit nicht genug: in Schottland, England, Irland und vielen anderen Ländern braucht kein Hinweis auf das unnatürliche Additiv auf dem Etikett zu stehen. Ganz von alleine drängt sich also die Frage auf: was hat es mit Zuckerkulör auf sich und wofür ist der Zusatz, der die chemische Bezeichnung E 150 trägt, gut?

Um es vorweg zu nehmen: nicht der Geschmacksverbesserung dient die Lebensmittelfarbe E 150, sondern der kosmetischen Behandlung des Teints. Ja, das Aussehen eines Whiskys ist in diesem Fall mindestens so wichtig wie sein Geschmack. Der Farbzusatz E 150 entsteht durch das Erhitzen von Glucose Sirup unter Verwendung von Schwefelsäure und Ammoniak, also von chemischen Verbindungen, welche hochdosiert die Schleimhäute reizen. E 150 ist eine pechschwarze, extrem bittere und verbrannt riechende, synthetische Substanz aus dem Labor und nicht aus der Natur. Nun wird in der Nahrungsmittelindustrie seit vielen Jahren synthetisches E 150 für die Färbung von Lebensmitteln wie Wurst, Instant Suppen, Waffelröllchen, Malzbier, Coca-Cola und Süßigkeiten ganz legal untergemischt, vorausgesetzt die Tagesdosis von 300 mg/kg Körpergewicht wird eingehalten. Bei diesem recht allgemeinen und schwer kontrollierbaren Gesundheitshinweis ist Vorsicht geboten! In Tierversuchen kam es nach der Injektion von E 150 d, auch Ammoniumsulfit-Zuckerkulör genannt, in hoher Dosis zu starken Muskelkrämpfen im Körper der gequälten Ratten. 

By Grendelkhan – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78810076

Von vielen, allerdings nicht allen, Brennereien wird Zuckerkulör verwendet, um dem Malt einen dunkleren Teint, eigentlich das Indiz für eine lange Fassreifung, zu verleihen und einer Fasslage eine Einheitlichkeit zu geben. Aber mit Zuckerkulör allein ist es beim Whiskyfärben noch nicht getan. Zum Färben von Spirituosen aller Art sind stabile und lösliche Mischeigenschaften notwendig und dafür braucht man neben Zuckerkulör noch Sulfit als Trägerstoff.

Traurig, aber wahr: Das Vorgaukeln einer langen Fassreifung ist durchaus vergleichbar mit der Farbtäuschung bei Seelachs, der in Wirklichkeit gar kein Lachs ist. Was da rosa in der verschweißten Verpackung lockt, ist weißes Fleich vom Dorsch, das mit dem Zusatz von Azofarbstoffen, Gelborange S und Cochenillerot A rötlich eingefärbt wurde. Das mag ein krasses Beispiel sein, aber die Palette von stylischen Lebensmittelfärbungen ist heutzutage so groß, dass man sich fragt: warum spricht alle Welt von Fake News, aber nicht von Fake Food?

Es hilft kein Vertun, ein Malt wie der 14jährige Oban, der ausschließlich in drei-, oder auch viermal zuvor belegten Bourbon Fässern aus nordamerikanischer Weißeiche gereift ist, kann nie und nimmer ein so tiefes Goldbraun ins Glas bringen. Erst wenn ein Whisky länger als 14 Jahre in einem vorbelegten Sherry- oder einem frischen Weißeichefass gereift ist, bekommt er von Natur aus ein leuchtendes Currygold, das sich ganz natürlich bei anhaltender Lagerung in ein Lederbraun verwandelt.

In Oban an der Bar erlaubte ich mir, den Senior mit den strahlend blauen Augen und dem gemütlichen Gesicht zu fragen: „Mal ehrlich, Sir, was soll die chemische Farbe im Whisky?“ Kurz sah er sich um und senkte die Stimme, als vertraute er mir ein Geheimnis an: „Ehrlich gesagt, mag ich dieses Untermischen auch nicht, deshalb rate ich jedem, nur Malts in Cask Strength mit 48 % vol. oder mehr zu trinken, denn caramel wird ja erst beim Verdünnen zugesetzt.“

Das war mal eine ehrliche Antwort und ich spürte, dass wir uns auf der gleichen Wellenlänge bewegten, und so forderte ich ihn auf, sich ein Dram auf meine Kosten zu genehmigen.

„Verehrter Herr, das brauchen Sie doch nicht. Kenner sind mir doch stets willkommen.“

Dem Oban-Pensionär nahm ich dieses Geständnis sofort ab, sein Hantieren hinter der Verkostungstheke sah nach echter Freude an der Arbeit aus. Er schenkte sich ein Gläschen ein und während wir uns zutranken, lockerte er seine Zunge: „Die neuen Besitzer schielen nur nach dem US-Markt. Sie behaupten, die amerikanischen Kunden wollten keine blassen Whiskys und alle Flaschen einer Serie müssten tiptop und gleich aussehen. Ein dunkler Whisky erweckt beim Kunden den Eindruck wie ein goldbrauner Cognac, eben gereift und somit weich, das erzählen uns die Diageo-Leute seit sie Oban gekauft haben.“ Gesagt, getrunken! Als er zum Schluck ansetzte, huschte kurz ein Glanz über seine rosa Wangen. Ja, genüßlich legte er sich seinen Hauswhisky auf die Zunge, schluckte und nickte. Nach einer Pause wischte er sich mit einem karierten Stofftaschentuch die feuchtglänzenden Lippen trocken und erzählte weiter: „Sie müssen wissen, früher fragte keiner nach der Farbe eines Malt. Aus damaliger Sicht muss das heutige Gebaren ziemlich übertrieben wirken! Mein Vater und mein Großvater kauften ihren Hauswhisky noch im Tonkrug. Wirklich, wer hätte damals an so etwas Überflüssiges wie Farbgebung gedacht. Okay, damals ging es mehr um den Geschmack als das Aussehen. Mal abgesehen davon, ging es zu Zeiten meines Großvaters in der Whiskybranche ziemlich rüde zu. Dagegen ist der Zusatz von caramel höchstens so was wie ein Kavaliersdelikt.“

„Was stellten die Leute damals so an?“, wollte ich wissen, meine Neugier war geweckt. 

„Ob Sie es glauben oder nicht, in der alten Zeit wurde massenhaft gepanscht, nicht nur beim Whisky. Da natürlich besonders gern, weil man hier gut verdienen konnte! Nicht in den offiziellen Destillerien, aber in den Schwarzbrennereien und beim Händler. Vielleicht ist hier die Quelle für den Zusatz von caramel zu suchen. Sie müssen wissen, dass Whisky damals nur sehr selten in Flaschen verkauft wurde, dafür in offenen Gebinden im Krämerladen. Dadurch boten sich viele Gelegenheiten, scharfen Essig, süßes Glycerin und bitteren Schwarztee, sogar Ätherweingeist unterzumischen, um einen ganz ‚speziellen‘ Whisky der Kundschaft offerieren zu können.“ Der Pensionär lachte und zeigte dabei eine Front tadelloser echter Zähne. Wieder lachte er und schüttelte den Kopf, als konnte er selbst nicht glauben, was er nun erzählte: „Von meinem Vater weiß ich, dass das Panschen bei uns in Schottland eine lange Tradition hat, nicht nur beim Whisky, auch beim Tee, bei Gewürzen und vielen Kolonialwaren, die aus Übersee kamen. Sie glauben ja nicht, was man früher alles machte. Zum Beispiel den importierten indischen Tee streckte man mit getrockneten Escheblättern, ja genau, und in die Butter wurde getrocknetes Schafshirn hineingeschmuggelt und Knochenpulver und Gips ins Brotmehl. So unappetitlich ging es früher bei uns zu. Wenn ich da an das umstrittene caramel denke, erscheint mir dieser Farbzusatz doch recht harmlos, meinen Sie nicht auch?“ Der Pensionär musterte mich mit seinen blauen Augen, dann kam er nochmals auf meine Frage zurück: „Ich glaube, unserem 14jährigen wird caramel zugesetzt, weil Diageo auf dem amerikanischen Markt Erfolg haben muss, sonst müssen wir hier schließen.“

Oban 14. By Look Sharp! at Dutch Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4063482

Ich ließ das Thema auf sich beruhen, nahm mir aber vor, bei künftigen Verkostungen stärker auf dem Flaschenetikett nach dem Gütesiegel „Non-chill-filtered and natural colour“ Ausschau zu halten.

Längst war das erste Dram verdrückt und Aroma und Geschmack hatten sich aus Nase und Mundraum verflüchtigt. Nun war die Zeit für einen zweiten Oban gekommen. Aufmunternd und mein Zögern lächelnd niederringend, holte der Pensionär mit seinen großen Arbeitshänden eine Flasche vom obersten Regalboden herunter. „Der müsste Ihnen besser munden“, sagte er beinahe kumpelhaft und schenkte in ein frisches Verkostungsglas einen zweiten 14jährigen Oban ein. „Dieser ist zum Abschluss seiner Reifung in Ex-Bourbonfässern noch sechs Monate im Sherry Cask nachgereift.“

Schon wollte ich nach dem Nosing Glas greifen, da schob er mir eine Karaffe hin: „Nehmen Sie doch erst mal einen Schluck Wasser, das neutralisiert und Sie können dann wieder besser schmecken.“

„Danke, Sir!“ Ich trank einen großen Schluck Leitungswasser, das kühl und erfrischend schmeckte.

In der Farbe unterschied sich der zweite Oban nicht vom ersten, vermutlich war auch er synthetisch dunkler eingefärbt worden. In der Nase kam er allerdings fruchtiger und runder als der erste an und war auch weniger rauchlastig. Am Gaumen entfaltete er sich erstaunlich kühl, schon beinahe minzefrisch, ja, es kam mir vor, als hätte er sogar eine Ingwerknolle berührt. Der Abgang war ein Potpourri aus Holz, Pfeffer und Leder, gefolgt von Malz, und ganz zum Schluss erschienen wie zur Belohnung zarte Noten von Mango, Aprikose und Orange. Dieser Oban hatte mehr als zwei Stützräder verdient – ich gab ihm drei. Allerdings auch nicht mehr, weil er mir persönlich doch zu rauchig schmeckte und weil eine salzig-maritime Note die Süße der Südfrüchte weit hinter sich ließ.

Die zweifache Verkostung hatte die Magensäfte angeregt und geholfen, Müsli, Rührei, Lachs und all die Morgengaben aufzuschlüsseln. Die Leibesmitte war inzwischen schön gewärmt und ich fühlte mich in der Sorglosigkeit meines Ruhetags prächtig. Mit einem herzlichen Händedruck bedankte ich mich bei dem Pensionär, der heftig protestierte, als ich für die beiden Drams bezahlen wollte. Nein, auf keinen Fall, sie gingen auf das Haus. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und steuerte den Abgang über die Eichenholztreppe an und beschwingt verließ ich durch den Shop die Destillerie.

(Fortsetzung folgt)

Nur noch bis Sonntag: Gewinnen Sie jetzt mit Schlumberger vier Whiskys in der Dr. Jim Swan Legacy Collection!

Jetzt wird es aber höchste Eisenbahn, bei unserem aktuellen und außergewöhnlichen Gewinnspiel mitzumachen: Gemeinsam mit unserem Gewinnspiel-Partner Schlumberger verlosen wir vier Whiskys, die den weltweiten Einfluss einer Whiskylegende zeigen: Dr. Jim Swan. Als Berater und Mentor hat er Destillerien wie Kavalan, Penderyn, die Speyside Distillery oder Filey Bay in Yorkshire entscheidend mitgestaltet und deren Geschmack geprägt. Aber Achtung, das Gewinnspiel läuft nur noch bis Sonntag!

In der exklusiv für unsere Leser zusammengestellten Dr. Jim Swan Legacy Collection finden Sie Flaschen typischer Whiskys aus diesen vier Brennereien aus aller Welt – nutzen Sie Ihre Chance auf diesen einzigartigen Gewinn und spielen Sie jetzt mit!

DR. JIM SWAN “THE SINGLE MALT WHISPERER”

Ein der breiten Masse kaum bekannter, aber in der Whisky-Branche eine in höchstem Maße anerkannter Persönlichkeit war Dr. James Sneddon (Jim) Swan. Der studierte Chemiker war ein langjähriger Experte und Berater der Whiskyindustrie und hat viele jener Whiskys mitgeprägt, die wir heute genießen dürfen. Swan starb am 17.2.2017 im Alter von 75 Jahren und hat uns ein Vermächtnis exzellenter Whiskys aus der ganzen Welt hinterlassen.

Am ehesten bekannt war seine Arbeit mit Taiwans Kavalan Distillery und ihren preisgekrönten Single Malt Whiskys, aber Swan arbeitete mit Brennereien auf der ganzen Welt zusammen. Darunter mit der Welsh Whisky Company (Penderyn), der israelischen Milk & Honey Distillery und der Dublin Distillery Company. Kilchoman oder die Speyside Distillery aus Schottland und Spirit of Yorkshire mit ihren Filey Bay Whiskys aus England gehörten ebenso zu Swans Zöglingen wie Amrut in Indien und viele andere.

Sein besonderer Verdienst war es, jungen Brennereien mit auf den Weg zu geben, wie man Whisky so produziert, dass er deutlich früher als üblich Reife und Komplexität erlangt. Seine frühen Arbeiten zum Thema Chemie des Holzes halfen zu entschlüsseln, wie verschiedene Teile der Eiche zum Geschmack der Whiskys beitragen. Insbesondere war er ein Pionier und Verfechter der STR-Methode (kurz für shaved, toasted und recharred) für die Aufbereitung von Rotweinfässern.

Kavalan Distillery Select 40% vol:

Ein eleganter, ausgewogener Whisky, der in einigen der feinsten Refill Fässer in Yilans subtropischen Klima reift. Der für KAVALAN typische weiche und fruchtige Charakter kommt hier besonders zur Geltung. Das Flaschendesign erinnert and das Wahrzeichen Taipeis, den 101 Wolkenkratzer.

Nase: weich und elegant mit Noten reifer tropischer Früchte, wie grüner Apfel, Mango, Ananas und Kirsche.

Gaumen: reich und komplex mit einem Hauch süßer Vanille und Karamell.

Penderyn Rich Oak 46% vol:

Dieser goldene Whisky reifte zuerst in Ex-Bourbon-Fässern und erhielt dann in STR aufbereiteten Ex-Rotweinfässern sein Finish für mehr Komplexität, mit einen tropisch-fruchtigen und würzigen Charakter sowie reichhaltigen, eleganten Holznoten.

Nase: Auf Zartbitterschokolade, Zimt und der Würze von schwarzem Pfeffer, folgen üppige Aromen von Früchten wie grüner Apfel, Mango, Banane und Guave.

Gaumen: Reichhaltig und komplex. Die cremige Textur mit Noten von Vanille, Eiche, Zimt und einem Hauch von nussigem Toffee geben ein angenehmes Mundgefühl.

Filey Bay STR Finish 46% vol:

Dieser unverwechselbare Single Malt reift in First-Fill-Bourbon-Barrels, bevor er mit einem Finish in STR-Rotwein-Barriques aus der Rioja seinen krönenden Feinschliff erhält.

Nase: Orangenschokolade, gerösteter Bisquit, zimtige Würze, Zitronenzeste.

Gaumen: salziges Karamell, rote Früchte, schwarzer Pfeffer, Bitterschokolade, getrocknete Eiche.

Spey Fumaré 46% vol:

Der Fumare (lat.: rauchen) ist ein Novum für die Destille, der allererste SPEY Single Malt der mit getorfter Gerste hergestellt wird. Ausschließlich in ex-Bourbon-Barrels gereift, verbindet er den Charakter der Destille mit einem völlig neuen Aromenspektrum, Rauch, Torf und Phenole. Ein spannendes, sehr gelungenes Experiment.

Nase: Deutlich medizinisches Aroma, Lagerfeuerglut und Teer – mit einer frischen maritimen Brise von Salzluft, Jod und Algen. Mit etwas Luft kommen Noten wie Vanille und Toffee zum Vorschein.

Gaumen: Cremige Textur, süß und leicht salzig, mit einem rauchig-medizinischen Finish. Ein Nachgeschmack von Lagerfeuer und süßen Basilikum-Noten.

Und so gewinnen Sie die vier Whiskys in der Dr. Jim Swan Legacy Collection:

Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Welche Methode der Fassbearbeitung wird mit dem Namen Dr. Jim Swan verbunden?

a. OAK-Methode
b. POT-Methode
c. STR-Methode

Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Legacy“!

Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 30. Mai 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 31. Mai 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Schlumberger versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Legacy“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 30. Mai 2021, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in werden am 31. Mai 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Schlumberger sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Schlumberger versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Serge und Angus verkosten: Lagavulin (Fèis Ìle 2021 Session 2)

Gemeinsam verkosten heute Serge Valentin und Angus MacRaild sechs Abfüllungen aus der Brennerei Lagavulin – als zweite Session anlässlich des Fèis Ìle 2021. Nicht alles dabei ruft helle Begeisterung hervor, nur eine Abfüllung kann die 90 Punkte Marke überqueren, aber über 80 Punkte liegen doch alle.

Hier ohne viel weitere Vorrede die Ergebnisse der heutigen Verkostung:

Lagavulin 2003/2019 ‚Distillers Edition‘ (43%, OB, lgv 4/508)82
Lg 11 2007/2021 (54.1%, Elixir Distillers ‚Elements Of Islay‘, 1067 bottles)84
An Islay Distillery 9 yo 2007/2017 (59.5%, Cadenhead, Warehouse Tasting, hogshead)85
Lagavulin 2005/2020 ‚Distillers Edition‘ (43%, OB, lgv 4/509) 84
Lg 11 2007/2021 (54.1%, Elixir Distillers ‚Elements Of Islay‘, 1067 bottles)88
Lagavulin 11 yo (61.5%, OB for The Syndicate?, 1980s)93

Fremde Federn (151): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist tastings.jpg

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 151. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstüzung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Douglas Laing stellt Old Particular “Cheers to Better Days” Serie vor

„Auf bessere Zeiten“ – so könnte man den Titel der Mini-Serie innerhalb der Abfüllungen von Douglas Laing’s Old Particular Whiskys übersetzen, ein Prost auf den sich nähernden Sommer, mit drei Whiskys aus Jura, Port Dundas und Linkwood, die sich durch sommerliche Geschmacksnuancen auszeichnen. Alle drei sind Single Cask Abfüllungen und werden in Kürze erhätlich sein. Eine vierte Abfüllung der Serie wird exklusiv für den asiatischen Raum erscheinen.

Hier alles Wissenswerte, auch die empfohlenen Verkaufspreise, in der englischsprachigen Pressemitteilung:


Douglas Laing Unveils Old Particular “Cheers to Better Days” Series

Leading independent bottler, Douglas Laing & Co, today reveals their Old Particular “Cheers to Better Days” mini-series; comprising of a Jura 12 Years Old Single Malt, Port Dundas 16 Years Old Single Grain, Linkwood 12 Years Old Single Malt and a Bunnahabhain 12 Years Old Single Malt Scotch Whisky; each from just one Single Cask.

The family firm says its Cheers to Better Days Series has been bottled in “celebration of a brighter future ahead.” All four of the limited edition bottlings are noted to be “bursting with summer time character”. The bottles are visually-led by a “striking” orange label that features a bespoke, hand-drawn illustration which is intended to signify “joy, warmth, health and success.” The set is described as having “distinct, different and divine” flavour profiles; the Jura release with notes of “sea-salt, rich toffee and charred oak”, the Port Dundas revealing a palate of “freshly baked pancakes, toasted nuts and juiced pineapples”, the Linkwood with hints of “tangy green fruits, thick cream and buttery oat biscuits”, and the Bunnahabhain balancing a “melody of zesty citrus juices and sweet spices.”

Bottled at a punchy alcohol strength of 48.4% and proudly offered without colouring or chill-filtration, the collection is said to represent Scotch Whisky “as natural as it gets”.

Cara Laing, Douglas Laing’s Director of Whisky, commented:

“The light at the end of the tunnel, that we are all so desperately craving, has been truly and beautifully represented by this mini-series. The vivid orange label design is intended to stand on consumer’s shelves at home as a promising reminder that brighter days are just around the corner. The unique flavours that are encapsulated inside each and every one of these bottlings represent warmth, comfort and vibrancy – a taste of what’s to come.”

All four of these limited editions will be packaged in a premium gift tube. The Old Particular “Cheers to Better Days” Jura 12 Years Old Single Malt and Port Dundas 16 Years Old Single Grain releases are expected to retail at £65/€75.50 and £85/€99 respectively, from good specialist retailers. The Linkwood 12 Years Old Single Malt bottling will retail at £75/€87.50 exclusively on douglaslaing.com and the Bunnahabhain 12 Years Old Single Malt edition is expected to retail at £70/CN¥640 exclusively in Asia.

PR: Nur noch wenige Tage – Der Ardbeg Day 2021 findet online am 5. Juni statt

Das jährliches Festival für den Whisky aus der Islay-Brennerei Ardbeg ist der Ardbeg Day, der heuer zum zweiten Mal in Folge wieder „nur“ online stattfinden kann. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch, denn auch online kann man feiern, und mit dem Ardbeg Scorch, der diesjährigen Abfüllung zum Ardbeg Day, besonders. Sie ist ab 8. Juni im Handel erhältlich.

Hier die offizielle Info der Destillerie zum Ardbeg Day am 5. Juni – und zum Ardbeg Scorch:


Nur noch wenige Tage – Der Ardbeg Day 2021 findet online am 5. Juni statt

Islay / München, 28. Mai 2021. Auf dem ganzen Globus versammeln sich in dieser Woche Whiskyliebhaber, um das Islay Music and Malt Festival online zu verfolgen. Traditionell am letzten Festivalsamstag ist Ardbeg Day. Die Destillerie mit ihrem ultimativen Islay Malt Whisky hat ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt und teilt viele, authentische und unterhaltsame Islay- Momente über Ardbeg.com und soziale Medien. Mit Spannung erwartet, führt Destillerie Manager Colin Gordon durch das kürzlich in Betrieb genommene neue Brennhaus. Cameron George mixt im „The Dog and Dragon Inn“ mystische Drinks und DJ BBQ legt auf dem rauchigsten Grillteller der Insel auf. Um 18.00 Uhr (MESZ) ist eine Live-Schaltung in die legendäre„Chairman’s Study“ vorgesehen, wo Colin Gordon die ältesten Ardbeg Raritäten verkostet und kommentiert.

Den krönenden Abschluss erleben alle Ardbeg-Fans dann um 20.00 Uhr mit der Live- Verkostung der diesjährigen Ardbeg Day Abfüllung Ardbeg Scorch mit Dr. Bill Lumsden, Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks. Gereift in extrastark getoasteten Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Weißeiche, lauern intensive Aromen von Ruß, Rauch und Gegrilltem mit kräftigen Noten schwarzer Lakritze, gemischt mit Lutschpastillen – ein Dram von wahrlich fantastischem Ausmaß.

Der General Release des Ardbeg Scorch (46,0 Vol. % Alk.) ist ab dem 8. Juni 2021 in Deutschland im ausgewählten Fachhandel erhältlich, solange der Vorrat reicht. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 115€.

VERKOSTUNGSNOTIZ ARDBEG SCORCH

Farbe: Hell gebürstetes Gold

An der Nase: Beängstigende, intensive Aromen von Ruß und Rauch. Anklänge von Anis und duftendem Patchouli verflechten sich mit kräftigen Noten gehärteten Stahls und Sattelseife. Mit einem Tropfen Wasser rücken kräuterige Kopfnoten von Bruyèreholz, Salbei und Kiefern in den Vordergrund.

Am Gaumen: Mit einem Schluck öffnen sich eine Fülle von Aromen. Ölig, sinnergreifend mit einer Wolke süßem Rauchs und drachengekohlter Eiche. Gegrilltes verwebt sich mit Noten schwarzer Lakritze und medizinischen Lutschpastillen.

Nachhall: Ein langes und heldenhaftes Finale, mit leichtem, teerigen Nachgeschmack, der sich weit und glücklich bis zum Ende hinzieht.

Ardbeg Scorch General Release ist mit 46,0 Vol. % Alkohol abgefüllt, nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt.

PR: Erster Whisky der neuen Single Cask Linie – Ben Nevis 8 Jahre Oloroso Cask von 82 Chapters to Newcastle

Vom unabhängigen Abfüller 82 Chapters to Newcastle können wir Ihnen einen neue Linie und in ihr einen ersten Whisky vorstellen: Der Ben Nevis 8 Jahre Oloroso Cask startet die neue Linie “Creatures of Cask Strength“ – ab heute ist diese Einzelfassabfüllung in Fassstärke im Webshop des Abfüllers und im Handel für 79,90 erhältlich. Links zu beiden Bezugsmöglichkeiten finden Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung:


Erster Whisky der neuen Single Cask Linie: Ben Nevis 8 Jahre Oloroso Cask

82 Chapters to Newcastle veröffentlicht heute die neue Linie “Creatures of Cask Strength”.

Der junge, unabhängige Abfüller 82 Chapters to Newcastle ist bislang eher für besondere Lagerungsprojekte bekannt. Ein North British – eingelagert in der alten Radarstation auf dem höchsten Punkt Hessens – war kürzlich in wenigen Minuten ausverkauft. Gleiches geschah mit dem wohl rauchigsten Whisky Deutschlands: einem St. Kilian mit 92 ppm Phenol. Mit der neuen Cask Strength Linie bringt die Firma aus Würzburg erstmals „Scotch“ auf den Markt, denn dieser Whisky wurde in Schottland gelagert und abgefüllt. Die erste Abfüllung der neuen Serie ist ein hervorragender Ben Nevis aus dem First Fill Oloroso Hogshead. Wie auch bei den bestehenden Sonderabfüllungen findet sich hier viel Liebe zum Detail. Hochwertige, hammerschlaggeprägte Labels, schönes Flaschendesign und natürlich ein top Whisky sind noch nicht genug. Denn als besonderen Gag gelangt man über das Rückenlabel zur sogenannten „digitalen Flaschenpost“. Die Idee hinter der Serie ist schnell erklärt: Jede Whiskyregion hat eine eigene Grundfarbe und jede Brennerei ihre eigene Kreatur. Der Whisky ist ab Freitag, den 28. Mai, bei ausgesuchten Händlern sowie auf der eigenen Homepage zu finden. Der Preis beträgt 79,90 Euro.

Flasche im Webshop: https://www.82newcastle.de/creatures
Händlerliste: https://www.82newcastle.de/haendler

Serge verkostet: Port Ellen (Fèis Ìle 2021 Session 1)

Von heute an wird Serge Valentin bis hin zum 6. Juni Whiskys von Islay und Jura verkosten – als kleinen Ersatz für das Dabeisein beim Fèis Ìle Festival , das ja auch in diesem Jahr noch nicht möglich ist. Sein virtuelles Verkostungsfestival beginnt der Altmeister der Online-Verkostungsnotizen mit der Destillerie Port Ellen, die es nicht mehr und noch nicht wieder gibt. Dementsprechend selten und dementsprechend teuer sind die Abfüllungen, wenn man sie am Zweitmarkt erwerben will.

Zwei Whiskys sind es, die Serge heute aus der Diageo-Destillerie verkostet, und hier sind die Benotungen dazu:

Port Ellen 36 yo 1983/2019 (53.5%, Hunter Laing, Eidolon, Release 01, 638 bottles)93
Port Ellen 18 yo 1982/2001 (43%, Douglas McGibbon ‚Provenance‘, sherry)91

Und weil wir Whiskyfreunde ohnehin zu oft eine Bande von Nostalgikern sind – hier als Kontrapunkt heute eine Architektenzeichnung der neuen Brennerei, so wie sie sich Diageo vorstellt.:

TTB-Neuheit: Wolfburn No. 318 Small Batch Release

Bald dürfen wir uns wieder auf einen Small Batch Release aus der Destillerie Wolfburn in Thurso freuen, der diesmal aus 4800 Flaschen besteht: Der Wolfburn No. 318 ist aus einem leicht getorften Spirit entstanden, der in einer Mischung aus First Fill Oloroso Sherry Butts und Bourbon Barrels stammt.

Der mit 46% vol. abgefüllte neue Wolfburn soll in der Nase Aromen von Desertweinen bieten, dazu Süße von Bourbon. Am Gaumen findet man laut Etikett Noten von verbranntem Zucker, Eiche und Vanille sowie Haselnuss und Orange. Im Finish soll er Butterscotch und Honig bieten.

So sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Kirsch Import bringt Waterford Tinnashrule 1.1 exklusiv für den deutschen Markt

Einen exklusiv für Deutschland abgefüllten Whiskey aus der irischen Brennerei Waterford hat Kirsch Import am Start – der Waterford Tinnashrule 1.1 wird schon in den nächsten Tagen bei Ihrem Händler zu finden sein.

Was es darüber vorab zu wissen gibt, samt der Tasting Notes, können Sie hier nachlesen:


„Unsere eigene kleine Farm”: Waterford Tinnashrule 1.1 fängt ein Terroir ein – exklusiv für den deutschen Markt

Ein Ort, eine Farm, ein Whisky: Waterford fängt mit einzigartigen Single-Farm-Whiskys die geschmackliche Quintessenz verschiedener irischer Terroirs ein. Je nach Bodenzusammensetzung, der Sonneneinstrahlung und -dauer oder aber der Lage der Felder entwickelt Gerste individuelle Aromen, die in der Folge zu eindeutigen Unterschieden im Aroma von Single Malts führt. Diese Erkenntnis war in Waterford-CEO Mark Reynier schon lange gewachsen. Nach umfangreichen Erfahrungen in der Welt des Weins, wo der Ursprung des Terroir-Gedankens liegt, vor allem auch auf Islay. Hier regte er nach Übernahme von Bruichladdich lokale Bauern zum Anbau von Gerste an. Das geschmackliche Ergebnis: überraschend vielfältig.

Die sensorische Entwicklung der Gerste eines einzelnen Terroirs über mehrere Jahre hinweg exklusiv beobachten – dies ermöglicht Waterford seit Kurzem einzelnen Märkten mit eigenen Abfüllungen. Fünf Single Farm Origins wurden in Europa zugewiesen – an Deutschland: Tinnashrule: Edition 1.1. Seinen Ursprung nimmt der Terroir-Whisky im Regenschatten der Blackstairs Mountains, nördlich von Enniscorthy. Hier liegen die hügeligen Tiefland-Gerstenfelder von John Crowley im Windschatten von Eschen- und Lärchenwäldern und profitieren von dem gut durchlässigen und tonhaltigen Lehmboden der sehr ertragreichen Clonroche-Serie.

Separat angebaut, geerntet, gelagert und destilliert, erschafft diese Gerste der Ernte 2015 einen Single Malt mit komplexen Noten von Honig über spritzige Früchte und dunkle Schokolade bis warmer Würze. Wie alle Single Farm Origins macht Waterford seinen Tinnashrule: Edition 1.1 über den TÉIREOIR Code auf dem Rücketikett vollständig transparent und lädt mit Text, Bild und Ton auf der Waterford-Website in die Welt des Germany Exclusive ein.

Tinnashrule: Edition 1.1
Waterford Irish Single Malt Whisky

3 Jahre, 8 Monate, 14 Tage
Dest. KW 3/2017
Abgef. 03/2021
Fasstyp: 15% Fässer aus französischer Premium-Eiche (Margaux-Rotwein), 17% Vin Doux Naturel Fässer (Sherry/Sauternes), 22% Neue amerikanische Eichenfässer, 46% First Fill Fässer aus amerikanischer Eiche
50% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Tasting Notes:

Nase: Süße Honigwaben, Pflaumen, Orangenzesten und Rosenwasser, dazu Gerstenflocken, etwas Minz-Frische sowie dunkle Schokolade mit der Würze von Leder und Anis.

Gaumen: Nelken, weißer Pfeffer und dunkle Schokolade gehen über zu frischem Brot und spritziger Grapefruit. Noten von Orangensirup und Wurzelgemüse leiten in den Nachklang über.

Nachklang: Lang, wärmend und würzig.

PR: Langatun geht unter die unabhängigen Abfüller und launcht die LongValley Selection

Schon seit Ende des Jahres bereiten einige Whiskyenthusiasten aus der Schweizer Destillerie Langatun ein Herzensprojekt vor – und jetzt erblickt es das Licht der Öffentlichkeit: Die LongValley Selection bietet als unabhängiger Abfüller ausgewählte Einzelfassabfüllungen, die, falls nötig, ein eigenes Finish erhalten, um ein noch ausgeprägteres Geschmacksprofil zu bieten.

Die ersten drei Abfüllungen gehen dieser Tage in den deutschen Handel und sind dort auch beziehbar – weitere vier Bottlings wird es dann Ende Juni geben. Hier ein kurzer Überblick über die aktuellen Bottlings, den man uns aus der Brennerei Langatun geschickt hat:


Langatun geht unter die unabhängigen Abfüller und launcht die LongValley Selection

Der Name LongValley stammt aus den Anfängen der Langatun Destillery, welche wiederum ihren geschichtlichen Ursprung im alten Destillerie- und Braugebäude der Familie Baumberger in Langenthal hatte. Langenthal auf Englisch, «LongValley».

Diese Ursprungsstätte, das Destillerie- und Braugebäude aus dem Jahre 1857, findet sich auf dem Markenlabel der neu lancierten «LongValley Selection» wieder.

Mit dem über die Jahre gewonnen Kow How in Sachen Destillation, Degustation, Schärfung der Geschmacksrezeptoren, wurde nun die neue Marke LongValley in einem weiteren Geschäftsfeld als Independent Bottler (Unabhängiger Abfüller) ins Leben gerufen.

Die drei Whiskyenthusiasten der Firma Langatun, André, Micha und Chris, sind dem goldenen Elixier seit vielen Jahren verfallen. Doch leider sind die schottischen Perlen immer weniger «golden». Dies gab den drei Liebhaberherzen den Anstoss, sich selbst um Flüssigkeit und Fass zu kümmern. Beste gereifte Whiskygrundlagen aus Schottland, werden falls notwendig, in ausgewählten Fässern für eine gewisse Reifezeit zu edelsten Tropfen mit ausgeprägter Geschmacksvielfalt gefinisht. Die eigenen Erfahrungen und Wünsche der Drei Musketiere werden zu vollster Zufriedenheit eingebunden. Hierfür steht das Prädikat «LongValley Selection»

Die ersten drei Abfüllungen werden gerade an den Handel ausgeliefert: Der Dailuaine 11yo (56,5% vol., UVP 89,90 Euro), der Balmenach 11yo (56,5% vol., UVP 89,90 Euro) und der Glendronach 10yo (58,1% vol., UVP 94,90 Euro) stammen alle drei aus 1st Fill Sherry Butts und wurden in Fassstärke ohne Farbzusatz oder Kühlfiltrierung abgefüllt.

Im Juni werden dann folgende Abfüllungen erscheinen: Ein Ardmore 10yo mit einem Chateau Kefraya Finish, der stark getorft ist, ein Caol Ila 13yo Chateau Kefraya Finish, natürlich ebenfalls stark rauchig, ein Teaninich 14yo und ein Tullibardine 15yo, beide mit CHateauneuf du Pape Finish. Kurz vor deren Erscheinen werden wir Sie natürlich noch einmal genauer informieren.