Whisky des Monats Mai 2020: Glenmorangie The Original 10yo

Nachdem wir im April unser Whisky des Monats ausfiel, beginnen wir im Mai wieder mit der monatlichen Kür. Und in dieser selbst verordneten Pause haben wir nichts an unseren Kriterien geändert, die unser Whisky des Monats erfüllen muss: Eine hohe Verfügbarkeit, eine uns überzeugende Qualität und ein attraktiver Preis. Oft fiel unsere Wahl auf eine neu auf dem Markt erschienene Abfüllung, manches Mal stellten wir Ihnen eine Abfüllungsreihe vor, selten entschieden wir uns sogar für eine ganze Destillerie. Und manches Mal mussten wir uns fragen, warum wir bisher uns nicht für die eine oder andere Abfüllung entschieden hatten. So wie zum Beispiel in diesem Monat. Denn der Whisky des Monats Mai ist der Glenmorangie The Original 10yo.

Die sicherlich altmodischste und primitivste Brennerei

Als Alfred Barnard für sein 1887 erschienenes Buch „The Whisky Distilleries of the United Kingdom“ die Brennerei Glenmorangie in den nördlichen Highlands besuchte, fand er diese in einem erbärmlichen Zustand vor. Denn die Gebäude, in denen William Matheson seine von ihm gegründete Destillerie Glenmorangie betrieb, stammten aus dem Jahr 1738. Sie beheimateten vorher eine Brauerei, die Matheson 1843 zu einer Brennerei umfunktionierte. Und über die Jahre hinweg, so schrieb Barnard, musste diese immer wieder ausgebessert werden, um die Gebäude vor dem Verfall zu bewahren.

Ein Blick auf die Destillerie

Doch dies war nur eine Momentaufnahme. Denn Besitzer William Matheson plante zum Zeitpunkt des Besuches von Alfred Barnard bereits den Abriss der alten und den Bau neuer Gebäude, um eine jährliche Produktion von 20.000 Gallonen (etwas mehr als 90.000 Liter) reinen Highland Malts realisieren zu können.

Mehr als 140 Jahre später: Die „altmodischste und primitivste Brennerei“ ist schon lange Geschichte. In mehreren Ausbau-Stufen erhöhte Glenmorangie die Kapazität der Whisky-Produktion (über die aktuelle Erweiterung berichteten wir hier). Mit den aktuell acht Washstills und Spiritstills ist die Herstellung von mehr als 6.000.000 Litern Alkohol im Jahr möglich. Mit diesen Zahlen reiht sich Glenmorangie im oberen Mittelfeld der größten schottischen Whisky-Brennereien ein. Nicht die größte, auf jeden Fall auch nicht die kleinste, und eine der Bekanntesten. Neben den hier üblichen Verdächtigen, die nicht unbedingt im Thema Whisky versierte Menschen nennen können, weißt auch Glenmorangie einen hohen Bekanntheitsgrad auf. Sicherlich auch, weil man lange der meistverkaufte Single Malt Whisky in Schottland war – und vielleicht noch immer ist.

Sorgfältige Beständigkeit im Tal der Ruhe

Es scheint, hinter der Destillerie Glenmorangie nahe der Stadt Tain und ihren Whiskys steht eine einfache und doch wirkungsvolle Idee: Es ändert sich nichts. So arbeiten zum Beispiel grundsätzlich immer genau 16 Mitarbeiter in der Brennerei, die berühmten ‚16 Men of Tain‚. Auch wenn dies in den aktuelleren Zeiten nur noch im Arbeits-Bereich der Destillation stimmt, dieser Grundsatz bleibt bestehen – oder der Bestand dieses Grundsatzes wird von außen betrachtet angenommen.

Ein hohes Maß an Beständigkeit finden wir auch im Bereich, in dem vor und vor allem nach der Destillation gearbeitet wird. Seit 1995 ist Dr Bill Lumsden bei Glenmorangie tätig. Seine offizielle Bezeichung ‚Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks‘ ist im Whisky-Business einmalig, so wie er selbst. Er studierte Biochemie in Glasgow, das Thema seines Doktorstudium in Edinburgh war mikrobielle Physiologie und Fermentationswissenschaft. Seine Doktorarbeit über das Verhalten von Hefen unter hohem Druck in kohlendioxidhaltigen Milieus beendet er 1986. Auch wenn sich dies liest wie die Geschichte eines Mannes und seiner Mission: Mit ihm arbeitet ein Team. Und auch wenn das Ende seiner Arbeit bei Glenmorangie noch nicht terminiert ist – mit Brendan McCarron steht sein Nachfolger schon fest und wird seit nun mehr als vier Jahren geschult und auf seine kommenden Aufgaben vorbereitet. Eine geordnete Übergabe ist vorbereitet und garantiert Beständigkeit. Vielleicht liegt der Grund für diese Beständigkeit auch am Ort, an dem die Destillerie liegt und dessen Namen sie erhielt. Denn Glenmorangie bedeutet im schottischen Gälisch „Tal der Ruhe“.

Hochragend und wohl ausbalanciert

Bekannt ist die Destillerie Glenmorangie vor allem für seine Stills. Die außergewöhnlich hohen Brennblasen ragen acht Meter in das entsprechend hohe Stillhouse. Die zylindrischen Kupferhälse oberhalb der Brennblase stehen beeindruckende 5,14 Meter hoch. Dies sorgt für einen sehr reinen und milden New Make. Um diesen feinen und filigranen Charakter zu erhalten und auch nach der Reifung später im Whisky wieder zu finden, ist ein sorgfältiges und gewissenhaftes Fass-Management notwendig.

Photo credit: Jack Shainsky via Visual Hunt / CC BY

Bei unserem Whisky des Monats, dem Glenmorangie The Original 10yo, werden ausschließlich ehemalige Bourbon-Fässer als Erst- oder Zweitbefüllung eingesetzt. So finden wir in der Nase sommerlich Fruchtiges mit einem zarten Anflug von Zitrone sowie einem Hauch von Vanille gepaart mit dezenten würzigen Getreide-Aromen. Am Gaumen werden Vanille und Getreide deutlicher. Insgesamt entwickelt der Glenmorangie The Original 10yo hier eine Süße, die in der Nase nicht vorhanden war, aber auch nicht vermisst wurde. Verglichen mit der Nase, wird der Malt am Gaumen deutlicher, ohne laut oder gar forsch zu werden. Wohl ausbalanciert zeigen sich hier die Aromen heller Früchte mit süßem Vanille. Und wer genau hinhört, wird beim Finish einen überraschen langen Abschied des Glenmorangie The Original 10yo bemerken. Denn insgesamt ist bei diesem Single Malt ein wenig Aufmerksamkeit gefragt.




Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Eine Flasche Glenmorangie The Original 10yo findet sich sowohl im Fach- wie auch im Getränkehandel. Für etwas mehr als 30 € erhalten wir Whisky. Wem dieser zu einfach sein sollte und mehr Tiefe sucht, oder einfach auf den Geschmack gekommen ist, dem bietet Glenmorangie in seinem Portfolio einige weitere Abfüllungen. Die Brennerei ist bekannt für seine Finshes, die Nachlagerung und Nachreifung von Whisky in mit Sherry und Wein vorbelegten Fässern. Zu den Core expressions gehört The Lasanta (Finish in Oloroso und Pedro Ximénez Sherry-Fässern), The Quinta Ruban 14 Years Old (Extra-Reifung in Port-Fässer) sowie The Nectar d’Or (Sauternes Cask Finish). Hier liegen wir preislich dann aber auch deutlich höher.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

PR: Neu bei Kirsch Whisky: Floki Single Malt Whisky Met-Fass Finish

Kirsch Whisky informiert in einer Presseaussendung über eine neue Abfüllung der isländischen Whisky-Destillerie Eimverk. Der Floki Single Malt Whisky Double Wood – Mead Cask zunächst in Fässern, in denen zuvor der Young Malt reifte, und erhielt dann ein Met-Fass Finish.
Alles Weitere zu dieser Abfüllung sowie Wissenswertes über die Eimverk Distiilery finden Sie in der folgenden Pressemitteilung:


Neu bei Kirsch Whisky: Floki Single Malt Whisky Met-Fass Finish

Inspiriert von Wikingerlegende Hrafna-Floki: Floki – Iceland Single Malt Whisky

847 nach Christus brach Hrafna-Floki auf, um eine Insel zu finden, über deren Existenz es bisher nur Gerüchte gab. Nach einer langen und strapaziösen Reise betrat der Wikinger das neue Land und taufte es: Island. Über 1.000 Jahre später erhält die von Naturschauspielen und atemberaubenden Landschaften geprägte Insel mit Eimverk ihre erste Whisky-Destillerie. Den ersten Single Malt Whisky Islands benennen seine Macher nach dem Wikinger „Floki“ – inspiriert von seiner Entschlossenheit und seinem Mut Dinge zu tun, die zuvor noch niemand getan hat.

Eimverk ist die erste Whisky-Destillerie auf Island. 2009 wurde sie mit dem Ziel gegründet, isländische Premium Spirits aus lokal angebauter Gerste herzustellen. Das besonders robuste isländische Getreide enthält wenig Stärke, weshalb etwa 50 Prozent mehr Gerste pro Flasche Whisky verwendet werden muss als bei anderen Gerstensorten. Die ersten vier Jahre widmete die familiengeführte Brennerei der Entwicklung ihrer Rezepturen. Für den Whisky allein machte man 163 Test-Destillationen – und startete erst dann die Produktion.

Während der erste Whisky Islands in den Fässern lagerte, sorgte die Eimverk Distillery bereits mit anderen Spirits für Aufsehen. Allen gemeinsam: Sie sind in Handarbeit und zu 100 Prozent aus isländischer Bio-Gerste hergestellt. Der VOR Gin sowie der Aquavit VITI wurden jeweils mit der Goldmedaille bei der San Francisco World Spirits Competition ausgezeichnet. Die Young Malts lieferten bislang einen Vorgeschmack auf „Floki“, sie sind als rauchige und nicht rauchige Abfüllung erhältlich. Letztere hat es besonders in sich: Da es auf Island keinen Torf gibt, wird traditionell mit Schafsdung geräuchert – so auch das Malz des Young Malt „Sheep dung smoked Reserve“.

Der Single Malt Whisky „Floki“ reift in Fässern, in denen zuvor die Young Malts der Eimverk Distillery gelagert wurden – ursprünglich frische Eichenfässer ohne Vorbelegung. Dies sorgt zusammen mit der isländischen Gerste für einen besonderen und untypischen Single Malt: Er duftet ungewöhnlich würzig nach Tannennadeln, Pinienkernen und Muskat, mit der Zeit auch fruchtig-frisch mit milden Vanillearomen. Im Geschmack ist Floki überraschend süß und fruchtig, gefolgt von einer Würze, die an Wurzelgemüse erinnert. Der mittelange Nachklang ist süß mit starken Vanillenoten.

Neben den beiden Standard Single Malt Whiskys bringt das Team der Eimverk Brennerei verschiedene Fass-Finish Abfüllungen heraus. Den Anfang machte ein Stout Cask Finish aus einer befreundeten isländischen Brauerei, im November letzten Jahres folgten ein Sherry- & Birkenfinish. Ausgefallen geht es auch heute weiter! Wenn man an Wikinger und Alkohol denkt, dann kommt an die Grundlage des neuen Flokis nicht vorbei: Honigwein – besser bekannt als Met.

Wie auch der Standard-Floki Single Malt lagert diese Double Wood Reserve zunächst in Fässern, in denen zuvor der Young Malt reifte – in diesem Fall ein Sheep Dung Young Malt- und ein unsmoked Young Malt Fass. Das Met-Fass Finish verleiht dem Whisky ein wundervolles Aroma: Honig, verschiedene Gewürze und das Floki typische, frische Heu-Aroma strömen in die Nase. Auch auf der Zunge ist der Honig prägnant, ein öliges Mundgefühl wird begleitet von einer kräftigen Würze, dazu Toffee und etwas Frucht. Der Abgang ist lang, würziger Honig der sich zu frischem Mokka entwickelt.

Floki Mead Cask
Double Wood Reserve

Gereift in:
Primär: ex Young Malt #46 + #51 smoked
Sekundär: Mead Cask #1
Fassnr. 1

45,0 % Vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

The Scottish Farmer: Führt der Lockdown zu einer Gerstenschwemme?

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Gordon Davidson stellt auf The Scottish Farmer in seinem Artikel „Lockdown barley glut?“ die momentane Situation der schottischen Landwirte dar, die hauptsächlich Gerste für die schottische Whisky-Industrie anbauen und diese beliefern. Denndie Produktion in den Brennereien ist heruntergefahren. Viele werden nur noch mit einer Notbesetzung betrieben, viele produzieren jetzt Ethanol für Hand-Desinfektionsmittel. Doch keine Brennerei fährt im Moment mit voller Leistung. Und niemand kann genau vorhersagen, wann dies wieder sein wird.

Angesichts dieser Situation wissen die Farmer jetzt nicht, was aus ihrer momentan angebauten Sommer-Gerste wird. Wird die Whisky-Produktion nicht wieder im gewohnten Maß aufgenommen, und die Nachfrage nach Gerste nicht wieder steigen, droht eine Überangebot an Gerste und den Farmern große, finanzielle Verluste. Der schottische Tory-MSP Edward Mountain formulierte die momentane Situation während einer virtuellen Fragestunde des schottischen Parlaments so:

„Landwirte in ganz Schottland haben gerade Hunderttausende Morgen Sommergerste gepflanzt, speziell für die Whiskyproduktion. Wenn diese Gerste aufgrund der Schließung von Brennereien nicht benötigt wird, werden die Auswirkungen für die Agrarindustrie verheerend sein.“

Auch in Irland sieht die Lage der Gersten-Bauern alles andere als rosig aus, auch wenn hier normalerweise die Brauerei Guinness einen sehr großen bedarf an Gerste hat. So hat der Großabnehmer Boortmalt, so lesen wir, plötzliche Kürzungen der Verträge vorgenommen. Und die irischen Erzeuger werfen in diesem Zusammenhang auch die Frage nach Vorräten an importiertem Getreide auf, die vor der Inlandsprodukten verwendet werden.

Das Glencairn Glas wird 20!

Seine Vision war, ein Glas zu gestalten, welches die Whisky-Trinkenden ermutigt, die Nase und den Gaumen eines Whiskys voll zu würdigen. Gleichzeitig sollte es auch ein ästhetisch ansprechendes Objekt sein. Und heute können wir sagen, dass dies Raymond Davidson eindrucksvoll gelungen ist. Denn sein designtes Glas hat sich weltweit als Quasi-Standard für den Whisky-Genuss durchgesetzt. Jedes Jahr verkauft die von ihm gegründete Firma Glencairn Crystal über 3 Millionen Gläser in 140 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Auch unser Logo ist von der Form dieses Glases inspiriert. Und es feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Das Glencairn Glas wird 20!

Das Glencairn-Team begeht dieses Jubiläum mit einer Reihe von Events. So startet es die neue Glencairn PodGlass-Serie. Hierzu lädt Raymond Davidson, einige bekannte und angesehene Personen der Whiskyindustrie ein. Start ist am 5. Mai, weitere Informationen finden Sie unter www.whiskyglass.com.

Des weiteren ergänzt zukünftig eine neue Version des Glencairn Glass das bestehende Sortiment. Und in East Kilbride eröffnet das erweiterte Glencairn Crystal Studio. Es ist renoviert und um einen Neubau ergänzt. Die Arbeiten hierfür wurden von lokalen Unternehmen ausgeführt.

Eine komplette Übersicht der Aktivitäten und Angebote von Glencairn Crystal zum Geburtstag ihrer Whiskyglas-Ikone finden Sie auf ihrer Website.

Serge verkostet: Erneut Ben Nevis

Ja, auf Whiskyfun erscheint heute schon wieder ein Ben Nevis Tasting. Erst im letzten Monat präsentierte uns Serge Valentin fünf Abfüllungen aus der Highland-Brennerei. Doch angesichts der Tasting-Alternative, die Serge uns offeriert, möchten wir uns heute darüber nicht beschweren. Und angesichts der – bis auf eine Ausnahme – durchweg sehr guten Bewertungen der Kandidaten der Session auf Whiskyfun, finden wir noch weniger Grund dazu, wie Sie in unserer Kurzübersicht sicherlich nachvollziehen können:

  • Ben Nevis 17 yo (50.8%, Milroy’s of Soho, +/-2016) 88 Punkte
  • Ben Nevis 16 yo 1999/2015 (55.4%, Archives, hogshead, cask #166, 294 bottles) 70 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1997/2019 (52.5%, Cask & Thistle for SCSM, China, refill butt, cask #126, 300 bottles) 89 Punkte
  • Ben Nevis 23 yo 1996/1999 (51.6%, The Whisky Jury, refill hogshead, cask #1513, 260 bottles) 89 Punkte
  • Ben Nevis 23 yo 1996/2019 (47.4%, Maltbarn, bourbon, 150 bottles) 90 Punkte
  • Ben Nevis 1995/2019 (51.2%, The Whisky Jury, refill hogshead, cask #970, 245 bottles) 90 Punkte
Ben Nevis. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Neu: Zwei limitierte Deanston Distillery Exclusive

Die Highland-Brennerei Deanston präsentiertzwei neue Bottlings, die als Distillery Exclusive nicht in den Handel kommen, jedoch online über die Website der Destillerie erworben werden können.

Deanston 2007 Calvados Cask Finish verspricht den Sommer in einer Flasche. In Fassstärke mit 57,3% Vol., in natürlicher Farbe und nicht kühlfiltriert abgefüllt, ist diese Abfüllung für knapp 110 € online erhältlich.

Deanston 2002 Port Cask Finish vereint süßes Toffee, Obst und Gewürze mit einem langen und anhaltenden Finish. Dies versprechen die offiziellen Tasting Notes. Auch hier wurde auf Färbung und Kühlfiltrierung verzichtet. Ebenfalls in Fassstärke, mit 50,6% Vol., kam dieser Deanston in die Flaschen. Der Deanston 2002 Port Cask Finish kostet etwas mehr als 150 €.

Beide Abfüllungen sind limitiert, ohne das eine jeweilige Flaschenanzahl angegeben ist. Und bei einer Online-Bestellung müssen noch die Versandkosten addiert werden. Diese liegen bei £13, also etwa 15€.

PR: 375 Park Avenue Spirits und International Beverage Holdings Ltd gehen getrennte Wege

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Änderungen in der Vertriebsstruktur für Produkte von Inver House Distillers in den USA, die zu International Beverage Holdings Ltd gehören: Nachdem sich ab 1. Juni 75 Park Avenue Spirits und International Beverage Holdings Ltd trennen werden, wird 375 Park Avenue Spirits auch nicht mehr für den Import der Produkte von Speyburn, Old Pulteney, Balblair und anCnoc auf den us-amerikanischen Markt verantwortlich sein.

Vom Mutterkonzern Sazerac, zu dem 375 Park Avenue Spirits gehört, bekamen wir dazu folgende Pressemitteilung:


375 PARK AVENUE SPIRITS AND INTERNATIONAL BEVERAGE HOLDINGS LTD PART WAYS

LOUISVILLE, KY (April 29, 2020) — 375 Park Avenue Spirits which specializes in importing superior spirits brands from across the globe, and International Beverage Holdings LTD, one of the industry’s most dynamic global drinks businesses are announcing they will be parting ways.

375 Park Avenue Spirits began working with International Beverage Holdings LTD in August 2015 shortly after joining Sazerac as an independent, yet fully integrated sales company. Many collective successes were achieved over the last 4+ years but both companies have continued to evolve and after careful consideration both International Beverage Holdings LTD, and 375 Park Avenue Spirits decided that a parting of ways would be best for both sides to achieve the growth aspirations each has in the U.S. market.

With this departure, 375 Park Avenue Spirits will no longer represent the International Beverage Holdings Ltd. spirit portfolio, including its Inver House Distillers subsidiary responsible for single malt whiskies Speyburn, Old Pulteney, Balblair, and anCnoc as well as Hankey Bannister blended Scotch, Caorunn Gin, Phraya Rum and Mekhong.

This transition is underway and is expected to be finalized by June 1.

Ardbeg setzt sich durch: Arlberg Whisky aus Liechtenstein unterliegt im Streit um Namen

Die Destillerie Ardbeg hat sich in einem Namensstreit mit einem Liechtensteiner Brennmeister durchgesetzt: Der darf seinen Whisky, den er unter dem Namen Arlberg Whisky (ein Berg in Österreich, unweit von Liechtenstein) verkaufen wollte, wegen der Ähnlichkeit zum Destillerienamen nicht unter diesem Namen auf den Markt bringen.

Das Büro für geistiges Eigentum der EU hat bereits im Februar entschieden, dass durch die phonetische Ähnlichkeit der Namen eine Verwechslungsgefahr gegeben sei und daher der Klage von Ardbeg stattgegeben werde.

Der Antrag auf die Erteilung der Marke „Arlberg“ für einen Whisky, den Norbert Rom eingebracht hatte, ist nun rechtskräftig abgewiesen. Kleiner Trost für Rom: Die Kosten für das gesamte Verfahren belaufen sich auf nur 620 Euro.

Alloa Advertiser: Ein Spaziergang bei der Kennetpans Distillery

Haben Sie schon einmal von der Kennetpans Distillery gehört? Wenn Sie ein treuer Leser mit einem fotografischen Gedächtnis sind, dann können Sie sich vielleicht an einen Artikel bei Whiskyexperts erinnern, in dem vier Wanderwege für Whiskyinteressierte vorgestellt wurden – und einer davon führte zur Kennetpans Distillery, oder vielmehr zu dem, was von ihr noch übrig ist.

Die Kennetpans Distillery in Alloa zwischen Stirling und Falkirk, allerdings auf der anderen Seite des Firth of Forth, war die erste Brennerei Schottlands, die Whisky in industriellem Stil erzeugte und ist damit eines der wichtigsten Denkmäler für die Whiskygeschichte des Landes – auch wenn sie heute in Trümmern liegt.

Der Alloa Advertiser hat heute einen interessanten Artikel zur Kennetpans Distillery online gestellt, in dem auch auf die geschichtliche Bedeutung des Ortes und die zur Zeit stattfindenden Restaurierungsmaßnahmen eingegangen wird. Wenn Sie ein wenig in die Whiskygeschichte Schottlands eintauchen wollen, dann empfehlen wir ihn Ihnen zur Lektüre. Und wenn Sie auch gerne mehr von der Kennetpans Distillery sehen wollen, dann können Sie dies im untenstehenden Video, das wir auch schon in unserem ersten Artikel zu dieser Brennerei eingestellt hatten…

Serge verkostet: Fünf Bottlings aus Glen Garioch

Etwas abseits von der Hauptstraße in Old Meldrum in den Highlands gelegen, findet man Glen Garioch, eine antik anmutende Destillerie, die Besucher gerne willkommen heißt. Serge Valentin auf Whiskyfun hat Glen Garioch (Glen Giiri ausgesprochen) heute mit seiner Verkostung sozusagen virtuell besucht, und sich dabei ausschließlich unabhängigen Abfüllungen gewidmet.

Die Wertungen liegen dabei zwischen 83 und 90 Punkten – für die Details der Verkostungsnotizen folgen Sie bitte wie immer unserem Link.

Hier die Flaschen und ihre Wertungen in der Verkostung:

  • Glen Garioch 2011/2017 (45%, Whisky & Rhum, Golden Barley, barrel, cask #882): 83 Punkte
  • Glen Garioch 8 yo 2011/2019 (52%, Asta Morris, cask #AM075, 272 bottles): 87 Punkte
  • Glen Garioch 8 yo 2011/2019 (59.9%, Liquid Treasures, 10th Anniversary, bourbon barrel, 132 bottles): 83 Punkte
  • Glen Garioch 23 yo 1994/2017 (56.3%, Aqua Vitae Whisky Selection, hogshead, cask #21, 150 bottles): 87 Punkte
  • Glen Garioch 25 yo 1990/2017 (52.3%, La Maison du Whisky, Artist, hogshead, cask #2694, 180 bottles): 90 Punkte

PR: Michter’s stellt 10 Jahre alten Bourbon vor

Neues für Fans von Bourbon: Michter’s stellt einen neuen zehn Jahre alten Single Barrel Kentucky Straight Bourbon vor, zum Preis von 130 Dollar in den USA. ER wird ab Mai verfügbar sein, und alle Infos dazu gibt die nachfolgende deutschsprachige Pressemitteilung (die darauf schließen wird, dass der Bourbon auch dieses Jahr wieder seinen Weg nach Deutschland finden könnte):


Michter’s stellt 10 Jahre alten Bourbon vor

LOUISVILLE, Kentucky, 28. April 2020 /PRNewswire/ — Der 10-jährige Single Barrel Kentucky Straight Bourbon von Michter’s für das Jahr 2020 wird ab Mai in den Verkauf gehen. Das Getränk hat einen Alkoholgehalt von 47,2 % (94,4 Proof) und der vorgeschlagene Verkaufspreis für die USA beträgt 130 US-Dollar pro Flasche.

Michter’s blickt auf eine langjährige Tradition in der Herstellung amerikanischer Whiskeys von kompromissloser Qualität zurück. Michter’s hochgelobtes, limitiertes Portfolio umfasst Bourbon, Roggen-Whiskey, Sour Mash Whiskey und American Whiskey – alle bis zur Spitzenreife gealtert.  Die Jim Murray Whisky Bible, Auflage 2020, kürte den 20 Jahre alten Bourbon von Michter’s zum „Besten Bourbon der Kategorie 16 bis 20 Jahre“. Im Januar 2020 wurde Michter’s zum zweiten Mal in Folge im jährlichen Markenbericht von Drinks International zum #1 Top Trending American Whiskey gekürt.

Neben der Michter’s Fort Nelson Distillery betreibt das Unternehmen die Michter’s Shively Distillery in Louisville sowie eine 59 Hektar große Farm und den Betrieb in Springfield, Kentucky. Weitere Informationen finden Sie unter www.michters.com sowie auf InstagramFacebook und Twitter.

PR: Neue Abfüllungen der Signatory Cask Strength Range by Kirsch

Von Kirsch Whisky sind wir über vier neue Abfüllungen in der Signatory Cask Strength Serie informiert worden, zwei davon rauchig – und ohne viel Vorrede möchten wir Ihnen diese hier vorstellen. Sie sollten in den nächsten Tagen bei Ihrem Händler zu finden sein. Einen UVP haben wir dazu nicht erfahren, den weiß aber Ihr Händler, der sich über Kontakt sicher freut.


Neue Abfüllungen der Signatory Cask Strength Range by Kirsch

Vier neue Abfüllung unserer Signatory Cask Strength Serie haben wir für Sie ausgesucht. Wie üblich ungefärbt, nicht kühlfiltriert und exklusiv bei uns erhätlich!

Bunnahabhain Staoisha 2014/2020
Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch

5 Jahre
Dest. 23.10.2014
Abgef. 30.01.2020
Gereift im Dechar/Rechar Hogshead
Fassnr.10677
262 Flaschen
61,1 % Vol. Fassstärke
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Aultmore 2009/2020
Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch

10 Jahre
Dest. 24.03.2009
Abgef. 02.03.2020
Gereift im Bourbon Barrel
Fassnr.303236
216 Flaschen
58,8 % Vol. Fassstärke
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Caol Ila 2009/2020
Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch

10 Jahre
Dest. 13.10.2009
Abgef. 29.01.2020
Gereift im Hogshead
Fassnr.318833
292 Flaschen
56,3 % Vol. Fassstärke
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Deanston 2007/2020
Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch

12 Jahre
Dest. 14.06.2007
Abgef. 28.02.2020
Gereift im Sherry Butt
Fassnr. 900145
625 Flaschen
64,4 % Vol. Fassstärke
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Neu im Travel Retail: Jura Very Rare Vintage 1975

Mit nur 21 Flaschen ist der neuen Jura Very Rare Vintage 1975 etwas, was man mir Recht als „streng limitiert“ bezeichnen kann. Die neue Abfüllung ist soeben von Whyte & Mackay im Travel Retail veröffentlicht worden – derweilen nur durch die DSF Group aus Hongkong, später dann wird es die Flaschen generell im asiatischen Raum geben.

Der 44 Jahre alte Whisky wurde in einem amerikanischen Ex-Bourbon Barrel gelagert und dann in ein Tawny Port Pipe gegeben, um dort sechs Jahre nachzureifen. Das Fass dazu stammte von den Symington Estates im Douro-Tal im Norden Portugals.

Hier die offiiziellen Tasting Notes:

Tasting notes: The whisky carries flavours of tropical fruit salad, nectarines and roasted walnuts with a black coffee finish. Aromas of sandalwood, blood orange, raisin and toasted bananas can be detected. The colour is a natural, distinctive amber gold hue with crimson highlights.

Wer über seine Kanäle an den mit 46,2% vol. abgefüllten Whisky kommen will, der sollte sich auf einen Preis von ca. 7900 Euro vorbereiten.

Serge verkostet: Macallan

Fünf Abfüllungen aus der Destillerie Macallan, Im Alter von 18 bis 27 Jahren (und damit nicht gerade am Wühltisch zu finden) gibt es heute bei Serge Valentin auf Whiskyfun – und einige davon sind noch dazu alte, besondere Bottlings. Kann da etwas schief gehen?

Nein, nicht wirklich. Gerade mal einer ist dabei, der mit 84 Punkten aus der Reihe tanzt, abgesehen von diesem sind die anderen aber in der Region um 90 Punkte und aufwärts angesiedelt.

Hier die Punktewertungen der Verkostung, die dem Motto „je schwieriger die Zeiten sind, desto mehr sollte man sich verwöhnen“ zu folgen scheint:

  • Macallan 27 yo 1989/2017 (45.7%, Blackadder, Raw Cask, Statement, hogshead, cask #5425, 215 bottles): 89 Punkte
  • Macallan 25 yo 1975 (54%, Casa De Vinos, Australia, sherry butt, cask #17112, +/-2000): 93 Punkte
  • Macallan 20 yo (43%, OB, Master of Photography, Albert Watson, 1000 bottles, 2010): 90 Punkte
  • Macallan 18 yo 1985 (43%, OB, +/-2003): 84 Punkte
  • Macallan 25 yo 1962/1988 (43%, OB, Anniversary Malt, Giovinetti Import, Italy): 91 Punkte

Und ganz bewusst haben wir heute ein Bild der alten Brennerei als Titelbild ausgewählt…