Ein Glenmorangie ist ein Glenmorangie. Und ein Westport ist auch ein Glenmorangie – allerdings einer, der technisch gesehen ein Blended Malt ist, weil man ihm „einen Teelöffel“ Glen Moray oder ev. einen anderen Whisky zugegeben hat. Denn Glenmorangie erlaubt keinem unabhängigen Abfüller, den Markennamen zu verwenden.

Die zugefügte Menge kann dabei durch aus homöopathischen Usancen entsprechen (kleine Randbemerkung: eine D12-Potenz in der Homöopathie entspricht einem Tropfen Wirksubstanz in der 100.000fachen Wassermenge des Atlantiks).

Sind wir also froh, wir dass unsere Whisky nicht in dieser Verdünnung zu uns nehmen müssen – und dass es auch Serge nicht muss. Sonst hätten wir die nachfolgenden Tasting Notes der heutigen Verkostung nicht:

  • Westport 17 yo 1997/2014 (48%, Wilson & Morgan, sherry butts, 2nd fill PX finish, casks #3353-3357, 1110 bottles): 86 Punkte
  • Glenmorangie 27 yo 1991/2019 (55.9%, OB, Rare Cask for 10th Anniversary Loza Dzentelmenow, Poland, oloroso cask finish, 230 bottles): 90 Punkte
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