Alle Jahre wieder bringt der Sommer, vor allem an der Westküste und auf den Hebrideninseln, Wasserknappheit. Nachdem die Whiskyindustrie viel Wasser verbraucht, ist die Entnahmemenge durch Verordnungen und Gesetze strikt geregelt – und das zwingt manche Brennereien fast jährlich dazu, die Produktion im Sommer für einige Zeit stillzulegen und in dieser Zeit die Wartungsarbeiten an den Anlagen durchzuführen.

Neu ist diesmal, dass es auch eine bislang nicht betroffene Brennerei in den Highlands erwischt hat, und eine fast.

Wie der Courier gestern meldete, ruht die Produktion bei Blair Athol seit fast vier Wochen (Führungen und Verkostungen sind dabei nicht betroffen). Grund war, dass die Allt Burn nur mehr wenig Wasser gab – zu wenig. Es ist das erste Mal seit 1815, dass Blair Athol wegen Wassermangels aufhören musste zu produzieren – so die Tourguides bei einem Besuch eines unserer Leser dort. Laut Diageo hat man aber die Zeit genutzt, um die Wartungsarbeiten an der Brennerei durchzuführen – und heute will man wieder mit der Produktion anfahren.

Die Destillerie Blair Athol. Bild: Marcel Freudenstein

Fast getroffen hat es auch Edradour. Laut Andrew Symington hat nur ein Gewitter am Freitag vor einer Woche und die darauf folgenden Regenfälle die Produktion gerettet. Dabei ging es nicht um das Wasser für Produktion direkt, sondern um das benötigte Kühlwasser.

Edradour. Bild © Whiskyexperts 2018