In unserer regelmäßigen Rubrik “Whiskys des Monats” stellen wir, sehr subjektiv gesehen natürlich, Whiskys vor, die wir besonders mögen – und denen wir eine breitere Öffentlichkeit wünschen. Hier unsere Empfehlung für Juni:

Manchmal ist man in der glücklichen Lage, nicht nur einen einzelnen Whisky, sondern quasi eine gesamte Destillerie empfehlen zu können. So eine Destillerie ist Springbank, und es ist unserer Meinung nach längst überfällig, dass sie in der Rubrik „Whisky des Monats“ vorgestellt wird.

Die Destillerie Springbank
Die Destillerie Springbank

Springbank liegt in der Whiskyregion Campbeltown, und sie produziert nicht nur die nach ihr benannten Whiskys, sondern auch die stark getorften Varianten namens „Longrow“ und die dreifach destillierten Abfüllungen unter dem Namen „Hazelburn“.

Der Longrow CV aus der Destillerie Springbank, ein ruppig torfiger Whisky, der so leider nicht mehr produziert wird...
Der Longrow CV aus der Destillerie Springbank, ein ruppig torfiger Whisky, der so leider nicht mehr produziert wird…

 

Hazelburn Rundlets & Kilderkins, die neueste (und  schon selten gewordene) Abfüllung der Marke
Hazelburn Rundlets & Kilderkins, die neueste (und schon selten gewordene) Abfüllung der Marke

Das Besondere an dieser Destillerie ist, dass bei ihr ab der Anlieferung der rohen Gerste alles im Haus gemacht wird – bis hin zur Abfüllung und Etikettierung der Flaschen. Das ist nur möglich, weil sich Springbank in der Produktionsmenge selbst streng limitiert – nicht mehr als 750.000 Liter Spirit werden hier im Jahr gebrannt – wohlgemerkt für alle Marken zusammen. Dies, und die beachtliche Qualität aller Abfüllungen, hat den hervorragenden Ruf der Destillerie unter Whiskyfreunden begründet. Alte Springbanks aus den Sechzigern zählen zum Begehrtesten, was es an schottischen Single Malts gibt.
Aus der Stammmarke Springbank empfehlen wir für preisbewusste Einsteiger entweder die zehnjährige Standardabfüllung um ca. 40 Euro, die für ihre Jugend bemerkenswert reif und wunderbar trinkbar ist, oder die zwölfjährige Fassstärke, die mittlerweile im achten Batch erschienen ist und über alle Batches konstant ausgezeichnet abgefüllt wurde. Die Fassstärken gibt es um ca. 55 Euro.

Der Springbank 10 - unsere Empfehlung für Einsteiger
Der Springbank 10 – unsere Empfehlung für Einsteiger

 

Wer es stärker mag, ist mit dem Springbank 12yo in Fassstärke bestens bedient
Wer es stärker mag, ist mit dem Springbank 12yo in Fassstärke bestens bedient



Auch für Fortgeschrittene sind diese Abfüllungen empfehlenswert (und wahrscheinlich ohnehin bereits wohlbekannt). Ansonsten könnte man sich den Springbank Gaja Barolo 2004 ansehen, der ein schönes Weinfinish besitzt und dieses auch gut ins Gesamtbild einbindet. Wer nicht so aufs Geld schauen muss, dem legen wir den Springbank 21 ans Herz. Er ist wunderbar old school, ein pures, rundes Vergnügen und harmonisch wie kaum ein anderer.

Die Königsklasse der aktuell produzierten Springbank: Hochpreisig, aber sehr, sehr gut.
Die Königsklasse der aktuell produzierten Springbank: Hochpreisig, aber sehr, sehr gut.

 

Ein schönes Beispiel, wie man ein gutes Weinfinish macht: unterstützend, nicht überdeckend.
Ein schönes Beispiel, wie man ein gutes Weinfinish macht: unterstützend, nicht überdeckend.



Eigentlich ist es aber fast egal, welchen Springbank man probiert (einzig der CV ist ein kleiner Ausreisser, da er etwas sprittig daherkommt und am wenigsten Zusammenhalt zeigt): Diese Destillerie enttäuscht nicht und bietet wunderbaren Whisky für jede Gelegenheit.