Bladnoch Destillerie, Foto von Jonathan Wilkins, CC-Lizenz
Bladnoch Destillerie, Foto von Jonathan Wilkins, CC-Lizenz

Die Lowland Destillerie Bladnoch gehört wohl bald nicht mehr den Armstrong-Brüdern. In der letzten Woche wurden schon Besucher im Besucherentrum weggeschickt. Gestern gab es im Spirit Journal einen kurzen Hinweis, dass ein Finanzverwalter jetzt die Geschicke der Brennerei leitet. Im Bladnoch Forum postet Raymond Armstrong, dass er gerne die Zweihundertjahrfeier 2017 noch als Eigentümer erlebt hätte, doch das solle wohl nicht mehr sein. Die vier Direktoren haben sich nicht freundschaftlich auf den Verkauf der Destillerie einigen können, zwei wollten verkaufen, zwei nicht (so die Aussage von Raymond im Bladnoch Forum), darum wird das nun über das Gericht abgewickelt, weil man keinen 50% Käufer finden konnte. Laut Dietmar Schulz von Alba Import, dem deutschen Generalimporteur von Bladnoch, steht die Destillerie deswegen auch wieder still.

Auch Raymond Amstrong legt Wert auf die Feststellung, dass der Verkauf nicht durch finanzielle Schwierigkeiten bedingt sei, sondern eher im Gegenteil – die Geschäfte liefen gut, auch wenn die Destillerie seit 4 Jahren nicht mehr destilliert hat, sondern das Geld mit Warehousing, also der Vermietung von Lagerflächen, verdiente.