Nicht jeder Whisky, ob Blend oder Single Malt, gibt seinen Ursprung preis. Das kann deshalb sein, weil die Brennerei die Fässer nicht unter ihrem eigenen Namen verkaufte, sondern auf Anonymität bestand, oder weil der Abfüller eine eigene Marke hat, die keine Destillerienennung braucht oder will.

Namen oder Anonymität – uns als Whiskyfreunde interessiert ja vor allem der Geschmack, und da geht es Serge Valentin natürlich ebenso. Er hat diesmal einige anonyme Abfüllungen  verkostet, und darunter findet sich eigentlich ausnahmslos Gutes. Hier die Werungen:

  • Blooming Gorse (46%, Wemyss Malts, blended malt, batch 2018/03, 6900 bottles, 2019): 84 Punkte
  • Overaged Malt Whisky (43%, Michel Couvreur, blended malt, +/-2018): 83 Punkte
  • Vega 28 yo 1990/2019 (46.7%, North Star Spirits, blended malt, Bourbon Hogshead and PX sherry, 800 bottles): 85 Punkte
  • Dalaruan (43%, Lost Distillery Company, Classic Selection, blended malt, +/-2018) : 85 Punkte
  • Secret Speyside 24 yo 1994/2019 (49.3%, The Finest Malts, City Landmarks, bourbon barrel, cask #1408895): 86 Punkte
  • Highland Single Malt 22 yo 1996/2018 (52.3%, Whisky-Doris, Nose Art, refill sherry hogshead, 329 bottles): 87 Punkte

Und auch unser Titelbild ist passenderweise einfach eine anonyme schottische Landschaft…